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Topspiel des 33. Spieltags: FC Schalke 04 – SV Werder Bremen


29. April 2010 / joe

Am Samstag, den 1. Mai 2010, treffen in Gelsenkirchen in der Arena auf Schalke der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen beim Spitzenspiel des 33. Spieltags der Fußball-Bundesliga aufeinander. Natürlich ist – auch wenn es sich um zwei Topmannschaften handelt – ein wenig Glück dabei, die Begegnung des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten auf den vorletzten Spieltag zu legen, jedoch hat die Bundesliga an diesem Spieltag somit genug Spektakel auf dem Parkett. Ob der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen ihre Ausgangspositionen nutzen oder ob sie sich durch ein Unentschieden wahrscheinlich beide um die Chancen des letzten Spieltags bringen, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings besteht für beide die Chance das eigene Menu deutlich schmackhafter zu machen, während man zeitgleich dem Gegenüber gehörig die Suppe versalzen kann.
Dadurch, dass im unteren Tabellendrittel noch vier Mannschaften gegen die Abstiegsplätze kämpfen und im oberen Tabellendrittel noch zwei Teams die Meisterschaft und drei weitere den letzten Champions League Platz unter sich ausmachen, ist am 33. Spieltag jede Begenung mit einer gewissen Würze versehen. Aus Gründen der Chancengleichheit werden die letzten beiden Spieltage komplett an den jeweiligen Samstagen ausgetragen. Es stehen also neun Partien am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr zeitgleich auf dem Plan. Ein wahres Fest für jeden Fan.

FC Schalke 04:
Mehr schlecht als recht gewannen die Königsblauen am vergangenen Wochenende beim Tabellenletzten aus Berlin (1:0). Obgleich die Berliner – wie immer wieder betont wird – deutlich besser spielen, als dies der Tabellenstand aussagt – und wohl bis zum Ende der Saison aussagen wird – muss sich der FC Schalke 04 den Schuh anziehen, gegen die Hauptstädter unterlegen gewesen zu sein. "Wer solche Spiele gewinnt, darf sich "Spitzenmannschaft" nennen", schalt es bei Auftritten dieser Art aus dem Volksmund. Jedoch müssen sich die Knappen wirklich fragen, ob so eine Leistung gegen Werder Bremen nicht zum Meisterschafts-KO führt. Denn die Berliner hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Der Einzige, der das zu verhindern wusste, und im Grunde genommen dadruch der beste Mann auf dem Platz war, heißt Manuel Neuer. Der Gleiche Manuel Neuer, der in der Nationalmannschaft aktuell ordentlich an die Tür des Stammtorhüters klopft. Diese Diskussion ist zwar mit Sicherheit romanfüllend und dementsprechend an dieser Stelle fehl am Platz, jedoch sei die kurz und knapp am Rande erwähnt: Manuel Neuer hat in Berlin die Schalker Meisterschaftsträume gewahrt.
Einfacher zu sehen war der Unterschied der beiden Mannschaften letztlich beim Schalker Tor, als Westermann aus ähnlicher Position und in ähnlicher Situation den Ball eben in die Maschen und nicht – wie vorher die Kicker der Heimmanschaft – gegen die Werbebanden jagte.
Die Königsblauen werden sich darüber im Klaren sein, dass gegen Werder Bremen eine enorme Leistungssteigerung her muss. Vor allem Trainer Felix Magath ist weise genug, dies erkannt zu haben. Ein angenehmer Nebeneffekt für das Spitzenspiel gegen Werder Bremen ist für die Knappen, dass das Spiel in Gelsenkirchen statt findet. Dort verlor man bisher nur zu Beginn der Saison gegen Freiburg (0:1) und Wolfsburg (1:2), sowie gegen die Bayern (1:2). Ansonsten gewann Schalke von 16 Heimspielen deren elf, spielte zwei Mal Unentschieden und musste eben diese drei angesprochenen Male sämtliche Punkte abgeben. Mit 35 Punkten belegt man im Liga-Vergleich auf Rang drei der Heimtabelle hinter Bayern und Leverkusen.
Drei der letzten fünf Spiele gewann Schalke 04. Nachdem in Hannover verloren wurde (2:4) und gegen Mönchengladbach gewonnen wurde (3:1), folgte der schwache Sieg in Berlin (1:0). Letztlich kann man aktuell keine wirkliche Form bei den Schalkern erkennen. Jedoch sollte das Ziel der Meisterschaft über irgendwelchen Formschwankungen stehen.

SV Werder Bremen:
Es scheint als liefe in dieser Saison alles so, wie in der letzten Saison, nur andersrum. Als man in der letzten Saison noch im Uefa-Cup und DFB Pokal Finale stand, war man in der Liga schon ins triste Mittelfeld abgerutscht. In dieser Saison steht Werder Bremen zwar wieder im DFB Pokal Finale, doch in dieser Saison scheiterte man unglücklich an dem FC Valencia im Achtelfinale der Europa League. Dementsprechend fokussierrte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf wieder auf die Bundesliga und legte eine beeindruckende Serie hin, die sie aus dem tristen Mittelfeld wieder in die internationalen Plätze der Tabelle vorschob.
Dass Bremen in der nächsten Spieltzeit auf europäischer Ebene vertreten sein wird ist sicher, doch ob es in der Champions League oder in der Europa League geschieht ist noch unklar. Aktuell belegen die Bremer genau diesen angestrebten dritten Tabellenplatz. Allerdings ist man punktgleich mit Bayer Leverkusen, die mit Berlin und Mönchengladbach keine großen Gegner mehr vor der Brust haben. Lediglich zwei (einhalb) Tore Vorsprung weist die Tabelle zu Gunsten der Norddeutschen auf.
Prinzipiell steht Bremen also vor Leverkusen. Ob das nach den Spielen auf Schalke und gegen Hamburg am Ende der Saison immernoch so ist, darf bezweifelt werden. Dafür spricht jedoch die Serie der Bremer: Vier der letzten fünf Bundesligaspiele wurden gewonnen. Nach einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg (4:2), folgte eine Auswärtsniederlage in Dortmund (1:2). Siege gegen Freiburg (4:0), in Wolfsburg (4:2) und gegen Köln verschoben die Tabelle wieder zu Gunsten der Bremer. Doch gerade das letzte SPiel gegen den 1. FC Köln wirft – ähnlich wie es das Schalker Spiel gegen Berlin tut – Fragen auf. Denn die Bremer verspürten in den ersten 88. Minuten des Spiels wohl eine gewisse Impotenz hinsichtlich des Kölner Abwehrriegels. Dank eines Handspiels des Kölner Innenverteidigers Pedro Geromel im Strafraum gelang Throsten Frings durch den fälligen Elfmeter das erlösende Siegtor (89.). Über die gesamte Spielzeit gesehen war das sicherlich zu wenig, um auf Schalke bestehen zu können. Blickt man auf die letzten beiden noch ausstehenden Spieltage ist ein simples "bestehen" auf Schalke für die Bremer auch zu wenig. Es ist an der Zeit auf Schalke zu "gewinnen". Denn so und nur so wird man vermutlich die Leverkusener auf Distanz halten können.

Fazit:
Die – traditionell -  beste Abwehr der Liga (Schalke mit 29 Gegentoren) trifft auf den – traditionell – besten Angriff der Liga (Bremen mit 68 Treffern). Klingt nach einem qualitativ hochwertigen Spiel. Doch was die beiden Mannschaften am letzten Wochenende ihren Fans anboten, versprich exakt das Gegenteil. Weder die Schalker in Berlin noch die Bremer gegen Köln, konnten gegen mittelmäßige Gegner überzeugen. Eigentlich bleibt beiden faktisch nur, dass der Gegner aktuell ähnlich "rumgurkt". Der FC Schalke 04 und der SC Werder Bremen müssen beweisen, dass sie die Bundesliga würdig in der Champions League vertreten werden. Andernfalls bekommen sie zumindest heute schon mal die Quittung - im Voraus. Ein Service des Hauses oder des Gastes?

Quoten:
FC Schalke 04: 2,25 @ expekt
Unentschieden: 3,45 @ unibet
SV Werder Bremen: 3,60 @ betfair









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