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WM-Stadien in Südafrika


Fussball

Johannesburg - Soccer City

soccer city


Die Soccer City oder auch das FNB Stadion dient unter anderem als Austragungsort für das Eröffnungsspiel und das Finale. Das Stadion wurde 1987 erbaut und für die WM 2010 wird es auf 94.700 Plätze ausgebaut (vorher 80.000). Das Stadion hat die Form eines afrikanischen Kochtopfs und die Aussenfasade ist ein Mosaik aus Feuer und Erdfarben. Rund um das Stadion soll es eine Lichterkette geben, die das Feuer unter dem Kochtopf simulieren soll. Außerdem ist die Soccer City das größte Stadion Afrikas, in dem schon viele denkwürdige Spiele stattgefunden haben. Allerdings ist derzeit die Situation rund um die Leute, die an der Fertigstellung der Stadien arbeiten, derzeit mehr als bedenklich. Erst in den letzten Tagen (14.7.2009) gab es in Johannesburg wieder Streiks, weil den Arbeitern zuwenig Geld gezahlt wird. Es gab schon Drohungen seitens der Arbeitnehmer, dass es nächstes Jahr viele unfertige Stadien geben wird, wenn es keine Gehaltserhöhung gibt. Wollen wir hoffen, dass sich die beiden Parteien einigen können.


Johannesburg - Ellis Park Stadion

Ellis Park


Das Ellis Park Stadion ist eigentlich ein Rugby-Stadion und hat mittlerweile den "klingenden" Namen Coca-Cola Park. Im Juni 1995 war der Ellis Park Austragungsort für das Finale der Rugby-WM. Vor 62000 Zuschauern konnte Südafrika gegen Neuseeland 15:12 nach Verlängerung gewinnen. 2005 dann der zweite historische Höhepunkt in der Geschichte des Stadions. Der Ellis Park ist seit damals das erste Stadion, dessen Eigentümer schwarze Hautfarbe haben. Das neue Management wird von Interza Lesego, Orlando Pirates Football Club und Ellis Park World of Sport gebildet. Erbaut wurde das Stadion im Jahr 1982, nach Modernisierung der Spielstätte soll es Platz für 60.000 Zuschauer geben.


Kapstadt - Green-Point-Stadion

Green Point Stadion

In Kapstadt wird mit dem Green-Point-Stadion ein komplett neues Stadion errichtet, das 68.000 Zuschauer fassen soll und vorausichtlich 2009 fertiggestellt wird. Wenn man jüngsten Medienberichten trauen kann, fürchtet man sich aber in Südafrika schon in unfertigen Stadien zu spielen. Das Green-Point-Stadion ist beispielsweise erst zur Hälfte fertig. Mit dem Bau wurde schon verspätet begonnen und dieser wurde zudem noch zweimal wegen eines Streiks unterbrochen (Stand August 2009 ). Wenn das Stadion jemals fertig wird, soll es eines der schönsten Stadien der WM 2010 werden. Der Ozean im Blickfeld, im Hintergrund die Kapstädter Berge. Wer das Stadion später nutzen wird, steht noch in den Sternen. Kapfstadt verfügt ja mit dem Newlands-Stadion über ein weiteres sehr schönes Stadion. Geplant ist es als Heimstätte der beiden Fussballklubs Ajax Cape Town und Santos. Doch was passiert dann mit dem Newlands-Stadion, einem Stadion mit 40.000 Plätzen, das 1989 renoviert wurde. Auf Stadium Guide kann man sehen, was für ein Stadion während der WM 2010 leer steht.


Durban - Moses Mabhida Stadion

Moses Mabhida Stadion

Der Kings Park wird für die WM 2010 in eine Multifunktionsarena umgebaut und sollte ursprünglich King Senzangakhona Stadion. Nun wird es aber nach Moses Mabhida, einem kommunistischen Politiker, benannt. Das Stadion soll nach Fertigstellung ein Fassungsvermögen von 70.000 haben. Auch Durban hat eine lange Fussballgeschichte. Unter anderem wurde hier das erste Länderspiel Südafrikas nach Beendigung der Apartheid. Südafrika gewann damals 1:0 gegen Kamerun. Architektonischer Höhepunkt sind zwei große Stahlbögen, die sich über 100 Meter über das Stadion spannen. Diese können später auch mit einem Lift erklommen werden und so erhält man einen wunderbaren Blick über die Stadt. Das Moses Mabhida Stadion wird nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut, da es sich in Kwazulu-Natal befindet. Dabei handelt es sich um eine Provinz in Durban, in der ers mehrere Naturschutzgebiete gibt.


Pretoria - Loftus Versveld Stadion

Loftus Versveld Stadion

Das Loftus-Versveld-Stadion in Pretoria wurde 1906 erbaut und soll nach der Modernisierung 51.762 Sitzplätze bekommen. Benannt wurde das Stadion nach Robert Owen Loftus Versveld, der viel zum organisierten Sport in Pretoria beitrug. Das Stadion ist Heimstätte von zwei Rugbyvereinen und dem Fussballverein Sundowns FC, einer der ältesten Fussballvereine in Südafrika.


Port Elizabeth - Nelson Mandela Stadion

Nelson Mandela

Mit dem Nelson Mandela Stadion entsteht in Port Elizabeth eine komplett neue High Tech-Arena mit 49.500 Sitzplätzen. In diesem Stadion wird neben fünf Gruppenspielen, einem Achtelfinale und einem Viertelfinale auch das Spiel um Platz 3 stattfinden. Der komplette Neubau des Nelson Mandela Stadions wurde beschlossen, nachdem man zur Übereinkunft gekommen war, dass es quasi unmöglich gewesen wäre, das bestehende Rugby-Stadion in Port Elizabeth umzubauen. Die Bevölkerung in Port Elizabeth gilt zudem als sehr fussballverrückt, obwohl die Stadt keinen eigenen Fussballverein in der Premier Soccer League hat.


Rustenburg - Royal Bafokeng Sports Palace

Royal Bafokeng Sports Palace

Nur geringfügig musste der Royal Bafokeng Sports Palace modernisiert werden und die Sitzplatzkapazität wurde auf knapp über 40.000 erhöht. Das Stadion, bei dem die Royal Bafokeng Community als Investor auftrat, wurde 1999 eröffnet. Die Gesellschaft verwaltet übrigens die weltweit reichhaltigsten und wertvollsten Platinumminen. Bei dem Stadion handelt es sich um ein reines Fussballstadion, das auch hauptsächlich für Fussball genutzt wird und im März 2009 fertig gestellt wurde. Bei der WM 2010 sollen hier sechs Spiele stattfinden. Die Generalprobe mit dem FIFA Confederations Cup wurde jedenfalls mit Bravour bestanden.


Polokwane - Peter Mokaba Stadion

Peter Mokaba Stadion

Das Peter Mokaba Stadion befindet sich in Polokwane (vormals Pietersburg), der Hauptstadt von Limpopo. Das Stadion wird komplett umgebaut und vom alten Stadion bleibt letztendlich nur eine Tribüne übrig. Man kann also sagen, dass es sich hier durchaus um einen Neubau handelt. Das Platz für 46.000 Menschen bieten soll. Es wird das erste reine Fussballstadion in der fussballverrückten Provinz Limpopo. In der Provinz Limpopo gibt es übrigens die meisten registrierten Fussballer. Im Peter Mokaba Stadion werden während der WM 2010 vier Gruppenspiele ausgetragen und nach der Weltmeisterschaft soll es für einige lokale Fussballteams bieten. Benannt wurde das Stadion nach Peter Mokaba, der in Südafrika ein großer Kämpfer gegen Apartheid war und in Polokwane geboren wurde. Polokwane ist übrigens die letzte Stadt vor der Grenze zu Zimbabwe und grenzt zudem an den Kruger Nationalpark an.


Nelspruit - Mbombela Stadion

Mbombela Stadion

Das Mbombela Stadion soll eine Multifunktionsarena werden, die neben Sportveranstaltungen auch für Messen, Konzerte und Shows genutzt werden kann. Das Mbombela-Stadion ist das einzige Stadion, das ausschließlich von südafrikanischen Expertenteams gebaut wird. Mbombela ist ein Wort aus der siSwati-Sprache, bedeutet "viele Leute auf kleinem Raum" und soll für die Bevölkerung von Nelspruit stehen. Das Stadion soll nach Fertigstellung für 43.800 Leute Platz haben (Nelspruit hat weniger Einwohner) und hat die klassische Form eines abgerundeten Rechtecks, bietet also eine optimale Sicht für jeden Stadiongeher. Auffallend sind zudem die 18 Pfeiler in Giraffenoptik, die zusätzlich als Stützpfeiler für die Dachkonstruktion dienen. In keinem anderen Stadion sitzt man so nahe am Spielfeldrand. Auch in Nelspruit, mit 22.000 Einwohnern die kleinste Host-City, werden vier Gruppenspiele über die Bühne gehen.


Bloemfontain - Free State Stadion

Free State Stadion

Das Free State Stadion wird für die WM 2010 umgebaut werden, in dem das Stadion um einen zweiten Rang erhöht wird. Danach soll das Stadion Platz für 40.000 Menschen bieten. Bloemfontein selbst liegt mitten in Südafrika im Binnenhochland der Provinz Free State und kennzeichnet sich durch sanftes Hügel- und Agrarland. In Bloemfontain werden außerdem fünf Gruppenspiele und ein Achtelfinale ausgetragen. Als eines der ältesten Stadien in Südafrika fanden hier auch Spiele zur Rugby-Weltmeisterschaft 1995 und zum African Nations-Cup 1996 statt. Das Stadion dient auch als Heimstätte für die beiden Rugby-Vereine Central Cheetahs und Free State Cheetahs.





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