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Uefa Cup Halbfinale: Werder Bremen – Hamburger SV


29. April 2009 / joe

Traditionell wünscht man sich in einem europäischen Halbfinale auch eine internationale Spitzenmannschaft begrüßen zu dürfen. Trotzdem kann es momentan wohl kaum ein brisanteres Duell als das – wenn auch nationale – Nordderby geben. Wenn man den Buchmachern Glauben schenkt, spielen die beiden stärksten der verbleibenden vier Teams gegeneinander (Uefa-Cup Sieg: Bremen 3,25@ Unibet, Hamburg 3,55@betsafe, Kiew 4,5@bet-at-home, Donetsk 4,55@bwin).

 

Werder Bremen:

Personell werden Daniel Jensen (nach Operation) und Aaron Hunt (Verletzung des Syndesmosebands) fehlen. Der Einsatz von Petri Pasanen erscheint weiterhin fraglich.

Der Bremer Übungsleiter Thomas Schaaf machte zu Beginn der „norddeutschen Wochen“ deutlich, dass Resultate aus vorangehenden Duellen für ihn keine Relevanz hätten. Bekanntlich haben für Trainer – ein sehr schönes Beispiel ist Felix Magath - immer häufiger jene Statistiken kein Gewicht, welche die eigene Mannschaft in die Favoritenrolle drücken könnten. So auch in diesem Fall. Nur zu genau weiß Schaaf um die Qualität seiner Mannen in „Alles oder Nichts“- Situationen. Außerdem können sich die Bremer, deren Bundesliga-Saison mit einem gesicherten Mittelfeldplatz enden wird, vollkommen auf die Pokalwettbewerbe konzentrieren. Dies wird konsequent ausgenutzt. Eigentliche Stammkräfte können am Wochenende in der Bundesliga geschont werden. Zeitgleich müssen die Hamburger ihr bestes Personal in den Meisterschaftskampf am Samstagnachmittag werfen.

 

 

Hamburger SV:

„Verlieren verboten!“ lautet wohl das Motto des HSV im Bremer Weserstadion. Aufgrund der starken Bremer Offensive und deren Auswärtsstärke ist zu befürchten, dass das Rückspiel nicht gegentorlos für die Hamburger enden wird. Dementsprechend müssen sie heute Gas geben, um der Auswärtsstärke ihres Rivalen entgegen zu wirken. Denn die Autorität der Bremer auf des Gegners Platzes (Milan 2:2 am 26.02, Saint Étienne 2:2 am 18.03, Udinese 3:3 am 16.04) mussten die Hamburger letzte Woche am eigenen Leib erfahren.

Nimmt man alle Wettbewerbe zusammen, hat der HSV in den letzten zwei Wochen vier Mal verloren (1:0 in Stuttgart, 2:1 in Manchester, 2:4 n.E. im DFB-Pokal Halbfinale gegen Bremen, 2:0 in Dortmund). Lediglich gegen Hannover konnte gewonnen werden (2:1). Wenngleich die Niederlage in Manchester nicht weh getan haben wird, ist ein Bruch im Spiel der Mannschaft zu erkennen.

Der simultane Tanz auf verschiedenen Hochzeiten macht sich im Lazarett der Hamburger bemerkbar. Der Einsatz von Petric steht noch in den Sternen.

 

 

Fazit:

Man muss kein Prophet sein, um vorhersagen zu können, dass es sich um eine kampfbetonte Begegnung handeln wird. Mit Spannung bleibt zu beobachten inwiefern Schiedsrichter Howard Webb die Härte beider Mannschaften im Griff haben wird.

Außerdem ist das wiederholte Duell eine taktische Auseinandersetzung zwischen Thomas Schaaf und Martin Jol. Wer wird den anderen – vielleicht entscheidend - überraschen können?

Auch wenn es Thomas Schaaf nicht wahr haben will, liegt der psychologische Vorteil klar bei den Bremern, obgleich der Volksmund angeschlagene Boxer bekanntlich als die gefährlichsten wittert…

 

Quoten:

Bremen: 1,95 bei totesport

Remis: 3,60 bei bet365

Hamburg: 4,35 bei Unibet









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