Glücksspielstaatsvertrag: Was du über den deutschen Spielerschutz wissen musst 

Aktualisiert am

Glücksspiel im Internet und vor Ort fasziniert viele Menschen. Doch damit der Spaß nicht in eine gefährliche Falle umschlägt, gibt es in Deutschland seit 2021 einheitliche und strenge Regeln: den Glücksspielstaatsvertrag. Dieser Vertrag wurde entwickelt, um dich aktiv vor Spielsucht, zu hohen finanziellen Risiken und unkontrolliertem Spielverhalten zu schützen.

In diesem Artikel erfährst du, was der Glücksspielstaatsvertrag vorgibt und wie dir diese Vorgaben dabei helfen sollen, den Überblick zu behalten.

Was ist der Glücksspielstaatsvertrag?

Der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) ist ein Gesetz, das alle sechzehn deutschen Bundesländer im Jahr 2020 beschlossen haben. Der Vertrag ist im Juli 2021 in Kraft getreten und regelt den gesamten Glücksspielmarkt in Deutschland einheitlich. 

Welche Ziele verfolgt der Glücksspielstaatsvertrag?

Das Gesetz setzt klare Leitplanken, um Risiken für Spielsucht zu mindern und den Schutz vor Betrug der Spieler zu verbessern. Es ist darauf ausgelegt, den Markt zu ordnen und Transparenz zu schaffen.

  • Es dient der Bekämpfung des illegalen Marktes.
  • Es soll den Zugang zu Glücksspielen strenger kontrollieren.
  • Es setzt Maßnahmen zum Schutz von Jugendlichen und gefährdeten Personen um.

Der Staat geht streng gegen Anbieter vor, die sich nicht an die Regeln halten. Zur eigenen Sicherheit sollten Spieler daher ausschließlich legale Online Casinos in Erwägung ziehen.

Wer überwacht die Einhaltung in Deutschland?

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder übernimmt diese wichtige Aufgabe. Sie hat ihren Sitz in Sachsen-Anhalt. Die Behörde kontrolliert die Anbieter sehr genau und stellt sicher, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Die Glücksspielbehörde schaut dir beim Spielen nicht direkt über die Schulter, aber sie kontrolliert die Technik und den Markt im Hintergrund. Du erkennst legale Anbieter an dem offiziellen Siegel auf der Webseite oder auf den Automaten vor Ort. Wenn dieses Siegel fehlt, ist das Angebot nicht legal und du solltest es meiden.

Was genau regelt der Glücksspielstaatsvertrag?

glücksspielstaatsvertrag deutscher spielerschutz

Der Glücksspielstaatsvertrag regelt den gesamten Markt in Deutschland, um dich vor zu hohen finanziellen Risiken und Sucht zu schützen. Dafür greift er in sämtliche Bereiche des Glücksspiels ein. Den gesamten Glücksspielstaatsvertrag kannst du hier einsehen. Im Folgenden geben wir dir einen Einblick in die wichtigsten Maßnahmen.1.

1. Strikte Regeln für die Werbung

    Um zu verhindern, dass du dich unüberlegt zum Spielen verleiten lässt, und um besonders junge Menschen zu schützen, gibt es strenge Vorgaben für Werbung:

    Werbeverbot am Tag

    Diese Regelung sorgt dafür, dass das Thema Glücksspiel nicht zu einem allgegenwärtigen Normalzustand im Alltag wird, dem Kinder und Jugendliche unbewusst ausgesetzt sind.

    ➡️ Zwischen 06:00 und 21:00 Uhr ist Glücksspielwerbung im Radio und Fernsehen verboten. Für Sportwetten kann diese zeitliche Regelung milder ausfallen. Dafür greift bei Sportwetten ein Sponsoring- und Werbeverbot während Live-Übertragungen von Sportereignissen auf dem übertragenden Kanal. 

    Wenn du morgens mit deinen Kindern beim Frühstück sitzt und das Radio läuft, sollen die Kleinen gar nicht erst auf die Idee kommen, dass Glücksspiel ein normaler Zeitvertreib ist. Deshalb bleibt dahingehend die Werbung tagsüber stumm.

    Verbot irreführender Werbung

    Transparenz ist der Schlüssel zur Selbstbestimmung. Spieler sollen die echten Chancen kennen und nicht durch falsche Versprechungen zu unüberlegten Handlungen verleitet werden.

    ➡️ Werbung darf keine Gewinne garantieren oder Risiken verschweigen.

    Werbung darf also nicht so tun, als sei der nächste große Gewinn garantiert. Sie muss beispielsweise in puncto Online Casino Bonus ehrlich sein, statt nur die schöne Aussicht zu zeigen.

    Sponsoring-Verbot bei Sportübertragungen

    Obwohl Sportwetten legal sind, sollen Sport und Glücksspiel in der Öffentlichkeit nicht verschmelzen. Die Begeisterung für den Sport soll im Mittelpunkt stehen und nicht als direkte Werbefläche für Wetten dienen. 

    ➡️ Während Live-Übertragungen von Sportveranstaltungen darf nicht direkt für Sportwetten geworben werden.

    Wenn du ein spannendes Fußballspiel schaust, soll der Sport im Mittelpunkt stehen. Die Spieler auf dem Platz dürfen nicht wie Litfaßsäulen für Wettanbieter herumlaufen, damit der Sport nicht mit dem Glücksspiel verschmilzt.

    Keine Direktwerbung ohne Erlaubnis

    Deine persönlichen Daten gehören dir. Werbemails oder SMS ohne deine Einwilligung greifen in deine Privatsphäre ein und setzen dich unnötig unter Druck.

    ➡️ Anbieter dürfen dir nur Werbung schicken, wenn du ausdrücklich zugestimmt hast.

    Diese Regel schützt deine Privatsphäre und stellt sicher, dass du die volle Kontrolle über deine persönlichen Daten behältst. Du entscheidest selbstbestimmt, ob und von wem du werbliche Informationen erhalten möchtest. 

    Verbot von Testimonials mit Vorbildfunktion

    Das Vertrauen in bekannte Persönlichkeiten wird oft auf das beworbene Produkt übertragen. Besonders junge Menschen sollen nicht durch ihr Idol zum Glücksspiel gebracht werden.

    ➡️ Bekannte Persönlichkeiten, Sportler oder Influencer dürfen nicht für Glücksspiele werben.

    Bekannte Personen genießen oft einen hohen Vertrauensvorschuss. Damit dieser nicht ausgenutzt wird, um Menschen zu riskantem Verhalten zu verleiten, ist diese Art der Werbung verboten. Dass man im Internet dennoch häufig Influencer beim Glücksspiel sieht, liegt daran, dass diese oftmals mit ausländischen Anbietern zusammenarbeiten.

    2. Klare Trennung der Spielbereiche

      Damit du den Überblick behältst und nicht zu schnell zwischen verschiedenen Angeboten hin- und herwechselst, sind diese strikt voneinander getrennt.

      Räumliche Trennung vor Ort

      Wenn unterschiedliche Angebote (z. B. Automaten und Sportwetten) direkt nebeneinanderliegen, sinkt die Hemmschwelle, schnell mal das Spiel zu wechseln. 

      ➡️ Nach dem sogenannten Trennungsgebot des § 21 Abs. 2 GlüStV dürfen in einem Gebäude oder Gebäudekomplex, in dem sich eine Spielhalle oder Spielbank befindet, keine Sportwetten vermittelt werden. 

      Diese räumliche Distanz zwischen den Bereichen schafft eine bewusste Unterbrechung. Sie gibt dir die Möglichkeit, kurz innezuhalten und dein Verhalten zu reflektieren, bevor du ein weiteres Spiel beginnst. Das hilft dabei, impulsive Handlungen zu vermeiden. 

      Digitale Trennung im Internet

      Im digitalen Raum ist die Versuchung groß, schnell zwischen verschiedenen Spielen hin- und herzuklicken. Eine klare visuelle Trennung hilft, den Fokus nicht zu verlieren.

      ➡️ Verschiedene Spiele wie Poker, Wetten und Automaten müssen auf den Webseiten klar voneinander getrennt sein.

      Diese klare Strukturierung der Webseite dient der Orientierung. Sie stellt sicher, dass du bewusst und gezielt ein Angebot auswählst, anstatt unkonzentriert von einem Spiel zum nächsten zu gelangen. 

      Verbot des parallelen Spielens

      Multitasking beim Glücksspiel führt dazu, dass man schnell den Überblick über die Einsätze verliert. Der Fokus auf eine einzige Aktivität ist ein essenzieller Schutzmechanismus.

      ➡️ Du darfst nicht an mehreren Bildschirmen bzw. Automaten gleichzeitig spielen.

      Die Beschränkung auf ein einzelnes Spiel soll fördern, dass der Überblick über das eigene Budget und das Spielgeschehen erhalten bleibt. Das parallele Spielen an mehreren Geräten oder Tischen überfordert die Aufmerksamkeit und erhöht das Risiko, unkluge finanzielle Entscheidungen zu treffen. 

      Wartezeiten bei Spielwechsel

      Schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern verleiten zu unüberlegtem Handeln. Eine kurze Verzögerung gibt dir die Möglichkeit, dein Verhalten zu reflektieren.

      ➡️ Zwischen dem Wechsel von einem Anbieter zu einem anderen gibt es eine Pause von 5 Minuten.

      Diese gesetzlich vorgeschriebene Pause unterbricht den Spielfluss bewusst. Sie soll dir die nötige Zeit geben, deine bisherigen Einsätze und Handlungen zu überdenken, anstatt impulsiv und ohne Pause weiterzuspielen. 

      Trennung von Inhalten und Zahlungen

      Wer die Finanzen verschiedener Bereiche zusammenwirft, verliert schnell das Gespür für das eingesetzte Geld. Getrennte Konten sorgen für Klarheit und Kontrolle.

      ➡️ Geld für verschiedene Spielbereiche muss getrennt verwaltet werden.

      Indem die finanziellen Mittel für verschiedene Spielkategorien getrennt gehalten werden, behältst du zu jedem Zeitpunkt die vollständige Übersicht über deine Ausgaben und verminderst finanzielle Risiken. 

      3. Konsequenter Schutz von Jugendlichen und vor hohen Verlusten

      Damit Minderjährige geschützt bleiben und niemand in eine finanzielle Notlage gerät, gelten diese klaren Vorgaben.

      Strenge Alters- und Identitätsprüfung

      Der Schutz von Minderjährigen hat oberste Priorität. Durch eine lückenlose Kontrolle wird sichergestellt, dass kein Jugendlicher Zugang zu potenziell schädlichen Angeboten erhält.

      ➡️ Dein Ausweis muss bei der Online-Anmeldung oder vor dem Betreten von Spielhallen kontrolliert werden.

      Diese Maßnahme stellt sicher, dass die gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen konsequent eingehalten werden. Die Identitätsprüfung dient dazu, den Zugang zu den Spielangeboten ausschließlich volljährigen Personen zu gewähren. 

      Verbot der Kreditvergabe

      Geld zu leihen, um zu spielen, ist eine gefährliche Schuldenfalle. Diese Regelung verhindert, dass Spieler über ihre finanziellen Verhältnisse hinaus aktiv werden.

      ➡️ Anbieter dürfen dir kein Geld leihen oder Kredite anbieten.

      Diese Regelung soll fördern, dass du ausschließlich mit den finanziellen Mitteln spielst, die dir tatsächlich zur Verfügung stehen. Es ist gesetzlich untersagt, auf Kredit zu spielen, um eine Überschuldung und unkalkulierbare finanzielle Risiken zu vermindern. 

      Sozialkonzepte für Anbieter

      Spielsucht entwickelt sich oft schleichend. Ein Konzept zur Früherkennung hilft dabei, aktiv zu intervenieren, bevor ernsthafte Probleme entstehen.

      ➡️ Anbieter müssen ein Konzept haben, um Spielsucht früh zu erkennen.

      Diese Konzepte dienen als präventives Frühwarnsystem. Sie stellen sicher, dass problematisches Spielverhalten durch geschultes Personal frühzeitig erkannt wird, um Betroffenen rechtzeitig Unterstützung anzubieten. 

      Abstand zu Schulen und Jugendeinrichtungen

      Um den alltäglichen Zugang für junge Menschen zu erschweren, sind räumliche Distanzregeln ein wichtiges Instrument zur Prävention.

      ➡️ Lokale Spielstätten dürfen nicht direkt neben Schulen und Jugendeinrichtungen liegen.

      Räumliche Distanzvorschriften verhindern, dass Glücksspielstätten in unmittelbarer Nähe von Bildungseinrichtungen und Jugendzentren liegen, um den direkten Zugang für Minderjährige zu erschweren.

      Transparenz über den Jugendschutz

      Regeln sind nur dann wirksam, wenn die Menschen, die sie anwenden, auch optimal dafür ausgebildet sind. Schulungen garantieren einen aktiven Schutz vor Ort.

      ➡️ Mitarbeiter müssen für das Thema Jugendschutz geschult werden.

      Durch die fachspezifische Ausbildung der Mitarbeiter soll gewährleistet werden, dass Schutzmaßnahmen konsequent umgesetzt und potenzielle Risiken im Betrieb sofort erkannt und adressiert werden. 

      4. Sperrsysteme als Sicherheitsnetz

      Um dich vor dir selbst zu schützen, wenn das Spielen überhandnimmt oder du eine Auszeit brauchst, dient das zentrale Sperrsystem OASIS als wichtiges Sicherheitsnetz. Du musst dich jederzeit selbst für das Glücksspiel sperren lassen können und auch Angehörige müssen die Möglichkeit haben, dich sperren zu lassen. 

      Selbstsperre

      Die Möglichkeit, sich selbst zu schützen, ist eine starke Chance für Spieler, Eigenverantwortung zu übernehmen und den Willen zur Kontrolle zu fördern.

      ➡️ Du kannst dich selbst in das System eintragen, wenn du eine längere Pause vom Glücksspiel brauchst.

      Die Selbstsperre ermöglicht es Spielern, eigenverantwortlich eine Auszeit zu nehmen, wenn sie das Gefühl haben, die Kontrolle über ihr Spielverhalten zu verlieren. 

      Fremdsperre durch Dritte

      In manchen Situationen übersieht man eigene Probleme oder kann nicht handeln. Eine Fremdsperre bietet ein zusätzliches Sicherheitsnetz durch das soziale Umfeld.

      ➡️ Angehörige oder der Anbieter können dich sperren lassen.

      Die Fremdsperre bietet einen ergänzenden Schutzmechanismus durch das soziale Umfeld oder den Anbieter, falls der Spieler selbst nicht mehr in der Lage ist, eine notwendige Spielpause einzuleiten. 

      Pflicht zur OASIS-Abfrage vor dem Spiel

      Eine Sperre ist nur dann wirksam, wenn sie auch konsequent kontrolliert und technisch durchgesetzt wird.

      ➡️ Der Anbieter muss vor jedem Start prüfen, ob du gesperrt bist.

      Die obligatorische Abfrage vor Spielbeginn stellt sicher, dass bestehende Spielersperren ausnahmslos und technisch zuverlässig durchgesetzt werden. 

      Mindestdauer der Sperren

      Verhaltensänderungen brauchen Zeit. Eine Mindestdauer stellt sicher, dass man nicht schon nach wenigen Tagen den Schutz aufgibt.

      ➡️ Die gesetzliche Mindestdauer für eine Selbstsperre beträgt grundsätzlich ein Jahr. Spieler können zwar bei der Beantragung eine individuell kürzere Dauer festlegen. Diese darf aber drei Monate nicht unterschreiten. Eine Fremdsperre gilt immer für ein Jahr.

      Die Mindestdauer von Sperren gewährleistet eine wirksame zeitliche Distanz, die erforderlich ist, um problematisches Spielverhalten zu reflektieren und nachhaltig zu verändern. 

      Aufhebung der Sperre nur auf Antrag

      Ein einfacher Klick zum Entsperren oder das Auslaufen einer Sperre würden den Schutz mindern oder ganz zunichtemachen. Die Hürde des Antrags verhindert impulsive Rückfälle.

      ➡️ Eine Sperre endet nicht von alleine und muss aktiv beantragt werden.

      Die Aufhebung einer OASIS Sperre erfordert einen aktiven Antrag. Dieser formelle Schritt verhindert impulsive Entscheidungen und bietet zusätzliche Sicherheit. 

      5. Strenge Vorgaben im Internet

      Weil das Internet rund um die Uhr verfügbar ist und man zu Hause ungestört spielt, sind hier besonders strenge Regeln nötig, um dich vor hohen Verlusten zu bewahren.

      Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat

      Das Limit vermindert das Risiko, dass man den Überblick über die eigene finanzielle Belastung im Internet verliert. Es setzt eine feste Obergrenze für den Einsatz.

      ➡️ Du darfst monatlich über alle Anbieter hinweg maximal 1.000 € einzahlen. Wichtige Ausnahme: Bei Sportwetten kann dies nach einer Bonitätsprüfung auf bis zu 10.000 € erhöht werden.

      Die monatliche Einzahlungsgrenze verhindert, dass Spieler auch bei niedrigen Auszahlungsquoten von Spielautomaten die Kontrolle über ihre Ausgaben verlieren, und setzt einen verbindlichen finanziellen Rahmen über alle Anbieter hinweg. 

      Fünf-Sekunden-Regel an Spielautomaten

      Ein hohes Spieltempo führt zu unbewusstem und impulsivem Verhalten. Diese Regel zwingt zu einer kurzen Pause und Reflexion.

      ➡️ Zwischen den Runden an virtuellen Spielautomaten musst du fünf Sekunden warten.

      Diese zeitliche Verzögerung zwischen den Spielrunden unterbricht die Spielgeschwindigkeit. Sie zwingt den Spieler zur Ruhe und verhindert ein unüberlegtes, zu schnelles Fortsetzen des Spiels.

      Maximaler Einsatz von 1 € pro Spiel

      Kleine Einsätze minimieren das finanzielle Risiko pro Runde, sodass selbst bei einer Pechsträhne keine hohen Beträge sofort verloren gehen.

      ➡️ Du darfst bei virtuellen Spielautomaten höchstens 1€ pro Runde einsetzen.

      Das Limit hält den finanziellen Einsatz pro Spielrunde bewusst niedrig, um das Risiko von hohen Verlusten zu minimieren und eine solide finanzielle Kontrolle zu ermöglichen. 

      Verbot der Auto-Play-Funktion

      Automatisierte Spiele verhindern, dass man bewusst die Kontrolle über den Einsatz behält. Manuelles Eingreifen fördert das bewusste Spielen.

      ➡️ Jede Runde muss manuell gestartet werden.

      Das Verbot automatisierter Spielabläufe (Auto-Play) erfordert die aktive und bewusste Entscheidung des Spielers für jede einzelne Spielrunde. 

      Panik Button (Notfall-Pause)

      Wenn die Kontrolle in einer Spielsituation verloren geht, muss es eine schnelle, unkomplizierte Möglichkeit geben, sofort die Reißleine zu ziehen.

      ➡️ Mit einem Klick/Tippen kannst du dich für 24 Stunden sperren. Der Panik Button muss auf jeder Spieloberfläche klar und deutlich erkennbar und leicht auffindbar sein. 

      Der Notfall-Button bietet eine sofortige und niedrigschwellige Möglichkeit, sich in akuten Situationen selbst für 24 Stunden vom Spielbetrieb auszuschließen. Einfach drücken, wenn du eine Verschnaufpause brauchst.

      Fazit: Klare gesetzliche Rahmenbedingungen, die schützen sollen 

      In der Theorie bilden die gesetzlichen Maßnahmen einen umfassenden und durchdachten Schutzrahmen, der durch klare Limits, Sperrsysteme und Werbebeschränkungen die Spielsuchtprävention stärkt. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Wirksamkeit stark von der konsequenten Umsetzung abhängt. 

      • Die Stärken des Glücksspielstaatsvertrags liegen vor allem in den standardisierten Instrumenten wie der zentralen OASIS-Sperrdatei und den verbindlichen Einzahlungslimits.
      • Eine wesentliche Schwäche besteht jedoch darin, dass sich diese strengen Regelungen primär auf lizenzierte Anbieter beziehen.

      Letztendlich kommt es darauf an, den Schwarzmarkt effektiver zu kontrollieren, die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen und die Aufklärungsarbeit zu intensivieren, um den Schutz der Spieler auch im digitalen Raum lückenlos zu gewährleisten.

      FAQ

      Nein, die Eintragung in das zentrale Sperrsystem ist für dich komplett kostenlos.

      Ja, der Glücksspielstaatsvertrag gilt auch für staatliches Lotto, jedoch in einer weniger strengen Form als für Online Casinos oder virtuelle Automatenspiele. 

      Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) überwacht den Markt und stellt sicher, dass sich legale Anbieter an das Gesetz halten.

      Unter bestimmten Umständen hast du gute Chancen, verlorenes Geld auf dem Rechtsweg zurückzufordern, wenn der Anbieter unerlaubt am deutschen Markt aktiv war.

      Nein, grundsätzlich ist es für Spieler mit Wohnsitz in Deutschland verboten, bei ausländischen Anbietern ohne deutsche Lizenz zu spielen. Das gilt selbst dann, wenn der Anbieter im Ausland eine Lizenz besitzt. Laut § 285 des Strafgesetzbuchs (StGB) ist die Teilnahme an einem solchen unerlaubten Glücksspiel strafbar. 

      Quellen:

      https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2021/heft/8/beitrag/gluecksspielstaatsvertrag-endlich-reguliert.html

      https://www.gluecksspiel-behoerde.de/de/fuer-spielende/uebersicht-erlaubter-anbieter-whitelist

      https://www.nationale-plattform.de/SharedDocs/downloads/Webs/NP/DE/staatsvertrag_gluecksspiel_endfassung_24-09-20.pdf?__blob=publicationFile&v=4