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Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu WM 2010 und Sportwetten im Allgemeinen.
Zunächst einmal gilt es der deutschen Nationalmannschaft dafür zu danken, dass es von dieser Kolumne sieben Ausgaben und gleichbedeutend für das deutsche Volk sieben Spiele bei der Weltmeisterschaft in Südafrika zum Mitfiebern gab. Es ist immer schön, wenn ein Turnier genau so lange dauert, wie die eigene Mannschaft in ihm vertreten ist. Denn wenn bei der eigenen Mannschaft die Luft – im Sinne eines Ausscheidens – raus ist, dann spürt der Fan und auch die Bevölkerung sofort die Ernüchterung und die Euophorie um die Endrunde verfliegt. Dementsprechend hat die deutsche Nationalmannschaft mit dem dritten Halbfinaleinzug in Folge nicht nur enorme Konstanz bewiesen, sondern auch allen ihren Anhängern so lange wie möglich Freude bereitet. Dass es am Ende nicht zu einem glorreichen Finale gegen Holland gekommen ist, bleibt der einzige Wehmutstropfen. Hier unsere 11 zum letzten Spiel: Unsere 11 zu Uruguay.
1. Die Spielweise: Die deutsche Nationalmannschaft spielte von Beginn an ihr Spiel, auch wenn sie in der Defensive die Ordnung vermissen ließ. MIt viel Spielwitz und letztlich einem Tor mehr als die Urus holten sie sich den 3. Platz und machten der Fußball-Welt zum Abschluß noch mal eine Freude. Die Spielweise der deutschen Nationalmannschaft hat bei diesem Turnier international so viel Anerkennung wie selten zuvor erhalten.
2. Der Gegner: Uruguay zeigte kämpferische Qualitäten, musste aber letztlich gestehen, dass der Einzug ins Halbfinale eine Nummer zu groß gewesen ist für die Mannschaft aus Südamerika. Das Losglück der Urus schenkte ihnen einen beachtlichen vierten Platz bei einem Turnier, dass auch ohne Frage schon im Achtelfinale hätte beendet werden können. Gegen Deutschland offenbarte vor allem der Torwart mindestens zwei katastrophale Schwächen.
3. Die Aufstellung: Jogi Löw baute wie erwartet die ganze Mannschaft um. Einzig die Innenverteidigung und das defensive Mittelfeld und Özil behielt der Bundestrainer gegenüber dem Spanien-Spiel bei. Butt, Boateng, Jansen, Müller, Cacau und Aogo rückten neu ins Team.
4. Die Einwechslungen: Beim letzten Spiel gab es nicht mehr viel zu bewirken. MIt Kießling und Kroos bekamen zwei Spieler der zweiten Reihe Einsatzzeiten. Besonders bei Ersterem hätte man sich gegenüber Mario Gomez mehr Minuten gewünscht. Damit – mit Ausnahme von Tim Wiese – alle Spieler einen Einsatz hatten, wurde in der 91. Minute noch Serda Tasci eingewechselt.
5. Der erste Durchgang: Recht früh konnte man erkennen, dass das Spiel nicht durch taktische Muster getrieben wurde. Die deutsche Mannschaft begann, insbesondere mit Dennis Aogo, etwas übermotiviert in den Zweikämpfen. Danach ging man durch Müller verdient in Führung, musste aber ebenso verdient den Ausgleich nach einem Schweinsteiger Fehler hinnehmen.
6. Der zweite Durchgang: Die zweite Hälfte verlief ähnlich unterhaltsam wie der erste Durchgang. Beide Mannschaften nahmen die Defensiv-Aufgaben nicht ganz so ernst. So entstanden Chancen über Chancen, die im zweiten Durchgang für drei Tore reichten. Besonders der Führungstreffer Uruguay durch Diego Forlan war äußerst sehenswert.
7. Die Schrecksekunde: Puyol steigt frei im Sechzehner hoch und köpft ein zum Finaleinzug.
8. Besondere Einzelkritik: Müller zeigte, dass sein Fehlen gegen Spanien von enormer Bedeutung gewesen ist. Auch Arne Friedrich konnte wiederholt zeigen, dass er bei dieser Weltmeisterschaft zu den besten drei Innenverteidigern gehörte.
9. Überraschung des Spiels: Trotz der relativ geringen Bedeutung des Spiels kam die deutsche Mannschaft nach einem Rückstand noch mal in das Spiel zurück.
10. Das Spiel in einem Satz: Deutschland kommt in einem unterhaltsamen Spiel nach Rückstand wieder zurück ins Spiel und schließt die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika versöhnlich und würdig als Dritter ab.
11. Vorsicht: Lasst uns die Konstanz der deutschen Nationalmannschaften feiern, und lasst uns die große Zukunft des jungen Teams bewundern, doch lasst uns auch endlich mal wieder den Pott holen.
Mit dieser letzten Ausgabe verabschiedet sich die WM-Kolumne! Bis in zwei Jahren bei der Europameisterschaft - auf ein Neues!
15. Juli 2010 / joe - Kategorie:
Fussball-Wetten
62 Spiele sind gespielt, lediglich die beiden Endspiele stehen bei der WM noch an. Deutschland hat es nicht geschafft, Uruguay hat es nicht geschafft, Spanien und die Niederlande ermitteln den neuen Weltmeister. Den ersten europäischen, der es auf einem anderen Kontinent schaffen wird. (Die Tipps beziehen sich wieder auf den Stand nach 120 Minuten.)
Das Spiel um Platz drei wird auch gern Spiel um die goldene Ananas genannt. Die Trainer bringen gern die Spieler, die bis dato vor allem die Bank gedrückt haben. Dass ein Spiel um Platz drei aber richtig Spaß machen kann, haben Deutschland und Portugal vor vier Jahren demonstriert. Und ein Ziel haben die Deutschen ja noch vor Augen: Miro Klose will Ronaldos Rekord von 15 WM-Toren mindestens einstellen. Auch wenn die Urus unbequeme Gegner sind – dieses Ziel scheint realistisch.
Deutschland – Uruguay Tipp 1
Weder Spanien noch die Niederlande waren jemals Weltmeister – künftig wird es also acht Länder geben, die für sich in Anspruch nehmen können, in den Annalen als Titelträger geführt zu werden. Ein Fußballfeuerwerk ist wohl nicht zu erwarten, dafür haben beide bislang zu nüchtern gespielt; aber die taktische Stärke beider Mannschaften wird für eine spannende Auseinandersetzung sorgen. Aber nicht für ein schnelles Ende – mindestens mit Verlängerung ist wohl zu rechnen. Vermutlich mit besserem Ende für die Spanier.
Niederlande – Spanien Tipp 2
WM-Wetten (Quoten von Bwin):
Samstag, 10. Juli 2010
20:30
Deutschland gegen Uruguay
Uruguay 5.00
X 3.65
Deutschland 1.65
Tipp 1
Sonntag, 11. Juli 2010
20:30
Niederlande gegen Spanien
Niederlande 3.65
X 3.25
Spanien 2.00
Tipp 2
10. Juli 2010 / hans - Kategorie:
Fussball-Wetten
– 
Am Samstag, den 10 Juli 2010, treffen bei der Weltmeisterschaft in Südafrika Uruguay und Deutschland im Spiel um Platz 3 aufeinander. Die beiden Verlierer der Halbfinals haben die Chance ihre WM mit einem Sieg ausklingen zu lassen.
Neben diesem Spiel geht es für einige Akteure noch um persönliche Auszeichnungen. Für den besten jungen Spieler und den Goldenen Ball wurden die Kandidaten veröffentlicht. Diese Auszeichnung wird sehr stark durch das erfolgreiche Abschneiden bei der WM bzw im Finale beeinflusst. Es ist demnach zu erwarten, dass der Sieger aus der Mannschaft des Gewinners kommt. Nach rein objektiver Betrachtung dürfte kein Spanier die Auszeichnung bekommen, da sie erst sehr spät angefangen haben gut zu spielen und gerade in der Gruppenphase schwächelten. Die spanische Ausnahme David Villa leistete sich eine Tätlichkeit während des Turnierverlauf. Es ist nicht zu erwarten, dass die FIFA nach Zindine Zidane einem weiteren Spieler der Agression auf dem Platz gezeigt hat, diesen Preis verleiht. Die Auszeichnung bezieht sich auf die komplette Turnierleistung.
Schiedsrichter der Begegnug zwischen Uruguay und Deutschland ist der Mexikaner Benito Archundia.
Deutschland:
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Es ist das kleine Finale geworden. Als alle von dem großen Coup geträumt hatten, zerplatzte die Blase während einer gegnerischen Ecke. Im Grunde genommen ist eine Position unter den besten vier – und damit die Konstanz als einziges Team bei den letzten drei Weltmeisterschaften unter den Top 4 gewesen zu sein – eine starke Leistung, doch die Enttäuschung schwingt melancholisch mit. Gerade die zweite Reihe kann sich nun beweisen. Spieler wie Dennis Aogo, Serdar Tasci und Stefan Kießling werden aller Voraussicht nach große Spielanteile bekommen. Das soll nicht heißen, dass Platz drei abgeschrieben ist. Ganz im Gegenteil die Motivation unserer B-Elf sollte dazu führen, dass die Spieler mit voller Konzentration bei der Sache sind.
Mit einem guten – und torreichen - Spiel könnte Thomas Müller seine Ambitionen auf den "Besten Jungen Spieler des Turniers" unterstreichen. In dieser Kategorie ist er zusammen mit Giovanni Dos Santos (Mexico) und dem Ghanaer Andre Ayew nominiert.
Ähnliches gilt für Bastian Schweinsteiger. Der deutsche Mittelfeldorganisator steht zusammen mit neun weiteren Spielern (Özil, Iniesta, Xavi, Villa, Messi, Forlan, Gyan, Sneijder, Robben) auf der Liste des "Goldenen Balls" mit dem die FIFA zusammen mit Adidas den besten Spieler des Turniers kührt.
Wie schon erwähnt, wird Deutschland personell ein anderes Gesicht bekommen, auch im Tor ist mit einer Veränderung zu rechnen. Da Tim Wiese gesundheitlich angschlagen scheint, wird es wohl Hans-Jörg Butt sein, der bei der WM das deutsche Tor im letzten deutschen Spiel hütet.
Uruguay:
Bei Uruguay ist im Gegensatz zu der deutschen Mannschaft nicht damit zu rechnen, dass viele Spieler aus der zweiten Reihe auflaufen werden. Das liegt einerseits daran, dass mit Luis Suarez einer ihrer Besten nach abgesessener Rot-Sperre erst wieder in das Team zurückkehrt und andererseits geht es für Uruguay um Historisches. Denn die Südamerikaner können ihren größten Erfolg seit den beiden Weltmeistertiteln zu Beginn der Geschichte des Turniers feiern – wenn sie Deutschland besiegen. Platz 3 würde für Uruguay deutlich mehr wert sein, als verhältnismäßig für Deutschland.
Objektiv betrachtet muss man die Leistung Uruguays zwar anerkennen, jedoch fällt jedem, der sich mit der Weltmeisterschaft beschäftigt hat, auf, dass die "Urus" viel, sehr viel Losglück hatten. Der Gruppensieg gegen Frankreich, Südafrika und Mexiko ist beachtlich, der Rest war wohl mehr Glück als Verstand. Dass die Südamerikaner im Achtelfinale mit Südkorea vermutlich die schlechteste, der noch übrig gebliebenen Mannschaften hatten, ist ein Punkt. Ein weitere bezieht sich auf das Viertelfinale, in dem mit Ghana die schlechteste verbliebene Nation auf dem Platz gegenüber stand. Der Verlauf der letzten Sekunden des Spiels gegen Ghana mit einem Fehlschuß des Gegners vom Punkt nach 121. Minuten passte hervorragend in das glückliche Bild, das Uruguay während dieser Weltmeisterschaft zeichnete. Die Klasse von Diego Forlan lässt die uruguayische Nationalmannschaft vielleicht überdurchschnittlich guten Fußball spielen, jedoch hätte eine halbe Fußballnation diese Mannschaft schon im Achtelfinale nach Hause geschickt.
Spezialwetten:
Eine Torwette scheint sich bei diesem Spiel statistisch aufzudrängen. In den Spielen um Platz 3 fallen durchschnittlich 3.8 Tore. Mit über 2,5 sollte man also historisch auf der richtigen Seite sein. Keine sicherere Wette aber tendentiell eine gute Richtung. Quote 2,20 @ betsson
Fazit:
Es ist wohl das einzige Spiel bei dieser WM, bei dem die B-Elf eine bessere Figur abgeben wird, als das die erste Wahl täte. Das liegt vor allem an der Motivation. Von den Motoren Schweinsteiger, Müller und Özil ist bezüglich der Nominierung für die persönlichen Preise noch viel zu erwarten. Müller und Schweinsteiger haben Chancen, allerdings wird Müller wahrscheinlich eher ausgezeichnet. Im Spiel um Platz 3 geht es für Uruguay um deutlich mehr. Ob das allerdings reicht, um die letzten Kräfte zu aktivieren und Deutschland nieder zu rackern, bleibt abzuwarten. Macht uns noch ein Mal Spaß, Jungs!
Quoten:
Uruguay: 4,85 @ expekt
Unentschieden: 3,80 @ totesport
Deutschland: 1,80 @ bet365
10. Juli 2010 / joe - Kategorie:
Fussball-Wetten
Da waren es nur noch vier. Und drei davon aus Europa. Nicht aus Südamerika, wobei doch der Kontinent der große Dominator der Vorrunde und des Achtelfinales war. Am Ende haben sich doch die drei Europäer, die im Viertelfinale standen, durchgesetzt. Und im Falle der Niederlande und Deutschlands kann man das getrost als Überraschung bezeichnen; Brasilien und Argentinien galten als die großen Favoriten. (Die Tipps beziehen sich auf den Spielstand nach 120 Minuten!)
Die Niederlande stehen zum vierten Mal unter den letzten Vier; seit 1978 haben sie es aber nie mehr ins Endspiel geschafft. Aber zunächst warten die Tulpenk(n)icker auf Uruguay, den Weltmeister von 1930 und 1950. Das einzige, was für die Männer vom Rio de la Plata spricht: noch nie wurde eine europäische Mannschaft außerhalb Europas Weltmeister. Allerdings plagen Oscar Tabarez Personalsorgen; vor allem der Ausfall von Luis Suarez nach seinem Platzverweis gegen Ghana könnte sich als fatal erweisen. Denn die Abwehr ist eine der wenigen Schwachstellen von Oranje.
Uruguay – Niederlande Tipp 2
Das einzige Land, das bei den letzten drei Weltmeisterschaften mehr als einmal im Halbfinale stand, trifft auf den Europameister. Deutschland hat gegen Spanien auch noch eine Rechnung offen; das verlorene EM-Finale von 2008 schmerzt noch. Nach den Kantersiegen gegen England und Argentinien gilt die Mannschaft als Turnierfavorit; Spanien kann allerdings mit Puyol, Piqué, Villa und Co ein abgezocktes Team aufbieten, das sich keinesfalls so in sein Schicksal ergeben wird wie die vorherigen deutschen Gegner. Trotzdem: der vierte Stern strahlt. Auch wenn Thomas Müller am Mittwoch gesperrt ist.
Deutschland – Spanien Tipp 1
WM-Wetten (Quoten von Bwin):
Dienstag, 6. Juli 2010
20:30
Uruguay gegen Niederlande
Uruguay 7.00
X 3.70
Niederlande 1.50
Tipp 2
Mittwoch, 7. Juli 2010
20:30
Deutschland gegen Spanien
Deutschland 2.45
X 3.30
Spanien 2.70
Tipp 1
5. Juli 2010 / hans - Kategorie:
Fussball-Wetten
– 
Am Samstag, den 3. Juli 2010, treffen beim letzten Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Südafrika Paraguay und Spanien aufeinander. Die Rollen vor diesem Spiel sind klar verteilt: Spanien ist der Favorit und Paraguay der Underdog. Ein klassischer Underdog, den außerhalb von Paraguay setzt wohl niemand eine müde Mark auf ein Weiterkommen der Südamerikaner. Zu verlieren haben sie immerhin nichts mehr, denn der Sieg wird von Spanien erwartet. Im Grunde genommen konnten beide Mannschaften bei diesem Turnier noch nicht besonders überzeugen, doch allein der Fakt, dass eine der beiden Mannschaften unter den besten Vier der Welt stehen wird.
Schiedsrichter der Begegnung ist Carlos Alberto Gonzales aus Guatemala. Der Anstoß des Spiels ist für 20:30 Uhr angesetzt.
Spanien:
"Mit dem Erreichen des Halbfinals geben wir uns nicht zufrieden" betonte Spaniens Nationaltrainer Vicente del Bosque bei einer Pressekonferenz im Vorfeld auf das Viertelfinale gegen Paraguay. Er, wie auch die gesamte spanische Mannschaft, scheinen das ganz große Zeil vor Augen zu haben. Doch vor der Brust haben sie nun erstmal Paraguay. Das entgeht dem ein oder anderen spanischen Nationalspieler, wenn er im Interview auf einen Lagebericht angesprochen wird.
In ihren Köpfen scheinen die Spanier im Hotel, in der Kabine und in der Heimat schon gegen Paraguay gewonnen zu haben. Sicherlich stehenn die Chancen auf ein Erreichen des Halbfinals und auch auf das Erreichen des Finalspiels sehr gut, doch letztlich zählt die Leistung auf dem Platz. Und in diesem Punkt haben die Spanier bei dieser Weltmeisterschaft noch einiges zu wünschen übrig gelassen. So kann man mit Fug und Recht behaupten, dass sie ehr glücklich durch die Gruppenphase gekommen sind – auch wenn sie am Ende doch noch ihre Gruppen gewannen. Genauso wie man die spanische Überlegenheit gegen Portugal erwähen muss, sollte auf der Liste der Spielanalyse das geschickte Verteigen der Portugiesen und das Abseitstor der Spanier stehen. Das "alte" Spanien, welches zumindest die Europäer von der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz kennen, hätte dieses Spiel vermutlich früher für sich entscheiden können.
In der Heimat redet man sich mit alllen Mitteln Mut zu. Man versucht die eigene Mannschaft stark zu reden. Spricht nicht über das Abseitstor, sondern über das "Wiederfinden des eigenen Stils". Nicht über die schwache Leistung von Fernando Torres, sondern über die gute Leistung von David Villa. Und Casillas ist immer noch der beste Torwart der Welt, obwohl er mit jedem weiteren Spiel auf ein Neues versucht der Welt – und der Heimat – das Gegenteil zu beweisen. Auf der iberischen Halbinsel ist an guter Dinge. Der Optimismus hat einen Namen: David Villa.
Ob nun aus abseitsverdächtiger Position oder gefühlvoll aus 35 Metern ist den Spaniern herzlich egal. Der Neueinkauf des FC Barcelona ist es, der die Spanier träumen lässt. Träumen vom Finale, vom Titelgewinn. Paraguay hat keiner von ihnen auf der Rechnung. Absolut Niemand.
Paraguay:
"Man muss sie einschüchtern, damit sie nicht spielen" sagte Nationalmannschaftstrainer Gerardo Martino. Er spielte damit auf sein Konzept an, sich gegen die Spanier keineswegs einzuigeln, sondern wie es schon Chile eindrucksvoll bewies, den Spaniern im Mittelfeld die Lust am Fußball zu nehmen. Zwar klingt dieses Zitat alles andere als regelkonform, doch Paraguays Trainer weiß, dass man gegen die Spaßfußballer aus Spanien nur mit einer härteren Gangart bestehen kann. Im Grunde genommen können sich die Spanier freuen, dass sie nicht von Howard Webb gepfiffen werden, da dieser tendentiell eine härtere Gangert zulässt. Wie auch immer der Schiedsrichter das Einsteigen der Paraguayer bewerten wird, ist die Strategie von Martino nicht abwegig.
Allerdings sollte sich Martino zu aller Erst um seine eigene Mannschaft kümmern. Denn nach dem Gruppensieg in der Vorrunde des Turniers in Südafrika, bot man gegen Japan im Achtelfinale eine grausame Leistung an. Recht schnell war zu sehen, dass dieses Spiel nur in einem Elfmeterschießen entschieden werden konnte. Gegen jeden anderen Achtelfinalisten hätte Paraguay vermutlich verloren. Aber jetzt steht man im Viertelfinale und hat eine einmalige Chance vor Augen: Das Halbfinale.
Es ist extrem selten, dass eine Mannschaft in der offensive groe Schwächen aufzeigt, doch die größte Schwäche der Paraguayer ist ihr Sturm. Sind sind die einzige Mannschaft, die bei der Weltmeisterschaft in Südafrika ins Viertelfinale ohne ein Stürmertor ins Viertelfinale gekommen ist. Wirkliche Angst verprühen die Sturmreihen Paraguays um die beiden Dortmunder Victor Valdez und Lucas Barrios also nicht. Auch nicht bei den Spaniern, die bereits großspurig angekündigt haben, dass Paraguay auch ohne Stürmertor die WM-Abreise antreten werden muss.
Es bleibt abzuwarten wie gut die Paraguayer das Anti-Spanien System der Chilenen umsetzen können. Es erscheint als eine brauchbare Strategie, aber es hat einen Haken: Um sich zu qualifizieren, braucht man ein Tor. Mindestens ein eigenes Tor.
Fazit:
Die Spanier gehen als haushoher Favorit in dieses Spiel. Wäre das nicht ein Viertelfinale und gäbe es nicht die entsprechende Drucksituation, würde ein Viertelfinalspiel nicht implizieren, dass Paraguay bisher ein gutes Turnier gespielt haben muss, dann würde wahrscheinlich keiner auch nur ein Sekunde zweifeln und die Quoten auf Spanien wären mit Sicherheit nicht so "hoch". Doch gerade diese Bedingungen machen das Spiel spannend. Spanien sollte so früh wie möglich zu seiner waren Form finden, sonst gelingt am Ende des Tages den Südamerikaner der große Coup. Ein verdammt großer Coup.
Quoten:
Spanien: 1,50 @ unibet
Unentschieden: 4,10 @ betsson
Paraguay: 9.20 @ betfair
3. Juli 2010 / joe - Kategorie:
Fussball-Wetten
Wir bedinden uns nun im Viertelfinale der größten Titelkämpfe des Fußballs in Südafrika. Am Kap der guten Hoffnung geht die Weltmeisterschaft 2010 ihrem Ende zu. Obwohl schon 56 der 64 Begegnungen gespielt sind, erwartet uns immer noch der interessanteste Teil. Frei gemäß dem Motto "das Beste zum Schluß" wartet die ganze Welt auf eine sportliche Explusion in den Viertelfinalspielen. Denn bisher konnte das Großevent in Südafrika noch nicht ganz halten, was es versprach: Spektakel!
Mit einigen wenigen Ausnahmen scheint das Geschehen auf dem Platz mehr durchdacht als euphorisch und mehr taktisch als spielerisch geprägt zu sein. Täuscht der Eindruck oder haben wir es mit einer insgesamt unattraktiveren Weltmeisterschaft als beispielsweise 2006 in Deutschland zu tun? Im nun folgenden Vergleich, betrachten wir einmal von näherem die sportlichen Leistungen bei den Titelkämpfen in Südafrika:
Der Eröffnungstag:
Wie sich sicher selbst noch erinnern können, geht der erste Tag ganz klar an die Titelspiele in Deutschland vor vier Jahren. Alleine das Eröffnungsspiel machte Lust auf mehr! Durch das Spektakel in den ersten 90 MInuten der WM 2006 wurden die Massen begeistert. Alleine acht Tore am ersten Tag (in nur zwei Spielen) verführten die Menga zum Sport mit dem Lederball.
In Südafrika haben wir leider das Gegenteil erlebt. Der Gastgeber verpasste den Auftaktsieg und wenig später verkorkste eine langwielige Nullnummer zwischen Frankreich und Uruguay den Beginn des Turniers. Nach 12 Minuten waren in Deutschland so viele Tore gefallen, wie in Südafrika am gesamten ersten Tag. Erst im sechsten Spiel der Weltmeisterschaft in Südafrika konnten die Statisitker das 8. Turniertor zählen – in Deutschland hatten sie mehr Arbeit.
Die Gruppenphase:
In der Gruppenphase in Deutschland musste keiner der Favoriten seine Sachen packen – lediglich das Ausscheiden von Tschechien und den damals stärker eingeschätzten Polen verwunderte. Im Großen und Ganzen erinnert man sich aber an eine Gruppenphase, in der die kleineren Fußballnationen durch hervorragende körperliche Verfassung versuchten den bekannten Größen ein Bein zu stellen. Doch letztlich setzten sich die alten Bekannten durch – ein Zeichen von Qualität.
Diese Qualität ließen die großen Fußballnationen in Südafrika vermissen. Nur sehr selten konnte die fußballerische Überlegenheit vond em Papier auf den Rasen übertragen werden. So enttäuschten Italien, Frankreich, England und auch Spanien im spielerischen Bereich. Italien und Frankreich mussten sogar schon nach der Gruppenphase als jeweilige Gruppenletzte nach Hause fliegen. Das Weiterkommen von Überraschungsteams ist es gar nicht, was an der WM in Südafrika zu bemängeln ist, sondern die Qualität. Die Mindestqualität, um in das Achtelfinale einzuziehen erscheint bei dieser WM wohl so niedrig wie noch bei keiner anderen zuvor. Außerdem zeigten gerade die fußballerisch unbekannteren Nationalmannschaften große Schwächen im physischen Bereich. Koreaner, Japaner, Ghanaer: Allesamt mussten sie der Welt konditionelle Löcher präsentieren – und qualifizierten sich trotzdem für das Achtelfinale.
Das Achtelfinale:
Das Achtelfinale - als Produkt der Gruppenphase - wartete mit zwei Topspielen auf die Fußball-Welt. England gegen Deutschland und Spanien gegen Portugal, sollten vergessen machen, was in der ersten Runde beispielsweise Spiele wie Brasilien-Portugal vermissen ließen. Besonders dem Ersteren gelang dies herrvorragend. Leider konnte man das von Spanien – Portugal nicht ganz behaupten und doch hielt die Spannung im Alleingang – wie in den Achtelfinals dieser WM viel zu häufig – das Spiel attraktiv. Im Achtelfinale zeigten unter anderem Mexico und Chile, dass die in sie gesteckten Hoffnungen bei weitem nicht ausbezahlt werden konnten.
Da in der Gruppenphase 2006 die Favoriten grundsolide ihre Gruppen gewannen, blieben im Achtelfinale die großen Überraschungen aus. So setzten sich alle Gruppensieger durch – in Südafrika blieb nur die USA auf der Strecke.
Das Viertelfinale:
Im Viertelfinale in Südafrika stehen noch fünf große Mannschaften. Das bedeutet gleichzeitig, dass es drei sogenannte "kleine" Nationen geschafft haben, sich eine Platz unter den besten Acht der Welt zu sichern. Sicherlich hat das Los durch die Aufeinandertreffen in den Achtelfinals eine Rolle dabei gespielt, doch ist trotz allem klar, dass die etablierten Nationalmannschaften nummerisch weniger vertreten sind. Spanien, Argentinien, Brasilien, Deutschland und die Niederlande kämpfen um drie Plätze im Halbfinale, denn ein Platz wird an einen der kleinen gehen – mindestens einer.
Bei der Weltmeisterschaft 2006 fehlten zwar in den Viertelfinalespielen die Tore (sechs Tore in vier Spielen), allerdings hielten die großen Begegnungen, was ihre Namen versprachen. Deutschland gegen Argentinien und auch Brasilien gegen Frankreich boten Spannung und Unterhaltung.
Inwiefern dies den beiden großen Duellen in Südafrika gelingt bleibt abzuwarten.
Die Spielweise:
Im puncto Spielweise wirkt die Weltmeisterschaft in Südafrika wie eine Weiterentwicklung der WM 2006 in Deutschland. Die immer höhere Gewichtung der taktischen Grundodrnung und das verbesserte defensive Gesamtbild sind Früchte einer Entwicklung, die in Deutschland 2006 begann. Schon dort wurde das 4-4-2 System mehr oder weniger wach abgelöst, um von einem 4-4-1-1 ersetzt zu werden. Die meisten – erflogreichen – Mannschaften verzichten beim Turnier in Südafrika auf einen zweiten Stürmer und senden statt dessen einen Mann mehr ins Mittelfeld. So ist der "zweite Stürmer" meistens ein fünfter Mittelfeldspieler – wenn auch ein offensiver. Die besten Beispiele sind Deutschland, Brasilien und Spanien. Besonders bei den Iberern ist auffällig, dass sie ihre erfolgreiche Ordnung aus dem Europameisterschaftsgewinn zunehmend aufgeben, um einen weiteren Spieler im Mittelfeld zu postieren. Dies äußerst sich auf – wie auch bei Deutschland – mit einem sehr offensiven Außenspiele (David Villa), der zwar nominell als zweite Spitze gilt, allerdings auf dem Feld viel defensiver agiert, als dies ein klassischer Stürmer tun würde.
Die Torschützen:
Seit 1962 gab es keinen Torschützenkönig mit weniger als sechs Treffern – bis Miroslav Klose (5 Tore) 2006. Bei der WM im eigenen Land gewann der Stürmern mit fünf Toren die beliebte Trophäe. Auch in diesem Jahr könnte es passieren, dass relativ wenige Tore reichen, um Torschützenkönig zu werden. Allerdings ist es wahrscheinlicher, dass je nach dem wie weite die Nationalmannschaften im Turnier noch vorstoßen können Luis Fabiano (Brasilien), Gonzalo Higuain (Argentinien) oder David Villa (Spanien) die Marke von Klose übertreffen werden.
Die Überraschungen:
Interessant ist, dass bei beiden Turnieren die wahren Überrasschungen aus der gleichen thematischen Ecke kommen. Es waren 2006 in Deuschland die Europäer, die den Weltfußball dominierten. In diesem Jahr in Südafrika machen die Südamerikaner den Eindruck als wollten sie zeigen, dass es eine neue Qualität auf ihrem Kontinent gibt. In Deutschland kamen alle Halbfinalisten von dem alten Kontinent – in Südafrika sind es schon nur noch drei europäische Teilnehmer im Viertelfinale.
Ganz im Gegenteil die Südamerikaner: Zunächst gelang es alle fünf Endsandten auch in das Achtelfinale zu bringen. Dort setzten sich alle Mannschaften – bis auf Chile, das gegen Brasilien spielte – durch. Aktuell hat jedes Viertelfinale einen südamerikanischen Teilnehmer. Es könnte der ganz große Wurf gelingen. Vielleicht ist schon im Halbfinale klar, auf welchen Kontinent sich der goldene WM-Pokal in diesem Jahr verirren wird.
1. Juli 2010 / joe - Kategorie:
Fussball-News
Vier Südamerikaner, ein Team aus Afrika – und nur drei aus Europa. Das Viertelfinale schaut nicht aus wie gewohnt. Standard waren immer mindestens vier bis fünf Europäer, Brasilien, Argentinien und maximal ein Exot. Vor vier Jahren waren noch sechs Europäer in der Runde der letzten Acht, die dann auch mit Argentinien und Brasilien schnell Schluss machten.
(PS: Die Vorhersagen beziehen sich auf den Spielstand nach 120 Minuten!)
Mit Uruguay und Ghana im Viertelfinale war sowieso nicht wirklich zu rechnen. Die Urus haben es seit Mexiko 1970 nicht mehr so weit geschafft und die Ghanaer sind nach Kamerun 1990 und dem Senegal 2002 erst die dritte afrikanische Mannschaft in dieser Phase. Ins Halbfinale kam noch nie ein Team vom schwarzen Kontinent; und egal ob Kevin-Prince Boateng nun spielt oder nicht – das wird auch 2010 nicht passieren. Zu abgezockt erscheinen Forlan, Suarez und Co. Und im Gegensatz zu früher auch zu diszipliniert.
Uruguay – Ghana Tipp 1
Zum Zungeschnalzen erscheint das zweite Viertelfinale zwischen den Niederlanden und Brasilien. Beide stehen traditionell für schnelles Angriffspiel – aber in diesem Turnier fielen sie bislang durch gnadenlos effizientes Spiel. Seit 1974 hat Oranje gegen die Selecao nicht mehr bei einer WM gewonnen – dann aber marschierten Cruyff und Co ins Endspiel. Das ist auch dieses Mal das Ziel der Tulpenk(n)icker, aber der Gegner erscheint stärker als vor 36 Jahren. Dennoch – am Zuckerhut ist der Titel schon beschlossene Sache. Und Hochmut kommt halt vor dem Fall.
Niederlande – Brasilien Tipp 1
Ähnlich wie in Brasilien ist es in Argentinien. Diego Armando Maradona ist nach seinen Sprüchen schon Weltmeister. Natürlich hat er eine tolle Mannschaft mit Tevez, Messi und Higuain. Natürlich spielt Argentinien sehr stark. Aber das haben sie auch schon 2006 – und nach dem Elfmeterschießen brannten den Gauchos die Sicherungen durch und sie zettelten eine Massenschlägerei an. Das droht auch in diesem Spiel – denn man kann davon ausgehen, dass Jogi Löw die Stärken und Schwächen der Argentinier sehr genau kennt und seiner Mannschaft vermitteln wird, wie sie spielen muss. Den Argentiniern wird es nicht anders gehen wie den Engländern. Endstation Deutschland.
Deutschland – Argentinien Tipp 1
Paraguay und Spanien spielen den letzten Halbfinalisten aus. Nach den bisherigen Leistungen, vor allem dem Achtelfinale, kann es keinen Zweifel daran geben: Spanien wird eine Runde weiterkommen. Der Auftritt der Südamerikaner im Achtelfinale gegen Japan war erschreckend schwach. Nur weil der Gegner noch schwächer war und bei Paraguay die Nerven im Elfmeterschießen hielten, reichte es fürs Viertelfinale. Aber Villa, Iniesta und Xavi sind halt andere Kaliber als Hasebe, Eno und Honda.
Paraguay – Spanien Tipp 2
WM-Wetten (Quoten von Bwin):
Freitag, 2. Juli 2010
16:00
Niederlande gegen Brasilien
Niederlande 4.00
X 3.40
Brasilien 1.85
Tipp 1
20:30
Uruguay gegen Ghana
Uruguay 1.95
X 3.15
Ghana 4.00
Tipp 1
Samstag, 3. Juli 2010
16:00
Deutschland gegen Argentinien
Deutschland 2.85
X 3.25
Argentinien 2.35
Tipp 1
20:30
Paraguay gegen Spanien
Paraguay 8.25
X 4.05
Spanien 1.40
Tipp 2
1. Juli 2010 / hans - Kategorie:
Fussball-Wetten
– 
Heute Abend darf man sich auf eine Duell zweier Südamerikaner freuen. Chile und Brasilien messen sich abermals um 20.30 Uhr in Johannesburg. Angesichts des englischen Schiedsrichters kann man davon ausgehen, dass es etwas weniger gelbe Karten geben wird, als es sonst oft der Fall war. Die Karten sind jedenfalls nicht die Freunde der Roja, so muss Chiles Trainer Marcelo Bielsa auf zwei Innenverteidiger und Mittelfeld-Spieler Marco Estrada (alle drei gesperrt) verzichten. Chile hat heute die Chance, sich für die zwei Niederlagen gegen Brasilien in der WM-Qualifikation zu rächen. Allgemein spricht die Tendenz klar für Brasilien, in 65 Spielen gab es nur 7 Siege für die Chilenen. In den zwei WM-Duellen, die es bisher gab, zog ebenfalls Chile den Kürzeren.
Brasilien:
Brasilien spielt unter Trainer Carlos Dunga, den einige Bundesliga-Fans noch als Spieler des VfB Stuttgart in Erinnerung haben sollten, keinen so ansehnlichen Fußball mehr wie früher. Das heißt jedoch nichts schlechtes, die Offensivabteilung ist immer noch ebenso effektiv, nur achtet man auch mehr auf die Defensive und spielt auf Ergebnis, was an sich vernünftig ist. Nur ist das für einige Brasilien-Fans ein Kritikpunkt, so hat man auch gegen Nordkorea nur 2:1 gewonnen und konnte nicht so einen Sturmlauf vollziehen, wie Portugal (7:0) und die Elfenbeinküste (3:0).
Dennoch gilt Brasilien als einer der größten Favoriten auf den Turniersieg und vieles deutet darauf hin, dass sie heute Abend schon das Ticket für das Viertelfinale lösen können. Im Viertelfinale würde dann der Sieger des Spiels zwischen Niederlande und Slowakei warten. Die Medien sprechen schon von einem Freilos, doch die Chilenen haben aktuell eines der stärksten Teams das sie je hatten und wann käme eine Rache besser als in der KO-Runde einer WM? Es geht um alles und so muss sich Dungas Team ebenso anstrengen. Carlos Dunga warnt jedoch und meint, man müsse sich nun in jeder Runde steigern, da die Aufgaben immer schwieriger werden.
Personalsorgen hat Brasilien kaum, die angeschlagenen Spieler Robinho und Elano und der zuletzt noch gesperrte Spielmacher Kaka sind wieder mit am Board. Einzig der Einsatz von Felipe Melo ist noch fraglich. Die Brasilianer spielten bisher immer mit einem anderen System und von Spiel zu Spiel wurde es offensiver. Gegen Portugal, der letzte Gegner, war man bei einem 4-3-3 System angelangt, was damit zusammen hängen könnte, dass sich Dungas Trainer darüber „beschwert“, dass alle Gegner gegen Brasilien hinten dicht machen und es so sehr schwer würde, bis vor das Tor zu gelangen. Spielerisch sah es jedoch immer gut aus und so war man immer ausnahmslos das spielbestimmende Team mit viel mehr Ballbesitz und Torchancen.
Chile:
Die Chilenen sollten also auch hinten gut stehen, eben genau jenes, was sie selbst nach eigenen Angaben nicht können. Doch gegen Spanien zeigte man sich hinten stark und konnte vieles von Spaniens Sturmlauf abwenden. Selbst in Unterzahl hielt man gut Stand und kassierte nach den zwei vorausgegangenen Gegentreffern kein weiteres Tor mehr. Im Gegenteil, direkt nach Anpfiff der zweiten Halbzeit erzielte die Roja den Anschlusstreffer. Für mehr hat es aber nicht gereicht, dennoch war es auf lange Sicht eine ausgeglichene Partie und Chile ging nicht so unter, wie es die Quoten der Buchmacher voraus sagten.
Durch die Niederlage gegen Spanien hatten die Chilenen großes Glück, dass sie überhaupt ins Achtelfinale einzogen. Diesen Erfolg haben sie unter anderem den Schweizern zu verdanken, die gegen Honduras über ein torloses Remis nicht hinaus kamen. Hätte Schweiz nur 2:0 gewonnen, stünden sie punktgleich mit Spanien und Chile auf dem zweiten Platz. Chile schoss nur 1 Tor weniger als die Spanier, weshalb sie sich hinter Spanien einreihen müssen. Vielleicht auch besser so, denn so spielt man im Achtelfinale nicht gegen Portugal, sondern gegen die Brasilianer, gegen die die Motivation vielleicht ein Stück größer ist. In Sachen Qualität nehmen sich beide Teams wahrlich nicht viel.
Die für heute zwei gesperrten Innenverteidiger Gary Medel und Waldo Ponce werden voraussichtlich von Ismael Fuentes und Pablo Contreras ersetzt. Beides sind gelernte Verteidiger, ganz im Gegensatz zu Gary Medel, der sich eigentlich im Mittelfeld zu hause sieht. Dass Bielsa einen Mittelfeld-Spieler als Innenverteidiger auflaufen lässt, sagt einiges über die Qualität der Verteidigung aus. Chile, die gerne die Offensive bevorzugt gestalten, müssen heute jedoch, wie gegen Spanien, hinten dichter machen als sonst. Um den Ausfall der zwei genannten noch mehr zu kompensieren, ist es gut möglich, dass die Roja mit einem 4-4-2 System aufläuft, um mit dem dadurch breiteren Mittelfeld nach hinten mehr abzusichern. In der Regel spielen die Chilenen mit einem 4-3-3 System und da gab es vom ersten WM-Spiel an auch keine Änderung.
Quoten:
Sieg Brasilien – 1.57 @ Pinnacle
Unentschieden – 4.09 @ Pinnacle
Sieg Chile – 7.77 @ Cashpoint
Über 2,5 Tore / Unter 2,5 Tore – 2.01 @ Pinnacle / 1.92 @ Pinnacle
Fazit:
Die Chilenen sind von Brasiliens bisherigen Gegnern wohl am ehesten mit Portugal zu vergleichen. Sicher haben sie nicht so viele Einzelkönner, doch vor allem der Sturm hat es in sich. Auch das Mittelfeld ist sehr gut besetzt, welches das Offensivspiel der Roja positiv beeinflusst. Gegen Brasilien muss man jedoch auch hinten wieder gut dicht machen, gegen Spanien sah es über Strecken echt gut aus, dennoch waren es zwei Fehler zu viel. Fehler, die auch Robinho und Co für sich auszunutzen wissen. Daher wäre es vielleicht angebracht, zusätzlich mit zwei Sechsern abzusichern und das Spiel nach vorne fast überwiegend auf die Außen zu verlagern. Brasiliens Kaka hat gegen Portugal gefehlt, was man dem Spiel auch angesehen hat. Gegen die Chilenen ist der Spielmacher wieder mit von der Partie, was vielleicht den Ausschlag geben könnte. Da die Chilenen nicht über das komplette Spiel mauern werden, wird es für Brasilien auch hin und wieder Platz geben. Auf der anderen Seite jedoch ebenso und so wird man vermutlich ein offenes und schnelles Spiel zu sehen bekommen.
28. Juni 2010 / benjamin - Kategorie:
Fussball-Wetten
Mit deutschen Tugenden ins Achtelfinale – die Niederlande verwundern. Oder eigentlich nicht, spielen doch mittlerweile etliche ihrer Leistungsträger in der deutschen Bundesliga. Und das macht sie so gefährlich – weil das Schönspielen haben sie dabei auch noch nicht verlernt. Mit der Slowakei bekommen sie einen unangehmen Gegner – was schon die Italiener erfahren durften. Allerdings ist Oranje in einer ganz anderen inneren Verfassung als die Squaddra Azzurra – und wird wohl fürs Viertelfinale planen können.
Niederlande – Slowakei Tipp 1
Ein Südamerika-Duell gibt es in Johannesburg. Brasilien trifft auf Chile – und wird sich im Vergleich zum Portugal-Spiel kräftig steigern müssen. Die Anden-Kicker sind unangenehm, schnell und spielstark. Dass sie kämpfen können, ist vorauszusetzen. Nicht umsonst waren sie in der Südamerika-Qualifikation Zweiter vor Paraguay und Argentinien. Allerdings ist bei der Selecao Kaka wieder an Bord – und Brasilien ist und bleibt haushoher Favorit.
Brasilien – Chile Tipp 1
Paraguay ist hip. Irgendwie. Die Südamerikaner hatte keiner so richtig auf dem Zettel – aber sie haben ihre Gruppe gewonnen. Gut, da waren mit der Slowakei, Neuseeland und Italien auch nicht wirklich starke Gegner, aber Gruppensieg ist Gruppensieg. Der zählt im Achtelfinale aber nicht mehr viel; und die Japaner sind alles andere als dankbare Gegner. Die Samurai laufen wie einst Forest Gump und können Freistöße treten wie sonst nur Brasilianer. Dafür können die Paraguayer verteidigen. Und im Sturm haben sie gute Leute.
Paraguay – Japan Tipp X
Das Iberer-Duell beendet das Achtelfinale. Spanien und Portugal – das verspricht Fußball auf allerhöchstem Niveau. Der zweitschönste Fußballspieler der Welt (nach John Terry), Cristiano Ronaldo, trifft dabei auf den drittschönsten Abwehrspieler der Welt (nach Martin Demichelis und Joris Mathijsen), Carles Puyol. Kicken können sie alle; aber Portugal scheint nicht ganz so nervenstark wie die Spanier. Hinzu kommt, dass die Seleccao erst in einem Spiel Tore geschossen hat – da aber gleich sieben auf einen Streich. Die Spanier wird das nicht so sehr beeindrucken.
Spanien – Portugal Tipp 1
WM-Wetten (Quoten von Bwin):
Montag, 28. Juni 2010
16:00
Niederlande gegen Slowakei
Niederlande 1.40
X 4.15
Slowakei 8.00
Tipp 1
20:30
Brasilien gegen Chile
Brasilien 1.50
X 3.80
Chile 6.75
Tipp 1
Dienstag, 29. Juni 2010
16:00
Paraguay gegen Japan
Paraguay 2.10
X 3.15
Japan 3.45
Tipp X
20:30
Spanien gegen Portugal
Spanien 1.95
X 3.10
Portugal 4.05
Tipp 1
28. Juni 2010 / hans - Kategorie:
Fussball-Wetten
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Am Sonntag, den 27. Juli 2010, treffen bei der Weltmeisterschaft in Südafrika die Nationalmannschaften von Deutschland und England aufeinander. Das Spiel ist das brisanteste aller Achtelfinalbegegnungen. Der Klassiker zwischen Deutschland und England wird auf der ganzen Welt mit Spannung erwartet, obwohl beide Mannschaften zuletzt nicht überzeugen konnten. Weder die deutsche Nationalmannschaft noch die englische Auswahl konnte in den letzten Tagen besondere Klasse beweisen. Den Deutschen gelang das noch eher, zumal sie letztlich ihre Gruppe gewannen. In Bloemfontein kann man sich auf ein spannendes Spiel freuen.
Schiedsrichter der Begegnung zwischen England und Deutschland ist Jorge Larriondo aus Uruguay.
Deutschland:
Das deutsche Team hat die Gruppe D gewonnen. Man startete mit einem Auftaktsieg gegen Australien (4:0), in dem die Mannschaft von Bundestrainer Jogi Löw vor allem durch präzisen Kurzpassspiel überzeugte. Nach der folgenden Pleite Serbien (0:1), als man mehr als eine Halbzeit in Unterzahl spielen musste, zog es die deutsche Mannschaft wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Trotzdem muss bemerkt werden, dass die deutsche Mannschaft keinesfalls schwach spielte gegen Serbien. Im letzten und endscheidenden Gruppenspiel gegen Ghana (1:0) zeigte das junge deutsche Team, dass es dem Druck des Ausscheidens gewachsen ist. Zwar begann die Mannschaft sehr nervös, fand dann aber immer besser ins Spiel. Psychisch zeigte sich die Nationalmannschaft voll auf der Höhe.
Nun geht es im Achtelfinale gegen England - den ewigen Rivalen. Das positive daran ist, dass die Rivalität zumindest von deutscher Seite aus weitesgehend gesunder Natur ist und – nur in seltenen Ausnahmefällen – zu einer Entwicklung von Hassgefühlen führt.
Die deutsche Personaldecke allerdings scheint vor dem Spiel gegen die Insulaner immer dünner zu werden. Zuletzt wurden Nachrichten veröffentlicht, in denen ein sicherer Ausfall von Cacau (Bauchmuskelzerrung) und sehr wahrscheinliche Ausfälle von Jerome Boateng und Bastian Scheinsteiger bekannt gegeben worden. Insbesondere der Ausfall von Bastian Schweinsteiger – es wäre nach Rolfes, Ballack und Träsch bereits der vierte defensive Mittelfeldspieler - wäre für die deutsche Mannschaft brutal. Scheinbar unverzichtbar wirkt der neue Chef im deutschen Mittelfeld. Gegen Ghana war Schweinsteiger - zusammen mit Arne Friedrich – bereits der beste Mann auf dem Feld. Seinen Ausfall zu verkraften erscheint unmöglich, zumal Ersatzmann Toni Kroos höchstwahrscheinlich überfordert sein würde.
Doch auf den schmalen Schultern von Toni Kroos würden die Hoffnungen einer ganzen Nation haften. Eine Nation, in der die Angst eine zu brave Mannschaft auf dem Spielfeld zu haben, den größten Teil negativer Presse ausmacht.
In der Sturmspitze wird wahrscheinlich wieder Miroslav Klose agieren. Mit dem kopfballstarken Mittelstürmer würden auch die vielen Flanken aus dem Halbfeld wieder deutlich mehr Sinn machen. Außerdem ist Klose in jedem Fall ein Stürmer, der sich durch hartes Einsteigen der gegnerischen Verteidiger nicht aus der Ruhe bringen lässt.
Jögi Löw wird seiner Mannschaft versuchen mitzugeben, dass sie ihren guten Fußball wieder finden soll und ihr Spiel mit Ruhe vortragen muss. Je hecktischer das Spiel wird, desto besser für die erfahrene englische Mannschaft.
England:
Nicht ganz so zentrale aber doch namenhafte Ausfälle hat auch die englische Nationalmannschaft zu verkraften. Denn mit David Beckham und Rio Ferdinand fallen zwei starke Spieler aus. Doch diese Ausfälle sind bereits seit dem ersten Spiel bekannt und Trainer Fabio Capello wird dementsprechend wenig ändern müssen an seiner Startaufstellung.
Das einzige was für Fabio Capello zählt, ist seine Mannschaft stark zu reden. Für die Engländer ist es enorm wichtig das verloren gegangene Selbstbewusstsein wieder zu finden. Durch die schwache Auftritte gegen die USA (1:1) und gegen Algerien (0:0) ist den Insulanern, obgleich ihrer überragenden Qualifikation, einiges an Glauben abhanden gekommen. Auch im letzten Gruppenspiel gegen Slowenien wirkten die Engländer alles andere als sicher. Doch sobald man die Gruppenphase überstanden hat, zählt das alles nicht mehr. Denn mit einem positiven Resulat nach 90 Minuten (oder nach dem Elfmeterschießen) können die Engländer jeden Zweifel an ihrer Klasse wegwischen. Mit einem Handgriff.
Normalerweise treten in solchen Spielen besonders Spieler wie Frank Lampard und Steven Gerrad besonders in Erscheinung. Bisher wirken die beiden ein wenig unglücklich in der Aufgabenverteilung, da beide in ihren Club-Mannschaften so gut wie die selben Aufgaben erfülllen und dementsprechend Schwierigkeiten mit der Aufteilung im Nationalteam haben.
Die wichtigste Variable für England in diesem Spiel trägt jedoch einen anderen Namen: Wayne Rooney. Der bullige Stürmer von Manchester United wusste in den ersten drei Begegnungen nicht zu überzeugen und ist noch ohne Tor bei dieser Weltmeisterschaft. Doch Rooney lauert. Es braucht nur einen Ballkontakt, einen Pass, eine Körpertäuschung oder einen Fehler der gegnerischen Abwehr und wenige Augenblicke später ist der Knoten des Mittelstürmers geplatzt – und der deutsche Traum gleich mit.
Head to Head:
An dieser Stelle wird bewusst das Aufführen von besonderen Duellen vermieden, denn die Brisanz liegt in dem namentlichen Aufeinandertreffen dieser beiden Fußballnationen. Es ist allgemein bekannt, dass beide Mannschaften sich regelmäßig epische Schlachten auf großen Turnieren geben. Ebenso wie, dass die Engländer wohl am meisten Angst vor einem Elfmeterschießen haben. Torwart James bestätigte dies unlängst auf einer Pressekonferrenz.
Fazit:
Die deutsche Mannschaft kommt in einer besseren Verfassung in dieses Spiel. Der Favorit der Buchmacher ist jedoch England – wenn auch knapp. Die Erfahrung sprich deutlich für die Engländer. Die Erfahrung wird bei solchen Duellen meist als ausschlaggebend interpretiert. Ein weiteres ausschlaggebendes Kriterium wird der Einsatz von Bastian Schweinsteiger sein. Außerdem sollte auf der Liste der Analysten die Torwartposition einen eigenen Punkt einnehmen. Denn mit Manuel Neuer und David James stehen sich zwei Torhüter gegenüber, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sowohl in der Erfahrung, als auch in der Qualität. Wie immer ist der Start so eines Duells von enormer Relevanz, doch letztlich zählt nur einer der Punkte auf der Liste der Analysten: Die Torausbeute. Ob von Rooney, Klose, Terry oder Mertesacker.
Quoten:
Deutschland: 2,88 @ bet365
Unentschieden: 3,20 @ bet365
England: 2,77 @ betsson
26. Juni 2010 / joe - Kategorie:
Fussball-Wetten
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