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UEFA Cup K.O. Phase – Achtelfinal Auslosung


27. Februar 2009 / lukas

Der gestrige Fußballabend avancierte zum Aufstand der Fußballzwerge, gerade Klubs aus Deutschland, Italien, England & Spanien mussten sich überraschend vorzeitig aus dem Uefa Cup verabschieden. Die Gründe dafür findet man recht schnell – einige Vereine aus diesen Topnationen nahmen das Geschehen gegen den vermeintlichen Underdog nicht allzu ernst und setzten ihre Prioritäten ganz klar auf die Liga. Da gerade im Vergleich zu der Champions League die Einnahmen um ein Vielfaches geringer sind und die Motivation der millionenschweren Klubs schmälert, dennoch muss man den Klubs vor allem aus dem Osten großen Tribut zollen. Überraschungen waren am gestrigen Abend weit verbreitet. 

Ein perfektes Beispiel dafür war die gestrige Partie zwischen dem AC Mailand und Werder Bremen. Die Mailänder hatten dabei eine gute Ausgangslage mit einem 1:1. In Bremen fuhren beide Mannschaften ins berühmt berüchtigte Guiseppe-Meazza Stadion.  Trotz des glücklichen Resultates im Hinspiel, in welchem die Werder einen Sieg verpasst hatten, mussten die Bremer wohl auf ein Wunder hoffen um noch den ersehnten Aufstieg zu schaffen. Auch in der Bundesliga läuft derzeit nichts zusammen. Wie auch in Bremen boten die Milan Stars keine überragenden Leistungen, es lief allerdings dennoch anfänglich alles nach Plan. Durch ein Handspiel von Werder-Kapitän Torsten Frings verwandelte Pirlo unhaltbar den Strafstoß. Nur sechs Minuten später bediente Oldie Maldini, Pato der aus 20 Metern das Leder unter die Latte beförderte somit schien wohl alles schon gelaufen. Nach dem Seitenwechsel wurden die  Spielvorteile der Bremer noch offensichlticher und sie verkürzten verdient in der 68 Minute durch Pizarro auf 2:1. Milan nahm weiters das Tempo heraus und die Feldüberlegenheit der Werder wurde vorallem durch die Moral abermals belohnt. Pizzaro traf im Doppelpack nur 10 Minuten später zum 2:2 Endstand. Das Wunder von Mailand war perfekt! Wenn man beide Spiele zusammenfassend analysiert, steigt Werder Bremen gerade durch die Überlegenheit in beiden Partien verdient auf. Sie haben sich den Aufstieg gegen eine unmotivierte Milan Truppe erkämft. Nun treffen die Bremer auf St. Etienne, die mit einem Gesamtscore den ersten der griechischen Liga Olympiakos Piräus von 5:2 ausgeschaltet haben. Es wartet die nächste schwere Aufgabe. Wobei es gegen die Franzosen noch unangenehmer werden kann, da gerade St. Etienne in der Ligue 1 nicht viel mit internationalen Plätzen zu tun hat.

Der Hamburger SV dagegen präsentierte sich nach dem Auswärtsspiel gegen NEC Nijmegen, welches 3:0 gewonnen wurde auch vor eigenem Publikum souverän. Die Verhältnisse und die Überlegenheit wurden schnell unter Beweiß gestellt und zwar nach der frühen Führung in der 9ten Minute durch Ivica Olic. Der Bann war damit gebrochen, zwar wurden keine weiteren Tore erzielt aber durch den einsetzenden Regen wurden die Partie zu einer wahren Regenschlacht. In welcher der HSV nichts mehr anbrennen lies und zahlreiche Chancen auf ein höheres Resultat ausgelassen hat. Dies war außerdem der 100. Sieg der Hamburger im internationalen Geschäft. Im Achtelfinale trifft der HSV auf Galatasaray Istanbul. Die Türken setzen sich dabei im Istanbuler Hexenkessel gegen Bordeaux mit 4:3 durch. Nachdem das Hinspiel 0:0 endete. Dabei wurde das Spiel zu einem Krimi nach dem die Franzosen in den ersten Spielsekunden in Führung gingen, drehte Gala die Partie noch vor der Halbzeit zum 2:1. Nach der Pause war die Spannung kaum zu überbieten: Istanbul schoss den vermeintlich entscheidenden Treffer zum 3:1. Doch Bordeaux steckte nicht auf und drehte ihrerseits die Partie mit zwei Treffern auf 3:3 binnen 2 Minuten somit wären die Blauen weiter. Galatasaray schaffte dennoch mit einem Last-Minute-Tor durch Sabri (4:3) noch den Aufstieg, dabei träumen die Gelb-Roten weiterhin vom Finale in der eigenen Stadt, welches in Istanbul stattfindet.

Für 2 Klubs aus der deutschen Bundesliga war Endstation. Die wohl schwerste Aufgabe hatte dabei der Vfl Wolfsburg, die nach der 0:2 Niederlage wohl nur begrenzte Hoffnungen auf das Achtelfinale hatten. Alles andere als nach Wunsch verlief die Partie im eigenen Stadion, in dem die Devise Alles oder Nichts lautete. Die erste Halbzeit bot wenige Highlights: die Pariser waren gut eingestellt und verhinderten jede Chance ehe St. Germain kurz vor Seitenwechsel wohl alle Träume des VfL nach 39 Minuten zu nichte machten. Dies geschah in dem Lyuindula einen Elfer verwandelte. Die zweiten 45 Minuten ähnelten einer freundschaftlichen Partie: Paris machte durch die Ausgangslage mehr für die Offensive und Rothen & Lyuindula trafen erneut. Für Wolfsburg traf Hasebe zum zwischenzeitlichen 1:2. Paris trifft nun auf den einzigen portugisischen Vertreter SC Braga, die sich gegen das Überraschungsteam aus den Gruppephasen Standard Lüttich klar durchsetzten (Gesamtscore 4:1). Auch für den Vfb Stuttgart war in der Mercedes-Benz-Arena Endstadion. Das erhoffte Offensivspektakel der Schwaben blieb aus, trotz der guten Ansätzte und zahlreichen Chancen sorgte Semshov für Zenit in der 43 Minute für das 0:1. Die 2ten 45 Minuten drehte der Vfb auf und spielte Chance um Chance heraus. Diese Bemühungen wurden auch in der 80. Minute durch Gebhart belohnt, der Titelverteidiger versteckte sich aber keinesfalls und hatte ebenfalls einige Chancen. Die endgültige Entscheidung gelang Faysulin in der 86 Minute durch einen klassischen Konter. Zenit St. Petersburg steigen gesamt gesehen verdient auf. Sie konnten gerade mit ihrem Offensivspiel brillieren. Im Achtelfinale trifft der Titelverteidiger auf Udinese. Calcio setzte sich nach hartem Kampf gegen die Polen Lech Poznen mit einem Gesamtscore von 4:3 durch. 

Für die Inselkicker aus England hieß es im Sechszehntelfinale Endstation. Viel Verwunderung gab es dabei nicht gerade, denn Aston Villa, die sich im Villa Park gegen ZSKA Moskau 1:1 trennten, reisten durch die gute Situation in der Premier League ohne zahlreiche Stammspieler an. Schlussendlich konnte ZSKA durch Treffer von Zhirkov und Vagner Love ungefährdet mit 2:0 gewinnen. Im Achtelfinale wartet nun auf die Moskauer ein spezieller Leckerbissen: der Nachbar aus der Ukraine Schachtjor Donzek. Somit wartet ein Duell mit besonderen Emotionen in dem es keinen Favoriten gibt. Wobei Donezk über mehr Champions League-Erfahrung verfügt. Auch Donezk setzte sich verdient gegen den englischen Klub Tottenham durch: nach dem Hinspielsieg von 2:0 reichte ein 1:1 in Tottenham.  

Die größte Überraschung brachte der dänische Klub Aalborg BK, der souverän mit einem Gesamtscore von 6:1 Deportivo La Coruna ausschaltete. Welche auch einige Male in der Gruppenphase aufzeigen konnten. Es war der Aufstieg gerade durch den Auswärtssieg  in La Coruna (3:1) verdient. Auf die Dänen wartet Manchester City, die Citiziens konnten sich knapp gegen Kopenhagen für das Achtelfinale qualifizieren. Nun wartet der nächste dänische Vertreter. Avanchieren dabei "Blues" zum Dänen Killer? Wenn man die bisherigen Leistungen der englischen Klubs betrachtet, sind die Chancen für beide gleich. Gerade Aalborg will im Uefa Cup weit kommen, da sie dort nichts zu verlieren haben. Für City allerdings wäre dies nach den schlechten Aussichten in der Premier League der einzige Weg an ein internationales Ticket im nächsten Jahr zu gelangen. Was allerdings für Aalborg spricht, ist die Finanzlage bei Manchester City die durch den Uefa Cup kaum nennenswerte Einnahmen machen und in England zu den reichsten Klubs zählen.

Der Aufmarsch des Ostens – Spanische Klubs können nicht gerade mit Loorbeeren übersät werden: Valencia, die als klarer Favorit im Duell mit Dinamo Kiev gehandelt wurden, taten sich gerade in der Ukraine schwer. In dem sich beide Teams 1:1 trennten war dies eine positive Ausgangslage für Valencia. Doch im Mestalla Stadion waren die Verhältnisse ausgeglichen. Kiev konnte durch Kravets in der 34 Minute verdient in Führung gehen und somit eine der wenigen Chancen nutzen. Valencia gelang durch Marchena kurz vor der Halbzeit der Ausgleich. Wenige Minuten nach Seitenwechsel machte die Truppe von Unai Emery ernst und stellte die zwischenzeitliche Führung durch Del Horno her. Kiev war gefordert und  nahm den Kampf auch an. Abermals konnte Kravets für Dinamo zum 2:2 in der 73. Minute einnetzen, welcher auch den Endstand bedeutete. Alle Bemühungen in der Schlussphase von Valencia blieben unbelohnt. Dinamo Kiev darf sich auf ein Duell mit Metallist Kharkiv freuen und es kommt zu einem Innen-Ukrainischen Duell. Metallist, die schon Mannschaften wie Galatasaray, Benfica besiegt habe,n hatten gegen Sampdoria wenig Mühe: In Italien konnten die Ukrainer mit einer Kontertaktik 1:0 gewinnen, zu Hause reichten 2 Treffer in der ersten Halbzeit für den 2:0 Endstand und dem 3:0 Gesamtscore. 

Alle Duelle im Überblick:

Achtelfinal-Auslosung

Werder Bremen AS St. Etienne
ZSKA Moskau Schachtjor Donezk
Udinese Zenit St. Petersburg
Paris St. Germain SC Braga
Dynamo Kiew Metalist Charkow
Manchester City Aalborg BK
Olympique Marseille Ajax Amsterdam
Hamburger SV Galatasaray Istanbul

 

Die Spieltermine für das Achtelfinale sind der 12. und 18/19 März. Viertelfinaltermine wurden am 9 & 16. April angesetzt, das Halbfinale findet am 30. April und 7. Mai statt.









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