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Sport-Wetten


Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Sport-Wetten und Sportwetten im Allgemeinen.


Artikelreihe 6/6

Aus den vorangegangen Artikeln dieser Artikel Reihe wird deutlich, dass eine Neuordnung des deutschen Sportwettmarktes dringend notwendig ist und dass das aktuell in der Diskusion stehende Modell der Bundesländer hierzu nur bedingt taugt. Einen weitaus geeigneterer Vorschlag stellt der Vertragsentwurf aus Schleswig Holstein dar, der auch schon von der EU-Kommission notifiziert wurde. Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen des Vertrages und den zu berücksichtigenden Restriktionen zum Schutz vor Wettsucht und Spielmanipulationen, ist ein weiterer entscheidender Faktor, dass der neue Glücksspielvertrag auch von den Wettanbietern akzeptiert wird und diese unter den neuen Bedingungen bereit sind in Deutschland zu operieren.

Dies ist insbesondere bei dem Länder-Entwurf derzeit sehr fraglich und würde dazu führen, dass private Wettanbieter keine Konzession in Deutschland beantragen und weiterhin aus dem Ausland operieren würden, was dem deutschen Staat weder zusätzliche Steuereinnahmen einbringen, noch bei der Kontrolle des Wettmarktes weiterhelfen würde.

Das Alternativ-Modell aus Schleswig Holstein trifft hingegen auf breite Zustimmung und eine hohe Akzeptanz auf Seiten der privaten Wettanbieter. Der Hauptvorteil den die Anbieter hierbei sehen, ist die Zusatzabgabe in Höhe von 20% auf den erzielten Gewinn des Unternehmens, der im Gegensatz zum Länder-Modell mit 16,67% auf den gesamten Spieleinsatz, deutlich realistischer veranschlagt ist und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhält.
 
Sollte das Modell der Länder wirklich in der aktuellen Form in ein neues Gesetz umgesetzt werden, haben beispielsweise die Vorsitzenden der Bwin Party Group, Jörg Wacker, und der JAXX SE (u.a. Mybet), Mathias Dahms, bereits angekündigt, dass sie vermutlich keine Lizenz in Deutschland beantragen werden. Das "Modell Schleswig Holstein" hingegen beinhaltet ihrer Meinung nach viele sinnvolle und dem aktuellen Markgeschehen angemessene Bedingungen, unter denen Sie sich eine Lizenz in Deutschland durchaus vorstellen könnten.

Herr Wacker betont hier auch nochmal ganz deutlich das Restriktionen des Länder Vertrags, die beispielsweise die Live-Wette betreffen, bei der zukünftig nur noch auf das Endergebnis gewettet werden soll, am aktuellen Wettmarkt vorbei gehen und das Risiko solcher Wetten ja letztendlich bei den Anbietern selbst und nicht beim Staat liegt.

Außerdem ist nach dem aktuellen "Age of Gaming" Report davon auszugehen, dass wenn der neue Vertrag der Länder wirklich so umgesetzt wird, immer noch 93% (aktuell 95%) des Wettmarktes im unregulierten Markt stattfinden wird. Außerdem stellt die angedachte Pokerlösung, bei der Pokertische in Casinos gefilmt und ins Internet gestreamt werden sollen, wo
Spieler dann online mitspielen können, eine realitätsfremde und so nicht durchführbare Lösung dar. Deutschland verfügt derzeit über den zweit größten Pokermarkt in Europa.

Herr Wacker, der Bwin Party Group, ist davon überzeugt, dass der deutsche Sportwettmarkt spätestens in 10 Jahren komplett liberalisiert sein wird. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg, auf dem es wohl leider nur in kleinen Schritten und mit einigen weiteren Gerichtsverhandlungen in die richtige Richtung gehen wird.

Herr Dahms von JAXX SE glaubt außerdem, dass der Länderentwurf in der aktuellen Form max. 6 Monate in Deutschland gültig sein wird. 

Es bleibt abzuwarten wie sich das nächste Treffen der Länder am 26.05. in Magdeburg entwickelt, auf dem den großen privaten Anbietern je 5 Min Redezeit zur Verfügung stehen werden um Ihre Belangen vorzutragen. Endgültig unterschrieben werden soll der Vertrag dann am 06.Juni.

Die aktuelle Prognose sieht so aus das 15 Bundesländer für den neuen Entwurf stimmen werden und Schleswig Holstein dagegen. Das würde dazu führen das es demnächst zwei unterschiedliche Rechtslagen in Deutschland geben wird und mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit die privaten Wettanbieter ihr Angebot von Schleswig Holstein aus anbieten werden. Dies ist allerdings nur möglich wenn der deutsche Bund von seinem Recht eine länderübergreifende Lösung zu finden keinen Gebrauch macht.

Wir werden Sie hier in unserem News Bereich weiterhin über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten und hoffen Ihnen mit unserer Artikel Reihe einen Einblick in die aktuelle Situation rund um die Neuordnung des deutschen Sportwetten-Marktes gegeben zu haben.

Hier finden Sie nochmal alle 6 Artikel im Überblick:

Sportwetten Deutschland – Neuordnung Sportwettenmark 2012 – die Übersicht

23. Mai 2011 / schippinho - Kategorie: Sport-News

Artikelreihe 5/6

Das Thema Wettmanipulation wird neben der Spielsucht, mit der wir uns in unserem letzten Artikel beschäftigt haben, als eines der Hauptrisiken des Sportwettens gesehen. Die Sportwetten sind mittlerweile in unserer Gesellschaft etabliert und zu einem festen Bestandteil dieser geworden. Wie in allen Bereichen von wirtschaftlichem Interesse, gibt es auch hier einige Wenige die mit unlauteren Mitteln versuchen einen finanziellen Vorteil zu erlangen.

Insbesondere der durch die Medien ins Rampenlicht gerückte Fall des Robert Hoyzer, hat das Thema der Wettmanipulation publik gemacht. Es steht außer Frage, dass die Gesellschaft alles dafür tun muss, die Integrität des Sports zu wahren. Insbesondere die Wettanbieter und die großen Sportverbände stehen hier in der Pflicht.

Schauen wir uns zunächst an wie die Wettanbieter aktuell gegen Wettmanipulation vorgehen und welche präventiven Maßnahmen getroffen werden. In Zusammenarbeit der DFL, des DFB und den Wettanbietern wurde als Reaktion auf den Hoyzer Fall mit der "Wettradar" ein Frühwarnsystem geschaffen, das alle gelisteten Spiele aus dem Wettangebot der beteiligten Wettanbieter miteinander vergleicht und Auffälligkeiten meldet. So erhalten sowohl die Wettanbieter als auch die Sportverbände die Möglichkeit, auf mögliche Wettmanipulationen frühzeitig zu reagieren.

Ein weiteres Frühwarnsystem ist das Early Warning System (EWS) der FIFA. Hier werden, wie bei Wettradar, weltweit Partien in Zusammenarbeit mit über 400 Wettanbietern aufgezeichnet und überprüft. Angezeigte Unregelmäßigkeiten eines Frühwarnsystems alleine, können natürlich niemals als Beweis für ein manipuliertes Spiel geltend gemacht werden. Sie dienen lediglich als Hinweis um auffällige Fälle einer näheren Betrachtung zu unterziehen.

Der Weltmarkt der Sportwetten schreibt aktuell einen Umsatz von ca. 350 Mrd. Dollar im Jahr. Ca. $140 Mrd davon stammen aus dem Schwarzmarkt und können derzeit noch nicht offiziell überwacht werden. Den größten Schwarzmarktanteil finden wir in China, hier werden alleine geschätzte 90 Mrd. Dollar in Hinterzimmern und illegalen Wettbüros umgesetzt.  

Neben dem Frühwarnsystem bietet die enge Zusammenarbeit mit den Wettanbietern eine weitere Möglichkeit effektiv gegen Wettmanipulation vorzugehen und konkreten Hinweisen der Anbieter unverzüglich nachzugehen. Darüber hinaus hat das EWS ein Informationsnetzwerk gesponnen, um mit Hilfe von Insider-Informationen Wettbetrügern auf die Schliche zu kommen. Hindernisse dieser eher unkonventionellen Ermittlungen stellen
in erster Linie absichtliche Falschinformationen und die Verlässlichkeit von Informanten dar.

Beobachtet werden vor allem Spiele der FIFA, aber auch ausgewählte nationale Liegen. Hierdurch wird zwar ein Großteil der Sportereignisse, die von einem Wettanbieter angeboten werden überwacht, allerdings gibt es immer noch Bereiche in denen das Monitoringsystem noch nicht lückenlos arbeitet. Hier wäre beispielsweise der Schwarzmarkt, der noch völlig unreguliert ist zu nennen, außerdem die bereits erwähnten Fehlinformationen und das Ausbleiben wichtiger Informationen. Darüber hinaus gibt es auch Spielabsprachen die nicht darauf abzielen Wettgewinne zu erwirtschaften.

Es besteht also weiterhin Optimierungsbedarf und folgende Verbesserungen wären wünschenswert, um das aktuelle Frühwarnsystem weiter zu verbessern:

 - komplette Transparenz der Wettanbieter gegenüber Monitoring-Systemen und Sportverbänden
 - International einheitliche Regelungen, die die Zusammenarbeit zwischen Wettanbietern und Sportverbänden festlegen
 - Kooperation zwischen nationalen und internationalen Frühwarnsystemen und nationalen Regulierungs- und Strafverfolgungsbehörden
 - Einheitliche Bestimmungen einzelner Länder für die Teilnahme an Wettereignissen von Betroffenen und offiziellen Personen
 - Erziehungs- und Präventivprogramme zur Informationsverbreitung und Aufklärung über die Wettmanipulationsthematik

 

Trotz nicht wegdiskutierbaren Problemen im Bereich der Spielmanipulation, ist es wichtig sich bewusst zu machen, das hiervon nur ein minimaler Teil des Sportwettmarktes betroffen ist und 99,9% aller Sportereignisse ohne Manipulationsverdacht stattfinden.

Die Härte des aktuellen Urteils im Fall des A.S. dient wohl in erster Linie der Abschreckung von Nachahmungstätern. Einen ausführlichen Bericht über das aktuelle Urteil finden Sie hier. Eine weitere Möglichkeit Manipulation einzuschränken wäre ein staatlich reguliertes Wettangebot, wie es zurzeit in Italien sehr erfolgreich praktiziert wird. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen hier zukünftig getroffen werden und ob es im Rahmen der Neuordnung des deutschen Sportwettmarktes auch zu weiteren Verbesserungen im Bereich der Wettmanipulation kommen wird.

Morgen werden wir in einem abschließenden Artikel die "Zukunftsaussichten und die Positionen einiger großer Wettanbieter" genauer betrachtet.
Sportwetten Deutschland – Neuordnung Sportwettenmark 2012 – die Übersicht
 

22. Mai 2011 / schippinho - Kategorie: Sport-News

Artikelreihe 3/6

Wir beschäftigen uns heute mit der Rechtsmäßigkeit des Sportwettens im Internet. Jeder der sich häufiger mit der Thematik des Sportwettens im Internet auseinandergesetzt hat, weiß dass es sich hierbei, aus rechtlicher Sicht, um ein sehr kompliziertes und schwer durchschaubares Thema handelt.

So gibt es einige die behauten das Sportwetten im Internet in Deutschland verboten sind und es sich um eine illegale Tätigkeit handelt. Andere berufen sich auf das EU-Recht und die dort festgeschriebene Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit. Wiederum andere argumentieren damit, dass der Server wo die Sportwette abgeschlossen wird, ja gar nicht in Deutschland stehe und die Wette somit auch nicht in Deutschland abgeschlossen werden würde und deutsches Recht hier gar nicht greifen dürfte.
Oftmals wird in Verbindung mit der Rechtsmäßigkeit des Sportwettens in Deutschland von einer so genannten Grauzone gesprochen. Was es damit auf sich hat und ob das Sportwetten in Deutschland nun erlaubt oder verboten ist, werden wir Ihnen in diesem Artikel versuchen näher zu bringen.

 

Zunächst ein paar Daten zum aktuellen Wettmarkt in Deutschland:

 

Spieleinsätze

Ertrag

Gewinnanteil am Spieleinsatz

Sportwetten Online

3,90 Mrd.

0,312 Mrd.

8%

Sportwetten Terrestisch

3,40 Mrd.

0,663 Mrd.

19,50%

Pferdesportwetten

0,25 Mrd

0,063 Mrd.

25%

Oddset (staatlich)

0,17 Mrd

0,068 Mrd.

40%

 

 

Hiervon findet laut aktuellen Studien gerade einmal 5% im regulierten Markt statt. 95% der Sportwetten werden hingegen Online oder in ebenfalls umstrittenen terristischen Wettlokalen abgegeben und befinden sich somit  im unregulierten Markt.

Laut Goldmedia betrug der der Umfang der Sportwetten im unregulierten Markt im letzten Jahr rund 7,8 Mrd. Euro.
Es gibt mittlerweile über 500 deutschsprachige Glücksspielangebote im Internet deren Betreiber aus dem Ausland operieren und dort Steuern abführen. Die Gewinnzahlen des einzigen staatlichen Wettanbieters Oddset, sind hingegen in der letzten Zeit stark rückläufig und stehen in keinem Vergleich zum boomenden Online-Markt.
Dies zeigt deutlich, dass Deutschland dringend dazu aufgefordert ist rechtliche Lösungen zu finden, um den Markt in die Legalität zu kanalisieren
und Steuergelder die bisher weitestgehend an Deutschland vorbeilaufen dem Fiskus zuzuführen.

 

Nun zur aktuellen rechtlichen Lage in Deutschland:

Laut deutschem Strafrecht handelt es sich bei Online Sportwetten und Online Poker derzeit noch um verbotenes Glücksspiel (§285 SGB).
Der EU-Gerichtshof hat im September 2010 in Luxemburg das aktuelle Staatsmonopol in Deutschland aber für nicht mit dem EU-Recht vereinbar erklärt und Deutschland zu einem neuen Gesetzesentwurf aufgefordert.
Deutschland hat nun Zeit bis Ende 2011 einen neuen Vertrag auszuarbeiten. Aktuelle Informationen hierzu haben Sie in unseren letzten beiden Artikeln dieser Artikel Reihe, "Sportwetten-Konzessions Modell der Länder – Umsetzbarkeit und Sinnhaftigkeit" und "Alternativmodell Schlewswig-Holstein" erhalten.

Die aktuelle Lage sieht also so aus, dass das Sportwetten im Internet zwar nach geltendem deutschen Recht verboten ist, dies aber wiederrum gegen das übergeordnete EU-Recht verstößt. In diesem  Zusammenhang wird oft von der bereits angesprochenen Grauzone gesprochen, da keine eindeutige Gesetzeslage vorliegt und EU-Recht und Deutsches Recht sich hier widersprechen.

Der deutsche Staat hätte zwar theoretisch noch die Möglichkeit strafrechtlich gegen Sportwetter im Internet vorzugehen, dies wird aber aufgrund der unsicheren Rechtslage und dem hohen Aufwand der Strafverfolgung derzeit nicht praktiziert.

 

Es bleibt abzuwarten wie die aktuelle Diskussion um die Neuordnung des Glücksspielmarktes in Deutschland ausgeht und ob eine klare Regelung für den Bereich der Online Sportwetten gefunden werden kann.
Zwei Themen die hierbei im Fokus stehen und von staatlicher Seite immer wieder als Argumente für ein Monopol vorgebracht wurden, sind die Bekämpfung der Wettsucht und der Spielmanipulation.

 

 

Unser morgiger Artikel beschäftigt sich deshalb mit dem Thema „Wettsucht“.

Artikel 4/6: "Wettsucht in Deutschland"
Sportwetten Deutschland – Neuordnung Sportwettenmark 2012 – die Übersicht

20. Mai 2011 / schippinho - Kategorie: Sport-Wetten

Artikelreihe 2/6

Schleswig-Holstein hat aus den im gestrigen Artikel über das Konzessions-Modell der Länder betrachteten Gründen, als einziges Bundesland dem Entwurf der Bundesländer nicht zugestimmt und einen eigenen Gesetzesentwurf bei der EU Kommission eingereicht.

Hauptinhalte sind eine weitgehende Öffnung und Liberalisierung des Wettmarkts für private Anbieter.
Außerdem sieht der Schleswig-Holsteiner Entwurf im Bereich des Vertriebs und Marketings deutlich weniger Restriktionen vor als das Länder-Modell.
Darüber hinaus wird das Hauptziel des Länder-Entwurfs, die Bekämpfung der Wettsucht und der Spielmanipulation, in eine Reihe mit vielen weiteren Zielen für einen geordneten Markt gerückt.

Die weiteren Ziele lauten hierbei wie folgt:
-    Die Kanalisierung des natürlichen Spieltriebs in geordnete und überwachte Bahnen
-    Verwendung des Hauptteils der Einnahmen aus der Zusatzabgabe der Glücksspiel-Anbieter für gemeinnützige Zwecke
-    Konformität mit den Vorgaben der EU-Rechtsprechung

Anhand folgender Inhalte sollen die gemachten Zielvorgaben umgesetzt werden:
-    Es soll eine „Prüfstelle" als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde eingeführt werden
-    Für eine Vertriebsgenehmigung ist „Sachkunde“ und „Zuverlässigkeit“ erforderlich, sowie die Übereinstimmung mit einem Wettreglement
-    Es ist eine Sicherheitsleistung zu erbringen (20.000€ pro Wettannahmestelle, 1.000.000€ für den Fernvertrieb über das Internet)
-    Es muss ein Wettbuch geführt werden, in dem alle abgeschlossenen Wetten für mindesten 4 Jahren festgehalten werden
-    Bruttorohgewinne werden durch eine Zusatzabgabe mit lediglich 20% besteuert

Der Schleswig-Holsteiner Entwurf macht auf den ersten Blick einen weit aus realitischeren Eindruck, als dies bei dem Konzessions-Modell der Länder der Fall ist.
Große Kritikpunkte sind auf den ersten Blick keine zu erkennen. Bedenken gibt es lediglich, dass dem Spielerschutz und der Wettmaniulation nicht genügend Rechnung getragen wird, allerdings lässt sich auch dieses Argument bei genauerer Betrachtung nur schwer halten.
So ist positiv anzumerken, dass mit diesem Entwurf eine realistische Chance besteht den Großteil des bisher unregulierten Marktes (ca. 95%) zu regulieren und somit, neben Mehreinnahmen durch Steuergelder (Schätzungsweise ca. 180 Mill, Q:Albers), auch gegen Wettsucht und Spielmaniulation deutlich effektiver vorgegangen werden kann. Die Besteuerung von 20% auf den Gewinn des Unternehmens, ist eine angemesse Besteuerungshöhe, bei der die Wettbewerbsfähigkeit der privaten Wettanbieter erhalten bleibt und trotzdem merkliche Steuermehreinnahmen erzielt werden können.

Ein weiterer Pluspunkt ist die klare Regelung, dass der Großteil der Steuer-Zusatzeinnahmen für gemeinnützige Zwecke ausgegeben werden müssen.
Außerdem dürfen durch die Lockerung im Bereich des Vertriebs und Marketings sowohl der Spitzensport, als auch der Breitensport auf Zusatzeinnahmen durch Sponsorengelder aus der Wettbranche hoffen.

Vergleicht man die beiden Entwürfe miteinander wird man schnell feststellen, dass das Schleswig Holsteiner Modell zwar keine Mehrheit auf Länderebene genießt, dafür aber sowohl von der EU-Komission bereits notifiziert worden ist und im Gegensatz zu dem Länder-Entwurf von den großen privaten Wettanbietern akzeptiert wird. So haben die Unternehmen Bwin Party Group und Jaxx SE (Mybet) bereits angedeutet, dass sie unter den Schleswig-Holsteinischen Bedingungen in Deutschland operieren würden.

Durch den eigenen Entwurf Schleswig-Holsteins und die nicht vorhandene Aussicht auf eine deutschlandweit einheitliche Regelung zwischen den Bundesländern, besteht die Möglichkeit für den Bund einzugreifen und eine länderübergreifende Lösung herbeizuführen.
Hierzu bleibt abzuwarten was das nächste Treffen der Länder am 26.05. in Magdeburg ergibt und ob der Länder Entwurf in der aktuellen Form von der EU-Kommission notifiziert wird.

Es bleibt also spannend rund um die Neuordnung des Glücksspielmarktes und es ist noch nicht abzusehen, ob der Großteil der deutschen Bevölkerung bald in einem liberalisierten und geordneten Markt seine Wetten abgeben kann.

Morgen beschäftigen wir uns mit der Frage der aktuellen Rechtsmäßigkeit von Sportwetten im Internet und was unter er der oft genannten Grauzone wiklich zu verstehen ist.

Es folgt Artikel 3/6:

"Aktuelle Rechtsmäßigkeit des Sportwettens in Deutschland"

Sportwetten Deutschland – Neuordnung Sportwettenmark 2012 – die Übersicht

19. Mai 2011 / schippinho - Kategorie: Sport-News

Sportwoche 1.-7.6.2009

Datum Sport Verband Ort Event
6.-10.6. Fussball FIFA weltweit WM-Qualifikationsspiele
24.5.-6.6. Tennis WTA Paris Roland Garros French Open
24.5.-7.6. Tennis ATP Paris Roland Garros French Open
7.6. Formel 1 FIA Istanbul Grand Prix der Türkei

1. Juni 2009 / gabriel - Kategorie: Wettprogramm









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