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Betfair Serie: Absicherung von Börsenwetten

20. November 2009 / christoph

Sicher, Betfair dient hauptsächlich dem Traden. Doch nicht jeder ist daran interessiert, nur mit den Kursen zu handeln. So ist es natürlich das Recht eines Jeden, auch einfache Wetten zu platzieren. Dass jedoch eine Absicherung gar Gewinnbringend sein kann, wenn KEIN Value vorliegt, ist Ihnen aber gewiss nicht neu. Diese These, welche auf den ersten Blick völlig unlogisch und lächerlich erscheint, soll uns in diesem letzten Artikel der Betfairserie beschäftigen.

Mal angenommen, sie setzen 20 Euro auf Quote 3,00 auf ein Spiel in der NBA. Wie Sie in den bisherigen Artikeln lernen konnten, besteht die Chance, diese 20 Euro in 58 zu vermehren. (2 Euro Provision müssen Sie abrechnen). Nun kommt der entscheidende Fall. Mal angenommen die Quote auf Ihr Team ist auf 2,00 gefallen. Für Sie ist die 2,00 genau richtig quotiert, sodass auch die Gegenquote zwar kein Value ist, aber exakt genau liegt. Natürlich trifft dies nicht gerade häufig zu, doch empfiehlt es sich nun, die Wette abzusichern. Sie verlieren nichts, da die Quote gerecht ist, also weder der Back – noch der Lay – Wetter daraus Profit schlagen könnte. Die Absicherung verhindert aber die Zahlung der Provision, da diese Abzüge einzig und allein auf den Gewinn des gesamten Marktes gezahlt werden müssen.

Im Beispiel müssten Sie also die Provision in Gedanken für die Rechnung entfernen (Auszahlung somit bei 60 Euro anstatt von 58 Euro) und genau soviel „Gegenwetten“, also Layen, dass Sie auch bei gegenteiligem Wettausgang 60 Euro Auszahlung erwarten. Bei Quote 2,00 würde der Einsatz 30 Euro betragen. Sie haben von nun an 60 Euro Auszahlung bei 50 Euro Einsatz und müssen nur auf den Differenzbetrag von 10 Euro die Provision zahlen. 9:50 Euro sicherer Gewinn wartet auf Sie.

Sie glauben nicht, dass sich diese Taktik tatsächlich bewehrt und denken, Sie haben den Restbetrag zu den 38 Euro Reingewinn aus dem Fenster geworfen, wenn die ursprüngliche Wette aufgeht? Nun, dann gehen Sie doch davon aus, dass Sie dieselbe Wette 10 x gespielt haben. Da die faire Quote In – Play bei 2,00 liegt gehen Sie von 5 Wettgewinnen und ebenso vielen Verlusten aus. Sie zahlen somit 10 x 20 Euro = 200 Euro Einsatz. Also Gewinn dürfen Sie 5x 58 Euro = 290 Euro verbuchen. Der reine Erfolg liegt also bei 90 Euro. In der von mir beschriebenen Variante aber kommen Sie auf 10x 9,50 Euro = 95 Euro. Bei jeder Wette haben Sie Betfair 50 Cent der Provision wieder "geklaut"!

Ich weiß, die eben erarbeitete Taktik bereitet schnell ein wenig Kopfzerbrechen. Ich kann Ihnen dennoch nur empfehlen, sich mehrmals durch diesen Text zu lesen. Sie werden damit Ihre Gewinne optimieren können, oder überhaupt erst einmal den Gewinnbereich anstreben.

Einen wichtigen Rat habe ich noch: Geizen Sie nicht mit Absicherungen. Häufig ist die Gier vor dem direkten Großgewinn höher als die Vernunft. Diese Gefahr und Sorge zu besiegen macht große Wetter aus. Können auch Sie sich dazu zählen?

 




Betfair Serie – Trading

14. November 2009 / christoph

Betfair ist vor allem für eines geeignet: Traden! Für alle, die noch weniger in der Materie drin stecken, sei dieser Begriff noch einmal erklärt.

Traden hat das Ziel Quotenveränderungen zu erahnen und davon zu profitieren. So macht man also beispielsweise Gewinn wenn man eine 3,00 Back spielt, die Quote sich nach unten bewegt und man mit einer Wette auf Lay2,50 einen Gewinn mitnimmt. Für gewöhnlich verteilen Trader den Gewinn stets so, dass das Endergebnis der Spiele irrelevant ist und stets derselbe Gewinn bestehen bleibt. Praktisch gesehen, ist Traden nichts anderes, als Spekulationen wie an der Börse.

Natürlich gibt es die verschiedensten Formen des Tradens. Ganz speziell unterteilt man in 2 große Kategorien. Auf einer Seite steht das „In play – Traden“, dazu gehören Strategien wie das „Lay the draw“, wovon Sie bestimmt schon einmal gehört haben. Dabei sei gleich angemerkt, dass dieses ehemals profitable System nicht mehr zu dauerhaften Gewinnen führt. Theoretisch könnte gar jede abgesicherte Quote als „In play – Traden“ bezeichnet werden.

Die viel spannendere Variante ist das Traden vor dem Spiel. Es ist gewiss keine einfache Aufgabe Quotenveränderungen vor dem Spiel zu erkennen, doch können verschiedenste Hinweise darauf schließen lassen. Da wäre zu Beispiel der Ausfall von Starspielern wegen einer Verletzung oder einer Kartensperre. Auch kann es sein, dass die Motivation für einen Quotenverfall spricht. Nicht selten verringert sich der Wert für ein Team nach unten, dass noch um den Klassenerhalt kämpft, während der Gegner praktisch ein Freundschaftsspiel bestreitet. Auch kann die Startquote einfach zu hoch angesetzt worden sein. Hinzu kommen einige weitere Hinweise die es gilt selbst herauszufinden. Desto öfter Sie sich im Traden vor dem Spiel üben, umso mehr können Sie von den Erfahrungen profitieren.

So kann ich nur jedem raten, die Ergebnisse festzuhalten und Quotenveränderungen aufzuschreiben. Nicht selten werden Sie dann Gemeinsamkeiten bei bestimmten Teams sehen.

Interessant noch ein kleiner Bonus. Ansteigend bis 2,00 ist jede beliebige Quote wählbar. Anschließend sind die Abstände bei 0,02 (es gibt also bei Betfair nicht die Quoten 2,01 – 2,03 – 2,05 fortfolgend). Ab 3,00 erfolgen gar Schritte im 0,05er Rhythmus. Denken Sie doch einmal darüber nach, wie diese Information im Traden positiv zu nutzen ist.

Beste Tradingerfolge wünscht,

Christoph

 




Betfair Serie – Umrechnung von Layquoten

12. November 2009 / christoph

Kapitel 3 in der Betfairserie beschäftigt sich mit den „Gegenwetten“, dem LAYen. Wenn Sie im Spiel Bayern München : Hamburger SV den FC Bayern layen, dann tippen Sie umgerechnet auf Sieg des Hamburger SV oder ein Unentschieden. (Hamburg X/2 / Hamburg doppelte Chance)

Doch auch die Quote muss noch umgerechnet werden. Wenn Sie eine Wette platzieren, dann geben Sie stets an, wieviel Gewinn Sie erhalten möchten und rechts daneben erfahren Sie den möglichen Verlust – den Einsatz. Doch natürlich ist es auch vorher möglich die Quote zu berechnen.

Dazu ist kein Taschenrechner nötig, denn glücklicherweise bietet uns das Internet einen Back – Lay – Umrechner.

Zum Verständnis erkläre ich Ihnen noch, wie genau das Wettsystem mit back und Lay funktioniert. Wenn Sie LAY spielen, treten Sie quasi in die Rolle des Buchmachers. Layen Sie eine 3er Quote mit 10 Euro (Einsatz würde dann 20 Euro betragen, da die 10 Euro den möglichen Gewinn darstellen), dann tun Sie nichts anderes als einem Menschen auf der anderen Welt eine Wette mit Quote 3 auf das Gegenteil anzubieten. Um die 20 Euro zu erhalten müsste er 10 Euro setzen. 10 * 3,00 = 30 – 10 (Einsatz) = 20. Sie hingegen streichen die 10 Euro ein wenn er Seine Wette nicht gewinnt, haben aber bei Verlust des Deals 20 Euro weniger auf dem Wettkonto zu beklagen. Bei Betfair lohnt sich sehr oft das Layen von sehr kleinen Quoten (1,01 – 1,30). Die Einsätze sind sehr klein und doch kommen große Gewinne oft zustande. Besonders im Tennis fallen sehr oft 1,01 er Quoten um. Speziell die Damen der Schöpfung sind dran sehr oft beteiligt.

Abschließend noch eine kleine Tabelle mit Typischen Layquoten mit der tatsächlichen Bedeutung.


Back –> Lay

2,00 –> 2,00

3,00 –> 1,50

4,00 –> 1,33

5,00 –> 1,25

1,50 –> 3,00

1,20 –> 6,00

 




NBA: Lakers verwandeln Minimatchball

28. Mai 2009 / christoph

 

Das wegweisende Spiel 5 in den Western Conference Finals fand die Los Angeles Lakers als Sieger. Der Titelverteidiger im Westen musste sich dabei aber hart gegen die Denver Nuggets wären.

Völlig ausgeglichen verliefen die ersten 36 Spielminuten. Alle drei Viertel endeten mit einem Gleichstand. Doch die ersten 3 Minuten des Schlussviertels entschieden die gesamte Partie. Ein 11:0 Lauf brachte die Lakers zu einer beruhigenden Führung. Odom, Bryant und Gasol sorgten für den Zwischensprint. Die Versuche noch einmal zu einer Wende zu kommen scheiterten auf Seiten der Nuggets. Maximal auf 4 Zähler kamen die Gäste heran, doch am Ende festigte Los Angeles das Ziel "Finals" mit einem 103:94 Erfolg.

Ein Hauptgrund für den Sieg war die schwache Trefferquote des unterlegenen Teams. Besonders Leader Carmelo Anthony traf nur 9 seiner 23 Würfe, wobei ihm auch der Titel "Topscorer der Partie" egal sein wird. Ungewohnt sind auch nur 22 Zähler für Gegenspieler Kobe Bryant. Kobe aber nahm nur 13 Würfe, stellte sich vollends in den Dienst der Mannschaft und hatte somit großen Anteil am Sieg.

Die Serie zieht damit zurück nach Denver, wo die Gastgeber alles tun werden, um ein Entscheidungsspiel in Los Angeles zu erringen. Noch sind keine Quoten für die Begegnung draußen, doch ab 3,00 sind die Gäste sicher zu spielen. Der Kader ist einfach besser. Zwar ist die Ausgeglichenheit ein wichtiger Faktor beim Dallas – Bezwinger, doch einen Spieler der Marke Kobe Bryant fehlt in diesem Team. Auch das Heimrecht kann dies nicht hundertprozentig verdecken, sodass ein Abschluss der Serie in Denver durchaus möglich erscheint.

Ein Ende ist auch in Cleveland heute Nacht möglich. Die 3:1 führenden Orlando Magic haben den ersten von 3 möglichen Matchbällen. Leider haben die Quoten nicht die 6,00 erreicht, doch auch @5 ist Orlando einen kleinen Versuch wert.




Bittere Nowitzkipleite, Saison für German Wunderkind beendet

10. Mai 2009 / christoph

 

Es gibt Wochen, da läuft einfach alles daneben. Dirk Nowitzki hatte eine solche. Die beiden Auswärtsspiele in der Best of 7 Serie in Denver gingen trotz ansehnlichen Spiels in den ersten 3 Vierteln stets verloren. Doch der größte Schock ereilte den Blondschopf erst vorgestern Nacht. Nowitzkis vermeintliche Freundin, die in den Klatschzeitschriften bereits als Verlobte des Deutschen betittelt wurde, musste nach diversen Verstößen inhaftiert werden. Auch soll Sie gegenüber Nowitzki nicht treu gewesen sein.

Es ist erstaunlich, dass es sich Dirk dennoch nicht nehmen ließ vergangenen Abend erneut auf dem Basketballparkett zu stehen. Nicht nur das, auch die Leistung des Würzburgers war einmal mehr überragend. Doch schlussendlich blieb kein Happy End. "Schlimmer kannst du ein Basketballspiel nicht verlieren", so ähnlich müssen die Gedankengegänge bei den Mavericks gewesen sein. Dallas verspielte in den letzten 20 Sekunden einen 4-Punkte-Vorsprung, unter anderem auch aufgrund fragwürder Pfiffe der Schiedsrichter.

Ein 3:0 wurde noch nie in der Playofffgeschichte der NBA aufgeholt, alle 84 Serien, die diesen Zwischenstand beinhalteten endeten auch mit dem Erfolg der führenden Mannschaft. Am knappsten machten es die Mavericks noch selbst, die vor 4-5 Jahren gegen die Portland Trailblazers nach 3:0 Führung erst in Spiel 7 den Einzug in das Viertelfinale schafften.

Für Nowitzki endet somit eine weitere Saison, die sportlich nicht schlecht lief, aber in der auch der große Traum der Championship unerreichbar erschien. Im November gibt es den nächsten Angriff auf die Krone, doch bis dahin wird sich noch einiges im Team verändern. Kidd als FreeAgent bringt knapp 22 Millionen weniger Kosten und gleichzeitig den Abgang eines Rentners, der besonders gegen die Nuggets als Schwachstelle im Team auszumachen war. Sollte ein starker Center nach Texas geangelt werden sieht die Welt schon in 6 Monaten wieder ganz anders aus.

 















































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