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Sportwetten News
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17. März 2010 / christoph
Wir Mitarbeiter der Wettbasis sind stets daran interessiert, Ihnen noch ein wenig mehr Komfort bieten zu können. Ein neues Feature sollen Interviews mit diversen Sportlern sein. Wir können natürlich keine Regelmäßigkeit versprechen, dafür aber bereits heute einen Auftakt.
Anlässlich des aufstrebenden Fussballclubs Rasenballsport Leipzig, haben wir einem Mitarbeiter der offiziellen Homepage einige Fragen ausgestellt. Viel Spaß beim lesen.
Wettbasis: Sehr geehrter Herr Felder, RB Leipzig wird aller Vorrausicht nach dieses Jahr den Aufstieg in die Regionalliga schaffen. Ist ein weiterer Aufstieg in der Spielzeit 2010/2011 ein realistisches Ziel und wo sehen Sie den Verein in 4 Jahren?
Felder: Momentan spielen wir in der Oberliga und unser erstes Ziel ist es, diese nach der Saison zu verlassen. Sollte uns das gelingen, machen wir keinen Hehl daraus, dass wir uns in der Regionalliga auch nicht allzu lange aufhalten wollen. Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass man sich im Schnitt zwei Jahre in einer Liga aufhalten muss, um aufzusteigen. Vielleicht gelingt es uns, früher die 2. Liga zu erreichen.
Wettbasis: Sollte es nächstes Jahr in Liga 4 gehen, dürfen sich die Fans dann auf weitere Verstärkungen freuen, beziehungsweise in welchen Kaderteilen wird am meisten gearbeitet werden?
Felder: Sollten wir in die Regionalliga aufsteigen, werden wir unsere Mannschaft so verstärken, dass wir auch dort eine sehr gute Rolle spielen werden. Die Kaderplanung läuft auf Hochtouren.
Wettbasis: Muss RB Leipzig vor Gegnern neben dem sportlichen Respekt auch Angst vor den Fans haben? In knapp 2 Wochen steht das Derby gegen LOK Leipzig an. Können Sie ruhigen Gewissens in das Stadion gehen?
Felder: Nach dem ersten Spiel bei Jena II, wo alle Beteiligten die Situation unterschätzt haben, hat es keine Probleme bei den Spielen von RB Leipzig gegeben. Die beiden Derbys gegen Sachsen und Lok sind friedlich und ohne Störung abgelaufen. Unsere Spiele sind als Sicherheits- bzw. Risikospiele eingestuft worden. Danach richten sich die Sicherheitsvorkehrungen.
Wettbasis: Hand aufs Herz, gab es seit der Gründung von Rasenballsport den Gedanken, den Spielbetrieb wieder einzustellen? (gerade nach den Randalen im ersten Ligaspiel in Jena)
Felder: Mit dem Gedanken haben wir uns überhaupt nicht beschäftigt. Wir lassen uns von ein paar Chaoten nicht von unserem Weg abbringen.
Wettbasis: Gibt es einen Bundesligaclub, oder Topclub Europas, der ein Vorbild für Leipzig sein könnte und in welcher Hinsicht? (Trainingsmöglichkeiten, Rehagelegenheiten, Fans, Attraktivität des Spiels, Nervenstärke etc.)
Felder: Den Weg, den Hoffenheim gegangen ist, kann man sicherlich als Vorbild nehmen. Wir wollen uns als RB Leipzig etablieren und wahrgenommen werden. Außerdem können wir in vielen Dingen auf die Erfahrungen aus Salzburg zurückgreifen. In punkto Fankultur ist es erstrebenswert, sich an Mainz 05 oder Freiburg zu orientieren, die ich persönlich als sehr gastfreundlich empfunden habe.
Wettbasis: Welchen Ostverein neben RB sehen Sie in 5-10 Jahren am weitesten vorn?
Felder: Das ist schwierig zu sagen und mir fehlt der genaue Einblick. Mit Cottbus und Rostock gibt es zwei Vereine, die in der 2. Liga spielen. (auch Union Berlin gilt streng genommen als Ostverein, Anm. d. Red). Die meisten Vereine im Osten scheitern an Missmanagement und daraus folgenden Insolvenzen. Nur mit Tradition ist ein Mitspielen im Konzert der Großen nicht umsetzbar.
Wettbasis: Wie sollte die Sportart Fussball mit dem neu veröffnlichten Wettskandal umgehen? Gibt es überhaupt einen Ausweg aus der Misere, oder wird man nie alle schwarzen Schafe bekommen?
Felder: Wo viel Geld im Spiel ist, sind auch viele Kriminelle unterwegs. In der Tat sollte man alles dafür tun, damit der Fußballsport durch solche Dinge nicht beschädigt wird.
Wettbasis: Möchten Sie sonst noch etwas loswerden, was unsere Leser interessieren könnte?
Felder: RB Leipzig verfolgt zwei Ziele: Erstens wollen wir die Sehnsucht der Leipziger nach hochklassigem Fußball befriedigen und zweitens wollen wir mit einer erfolgreichen ersten Herrenmannschaft jungen Talenten in der Region eine Perspektive geben. Ein Rene Adler beispielsweise soll in Zukunft nicht nach Leverkusen gehen müssen, sondern in Leipzig bleiben.
Die Wettbasis dankt für die Mühen.
Kategorie: Fussball-News
16. März 2010 / joe
Nachdem die Bayern beruhigenderweise schon ins Viertelfinale der Champions League vorgedrungen sind und Werder Bremen, der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg eine gute Figur in ihren Achtelfinal-Hinspielen in der Europa League gemacht haben sieht es für die deutschen Fußball international in diesem Jahr aktuell ganz gut aus. Wirklich rosigen Zeiten könnte die Bundesliga entgegenblicken, wenn es den deutschen Vertretern gelingen würde, deutlich besser als ihre italienishen Konkurrenten abzuschneiden. Denn genau in diesem Fall würde die deutsche Bundesliga die italienische Serie A auf dem dritten Platz der Fünf-Jahres Wertung ablösen. Der dritte Platz hat einen ganz besonders süßen Geschmack, da er einen zusätzlichen Startplatz für die Champions League bedeutet. Das heißt im Endeffekt, dass sogar der Tabellensechste noch international vertreten wäre. Vor vielen Jahren hatte die Bundesliga diesen Luxus inne. Mittlerweile hat man sich daran gewöhnt, dass dem nicht so ist. Doch die kontinuierlichen internationalen Erfolge – insbesondere im Uefa Cup – haben der Bundesliga in der Fünf-Jahres Wertung der Uefa erheblich Punkte eingebracht. Seit einigen Jahren ist man nun besser als die Serie A und in diesem – aber spätestens im nächsten Jahr – könnte es gelingen die Italiener auch in der Gesamtwertung zu überholen und den geliebten dritten Platz somit widerzuholen.
Da es für das Weiterkommen pro Runde in beiden Wettbewerben Zusatzpunkte gibt, wirkt es sich gegen Ende der Saison noch stärker aus, wenn eine Liga Teilnehmer in den letzten Ausscheidungsrunden platzieren kann. Momentan sieht die Situation für die Bundesliga nicht schlecht aus. Allerdings ist ein Vorbeiziehen an der Serie A in dieser Saison recht kompliziert, da die Italiener immer noch von einem kleinen Vorsprung (etwas mehr als 1 Punkt) zehren können. Die Situation in den beiden Wettbewerben sieht wie folgt aus:
Europa League:
Wie oben bereits angesprochen haben die deutschen Mannschaften positive Ergebnisse in ihren Hinspielen erreicht. Der SV Werder Bremen reiste mit einem Unentschieden (1:1) aus Valencia nach Hause, ebenso tat die der VfL Wolfsburg aus Russland (1:1 bei Rubin Kazan). Der Hamburger SV gewann das Hinspiel zu Hause gegen Anderlecht (3:1). Die deutschen Mannschaften müssen nun in den Rückspielen konzentriert agieren, um die guten Ausgangspositionen zu nutzen. Alle drei Gegner haben jedoch das Kaliber, den deutschen Vertretern trotz der unglücklichen Hinspielergebnisse noch gefährlich zu werden.
Die italienische Serie A ist im Achtelfinale der Europa League nur noch mit einer Mannschaft vertreten. Allerdings stellen die Südeuropäer damit einen der Topfavoriten auf den Gewinn des Wettbewerbs und haben damit eine wahre Waffe gegen die Bundesliga in ihren Reihen: Juventus Turin. Der italienische Traditionsverein gewann sein Hinspiel zu Hause gegen den FC Fulham (3:1). Angesichts der Defensiv-Stärke der Schwarz-Weißen ist kaum zu erwarten, dass die Engländer noch einmal am Weiterkommen schnuppern dürfen.
Champions League:
Blickt man auf die Uefa Fünfjahres-Wertung ist das Weiterkommen des FC Bayern München im Deutsch-Italiensichen Duell gegen den AC Florenz umso erfreulicher, denn auf diese Weise konnte die Bundesliga weiter Punkte sammeln und gleichzeitig eine Mannschaft der Serie A aus dem Wettbewerb nehmen.
Schon einen Tag zuvor verabschiedete sich mit dem AC Milan gegen Manchester United eine weitere Mannschaft aus der Serie A von jeglichen Champions League Ambitiionen. Die letzte italienische Hoffnung im laufenden Wettbewerb ist Inter Mailand. Der Serienmeister der Serie A hat das Hinspiel gegen Chelsea London für sich entscheiden können (2:1) und muss dieses Ergebnis nun auswärts an der Stamford Bridge verteidigen. Allerdings waren die Engländer schon im Hinspiel das bessere Team und hätten deutlich mehr aus ihren Chancen machen müssen. Ein Ausscheiden der letzten italienischen Mannschaft ist durchaus noch möglich.
Als letzte Mannschaft, die im Duell der Bundesliga mit der Serie A auf europäische Ebene etwas zu melden hat, spielt der VfB Stuttgart am Mittwoch das Rückspiel gegen den FC Barcelona. Die Chancen der Schwaben sind deutlich geringer als beispielsweise jene von Inter Mailand, aber schon, dass die Schwaben bis ins Achtelfinale gekommen sind, hat der Bundesliga geholfen.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die höchste deutsche Spielklasse in der Fünfjahres-Wertung an der Serie A vorbeiziehen wird, denn im folgenden Jahr müssten die Italiener, da die älteste Saison der Italiener deutlich besser war, als die der Bundesliga, schon eine Glanzleistung hinlegen, welche momentan bei Weitem nicht zu erwarten ist. Der absteigende Graph der Serie A und der aufsteigende Trend der Bundesliga werden sich bald kreuzen. Je früher, desto besser.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News
9. März 2010 / joe
Nachdem uns in der letzten Woche der Schreiber des Königs die Vielfalt des Fußballwochenendes erklärt hat und – wer auch immer dafür verantwortlich war – sich dieses Wochenende auf ein Neues so einiges ereignet hat, lassen wir das Geschehene Revue passieren. Man hatte den Eindruck, dass in den letzten Tagen alles, was eigentlich schon auf dem Weg in die Zukunft war, wieder auf Null gesetzt wurde – also praktisch neu begonnen wurde. Ganz neu begonnen. Nun, um dies Revue passieren zu lassen, lehnen wir uns zurück. Entspannen und lauschen den Erzählungen. Frei nach den Absoluten Beginnern brauchen wir nur einen Drink, eine Zigarette und ein bisschen Musik.
Erstens: Neubeginn Nummer Eins, begann am Mittwoch mit der neuen Nummer Eins. Die neue Nummer Eins, die schon ein wenig die alte Nummer Eins war, aber es erst gegen Argentinien offiziell wurde: René Adler. Der Leverkusener-Torwart spielte gegen die argentinische Nationalmannschaft beim Freundschaftsspiel zum ersten Mal die Rolle der Nummer Eins und wie Joachim Löw auf der Pressekonferenz treffend bemerkte, kann er sich den Stammplatz für die Weltmeisterschaft in Südafrika "nur noch selber kaputt machen". Damit fing der junge Torwart auch sofort an. Nach einer starken Parade im Eins-gegen-Eins mit Angel di Maria, hatte Adler eigentlich gut ins Spiel gefunden. Kam dann aber beim Gegentor einen Schritt zu spät. Die meisten fragen sich, was er überhaupt dort tat. Im Endeffekt war es sein Bock und am Ende des Tage begann er die Torwart-Diskussion von Neuem loszutreten. Dabei war sie gerade erst beendet.
Zweitens: Beendet waren auch in der Bundesliga die Zweifel daran, dass die Berliner Hertha noch ein Mal tabellarisch am Spielbetrieb teilnehmen würde. Diese Zweifel gibt es nun wieder – auf ein Neues. Denn nicht nur die Heimniederlage gegen Hoffenheim, sondern viel mehr die Impotenz der Berliner aus Hamburg Punkte mitzunehmen erschreckt. Spielerisch und optisch waren die Hauptstädter in der Hansestadt das überlegende Team und Chancen hatte die Mannschaft von Friedhelm Funkel auch genügend. Einzig und allein schoßen sie kein Tor. Und wer kein Tor macht, sich hinten einen – mehr oder weniger selber – reinlegt, der verliert. Verlieren tun die Berliner immer wieder. Immer wieder auf ein Neues.
Dirttens: Einen Neubeginn des Neubeginns könnten die Berliner gegen erstarkte Nürnberger erzwingen. Dazu müsste ein Heimsieg am Wochenende her. Und ein Tor. Mindestens eins.
Viertens: Da die Bundesliga nunmal nicht nur ein Ende hat, sondern zwei, gibt es auch noch erfolgreiche Mannschaften. Auch wenn der kausale Zusammenhang zwischen den beiden Enden und dem Erfolg bitte nicht weiter vertieft werden muss, bleibt zu erzählen, dass Leverkusen verloren hat. Gegen Nürnberg. Zum ersten Mal in dieser Saison. Kein wirklicher Neuanfang möchte man meinen, doch weit gefehlt! Denn die Mannen von Jupp Heynckes scheinen nun damit anzufangen, mit dem die ganze Nation gerechnet hat: Mit dem Absturz. Oder ganz ehrlich, hat irgend jemand geglaubt, dass die Leverkusener bei der Vergabe der Deutschen Meisterschaft mitreden? Vizekusen, auf ein Neues.
Fünftens: Noch zu Punkt Vier: Die Schalker wurschteln auch noch mit dort oben rum. Wissen wir, glauben wir aber auch nicht dran.
Sechstens: Die einzigen die an diesem Wochenende nichts Neues begonnen oder Altes wieder neu begonnen haben, sind die Gladbacher. Die haben nämlich alles beendet. Den Spielbetrieb könnte man sagen. Da ihre Punktausbeute schon jetzt so komfortabel ist, dass es angesichts der Schwäche der anderen Mannschaften mehr als unwahrscheinlich erscheint, dass die Niederrheiner noch einmal unten rein rutschen könnten, haben sich die Mönchengladbacher mit der Raute überlegt man könne schon mal für die nächste Saison Kräfte sparen. Oder für die WM. Oder für den Sommerurlaub, die Familie und überhaupt sind 90 Minuten viel zu anstrengend.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News
2. März 2010 / joe
Bei diesem tollen Sport kann man gar nicht müde werden zu betonen, wie viele tolle Geschichten er uns an einem einzigen Wochenende erzählt. Ja, der König Fußball hat den königlichen Schreiber beauftragt den Spieltag mit Lichtblicken zu füllen und – sieh an – der Schreiber hat seinen Job hervorragend gemeistert. Wollen wir einmal sein Meisterwerk anhand der Höhepunkte nacherzählen:
Erstens: Mohamadou Idrissou. Seine Disziplinlosigkeit haben wir bereits in der letzten Woche erörtert. Doch an diesem Wochenende hat er auch fußballerisch bewiesen, dass seine Aussagen - insbesondere der Bezug zwischen ihm und der Champions League doch sehr weit her geholt sind. So hat Mohamadou Idrissou zum Spiel der Freiburger in Mönchengladbach nur zwei Dinge beigetragen: Er lag zwischen der 82. und der 85. Minute im eigenen Strafraum auf dem Boden, um Zeit zu schinden. Und einen Reim.
Zweitens: Beim "5 gegen 2", gerne vor Trainingseinheiten oder in Halbzeitpausen wohl dosiert eingestreut, ist die Höchststrafe ein Beinschuss. Wer einen kassiert, ist der Depp. Wenn man das auf eine Bundesligaspiel überträgt, liebe Berliner, dann sieht das wie folgt aus: Zwei Beinschüsse – zwei Gegentore – null Punkte. Und genau so wars gegen Hoffenheim. Erst ließ sich Kapitän Arne Friedrich von Demba Ba tunneln und dieser netzte ein, dann öffnete Steve van Bergen gegen Ibisevic die Beine und schon war das Unternehmen Klassenerhalt weit in die Ferne gerückt. Symbolisch könnte man nun auf die Metapher mit dem Licht am Ende des Tunnels verweisen. Dies wird an dieser Stelle unterlassen, denn wer Letzter ist braucht nicht noch einen drauf. Nicht in dieser Woche.
Drittens: Bundesliga torlos. Was war denn da los? Dass die Deutschen für ihre geordneten Abwehrreihen bekannt sind, ist nichts Neues. Aber das wissen wir doch. Das muss doch nicht so deutlich unter Beweis gestellt werden. An dieser Stelle müssen wir Berlin, Bochum, Nürnberg, Hannover, Hamburg, Leverkusen und Köln an den Pranger stellen. Diese sieben Mannschaften blieben nämlich am Wochenende ohne Torerfolg, was zufolge hatte, dass der Spieltag mit fanfreundlichen 15 Toren in neun Spielen zu Ende ging. In der Konferenz am Samstagnachmittag konnte man getrost zwei bis drei Nebenbeschäftigungen einrichten. Dass in der zweiten Halbzeit nur noch drei Tore fielen, sagt alles.
Viertens: Um etwas internationaler zu werden, sollten wir dem Schreiber des Königs auch noch die Höhepunkte aus Spanien und England zu Gute halten. So hat er einen brillanten Plot zu Chelsea London gegen Manchester City geschrieben. Beide Mannschaften gehen zum Händeschütteln aneinander vorbei. John Terry ist der erste Londoner. Die Citizens laufen in Reih und Glied an ihm vorbei. Geben ihm die Hand. Doch Wayne Bridge – mit dessen damaliger Freundin der verheiratete John Terry geschlafen hatte und der (Wayne Bridge) daraufhin seine Nationalmannschaftskarriere an den Nagel gehangen hatte – verweigert dem Londoner Kapitän den Handschlag. Man kann es sich nicht häufig genug ansehen. Einfach stark.
Fünftens: Anmerkung zum Handschlag-Video. Sollten Sie das Video gesehen haben. Gucken Sie es sich noch einmal an und achten sie auf Craig Bellamy. Das ist der Kleine, der nur wenige Meter vor Wayne Bridge läuft. Auch er hat eine Meinung zu John Terry. Sehen Sie selbst.
Sechstens: Vom Höhepunkt der Premier League nun zum Höhepunkt der Primera División. Wir steigen ein in der 26. Minute des Topspiel zwischen Atlético Madrid und dem FC Valencia. Valencia führt bereits mit 1:0, spielt aber alles andere als gut. Zumindest die Art und Weise wie sie sich von Atlético dominieren lassen, lässt nicht erkennen, dass sie einen Anspruch auf die Champions League Teilnahme stellen. Aber weiter im Text. Atlético-Stürmer Aguero (Achtung: Der spielt auch am Mittwoch gegen Deutschland) nimmt Valencia-Verteidiger Marchena den Ball ab. Dieser foult ihn daraufhin. Aguero lässt sicht nicht fallen, spielt Marchena aus und der Verteidiger klärt im Strafraum mit der Hand. Das ist in etwa ein kurzer Abriss des Geschehens. Danach rennen alle Madrilenen aufgeregt zu Perez Burull – Schiedsrichter der Begegnung. Der hat nichts gesehen. Seine Assistenten auch nicht. Alle anderen im Stadion schon. Marchena beginnt sich das Gesicht zu halten (!). Der vierte Offizielle – ja genau der zwischen den Trainerbänken. Also der vierte Offizielle, der der sich ausschließlich mehr oder weniger auf Höhe der Mittellinie, die bekanntlich recht weit weg von den jeweiligen Strafräumen ist, aufhält, hat auch eine Meinung zu der Geschichte. (Jorge Figueroa Vázquez heißt der gute Mann übrigens) Er weißt Perez Burull daraufhin, dass es Hand war. Perez Burull rennt zum Elfmeterpunkt, um dann auf ihn zu zeigen und zeigt Marchena dann – mit zugegeben nicht wirklich eleganter Körperhaltung – die rote Karte, weil dieser der letzte Mann war. Danach rennen alle Spieler von Valencia aufgeregt zu Perez Burull.
Siebtens: Noch ein Wort zu Marchena. Aufgrund guter Leistungen beim Europameisterschafts-Triumph der Spanier wird Marchena wahrscheinlich wieder in der Startelf der "Roja" stehen. Auch während der WM in Südafrika. Momentan scheint das – angesichts der spielerischen Klasse der Iberer – die einzige Möglichkeit die starken Spanier aus dem Turnier zu kicken. Nach der Vorrunde muss man nur einen Bock von Marchena provozieren und ihn provozieren. Der tritt nämlich gerne und unbedacht. Mit einem mehr auf dem Platz geht das dann auch gegen Spanier. Marchena sah übrigens gegen Atlético in der ersten Spielminute vollkommen berechtigt Gelb, wegen eines überharten Einsteigens. Das wird schon. Die Hoffnung der Fußballwelt liegen auf seinen Schultern.
Achtens: Den Bayern sei dann endlich mal – getreu dem Motto das Beste kommt am Ende – die Ehre gegönnt die Letzten zu sein. Mit dem Heimsieg gegen Hamburg eroberten die Münchener nach einer gefühlten Ewigkeit die Tabellenspitze zurück. Platz 1 um genau zu sein. Allerdings war das Spiel weit von einem Spitzenspiel entfernt. Das sieht man schon daran, wenn der "Kicker" Arjen Robben als "Spieler des Spiels" auszeichnet und dabei gleichzeitig feststellt, dass der Holländer "nach der Pause kräftemäßig abbaute". Sprich in der ersten Halbzeit ganz gut gewesen zu sein, hat gereicht. Hier bleibt nichts anderes übirg als auf Punkt Drei zu verweisen.
Man kann ihn nur mögen, den Schreiber des Königs.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Bundesliga-Wetten, Fussball-News
23. Februar 2010 / joe
Während dieser Saison sind wir schon häufiger zu dem Schluß gekommen, dass Fußball nicht zwingend ein Sport ist, der, um ihn professionell auszuführen, mental besonders hohe Ansprüche stellt. Mohamadou Idrissou hat dies eindrucksvoll unterstrichen.Ganz ohne nachzudenken und voll aus dem Unterbewusstsein hinaus, hat er das gesagt, was sicherlich jeder denken darf, aber niemand aussprechen sollte. Sogar das Denken sollte in einem funktionierenden Team nicht aufkommen. Der verbale Ausspruch ist tunlichst zu vermeiden. Auch an schlechten Tagen. Mohamadou Idrissou soll, nachdem er unter der Woche – laut Mannschaftskreisen - armselig trainiert hatte, zu seinen Mannschaftskollegen gesagt haben "Ich hab keine Lust mehr, mit euch Absteigern zusammen zu spielen. Ich spiele sowieso nächstes Jahr Champions League."
Viel mehr als blankes Entsetzten kann man diesem Verhalten nicht entgegen bringen. Vollkommen verständlich ist an dieser Stelle die Position des Trainers, der den Topstürmer der Breisgauer gegen Berlin auf der Bank ließ. Während des Spiels wurde Robin Dutt schon von den zähnefletschenden Journalisten innerlich zerfleischt. Als dann die wahren Gründe für das Nicht-Auflaufen des kameruner Stürmers bekannt wurden, hatte man Einsicht mit dem breisgauer Übungslehrer. Auch wenn es Gerüchten zufolge wirklich Interesse am besten Freiburger Strümer seitens größerer Klubs wie Schalke 04 und den Hambuger SV gegeben haben soll, sind die Chancen einer Verpflichtung wohl stark gesunken. Denn wer möchte schon solche Charakter-Spieler in seiner Mannschaft haben? Welches Trikot Mohamadou Idrissou in den nächsten Monaten tragen wird, bleibt abzuwarten. Seinen ersten Schritt aus dem Freiburger Trikot heraus hat er getan. Ein Schritt in die falsche Richtung.
An diesem Wochenende haben wir außerdem gelernt wie schnelllebig das Fußball-Geschäft auch auf dem Platz sein kann. Waren die Kölner noch in der Hinrunde zusammen mit Schalke 04 die beste Abwehr der Liga, so sind sie jetzt zur Schießbude geworden. Wurden sie in der Hinrunde noch von allen Seiten gefeiert, sind sie jetzt zur Lachnummer avanciert. Bis zum Winter hatten die Domstädter es fertig gebracht lediglich 15 Gegentore zu fangen – allein in den sechs Spielen 2010 haben sie 16 weitere zugelassen.
Jetzt wurde Trainer Zvonimir Soldo von mehreren Seiten – unter anderem von der Kölner Lokalpresse – empfohlen doch irgendwie wieder die Taktik der Hinrunde anzunehmen. Der Trainer reagierte nur schüchtern mit dem Hinweis "man spiele genauso, man stünde nur nicht mehr so kompakt in der Innenverteidigung."
Ein schwacher Trost. Doch im Falle der Rheinländer kann man von Glück im Unglück sprechen, denn das wahre Glück der Kölner besteht darin, dass es in diesem Jahr – egal wie schlecht die Kölner auch ihre Rückrunde getalten mögen – vier Mannschaften gibt, die deutlich schwächer sind und dies nicht nur auf dem Platz, sondern auch in der Tabelle zeigen. Sowohl Freiburg, Nürnberg und Hannover, als auch Berlin ist nicht zuzutrauen die Geisböcke noch zu überholen. Trotzdem bleibt die Heimniederlage gegen Stuttgart (1:5) ein Schritt in die falsche Richtung.
Als traurigen letzten Punkt, sei noch ein Wink zur Kommerzialisierung gestattet. Wahrscheinlich haben die meisten die Veränderung des Champions League Spielsystems bereits bemerkt. Die spannenden Champions League Konferenzen sind Geschichte. Nie wieder gleichzeitig Tore in Kiev, Liverpool, Trondheim und Lyon, sondern jetzt nur noch in einem Stadion. Aus Gründen der Gewinnmaximierung werden die Achtelfinals jetzt in vier Wochen ausgespielt. Auch die Viertelfinals werden auseinandergezogen. Wenngleich es dem Fußballfan nicht direkt schadet, ist es ein weiterer Schritt hin zum totalen Kommerz. Ein Schritt in die falsche Richtung,
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News
17. Februar 2010 / joe
Falko Götz kennen eigentlich alle. Alle, die die Bundesliga mehr oder minder aufmerksam verfolgen. Der ehemalige Berliner Chefcoach, der später auch 1860 München trainierte, heuerte vor einiger Zeit in Kiel an. Mit Holstein Kiel stieg er auch sofort in die neugegründete 3. Bundesliga auf. Doch in der Hinrunde dieser Saison wurde er gefeuert. Das Thema ging – im Verhältnis zu seiner Brisanz – nur sehr dünn und kurzatmig durch die Presse. Denn Falko Götz wurde nicht aufgrund sportlicher Misserfolge oder verbaler Fehltritte gefeuert, sondern aus einem Grund, den man im deutschen Profifussball (glücklicherweise) nur sehr selten findet. Falko Götz soll angeblich einen Spieler geschlagen haben und wurde aufgrund dieser kriminellen Handgreiflichkeit fristlos entlassen.
Doch nun kocht das Thema auf eine Neues hoch. Wieder kümmert sich die Presselandschaft in Deutschland nur in einigen Randnotizen darum und doch ist es höchst interessant. Verschwenden sie einen kurzen Gedanken an einen ähnlichen Vorwurf in München, Schalke oder Dortmund. Es wäre die Hölle los. Die Gazetten wären tag-täglich nur mit dem einen Thema beschäftigt. Es geht – wenn auch im fußballerisch wenig polarisierenden Kiel – nicht mehr nur noch um Fußball, sondern schon um Arbeitsrecht. Ist es rechtens dem Trainer in diesem Fall fristlos zu kündigen?
Der Grund für das "Erwärmen" der Materie ist ein weiterer Schritt von Seiten des Vereins: Holstein Kiel hat nun auch Co-Trainer Andreas Thom, der allgemein als guter Freund und Weggefährte des gefeuerten Trainers gilt, und Torwarttrainer Klaus Thomforde gefeuert. Götz selber ist gegen die Kündigung bereits gerichtlich vorgegangen. Allerdings wurde dem Ex-Berliner in erster Instanz vor dem Arbeitsgericht in Kiel nicht Recht gegeben. Das Gericht bestätigte die Handlungen des Vereins. Falko Götz hingegen kündigte bereits an, er wolle bis zum Ende und bis zur letzten Instanz kämpfen, da er sich nichts kriminelles zu Schulden haben kommen ließe.
Der Verein verfügt jedoch durchaus über ein Motiv, einen Streit zwischen Spieler und Trainer hochgekocht haben zu wollen. Denn wenn die Kieler wirklich nicht mehr auf den Trainer gesetzt haben, dann haben sie sich mit der fristlosen Kündigung elegant die Abfindung gespart. Fraglich bleibt, ob man es falko Götz zutraut einen Spieler geschlagen zu haben. Als Trainer wie auch als Mensch konnte man in der Öffentlichkeit keinesfalls ein dominantes oder aggressives Bild des Trainers bekommen. Es ist nur schwierig vorstellbar, dass Götz wirklich geschlagen haben soll. Wie dicht die Beweisdecke gegen ihn ist, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. Doch die Aussagen des Trainers lassen darauf schließen, dass er durchaus eine Chance sieht, gewinnen zu können.
Ein Stück weit geht es schließlich auch um seinen guten Ruf. Eine fristlose Kündigung wegen Gewalt am Arbeitsplatz ist zwar wahrscheinlich im Lebenslauf eines Fußballlehrers so unwichtig (siehe Norbert "Kopfstoß" Meier bei Fortuna Düsseldorf), wie sonst nirgendwo, aber Götz scheint es um Gerechtigkeit zu gehen. In Interviews wirkt er angekratzt.
In seiner Ehre.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News
14. Februar 2010 / daniel
Das Top Spiel am Sonntag steigt im Stade de l’Abbé Deschamps, wo der aktuelle Tabellensiebte AJ Auxerre gegen den Tabellenachten, Stade Rennes die Klingen kreuzen, um weiterhin wichtige Punkte für den Kampf um die internationalen Fleischtöpfe zu sammeln. Beide Teams mussten unter der Woche im Coupe de France spielen. Während Auxerre beim 4:0 Heimerfolg gegen Plabennec wenige Probleme bekommen hatte, gab es für Stade Rennes eine 0:1 Auswärtsniederlage gegen Quevilly. Das interessante an diesem zweiten Top Spiel in der Ligue 1 ist, das beide Teams dicht aneinander in der Tabelle stehen und wohl nur der Sieger noch eine theoretische Chance, auf die internationalen Plätze bekommen wird.
( 7 ) AJ Auxerre Heimbilanz ( 7 – 2 – 3 ) 15 : 11 Tore Differenz – 23 Punkte )
Auxerre gehört zu den Teams in der Ligue 1, die eher defensiv eingestellt sind und die bisherigen Punkte eher er mauert hat, als mit frischen Offensiv Fußball aufgetreten sind. Im Schnitt erzielt die Offensive 0.91 Tore pro Spiel, wobei die Defensive 0.87 erhaltene Gegentore pro Spiel kassiert. Im letzten Ligaspiel kassierte man auswärts gegen Grenoble eine herbe 0:5 Klatsche. In dieser Saison belegt man den 7. Rang, was die aktuelle Heimstärke angeht und so konnte man aus den letzten drei Heimspielen alle gewinnen und ist seit fünf Heimspielen auch ungeschlagen. Aufgrund der letzten 0:5 Niederlage dürfte Trainer Jean Fernandez eher noch mehr Beton mischen lassen, sodass die Wette Erzielen beide Teams ein Tor ja@1.95 Nein@1.75 beim Buchmacher Bwin für den einen oder anderen User interessant sein könnte.
Bei dem letzten Coupe de France Spiel setzte Trainer Jean Fernandez seine stärkste Elf ein, sodass der eine oder andere Spieler müde Beine bekommen dürfte. Personell kann Trainer Jean Fernandez wieder auf seinen Stürmer Julien Quercia zurückgreifen.
( 8 ) Stade Rennes Auswärtsbilanz ( 2 – 5 – 4 ) 12 : 12 Tore Differenz – 11 Punkte )
Stade Rennes belegt in der Auswärtstabelle den 13. Rang und steht bei einer ( 1-1-3 ) W/L-Bilanz aus den letzten fünf Auswärtsspielen. Im letzten Ligaspiel konnte Stade Rennes den aktuellen Titelverteidiger Bordeaux mit 4:2 besiegen und dürfte besonders motiviert gegen Auxerre antreten. Im Direktvergleich besitzt man eine negative 5-11 W/L-Bilanz gegenüber Auxerre. Personell wird Mittelfeldspieler Fabien Lemoine ausfallen. Im Sturm dürfte neben Ismael Bangoura, Top Scorer Asamoah Gyan neben ihm auflaufen dürfen, der derzeit mit 9 Toren der beste Stürmer bei Stade Rennes ist. Interessant ist von daher auch die Quote auf Stürmer Asamoah Gyan @2.90 für ein mögliches Tor von Ihm beim Buchmacher Bwin. Wenig Mut macht derzeit die schlechte Auswärtsbilanz, wo man aus den letzten drei eine 0-1-2 W/L-Bilanz und eine 0:3 Tore Differenz erzielen konnte.
Head to Head Statistik :
Die Fußball Teams Auxerre und Rennes spielten bisher 18 Spiele gegeneinander.
Dabei wurden im Durchschnitt von den Teams insgesamt 2.4 Tore pro Spiel erzielt.
Für das Über 2,5 Tore bekommt man beim Buchmacher bet365 eine @2.50, wogegen das Unter 2,5 aktuelle bei einer @1.50 steht.
03/10/2009 Stade Rennes vs. AJ Auxerre 0:1
08/03/2009 Stade Rennes vs. AJ Auxerre 2:0
19/10/2008 AJ Auxerre vs. Stade Rennes 0:0
09/02/2008 Stade Rennes vs. AJ Auxerre 1:2
29/08/2007 AJ Auxerre vs. Stade Rennes 0:2
Fazit:
Am 8. Spieltag konnte Auxerre auswärts gegen Rennes mit 1:0 gewinnen und dürfte auch im Rückspiel Favorit sein. Beide Teams dürften sehr Defensiv von Anfang an agieren, um ein frühes Gegentor zu vermeiden, da die beiden Teams nicht gerade für ihre Offensiv Power bekannt sind. Während Auxerre von Haus aus eine sehr defensive Spielweise bevorzugt, konnte Rennes in den letzten drei Auswärtsspielen kein Tor mehr erzielen. Der Faktor Motivation dürfte auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt sein, denn nur der Sieger kann den Abstand auf die internationalen Fleischtöpfe aufrecht erhalten.
Quoten:
AJ Auxerre 2.46@betfair
Unentschieden 3.04@betfair
Stade Rennes 3.23@betfair
Kategorie: Fussball-News
9. Februar 2010 / joe
Da Bulissimo! in der letzte Woche ausgefallen ist, scheint sich die Fußballwelt zusätzlich ins Zeug gelegt zu haben, um thematisch eine möglichst umfangreiche Kolumne zu ermöglichen. Alles begann mit dem Freitagabendspiel zwischen Werder Bremen und Hertha BSC Berlin. Dann waren da noch die interessanten Kommunikationsprobleme zwischen den Herren Löw, Bierhoff und Zwanziger. Ein kleiner ironischer Leckerbissen waren die Aussagen des Stefan Effenberg zu diesem Thema.
Die Berliner bekommen momentan von allen Seiten Lob. Sicherlich ist es typischerweise auch ein wenig "besser-als-erwartet-Lob", doch im Allgemeinen kann man den Hauptstädtern wirklich gute Leistunen attestieren. Bisher hat sie das allerdings keinen Schritt weitergebracht. Denn solange die direkten Konkurrenten, wie Freiburg gegen Schalke, gegen ähnliche Kaliber punkten, kann auch eine gute Leistung in Bremen kein Schritt in die richtige Richtung sein. Es ist allenfalls ein Schritt auf der Stelle. Positiv ist vor allem, dass die Neuzugänge einschlagen, wenngleich das Spiel zehn Minuten vor Schluß unentschieden gehalten werden muss. Das späte Gegentor bricht letztendlich das Berliner Genick. Bizarre daran ist, dass die Berliner regulär durch Gekas in Führung gehen, der Schiedsrichter jedoch Abseits pfeift. Wenn man einmal unten drin ist,…
Ein Kommunikationsproblem soll das Ganze also gewesen sein. Interessant. Was die Herren Löw, Bierhoff und Zwanziger Anfang Dezember geritten hat, einen Handschlagsvertrag zu verkünden, weiß niemand. Denn auch wenn lediglich Zwanziger vor die Presse trat, gab es weder von Löw noch von Bierhoff irgendeine Form von Dementi. Dass man sich im Nachhinein "unter Druck gesetzt" fühlte, erscheint nur schwierig glaubhaft angesichts der fehelenden Stellungnahme gegen das "Missverständnis" im Dezember. Seis drum. Die Nationalmannschaft war auf einem guten Weg zur WM 2010 in Südafrika und hat sich nun selbst – in Form des Präsidiums und den Verantwortlichen – eine hohe Hürde auf die Bahn gestellt. Um zu wissen, dass solche Reibereien unheimlich belastend sind (besonders für das labile psychologische Gemüt einen Leistungssportlers), brauch man keine Experten, die momentan wie Pilze aus dem Boden schießen und dann alle das Selbe sagen. Klar wird es nicht leichter. Und man muss sich fragen, ob es nicht, entgegen der nun verkündeten Aufschiebung der Verhandlungen bis nach der Weltmeisterschaft, besser wäre, man säße sich noch vor den Titelspielen zusammen, um zu einer vernünftigen Lösung zu kommen. Viel kann es nun nicht zu bereden geben, wenn man sowieso schon über Millionengehälter verfügt.
Einen netten – von neutraler Seite, vollkommen ironischen – Unterton brachte "Der Tiger" in die Diskussion. Im Bezahl-Fernsehen äußerte sich Stefan Effenberg an der Seite von Oliver Bierhoff sitzend äußerst interessant. Der ehemalige Bundesligastar betonnte, dass es für ihn absolut unverständlich sei, dass überhaupt weiter verhandelt werden müsse, da er, sobald ihm irgendein Posten in der Nationalmannschaft angeboten würde, blind unterschreiben würde ohne groß darüber zu verhandeln ("Das regelt sich dann alles schon"). Stefan Effenberg in Topform. Ein wenig populistisch, aber die Älteren werden wissen, dass im Puncto Nationalmannschaft bei Stefan Effenberg noch ein Stachel sitzt. Tiefer als man hätte vermuten können. Stinkefingertief.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Bundesliga-Wetten, Fussball-News
8. Februar 2010 / pedro
Rekordmeister Bayern München hat durch einen ungefährdeten 3-1 Sieg beim amtierenden Krisenmeister VfL Wolfsburg am 21.Spieltag der Bundesliga nun nach Punkten mit Tabellenführer Bayer Leverkusen gleichgezogen,der beim 1-1 in Bochum wichtige Punkte liegenließ.
Arien Robben hat auch in roter langer Unterhose seine derzeit beeindruckende Treffsicherheit nicht verloren und die Bayern bereits nach 2 Minuten in Front gebracht.Als van Buyten nach gewohntem Tiefschlaf der Wölfe-"Abwehr" erhöhte,war die Partie gelaufen.In Durchgang 2 unterlief Barzagli ein Eigentor;danach verschoss Grafite zunächst einen Elfer und traf später zum Ehrentreffer.
Bayer Leverkusen war gegen defensive Bochumer klar feldüberlegen und Derdiyok schaffte nach Zuspiel von Kießling kurz vor der Pause die Führung.Der VfL zeigte jedoch wie gewohnt unter Heiko Herrlich eine starke Moral und glich durch Dedic überraschend aus.Dabei blieb es,weil sich beide Teams in der Schlussphase neutralisierten.
Ebenfalls mit einem Remis musste sich der Tabellendritte Schalke 04 beim 0-0 in Freiburg begnügen.Für Aufregung sorgte das Schiri-Gespann,welches einem in vollem Umfang hinter der Linie gelandeten Wembley-Treffer von Bordon die Anerkennung versagte.Ansonsten sorgten in einer weitgehend ereignisarmen Begegnung nur die Alu-Treffer von Kuranyi(S04) sowie Idrissou bei den Gastgebern für erhöhten Pulsschlag.
Der Hamburger SV verschenkte beim dramatischen 3-3 in Köln zum wiederholten Male wichtige Punkte in der Schlussphase.Jansen sowie zwei Tore des überragenden Petric hielten die Hanseaten lange in der Siegesspur,doch der FC steckte nie auf und schaffte durch Novakovic und Chihi noch den Gleichstand..
Herber Rückschlag auch für Borussia Dortmund bei der 2-3 Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt.Nach Köhlers früher Führung für die Hessen per Kopfball glich Hummels zwar aus,doch BVB-Keeper Ziegler musste zunächst weitere Einschläge verhindern.Nach der Pause schien alles doch noch gut zu werden für schwarz-gelb,als Barrios das 2-1 gelang.Haarsträubende Abwehrfehler kippten das Match indes erneut und Treffer von Jung und Meier sorgten für den hochverdienten Triumph vom ehemaligen BVB-und aktuellem Eintracht-Coach Michael Skibbe an alter Wirkungsstätte.
Immer stärker wird der VfB Stuttgart,der beim 1.FC Nürnberg zu einem allerdings schmeichelhaften 2-1 Erfolg kam.Hilberts später Treffer sorgte für den 5.Sieg der Schwaben in Folge.Der geriet allerdings in Gefahr,als Bunjaku nach Lehmann-Lapsus die Führung von Gebhardt egalisierte und der "Club" in einer hochklassigen Begegnung auf Augenhöhe agierte.
Nach 5 Pleiten in Folge durfte auch Werder Bremen beim 2-1 gegen Schlusslicht Hertha BSC ein Erfolgserlebnis feiern.Nach etlichen vergebenen Chancen im ersten Durchgang brach Marin zunächst den Bann,doch Gekas egalisierte fast im Gegenzug.Schlussendlich sorgte Pizarro für die Entscheidung gegen keineswegs enttäuschende Berliner.
Auch Hoffenheim darf nach einer Pleitenserie mal wieder jubeln.Beim 2-1 gegen Hannover 96 sorgten Eduardo und Salihovic für die Pausenführung.Doch selbst als Neuzugang Kone der Anschluss für die erneut desolaten Niedersachsen gelang,kam keine Spannung mehr auf.Der nette Herr Somka scheint nach drei Einstandspleiten mit seinem Latein bereits am Ende und die Seinen wohl auch.
Der forsche Neuling Mainz 05 versüsst sich das dieser Tage so lustige Karnevalstreiben durch ein glückliches 1-0 gegen Borussia Mönchengladbach.Die besseren Chancen hatten anfangs die Gäste;das Tor erzielten die 05er durch den Ex-Borussen Svensson.
Kategorie: Fussball-News
7. Februar 2010 / christoph
Kein Glück hatten unsere Länder bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die kommende Europameisterschaft in Polen und der Ukraine 2012.
Österreich und Deutschland treffen im direktem Duell aufeinander, ohne aber die vole Konzentration auf den Zweikampf legen zu können. Die Türkei steht als dritter starker Gegner in der Gruppe bereit, gefolgt von Berti Vogts Aserbaidschan und Belgien. Der deutsche Nachbarstaat mit ähnlicher Flagge darf keinesfalls unterschätzt werden. Belgien ist immer für einen Außenseitererfolg zu haben. Gruppenschlusslicht dürfte Kasachstan werden.
Auch die Schweiz hat es hammerhart erwischt. Neben dem fast unlösbaren britischen Gegner aus England warten noch Wales, Montenegro und Bulgarien. Eine positive Nachricht kann ich daher aber an alle Schweizer weitergeben. Es wird gewiss nicht wieder ein Team schaffen, die Nationalelf zu besiegen und damit eine Quote über 200 im 3-Weg auszuschießen. Dies gelang zuletzt den Luxemburgern beim 2:1 Erfolg.
Die Todesgruppe erwischte der amtierende Europameister. Spanien muss unter anderem gegen Schottland und Tschechien antreten. Hinzu kommt Litauen, ein besonders in der Fremde ungeliebtes Reiseziel. Gegen Lichtenstein dürfte ein Fuß pro Spieler zum Sieg ausreichen.
Ein Wiedersehen gibt es auch für Portugal mit Dänemark. Ebenso spannend dürfte das Duell zwischen Russland und der Slowakei werden. Für gewöhlich kommen die 2 Topteams jeder Gruppe weiter.
Die Gruppenübersicht der EM Quali-Gruppen Auslosung:
Gruppe A
Deutschland
Türkei
Österreich
Belgien
Kasachstan
Aerbaidschan
Gruppe B
Russland
Slowakei
Irland
Mazedonien
Armenien
Andorra
Gruppe C
Italien
Serbien
Nordirland
Slowenien
Estland
Färoer
Gruppe D
Frankreich
Rumänien
Bosnien
Weißrussland
Albanien
Luxemburg
Gruppe E
Niederlande
Schweden
Finnland
Ungarn
Moldawien
San Marino
Gruppe F
Kroatien
Griechenland
Israel
Lettland
Georgien
Malta
Gruppe H
Portugal
Dänemark
Norwegen
Zypern
Island
Gruppe I
Spanien
Tschechien
Schottland
Litauen
Lichtenstein
Kategorie: Fussball-News
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