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Mit Mathematik zum Erfolg – Der Weg zum eigenen Wettmodell (1/3)

Glück, Pech oder Zufall? Der Zielscheibenfehler!

Mit Hilfe mathematischer Ansätze können Schwächen der Buchmacher ausfindig gemacht werden. Erfahrene Sportwetter ziehen daraus einen Nutzen und biegen langfristig auf die Siegerstraße ein. Die Wettbasis hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihren Lesern die Grundlagen zu vermitteln, um mit Wettmodellen Value Wetten zu identifizieren und Sportereignisse aus einem völlig neuen Blickwinkel zu betrachten. Wenn ein neuer Trainer bei einem Verein sein erstes Match bestreitet, stellen sich nicht nur die Fragen: „Wird er die Mannschaft erreichen? Kann er ein neues Spielsystem kreieren?

Nein, es gilt auch bei solchen Fakten zu versuchen, eine objektive und logische Denkstruktur herzustellen, mit der Korrelationen (wird im zweiten Teil der Serie genauer erklärt) abzuleiten sind. Fragen, die gestellt werden müssen, sind beispielsweise: „Ist der Prozentsatz der Siege bei den ersten Spielen mit einem neuen Trainer in der Vergangenheit tatsächlich höher gewesen? Hat ein neuer Chefcoach tatsächlich Auswirkungen auf den Spielausgang oder ist das nur ein Irrglaube?“

Diese Wettbasis Artikel-Serie wird in drei Beiträgen die Grundlagen und den Anfang des Aufbaus eines Wettmodells erläutern. Die weiteren Teile der Serie befinden sich hinter folgenden Links:

Mit Mathematik zum Erfolg – Der Weg zum eigenen Wettmodell (2/3)
Mit Mathematik zum Erfolg – Der Weg zum eigenen Wettmodell (3/3)

Artikel 1 beschäftigt sich mit dem Zielscheibenfehler, dem Zinseszins zur Kapitalsteigerung und dem Unterschied zwischen Zufall und Glück!

Der Zielscheibenfehler

Der Mensch neigt dazu, Geschichten im Nachhinein zu erzählen und Muster erst dann zu erkennen, wenn sie eingetroffen sind. Dies ist unter dem Begriff „Zielscheibenfehler“ zusammengefasst. Ein kurzes Beispiel dazu: In der Rückrunde der Saison 2015/16 gewann Real Madrid den Clasico beim FC Barcelona und trat kurze Zeit später in der Champions League gegen den VfL Wolfsburg an. Nach dem Spiel (Endergebnis: 2:0 für Wolfsburg) hatte jeder „Experte“ eine Erklärung für dieses überraschende Resultat. Die Spieler von Real wären vom Kopf her noch im Clasico gewesen, sie hätten nach dem Erfolg vom Wochenende den Gegner unterschätzt. Durch einige Minuten in Unterzahl war die körperliche Fitness der Madrilenen nicht mehr vorhanden und so weiter. Wenn man das Spiel gesehen hat, weiß man aber auch, dass Real mit 1:0 hätte in Führung gehen können/müssen. Ein angebliches Abseitstor wurde durch eine Millimeter-Entscheidung der Unparteiischen nicht gewertet.

„Wer nie einen Fehler begeht, hat nie etwas Neues probiert“

Albert Einstein

Hätte es gezählt und die Königlichen wären in Wolfsburg in Führung gegangen, vielleicht hätten sie das Match mit 3:0 gewonnen und alle Experten wären wieder der Meinung gewesen, dass Real durch den Sieg über Barca Selbstvertrauen getankt hat und Wolfsburg durch die damalige „Kruse-Affäre“ sowieso aus dem Konzept war.

Ein weiteres kurzes Beispiel ist die Partie der Bayern gegen Mainz 05 ebenfalls aus dem Frühjahr 2016. Die Mainzer gewannen völlig überrachend in der Allianz Arena mit 2:1 und der Aufschrei war nach dem Spiel groß. Durch das anstehende Topspiel gegen den BVB am Samstag danach wurde den Spielern mangelnde Konzentration vorgeworfen, dass sie die falsche Einstellung an den Tag legten und vieles mehr. Eine genauere Betrachtung ist gewinnbringender: Sowohl vom ersten Eindruck, als auch von den rein statistischen Zahlen her war das Heimspiel der Münchner fast identisch zu den Spielen vorher in der Allianz Arena. Ballbesitz, Torschüsse, Laufleistung, all diese Werte hatten keine signifikanten Abweichungen zu den Vorwochen. Nur der Ball wollte in dieser Begegnung einfach nicht in das gegnerische Tor und Mainz nutzte eiskalt beiden sich ergebenden Gelegenheiten aus und nahm den Dreier mit nach Hause.
 

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Der Unterschied zwischen Glück und Zufall?

Angenommen der FCB ist so dominant, dass er unabhängig vom Gegner nur 5% seiner Heimspiele verliert und in 95% der Fälle mindestens ein Unentschieden holt. Dann liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Münchner in der gesamten Saison in der Liga irgendwann mal ein Spiel verlieren, bei genau 58,19% (Rechnung: 1 – 0,95^17). Es wird also mathematisch gesehen sehr wahrscheinlich einmal in der Spielzeit passieren, dass Bayern trotz klarer Überlegenheit eine Partie am Ende als Verlierer beendet. Egal, wer dann der Gegner war, die Medien werden wieder ihre Gründe und Geschichten parat haben, wodurch sich dies begründen lässt.

Jedoch ist es nunmal so, dass dies einfach nur ein reiner Zufall war, der mathematisch dann und wann vorkommen muss. Genau diese Denkweise gilt es sich anzueignen. Bei Spielen wie Bayern vs. Mainz oder auch Wolfsburg vs. Real ist es nicht die Aufgabe Muster zu erkennen und dann bei einer ähnlichen Konstellation eine Wette auf den Außenseiter zu riskieren. Stattdessen ist zu hinterfragen, ob das Ereignis tatsächlich Value (genauere Erklärung in Artikel 2) hatte, oder Bayern in 20 vergleichbaren Spielen wohl kein weiteres Match gegen Mainz verlieren würde. Die Fähigkeit, Glück vom mathematischem Zufall zu unterschieden, zeichnet einen guten Sportwetter aus.

Die Suche nach der goldenen Formel

Das große Ziel eines Mathematikers (und auch Sportwetters) muss es sein, diese eine goldene Formel zu erstellen, mit der er ohne mit der Wimper zu zucken, ohne Medienvorberichte, teils ohne eine der Mannschaften überhaupt zu kennen, eine Wette abschließen kann, von der er weiß, dass sie profitabel ist. Es werden auf dem Weg dorthin einige Klippen zu überqueren sein und man wird auch den ein oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen. Wer eine Formel, ein Modell oder einen Algorithmus gefunden hat, der ist wetttechnisch gesehen im gelobten Land angekommen. Auch wenn man nur einen Profit von 1% pro abgeschlossener Wette zu erwarten hat und vielleicht auch nur drei Spiele jeden Tag findet, die Value enthalten, so ist langfristig ein dicker Gewinn möglich.

Angenommen ein Tipper beginnt mit 1000€ Startkapital und setzt immer nur 1% des verfügbaren Kapitals ein – also bei der ersten Wette genau 10€. Dann sind laut dem Beispiel  365 Tage×3 Spiele pro Tag=1095 Spiele zum Wetten zur Verfügung und der Einsatz könnte regelmäßig erhöht werden. Da dieses Wachstum exponentiell verläuft, braucht man nur zu Beginn ein wenig Geduld und Disziplin, bevor die großen Gewinne von alleine kommen.
Das ist alles natürlich nicht so einfach wie es vielleicht wirkt. Erst einmal ist ein System zu finden, bei dem es jeden Tag bis zu drei Value-Bets (Wetten mit Gewinn-Potential) gibt. Bei dieser Suche wird die Wettbasis Hilfen und Anregungen geben.
 

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Außerdem ist natürlich auch eine langfristige Kontrolle der Ergebnisse notwendig, um eventuelle stochastische Abweichungen nicht überzubewerten und falsch zu interpretieren. Dafür bekommt man mit der Zeit ein gutes Gespür. Deshalb ist es absolut verpflichtend notwendig, über jede einzelne Handlung, jede Wette, jedes Ergebnis, ordentlich Buch zu führen. Dies ist eine Arbeit, die vielleicht nicht den allergrößten Spaß macht, aber zwingend von Nöten ist, um Erfolge beim Wetten zu generieren. Auch dort lassen sich natürlich Excel-Vorlagen erstellen, die das Sammeln von Daten vereinfachen und teilweise automatisieren.

In Teil 2 der Artikelserie „Mit Mathematik zum Erfolg – Der Weg zum eigenen Wettmodell“ werden die Begriffe Value, Marge und vor allem Korrelationen etwas genauer untersucht. Diese sind Grundlage dafür, um überhaupt ein allgemeines Verständnis von der Mathematik hinter den Sportwetten zu erlangen.

Mit Mathematik zum Erfolg – Der Weg zum eigenen Wettmodell (2/3)

 

Eine Übersicht über alle interessanten Informationen rund um den langfristigen Wetterfolg, finden Sie in unserem Artikel: Langfristig Erfolgreich Wetten – Bankrollmanagement, Estimations und Co.