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Tipico – Fantasy-Wetten


16. Juli 2012 / Mario
Tipico

Mit Spanien als Europameister wird die vor kurzer Zeit zu Ende gegangene EM in die Geschichtsbücher eingehen, weil den Spaniern ein einzigartiges Kunststück gelungen ist. Erstmals schaffte es mit Spanien eine Mannschaft den Europameister-Titel zu verteidigen.

 

Wir haben es als Anlass genommen die nun andauernde „fussballarme“ Zeit bis zum Saisonstart der jeweiligen großen Fussballligen mit der Vorstellung von sogenannten Fantasy-Wetten zu überbrücken. Solche Wetten stellen gerade in Zeiten der Saisonvorbereitungsspiele und Freundschaftsspiele eine mögliche Alternative zu den herkömmlichen Wettarten dar.

 

Zuerst stellt man sich die Frage was sind Fantasy-Wetten überhaupt? Eine kurze Definition von Fantasy-Wetten findet sich auch auf Wettbasis unter Wett-ABC. Wir wollen uns hier nochmals noch etwas ausführlicher damit beschäftigen und anhand eines konkreten Beispiels erklären, sowie die damit verbundenen Vor-/Nachteile genau erläutern. Wir haben hier exemplarisch den Sportwettenanbieter Tipico herausgenommen, jedoch bieten auch die anderen Anbieter solche Wetten an.

 

Sicherlich fragen sich einige, wenn Sie auf die Spielpaarungen sehen. Wie bitte, seit wann spielt wie in unserem Beispiel Arminia Bielefeld gegen Kayseri Erciyesspor, obwohl regulärer Spieltag ist und es sich hierbei um kein Freunschaftsspiel handelt. Ganz einfach, seitdem es eben sogenannte Fantasy-Wetten gibt. Dabei überlegen sich die Buchmacher fiktive Spielpaarungen, die so nicht unmittelbar ausgetragen werden.

Diese Spiele werden dann quasi zu einem einzigen zusammengefasst und anhand der Toreanzahl entschieden und in weiterer Folge ausgewertet. Vorsicht ist geboten, weil es etwas komplizierter ist und man schnell einen „Denkfehler“ einbauen kann. Für solche Wetten empfehlen wir sich immer ausreichend Zeit zu nehmen und gut durchzugehen in Form einer Simulation der Endergebnisse. Was bedeutet ein 1:0-Sieg im Vergleich zu einem 2:0-Sieg usw. Durch 2 verschiedene Spielpaarungen gibt es hier auch etwas mehr Varianten.

 

Tatsächlich spielen die beiden angesetzten Mannschaften nicht gegeneinander sondern gegen ihre „wirklichen/wahren“ Gegner. Am Ende werden von beiden Spielpaarungen die Teams und die erzielten Tore der Teams herangezogen und zum „Vergleich“ herangezogen.

 

Diese Wettart wird zum überwiegenden Teil gegen Saisonende oder in den Spielpausen (Sommer/Winter) angeboten. Warum? Vermutlich wird dies von den Wettanbietern bewusst so gewählt, weil zu Saisonende noch viele wichtige Entscheidungen anstehen und es noch mehr Unsicherheit gibt wie die betreffenden Spiele verlaufen könnten. Da kämpfen eben viele Teams noch um den Klassenerhalt oder um europäische Pokalplätze (Champions-League, Europa-League). In den Spielpausen ist es grundsätzlich sehr undankbar den Spielausgang richtig zu tippen, weil da teilweise viel experimentiert wird, sei es mit dem Spielsystem oder auch einfach mit diversen Team-Aufstellungen. Da kann es leicht passieren, dass eine deutlich bessere Mannschaft gegen einen unterklassigen Gegner nicht gewinnt oder nicht in der zu erwartenden Höhe. Die Einschätzung fällt bei solchen Partien niemandem leicht.

 

Oftmals kann es bedauerlicherweise vorkommen, dass bei einigen wenigen Anbietern – meistens den weniger bekannten – diese Wettart unzureichend erklärt ist. Meistens steht nur, dass es sich um eine Fantasy-Wette handelt, aber konkret worauf sich diese bezieht bzw. was ausschlaggebend ist steht manchmal nicht dabei. Trotzdem kann davon ausgegangen werden, dass immer damit die Toreanzahl gemeint ist. Bei Tipico steht angeführt: „Das Ergebnis wird durch die Anzahl der Tore der jeweiligen Teams entschieden.“

 

Im Zeitraum zwischen Saisonende und EM-Beginn bot beispielsweise Tipico eine Vielzahl an diesen Spezial- bzw. sogenannten Fantasy-Wetten an. Diese Wettart bietet wahrscheinlich mehr Spannung, jedoch auch wesentlich mehr Risko, weil schließlich 2 Spielpaarungen parallel miteinbezogen werden müssen. D.h., insgesamt sollten 4 Mannschaften genauer unter die Lupe genommen werden. Verständlicherweise ist dabei die Quote auch höher, aber die Ungewissheit bzw. das Risiko bei 2 Spielen ist höher. Deshalb eignen sich diese Wetten wohl eher als gelegentliche Möglichkeit eine attraktivere Quote zu spielen, aber auf Dauer ist unserer persönlichen Meinung nach eher davon abzuraten, wobei diese eben auch zeitlich begrenzt angeboten werden. Solche Wetten sind einfach von wesentlich mehr Faktoren abhängig. Bei dieser Wettart wirken sich Tore gravierender aus. So kann bspw. der Ausfall eines treffsicheren Torschützens eines Teams schon mit einer deutlich höheren Wahrscheinlichkeit den Verlust der Wette bedeuten. Der Favorit gewinnt z.B. nur mit 1:0 und das andere Team gewinnt ebenfalls mit 0:1, d.h. der Wettausgang wäre Unentschieden/Remis und nicht Tipp 1. Auch Fehlentscheidungen seitens der Schiedsrichter können bei solchen Wetten zu einem besonders großen Ärgernis werden, weil jedes gefallene/nicht gefallene bzw. gegebene/nicht gegebene Tor für diese Art des Wettens über Gewinn oder Verlust entscheiden kann.

 

Weiters ist bei solchen Wetten keine Vergleichsmöglichkeit gegeben, weil diese Fantasy-Wetten meistens speziell und nur von einem Wettanbieter in dieser Form auch angeboten werden. Ausnahmen bestätigen die Regel, jedoch kommen diese ziemlich selten bis gar nicht vor. Deswegen sind Quotenvergleiche (fast) unmöglich, weiters sollte man quotentechnisch sich nicht dazu verleiten lassen und versuchen soweit es möglich ist die Quoten auf ihren wirklichen Wert (Stichwort: Value) zu prüfen. Das ist bei dieser Art von Wette sogut wie unmöglich und falls doch würde es einen wesentlich höheren Zeitaufwand bedeuten. Ob diese Quoten tatsächlich das tatsächliche Risiko bei dieser Wette widerspiegeln muss jeder persönlich für sich entscheiden.

 

Unsere persönliche Einschätzung dazu ist, dass bei dieser Wettart die Nachteile überwiegen. Dazu zählen:

1.) Komplexität – größerer Zeitaufwand für Analysen, weil bei einer „Einzelwette“ gleich
4 Teams im Spiel sind

2.) wenig bis gar kein Quotenvergleich

3.) Value-Wert der Quote schwer/nicht ermittelbar bzw. stellt sich die Frage entspricht die ermittelte Quote seitens des Buchmachers wirklich dem tatsächlichen Risiko

4.) keine Möglichkeit Statistiken einzubeziehen

5.) Risiko-/Unsicherheitsfaktor ist höher

 

Einziger Vorteil, falls es überhaupt einer ist, wäre die „hohe/attraktive“ Quote.

 

Bei dieser Wettart gibt es wesentlich mehr zu beachten als bei den herkömmlichen Wettarten. Wir hoffen euch diese spezielle Wettart etwas näher gebracht zu haben. Falls doch noch Fragen auftauchen sollten, dann steht euch unser Live-Chat für weitere Fragen sehr gerne zur Verfügung!



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