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Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Glücksspiel und Sportwetten im Allgemeinen.
Eine kleine Pause gönnen sich die obersten Ligen der europäischen Länder in der kommenden Woche, bevor zu Ostern der Kampf um jeden einzelnen Punkt fortgesetzt wird. Da der Großteil der Länderspiele bereits am gestrigen Freitag über die Bühne ging, könnte es ein langweiliges Wochenende für den Fußballfan werden. Was bietet sich zu diesem Zeitpunkt nicht besser an, als über diverse Spielsystem im Wettsport zu philosophieren, sei es in der Kneipe am Abend oder auch im stillen Kämmerlein. In den bekanntesten Wettforen tauchen regelmäßig die Gedankengänge der Wettnewbies auf, welche vermeintlich den schnellen Weg zum Millionär ermöglichen. In der großen Euphorie werden dabei die großen Haken an der Geschichte nicht gefunden und die wesentlichen Grundstrukturen des Wettens – Bankrollmanagement und Valuesuche – gänzlich über den Haufen geworfen. Eines der klassischsten Spielsysteme kommt ursprünglich aus den Casinohallen und wurde auf den Wettsport übertragen: Martingale!
Wenn Sie in einem großen Wettforum angemeldet sind, werden Sie kein Jahr warten müssen, bis das Thema erneut auf dem Prüfstand steht. Die automatische Ausklammerung all der Forenuser, die zuvor die Suchfunktion benutzen und nicht einmal ein neues Thema beginnen lässt erahnen, wie oft der Gedankengang die Köpfe der Wettinteressenten bestimmen. Sind Martingale vielleicht ja doch ein System, welches dauerhaft zum Erfolg führt? Haben die Menschen nicht die Weisheit sprichwörtlich mit Löffeln gefressen, sondern die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gesetzt? Ich muss Sie leider enttäuschen! Im folgenden Beitrag werden Sie nicht vorwiegend Empfehlungen erhalten, die Ihr Wettverhalten verbessern. Andererseits kann Ihnen dieses Thema möglicherweise einen Fehler ersparen, der vielleicht die gesamte Wettkarriere gekostet hätte oder im schlimmsten Fall eine furchtbare Sucht auslöst.
Doch lassen Sie uns ganz am Anfang beginnen. Möglicherweise gehören Sie noch zu den Wettanfängern, welche bislang nicht viel von dem Martingalsystem gehört haben. Was steckt hinter dem Spielart?
Martingale sind eine im 18.Jahrhundert erstmals erwähnte Strategie, welche erlittene Verluste direkt wieder in einen Sieg umwandeln soll. Die gewöhnlichste Variante wird mit der Wortgruppe “Martingale Classique” umschrieben und stammt ursprünglich von den Roulettetischen und funktionierte nach dem System einer Einsatzverdopplung nach Verlusten, bis automatisch ein Gewinn entsteht. Die Strategie ist problemlos auf den Wettsport übertragbar.
Nehmen wir im Beispiel an, dass Sie sich für jede neue Runde eine Quote um die 2,00 heraussuchen. Auf die gefundene Wette setzen Sie einen Euro, der im Fall eines Wettgewinns verdoppelt wird. Sollte Ihre Wette verlieren, suchen Sie erneut eine ähnliche Quote und verdoppeln fortan Ihren Einsatz. Wenn der zweite Durchgang erfolgreich ist, haben Sie insgesamt 3 Euro eingesetzt, aber einen Euro mehr aus der gewonnen Wette erzielt. Dieses System lässt sich immer weiter fortsetzen, bis eine Wette gewonnen wird. Sofern die Siegwette kommt, werden Sie immer den Starteinsatz bei gewonnener 2,00er Quote als Gewinn mitnehmen könnte.
Es fehlen nur zwei wesentliche Eigenschaften, damit dieses System tatsächlich erfolgreich ist:
1.) Einen Buchmacher, die jeden belieben Betrag annimmt.
2.) Eine unendliche Bankroll
Sein wir ehrlich – auch der reichste Mann dieses Planeten kann den zweiten Punkt nicht erfüllen. Selbst wenn die Herren Bill Gates & Co. über die fiktive Menge von “unendlich Geld” verfügen dürften, würden sie wohl kaum für ein paar Euro stundenlang am Rechner sitzen und Wetten recherchieren. Die große Gefahr des Systems liegt in den unglaublich ansteigenden Einsätzen, ohne Beachtung jeglicher Grundregeln des Bankrollmanagements. Nach der zweiten Wette haben Sie beginnend mit einem Euro nur 300 Cent gesetzt. Eine Wette später sind es bereits 7 Euro. Nach der 11. Wette sind 2047 Euro an den Buchmacher geflossen – davon 1024 Euro in Runde 11 mit der Aussicht nur einen einzigen Euro zu gewinnen und die zuvor erlittenen Verluste wieder zu begleichen. Noch schlimmer ergeht es dem Wettinteressent vier Runden später. Als 15.Wette auf eine Quote um die 2,00 müsste er 16192 Euro setzen, um die zuvor eingesetzten 16191 Euro zurückzuverdienen – der Euro Gewinn würde weit in den Hintergrund treten. Mit inzwischen über 32000 eingesetzten Euro stehen Sie schon auf Höhe eines mehr als guten Netto – Jahresgehalts auf Arbeit. Es wird immer weiter deutlich, dass dieses brutale Wettsystem bereits das Vermögen einzelner Glücksspieler gänzlich verbrannt hat.
Sie glauben, es ist nicht realistisch, dass Sie 10- oder sogar 15 Wetten am Stück verlieren? Dieser Irrglaube ist das schwerwiegendste Problem. Ich möchte an dieser Stelle ein wenig auf das Casino blicken: In eine der größten Glücksspielhallen der Welt, in Monte Carlo (Monaco), gab es vor einigen Jahren das Phänomen, das 156x in Folge im Roulette eine der beiden Farben nicht erschien – eine unglaubliche Geschichte, die gewiss nur jedes fünfte Jahre zu beobachten ist. Wenn ein großer Casinobetreiber aber ehrlich auf die Frage antworten müsste, wie oft 15x in Folge eine Farbe nicht auftaucht – der Mann müsste mit dem kleinen und doch so brutalen Wörtchen “täglich” antworten. Sie dürfen sich sicher sein, dass es im Wettsport nur unwesentlich besser ausschaut. Selbst wenn Sie auf Dauer Valuequoten finden und die 2,00er Quote eine von Ihnen prognostizierte Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent haben würde – früher oder später kommt der Knockout, der alle Pläne zerstört. Die folgenden Punkte sollen kurz analysieren, warum sich Martingale hoher Beliebtheit erfreuen und im Kopf des “Unverlierbar” – Syndrom auslösen:
1.) Das Gefühl, nicht verlieren zu können. Zu sehr hoher Wahrscheinlichkeit platzt das System nicht gleich bei den ersten 20 Wetten. Möglicherweise haben Sie einige Tage unter dem unbewusst riesigen Risiko ein schönes Taschengeld verdient, welches den Diskoabend oder einen Einkauf am Folgetag sicherte. Es schleicht sich damit immer mehr das Gefühl ein, dass es jeden Tag klappen wird und schnell verdientes Geld ist.
2.) Das vermeintliche Wissen, dass jede Serie einmal reisen muss. Wenn Beispielsweise stets Heimsiegquoten um die 2,00 angefasst werden, muss bekanntlich irgendwann auch ein Dreier vor eigenem Publikum eingefahren werden. Dieser Gedankengang mag stimmen. Unbekannt bleibt dennoch, ob es vielleicht mal 12-13 Wetten dauert und dann das Budget bereits überstrapaziert ist.
Eigentlich müsste spätestens das kleine Geld, welches es über Martingale zu verdienen gibt, abschrecken. Wenn die erste Wette bereits auf einen Betrag um 10 Euro oder noch höher angehoben würde, müsste auch Bill Gates bei einer mittelprächtigen Pechsträhne bereits um sein Vermögen bangen. Allerdings sind es einzelne kleine Umstrukturierungen des Martingalsystems, welches viele Wettnewbies zur Missachtung der Bankroll verleitet:
Martingalsondersysteme: “Beginne nach fünf Wetten von vorn!”
Die Idee ist in dem Fall einfach. Nach obigen Regeln werden stets neue Wetten gesucht und die Einsätze verdoppelt. Allerdings ist spätestens nach fünf verlorenen Wetten Schluss, um einen Knockout der gesamten Bankroll zu verhindern. Wenn weiterhin von einem Starteinsatz in der Höhe von einem Euro ausgegangen wird, ist ein Maximalverlust von 31 Euro möglich. Auf dem ersten Blick schwinden die Gefahren enorm. Selbst auf dem Zweiten bleibt diese Erkenntnis erhalten. Allerdings muss stark hinterfragt werden, ob man so gut Wetten wird, dass man im Schnitt mehr als 30 Siege einfährt, bevor fünf Wetten in Folge den Bach hinab fließen. Vermutlich kann kaum ein Wettinteressent behaupten, noch nie fünf Wetten in Folge verloren zu haben. Stattdessen gehört es fast zum Alltag auch Pechsträhnen verarbeiten zu können. Wenn Sie trotz dieser Worte die Hoffnung nicht aufgegeben haben, sollten Sie per Suchfunktion einmal nach Martingalversuchen in Wettforen blättern.
Martingalsondersysteme: “Das Unentschieden nutzen!”
Eine zweite übliche Idee befasst sich mit dem Ergebnis “Remis” im Fußball. Wer sich die Fußballligen Europas ansieht, der wird kaum eine Liga finden, in welcher ein Team 2012 / 2013 noch kein Unentschieden eingefahren hat. Zudem kommt der schöne Nebeneffekt, dass die hohen Quoten dazu führen, dass der Einsatz nicht verdoppelt werden muss, sondern eine geringere Einsatzsteigerung zum Minimalgewinn führt. Ein wunderschönes Beispiel für Remiswetten findet sich zudem in der 3.Bundesliga. Dort spielt der hessische Fußballverein SV Wehen Wiesbaden, den viele Fußballanhänger noch aus der Zeit in der 2.Bundesliga kennen werden. Nach rund 70 Prozent der Saison hat der Club durchschnittlich nur in jedem dritten Spiel NICHT Remis gespielt – eine unglaubliche Bilanz. Auf Dauer ist es aber nicht rentabel, stets nur die eine Wette pro Woche zu setzen, um nach einem bestimmten Zeitraum einen Minimalgewinn einstecken zu können. Zudem ist Wehen Wiesbaden in vergangenen Spielzeiten nicht öfter mit einer Punkteteilung vom Platz gegangen, als jeder andere Drittligist. Es ist nur eine Momentaufnahme, die für Glücksgefühle der Wetter sorgt. Genau darin liegt die große Gefahr des in diesem Beitrag behandelten Themas. Irgendwann kommt der Knackpunkt, an welchem sich binnen weniger Stunden oder sogar Minuten alle vorher erzielten Gewinne auflösen und ein dicker Riss im Geldbeutel entsteht.
Ich bin generell kein Freund von Wettsystemen und Forenbeiträgen, die das schnelle Geld versprechen. Sie können und müssen es mir fast glauben: Wenn es ein System geben würde, welches die Wahrscheinlichkeitsrechnung überlistet – die Menschheit hätte es längst gefunden.
Zu einem auf Dauer erfolgreichen Sportwetter gehören die folgenden wichtigen Grundeigenschaften, welche vorwiegend in ganz übliche Einzelwetten zu verpacken sind:
1.) Disziplin! – Versuchen Sie nach Verlusten nicht mit schlecht recherchierten Wetten die finanziellen Einbußen direkt auszugleichen. Ein Sportwetter, der mit den Nerven am Ende ist und kein Glück zu haben scheint ist dann wirklich stark, wenn er den Laptop ausschaltet, eine Runde spazieren geht und sich erst nach einer Ruhephase wieder vor die Quoten setzt.
2.) Bankrollmanagement beachten! – Wetten sollten im Einsatz nie überdimensional voneinander abweichen. Das bekannte Stakingsystem von 1/10 bis zum 10/10 – Volleinsatz ist dabei sehr sinnvoll, da der vor der ersten Wette festgelegte Maximaleinsatz nicht aus schnellem Frust überschritten wird. Denkbar ist für etwas höhere Wetten höchstens die Bildung eine Rücklage aus vorher erzielten Gewinnen, die in ungewönhlich gute Wetten einfließen können.
3.) Value finden! – Vor Anpfiff eines beliebigen Spieles ist eine genaue Recherche eines Tipps unabdingbar. Versuchen Sie an Informationen zu kommen, welche der Buchmacher nicht hat. Die Heimbilanz oder vorherige Direktduelle kennt jeder Wettanbieter und sind in die Quote natürlich eingearbeitet. In vielen Fällen lohnt es sich auch gegen den Strom zu schwimmen, da Ausfälle nach Platzverweisen oder Verletzungen zu stark in der Quotierung eingeflossen sind.
Ich hoffe sehr, dass Sie die richtigen Lehren aus diesem Artikel ziehen und mit Einzelwetten und kleinen Kombis ohne überdimensionale Einsatzsteigerung einen erfolgreichen Weg gehen. Wenn Sie doch glauben, dass es den genialen Weg gibt, dann möchte ich Sie natürlich nicht aufhalten. Beherzigen Sie aber stets die obigen drei Punkte für erfolgreiches Wetten.
Beste Erfolge wünsche ich Ihnen,
Christoph
23. März 2013 / christoph - Kategorie:
Wett-Möglichkeiten
Der neue Glücksspielstaatsvertrag trat bereits für die Bundesländer in Kraft. Die einzige Ausnahme stellt hierbei Schleswig Holstein dar. Dort setzte man auf eine eigene gesetzliche Glücksspiel Reglung. Viele Anträge sind bereits vor dem Regierungswechsel in SH eingereicht worden und diese müssen natürlich trotz der neuen Regierung geprüft werden. Bei zwei weiteren online Wettanbietern war diese Prüfung erfolgreich und somit wurden zwei Sportwetten Lizenzen vergeben. Diese gingen an die online Sportwetten Anbieter Interwetten und Betvictor. Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese Lizenzen nur für Schleswig Holstein gültig sind und eine Laufzeit von sechs Jahren aufweisen. Sie beziehen sich nur auf online Sportwetten. Zurzeit tummeln sich bereits 15 online Wettanbieter am norddeutschen Sportwetten Markt. Weiterhin stehen noch 23 weitere Anträge aus. Es ist also davon auszugehen, dass sich die Anzahl der online Wettanbieter in SH in naher Zukunft erhöhen wird.
Nun stellen sich viele Sportwetten Fans die Frage, wie ein rechtlich sauberer Ablauf betreffend der Sportwetten in Schleswig-Holstein von statten gehen kann. Grundlegend erhält jeder Kunde eine Kundenkarte. Durch diese Karte ist eine einwandfreie Identifizierung möglich. Somit wurde illegalen Machenschaften über Wettanbieter Konten bereits ein Riegel vorgeschoben. Schleswig Holstein hat auf diesen Weg bereits gezeigt, dass es ohne Probleme möglich ist, ein sicheres System zu erstellen und somit die Sicherheit der jeweiligen Spieler in den Vordergrund zu stellen. Dennoch gibt es zurzeit keine genauen Vorstellungen, wie man in Schleswig-Holstein weiterhin, in Bezug auf das online Glückspiel, verfahren möchte. Die neue Regierung will eine Integration in den Glückspielstaatsvertrag der anderen 15 Bundesländer anstreben. Dies könnte jedoch schwer zu realisieren sein, da bereits Lizenzen vergeben wurden und somit bereits online Wettanbieter am Markt aktiv sind. So leicht und vor allem so schnell wird es mit der Eingliederung von Schleswig Holstein in den neuen Glückspielstaatsvertrag definitiv nicht von statten gehen. Mit der Lizenzvergabe beschreitet man weiterhin einen liberalen Weg. Ob man diesen in Zukunft weiterhin vollziehen wird, wird sich zeigen.
5. Dezember 2012 / danny - Kategorie:
Wettanbieter News
Fußball wie auf der Playstation? – Inzwischen kann man bei den Buchmachern selbst auf Phantasiespiele setzen. Der aus der Werbung bekannte Buchmacher “Interwetten” hat eine Plattform aufgebaut, auf welcher fiktive Mannschaften und Spieler gegeneinander auflaufen. Der Wettanbieter erlaubt Wetten auf diverse Wettarten. Dabei stehen dem Wettinteressenten eine gewisse Anzahl an Hinweisen zur Verfügung, um die unterschiedlichen Stärken der Mannschaften vergleichen zu können:
- eine Saison beinhaltet 30 Spieltage, zu der 16 Teams antreten.
- ein Spiel geht über die fiktive Länge von 3 Spielminuten
- die auflaufenden Spieler erhalten zugewiesene Stärken in fünf verschiedenen Kategorien
- Größe, Alter und Gewicht eines Kickers sind zudem einsehbar.
- das Spielsystem der Mannschaft und taktische Formationen können angeklickt werden.
Mit diesen Hilfestellungen wird dem Wettinteressenten ein vermeintliches Wissen über die Mannschaften verkauft. An dieser Stelle profitiert Interwetten von der Strategie vieler Anfänger. Wenn Beispielsweise der Tabellenzweite in einem Heimspiel auf das Schlusslicht der Liga trifft, scheint der Sieg bereits sicher eingefahren. Die Software für die virtuellen Fußballspiele verhindert aber, dass regelmäßig gleiche Teams als Sieger den Platz verlassen und besonders die ganz klaren Favoriten gerne zu Patzern fähig sind.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass es nicht möglich ist, auf Dauer mit Wetten auf diese Spiele erfolgreich zu sein. Sicher kann bei längerer Betrachtung ohne getätigte Wette eine wiederkehrende Tendenz beobachtet werden, die vermeintlich sinnvoll erscheint – der von Interwetten vorgegebene Rhythmus der Ergebnisse wird aber kaum zu schlagen sein.
Unweigerlich lässt sich die Frage stellen, warum dann der Sportwetter unbedingt auf Tipps im “Virtual Fußball” ausweicht. Der Grund kann durchaus in der gefährlichen Glücksspielsucht gefunden werden. Die Spiele können im Highlightmodus wie auf der Konsole live verfolgt werden, die Stärken der Spieler sind genau einsehbar und alle 4,5 Minuten beginnt ein neuer Spieltag, der stellvertretend für eine neue Chance auf den Gewinn ist. Selbst wenn Sie nur an jedem dritten Spieltag gewinnen würden, käm alle 13 Minuten neues Geld auf ihr Konto. Verlorene Wetten werden an dieser Stelle gern ausgeblendet.
Ein Grundgedanke für die Strategie des Sportwetters lautet: “Wette nie auf ein Spiel, in welchem Du nicht mehr Informationen zu haben scheinst, als sie der Buchmacher besitzt!” Wenn keinerlei Informationsasymmetrien zwischen Kunde und Wettbüro vorliegen, kann der Wettinteressent auf Dauer nicht als Sieger aus dem Zweikampf hervorgehen. Die Marge des Buchmachers bei der Quotenlegung frisst selbst minimalste Vorteile auf und sorgt für langfristige Verluste auf dem Wettkonto. Die Empfehlung für reale Sportwetten kann daher nur lauten:
- schauen Sie sich Spiele selbst im Fernsehen oder im Stadion an
- studieren Sie nicht nur Tabellen, sondern auch Hintergrundinformationen, die nicht überall stehen
- lesen Sie sich aufmerksam durch Foren, um Sonderhinweise zu erhalten
Diese Empfehlungen sind im Bereich “Virtual Football” bei Interwetten nicht möglich, weshalb ein dauerhafter Sieg gegen den Bookie nicht realistisch ist. Lassen Sie sich nicht von den glanzvollen Tabellen, der Aufmachung der Website, oder dem Highlightmodus verführen. Der Bereich des “Virtual Football” bei Interwetten gleicht dem Casinospiel, bei welcher der Value stets auf der falschen Seite steht. Was beim Roulette die “Null” ist, wird bei den fiktiven Fußballspielen durch eine Auszahlung der abgegebenen Einsätze unterhalb der 100 – Prozent – Marke erreicht. Den Schuldigen für Verluste bei diversen Glücksspielen sollten Sie nicht beim Buchmacher suchen, der einzig dem Renditegedanken nachstrebt, sondern in der eigenen Dummheit, auf Wetten ohne Value zu setzen.
Außerhalb der “Virtual Football” – Seite lohnt sich hingegen ein Blick zu Interwetten immer. Der Buchmacher zeichnet sich durch sehr hohe Favoritenquoten aus, die auch bei starken Quotenverfällen eher spät herabgesetzt werden. Wenn Sie noch kein Konto eröffnet haben, dann können Sie vom Ersteinzahlungsbonus in Höhe von 100 Prozent bis 100 Euro profitieren. Genauere Informationen finden Sie unter folgendem Link: INTERWETTEN
Die Wettbasis wünscht Ihnen viel Erfolg mit allen realen Wetten fernab des virtuellen Marktes!
29. Oktober 2012 / christoph - Kategorie:
Wett-Möglichkeiten
Nachdem für die Bundesländer zum 01. Juli ein neuer Glücksspielstaatsvertrag (Änderungsvertrag) in Kraft getreten ist, wurde gestern im Kieler Kabinett offiziell beschlossen, dass nun auch Schleswig – Holstein diesem beitritt. Damit wurde der Sonderweg, den Schleswig – Holstein bisher in Bezug auf das Glücksspiel gegangen ist, nun beendet. In der August Sitzung des Landtags soll in einer ersten Lesung über das für den Beitritt notwendige Zustimmungsgesetz beraten werden. Damit gibt es bald einen einheitlichen Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland. Nun muss geklärt werden, was mit den bereits vergebenen Glücksspiellizenzen in Schleswig – Holstein, unter anderem an Bwin, Bet365 oder auch Tipico, passiert. Eine schnelle Rückabwicklung des Glücksspielgesetzes in Schleswig-Holstein halten viele Experten jedoch nicht für möglich.
Dennoch wollen wir Ihnen an dieser Stelle die offizielle Pressemitteilung der Landesregierung nicht vorenthalten:
„Die Landesregierung hat die Kehrtwende im Glücksspielrecht eingeleitet. Schleswig-Holstein wird dem Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag als 16. Bundesland beitreten und den Sonderweg mit einem landeseigenen Glücksspielgesetz beenden. Das beschloss gestern das Kabinett in Kiel. Innenminister Andreas Breitner hat den Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtags darüber umgehend unterrichtet. Das für den Beitritt notwendige Zustimmungsgesetz, das die Regelungen des Staatsvertrages in Landesrecht überführt, soll bereits in der Augustsitzung des Landtags in einer ersten Lesung beraten werden.
Wie Ministerpräsident Torsten Albig sagte, will die Landesregierung zügig und rechtlich einwandfrei dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag beitreten. “Wir beginnen, das Minenfeld in der deutschen Glücksspielgesetzgebung zu räumen, das unsere Vorgänger den Schleswig-Holsteinern hinterlassen hat. Die dafür notwendige Zeit werden wir uns nehmen. Am Ende aber wird es in Schleswig-Holstein gemeinsam mit den anderen 15 Bundesländern ein gemeinsames Glücksspielrecht geben”, so Albig.“
26. Juli 2012 / danny - Kategorie:
Wettanbieter News
Die 15 Ministerpräsidenten haben sich bei einem erneuten Zusammentreffen auf einen modifizierten Entwurf zur Öffnung des deutschen Glücksspielmarktes geeinigt.
Ein erster Entwurf der 7 Konzessionen und eine Abgabe von 16,6% auf alle Wettgewinne vorsah, wurde von der EU als nicht europarechtskonform abgelehnt.Der nun ausgearbeitete neue Vertragsentwurf sieht vor, das 20 Wettlizenzen für private Wettanbieter vergeben werden und die Abgabe wurde auf 5% gesenkt. Weitere Details und Konditionen die Lizenzinhaber zu erfüllen haben, sind bisher noch nicht bekannt.
Schleswig Holstein hat sich als einziges Bundesland bei der Abstimmung über den neuen Entwurf enthalten und hält weiterhin an seinem eigenen, bereits von der EU abgesegneten, Entwurf fest. Dieser ist deutlich liberaler als der Ministerentwurf und umfasst zudem auch auch Online-Glücksspiele wie Pokern oder Roulette.
Die Wettanbietern äußern sich generell positiv zu dem neuen Entwurf der Ministerpräsidenten, sind allerdings weiterhin skeptisch das dieser von der EU so notifiziert wird. Als nicht EU-konform wird insbesondere die erneute Beschränkung der Wettlizenzen vermutet. Bwin hat den neuen Entwurf zwar als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet, wird unter den aktuellen Umständen aber wohl trotzdem eine Lizenz in Schleswig-Holstein beantragen.
„Der Beschluss der Ministerpräsidenten ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Glücksspielregulierung in Deutschland. Es geht nun darum, bei der Ausgestaltung der Beschlüsse eine Lösung zu finden, die den Marktrealitäten entspricht und gleichzeitig EU-konform ist.“
Jörg Wacker, Bwin
Es bleibt weiterhin spannend wie die Rechtslage für Glücksspiel in Deutschland in Zukunft aussehen wird und ob der neue Ministerentwurf von der EU so abgesegnet wird.
Hier finden Sie eine Übersicht zur Neuordnung des Glücksspielmarktes und den letzten Entwicklungen.
31. Oktober 2011 / schippinho - Kategorie:
Wettanbieter News
Wie in unserer Artikelreihe „Die Neuordnung des Sportwetten-Markts in Deutschland“ bereits ausführlich beschrieben, gibt es immer neue Entwicklungen die für oder gegen eine baldige Liberalisierung des Wettmarktes für private Sportwetten Anbieter in Deutschland sprechen.
So hat das Oberverwaltungsgericht Münster das aktuell geltende Sportwetten-Gesetzt für Nordrhein-Westfalen als europarechtswidrig erklärt und somit einer Klägerin recht gegeben, die gegen die Schließung ihres privaten Wettbüros geklagt hatte. Als Begründung wurde angefügt das eine Schließung gegen die im EU-Recht verankerte Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit verstoßen würde. Darüber hinaus wurde der Vorwand der Spielsuchtprävention, auf dem das Verbot privater Wettanbieter basiert, dadurch entkräftet, dass der Staat andere Glücksspielbereiche (Automatencasinos) mit höherem Suchtpotenzial privaten Anbietern überließe. Auch das Werben für Lotto-Jackpots staatlicher Lottogesellschaften würde den Markt nicht regulieren sondern Spieler zum Glücksspiel anstacheln.
Es gibt allerdings auch schlechte Nachrichten. So hat der BGH in einer Klage der staatlichen Lotto- und Toto Gesellschaften stattgegeben die geklagt hatten, dass private Anbieter gegen geltendes Recht verstoßen, wenn sie Sportwetten im Internet anbieten. Der BGH hat damit dem bereits geltenden Recht entsprochen und sein Urteil damit begründet, dass das geltende Recht nicht gegen EU-Recht verstoße. Das Verbot würde den Dienstleistungsverkehr zwar einschränken, dies wäre jedoch gerechtfertigt um Ziele der Spielsuchtbekämpfung zu erreichen.
Diese beiden Urteile innerhalb weniger Tage machen deutlich, wie undurchsichtig die deutsche Rechtslage im Bereich der Sportwetten derzeit immer noch ist. Wichtig ist klarzustellen das es bei beiden Urteilen noch um den aktuell gültigen Staatsvertrag geht und dies keine direkten Auswirkungen auf die Neuordnung des Sportwetten-Marktes für das Jahr 2012 hat. Dies machte auch Bwin-Direktor Jörg Wacker nach der Urteilsverkündung noch einmal deutlich.
Erfreuliche Nachrichten gibt es diesbezüglich aus Sachsen, wo die FDP bemüht ist ein ähnliches Gesetzt wie in Schleswig-Holstein auf den Weg zu bringen, dass die vollständige Liberalisierung des Marktes zum Ziel hat.
Nachdem die Ministerpräsidenten der Länder bereits eingesehen haben, dass ihr erster Entwurf für ein neues Sportwettengesetz so nicht durchzusetzen ist und dabei sind einen Kompromiss auszuarbeiten (unbeschränkte Lizenz-Vergabe an Sportwetten-Anbieter, 5-10% Steuerabgaben), scheint nun nach Schleswig-Holstein auch Sachsen immer mehr auf eine eigene und noch liberalere Lösung zu schielen. So soll neben den Sportwetten wohl auch der Poker, Casino und Roulette Bereich legalisiert werden. Dieser Vorschlag soll noch bis zum Jahresende dem Landtag vorgelegt werden. Es bleibt abzuwarten wie die CDU in Sachsen auf diesen Vorstoß reagiert und ob neben Schleswig-Holstein schon bald ein zweites Bundesland seine Pforten für das Glücksspiel öffnet.
Bwin hat auch noch mal deutlich gemacht eine Lizenz in Schleswig-Holstein für das Jahr 2012 erweben zu wollen und das davon ausgegangen wird, dass mit dieser deutschen Lizenz dann bundesweit Sportwetten angeboten und beworben werden dürfen. Es bleibt weiter spannend ob die Marktöffnung 2012 wirklich erfolgen wird und was die weiteren Entwicklungen bringen werden.
6. Oktober 2011 / schippinho - Kategorie:
Wettanbieter News
Vergangene Woche wurden viele Sportwetten Tipper in Deutschland hellhörig. Der Hintergrund dazu: Das Bundesland Schleswig-Holstein beschließt im Alleingang ein umstrittenes Glücksspielgesetz. Nach Medienangaben zufolge soll es in Schleswig-Holstein ab sofort möglich sein bzw. im kommenden Jahr, dass private Sportwetten Anbieter Lizenzen beantragen können. Das ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung und viele Wett-Freunde werden erstmal aufatmen. Das Glücksspielgesetz öffnet nicht nur den gigantischen Sportwetten Markt, der milliardenschwer ist, sondern auch den Lotto-Vertrieb für private Anbieter. Allerdings hält man am staatlichen Lotto-Monopol weiterhin fest, lediglich der Vertrieb wird für private Anbieter geöffnet. Auch Online Spiele, wie Online Poker oder Online Casino Spiele, sollen demnach möglich sein.
Am vergangenen Mittwoch beschloss der Kieler Landtag mit der Ein-Stimmen-Mehrheit von CDU und FDP das umstrittene Glücksspielgesetz. Mit diesem Gesetzesentwurf geht Schleswig-Holstein gleich mehrere Schritte weiter, als es die übrigen deutschen Bundesländer beabsichtigt haben. Die Pläne der übrigen 15 Bundesländer sahen 7 zeitlich befristete bundesweite Lizenzen vor. Dieser Vorschlag stieß auf heftige Kritik bei der EU. Man darf also gespannt sein, inwiefern nun andere Bundesländer gleichziehen werden. Zunächst einmal stimmte die Opposition geschlossen gegen das neue schleswig-holsteinische Glücksspielgesetz.
In diesem Jahr läuft der deutsche Glücksspielvertrag aus, den der europäische Gerichtshof im September 2010 für unzulässig erklärt hatte. Aus diesem Grund hat sich Schleswig-Holstein für diesen Solo-Lauf entschieden. Zudem erhofft sich das klamme Bundesland zusätzliche Steuereinnahmen durch die Ansiedlung von im Ausland beheimateten Glücksspiel Betreibern. Die CDU rechnet mit eventuellen Einnahmen von etwa 60 Millionen Euro pro Jahr durch Glücksspiel Abgaben.
Nach diesem Alleingang von Schleswig-Holstein werden sich sicherlich die übrigen deutschen Bundesländer drehen müssen. Der ursprüngliche Gesetzesentwurf dürfte wohl kaum noch tragfähig sein. Wir sind gespannt in welche Richtung die Entwicklung des deutschen Glücksspieles ihren Lauf nehmen wird.
19. September 2011 / danny - Kategorie:
Wettanbieter News
Wie in den letzten Wochen in der Artikelreihe über die "Neuordnung des Sportwettenmarkts in Deutschland" bereits beschrieben, gibt es immernoch keine Einigung über die zukünftige Rechtslage des Sportwettens in Deutschland. Die EU-Kommission hat das "Sportwetten Konzessionsmodell der Länder", welches von 15 Bundesländern der EU zur Notifizierung vorgelegt worden ist, entschieden zurückgewiesen und gleich mehrere Punkte beanstandet.
Die Hauptkritikpunkte der EU-Kommission an dem Länder Modell waren dabei die Folgenden:
-> Die willkürliche Beschränkung auf lediglich 7 Konzessionen für private Wettanbieter
-> Das monatliche Spiel-Limit von 750€ für Wettkunden
-> Die Konzessionsabgabe von 16,67% auf alle getätigten Wetteinsätze
Im Einzelnen wurden, laut Betfair, insbesondere die Voraussetzungen für die Auswahl der 7 Konzessionsträger unter einer Vielzahl von geeigneten Bewerbern beanstandet. Außerdem seien die begrenzte zeitliche Gültigkeit der Experimentierklausel und die Übergangsbestimmungen keine Grundlage für eine langfristige Regelung. Ebenfalls kritisiert wurde das Verbot für private Glücksspielanbieter Poker und Casinospiele über das Internet zu vertreiben.
Die 15 Bundesländer sind nun in der Pflicht den eingereichten Entwurf zu überarbeiten und eine EU-konforme Lösung zu finden. Darüberhinaus haben nahezu alle großen privaten Glücksspielanbieter angekündigt, unter den aktuellen Bedingungen keine Kozession zu beantragen und sich dem "alternativen Gesetzes-Entwurf von Schleswig Holstein" anzuschließen.
Zwar ist die geäußerte Kritik rechtlich zunächst für die Länder nicht bindend, allerdings würde bei einem Beibehalten der aktuellen Bedingungen der EU-Gerichtshof mit dem neuen Staatsvertrag wohl kurzen Prozess machen.
Aufgrund eines Einspruchs durch die EU-Kommission wird die Notifizierungsphase um einen weiteren Monat verlängert und die Länder erhalten die Zeit ihren Entwurf anhand der Kritikpunkte anzupassen.
Weitere Unterstützung für eine Liberalisierung des Sportwettenmarktes erhält die Opposition aus Schleswig Holstein von den organisierten Privatsendern (VPRT), die
das aktuelle Schreiben der EU-Kommission als Anlass nahmen, erneut an die Ministerpresidenten der Länder zu appelieren um ihrem Wunsch, das Werbeverbot für Sportwettenanbieter im Zuge von Sportsendungen in Deutschland zu lockern, zum Ausdruck zu bringen.
Es bleibt spannend und abzuwarten wie die Länder mit der aktuellen Kritik umgehen und ob der überarbeitete Vertragsentwurf im August von der EU-Kommission abgesegnet wird.
21. Juli 2011 / schippinho - Kategorie:
Wettanbieter News
Wie Sie in unserer ausführlichen Artikelreihe über die Neuordnung des Sportwettenmarktes in Deutschland bereits erfahren haben, ist der aktuelle Glücksspiel-Staatsvertrag von der EU als nicht rechtsgültig erklärt worden und die Bundesländer sind dazu aufgefordert worden, bis Anfang 2012 einen neuen Vertrag auszuarbeiten.
Hierbei gibt es 2 unterschiedliche Modelle, das Konzessionsmodell der Länder, welches nur eine limitierte Öffnung des Sportwettenmarktes vorsieht und durch hohe Steuerforderungen und maximal 7 Konzessionen für private Wettanbieter sehr umstritten ist, und das Schleswig-Holsteiner Modell das eine komplette Liberalisierung des Sportwettenmarktes vorsieht.
Die beiden Hauptstreiter für das Schleswig Holsteiner Modell, Hans Jörn Arp (CDU Mittelstandspolitiker) und Wolfgang Kubicki (FDP Fraktionschef) haben sich jetzt zu
Wort gemeldet und ihren Liberalisierungskurs verteidigt. Sie sind fest entschlossen das Internet in Schleswig-Holstein für private Glücksspielanbieter zu öffnen, unabhängig davon ob die restlichen 15 Bundesländer sich Ihnen anschließen oder weiterhin auf dem Länder-Vertrag beharren. Sie machen auch deutlich, dass nicht sie es sind die mit unlauteren Mitteln versuchen ihren Entwurf gegen die Mehrheit der Länderpolitiker durchzudrücken, sondern das es der Länder-Entwurf ist der in seiner aktuellen Form gegen geltendes Europa-Recht verstößt.
Der Länder-Entwurf liegt derzeit der EU zur Notifizierung vor und es geht das Gerücht um, dass die EU den Vertrag in dieser Form nicht absegnen wird. Der Schleswig-Holsteiner Entwurf wurde hingegen von der EU bereits notifiziert.
Immer mehr große Glücksspielunternehmen stellen sich hinter die beiden Politiker aus dem Norden und geben ihre Zusage zu einer Lizenzbeantragung in Schleswig-Holstein, wenn es wirklich zu einem Alleingang des Nordlichtes kommen sollte. Dies würde dem Land nicht nur einen erheblichen steuerlichen Gewinn bringen, sondern auch Arbeitsplätze schaffen und den deutschlandweiten Glücksspievertrieb über das Internet ermöglichen.
Die Länder sind gezwungen ihren Vertrags-Entwurf zu überdenken, wenn sie nicht riskieren wollen das Schleswig-Holstein am Ende als einziger Gewinner aus der langwierigen Diskussion hervorgeht.
Weitere tatkräftige Unterstützung erfährt das Schleswig-Holsteiner Modell jetzt durch die DFL, die angekündigt hat, dass wenn das aktuelle Staatsmonopol nicht deutlich gelockert wird, Spielplan-Gebühren von den Sportwetten-Anbietern erheben zu wollen. Da es aufgrund des noch geltenden Staatsmonopol zurzeit nur einen Sportwetten-Anbieter namens Oddset gibt, der Sportwetten in Deutschland offiziell vertreiben darf, ist dies ein geschicktes Druckmittel, um durch die Öffnung des Marktes an zusätzliche Sponsorengelder durch die Wettanbieter zu gelangen. Diese könnten sowohl im Spitzen- als auch Breitensport sinnvoll eingesetzt werden.
Es bleibt abzuwarten wie sich die Lage in den nächsten Wochen entwickelt und sich nicht doch das ein oder andere Bundesland sich von dem Länder-Entwurf abwendet um sich dem Schleswig-Holsteiner Modell anzuschließen
Wir werden Sie hier auf der Wettbasis weiter auf dem Laufenden halten.
Hier geht es zu der Übersicht unserer Artikelreihe rund um die Neuordnung des Sportwettenmarktes!
27. Juni 2011 / schippinho - Kategorie:
Wettanbieter News
Wie in unserer Artikelreihe „Sportwetten im Fadenkreuz – Die Neuordnung des Sportwettenmarkts in Deutschland“ beschrieben, gilt es derzeit, einen neuen rechtlichen Rahmen für Glücksspiel in Deutschland zu finden. Aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs, welches den aktuell geltenden Glücksspielstaatsvertrag für nicht EU konform erklärt hat, wird Deutschland aufgefordert bis Anfang 2012 eine Gesetzesänderung vorzunehmen.
Der neue Gesetzentwurf der Länder stößt dabei auf große Kritik in der Glücksspielbranche und weist zahlreiche Schwachstellen auf, die nicht nur einer Liberalisierung des Sportwetten-Marktes im Wege stehen, sondern auch der Bekämpfung des Schwarzmarktes. Genaue Informationen hierzu finden Sie in unserem Artikel „Sportwetten-Konzessionsmodell der Länder – Umsetzbarkeit und Sinnhaftigkeit“.
Auf der am 09. Juni abgehaltenen Ministerkonferenz der Länder in Berlin, sollte der neue Entwurf nun eigentlich unterzeichnet werden. Gegenwind aus Schleswig-Holstein, welches mit den aktuellen Bedingungen nicht einverstanden ist und einen eigenen Gesetzes Entwurf ausgearbeitet hat („Alternativmodell Schleswig-Holstein“) und die noch nicht erfolgte Notifizierung des Länder Entwurfs durch die EU, sorgen dafür, dass eine endgültige Entscheidung auf die Minister-Jahreskonferenz im Oktober verlegt wurde. Bis dahin soll Einigkeit unter den 16 Bundesländern herrschen und der Entwurf von der EU abgesegnet worden sein.
Ob es zu einer Einigung auf Länderebene und der Notifizierung des Länder-Entwurf wirklich kommen wird, bleibt zu bezweifeln.
Ein von Betfair in Auftrag gegebenes Gutachten des renommierten Staatsrechtlers Prof. Dr. Bernd Grzeszick, Direktor des Instituts für Staatsrecht und Verfassungslehre der Universität Heidelberg, besagt dass der derzeitige Entwurf weder mit dem deutschen Verfassungsrecht noch mit dem europäischen Recht vereinbar ist und es sehr unwahrscheinlich ist, dass die EU-Kommission den Länder-Entwurf in dieser Form absegnen wird.
Hauptkritikpunkte sind die Inkonsistenz in Bezug auf das Automatenspiel und die Sportwetten. Wie in unserer Artikel Reihe bereits erwähnt entzieht sich auch die willkürliche Beschränkung auf 7 Konzessionen für private Anbieter jeglicher rechtlicher Grundlage. Die hohen steuerlichen Hürden für private Anbieter und der damit verbundene Verlust der Wettbewerbsfähigkeit eignen sich nicht dazu den Schwarzmarkt effizient zu bekämpfen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Minister eine Lösung finden, mit der alle Beteiligten leben können und die sowohl für den Staat, als auch für die privaten Wettanbieter akzeptabel ist. Das Schleswig-Holsteiner Modell stellt hier eine sinnvolle Lösung dar um allen Seiten gerecht zu werden. Es bleibt spannend und wir werden Sie hier auf der Wettbasis über neue Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
16. Juni 2011 / schippinho - Kategorie:
Wettanbieter News
Artikelreihe 6/6
Aus den vorangegangen Artikeln dieser Artikel Reihe wird deutlich, dass eine Neuordnung des deutschen Sportwettmarktes dringend notwendig ist und dass das aktuell in der Diskusion stehende Modell der Bundesländer hierzu nur bedingt taugt. Einen weitaus geeigneterer Vorschlag stellt der Vertragsentwurf aus Schleswig Holstein dar, der auch schon von der EU-Kommission notifiziert wurde. Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen des Vertrages und den zu berücksichtigenden Restriktionen zum Schutz vor Wettsucht und Spielmanipulationen, ist ein weiterer entscheidender Faktor, dass der neue Glücksspielvertrag auch von den Wettanbietern akzeptiert wird und diese unter den neuen Bedingungen bereit sind in Deutschland zu operieren.
Dies ist insbesondere bei dem Länder-Entwurf derzeit sehr fraglich und würde dazu führen, dass private Wettanbieter keine Konzession in Deutschland beantragen und weiterhin aus dem Ausland operieren würden, was dem deutschen Staat weder zusätzliche Steuereinnahmen einbringen, noch bei der Kontrolle des Wettmarktes weiterhelfen würde.
Das Alternativ-Modell aus Schleswig Holstein trifft hingegen auf breite Zustimmung und eine hohe Akzeptanz auf Seiten der privaten Wettanbieter. Der Hauptvorteil den die Anbieter hierbei sehen, ist die Zusatzabgabe in Höhe von 20% auf den erzielten Gewinn des Unternehmens, der im Gegensatz zum Länder-Modell mit 16,67% auf den gesamten Spieleinsatz, deutlich realistischer veranschlagt ist und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhält.
Sollte das Modell der Länder wirklich in der aktuellen Form in ein neues Gesetz umgesetzt werden, haben beispielsweise die Vorsitzenden der Bwin Party Group, Jörg Wacker, und der JAXX SE (u.a. Mybet), Mathias Dahms, bereits angekündigt, dass sie vermutlich keine Lizenz in Deutschland beantragen werden. Das "Modell Schleswig Holstein" hingegen beinhaltet ihrer Meinung nach viele sinnvolle und dem aktuellen Markgeschehen angemessene Bedingungen, unter denen Sie sich eine Lizenz in Deutschland durchaus vorstellen könnten.
Herr Wacker betont hier auch nochmal ganz deutlich das Restriktionen des Länder Vertrags, die beispielsweise die Live-Wette betreffen, bei der zukünftig nur noch auf das Endergebnis gewettet werden soll, am aktuellen Wettmarkt vorbei gehen und das Risiko solcher Wetten ja letztendlich bei den Anbietern selbst und nicht beim Staat liegt.
Außerdem ist nach dem aktuellen "Age of Gaming" Report davon auszugehen, dass wenn der neue Vertrag der Länder wirklich so umgesetzt wird, immer noch 93% (aktuell 95%) des Wettmarktes im unregulierten Markt stattfinden wird. Außerdem stellt die angedachte Pokerlösung, bei der Pokertische in Casinos gefilmt und ins Internet gestreamt werden sollen, wo
Spieler dann online mitspielen können, eine realitätsfremde und so nicht durchführbare Lösung dar. Deutschland verfügt derzeit über den zweit größten Pokermarkt in Europa.
Herr Wacker, der Bwin Party Group, ist davon überzeugt, dass der deutsche Sportwettmarkt spätestens in 10 Jahren komplett liberalisiert sein wird. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, auf dem es wohl leider nur in kleinen Schritten und mit einigen weiteren Gerichtsverhandlungen in die richtige Richtung gehen wird.
Herr Dahms von JAXX SE glaubt außerdem, dass der Länderentwurf in der aktuellen Form max. 6 Monate in Deutschland gültig sein wird.
Es bleibt abzuwarten wie sich das nächste Treffen der Länder am 26.05. in Magdeburg entwickelt, auf dem den großen privaten Anbietern je 5 Min Redezeit zur Verfügung stehen werden um Ihre Belangen vorzutragen. Endgültig unterschrieben werden soll der Vertrag dann am 06.Juni.
Die aktuelle Prognose sieht so aus das 15 Bundesländer für den neuen Entwurf stimmen werden und Schleswig Holstein dagegen. Das würde dazu führen das es demnächst zwei unterschiedliche Rechtslagen in Deutschland geben wird und mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit die privaten Wettanbieter ihr Angebot von Schleswig Holstein aus anbieten werden. Dies ist allerdings nur möglich wenn der deutsche Bund von seinem Recht eine länderübergreifende Lösung zu finden keinen Gebrauch macht.
Wir werden Sie hier in unserem News Bereich weiterhin über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten und hoffen Ihnen mit unserer Artikel Reihe einen Einblick in die aktuelle Situation rund um die Neuordnung des deutschen Sportwetten-Marktes gegeben zu haben.
Hier finden Sie nochmal alle 6 Artikel im Überblick:
Sportwetten Deutschland – Neuordnung Sportwettenmark 2012 – die Übersicht
23. Mai 2011 / schippinho - Kategorie:
Wettanbieter News
Artikelreihe 1/6
Da am Ende dieses Jahres der aktuelle Glücksspielstaatsvertrag ausläuft, haben sich die Länderchefs zusammengesetzt, um einen neuen Vertrag zu entwerfen, der das derzeitige Wettmonopol ablösen und geltenden EU-Richtlinien entsprechen soll.
15 der 16 Länderchefs haben dem neuen Konzessions-Modell zur Teil-Liberalisierung des Wettmarktes bereits zugestimmt, so dass der Entwurf derzeit der EU-Kommission zur Notifizierung vorliegt. Lediglich Schleswig-Holstein hat die Zustimmung verweigert und einen eigenen Vertrag entworfen, der die komplette Liberalisierung der Sportwetten in Deutschland vorsieht und von der EU-Kommission bereits notifiziert wurde.
Aber beschäftigen wir uns zunächst mit dem ausgearbeiteten Konzessions-Modell der Länder. Hierzu haben vier große deutsche Sportverbände folgende Vorschläge als Zielvorgaben eingereicht:
– Den Glücksspielmarkt kanalisieren und in die Legalität führen. (Derzeit werden laut Goldmedia über 7 Mrd. € (95 %) im unregulierten Markt umgesetzt)
– Schaffung eines rechtssicheren Modells
– Funktionierendes, duales Modell
– Deutschlandweit einheitliche Regelung
Leider wurden diese Zielvorgaben nur bedingt umgesetzt. Zwar wurde mit dem Beibehalten des Lotterie-Monopols und der Teilliberalisierung des Sportwetten-Marktes ein duales Modell geschaffen, allerdings wurde bisher weder Rechtssicherheit noch eine deutschlandweite Einigung erzielt. Hauptkritikpunkte sind darüber hinaus das insgesamt gerade einmal 7 Konzessionen für Wettanbieter in Deutschland vergeben werden und diese mit einer Zusatzsteuer von 16,67% auf den Spieleinsatz belegt werden sollen, die deutlich zu hoch liegt.
Aber schauen wir uns das Konzessions-Modell der Länder zunächst einmal genauer an:
– Der Steuersatz liegt bei 16,67% der Wetteinsätze, also des Umsatzes der Unternehmen
– Es werden 7 Lizenzen für Sportwetten-Anbieter in Deutschland vergeben
– Vertrieb und Vermarktung ist nur für diese 7 Anbieter in Deutschland nur im Bereich der Sportwetten möglich (Onlinepoker ausgenommen)
– Das Lotteriemonopol bleibt erhalten
– Netzsperren von nicht lizenzierten Anbietern sind angedacht
– Unterbindung von Zahlungen an/von Anbietern ohne Lizenz
– Anbieter die eine Konzession für Deutschland erworben haben, müssen ihren Sitz in Europäischem Wirtschfatsraum haben.
– Nutzung einer .de Domain ist verpflichtend
– Online Poker soll erlaubt sein, allerdings darf es nur von Spielbanken angeboten werden.
– Das Poker-Spiel kann in den Spielbanken aufgezeichnet und ins Internet per Livestream übertragen werden.
– Pro Bundesland darf nur ein Spielcasino Online Poker anbieten
– Pro Konzession sind 350 terristische Vertriebsstellen möglich
– Bei Live-Wetten (60-70% aller Wetten) soll aus Wettmanipulationsgründen nur noch das Endergebnis getippt werden dürfen
– Europaweite Ausschreibung der 7 Konzessionen
Abgaben für Sportwetten-Konzessionsbewerber:
– Konzession kostet 250000€ + 175.000€ Verwaltungsgebühr/ Jahr.
– 16,66% Zusatzabgabe auf den Spieleinsatz! -> Für Online Anbieter nicht tragbar bei aktuell 8% Gewinnmarge
– Allgemein gültige Steuerabgaben in Deutschland
Kritikpunkte am neuen Sportwetten-Vertrag Entwurf der Länder:
Größter Kritikpunkt ist die Zusatzabgabe über 16,67 Prozent auf den Spieleinsatz, also den Umsatz der Wettanbieter. Die Buchmacher haben derzeit eine durchschnittliche Gewinnmarge von ca. 8% des Gesamteinsatzes. Das hieße die Wettanbieter müssten ihre Quoten deutlich verschlechtern, um durch einen Gewinnmarge von 25% die zusätzlichen Steuerausgaben auffangen zu können. Dies würde zum Verlust der Wettbewerbsfähigkeit im europäischen Vergleich führen. Der Zusammenbruch des Wettmarktes in Frankreich (hier wurde eine Zusatzabgabe von lediglich 7,5% auf den Umsatz erhoben) sollte als abschreckendes Beispiel dienen und den Länderchefs eine Warnung sein, die neue Steuer wirklich so einzuführen. Wünschenswert wäre eine Gewinnbesteuerung um die Wettbewerbsfähigkeit der Anbieter zu erhalten.
Der nächste Kritikpunkt der ebenfalls hoch ins Gewicht fällt ist die Art und Weise der Restriktion des deutschen Wettmarktes. Die willkürliche Beschränkung auf deutschlandweit gerade einmal 7 Lizenzen ist rechtlich kaum zu halten. Die von den Ländern angebrachte Experimentierklausel dürfte hier kaum Anwendung finden und von der EU-Kommission in Frage gestellt werden. Wünschenswert wäre hier eine Lösung bei der Markt nicht durch die Anbieterzahl begrenzt wird, sondern durch inhaltliche Auflagen die dem Spielerschutz dienen und Wettmanipulation vorbeugen. Ein positives Beispiel ist hier der derzeit stark boomende italienische Markt, der auf diese Art und Weise liberalisiert wurde und wo das Wettangebot staatlichen Auflagen unterliegt.
Die Zusatzabgabe muss laut EU Beschluss zweckgebunden eingesetzt werden und darf nicht in Haushalt fließen, was in aktuellem Konzessionsvertrag der Länder nicht berücksichtigt wurde. Auf der Hand liegt hier die Verwendung für gemeinnützige Zwecke und den Breitensport.
Internetsperren sind bei 16,67% Zusatzabgaben auf Spieleinsätze zwar durchaus sinnvoll, aber nur sehr schwierig durchsetzbar. Die Blockierung von Zahlungen an nicht autorisierte Anwender ist ebenfalls rechtlich fraglich und kaum umsetzbar.
Das Pokerstream-Modell ist realitätsfern und für Spieler nicht attraktiv. Hier wurde deutlich an den aktuellen Bedürfnissen vorbeigeplant. Deutschland verfügt derzeit über den zweitgrößten unregulierten Pokermarkt in Europa und die praktische Umsetzung einer Livestream-Übertragung eines Pokerspiels, das in einem Casino stattfindet und an dem Spieler Online teilnehmen sollen, ist kaum vorstellbar.
Automatencasinos wurden in dem neuen Konzessions-Modell nicht behandelt.
Hinzu kommt das die Wettanbieter bereits andeuten unter den gegebenen Bedingungen keine Konzession in Deutschland zu beantragen, was dazu führen würde, dass lediglich staatliche Organisationen wie Oddset eine Konzession beantragen und sich an dem derzeitigen Staatsmonopol de facto nichts ändern würde.
Außerdem ist zu bezweifeln das der Länder Entwurf der Ministerkonferenz von der EU Kommission in der aktuellen Form abgesegnet wird.
Darüber hinaus herrscht derzeit noch Uneinigkeit auf Länderebene und eine Zustimmung Schleswig Holsteins wird nicht erwartet. Dies ermöglicht ein Eingreifen des Bundes der dazu angehalten eine deutschlandweite Regelung zu schaffen.
Das nächste Treffen der Ministerkonferenz findet am 26.05. in Magdeburg statt. Online-Wett-Anbieter wie die Bwin Party Group oder Jaxx SE (Mybet) erhalten hier je 5 Min. Redezeit um ihre Anliegen zu unterbreiten.
Am 06.Juni liegt das Urteil der EU-Kommission vor und der Vertrag soll endgültig unterschrieben werden um Anfang 2012 in Kraft zu treten.
Es wird davon ausgegangen, dass die EU-Kommission dem Länder-Entwurf so nicht zustimmen wird und Deutschland Stellung zu den beanstandeten Punkten nehmen muss. Sollte Deutschland den Gesetzesentwurf trotzdem in der eingereichten Form umsetzen, würde es ein Verletzungsverfahren von Seiten der EU riskieren.
Außerdem steht die Zustimmung Schleswig Holsteins immer noch auch aus und es kann davon ausgegangen werden, dass diese auch nicht erfolgen wird. Was das bedeutet und was es mit dem Schleswig Holsteiner Entwurf auf sich hat, werden Sie in unserem morgigen Artikel erfahren.
Es folgt Artikel 2/6:
"Alternativmodell Schleswig Holstein"
Sportwetten Deutschland – Neuordnung Sportwettenmark 2012 – die Übersicht
————————- Aktuelle News ————————
Die Fraktionsvorsitzenden der FDP in Rostock haben dieses Wochenende auf Länderebene einen so nicht zu erwartenden Beschluss gefasst und den neuen Vertrags-Entwurf der Länder unter anderem aufgrund folgender Begründung abgelehnt:
"Eine Begrenzung der Zahl der Konzessionen im Sportwettenbereich sowie die praktische Durchsetzung dieser Begrenzung mit Hilfe von Netzsperren sind abzulehnen, weil damit ein Placebo geschaffen werden soll, was in Wahrheit das Staatsmonopol manifestiert."[...]
Es bleibt spannend und abzuwarten wie sich die Situation weiter entwickelt.
18. Mai 2011 / schippinho - Kategorie:
Wettanbieter News
Es gibt immer wieder Diskussionen, welche Buchmacher die besten sind. Häufig nimmt neben dem Auszahlungsschlüssel auch die Vielfältigkeit des Angebots ein großes Stück Interesse bei der Bewertung ein. Die erfahrenen Wetter unter Ihnen aber werden wissen, dass mindestens 50 % dieser Spezialangebote einfach nur völlig unsinnig sind. Ich möchtig in diesem Artikel auf ein paar Wettarten eingehen, und Sinn oder eben auch Unsinn derselbigen erlären. Möglicherweise schließt sich hier in ein paar Tagen ein weiterer Teil an. Natürlich verweise ich nochmal darauf, dass ich meine eigene Meinung in den Worten ausdrücke. Sollten Sie mit mir nicht konform gehen, dann haben Sie keine Scheu, dies auch zu äußern
1.Kartenwetten
Gelbe und Rote Karten kann es in jedem Spiel geben, doch die Buchmacher setzen fast immer die selben Lines für die Spiele an. Dies kann ich nicht verstehen. Eine Kartenwette kann fast nur auf "Over" sinnvoll sein, da dort der Zufallsgrad deutlich gesenkt ist. Zu einem solchem Tipp gehören aber immer diese Informationen:
- neigen die Einzelspieler zu Frustfouls, Nickligkeiten oder ähnlichem
- Wie stehen sich die Fanlager gegenüber? (In Derbys gibt es viel mehr Karten, als in normalen Spielen!)
- Welcher Schiedsrichter ist für die Partie angesetzt?
Besonders der dritte Punkt wird viel zu sehr unterschätzt. Eine Übersicht darüber, welche Schiedsrichter gerne die Kartons verteilen, finden sie in unserem Wettbasis Statistikteil.
Fazit: Kartenwetten können definitiv sinnvoll sein!
2.Gesamtzahl Tore oder Punkte Gerade/Ungerade
Diese Wettmöglichkeiten sind im Bereich Basketball, oder weiteren Sportarten mit hohen Punktzahlen reine Roulettewetten mit gar geringeren Gewinnchancen als bei dem gleichnamigen Glücksspiel. Es grenzt schon an Frechheit, dass die Buchmacher diverse Wetten überhaupt aufnehmen. Im Fussball ist ein Value gar möglich, da ungerade Ergebnisse bei gewissen Team seltener auftreten (hohe Kontertreffergefahr bei 1-Tor Vorsprung). Fraglich ist aber immer, wie die AGB des Wettanbieters bei 0:0 verfahren.
Fazit: Grundsätzlich sind diese Wetten ein absolutes "No-go!"
3.Both to score
Eine in Foren weit verbreitete und beliebte Strategie sind "Both to score Wetten". Teams müssen nur einmal einnetzen und das ungeliebte 1:1 Ergebnis zerstört nicht den schönen Over2,5 Tipp. Tatsächlich bin ich aber absolut anderer Meinung und habe noch nahezu NIE eine "B2S" Wette platziert. Es lohnt sich einfach nicht auf einen solchen Tipp zu hoffen. Wenn beide Teams offensivstark sind, wie beispielsweise Leverkusen und Wolfsburg morgen Nachmittag, dann ist eine @1,5-1,6 auf "beide Teams treffen" einfach viel weniger Wert, als gleich das Geld zu deutlich besseren Quoten auf Over3,5 zu setzen. Man erwartet ja ein offensives Match. Both to score: No! macht noch eher Sinn, doch sollte man dann eher gleich das 0:0 probieren, oder die Mannschaft, welcher man keinen Torerfolg zutraut auf "Under0,5 Teamgoals" spielen.
Fazit: Wettart, bei der kaum ein Value zu finden ist.
12. Februar 2010 / christoph - Kategorie:
Wett-Empfehlungen
Zu diesem Thema findet man reichlich Beiträge im Internet. Kürzlich stieß ich auf einen interessanten Artikel der Leibniz Universität Hannover. Hauptschwerpunkt war das Thema der Untersuchung des Sportwetten Marktes durch das Center for Sports Management. Fast jeder Wettbegeisterte in Deutschland weiß, dass durch das Glücksspiel Monopol fast aussschließlich nur staatliche Anbieter laubt sind. Während ihrer Studien kam das Forschungsteam vom Center for Sports Management zu einem sehr interessanten Ergebnis: Ökonomisch gesehen ist das staatliche Monopol nicht zu vertreten bzw. zu rechtfertigen. Hauptsächlich befasst sich diese ökonomische Theorie mit dem sogenannten Marktversagen. Dem Staat ist es zu jedem Zeitpunkt erlaubt in den Markt einzugreifen, wenn ein Marktversagen vorliegt. Gründe warum der Staat eingreifen könnte sind: negative externe Effekte oder verschiedene Effizienzgründe. Um diesen Punkt zu verdeutlich an dieser Stelle nun zwei Beispiel:
Eine Fabrik verseucht massiv Wasser. In diesem Falle sollte der Staat eingreifen und mit diversen Umweltauflagen reagieren. Die Infrastruktur z.B. des Schienenverkehrs, des Wasserverkehrs oder Straßenverkehrs kann mit Recht monopolisiert werden.
Das wissenschaftliche Team hat jedoch keine grundlegenden Gründe gefunden für eine Monopolisierung des Glücksspielmarktes. Der einzige Punkt der die Monopolisierung des Glücksspielmarktes rechtfertigt und verbunden damit auch des Sportwettenmarktes ist der Aspekt der Spielsuchtgefahr. Auch dieser Punkt wurde vom wissenschaftlichen Team näher beleuchtet und von dem Ergebnis war ich schlichtweg verblüfft. Laut den Analysen gibt es in Deutschland rund 100.000 bis 300.000 Glücksspielsüchtige. Vergleicht man diese Zahlen mit den Zahlen von Alkoholsüchtigen, so muss man feststellen, dass es 5 bis 15 Mal so viele Alkoholsüchtige in Deutschland gibt. Die Zahl der Alkoholsüchtigen wird in Deutschland auf 1,5 Millionen geschätzt. Bei solchen Zahlen müsste man eigentlich denken, dass der Alkoholkonsum in Deutschland gänzlich verboten werden müsste. Kaum verständlich ist es auch, dass der Alkoholmarkt in Deutschland kaum regelt ist, mit Ausnahme von Altersbeschränkungen und Werbebeschränkungen. Ferner ist der interessanteste Punkt auch der Widerspruch im Glücksspielgesetz selbst. Privatanbieter dürfen z.B. Spielautomaten aufstellen und auch Pferdewetten anbieten. Laut den Statistiken sind jedoch die meisten Glücksspielsüchtigen abhängig vom Spiel rund um die Spielautomaten. Die Zahl der Sportwettensüchtigen ist dabei so gering, dass man diese mit der Lupe suchen müsste. Daher fordern die Wissenschaftler des Center for Sports Management eine Neuauflage des Glücksspielmarktes. 2011 steht eine Neuauflage an und dann könnte eine Liberalisierung des Sportwettenmarktes erfolgen.
Doch wie könnte diese aussehen?
Am günstigsten wäre eine "Mischung" von privaten und staatlichen Anbietern, die sich auf Staatsausschreibungen bewerben und einen Teil ihrer Einnahmen an den Staat abtreten. Die Einnahmen aus Glücksspielen fließen den in sportliche und soziale Förderprojekte. Der Staat würde also keine Einbußen verbuchen. Fakt ist auch, dass die Einnahmen des staatlichen Buchmachers Oddset seit Jahren zurückgehen und wahrlich eingebrochen sind. Die Glücksspiel-Monopolisierung lässt sich halt nicht über das Internet aufrecht erhalten. Folgerichtig platzieren viele Deutsche Ihre Wetten über das Internet bei ausländischen Wettanbietern. Diese bieten im Vergleich zu Oddset die besseren Wettquoten an, da die Einnahmen des deutschen staatlichen Wettanbieters höher besteuert werden. Die Lösung liegt eben in einer Liberalisierung des deutschen Glücksspielmarktes. Vielleicht erleben wir 2011 eine Wende.
22. Oktober 2009 / danny - Kategorie:
Wettanbieter News
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