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Blazenko Lackovic (Kroatien)

  • Dänemark – Spanien – 27.01.12 – Anwurf: 17.45 in Belgrad (Serbien)  - Endergebnis 25:24
  • Serbien – Kroatien – 27.01.12 – Anwurf: 20.15 in Belgrad (Serbien) – Endergebnis 26:22

 

Die Hauprunde ist Geschichte. Nun geht es für die letzten 4 verbleibenden Mannschaften nur noch um die Medaillen und natürlich um den Europameistertitel 2012. Der Topfavorit aus Frankreich ist sang und klanglos ausgeschieden, in diesen zwei Halbfinals scheint alles möglich. Qualifiziert für diese Voschlussrunde haben sich neben dem starken Gastgeber, die 3 Mannschaften, die ich zu Beginn der Handball EM auch richtig eingeschätzt habe. Dabei lief es vor allem für die Dänen zeitweise gar nicht nach Plan. Man ging ohne Punkte in die Zwischenrunde und konnte sich nur mit 3 Siegen und der Hilfe der anderen Mannschaften für dieses Halbfinale qualifizieren. Der Gegner aus Spanien dagegen ist die einzige Mannschaft, die bei diesem Turnier noch kein Spiel verloren hat. Sicherlich sind die Spanier nicht nur in diesem Spiel, sondern auch Favorit auf den Titel in Serbien. Im anderen Halbfinale kommt es zu einem richtigen Hexenkessel. Die Lokalmatadoren aus Serbien werden gegen die starken Kroaten antreten müssen und müssen erneut alles reinlegen, um weiterhin mit viel Erfolg und Spaß das Turnier im eigenen Land weiterzuführen.

 

Dänemark – Spanien

Vor dem Turnier hätte dieses Halbfinale jeder für gut möglich halten. Doch nach der Vorrunde hatte die Dänen praktisch keiner mehr auf der Rechnung. 0 Punkte nahm man mit in die Zwischenrunde und mühte sich dann im ersten Spiel zu einem Sieg in letzter Sekunde gegen die Mazedonier. Dann gab es den wichtigen Sieg gegen Deutschland und plötzlich schien ein Weiterkommen nicht mehr völlig utopisch. Trotzdem müsse man das letzte Spiel gegen Schweden gewinnen und auf eine Niederlage der Deutschen gegen Polen hoffen. Nachdem die Deutschen den Dänen den Gefallen getan haben und gegen die Polen verloren haben, ließen die Dänen gegen die Schweden nix mehr anbrennen und feierten nach guter Mannschaftsleistung einen relativ ungefährdeten Sieg gegen die Gelb-Blauen. Die große Stärke der Skandinavier sind Tempogegenstöße. Die Dänen schalten wahnsinnig schnell von Abwehr auf Angriff um, was letztendlich zu vielen einfachen Toren durch die pfeilschnellen Außenspieler Eggert oder Lindberg führt. Doch auch im Rückraum hat man mit Mikkel Hansen einen absoluten Superstar auf der halblinken Position. Wird der Spieler vom AG Kopenhagen von seinem kongenialen Partner Bo Spellerberg in Position gebracht, kann er sich oftmals die Ecke aussuchen und vollendet mehr als effektiv und hochprozentig. Der Angriff ist somit das Prunkstück des Teams, doch in der Abwehr speziell in der Deckung haben die Norderuoäer Probleme. Vor allem wenn der halbe Spieler in die Lücke reingeht zwischen Mittelblock und “Außenverteidiger” können sich die Dänen oftmals nur mit Fouls helfen, die zu 7m-Würfen und Zeitstrafen führen. Auch die Passspiele an den Kreis werden gegen die eher großen und schwerfälligen Abwherspieler gerne gebracht. Im Tor hat man jedoch wiederum mit Niklas Landin einen absoluten Weltklassemann, der gegen Deutschland einen sehr starken Tag erwischte und viele Bälle halten konnte.

Die Spanier sind bisher die beste Mannschaft des Turniers. In der Vorrunde holte man 2 Siege und musste nur gegen die Ungarn beim 24-24 bisher den einzigen Punkt in diesem Turnier abgeben. In der Hauptrunde flog man dann von Sieg zu Sieg. Erst eine starke Leistung gegen Mitanwärter Kroatien und dann zwei ungefährdete Siege gegen Island und Slowenien bescherten den Iberern den ersten Platz in der Zwischenrundengruppe II und damit den Platz im Halbfinale. Ohne Frage sind die Spanier qualitativ sehr gut besetzt. Man hat praktisch jede Position gleichwertig gut besetzt und konnte bislang immer von einer langen Bank zehren, was im Laufe eines kräftezerrenden Turniers sicherlich von Vorteil sein wird. Einen besonderen Spieler kann man bei dieser Mannschaft eigentlich kaum herausheben. Der Rückraum ist mit Spielern wie Iker Romero, Joan Canellas, Raul/Alberto Entrerrios ein absoluter Weltklasserückraum. Nahezu jeder Spieler in diesem Team kann für Tore sorgen und genauso Tore vorbereiten. Eine große Waffe hat die Mannschaft von Valero Rivera zudem am Kreis. Julen Aguinagalde ist 1.95m groß und wiegt satte 110kg, die er ganz genau weiß, richtig einzusetzen. Hat der bullige Kreisläufer erst einmal den Ball, wird es schwer für jeden Abwehrspieler dieser Welt noch etwas zu erreichen. Zumeist sind 7m-Würfe und Zeitstrafen oder einfache Tore die Konsequenz. Auf den Außenpositionen haben die Spanier zudem pfeilschnelle und abschlusssichere Spieler. Zum einen mit Victor Tomas, aber auch mit Christian Ugalde.

Die Spanier sind nicht nur qualitativ besser besetzt, sie haben bisher in diesem Turnier auch den klar stärkeren, wenn nicht sogar den stärksten Eindruck hinterlassen. Die Dänen profitierten von der Konkurrenz und zeigten vor allem in der Vorrunde, wie auch gegen Mazedonien und zeitweise gegen Deutschland keine absolut überzeugende Leistung. Sicherlich haben die Dänen mit Mikkel Hansen, der schon in Spanien spielte, einen herovrragenden Einzelkönner. Dennoch gehe ich davon aus, dass er von den Spaniern kurz aus dem Spiel genommen wird. Sollte dies der Fall sein, fehlt den Dänen die beste Option im Angriff. Danish Dynamite profitierte in den bisherigen Spielen oftmals von vielen technischen Fehler des Gegners. Gegen die Spanier ist damit eher nicht zu rechnen, da sie eine unglaublich konzentrierte und ballsichere Mannschaft sind. Im Positionsspiel werden die Spanier deutliche Vorteile haben, ebenso wie in der Deckung. Letztendlich tendiere ich hier zu einem Sieg der Spanier, da sie auch vor allem bisher weniger Kraftanstrenung vollbringe mussten als die Dänen, die in jedem Spiel an ihr Limit gehen mussten, um überhaupt in dieses Halbfinale zu kommen.

Wettquoten (Dänemark – Spanien):

  • Sieg Spanien –> 2.00 bei unibet
  • Remis –> 9.00 bei tipico
  • Sieg Dänemark –> 2.50 bei bwin

 

Serbien – Kroatien

Dieses Spiel wird bisher wohl der absolute Kracher dieses Turniers. Zur besten Sendezeit stehen sich die beiden Konkurrenten aus Serbien und Kroatien gegenüber. Die Halle in Belgrad wird mit 20.000 Zuschauern voll gefüllt sein, wovon gefühlte 19.000 Zuschauer ihren serbischen Handballstars zujubeln werden. Für die Serben ist das Erreichen dieses Halbfinals jetzt schon ein sehr großer Erolg, der im übrigen jetzt schon mit der Qualifikation für ein olympischen Vorturnier gekrönt wurde. Doch die Serben wollen mehr, sie wollen den Europameistertitel zum ersten Mal nach der Unabhängigkeit ins eigene Land. Doch niemand geringeres als die Kroaten stehen ihnen in diesem Halbfinale gegenüber. Dennoch haben die Serben bislang einen guten Eindruck hinterlassen. Zwar verlor man gestern gegen Mazedonien, doch letztendlich ging es in diesem Spiel um nichts mehr, da der erste Tabellenplatz zu diesem Zeitpunkt schon feststand. Die größte Stärke der Serben liegt natürlich im Heimvorteil.Sie werden in der Beograd Arena von all ihren Zuschauern nach vorne gepusht. Wie man bisher sehen konnte, lässt auch die Schiedsrichter dies nicht kalt, die in 50/50 Entscheidungen oftmals aus Prinzip zu den Serben tendieren. Jeder Gegner hatte bisher große Probleme mit der Deckung der Serben. Die Heimmannschaft hat bisher mit Abstand am wenigsten Tore gefangen, was jedoch nicht nur an der guten Deckung, sondern auch an den langen Angriffen in der Offensive liegt. Sie spielen mit sehr viel Geduld und erarbeiten sich auch nach 1min Hin-und Hergespiele noch eine gute Wurfposition. Dieses ruhige und geduldige Positionsspiele entnervte bislang so manch einen Gegner. Auch die Serben haben nicht den wirklichen Weltstar. Momir Ilic vom THW Kiel ist sicherlich die Ausnahmeerscheinung im Angriff, der oft gesucht wird. Doch bislang ist es vor allem die Mannschaft als gesamtes Kollektiv, die sich gute Wurfpositionen erarbeitet und wo schließlich jeder einzelne Spieler gut abschließen kann. Zudem kommt die Tatsache, dass man mit Darko Stanic bislang den besten Torhüter des Turniers hinten im Tor stehen hat. Er hält fast 50% der Bälle im bisherigen Turnierverlauf und führt damit die Goalkeeperliste locker an. Wenn es die Serben erneut schaffen, das Spiel an ihr Tempo anzupassen und die Emotionen der Fans mitaufzufassen, dann sehe ich auch durchaus Chancen für die heimischeen Serben gegen die talentierteren Kroaten, die sich allerdings auch gerne mal von den Fans anstecken lassen und dann die Konzentration verlieren.

Auch die Kroaten hatte man vor Beginn des Turniers auf der Rechnung. Die Mannschaft von Slavko Goluza hat natürlich ein unglaubliches Potential in ihrem Kader. Alleine die beiden Mittelmänner Ivano Balic und Domagoj Duvnjak sorgen auf dieser Position für eine enorm hohe Qualität. Auf den halben Positionen setzen die Kroaten auf Blazenko Lackovic und den unglaublich wurfgewaltigen Denis Buntic. Doch auch bei den Kroaten sind es nicht unbedingt ausschließlich die Rückraumspieler, die für die Tore sorgen. Mit Ivan Cupic und Ivan Nincevic hat man schnelle und technisch sehr saubere Außenspieler, die nicht nur für Kontertore gut sind, sondern auch im Positionsspiel oft gesucht werden und gut vollenden können. Aufpassen müssen die Serben zudem auf den 2.10m großen Rückraumspieler Marko Kopljar, der immer wieder von der Ban rein kommt und dem Spiel seinen Stempel aufdrückt. Gegen die Franzosen beim starken 29-22 Sieg erzielte er 7 Tore und war ein wichtiger Bestandteil des richtungsweisenden Spiels gegen Frankreich. Am Kreis steht der Hamburger Igor Vori, der aufgrund seiner Physis und seiner Größe immer eine Option ist. Das Problem bei den Kroaten war bisher etwas die Unkonstanz. Beispielsweise zeigte man gegen die Franzosen oder gegen Island, zeitweise auch bei der Niederlage gegen Spanien sehr gute Handball. Doch in anderen Spielen wie gestern beim Remis gegen Ungarn oder beim knappen Sieg gegen die Slowenen sah man große Schwächen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, die ihnen gegen sehr clevere und spielstarke Serben zum Verhängnis werden könnten.

Die Serben leben in diesem Turnier ganz klar von der Eurphorie im Land und den eigenen Fans. Sie spielen keinen überragenden Handball, viel mehr kämpfen sie sich leidenschaftlich von Sieg zu Sieg. Die Serben spielen sehr geduldig und entnerven damit den Gegner. Die Kroaten dürfen nicht den Fehler machen, sich auf dieses Spiel einzustellen. Sie müssen ihr Tempo gehen und damit auch die Serben und auch die Schiedsrichter dazuzubringen, dass ein Angriff nicht ungbalublich lange dauert, sondern dass zeitnah und auf beiden Seiten ähnlich das Zeitspiel angezeigt wird. Im Tempospiel sehe ich die Kroaten ganz klar vorne. Sie haben mehr Qualität als die Serben im Kader, wobei viele Spieler der Serben bei solch einem Turnier im eigenen Land über sich hinauswachsen. Hier eine Prognose zu stellen, ist für mich sehr schwer, da wohl nicht die handballerische Klasse dieses Spiel entscheidet, sondern einzelne Nuancen wie die Kampfbereitschaft, die Leidenschaft oder das Tempo des Spiels. Festlegen würde ich mich allerdings darin, dass Kroatien Vorteile hat, wenn sie es schaffen dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Gelingt es den Serben aber erneut das Tempo aus dem Spiel rauszulassen und konsequent und vor allem konzentriert ihren Stiefel über 60min durchzuziehen, haben die Serben mit den Fans im Rücken nicht nur eine reelle, sondern eine gute Chance das Finale zuerreichen.

Wettquoten (Serbien – Kroatien):

  • Sieg Serbien –> 2.50 bei bwin
  • Remis –> 8.40 bei betsson
  • Sieg Kroatien –> 2.09 bei betsson

 

Uns erwarten zwei sehr aufregende und spannende Duelle im Halbfinale der Handball EM 2012 in Serbien. Geht der serbische Traum gegen die Kroaten weiter oder sind Ivano Balic und co. der Spielverderber in diesem serbischen Wintermärchen. Schaffen es die Dänen mit dem vierten Sieg ins Folge ins Finale oder bleiben die Spanier weiterhin ungeschlagen und damit der Turnierfavorit. All diese Fragen werden morgen Abend beantwortet werden. Abschließend habe ich noch die Quoten von bwin für den Europameister hier aufgelistet.

Wer wird Handball Europameister 2012?

  • Spanien –> 2.75
  • Kroatien –> 3.00
  • Dänemark –> 4.50
  • Serbien –> 4.75

 

26. Januar 2012 / marcel - Kategorie: Sport-Wetten

Michael Haass (Deutschland)

Deutschland – Polen – 25.01.12 – Zwischenrunde 3.Spieltag – Anwurf: 16.15 in Belgrad (Serbien) – Endergebnis 32:33

Es ist das erwünschte Endspiel für die deutsche Handballnationalmannschaft. Man hat die Chance mit einem Sieg gegen Polen den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen und damit für eine Riesenüberraschung zu sorgen. Verlierern die Deutschen dieses Spiel allerdings haben die Polen gute Chancen auf das Halbfinale, sofern die Mazedonier nicht gegen Gastgeber und Gruppensieger Serbien gewinnen. Deutschland hat es also nach der Niederlage gegen Dänemark zum zweiten Mal in eigener Hand den Sprung unter die letzten Vier und damit auch den Sprung zu den vorolympischen Qualifikationsturnieren zu schaffen. Es fehlt noch ein Sieg gegen den machbaren Gegner Polen. Die Buchmacher sehen die Deutschen zum ersten Mal nach der Auftaktniederlage gegen Tschechien als Favoriten, was man aufgrund der bisherigen Leistungen beider Mannschaften auch verstehen kann. Die Polen schrammten gegen die Schweden nach toller Aufholjagd nur knapp an einer Niederlage vorbei und hatten gestern gegen Mazedonien praktisch nicht den Hauch einer Chance, während die Deutschen die Dänen gestern zum Sieg einluden und kläglich und unnötig die erste Chance auf ein Weiterkommen verschenkten. Nun kommt es also zum Endspiel, in dem es für beide Mannschaften um den Einzug in die Top 4 geht, was für beide Mannschaften ein ebenso großer Erfolg wäre.

 

Deutschland

Viele Sportbegeisterte und Handballfans saßen gestern vor ihrem Fernsehern und wurden fast verrückt, ob der schwachen Leistung der Deutschen. Mehrmals hatte man die Chance sich in das Spiel zurückzubeißen, doch immer wieder wurden klare Chancen, teils kläglich vergeben. Das Angriffsspiel wirkte viel zu statisch. Vor allem der schwache Hens zeigte erneut keine gute Leistung. Man versucht gegen die Dänen viel zu viel aus dem Rückraum. Immer das selbe Spiel, kurze Kreuzung und einer aus dem Rückraum wirft aufs Tor. Leider waren weder die Würfe noch die Vorbereitungen so, dass man die Dänen wirklich hätte gefährden können. Das Spiel an den Kreis wurde mal wieder vollkommen vernachlässigt und auch die Außenspieler bekamen viel zu wenige Chancen ihr großes Können unter Beweis zu stellen. Auch in der Deckung klappte längst nicht alles. Zwar schaltete man den Topstar Mikkel Hansen gut aus, aber gegen die Außenspieler war dennoch wenig Kraut gewachsen. Zudem gab es viel zu viele leichte Ballverluste oder schlechte Torabschlüsse, die zu leichten Toren per Tempogegenstoß für die Dänen führten. Es wäre in diesem Spiel deutlich mehr drin gewesen. Die Chance war da, schon im ersten Versuch sich fürs Halbfinale zu qualifizieren und damit ohen Druck gegen die Polen spielen zu können. So stehen die Deutschen nun gegen den Finalgegner bei der WM 2007 Polen vor einer Alles-Oder-Nichts Aufgabe. Verliert man das Spiel ist man raus, gewinnt man das Spiel steht man im Halbfinale. Bei einem Remis müsste man auf die anderen Konkurrenten wie Dänemark und Mazedonien warten. Gegen die Polen wird es vor allem wichtig sein, dass die Außenspieler ins Spiel gebracht werden. Die polnische Deckung kann sich auf die Rückraumschützen gut einstellen, so dass man immer wieder den Weg zum Rechtsaußen Groetzki und Linksaußen Gensheimer suchen und finden muss. Zudem muss die Waffe “Kreisläufer” mehr eingebunden werden. Spielt man erneut so statisch und versucht alles mit Wurfgewalt aus dem Rückraum, sehe ich wenige Chancen gegen die Polen. Vor allem müssen die Deutschen von Anfang an da sein. Die Polen lagen in den vorangegangenen beiden Spielen zur Halbzeit mit 11 oder 6 Toren hinten. Wenn die Deutschen gleich Druck machen, bekommen die Polen Probleme und es droht für sie erneut ein hoher Rückstand. In der Deckung müssen die Deutschen vor allem auf den wurfgewaltigen Löwen Karol Bielecki aufpassen, der den Ball auch aus 10m ins Tor hauen kann. Zudem muss die Deckung kompakt stehen, da die Polen immer wieder über ihren bulligen Kreisläufer Jurecki spielen. Wenn es die Deutschen schaffen, die Ballverluste zu minimieren und das Angriffsspiel flexibler und variabler zu gestalten, sehe ich sehr gute Chancen für die Deutschen, da man im Turnierverlauf bisher einen besseren Eindruck hinterlassen konnte als die Polen.

Formcheck Deutschland:

  • Niederlage vs. Dänemark 26-28
  • Remis vs. Serbien 21-21
  • Sieg vs. Schweden 29-24
  • Sieg vs. Mazedonien 24-23
  • Niederlage vs. Tschechien 24-27

 

Polen

Die Polen sind bislang eine der Unkonstanten beim diesem EM Turnier. In der Vorrunde gewann man noch gegen die Dänen und es gab einen Kantersieg gegen die Slowakei. Nur gegen Gastgeber verlor man relativ deutlich mit 4 Toren Differenz. Man ging mit 2 Pluspunkten in die Zwischenrunde und erkämpfte sich gegen Schweden noch ein 29-29, nachdem man zur Halbzeit bereits mit 9-20 hinten lag und auch kurz vor Schluss noch deutlich hinten war. Gestern gegen Mazedonien zeigte man die schwächste Turnierleistung. Man hatte gegen Kiril Lazarov und co. praktisch über 60min gesehen keine wirkliche Chance, so dass man am Ende das Spiel völlig verdient mit 2 Toren Unterschied verlor. Die Polen haben somit also nur noch Außenseiterchancen im Kampf um das Halbfinale. Sie brauchen einen Sieg gegen Deutschland und müssen gleichzeitig auf Siege der Serben gegen Mazedonien und der Schweden gegen die Dänen hoffen. Nur dann würde es noch reichen um unter die Top 4 einzuziehen. Star des Teams ist Karol Bielecki. Der Spieler von den Rhein-Neckar Löwen ist auf seiner Position einer der besten Shooter in der gesamten Bundesliga und ist immer wieder für viele einfache Tore gut. Neben Bielecki stehen mit Jaszka (Berlin), Lijewski (Rhein-Neckar Löwen), Bartosz Jurecki (SC Magdeburg) und Thomas Tluszynski (Lübbecke) 4 weitere Bundesliga-Legionäre im Kader des Teams von Bogdan Wenta. Zudem kommt Mariusz Jurkiewicz, der in Spanien bei Athletico Madrid sein Geld verdient. Ansonsten spielen alle Polen in der Heimat, vorwiegend natürlich bei der Ausnahmemannschaft Vive Kielce, die ebenfalls von Bogdan Wenta trainiert wird. Der Championsleague Teilnehmer stellt damit weitere 4 Spieler des Kaders. Aupfassen müssen die Deutschen zudem auf den guten Werfer Michal Jurecki und die beiden über 2m Männer Kwiatkowski und Skrzypak, die beide eine unglaubliche Gewalt und Physis an den Tag legen können. Vor allem gegen Schweden und Mazedonien zeigte man in der Deckung große Schwierigkeiten. Man bekam weder den mazedonischen Star Kiril Lazarov noch den schwedischen Shooter Ekdahl du Rietz in den Griff. Auch die Anspielen an den Kreis konnten schlecht verhindert werden, so dass die Deutschen viel Druck auf die schwache Abwehrreihe der Polen machen müssen. Die Polen erlauben sich außerdem viele Ballverluste, die dem Gegner leichte Tore ermöglichen. Insgesamt sind die Polen also ein absolut schlagbarer Gegner, vor allem in Anbetracht der letzten Leistungen und Ergebnisse, die nun wirklich keine Angst bei den Deutschen herovrrufen sollten.

Formcheck Polen:

  • Niederlage vs. Mazedonien 25-27
  • Remis vs. Schweden 29-29
  • Sieg vs. Dänemark 27-26
  • Sieg vs. Slowakei 41-24
  • Niederlage vs. Serbien 18-22

 

Fazit: Die Chancen für die deutsche Handballnationalmannschaft stehen sehr gut. Mit Polen kommt ein absolut schlagbarer Gegner auf die Mannen von Martin Heuberger. Die Polen haben nur noch minimale Chancen auf ein Weiterkommen, was sie eventuell im Laufe des Duells ein wenig Konzentration und Motivation kosten könnte. Die Deutschen stehen bei einem Sieg im Halbfinale und könnten von keiner anderen Mannschaft mehr verdrängt werden. Spielerisch gesehen müssen sich die Deutschen aber deutlich steigern im Vergleich zur Niederlage gegen Dänemark. Man muss vor allem im Angriff den Ball besser bewegen, nicht so viele technische Fehler machen, die zu Ballverlusten und Tempogegenstößten führen. Außerdem wird es ganz wichtig sein, dass nicht nur der Rückraum sondern auch die sehr starken Außenspieler und der Kreisläufer ins Spiel einbezogen wird. Die Polen sind nicht dafür bekannt, dass sie einen außerordentlich guten Mittelblock und eine gute Abwehrreihe haben. Gegen Schweden fing man in einer Halbzeit 20 Gegentore und gegen Mazedonien ebenfalls 18. Die Deutschen müssen das Tempo kontrollieren und immer wieder Profit schlagen aus den vielen Ballverlusten, die die Polen selbst im Angriff machen. Zusammengefasst ist also zu sagen, dass die Deutschen zurecht als Favorit in dieses Spiel gehen. Polen ist schlagbar. Man muss sich nur deutlich steigern gegenüber dem letzten Spiel, dann dürften die unkonstanten Polen ihre Probleme sowohl offensiv als auch defensiv bekommen. Daher würde ich einen Sieg der Deutschen tippen und das ohne durch die Nationenbrille zu schauen.

Wettquote (Deutschland – Polen):

 

Weitere Informationen und den detaillierten Spielplan der Europameisterschaft 2012 in Serbien gibt es auf wettbasis.com, genauer hier: Handball EM 2012

 

24. Januar 2012 / marcel - Kategorie: Sport-Wetten

Fans von Marokko

Marokko – Tunesien – 23.01.12 – Anstoß: 20.00 in Libreville (Gabun) – Endergebnis 1:2

In der Vorrunde des Afrika Cups in Gruppe C kommt es oftmals zu Duellen der absoluten Underdogs gegen den hohen Favoriten. In diesem Duell zwischen den beiden Nordafrikanern Marokko und Tunesien ist es ein bisschen anders. Beide Teams wollen in die nächste Runde und gerade die stark besetzten Marokkaner wollen bei diesem Afrika Cup eine sehr gute Rolle spielen. Sowohl die Tunesier als auch die Marokkaner sind mit vielen Europalegionären angereist, die teils sogar in europäischen Spitzenteams regelmäßig spielen. In der Hauptstadt des Ausrichters Gabun kommt es nun also auch zum Trainerduell zwischen dem ehemaligen tunesischen Nationalspieler Sami Trabelsi und dem ehemaligen Bundesliga Trainer Erik Gerets, der Marokko zu diesem Afrika Cups führen wird. Uns erwartet also ein spannendes Spiel und vor allem ein Spiel, was aufgrund der Europa-Legionäre und der Fußballbegeisterung innerhalb des Landes auf einem höheren Niveau asgetragen werden sollte als die bisherigen Spiele beim Afrika-Cup 2012.

 

Marokko

Die Mannschaft vom belgischen Trainer Erik Gerets ist ein Mitfavorit auf den Titel in diesem Jahr. In der Qualifikation setzte man sich auf Platz 1 durch und ließ sowohl Zentralafrika als auch WM-Teilnehmer Algerien hinter sich. Die Löwen vom Atlas (Spitzname der Marokkaner) wollen nach zuletzt schwachen Leistungen beim Afrika Cup endlich wieder mal etwas erreichen. Vor 2 Jahren inAngola war man nicht mal dabei, in den Jahren 2006 und 2008 scheiterte man jeweils überraschend und enttäuschend bereits in der Vorrunde. Die letzte gute Platzierung datiert aus dem Jahre 2002, wo man erst im Finale ausgerechnet dem damaligen Gastgeber und auch morgigen Gegner Tunesien verlor und sich mit dem zweiten Platz begnügen musste. Die Nordafrikaner waren trotzdem schon einmal Afrikameister und zwar im Jahr 1976. Die marokkanische Fußballnationalmannschaft nahm zudem bereits 4mal an einer WM teil und ist damit eine der erfahrensten afrikanischen Nationen in dieser Hinsicht. Momentan steht man auf Platz 62 in der FIFA-Weltrangliste. Star des Teams ist ohne Frage Stürmer Marouane Chamakh, der in der letzten Saison von Girodins Bordeaux zum englischen Spitzenklub Arsenal London wechselte. Neben dem Stürmerstar hat Erik Gerets aber auch andere Spieler zur Verfügung, die ihr Geld in Europa verdienen. Besonders hervorzuheb sind dabei Abwehrchef Mehdi Benatia von Udinese Calcio, die beiden großen Mittelfeldtalente Adel Taarabt (Tottenham Hotspurs) und Younes Belhanda (Montpellier SC) sowie die beiden Mittelfelspieler Mbark Boussoufa und Mehdi-Carcela vom russischen Klub Anzhi Machkachhala. Auch ein Spieler aus der Bundesliga steht im Kader von Erik Gerets. Der Augsburger Keeper Mohamed Amsif, der am Ende der Rückrunde gute Spiele für den Aufsteiger machte, wird jedoch aller Voraussicht nach nicht im Tor stehen, sondern durch den Routinier Nadir Lamyaghri ersetzt werden. Die Marokkaner haben sicherlich die Stärken in der Offensive. Gerets hat im Sturm die Qual der Wahl und wird sich wohl für Chamakh und Assaidi entscheiden, womit man noch gute Joker auf der Bank hat. Aus dem Mittelfeld werden Boussoufa, Mehdi Carcela, Taraabt und Belhanda die Fäden ziehen, während die Abwehr zumindest von den Namen nicht so gut besetzt ist, wie die übrigen Mannschaftsteile.

Formcheck Marokko:

  • Sieg vs. Tansania 3-1
  • Remis @Zentralafrika 0-0
  • Sieg @Senegal 2-0
  • Sieg vs. Algerien 4-0
  • Niederlage @Algerien 0-1

 

Tunesien

Der tunesische Fußball befindet sich momentan in einer schwierigen Phase. Doch aufgrund der immer noch anhaltenden Spannungen in Tunesien ist dies auch kein großes Wunder. Viele Gesellschaftler und Sportler haben momentan andere Sorgen als Fußball,weshalb man den Einbruch in den vergangenen Jahren sicher etwas zurechtrücken kann. 2004 wurde man im eigenen Land noch Afrikameister, danach schaffte man es nicht mehr weiter als ins Viertelfinale. Vor 2 Jahren in Angola war nach schwachen Leistungen sogar schon in der Vorrunde Schluss. Die Tunesier waren wie die Marokkaner schon 4mal für eine Weltmeisterschaft qualfiziert und stehen momentan knapp vor dem Gegner auf Platz 59 in der Weltrangliste. Die Qualifikation für diesen Afrika-Cup verlief jedoch alles andere als erfolgreich. Erst im letzten Spiel qualifizierte man sich durch den Sieg gegen Togo für das kontinentale Event des Jahres. Trotzdem qualfizierte man sich nur auf Platz 2 hinter der Überraschungsmannschaft aus Botswana. Seit nun mehr knapp einem Jahr ist der ehemalige tunesische Abwehranationalspieler Trabelsi der neue Nationalcoach. Trotz der Qualifikation ist er immer noch nicht unumstritten in seinem Heimatland und bei einem erneuten Scheitern beim Afrika Cup müsste er seinen Posten womöglich schon wieder räumen. Die großen Namen haben die Tunesier nicht mehr in ihren Reihen. Der Kader beinhaltet keine Stars, sondern ein ausgeglichenes Kollektiv mit vielen guten Rollenspielern, die teils im Ausland aber auch noch in der Heimat spielen. Immerhin spielen noch satte 11 Spieler in der tunesischen Liga, die allerdings eine der besten in Afrika ist. Der bekannteste Spieler der Nordafrikaner ist vielleicht Karim Haggui von Hannover 96, der die Abwehr zusammenhält und das Aufbauspiel ankurbelt. Neben Haggui stehen mit Sami Allagui (FSC Mainz 05) und Ammer Jemmal (1.FC Köln) 2 weitere Bundesligalegionäre im Kader der Tunesier. Große Hoffnungnen wurden vor dem Turnier auf den Stürmer Isamm Jemma von AJ Auxerre gesetzt, der zuletzt bei den Länderspielen immer gute Leistungen brachte. Doch aufgrund einer Verletzung fällt der Spieler wohl noch aus und wird erst wenn alles gut läuft im zweiten Vorrundenspiel mitwirken können. Ein wichtiger Mann im Mittelfeld ist Yassine Chikhaoui, der vor einigen Jahren auch auf den Wunschzettel einiger Spitzenklubs in Europa stand. Der offensive Mann wird das Spiel gestalten und versuchen die Stürmer Allagui oder Chermiti immer wieder in Szene zu setzen. Anders als bei den Marokkanern sehe ich die Vorteile der Tunesier in der Abwehrarbeit. Sie werden aus einer konsequenten und kompakten Defensive das Spiel ruhig angehen lassen und auf Konter über ihre schnellen Spieler setzen. Ich kann mir vorstellen, dass die Tunesier Probleme bekommen werden, wenn sie das Spiel selbst gestalten müssen, was man auch in der Qualfikation für dieses Turnier bereits eindrucksvoll erkennen konnte.

Formcheck Tunesien:

  • Niederlage vs. Elfenbeinküste 0-2
  • Sieg vs. Sudan 3-0
  • Niederlage @Algerien 0-1
  • Sieg vs. Togo 2-0
  • Remis @Malawi 0-0

 

Fazit: Es ist wohl das Spitzenspiel des ersten Vorrundenspieltages beim Afrika Cup. Die beiden nördlichsten Teilnehmer vom schwarzen Kontinent treffen in der Hauptstadt Gabuns Libreville aufeinander. Während man die Tunesier eigentlich in den letzten Jahren immer auf der Rechnung haben musste, haben sie in diesem Jahr wohl nicht mehr das Potential ganz oben mitzuspielen. In der Qualifikation offenbarte man gegen unbekannte Mannschaften wie Malawi oder Botswana große Probleme und konnte sich nur mit viel Glück für diese Endrunde qualfizieren. In der Offensive zeigte man zwar gute Ansätze, aber zumeist nur dann, wenn der Gegner ihnen viel Platz ließ zum kontern. Im eigenen Aufbauspiel gibt es viele unnötige Fehler, die auch immer wieder zu Chancen für den Gegner führen. Allein vom Kader her hingegen sind die Marokkaner für mich einer der Topfavoriten auf den Titel. Der belgische Trainerfuchs Erik Gerets baut auf viele Europalegionäre, die wie Chamakh (Arsenal) oder Mehdi Benatia (Udinese) sogar bei großen Vereinen spielen. Im Mittelfeld werden die Marokkaner mit Belhanda, Taarabt und Boussoufa einen großen Vorteil haben, so dass man erwarten kann, dass Marokko das Spiel dominieren wird und ballbesitztechnisch auch kontrollieren wird. Nutzen die Marokkaner ihre Chancen und spielen offensiven Fußball, dann werde sie von den Tunesiern schwer zu schlagen sein. Schaffen es die Tunesier allerdings das Tempo niedrig zu halten und in der Abwehr kompakt zu stehen, so steigt mit Dauer des Spiels die Möglichkeit durch einen Konter das Spiel zu gewinnen. Dennoch sehe ich die Marokkaner, nicht nur in diesem Spiel, als großen Favoriten.

Wettquoten (Marokko – Tunesien):

23. Januar 2012 / marcel - Kategorie: Afrika Cup Wetten

Haass - Glandorf (Deutschland)

Deutschland – Serbien – 21.01.12 – Anwurf: 20.15 in Belgrad (Serbien) - Endergebnis 21:21

Wer hätte das vor Beginn der EM gedacht? Sowohl die Deutschen als auch die Serben gehen mit 4-0 Punkten in die Hauptrunden und stehen damit auf Platz 1 und 2 der Hauptrundengruppe I. Beide Teams haben gute Chancen sich für das Halbfinale zu qualfizieren und damit auch alle Möglichkeiten sich doch noch nachträglich für Olympia zu qualifizieren. Deutschland gewann nach der peinlichen Auftaktniederlage gegen Tschechien die beiden darauffolgenden Partien gegen die aggressiven Mazedonier und auch mit einer sehr starken Leistung gegen den Gruppenfavoriten aus Schweden. Die Serben haben bislang ähnlich überrascht. Mit Hilfe der vielen, lauten und vor allem frenetischen Fans konnten sie die ersten beiden Spiele gegen Polen und auch Dänemark gewinnen. Das letzte Spiel wurde nach enttäuschender Leistung gegen Underdog Slowakei mit einem 21-21 mehr oder weniger abgeschenkt. Der Sieger der heutigen Begegnung ist auf dem allerbesten Wege in Richtung Halbfinale und wird die Top 4 kaum noch verspielen können. Das Spiel heute Abend findet zum ersten Mal für die Serben in der 20.000 umfassenden Belgrader Halle statt. Sprich es werden noch mehr Serben vor Ort sein, die ihr Team gegen die Deutschen zum Sieg schreien wollen. Die Buchmacher sehen den Lokalmatadoren als klaren Favorit in dieser Begegnung. Aufgrund der bisher gezeigten Leistungen stimme ich mit dem voll ein, doch bei diesem ungewöhnlichen Turnier, wo selbst die beiden Titelfavoriten Frankreich und Dänemark ohne Punkte in die Zwischenrunde kommen, scheint dieses Jahr alles möglich.

 

Deutschland

Die Deutschen scheinen sich gefangen zu haben. Was wurde nicht alles nach der Auftaktniederlage gegen die Tschechen spekuliert? Das ganze langfristige System der HBL und des DHB wurden infrage gestellt und stark kritisiert. Die Experten, der Bundestrainer und vor allem die Anhänger gingen mit ihren Spielern hart ins Gericht. Das Selbstvertrauen schien von jetzt auf den anderen Moment vollkommen weg. Doch dann kam das Spiel gegen Mazedonien, was zwar alles andere als hochklassig war, aber unglaublich wichtig einen Neuanfang im Turnier zu starten. Man gewann das Spiel nach großen Kampf und mit viel Leidenschaft gegen die ganze Halle und den mazedonischen Weltklassetorschützen Kiril Lazarov mit einem Tor Unterschied und hatte es wieder in eigener Hand im letzten Spiel gegen die Schweden in die Hauptrunde einzuziehen. Nach der stärksten Halbzeit, die ich seit langem von den Deutschen gesehen haben führte man bereits 20-15. Diesen Vorsprung gab man gegen die eigentlichen spielstarken Schweden nicht mehr her, so dass man den Einzug in die Hauptrunde perfekt machte. Durch die Niederlage der Tschechen gegen Mazedonien geht man nun sogar mit der maximalen Punkteausbeute von 4-0 Punkten in die Hauptrunde. Das Spiel gegen die Serben wird nun allerdings das bisher schwerste. Die Serben haben nicht nur wie Mazedonien die gesamte Halle hinter sich, sondern eine ganze Nation und dazu auch noch sehr viel Qualität in ihren Reihen. Deutschland muss wie im Spiel gegen Schweden versuchen, variabel im Angriff zu spielen. Die starken Außenspieler Gensheimer, Groetzki oder auch Sprenger/Klein müssen angespielt werden, vor allem die Zange der Berliner Füchse Gensheimer/Groetzki kann diese Anspiele zumeist sehr hochprozentig verwerten. Zudem müssen die Deutschen sehen, dass sie ihren Kreisläufer ins Spiel bekommen. Ob Theuerkauf oder Wiencek beide haben die Qualität den Ball zu verarbeiten und zu verwerten, auch wenn dies bisher fast noch gar nicht geklappt hat. Aus dem Rückraum müssen sowohl Kaufmann, als auch Glandorf, Haaß und Christophersen ihre Form finden. Vor allem Kaufmann zeigt bisher eine gute Leistung im Turnier und konnte Pascal Hens aus der Startsechs verdrängen. Deutschland muss das Tempo kontrollieren und von Anfang an die Halle etwas aus dem Spiel nehmen. Wenn man den Serben auf dem Parkett und in der Halle gleich von Anfang an zeigt, dass man mithalten kann und will, werden die Serben auch etwas ruhiger und nervöser werden. Deutschland braucht einen guten Start, um wie gegen Schweden Selbstvertrauen zu tanken und das Spiel mit einer guten Stimmung anzugehen. Zudem muss man darauf achten, dass das Spiel nicht zu schnell wird und man sich zu viele einfache Ballverluste erlaubt. Hält man die Turnovers in Grenzen und trifft ähnlich hochprozentig, dann scheint auch ein Sieg nicht mehr utopisch, da auch die Serben vor allem im dritten Spiel zeitweise Schwierigkeiten offenbarten.

Formcheck Deutschland:

  • Sieg vs. Schweden 29-24
  • Sieg vs. Mazedonien 24-23
  • Niederlage vs. Tschechien 24-27
  • Niederlage vs. Ungarn 21-22
  • Sieg vs. Ungarn 36-33

 

Serbien

Die Serben wurden zwar stark erwartet, doch dass man sowohl gegen Turnierfavoriten Dänemark als auch gegen Polen gewinnen würde, haben wohl nur die größten Optimisten erwartet. Die Euphorie im ehemaligen Jugoslawien ist riesengroß. Seit Jahren hat man mal wieder ein Topevent vor der Tür und die Mannschaft scheint in der Lage großes zu erreichen. Ebenso wie die Deutschen gehen auch die Serben mit 4-0 Punkten in die Zwischenrunde und wollen heute Abend einen großen Schritt Richtung Halbfinale gehen. Mit einem Sieg stehen die Chancen sehr gut, nicht nur unter die Top4 zu kommen, sondern auch nach London bzw. zum Qualiturnier für London zu fahren. Die Serben haben gerade im Rückraum sehr wurfgewaltige Spieler und Spieler von hoher Qualität. Die beiden wohl besten Shooter im Rückraum sind Mormir Ilic vom THW Kiel und Marko Vujin, der momentan beim ungarischen Champions-League Teilnehmer Vesprzem BK sein Geld verdient. Neben Ilic stehen mit Sesum (Rhein-Neckar Löwen), Momir Rnic (Göppingen) und Vuckovic (Melsungen) drei weitere Deutschland-Legionäre im Kader. Zudem muss man auf die torgefährlichen Außenspieler Ivan Nickevic und Prodanovic aufpassen, die in 2 von 3 Spielen bisher auch die Toptorschützen ihrer Mannschaft waren. Im Tor haben die Serben bislang einen absoluten Weltklassetorhüter. Darko Stanic, der seine Brötchen in Mazedonien verdient, hält bislang 46% der Bälle, die aufs Tor gehen, was dem besten Wert bei dieser WM entspricht. Die Serben sind zudem sehr geschlossen, haben eine super Stimmung im Team, motivieren sich immer wieder selbst und wollen alle zusammen möglichst weit kommen bei dieser Heim-Europameisterschaft. Spielt man allerdings so wie gegen Slowakei im letzten Gruppenspiel, brauchen die Deutschen keine Angst haben. Allerdings muss man dies ein wenig abwegen, da der Trainer der Serben Veselin Vukovic vieler seiner Stammkräfte im letzten Spiel schonte und nur wenig Spielzeit gab. In den ersten beiden Spielen hat man gesehen, was die Serben für ein unglaubliches Potential haben und wie sie zusammen mit der Halle weit über sich hinauswachsen können.

Formcheck Serbien:

  • Remis vs. Slowakei 21-21
  • Sieg vs. Dänemark 24-22
  • Sieg vs. Polen 22-18
  • Sieg vs. Tschechien 26-21
  • Sieg vs. Tschechien 31-23

 

Fazit: Der Tabellenerste der Zwischenrundengruppe Deutschland trifft auf den Tabellenzweiten der Zwischenrundenguppe Serbien. Beide Mannschaften haben die maximale Punkteausbeute von 4-0 und sind auf einem sehr guten Weg in Richtung Halbfinale. Für das heutige Spiel ist Serbien der haushohe Favorit, da man gegen die Geheimfavoriten Polen und Dänemark sehr starke Leistungen vor allem im Deckungsbereich zeigte und beide Spiele gewinnen konnte. Das Spiel gegen die Slowakei sollte man nicht überbewerten, da es um absolut gar nichts mehr ging. Während die Serben vom ersten Spiel an voll da waren, mussten die Deutschen sich erst in dieses Turnier reinkämpfen. Der Niederlage gegen die Tschechien, die im Nachhinein völlig unwichtig war, war der Weckruf für die deutschen Spieler. Gegen Mazedonien spielte man und kämpfte schon besser, gegen die Schweden im letzten Spiel zeigte man, dass man nicht zu unterschätzen ist. Die Mannschaft, die weniger Ballverluste verzeichnet, die zu einfachen Toren führt, wird meiner Meinung nach das Spiel gewinnen. Im Angriffsspiel haben die Deutschen meiner Meinung nach einen kleinen Vorteil. In der Deckung jedoch sind die Serben (21,22,18 gegentore bisher) sehr stark und greifen bzw. packen gerne hart zu. Vom Potential her ist es eine ausgeglichene Partie, allerdings ist der Heimvorteil in Serbien, in Belgrad ein wirklicher Vorteil. Doch die Deutschen haben gegen Mazedonien schonmal bewiesen, dass sie eine solche Atmosphäre noch mehr motiviert und dass man gegen die Halle durchaus bestehen kann.

Wettquoten (Deutschland-Serbien):

  • Sieg Deutschland –> 3.55 bei expekt
  • Remis –> 10.00 bei bwin
  • Sieg Serbien –> 1.55 bei unibet

21. Januar 2012 / marcel - Kategorie: Sport-Wetten

Lars Kaufmann

Deutschland – Schweden – 19.01.12 – Anwurf: 18.15 in Nis (Serbien)

Update: Ergebnis: 29-24

Nach der Niederlage im ersten Spiel gegen Tschechien und dem Zittersieg gestern gegen Mazedonien geht es morgen für die deutsche Handball-Nationalmannschaft um alles oder nix. Um sicher zu gehen, das man in die Hauptrunde aufsteigt, muss ein Sieg gegen Schweden her. Auch ein Unentschieden würde bereits zum Weiterkommen reichen, da man den direkten Vergleich gegen Mazedonien gewinnen konnte. Bei einer Niederlage müssten die Deutschen weiter zitten und hoffen, dass am späten Abend die Tschechen gegen Mazedonien gewinnen. Auch dann wäre Deutschland eine Runde weiter, allerdings ohne Chancen auf den Einzug ins Halbfinale, da man ohne Punkte in die Zwischenrunde gehen würde. Das beste Szenario wäre ein Sieg gegen Schweden und eine Niederlage der Tschechen gegen Mazedonien. Bei diesen beiden Ergebnissen würde Deutschland als Gruppenerster in die Zwischenrunde einziehen und die Höchstpuntkzahl von 4 Punkten mit in die Hauprunde nehmen, so dass die Niederlage gegen die Tschechen zum Auftakt völlig bedeutungslos wäre. Doch nach den bisherigen Leistungen der Deutschen ist nur sehr schwer dran zu glauben, dass man gegen den stärksten Gegner in der Gruppe Schweden einen Sieg einfahren kann. Auch für die Schweden geht es noch um viel. Mit einem Sieg gehen sie auf jeden Fall als Gruppenerster in die Zwischenrunde und nehmen minimal 3 und maximal 4 Punkte mit und hätten somit eine gute Ausgangsbilanz für die Hauptrunde.

 

Deutschland

Selten haben sich die deutschen Handballer über einen Sieg so gefreut, wie gestern gegen Mazedonien. Ein Sieg gegen einen Handballzwerg Mazedonien, der seit 14 Jahren nicht mehr bei einer Europameisterschaft dabei war, sollte eigentlich als selbstverständlich für den Handball-Weltmeister 2007 angesehen werden, doch Deutschland mühte sich letztendlich mit viel Kampf und Leidenschaft zu einem 24-23 Zittersieg. Doch, die Art und Weise, wie man das Spiel gewinnen konnte, war egal. 2 Punkte sind auf dem Konto der Deutschen und sie haben zumindest die kleine Chance gewahrt, sich doch noch für Olympia zu qualifizieren. Bei einer Niederlage wäre man raus gewesen und hätte einen kompletten Neuanfang starten müssen. Trotzdem steht man nun auch gegen Schweden enorm unter Druck und muss das Spiel gewinnen. Doch um einen Sieg gegen Schweden landen zu, müssen sich alle Deutschen um fast 100% steigern. Das was bisher gezeigt wurde, grenzte fast an Versagen, auch wenn zumindest gegen Mazedonien der Kampf und die Leidenschaft zu sehen war. Insgesamt unterlaufen den Deutschen viel zu viele Ballverluste, die zu einfachen Toren für die Gegner führen. Zudem ist der Angriff zu leicht auszurechnen. Zumeist geht es nur über die halben Lars Kaufmann und Holger Glandorf, die mit Abstand am meisten Würfe nehmen. Über den Kreis geht bei diesem Turnier noch gar nix. Die Kreisläufer Theuerkauf und Wiencek werden nicht angespielt und haben somit auch kaum Chancen sich auszuzeichnen. Auch über die eigentlich stark besetzten Außenpositionen geht zu wenig. Einzig über Tempogegenstöße konnten Klein, Gensheimer, Groetzki und co. für Tore sorgen. Der einzige Mannschaftsteil, der in beiden Spielen einigermaßen funktionierte, aber trotzdem noch viel Potential nach oben hat, ist die Abwehr um den Mittelblock Roggisch/Haaß. Mazedonien hielt man mit dieser Abwehr auf 23 Toren, nur mit den ständigen Anspielen auf die Kreisposition hatte man große Probleme. Die Mazedonier verfolgten andauern das gleiche Schema. Eine lange Kreuzung, Ball zu Kiril Lazarov, der sucht den Abschluss oder findet mit einem genialen Anspiel den stämmigen Kreisläufer, der zugegebenermaßen hochprozentig traf. Gegen die Schweden muss vor allem der Torwart wieder einen Sahnetag erwischen und man muss versuchen, durch Ballgewinne leichte Tore über den Tempogegenstoß zu erzielen. Aufpassen müssen die Deutschen vor allem auf den verhältnismäßigen großen Rechtsaußen Niklas Ekberg, der bislang die Torschützenliste der EM anführt. Zudem mus man die Wegen von Linkshänder Kim Andersson und dem Mittelmann Jonas Larhölm einengen, da beide aus dem Rückraum sehr torgefährlich sind. Zudem muss man darauf achten, dass man die starken Torhüter der Schweden nicht warm wirft. Mit Johan Sjöstrand vom FC Barcelona und Andreas Palicka vom THW Kiel hat man gleich 2 absolute Weltklassetorhüter, die sehr schwer zu bezwingen sind.

Formcheck Deutschland:

  • Sieg vs. Mazedonien 24-23
  • Niederlage vs. Tschechien 24-27
  • Niederlage vs. Ungarn 21-22
  • Sieg vs. Ungarn 36-33
  • Niederlage vs. Spanien 23-27

 

Schweden

Die Schweden galten vor dem Start in die Gruppe B, als einzige Mannschaft, die den Deutschen hätte gefährlich werden können. Leider sieht die Realität oftmals anders aus. Im ersten Spiel bekamen die Schweden gleichmal aufgezeigt, wie frenetisch und vollzählig die mazedonischen Fans ihre Mannschaft unterstützen. Von Anfang an hatten die Schweden Probleme gegen die aggressiven Mazedonier, die die Fans sofort auf ihrer Seite hatten. Die Schweden produzierten so viele leichte Fehler, die zu einfachen Toren des Außenseiters führten. Das Spiel war sehr hektisch und am Ende rangen die Mazedonier den Schweden sogar ein Unentschieden ab. Mit dem Rückschlag im ersten Spiel ging es für die Mannschaft von Ola Lindgren und Staffan Olsson dann gestern gegen die siegreichen und selbstbewussten Tschechen. Die Schweden zeigten in diesem Spiel eine andere Leistung und machten relativ früh klar, dass man sich nicht nochmal den Schneid abkaufen lassen wollte. Vor allem die Außenspieler Ekberg und Lundström zeigten eine gute Leistung und führten die Tres Kronas zum verdienten Sieg. Mit 4 Punkten aus 2 Spielen stehen die Schweden nun also auf Platz 1 der Tabelle und haben es morgen in eigener Hand, sich für die Hauptrunde zu qualfizieren und auch noch mehrere Punkte mitzunehmen. Schweden hat Stärken im Tempospiel. Man versucht das Spiel immer schnell zu machen, öfter auch mal die schnelle Mitte einzustreuen. Gegen Mazedonien wurde ihnen dieses Tempo und die konsequierende Hektik zum Verhängnis. Gegen die Tschechen allerdings klappte das Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff allerdings schon sehr gut, so dass man den Gegner vor große Probleme stellte. Gegen Deutschland muss man vor allem dafür sorgen, dass man die bisher gezeigten Schwächen der Deutschen ausnutzt. Der gute Mittelmann Dalibor Doder und auch die halben Spieler Andersson und Larholm müssen den Kreisläufer immer wieder in Position bringen und somit den Deutschen Tore oder zumindest Zeitstrafen aufbrummen. In Überzahl hat man dann den großen Vorteil, dass man mit Lundström, Ekberg und noch anderen Akteuren Spieler hat, die sehr sicher und hochprozentig von den Außenpositionen treffen. Gelingt es den Schweden allerdings nicht den guten Mittelblock der Deutschen auszuspielen, werden sie Probleme bekommen und nicht immer die besten Optionen im Angriff bekommen.

Formcheck Schweden:

  • Sieg vs. Tschechien 33-29
  • Remis vs. Mazedonien 26-26
  • Niederlags vs. Russland 26-27
  • Sieg vs. Russland 27-19
  • Niederlage vs. Kroatien 19-24

 

Fazit: Schweden geht als Favorit in die Partie. Vor dem Turnier wären die Quoten für einen deutschen Sieg sicherlich niedriger gewesen, doch aufgrund der bisher schwachen Leistungen des DHB, kann man sie nur noch als Außenseiter sehen. Die Schweden haben schon 4 Punkte auf dem Konto und sind damit schon sicher in der Zwischenrunde. Doch trotzdem geht es für die Gelb-Blauen noch um sehr viel. Mit einem Sieg wollen sie mit der maximalen Punkteausbeute in die Zwischenrunde einziehen und sich somit alle Türen offen halten für ein mögliches Halbfinale. Für die Deutschen geht es dagegen um alles oder nichts. Auch wenn ein Weiterkomen mit einer Niederlage noch möglich wäre, so würden die Chancen auf die angestrebte Olympia Quali praktisch gen Null sinken. Eins steht auch fest. Die Deutschen haben gegen die starken Schweden nur eine Chance, wenn sie eine deutliche Leistungssteigerung vollziehen und sowohl in der Abwehr als auch vor allem in Angriff sich stark verbessert präsentieren. Das Potential in der deutschen Mannschaft ist zwar da, dennoch wurde es bislang nicht ausgeschöpft. Der Sieg gegen Mazedonien und die 4000 Fans in der Halle war sicherlich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Der Kampf war da und man konnte sich mit viel Leidenschaft in das Turnier reinbeißen. Der Sieg war sehr wichtig und das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl dürfte auch gestiegen sein. Dennoch geht man als Außenseiter in das Spiel gegen Schweden und hat wohl nur eine Chance , wenn bei den Deutschen alles passt und die Schweden etwas schwächeln. Beim letzten direkten Duell dieser beiden Mannschaften gab es auch einen Sieg für die Schweden. Beim Supercup, der Premiere von dem neuen Trainer Martin Heuberger, setzte es eine 22-25 Niederlage, wo vor allem der Angriff wie so oft große Probleme hatte gegen die kantigen aber gleichzeitig beweglichen Skandinavier.

Wettquoten Deutschland-Schweden:

  • Sieg Deutschland –> 2.50 bei bwin
  • Remis –> 9.00 bei bwin
  • Sieg Schweden –> 1.95 bei interwetten

Die Vorschau zur EM 2012 in Serbien kann man hier nachlesen:Handball EM 2012 Vorschau

Den News-Artikel und die Analyse zum ersten Spiel gegen Tschechien gibt es hier: Deutschland – Tschechien

18. Januar 2012 / marcel - Kategorie: Sport-Wetten

Deutschland – Tschechien – 15.01.12 Anwurf: 17.15 in Nis (Serbien) - Endergebnis 24:27

Gleich zum Auftakt der Handball-EM muss die deutsche Handballnationalmannschaft zu einem wichtigen Spiel antreten. Gerade bei großen Turnieren über zwei Wochen ist es wichtig für das Team mit einem Erolgserlebnis und damit dem nötigen Selbstvertrauen zu starten. Experte Stefan Kretzschmar brachte die Situation gut auf den Punkt. Gewinnt man dieses Spiel, geht man mit gutem Gewissen in die Partie gegen die vermeintlich schwächste Mannschaft aus Mazedonien und kann dort den Einzug in die nächste Runde perfekt machen. Verliert man allerdings gegen die Tschechen, steht man gegen Mazedonien nicht nur unter Druck, sondern auch vor dem Aus in der Vorrunde. Dennoch gilt Deutschland bei den Buchmachern als Favorit, doch auch die Tschechen sind nicht zu unterschätzen und haben vor allem in Spielern wie Filip Jicha, Jan Filip oder Daniel Kubes hervorragende EInzelspieler, die allesamt ihre Brötchen in Deutschland verdienen.

 

Deutschland

Wo sind sie hin die glorreichen Zeiten der deutschen Handballer? Weltmeister 2007 im eigenen Land, andere kontinentale Titel und gute Platzierungen bei Olympia. All diese guten Ergebnisse sind Vergangenheit. Bei dieser Europameisterschaft gilt es für das Team von Neutrainer und Brand-Nachfolger Martin Heuberger nicht um eine Medaille sondern einzig allein um die Qualifikation für eines der vorolympischen Qualifikationsturniere im April. Dazu muss die Mannschaft unter die besten Zwei Teams kommen, derer die noch nicht für Olympia oder die Qualiturniere qualifiziert sind. Das Ziel “Podium” auszugeben wäre auch absolut vermessen. Die deutschen Handballer sind weder in Form, noch haben sie die Qualität im Kader die großen europäischen Spitzenverbände aus Frankreich, Kroatien, Dänemark oder Spanien gefährlich zu werden. Dennoch gilt es im ersten Spiel gleich einen guten Start ins Turnier zu finden. Am heutigen Samstag strich Martin Heuberger den letzten Spieler aus dem Kader, so dass er die Möglichkeit hat, nach der Vorrunde einen verletzten Spieler auszutauschen. Spielmacher Martin Strobel fiel dieser Entscheidung zum Opfer. Der Lemgoer wird somit morgen nur in zivil oder Trainingsanzug auf der Tribüne sitzen. Ohnehin waren die Entscheidungen vom neuen Bundestrainer gewöhnungsbedürftig und durchaus mutig. Er setzt nach dem Cut von Strobel nur auf einen etatmäßigen Spielmacher mit Michael Haaß, der ab und an von dem Berliner Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen ersetzt werden kann. Am Kreis setzt der ehemalige Juniorentrainer auf Christoph Theuerkauf und das Talent Patrick Wienceck, der in der neuen Saison zum THW Kiel wechselt. Auch im Tor gab es eine Überraschung, denn Heuberger setzt auf lediglich 2 Keeper und hat damit auch keine Möglichkeit den dritten Torwart Martin Ziemer in der Vorrunde einzusetzen. Hoffnungsträger der deutschen Mannschaft ist Linksaußen Uwe Gensheimer, der zurzeit die Torschützenliste der Bundesliga anführt und der wohl talentierteste Linksaußen in Europa zu sein scheint. Doch auch im Rückraum regiert vor allem die Erfahrung bei den Deutschen. Hens und Glandorf auf den halben Positionen spielen seit knapp 10 Jahren in der Nationalmannschaft und haben alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Gerade von “Pommes” Hens wird viel erwartet, da man ihm zutraut eine Führungsrolle in der Mannschaft zu übernehmen. Auf der Rechtsaußenposition hofft Heuberger wieder auf Christian Sprenger zählen zu können. Der Kieler beklagte sich zuletzt über Verletzungsprobleme, scheint aber rechtzeitig zum Auftakt wieder fit zu werden. Die Abwehr der Deutschen muss vor allem auf Filip Jicha aufpassen. Der zurzeit beste Rückraumspieler in der Bundesliga strahlt immer Gefahr aus und ist immer für 10+ Tore, vor allem leichte Tore gut. Der Mittelblock, bestehend aus Abwehrass Oli Roggisch und Michael Haaß werden versuchen müssen, ihn früh aufzunehmen und ihn somit nicht in den Rhythmus kommen zu lassen. Aufgrund des straffen Spielplans in der Bundesliga gab es kaum Möglichkeiten, Testspiele vor der EM zu planen. Am letzten Wochenende spielte man zwei mal gegen EM-Teilnehmer Ungarn, gewann am ersten Tag und verlor nach schwacher Leistung am zweiten Tag.

Formcheck Deutschland:

  • Niederlage vs. Ungarn 21-22
  • Sieg vs. Ungarn 36-33
  • Niederlage vs. Spanien 23-27
  • Niederlage vs. Schweden 22-25
  • Niederlage vs. Dänemark 26-29

 

Tschechien

Für die Tschechen ist es ein Erfolg bei der Europameisterschaft dabei zu sein. In der Qualifikation setzte man sich hinter Norwegen als Gruppenzweiter vor den Griechen und den Holländern durch. Die Tschechen sind eine Mannschaft, die hauptsächlich von ihren Individualkönnern lebt. In der Abwehr hat man mit Daniel Kubes den Abwehrchef des THW Kiels im Mittelblock. Zusammen mit Filip Jicha (auch THW Kiel) ist die Abwehr, insbesondere der Mittelblock, das Prunkstück der Mannschaft. Im Angriff setzt man vor allem auf die Wurfkraft von Filip Jicha, der viele Freiheiten besitzt und selbstverständlicherweise auch die meisten Würfe nimmt. EIne weitere Stärke der Tschechen sind die Tempogegenstöße. Aus einer guten Abwehr heraus oder nach guten Paraden der starken Keeper Martin Galia (TV Großwallstadt) und Petr Stochl (Füchse Berlin) geht es schnell nach vorne, vor allem über den schnellen Außenspieler Jan Filip, der viele Jahre in der HBL für die HSG Nordhorn auflief und dort zu einer Legende wurde. Mittlerweile spielt der 38jährige Außenspieler in der Schweiz beim Championsleague Teilnehmer Kadetten Schaffhausen. Neben den bislang angesprochenen Spieler stehen auch noch weitere HBL-Spieler im Kader der Tschechien, die gegen die teilweise Mannschaftskameraden aus Deutschland besonders motiviert sind. Die Tschechen verbrachten Ende des vergangenen Jahres mehr Zeit miteinander als die Deutschen, so dass man auch einige Testspiele absolvieren konnte, auch wenn bei diesen Spielen nicht immer alle Leistungsträger an Bord waren. Im Laufe der letzten Woche testete man noch zweimal gegen Gastgeber Serbien und verlor zweimal recht deutlich. Dennoch sind die Tschechen nicht zu unterstätzen und sind für mich klarer Kandidat für die Hauptrunde. Dennoch ist die Mannschaft gerade im Angriff zu sehr von Jicha und den Rechtsaußen Sobol und Filip abhängig, worauf sich gute Gegner mit guten Abwehrreihen recht schnell darauf einstellen können.

Formcheck Tschechien:

  • Niederlage @Serbien 21-26
  • Niederlage @Serbien 23-31
  • Niederlage @Slowakei 24-31
  • Niederlage vs. Ungarn 25-33
  • Niederlage @Polen 32-33

 

Fazit: Die Deutschen werden von den Buchmachern zurecht als Favorit gesehen. Trotz der letzten schwierigen Jahren haben die Deutschen immer noch einen qualitativ guten Kader in Serbien dabei, der im Durchschnitt besser sein sollte, als der tschechische Kader, der allerdings in der Spitze mit Jicha, Sobol, Kubes und co. keineswegs viel schlechter besetzt ist. Für die Deutschen geht es nicht einfach nur um die ersten zwei Punkte bei der EM, sondern um sehr viel. Sie wollen mit einem Sieg das nötige Selbstvertrauen tanken und somit einen gelungen Start in ein zweiwöchiges Turnier feiern. Zudem geht es auch um die Sportart Handball in Deutschland. Die Nationalmannschaft muss endlich wieder mal für Aufsehen sorgen, da sonst die verbleibenden Hardcore-Fans auch die Sportart Nummer 2 in Deutschland meiden. Somit ist der Druck sicherlich auf der deutschen Seite, dennoch glaube, ich, dass man vor allem in der Abwehr gegenüber dem tschechischen Angriff Vorteile hat. Wenn man es schafft Jicha aus dem Spiel zu nehmen, haben die Tschechen nicht mehr viele Optionen, die konstant treffen können. Die Deutschen müssen zudem sehen, dass sie möglichst wenige einfache Ballverluste haben, die zu leichten Punkten über die schnellen Außenspieler des Gegners führen. Im Angriff muss man darauf achten, dass man die Außenspieler mit einbindet, da man mit Gensheimer und SPrenger /Groetzki Spieler hat, die hochprozentig auch schwere Würfe treffen können.

Wettquoten (Deutschland – Tschechien):

  • Sieg Deutschland –> 1.55 bei expekt
  • Remis –> 12.00 bei bwin
  • Sieg Tschechien –> 3.50 bei tipico

Persönliche Wettempfehlung:

Deutschland Sieg Handicap -2 (Deutschland Sieg mit mindestens 3 Toren) –> 1.95 bei bwin

Wer sich über die anderen Spiele und anderen Gruppe, sowie mit einer allgemeinen Vorschau über die Handball-EM in Serbien beschäftigen will, kann gerne meine Vorschau auf wettbasis.com lesen. Den Link zu diesem Artikel gibt es hier:Handball-EM Vorschau. Den kompletten Spielplan und die Gruppeneinteilung sowie den Modus findet ihr auf der offiziellen Turnierseite: Euro2012.

15. Januar 2012 / marcel - Kategorie: Sport-Wetten

Magdalena Neuner (Deutschland)

Weltcup in Nove Mesto: Biathlon Sprint 7.5km der Damen Start: 14.30 Uhr

Am morgigen Freitag heißt es wieder sprinten für die Damen. Am Freitag, den 13.ten werden die weiblichen Biathletinnen ihren Sprint in Nove Mesto ausführen. Wie gewohnt geht es im Sprint über die bekannte Länge von 7.5km. Geschossen wird zweimal, je einmal liegend und anschließend einmal stehend. Jeder Fehlschuss wird mit einer Strafrunde, die etwa 25 Sekunden beträgt geahndet, so dass wohl nur die allerschnellsten Läuferinnen mehr als einen Fehler in der Loipe gutmachen könnten. In dieser Woche laufen die Skijäger in Nove Mesto, Tschechien, wo im kommenden Kalenderjahr die Biathlon-Weltmeisterschaft stattfinden wird. Für viele ist es demnach eine gelungene Generalprobe für das Großereignis im kommenden Jahr. Magdalena Neuner, das deutsche Aushängeschild, muss sich darüber keine Gedanken machen, dass sie in der nächsten Saison bereits schon ihre Skischuhe an den Nagel gehangen haben wird. Doch trotzdem ist die Deutsche auch für dieses Jahr voll motiviert und will den Sprint in Nove Mesto erneut gewinnen, wo wir auch schon bei den Favoriten wären.

 

Die Favoriten:

Magdalena Neuner: Die Deutsche geht auch in dieses Rennen als absoluter Topfavorit. Sie konnte bislang drei der vier Sprintrennen in diesem Jahr gewinnen und führt somit den Disziplinweltcup souverän und mehr als deutlich an. Auch in der Gesamtweltucp-wertung ist sie die Führende und darf somit sowohl das rote als auch das gelbe Trikot tragen. Beim Einzelwettkampf am Mittwoch schoss die Deutsche Rekordweltmeisterin zwei Fehler und musste sich aufgrund der Strafminutenregelung mit dem dritten Platz zufrieden geben. Neuner strotzt nur so vor Selbstvertrauen und kann es kaum erwarten den nächsten Sieg einzufahren. Sie ist sehr locker und setzt sich nicht selbst unter Druck, da sie schon in jungen Jahren alles gewonnen hat, was man im Biathlon gewinnen kann. Am Mittwoch im Einzelwettkampf hatte sie zudem große Problem mit dem Wachs an ihren Skiern, weshalb am Ende nicht doch noch der zweite Platz herausgesprungen ist. Ich denke jedoch, dass das Wachsteam nicht nochmal einen solchen Fehler machen wird und Neuner die Laufzeiten annähernd bestimmen wird und mit einem guten und konstanten Schießen den vierten Sieg im fünften Sprintrennen eintüten wird.

 

Kaisa Mäkarainen: Die Finnin ist die wohl härteste Konkurrentin der Deutschen. In der Loipe ist Mäkarainen zurzeit zusammen mit Darya Domracheva die schnellste. Sie gewann den Einzelwettkampf mit 2 Fehlern und legte dabei alleine in der Loipe 32 Sekunden zwischen sich und Neuner. Auch auf die Zweitplatzierte lief die symphatische Finnin einen Vorsprung von weit über 1Minute heraus. Mit Mäkarainen ist immer zu rechnen, gerade im Sprint, wo sie nur zweimal schießen muss. Gelingt es ihr, diese beiden Einheiten nahezu fehlerlos zu bestreiten, ist sie immer ein heißer Kandidat auf das Stockerl. Sie tankte mit dem allerersten Sieg überhaupt für sie im Einzelwettkampf einiges an Selbstvertrauen und geht mit neuer Motivation in das Sprintrennen morgen.

 

Darya Domracheva

Die Weißrussin ist ein ganz heißer Anwärter auf den Sieg am Freitag. Sie bestimmt momentan nach Belieben die Laufzeiten. Sie belegte “nur” Platz 5 im Einzel, das jedoch mit 4 Fehlern und nur etwa einer guten Minute Rückstand. Dies bedeutet, dass sie smarte Weissrussin die mit Abstand beste Läuferin zurzeit im Feld ist. Sie machte auf allen anderen Läuferinnen auch auf Neuner und Mäkarainen sehr viel an Boden gut. Wenn sie es morgen schafft, ihre Konzentration auch beim Schieße beuzubehalten und eventuell nur einen Fehler zu schießen, ist sie für mich trotz der bisherigen Überlegenheit von Neuner der heißeste Siegkandidat. Im Sprintweltcup liegt sie momentan hinter Neuner auf Rang 2, ebenso wie im Gesamtweltcup.

 

Olga Zaitsewa: Die nächste im Bunde ist die Russin Olga Zaitsewa, die momentan in absoluter Topform ist. Im Gesamtweltcup sowie im Sprintweltucp hat sich die erfahrene Russin mittlerweile auf Platz 4 vorgearbeitet. Tendenz geht klar nach oben. Die Russin hat ihre Stärke ganz klar im Schießen, wobei man dabei nicht sagen kann, dass sie in der Loipe schlecht laufen würde. Die Russin ist eine der wenigen Biathletinnen die beide Disziplinen bis zur Perfektion beherrschen. Zaitsewa setzte sowohl im Laufen als auch im Schießen in dieser Saison schon die Bestzeiten, so dass sie ohnehin immer zu den Favoriten zu zählen ist. Gestern im Einzel zeigte sie wieder ein herovrragendes Schießergebnos (19 aus 20), belegte aber nach etwas durchwachsener Laufleistung nur den undankbaren vierten Platz . Dennoch muss man mit der Russin rechnen, gerade wenn es nur 7.5km zu absolvieren sind.

 

Tora Berger: Außenseiterchancen werden noch der fleißigen Norwegerin Tora Berger eingeräumt. Die laufstarke und schießstarke Athletin ist allerdings, so scheint es, in dieser Woche nicht in absoluter Topform nach Tschechien gereist. Sie musste sich gestern mit einem für sie schlechteren Resultat, nämlich dem siebten Platz begnügen und konnte dabei vor allem läuferisch nicht an die vor ihr platzierten Läuferinnen herankommen. Berger, die gerade zum Saisonstart sehr stark war, befindet sich demnach momentan erneut auf einer aufsteigenende Kurve, die erst bei den Weltmeisterschaften wieder den Högepunkt erreichen wird. Ich schätze sie lange nicht so stark ein, wie die bisher vorgestellten Athletinnen, deswegen ist sie auch von mir nur als Außenseiterin zu sehen.

 

Nachdem ich jetzt meine persönlichen Favoriten, die sich üblicherweise mit den Favoriten der Buchmacher decken, vorgestellt habe, ist es natürlich noch wichtig, die Wettquoten für den Tagessiege zu nennen. Die Wettquoten für den Sprintsieger am 13.01.12 in Nove Mesto von Bwin gibt es hier:

Wettquoten Tagessieger Sprint in Nove Mesto (Frauen):

  • Magdalena Neuner –> 3.00
  • Darya Domracheva –> 3.00
  • Kaisa Mäkarainen –> 5.00
  • Olga Zaitsewa –> 15.00
  • Anastasiya Kuzmina –> 17.00
  • Tora Berger –> 17.00
  • Helena Ekholm –> 17.00

 

Wer sich noch genauer über die aktuellen Weltcupstände oder die bisherigen Ergebnisse im Sprint oder in anderen Disziplinen informieren will, der kann im IBU-Datacenter die bisherigen Resultate einsehen. Wer ansonsten noch Infomationen über die einzelnen Athletinnen braucht, dem empfehle ich die offizielle Homepage des Biathlon-Weltverbandes IBU.

 

Wer sich nicht auf einen Sieger festlegen will und wem die ganze Sache mit dem Tagessieger zu heißt ist, dem empfehle ich die sog. Head-to-Head Wetten bei bwin, wo immer ein Duell vorgegeben wird und man, bei zumeist gleicher Quote entscheiden muss, wer vor dem anderen ins Ziel kommt. Da ich auch in diesen News-Artikel eine kleine persönliche Empfehlung mit einbringen möchte, habe ich mir 2 Duelle ausgesucht, die meines Erachtens deutlicher sein sollten als andere spannendere Duelle.

Olga Zaitsewa – Helena Ekholm

Für mich ist dieses Duell eine klare Angelegenheit zugunsten der Russin. Ekholm kann zurzeit auf der Strecke nicht ihr bestes geben. In den letzten Sprintrennen landete sie jeweils weit abgeshlagen hinter den Favoriten, da die Laufform in Relation zu guten Schießeinheiten einfach nicht stimmte. Zaitsewa hingegen ist dafür bekannt, dass sie auf der kurzen Distanz von 7.5km einen richtigen Turbo zünden kann. Nicht umsonst gilt sie als starke Staffelläuferin, wo man bekanntlich nur 6km laufen muss. Beide schenken sich im Schießen nichts, aber Zaitsewa schätze ich in der Spur doch sehr viel stärker ein als Ekholm, die noch Zeit braucht um an Erfolge aus den letzten Jahren heranzukommen.

Tipp: H2H Sieg Olga Zaitsewa –> 1,85 bei bwin

 

 

Elise Ringen – Tina Bachmann

Beide Biathletinnen haben ihre Stärke ganz klar in der Loipe und ihre Schwächen am Schießstand. Im Einzel schossen beide ingesamt 5 Fehler und musste sich daher mit Platz 28 (Ringen) und Platz 31 (Bachmann) begnügen. Sowohl die Norwegerin als auch die Deutsche haben es in dieser Saison noch nicht oft geschafft, beide Einzelsdisziplinen zu vereinen, so dass eine ganz vordere Platzierung rausspringt. Bei den bisherigen Sprints war allerdings Ringen öfter besser platziert als Bachmann. Ringen ist eine junge aufstrebende Norwegerin, die nur einmal ein Erfolgserlebnis braucht um endgültig oben anzukommen. Bachmann dagegen hat nun schon des öfteren bewiesen, dass sie am Schießstand nicht immer das zeigen kann, was sie will. Demnach tendiere ich hier zu einem H2H Sieg der Norwegerin gegen die Deutsche.

Tipp: H2H-Sieg Elise Ringen  –> 1.65 bei bwin

Mit diesem kleinen Einblick in das morgige Sprintrennen verabschiede ich mich und wünsche allen Tippern beim Wintersport und inbesondere beim Biathlon einen guten Riecher und viel Glück, aber vor allem Erfolg!

12. Januar 2012 / marcel - Kategorie: Sport-Wetten

Wettanbieter Bwin

Wie auch schon in den vergangenen Jahren riefen wir auch am Ende des Jahres 2011 bzw. am Anfang des Jahres 2012 zur Wahl des Wettanbieters 2011 auf. Am 10. Jänner 2012 war Einsendeschluss und die Stimmen der zahlreichen Leser, die unserem Wahl-Aufruf  gefolgt waren, wurden bereits ausgezählt. Die Ergebnisse liegen also nun vor, und wir wollen diese natürlich nicht länger für uns behalten.

Die Wahl teilte sich auch dieses Jahr in zwei Teile auf und zwar wollten wir von den Sportwetten-Fans wissen, welcher ihr Wettanbieter des Jahres 2011 war, also der beste Wettanbieter; und wir wollten von ihnen wissen, welcher für sie der Aufsteiger des Jahres 2011 unter den Wettanbietern war.

Jedes Jahr versuchen einige Wettanbieter einen Sprung nach vorne zu machen, sei es mit neuen technischen Entwicklungen, einem erweiterten Wettangebot, mehr Live Wetten, besseren Quoten, einem besseren Kundendienst, mehr und besseren Live Streams oder einfach mehr Werbung.

Eines sei bereits vorweg genommen: die Titelverteidigung ist in keiner der beiden Kategorien gelungen. Doch beginnen wir zunächst beim Aufsteiger Wettanbieter des Jahres 2011, hier stellten wir eine Liste mit Wettanbietern zu Verfügung, die 2011 an Beliebtheit zugelegt haben, und aus denen ein Wettanbieter nominiert werden konnte.

Im letzten Jahr holte sich diesen Titel William Hill, dieser Wettanbieter landete in diesem Jahr nur auf Platz 3. Auf Platz 2 finden wir den Vorjahres-Dritten, Betsson, dieser hat nur um drei Stimmen weniger als der Sieger dieser Kategorie. Tipico sicherte sich mit dem knappen Vorsprung den Titel Aufsteiger Wettanbieter des Jahres 2011 – Herzlichen Glückwunsch!

Nun kommen wir zum besten Wettanbieter des Jahres 2011. Hier ging es nicht ganz so knapp zu, die Plätze 1 und 2 haben einen größeren Stimmen-Vorsprung auf die weiteren platzierten Wettanbieter. Eigentlich keine große Überraschung, denn das war im Vorjahr auch schon so. Bet-at-home sicherte sich den dritten Platz. Bet365 wurde sechs Stimmen hinter Bwin zweiter. Bwin erobert sich also den Titel des besten Wettanbieters im Jahr 2011 zurück, nachdem im letzten Jahr Bet365 ganz vorne gelegen war.

 

Hier die detailierten Ergebnisse:

Wahl zum Aufsteiger Wettanbieter des Jahres 2011

Platz Wettanbieter Stimmen
1 Tipico 75
2 Betsson 72
3 William Hill 48
4 Digibet 35
5 Bet3000 29
6 Betclic 24
7 Ladbrokes 9
8 Titanbet 8
9 Betvictor 2

 

Wahl zum besten Wettanbieter des Jahres 2011

Platz Wettanbieter Stimmen
1 Bwin 84
2 Bet365 78
3 Bet-at-home 22
4 Sportingbet 19
5 Interwetten 18
6 Tipico 17
6 William Hill 17
8 Betsson 16
9 Expekt 7
10 Digibet 6
11 Betclic 4
12 Bet3000 3
12 Betfair 3
12 Mybet 3
15 Unibet 2
15 Partybets 2
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Wir gratulieren den gut platzierten Wettanbietern zu ihrem Erfolg bei der Wahl 2011!

 

11. Januar 2012 / martina - Kategorie: Wettanbieter-News

LeBron James - Dwyane Wade (Miami Heat)

Jede Mannschaft in der NBA hat nun die ersten knapp 10 Spiele absolviert, bedeutet für mich, zum ersten Mal eine kleine Übersicht über die Überraschungen und Enttäuschungen für euch zu veröffentlichen. Des weiteren werde ich wie üblich 2-3 NBA Spiele der kommenden Nächte analysieren und abschließend noch meine eigenen Tipps für eine Gesamtscore-Kombiwette abgeben.

Wie bereits angesprochen, die NBA Saison befindet sich schon in einer absolut heißen Phase. Viele Mannschaften kamen gut aus den Startlöchern, andere Mannschaften haben noch große Probleme und müssen sehen, dass sie rechzeitig die Kurve kratzen und den Anschluss an die so wichtigen Playoff-Plätze nicht verlieren. In der folgenden Übersicht werde ich zuerst die Tabellen sowohl der Eastern als auch der Western Conference posten. In diesem Zusammenhang werde ich die geänderten Quote für die einzelnen Conference Sieger darstellen und meinen persönlichen Tipp zu dieser Situation abgeben.

Ein altes Sprichwort gilt auch für den vermeintlich lockeren Saisonstart einer immernoch langen Saison: “Man kann in den ersten Spielen noch nichts gewinnen, aber schon alles verlieren”. Nach diesem Sprichwort geht es momentan auch in der NBA. Viele Mannschaften können sich schon früh in der Saison den Weg in die Playoffs verbauen, während andere Mannschaften schon so stark aufspielen, dass man nicht weiß, ob sie dieses Niveau über ein halbes Jahr konstant halten können.

Eastern Conference

  • 1. Miami Heat (8-1)
  • 2. Chicago Bulls (7-2)
  • 3. Indiana Pacers (6-2)
  • 4. Philadelphia (5-2)
  • 5. Orlando Magic (6-3)
  • 6. Atlanta Hawks (6-3)
  • 7. New York Knicks (4-4)
  • 8. Boston Celtics (4-4)
  • 9. Cleveland Cavaliers (4-4)
  • 10. Toronto Raptors (3-5)
  • 11. Charlotte Bobcats (2-6)
  • 12. Milwaukee Bucks (2-6)
  • 13. Detroit Pistons (2-6)
  • 14. New Jersey Nets (2-7)
  • 15. Washington Wizards (0-8)

Wie man sehen kann, ist der Titelfavorit aus Miami bisher seiner Favoritenrolle absolut gerecht geworden. Mit 8 Siegen aus 9 Spielen haben sie eine hervorragende Bilanz aufzuweisen und konnten in den ersten Spielen gleich einmal zeigen, wer in diesem Jahr die Meisterschaft gewinnt. Auch durch zwischenzeitliche Ausfälle der zwei Stars LeBron James und Dwayne Wade ließen sich die Heat nicht aus dem Konzept bringen. Andere Spieler wie Rookie Norris Cole, Point Guard Mario Chalmers oder Neuzugang Shane Battier spangen in die Bresche und verhalfen den Heat auch in schwierigeren und engen Spielen zum Erfolg. Hinter den Miami Heat geht es sehr eng zu. Dort streiten sie die starken Chicago Bulls mit den zwei vielleicht positivsten Überraschungen aus Indiana und Philadelphia. Gerade die 76ers konnten bislang absolut überzeugen und 5 aus 7 Spielen gewinnen. Dabei zeigten sie vor allem offensiv immer eine sehr gute Leistung. Die Indiana Pacers, welche ich vor der Saison schon als sehr stark eingeschätzt habe, stehen momentan auf Position 3 in der Eastern Conference und können mit der Bilang von 6-2 sicherlich sehr gut leben.

Die Mannschaften der New York Knicks, Boston Celtics, Orlando Magic und auch der Atlanta Hawks sind derweil wohl noch nicht zufrieden mit der laufenden Saison. Die Knicks konnten gerade erst 4 Spiele aus 8 gewinnen und stehen hauchdünn auf einem Playoff-Platz. Ähnlich schlecht läuft es bei den Celtics, die zuletzt gegen die Pacers (74-87) eine Art Wachablsöung erlitten. Beide Mannschaften haben große Probleme sich in die Saison zu finden. Die Chancen, die ich beiden vor der Saison einräumte, sind stark gesunken und werden womöglich auch nicht mehr steigen. Immerhin eine positive Bilanz können noch die Orlando Magic und die Atlanta Hawks aufweisen, wobei vor allem die Magic um Diwght Howard nicht in der Form sind in dieser Saison eine große Rolle zu spielen.

Wettquoten Eastern Conference Sieger bei bwin: (Quoten gelten inklusive Playoffs)

  • Miami Heat –> 1.80
  • Chicago Bulls –> 3.75
  • Boston Celtics –> 11.00
  • New York Knicks –> 12.00
  • Orlando Magic –> 15.00
  • Atlanta Hawks –> 26.00
  • Indiana Pacers –> 34.00
  • Philadelphia –> 41.00

Fazit: Jedem Tipper, der auf eine andere Mannschaft als die Heat wettet, ist wohl nicht zu helfen. Die Heat sind die alles dominierende Mannschaften im Osten und werden auch am Ende der regulären Saison auf Platz 1 dieser Conference stehen. Der einzige ernst zu nehmende Gegner sind die Chicago Bulls, die allerdings meiner Meinung nach am Ende der regulären Saison noch etwas federn lassen müssen, da ihre Starspieler um Derrick Rose oder Luol Deng doch viele Spielminuten bekommen. Dahinter kommt lange nichts mehr. Die Celtics und die Knicks werden zwar nach wie vor als realistische Kandidaten gehandelt, doch meiner Vermutung nach werden sie keine Rolle spielen. Zusammengefasst entscheidet sich die Eastern Conference zwischen den Miami Heat und den Chicago Bulls, wobei die 1.80er Quote für die Heat meiner Meinung nach eigentlich fast sicher ist.

 

Western Conference

  • 1. Oklahoma City Thunder (8-2)
  • 2. Portland Trail Blazers (6-2)
  • 3. San Antonio Spurs (6-3)
  • 4. Los Angeles Clippers (4-2)
  • 5. Denver Nuggets (6-3)
  • 6. Utah Jazz (5-3)
  • 7. LA Lakers (6-4)
  • 8. Phoenix Suns (4-4)
  • 9. Dallas Mavericks (4-5)
  • 10. Memphis Grizzlies (3-5)
  • 11. Minnesota Timberwolves (3-5)
  • 12. Sacramento Kings (3-6)
  • 13. Houston Rockets (2-6)
  • 14. New Orleans Hornets (2-6)
  • 15. Golden State Warriors (2-6)

Die Western Conference ist ausgeglichener und für mich auch die stärkere Conference. Mit den Oklahoma City Thunder, den San Antonio Spurs, den Dallas Mavericks, den LA Lakers und den LA Clippers befinden sich gleich 5 Teams in dieser Conference, die in den Playoffs sehr weit kommen wollen. Die Ausgeglichenheit in dieser Conference sieht man nicht zuletzt daran, dass die Mavericks nur auf Platz 9 stehen und damit momentan nicht für die Playoffs qualifiziert wären. Auch die Erfolgsmannschaft aus Memphis enttäuscht bislang auf ganzer Linie. Die Lakers können dagegen nur zuhause gewnnen (6-1) und verlieren auswärts jedes Spiel (0-3). Die Überraschungsmannschaft in dieser Conference ist bislang sicherlich Portland. Keiner hätte die Trail Blazers soweit vorne erwartet, da man gerade vor der Saison mit dem Karriereende von Brandon Roy einen schweren Schlag hinnehmen musste.

Einen guten Eindruck hinterließen bisher auch die Denver Nuggets, die dank ihrer gnadenlos guten Offensive viele Spiele spektakulär gewinnen konnte. Noch nicht richtig ins Rollen gekommen sind die LA Clippers. Vor der Saison als Titelkandidat angepriesen, tuen sie sich mit dieser Rolle noch schwer, was angesicht der letzten 5 Jahren aber auch kein Wunder ist. Die Clippers werden noch besser werden und dann eine gute Rolle in dieser Conference spielen. Die alles überragende Mannschaft dagegen sind die Oklahoma City Thunder. Von der Bilanz her sind sie momentan die einzige Mannschaft, die den Heat und den Bulls das Wasser reichen könnte. Kevin Durant und Russel Westbrook sowie Sixth Men James Harden drehen in dieser Saison wieder richtig auf und konnten Spiele auf eine sehr souveräne Art und Weise gewinnen.

Wettquoten Western Conference Sieger bei bwin: (Quoten gelten inklusive Playoffs)

  • Oklahoma City Thunder –> 3.20
  • Los Angeles Lakers –> 4.00
  • Dallas Mavericks –> 8.00
  • Los Angeles Clippers –> 8.00
  • San Antonio Spurs –>10.00
  • Portland Trail Blazers –> 10.00
  • Memphis Grizzlies –> 18.00
  • Denver Nuggets –> 21.00

Fazit: Die City Thunder sind ohne Zweifel bislang das beste Team im Westen. Allerdings ist die Saison noch jung und die Quoten gelten inklusive der Playoffs. Sprich die noch jungen City Thunder müssten ins NBA Finale einziehen, weshalb den anderen Mannschaften wie den Lakers oder gar den schwächelnden Mavericks auch noch realitische Chancen eingeräumt werden. Ich glaube dennoch, dass Oklahoma mittlerweile so stark und gefestigt ist, dass sie als junge Mannschaft mit großen Selbstvertrauen und womöglich höherer Fitness die Conference nicht nur in de rregulären Saison gewinnen können, sondern auch in der Post Season einen Durchmarsch machen. Die größten Konkurrenten dafür sind sicherlich die Lakers und die Mavericks, aber auch die Spurs mit einem fitten manu Ginbobili sind nicht zu unterschätzen. Dennoch 3.20er Quote für Kevin Durant und co. eine sehr gut spielbare Quote meines Erachtens.

 

Indiana Pacers (6-2) @Philadelphia 76ers (5-2)

Wer hätte gedacht, dass es in der kommenden Nacht zu einem echten Spitzenspiel zwischen den Indiana Pacers und den 76ers kommt? Ich nehme an, nicht viele. Doch der Erfolg der beiden Mannschaften kommt nicht von ungefähr. Die Pacers, die in der letzten Saison schon den ein oder anderen Favoriten ärgerten und auch in den Playoffs gegen die Bulls keinen schlechten Eindruck hinterließen, haben vor der Saison mit David West noch einmal einen sehr starken Spieler dazugeholt. Mit Collison, George, Granger und Hibbert bildet er damit eine sehr gute Starting Five, die sich vor keiner Mannschaft in der Conference verstecken muss. Auch Philadelphia hat in den letzten Jahren darauf hingearbeitet endlich mal wieder nach Allen Iverson eine gute Mannschaft auf die Beine zu stellen. Glücklicherweise nahmen viele Spieler wie Spencer Hawes, Jrue Holiday oder Lou Williams eine unerwartet gute Entwicklung, so dass man in der laufenden Saison mit einem Einzug in die Playoffs rechnen kann. Wichtigster Spieler der 76ers ist aber nach wie vor Andre Igoudala, der als Allrounder in jeder Nacht viele Statistiken im Boxscore anführt. In diesem Spiel trifft nun der Conference Dritte auf den Conference Vierten und ich sehe den Ausgang des Spiels nicht ganz so deutlich wie die Buchmacher. Sicherlich sind die 76ers sehr heimstark und spielen eine bärenstarke Saison, doch die Pacers, die immerhin 6 aus 8 Spielen gewinnen konnten, darf man nicht unterschätzen. Beide Mannschaften halte ich vom Kadergefüge sehr ausgeglichen, weshalb ich auf ein enges und spannendes Spiel hoffe und tendiere. Letztendlich wird aber der Heimvorteil den Ausschlag geben, so dass sie so selbstbewussten 76ers den nächsten Sieg einfahren können und in der Conference die Pacers überholen und weiterhin als die positive Überraschung der Saison aufgeführt werden können.

Wettquoten (Indiana@Philadelphia) bei bwin:

  • Sieg Indiana Pacers –> 2.65
  • Sieg Philadelphia 76ers –> 1.50

 

Das zweite Spiel, welches ich im Laufe des Tages analysieren werde, wird Minnesota gegen Toronto sein, welches ihr dann bei den Wett-Tipps finden könnt und welches ich dann später noch in diesen Bericht hier verlinke!

 

Gesamtscore-Kombiwette

Nachdem ich bei meinen letzten persönlichen Tipps bezüglich des Gesamtscores immerhin auf eine Quote von 75% richtigen Tipps gekommen bin, möchte ich hier und jetzt erneut meine Tipps preisgeben. In der folgenden Kombiwette werde ich die Spiele der heutige Nacht (6 Spiele) betrachten und in allen sechs Spielen meine Tipp für Over oder Under abgeben. Zur Erinnerung die Line (Mittlerwert, der betrachtet wird) habe ich vom Wettanbieter bwin.

  • Indiana Pacers @ Philadelphia 76ers –> Under 183.5
  • Minnesota Timberwoles @Toronto Raptors –> Under 189.5
  • Atlanta Hawks @New Jersey Nets –> Under 178.5
  • Charlotte Bobcats @New York Knicks –> Over 204.5
  • Detroit Pistons @Chicago Bulls –> Under 177.5
  • New Orleans Hornets @Denver Nuggets –> Over 191,5#

 

Damit verabschieden ich mich auch schon wieder von der sechsten Ausgabe des neuen Basketball-Blogs auf wettbasis.com. Bei Fragen, Wünschen, Anregungen oder natürlich auch Kritik kann man sich nach wie vor an das wettbasis.com Team wenden, welches sich dann mit mir in Verbindung setzt und ich hoffentlich mit konstruktiver Kritik den Blog weiter verbessern kann.

Die bisherigen Ausgaben findet ihr zudem noch einmal hier aufgereiht:

 

10. Januar 2012 / marcel - Kategorie: US-Sports Wetten

Ray Allen (Boston Celtics)

Der Anfang ist gemacht, die ersten zwei Tage in der diesjährigen NBA Saison sind vorbei und schnell lässt sich ein Trend festlegen. Gewinner der ersten beiden Tage sind die Gegner der LA Lakers und die Gegner der Dallas Mavericks. Beide Titelaspiranten sind mit 2 empfindlichen Niederlagen in die Saison gestartet. Vor allem die Art und Weise, wie chancenlos die Mavs gegen Miami und Denver waren, ließ doch einiges an Interpretationsspielraum. Ist die Mannschaft nach dem Erfolg satt, hatten die Gegner einfach nur einen Sahnetag? Oder wiegen die Ausfälle doch schwerer als gedacht. Jedenfalls konnten weder Lamar Odom noch Vince Carter und Delonte West die bisher in sie gesteckten Erwartungen wenig bis gar nicht erfüllen. Zudem kommt das von mir schon angesprochen Reboundproblem, wo die Mavericks mit Nowitzki und Haywood zwei eher bescheidene Rebounder für ihre Größe haben und auf der Bank mit Sean Williams und Ian Mahnimi keine wirklichen Alternativen sitzen. Die Lakers verloren im ersten Spiel zuhause gegen die Bulls mit einem Punkt, nachdem sie 50 Sekunden vor Schluss noch mit 6 Punkten geführt hatten. Doch Luol Deng und Derrick Rose sorgten noch für den Sieg der Bulls. Im zweiten Spiel unterlag man den Sacramento Kings nach schwacher Leistung mit 9 Punkten.

Neben den Verlierern gibt es aber auch Gewinner. Ganz oben ist da natürlich Oklahoma City zu nennen, die als einziges Team bislang aus 2 Spielen 2 Siege holen konnten und damit ihre neue Vormachtstellung in der Conference bewiesen. Überraschend war ebenfalls der Auftritt der völlig neuformierten New Orleans Hornets, die ohne ihre beiden Franchise Player David West und Chris Paul in Phoenix gewannen. Die Miami Heat zeigten in beeindruckender Weise, dass der Titel in dieser Saison nur über sie geht. NBA-Experten auf ESPN sagten derweil schon eine 58-8 Saison voraus, sprich mit nur 8 Niederlagen aus 66 Spielen. Doch auch kleinere Teams wie Sacramento (gegen Lakers) oder Denver (gegen Dallas) sowie Toronto (in Cleveland) feierten einen gelungen Saisonauftakt und gehen die nächsten Aufgaben mit neuem Selbstvertrauen an.

In der heutigen Nacht steht derweil ein nächstes Topspiel an. Die Boston Celtics müssen nach ihrer Auftaktniederlage nach Miami reisen und gegen die Heat antreten. Die Lakers treten in ihrem dritten Spiel in 3 Tagen zuhause gegen die Jazz an und wollen unbedingt den ersten Sieg der Saison und damit den kompletten Fehlstart vermeiden. Zudem treffen in Portland mit den trail Blazrs und den Sacramento Kings zwei Gewinner aufeinander und in Milwaukee zwei Verlierer mit den Milwaukee Bucks und den Minessota Timberwolves. Außerdem starten die Hawks als letztes Team ein in die Saison und zwar mit einem Auswärtsspiel bei den New Jersey Nets.

Wir werden uns in dieser Ausgabe speziell mit den beiden wohl bedeutsamsten Spiele beschäftigen und zwar Miami-Boston und Los Angeles Lakers gegen die Utah Jazz. Danach werde ich einen kleinen Überblick über die Gesamtscore-Wetten geben, die im US-Sport sehr gerne gesehen und getippt werden. Hierbei werde ich mich auf bestimmte Over/Under-Teams festlegen, wo man weiß, dass sie gerne scoren oder eher gerne verteidigen. Abschließend gibt es noch eine kleine Vorschau auf die kommenden Spiele in der NBA und auf die nächste Aufgabe dieses Blogs.

 

Boston Celtics @Miami Heat

In Miami kommt es zum großen Showdown der Stars. Spieler wie Kevin Garnett, Rajon Rondo, Ray Allen, LeBron James, Dwayne Wade oder Chris Bosh versammeln sich in Florida und werden heute Nacht (2.00 Uhr deutscher Zeit) gegeneinander antreten. Dabei sind die Vorzeichen sehr unterschiedlich. Die Celtis zeigten im Auftaktspiel bei den New York Knicks zwar keine schlechte Leistung, führten auch bis 2 Minuten vor Schluss relativ souverän, doch danach ging nicht mehr viel. Turnovers und Fehlwürfe bestimmten das Spiel des Altmeisters. Positiv hervourzuheben war dennoch die Leistung von Rajon Rondo, der nicht nur wie üblich über 10 Assists gab, sondern auch als Scorer mit 31 Punkten auf dem Scoreboard auftauchte, was man sonst nicht von ihn gewöhnt ist. Doch dies half alles nichts. Die Celtics verloren das erste Spiel und stehen nun im zweiten Spiel vor einer noch schwereren Aufgabe. Die Leistung der Miami Heat in Dallas war schon sehr beeindruckend. Wie von mir vermutet, waren LeBron James, Dwayne Wade und co. absolut heiß auf das Spiel. Gerade in der ersten Halbzeit klappte alles, so dass man das Spiel schon nach der ersten Halbzeit sicher in der Tasche hatte. Dass es am Ende nur ein 11-Punkte Erfolg gab, lag nicht an der Stärke der Mavericks sondern der Nachlässigkeit der Heat. Dennoch dominierten die Heat das Spiel nach allen Belangen und sind für mich so nach wievor nicht nur Favorit im Spiel gegen Boston, sondern absoluter Titelfavorit Nummer 1 für mich.

Wettquoten (Boston @Miami):

  • Leider gibt es zurzeit keine Quoten für dieses Spiel bei keinem Wettanbieter, warum auch immer.. Ich würde aber schätzen auf:
  • Sieg Boston –> 3.20
  • Sieg Miami –> 1.28

 

Utah Jazz @Los Angeles Lakers

Für die Jazz ist es das erste Spiel in dieser Saison, die Lakers dagegen spielen schon das dritte Spiel nacheinander und haben damit ihre Back-to-Back-to-Back Serie in dieser verkürzten Saison schon hinter sich. Doch alle Lakers-Fans hätten sich den Start wohl anders vorgestellt. Erst sah es sehr gut aus gegen die Bulls, man hatte das Spiel im Griff und führte 2 Minuten vor Schluss noch sehr sicher mit 8 Punkten. Doch viele Nachlässigkeiten und Turnover führten zu einem knappen Spiel, welches der MVP Derrick Rose 4 Sekunden mit einem schwierigen Wurf für die Bulls enstschied. Auch in der vergangenen Nacht mussten die Lakers eine Niederlage einstecken. Gegen überraschend starke Sacramento Kings verlor man relativ deutlich mit 9 Punkten und steht somit bereits vor dem heutigen Spiel mit dem Rücken zur Wand. Helfen tut es sicher nicht, dass auch der starke Center Andrew Bynum weiterhin gesperrt ist, nachdem er in den letztjährigen Playoffs nach einem Foul gegen JJ Barea des Feldes verwiesen wurde. Neben Kobe Bryant und Pau Gasol fehlen die Lakers einfach die Alternativen in der Offensive, auch wenn immer ein Bankspieler wie zuletzt Steven Blake oder Ron Artest alias Metta World Peace gut scort. Die Jazz sind hingegen noch eine große Unbekannte. Sie starten erst jetzt in die Saison. In der Vorbereitung gab es eine Niederlage in Portland und ein Sieg zuhause gegen Portland. Der Kader von Utah hat sich nicht groß verändert. Zwar muss man mit Andrei Kirilenko einen wichtigen Abgang verzeichnen und mit Mehmet Okur einen weiteren Big Men abgeben, doch diese entstandenen Lücken sollen Nummer 3.Draft Pick Enes Kanter, Nr.12 Pick Alec Burks und Neuzugang Josh Howard schließen. Das Team der Jazz ist mit Leuten wie Derrick Favors, Enes Kanter, Alec Burks oder Gordon Hayward zwar sehr talentiert, doch manchmal fehlt etwas die ordnende Hand, sofern Devin Harris nicht auf dem Spielfeld steht. Ich denke, dass die Lakers in diesem Spiel den ersten Sieg feiern können, auch wenn sie bereits das dritte Spiel in 3 Tagen absolvieren und die Jazz frisch und ausgeruht sind. Allerdings ist Utah immer in der Lage zu überraschen, auch wenn ich eher glaube, dass vor allem die Rookies noch einige Probleme haben werden, in ihrem ersten NBA Spiel.

Wettquoten (Utah @LA Lakers) bei bwin:

  • Sieh Utah –> 2.75
  • Sieg Lakers –> 1.48

 

Gesamtscore-Wetten: Geldquelle oder Lotterie?

Ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der sich diese Frage schonmal gestellt hat. Sind Gesamtscore-Wetten sicherer als einfache Siegwetten? Sicher ist, dass es bei Gesamtscore-Wetten nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder Over oder Under. Der Mittlerwert wird unter den Tippern auch als Line bezeichnet. Es gibt auf jeden Fall Mannschaften. bei denen Over-Wetten wahrscheinlicher sind als Under-Wetten. Doch mittlerweile haben auch die Buchmacher dies registriert und passen sich oftmals gut den verschiedenen Mannschaften an. In der folgenden Übersicht habe ich typische Over und Under-Mannschaften der NBA aufgeführt. Es sind nicht alle Mannschaften darin vertreten, da man bei diesen Mannschaften nicht genau erkennen kann, ob sie mehr Wert auf das Scoring oder auf die Defense legen.

Over-Teams

  • Denver Nuggets
  • Phoenix Suns
  • New York Knicks
  • Golden State Warriors
  • Portland Trail Blazers

Under-Teams

  • Toronto Raptors
  • Boston Celtics
  • San Antonio Spurs
  • New Orleans Hornets
  • Chicago Bulls
  • Los Angeles Lakers

 

Fazit: Mannschaften wie die New York Knicks oder die Denver Nuggets leben praktisch ausschließlich von der Offensive. George Karl (Denver Nuggets) und Mike D’Antoni (New York Knicks) sind dafür bekannt, dass sie ihr Tempo Offensivbasketballspiel spielen lassen. Viel Tempo, viele Würfe, schlechte Defense. Diese Eigenschaften zeichnen die Over-Teams auf, während bei den Under-Teams vor allem Mannschaften mit starker Defense aufgeührt werden. Gerade die Chicago Bulls oder die San Antonio Spurs legen viel Wert auf die Defense und konnten demnach auch schon gute Erfolge feiern. Wer sich wundert, warum die typische Over-Mannschaft Toronto aus der letzten Saison, bei den Under-Teams aufgeführt ist, dem kann ich sagen, dass die Raptors mit Dwayne Casey einen absoluten Defensivguru als Headcoach verpflichtet haben. Der letztjährige Assistenztrainer der Dallas Mavericks, der hauptsächlich für die Defense zuständig war, gilt als Verfechter einer guten Defensive. Bereits in den Pre-Season Spiele konnte man sehen, dass in Kanada nun mehr auf die Defense geachtet wird als in der vergangenen Saison. Sicherlich ist ein Over/Under immer von der Begegnung und der Line abhängig, dennoch sollte man sich diese Liste gut einprägen und ab und zu mal draufachten.

In der folgenden Übersicht, gebe ich meine Gesamtscore-Wetten für die heutigen NBA Spiele ab. Ich werde immer die Line angeben und dann mich entscheiden, ob ich auf Over oder Under gehe. Die Analyse hierführ habe ich oben gegeben, den Rest entscheide ich aus meinem Bauch und aus meinem Fachverständnis. (Line von bet365)

  • Atlanta Hawks – New Jersey Nets –> under 180,5
  • Minnesota Timberwolves – Milwaukee Bucks –> over 189.5
  • Sacramento Kings – Portland Trail Blazers –> over 195.5
  • Utah Jazz – Los Angeles Lakers –> under 185.0

 

Schon die erste Woche hat es in sich. Bereits am Eröffnungstag gab es 3-4 Duelle direkter Titelkandidaten. In der heutigen Nacht gibt es mit Boston-Miami bereits wieder ein Spitzenspiel. Doch auch die kommenden Tage werden sehr spannend und interessant werden. Deswegen habe ich hier eine kleine Übersicht über die Spitzenspiele der kommenden Woche aufgestellt.

  • Mi. 02.00 Miami Heat -Boston Celtics
  • Do. 02.00 Memphis Gizzlies – Oklahoma City Thunder
  • Do. 02.30 San Antonio Spurs – Los Angeles Clippers
  • Fr. o2.00 Oklahoma City Thunder – Dallas Mavericks
  • Fr. 04.30 Los Angeles Lakers – New York Knicks
  • Sa. 04.30 Los Angeles Clippers – Chicago Bulls

 

Das wars auch schon wieder von der vierten Ausgabe des brandaktuellen Basketball-Blogs “Basketball kompakt”. In der nächsten Ausgabe wird es dann neben NBA-Spielanalysen auch wieder eine Vorschau auf BBL-Spiele geben und ich werde zum ersten Mal Spielerspezialwetten ins Programm aufnehmen und auch wieder eine System/Kombiwetten posten, mit der man hoffentlich viel Geld gewinnen kann.

Bis dahin, eine schöne Woche!

 

27. Dezember 2011 / marcel - Kategorie: US-Sports Wetten









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