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Topspiel des 17. Spieltags: Hamburger SV – Werder Bremen


18. Dezember 2009 / joe

Am Sonntag, den 20. Dezember 2009, steigt in der Hamburger HSH Nordbank Arena um 15:30 Uhr das große Nordderby. Der Hamburger SV empfängt den SV Werder Bremen. Obgleich zuletzt etwas strauchelnder Leistungen mischen beide Nordlichter ordentlich oben mit. Der Hamburger SV befindet sich auf Platz fünf und der SV Werder Bremen steht punktgleich mit den Hamburger auf dem vierten Rang. Auf den Tabellenersten (Bayer Leverkusen) beträgt der Abstand vier Punkte. Das Spitzenspiel des 17. Spieltags der 1. Bundesliga soll für die Hausherren vor allem Wiedergutmachung bedeuten – näheres dazu im Head to Head.

Hamburger SV:
Gegen Hapoel Tel-Aviv verpasste der HSV unter der Woche den Gruppensieg in der Zwischenrunde der Europa League. In der Auslosung am Freitag, ergab sich nun der holländische Spitzenclub PSV Eindhoven als nächster internationaler Gegner der Norddeutschen. Ein schwieriges Los, allerdings bleibt den Hamburgern noch genug Zeit ihr Lazarett bis zu den Begegnungen zumindest ein wenig zu lichten.
Momentan und damit für das Spiel gegen Werder Bremen von enormer Bedeutung ist das Lazarett noch sehr voll. Mit Ze Roberto, Castellen, Guerrero, Reinhardt, Alex Silva und Benjamin fehlen den Hamburgern einige namhafte Spieler. Diese zu ersetzten fiel in letzter Zeit recht schwer, doch hat unter anderem das Zurückkommen von Marcell Jansen auch einmal ein positives Signal an die Mannschaft aus der medizinischen Abteilung gesendet.
Besonders der November war für die Hamburger ein äußerst durchwachsener Monat, im Dezember kassierte man immerhin in vier Spielen erst ein Gegentor und gewann so gegen Wien (2:0) und in Nürnberg (4:0). Zusätzlich spielte man Unentschieden gegen Hoffenheim (0:0) und verlor in Tel-Aviv (0:1). Im Allgemeinen zeigt die Hamburger Leistungskurve wieder nach oben - auch wenn sie aus sehr negativen Regionen kommt.

SV Werder Bremen:
Bremen marschierte unter der Woche in Bilbao in der ersten Halbzeit zum verdienten Gruppensieg. Mit zwei Siegen gegen den Tabllenzweiten (Bilbao) und insgesamt 6:1 Toren gegen die Spanier, kann man nur von Souveränität reden. Im europäischen Wettbewerb sind die Bremer in dieser Spielzeit gewohnt sicher aufgetreten. So waren sie auch in dieser Woche inBilbao in allen Belangen überlegen. Nächster Gegner auf europäischer Ebene ist Twente Enschede, das in Holland ungeschlagen an der Tabellenspitze der Ehrendivise weilt.
In der Bundesliga ist ein wenig Sand ins Getriebe gekommen. Nachdem die Werderaner nach dem fulminanten 6:0 in Freiburg wieder zu den größten Favoriten auf den Gewinn der deutschen Meisterschaft gehandelt wurden, gelang weder gegen Wolfsburg (2:2) noch gegen Köln (0:0) oder Schalke (0:2) ein Sieg. Zwar war die Niederlage zu Hause gegen Schalke am letzten Wochenende erst die erste, die die Werderaner in der Bundesliga hinnehmen mussten, doch zählen letztendlich nur die Punkte. Besonders das Remis gegen Köln wird Trainer Thomas Schaaf gewurmt haben.
Mit Fritz (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Boenisch (Knieoperation) muss der Übungsleiter auf beide Stamm-Außenverteidiger verzichten.

Head to Head:
Ein typisches Head to Head, in dem der Gesamtheit an Spielen oder die Auswertung der letzten zehn Partien nicht wirklich von Relevanz ist. Denn alles wird überschattet von den Duellen gegen Ende der letzten Saison. In den letzten Apriltagen und in den ersten Maitagen kam es zu vier Aufeinandertreffen zwischen dem HSV und Werder Bremen. Der HSV war zu diesem Zeitpunkt sowohl in der Bundesliga, als auch in den beiden Pokalwettbewerben (DFB Pokal und Uefa Cup) sehr gut positioniert. Die Bremer spielten eine grausame Bundesliga-Saison, kamen in den Pokalwettbewerben allerdings sehr weit. Das erste Spiel – das DFB Pokal Halbfinale – entschied Bremen im Elfmeterschießen (in Hamburg) für sich. Nachdem der HSV dann im UEFA Pokal Halbfinale (im Hinspiel) zurückgeschlagen hatte (1:0 Sieg an der Weser), gewannen die Werderaner das Rückspiel in Hamburg (3:2) und zogen ins Finale ein. Sogar in der Bundesliga gelang es den Bremern die Hamburger – mit einem 2:0 Heimsieg – aus dem Titelrennen zu schießen.
Im direkten Vergleich hat Hamburg zuletzt den kürzeren gezogen, das schreit nach Emotionen.

Fazit:
Aus Bremer Sicht gilt es die positiven Eindrücke aus der Europa League mit in die Bundesliga zu nehmen, um wieder Anschluss an die Tabellenspitze zu finden. Besonders in der Winterpause verschafft das psychologische Vorteile. Tabellarisch geht es dem HSV genauso, allerdings ist dessen emotionale Situation eine andere. Es gilt alte Wunden zu kitten und sich an Narben zu erinnern…

Quoten:
Hamburger SV: 2,60 @ unibet
Unentschieden: 3,30 @ betclic
SV Werder Bremen: 2,80 @ bet365









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