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Wett-ABC

Quotenschlüssel bei Sportwetten: Berechnung & Erklärung

Was ist ein Quotenschlüssel?

Der Quotenschlüssel gibt an, wie viel Prozent der Einsätze ein Wettanbieter plant, wieder an den Tipper auszuzahlen. Die Differenz zwischen den Einnahmen und der (geplanten) Auszahlung wird als Buchmachermarge bezeichnet.

Als Synonym wird für den Quotenschlüssel auch noch der Begriff Auszahlungsschlüssel benutzt. Grundsätzlich ist trotz der eingerechneten Marge dem Buchmacher natürlich kein Gewinn sicher. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Masse aller User ihre Wetten passend auf die verschiedensten Quoten verteilt. Beispielsweise ist es der Wunsch des Wettanbieters, dass auf einer 2,00er Quote auf den Heimsieg genau doppelt soviel Geld gesetzt wird, wie auf die 4,00 für den Auswärtssieg. Nur dann ist gewährleistet, dass der Buchmacher über die Marge bei passendem Quotenschlüssel mit diesem Wettmarkt tatsächlich einen Gewinn generiert (natürlich müssen auch die Einsätze für das X in einem passenden Verhältnis stehen).

Quotenschlüssel berechnen: Formel & Beispiel

Die Formel zur Berechnung des Quotenschlüssels eines einzelnen Wettmarktes (hier im 3-Weg) sieht nur auf dem ersten Blick kompliziert aus:

Quotenschlüssel = 1 / ((1/Quote 1) + (1/Quote 2) + (1/Quote 3)) * 100 Prozent

Leichter wird es im Regelfall, wenn der Quotenschlüssel anhand eines Beispiels berechnet wird. Wettbasis möchte nachfolgend den Quotenschlüssel eines Marktes mit diesen Quoten berechnen: Heimsieg: 2,00, Remis: 3,50, Auswärtssieg: 4.00.

Quotenschlüssel = 1 / ((1/2,00) + (1:3,50) + (1/4,00) * 100 Prozent

Quotenschlüssel = 1 / (0,5 + 0,2857 + 0,25) * 100 Prozent

Quotenschlüssel = 1 / 1,0357 * 100 Prozent = 96,55%

Was ist ein wirklich guter Quotenschlüssel?

Doch nun Hand auf’s Herz, wie man so schön sagt: Was ist ein wirklich guter Quotenschlüssel? Leider kann darauf nur eine halbe Antwort gegeben werden. Es gibt einige Gründe, warum der Quotenschlüssel zumindest nicht immer das wichtigste Kriterium (beispielsweise bei der Wahl eines Buchmachers) sein kann beziehungsweise der Auszahlungsschlüssel nicht so aussagekräftig ist, wie er sein sollte.

a) Der Quotenschlüssel lässt sich nicht berechnen

In wenigen Fällen lässt sich der Quotenschlüssel gar nicht berechnen. Das ist bei allen Wettarten der Fall, bei denen mehr als ein Resultat eintreten kann. Der Klassiker sind Torschützenwetten, denn dort ist im Extremfall (mathematisch betrachtet) zwischen keinem Wetterfolg und “alle angeboten Torschützen treffen” alles möglich.

b) Der Quotenschlüssel passt nicht direkt zur eigenen Wettstrategie

Ein weiteres Argument ist, wenn der Quotenschlüssel nicht optimal zur eigenen Wettstrategie passt. Beispielsweise gibt es Sportwetter, die fast ausschließlich auf Favoriten oder Außenseiter setzen. Nun gibt es Buchmacher, die besonders für hohe Favoritenquoten bekannt sind (beispielsweise Interwetten). Andererseits ist eben genannter Buchmacher für Tipps auf glasklare Außenseiter unter Umständen nicht die bevorzugte Wahl.

Auch der Fall des Unentschiedens ist relevant. Es gibt Buchmacher, die im Mittel höhere Remis-Quoten als bestehende Konkurrenten ausweisen. Wer gern auf Remis tippt, wird unabhängig vom Quotenschlüssel (der Heim- und Auswärtssieg mit einrechnet) den Buchmacher mit den hohen Unentschieden-Quoten oft einen Besuch abstatten.

Eine Antwort auf die Frage nach einem wirklich guten Quotenschlüssel wollen wir aber natürlich dennoch geben. Vor einigen Jahren war schon ein Quotenschlüssel im 3-Weg um 93 Prozent recht weit an der Spitze. Mit der gestiegenen Konkurrenz auf dem Wettanbieter-Markt sind inzwischen jedoch schon 95 Prozent notwendig, um positiv aufzufallen. 

Allgemein gilt, dass die Quotenschlüssel bei 2-Weg-Wetten nicht selten ein Stück höher als im 3-Weg sind. Dort können die Buchmacher mit Quotenanpassungen etwas leichter dafür sorgen, dass die Einsätze sich nach Wunsch auf beide Quoten (beispielsweise Over und Under) verteilen. Dies ist einer der Gründe, warum nicht selten für das HC +1 eine geringere Quote angeboten wird, als für die identische Wette Ahc + 0,5. Es gibt schließlich eine entspannter steuerbare Gegenseite (“Ahc -0,5” statt “HC X und HC -1”).

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