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Sportwetten News
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8. Dezember 2009 / joe
Losglück ist sicherlich etwas anderes. Losglück nennt man die Gruppen von Italien (Slowakei, Neuseeland, Paraguay), Holland (Dänemark, Japan, Kamerun), England (Algerien, USA, Slowenien) und eventuell noch Argentinien (Nigeria, Griechenland, Südkorea). Europameister Spanien erwischte mit Honduras, der Schweiz und Chile sicherlich eine der einfachsten Gruppen, muss sich im Achtelfinale aber mit dem Zweiten aus der "Todesgruppe G" messen. Auch Frankreich kann mit einem Glücksgefühl aus der Auslosung gehen, da zwar keine einfache Gruppe für die Franzosen gezogen wurde, jedoch ist Frankreich (Südarfika, Uruguay, Mexico), dadurch, dass sie nicht gesetzt waren, weitaus schlimmerem Übel aus dem Weg gegangen. Die Portugiesen (Gruppe G) wissen davon zu berichten (Brasilien, Elfenbeinküste, Nordkorea).
Die deutsche Nationalmannschaft hingegen hat mit Serbien, Australien und Ghana jeweils eines der drei schwierigsten Lose jedes Topfes getroffen. Serbien beendete die Qualifikationsgruppe vor Frankreich und besticht vor allem durch kompakte Defensive. Ghana baut sein Spiel um Michael Essien von Chelsea London auf und Australien spielte erstmals – und auf eigenen Wunsch – die Asien-Qualifikation und schaffte auf Anhieb die direkte Qualifikation für Südafrika. Doch im Grunde genommen ist das kein Grund zum Meckern, denn die Gruppe ist machbar. Will man wirklich weit kommen in Südafrika 2010, dann muss man in der Lage sein, diese Gruppe als Tabellenerster abzuschließen. Im Achtelfinale würde man dann auf den Sieger aus USA gegen Slowenien treffen. Sollten die Engländer ihre Gruppe nicht durchbringen, kann man sowieso nichts daran machen. Bei einem gewonnenen Achtelfinale würde im Viertelfinale dann Argentinien warten, das zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich verlorenes Selbstbewusstsein wieder aufgetankt hat und mit Revanchegedanken in das Spiel hineingehen wird. Bei einem erneuten Viertelfinalsieg über Argentinien – wie bei der WM 2006 in Deutschland – könnte man das Turnier bereits als vollen Erfolg einstufen, denn im Halbfinale träffen wir auf eine der drei Mannschaften gegen die wir Glück brauchen um zu gewinnen. Glück, weil wir im Durchschnitt gegen alle Mannschaften – außer diese Drei – in mehr als 50% der Fälle gewinnen würden. Nur gegen Holland, Spanien und Brasilien liegt unsere Gewinnwahrscheinlichkeit unter 50%. Dementsprechend ist ein Aufeinandertreffen im Halbfinale vom Zeitpunkt her schon in Ordnung. Spanien hieße der Halbfinalgegner bei einem simulierten Turnierverlauf. Ein großer Brocken. Im Finale wartet dann Holland oder Brasilien.
Also ist das wichtigste Spiel ohne deutsche Beteiligung bei dieser WM 2010 in Südafrika auf jeden Fall das letzte Achtelfinale. Der Sieger Gruppe H (Spanien) gegen den Zweiten aus der Gruppe G (Elfenbeinküste, Portugal). Denn sollte es dem Zweiten der Gruppe G mit Cristiano Ronaldo oder Didier Drogba wirklich gelingen die Spanier auszuschalten, hätte Deutschland realistische Chancen auf das Finale. Italien würde dann wahrscheinlich im Halbfinale warten, und mit den Italienern haben wir ja bekanntlich noch eine Rechnung offen.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News, WM 2010
4. Dezember 2009 / gabriel
Eben fand in Kapstadt die Auslosung der Gruppen für die WM 2010 in Südafrika statt.
Wieder einmal hat es die Glücksfee gut mit Deutschland gemeint – die Gruppe mit Australien, Serbien und Ghana muss machbar sein, wobei man auf die Serben sicher aufpassen muss, weil sie eine sehr starke Qualifikation gespielt haben, aber dennoch Weiterkommen ist da einfach Pflicht.
Pech für das Veranstalterland Südafrika, das aus Topf 2 Frankreich gezogen hat und dazu noch auf Mexiko und Uruguay trifft.
England hatte Losglück und spielt in einer Gruppe mit USA, Algerien und Slowenien.
Italien auch in einer leichten Gruppe (Paraguay, Neuseeland, Slowakei), ebenso Spanien (Schweiz, Honduras, Chile), während es
Brasilien diesmal ziemlich hart getroffen hat – in einer Gruppe mit Elfenbeinküste und Portugal (sowie Nordkorea) wäre das Ausscheiden schon in der Vorrunde möglich – da werden die Wettquoten auf Brasilien gleich leicht steigen.
Den WM Spielplan haben wir schon aktualisiert. Die WM Wettquoten werden von den Wettanbietern aufgrund der Gruppen-Auslosung überarbeitet – wir werden den Vergleich der Quoten daher morgen auf den neuen Stand bringen.
Auf vielfachen Wunsch haben wir nun auch den ganz aktuellen (in den Tagen nach der Auslosung wurde der Spielplan von der FIFA noch ganz leicht angepasst) WM Spielplan zum ausdrucken bereitgestellt, den Sie als PDF-Dokument öffnen und dann an Ihrem Drucker drucken können.
Diesen WM 2010 Spielplan zum Drucken finden Sie: hier!
Kategorie: Fussball-News
17. November 2009 / joe
Wenn Frankreich gegen Deutschand spielt, dann sitzt Nikola Sarkozy auf der Haupttribüne neben Angela Merkel. In absoluter Harmonie repräsentieren die Staatsoberhäupte sogar während des Aufeinandertreffens der beiden Nationalmannschaften die deutsch-französische Freundschaft. Beide tragen maximal einen Schal in Landesfarben, sonst sind sie wie gewöhnlich elegant gekleidet. Es wird äußerst empfindlich überinterpretiert, ob nicht irgendeine abweisende Geste oder irgendein Kopfschütteln politische Hintergründe haben könnte. Der entscheidene Moment ist der Erfolg. Der Torerfolg. Der Ball wird über die linke Seite von Lahm nach vorne getragen, ein schneller Doppelpass mit Ballack bringt den Außenverterteidiger an die Grundlinie. Lahm legt zurück auf Klose, der ohne Mühe einnetzen kann. Und Frau Merkel? Springt sie hoch? Jubelt sie? Leider nein. Ein Lächeln, ein anerkennendes Klatschen und ein paar tröstende Worte Richtung Sarkozy. Sarkozy zu Merkel "War schön gemacht!". Merkel zu Sarkozy: "Ich glaube es war Abseits.". [Gähn!]
Lediglich bei der WM 2006 hat man Frau Merkel mal etwas entusiastischer aufspringen sehen, allerdings nur in bestimmten Momenten, in denen sie sich aus den Fesseln ihrer Verhaltens-Berater löste und beherzt jubelte.Am Ende des Spiels kommt man zu dem Schluß, dass die EU in bester Geselligkeit von befreundeten Ländern gelenkt wird. Es geht auch anders:
Russland – Slowenien. Russlands Staatschef Wladimir Putin sitzt neben Sloweniens Ministerpräsident Borut Pahor. Mangels detallierter politischer Bildung möge man verzeihen, wenn dort ein anderer slowensicher Funktionär gesessen haben sollte, den Bildern zu Folge deutet alles auf Borut Pahor. Zwischen Borut Pahor und Wladimir Putin sitzt nur eine Person. Eine Dame, die die beiden Männer voneinander trennt. Putin genießt das Spiel und als Russland das 1:0 erzielt springen zwar um ihn herum einige wenige auf, allerdings bleibt Putin sitzen. Er klatscht. Kein Ballen der Faust, nur Klatschen. Russland ist weiterhin drückend überlegen und den Russen gelingt das 2:0. Putin grinst und klatscht. Um ihn herum das selbe Bild. Einige wenige, die sich nicht benehmen können, sind vorsichtig aufgesprungen. Borut Pahor bleibt sitzen. Er wirkt angefressen. Er hat genug. Borut Pahor will sich nicht weiter das russische Gejubel ansehen. Es steht ihm bis zum Hals. Seine ganze Wut über den Spielverlauf frisst ihn innerlich auf. Seine Mimik verrät ihn. In der 87. Minute pariert Akinfeev glänzend einen slowenischen Schuß aus halb linker Position. Der Abpraller landet auf dem Kopf von Nejc Pecnik. Dieser vollendet und bringt die Slowenen in die Verlosung zurück. Das hat auch Borut Pahor erkannt. Der slowenische Staatsmann springt auf, stürmt an die Abgrenzung der Ehrentribüne und jubelt – als Einziger – als hätte Slowenien im Finale in Kapstadt den Siegtreffer erzielt. Auch ein abfälliger Blick von Putin hält Pahor nicht davon ab die Fäuste zu ballen und sich zu feiern wie der Torschütze. Die Ehrentribüne sitzt, als von links auch noch eine weiterer Slowene, dieser in Trainingsjacke, angerannt kommt und Pahor umarmt. Als Slowenien dann in der Nachspielzeit alleine aufs Tor zuläuft, ist Pahor längst aufgesprungen und hat beide Hände an der Abgrenzung der Ehrentribüne. Als Akinfeev pariert fährt sich Pahor durch die Haare (!). Im Herzen ein Ultra dieser Borut Pahor.
Unpolitisch, aber korrekt.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News
17. November 2009 / joe
Wenige Tore, viel Taktik, kaum Leidenschaft: Die Hinspiele der europäischen Weltmeisterschafts-Qualifikation haben wie zu erwarten die komplette Entscheidungsgewalt an die Rückspiele abgegeben. Ausschließlich Favoritensiege vermieden jeglichen Überrschungsmoment. Spannend ist es allemal, denn immerhin kann jedes Nationalteam noch weiterkommen und das Ticket nach Südafrika lösen ohne dafür ein großes Wunder vollbringen zu müssen. Alle vier Begegnungen können durch das Erzielen eines einzigen Tores vollkommen auf den Kopf gestellt werden. Am Mittwoch, den 18. November, entscheidet sich alles. Es gibt keine zweite Chance oder ein weiteres Rettungssystem.
19:00 Uhr, Ukraine – Griechenland
Zu Beginn des Entscheidungstages kommt es zum bisher ausgeglichensten aller Duelle. Vor dem Hinspiel wurde diese Begegnung in der Medienlandschaft und auch bei der Wettbasis als ein Duell der Chancengleichheit deklariert. Folgerichtig ist das Hinspiel torlos geendet. Obgleich im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass die Chancen der Ukraine dabei um ein Vielfaches gestiegen seien, muss darauf Acht gegeben werden, dass die Griechen eines erreicht haben: Sie haben kein Gegentor im eigenen Stadion bekommen. Das kann bei einem Hin- und Rückspiel System dank der Auswärtstorregel Gold wert sein. Natürlich ist es richtig, dass das Unentschieden in Athen in erster Linie ein Erfolg der Ukrainer ist, dennoch ist es eine prikäre Situation. Nur zu schnell ist ein griechisches Tor gefallen und der Spieß ist gedreht. Für das Rückspiel gilt also Obacht. Die Griechen werden unter Otto Rehagel wieder ultrakonservativ spielen und auf den einen Konter setzen. Das ist gegen die Ukraine nicht unbedingt ein schlechtes Mittel, wenngleich die Ukrainer in dieser Qualifikationsrunde als heimstark bezeichnet werden müssen. Richtig ist, dass der entscheidene Sieg gegen England unter gütiger englischer Mithilfe entstand, da diese kein Intresse an einem Weiterkommen der Kroaten hatten. Aber richtig ist auch, dass die Ukraine in der Vergangenheit in den fünf Heimspielen lediglich ein Tor kassiert hat. König Otto ist gewarnt. Es ist damit zu rechnen, dass das Rückspiel genauso konservativ gestaltet wird, wie dies schon im Hinspiel geschehen ist.
Quoten:
Ukraine: 1,85 @ expekt
Unentschieden: 3,40 @ bet365
Griechenland: 5,46 @ betfair
20:45 Uhr, Bosnien Herzegowina – Portugal
Qualitativ als das hochwertigste aller Duelle gehandelt, ist Portugal gegen Bosnien Herzegowina im Hinspiel nichts schuldig geblieben. Starke Szenen und fußballerisches Niveau ließen das Spiel durchaus kurzweilig werden, obwohl es bisher lediglich den aus dem Volksmund bekannten "Einäugigen unter den Blinden" darstellt. Bosnien stand sich zumeist selbst im Weg, so hätten die Bosnier, die am Ende drei Mal Aluminium trafen, ein Tor in Portugal erzielen müssen. Gegen Ende des Spiels köpfte Dzeko eine Flanke gegen die Latte. Der Abpraller landet bei zwei Bosniern. Der eine schießt aufs leere Tor doch der Ball wird vom anderen entscheidend gegen den Pfosten abgefälscht.
In der WM-Qualifikation haben die Portugiesen seit 1996 kein Auswärtsspiel mehr verloren. In den letzten Jahren wechseln sie zwischen Unentschieden und Siegen in regelmäßigen Abständen. Folgt man der portugiesischen Kontinuität würde das Ergebnis im Rückspiel ein Remis sein. Cristiano Ronaldo wird abermals nicht mit von der Partie sein. Im Hinspiel schafften die zahlreichen portugiesischen Topspieler es, diesen Ausffall zu kompensieren.
Für das Rückspiel darf man von einem bosnischen Sturmlauf ausgehen. Der Ein-Tor-Rückstand macht es den Bosniern unmöglich taktische Gefüge vor den Sinn des Spiels zu stellen. Ob sie nach einem eventuell erzeilten Tor taktisch Zurückschalten und einen kühlen Kopf bewahren oder die Leidenschaft mit ihnen durchbrennt, wird das Resultat dieser Begegnung entscheidend beeinflussen. Können die Bosnier die Stimmung im Heimspiel für sich nutzen oder blockiert der Druck, der auf ihnen lastet?
Quoten:
Bosnien herzegowina: 3,02 @ betfair
Unentschieden: 3,30 @ betsafe
Portugal: 2,50 @ bluesq
20:45 Uhr, Slowenien – Russland
Wie die anderen Hinspiel auch, verlief in Moskau alles wie erwartet. Der klare Favorit, Russland, ging in Führung und dominierte das Spiel nach Belieben. Man hatte zu jeder Zeit des Spiels den Eindruck, dass die Russen alles unter Kontrolle hatten und die Slowenen ihr Glück im Rückspiel suchen und mit möglichst wenig Gegentore nach Hause fahren wollten. Wie das Spiel auf der Tribüne vernommen wurde lesen Sie in dem etwas anderen Spielbericht. Als die Russen dann Kraft ihrer Überlegenheit das 2:0 nachlegten schien die Entscheidung über Weiterkommen und den Sommer 2010 in Europa verbringen gefallen zu sein. Dass die Slowenen noch das so wichtige Anschlußtor (und Auswärtstor) erzielten, war die einzige Überraschung des Tages. Hätten die Slowenen in dern Nachspielzeit alleine vor Akinfeev auch noch den Ausgleich erzielt, wäre der russische Supergau perfekt gewesen.
Natürlich bleiben die Slowenen im Rückspiel Slowenen und die Russen sind immer noch Russen, doch die Chancen des Underdogs stehen nicht schlecht. Das Hinspielergebnis wird moralisch zufrieden stellen – gerade aufgrund des späten Tores. Außerdem haben die Slowenen in der WM-Qualifikationsgruppe nur ein Gegentor in fünf Heimspielen hinnehmen mussen. Zudem wurde das letzte Heimspiel gegen Russland 2001 mit 2:1 gewonnen. Es riecht nach Sensation oder ist der Wunsch der Vater des Gedanken?
Quoten:
Slowenien: 3,20 @ expekt
Unentschieden: 3,30 @ bwin
Russland: 2,35 @ unibet
21:00 Uhr, Frankreich – Irland
Auch Frankreich wurde seiner Favoritenrolle im Hinspiel gerecht. Zwar ist das Resultat äußerst glücklich entstanden, jedoch zählt am Ende bekanntlich nur dieses: Das Resultat. Anelka schoß einen irischen Verteidiger unglücklich an, von dessen Hüfte der Ball an den Innenpfosten sprang. Doch auch für die Iren ist noch nicht aller Tage Abend, denn ein simples Tor im Rückspiel bedeutet schon, dass die Begegnung wieder vollkommen offen ist. Fußballerisch gesehen ist es auf jeden Fall möglich. Statistisch gesehen stehen die Zeichen nicht so gut für Irland. Die von Trapattoni geführte Nationalmannschaft konnte nur in einem der letzten fünf Gastspiele in Paris ein Tor erzielen und verlor vier der fünf Spiele. Lediglich ein Mal gelang ein Unentschieden. In dieser WM-Quali hat Frankreich nur gegen Rumänien Remis gespielt und die anderen vier Spiele gewonnen, außerdem gelangen Irland nur Auswärtssiege in Georgien und auf Zypern. Positiv formuliert handelt es sich um das Spiel mit dem größten Überraschungspotential, allerdings nicht aufgrund der Wahrscheinlichkeit, sonder aufgrund der größe der Überraschung.
Quoten:
Frankreich: 1,54 @ betsson
Unentschieden: 4,10 @ unibet
Irland: 7,27 @ betfair
Kategorie: Fussball-Wetten, WM 2010
8. November 2009 / gabriel
Sportwoche 9.-15.11.2009
| Datum |
Sport |
Verband |
Ort |
Event |
| 14.11. |
 |
FIFA |
weltweit |
WM-Qualifikationsspiele |
| 24.10.-15.11. |
 |
FIFA |
Nigeria |
FIFA U-17 World Cup |
| 8.-14.11. |
 |
ATP |
Paris |
BNP Paribas Masters |
Kategorie: Wett-Wochen-Kalender
12. Oktober 2009 / markus
Kategorie: Wett-Wochen-Kalender
11. Oktober 2009 / gabriel
Kategorie: Wett-Wochen-Kalender
11. Oktober 2009 / christoph
Welch ein Jubel an den Übertragungsorten. Welch eine Begeisterung für die 3000 deutschen Fans in Moskau und wie groß auch die Freude in jedem kleinem Bierzelt, neben all den leckeren Würstchen und Steaks.
Deutschland hat es wieder einmal geschafft. Es gibt einen Rekord auf dieser Erde, der nahezu unmöglich erscheint. Noch nie verlor das Nationalteam der Deutschen ein Weltmeisterschaftsqualifikationsspiel in der Fremde. Das Wunder hält weiter an, zumindest hinein bis in das Jahr 2012, so viel ist schon einmal gesichert.
Doch viel wichtiger als die Serie ist natürlich der Sieg, der den Weg nach Afrika frei räumte. Besonders bei einem Blick auf die anderen Qualifikationsgruppen wird deutlich wie schwer sich andere große Nationen doch tun. Frankreich, Russland und Portugal müssen in die Playoffs am 14. und 18. November antreten. Wenn es ganz verrückt läuft, scheidet gar mansch Land noch vorher am kommenden Mittwoch aus.
Dabei sag es in Russland lange Zeit nicht überragt aus. Nach mäßigem Beginn übernahmen die Hausherren auf dem viel diskutiertem Kunstrasen das Zepter in die Hand. Nach einem Traumpass von Star Arshavin musste das 1:0 zugunsten der Gastgeber fallen. Einzig bei Adler durften sich die Abwehrspieler bedanken, dass weiterhin die Null hinten stand.
Nicht so aber auf der anderen Seite des Spielfeldes. Einen schönen Konter verwandelte Miroslav Klose. Der Treffer gehörte aber eher Özil, der uneingenützig ablegte.
Damit wird das Duell mit Finnland, dem Abschluss der Gruppe 4, zu einem wahren Freundschaftsspiel. Der Test dürfte aber von keinem nur halbherzig bestritten werden, beginnt doch bereits mit diesem Match der Kampf um die 23 Plätze im Kader von Jogi Löw.
Ausgehend vom aktuellen Stand, scheint maximal die Hälfte der Spieler einen Platz im Flieger sicher zu haben. Adler ist natürlich der Gewinner des Wochenendes und dürfte kaum noch aus dem Tor vertrieben werden können.
Wir dürfen uns auf eine schöne WM 2010 freuen. Unterdessen mussten die Österreicher auch die letzte minimale Hoffnung begraben. Trotz des knappen Erfolges findet das Turnier ohne den Gastgeber der letzte Euro statt. Doch bereits in 2 Jahren startet der nächste Qualifikationsversuch für ein Großereignis, dann für die EM in Polen und der Ukraine.
Kategorie: Fussball-News
7. Oktober 2009 / gabriel
Die heißesten Fussball-Partien vom Wochenende
| Datum/Zeit |
Land |
Spiel |
Bemerkung |
| 10.10./18:00 |
 |
Russland - Deutschland |
(WM Qual. Europa Gruppe 4) |
| 10.10./19:00 |
 |
Ukraine - England |
(WM Qual. Europa Gruppe 6) |
| 10.10./20:00 |
 |
Dänemark - Schweden |
(WM Qual. Europa Gruppe 1) |
| 10.10./20:30 |
 |
Slowakei - Slowenien |
(WM Qual. Europa Gruppe 3) |
| 10.10./20:30 |
 |
Serbien - Rumänien |
(WM Qual. Europa Gruppe 7) |
| 10.10./20:30 |
 |
Griechenland-Lettland |
(WM Qual. Europa Gruppe 2) |
| 10.10./20:45 |
 |
Belgien-Türkei |
(WM Qual. Europa Gruppe 5) |
| 10.10./21:00 |
 |
Irland-Italien |
(WM Qual. Europa Gruppe 8) |
| 10.10./21:45 |
 |
Portugal - Ungarn |
(WM Qual. Europa Gruppe 1) |
| 11.10./00:00 |
 |
Ecuador - Uruguay |
(WM Qual. Südam. Gruppe) |
Am Wochenende findet der vorletzte reguläre Spieltag in der WM-Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika statt und in vielen Gruppen stehen Entscheidungen bzw. Vorentscheidungen an. Am Samstag Abend werden wir den ein oder anderen weiteren Fix-Teilnehmer der WM kennen – aus Deutscher Sicht natürlich besonders spannend das Entscheidungsspiel in Russland!
Russland – Deutschland:
Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa ist es der Schlager der letzten WM-Qualifikation-Spiele: Russland gegen Deutschland. Ein Sieg würde für die Nationalelf die fixe Qualifikation bedeuten, auch ein Unentschieden würde wahrscheinlich für die direkte Qualifikation reichen, aber bei einer Niederlage muss der Weg über ein Entscheidungsspiel genommen werden. Russland hat außer der Partie in Deutschland alle Spiele gewonnen. Ein ganz schweres Auswärtsspiel steht also bevor.
Dänemark – Schweden, Portugal – Ungarn:
Das Duell Nr. 2 ist das skandinavische Derby um die Führung in der WM Qualifikationsgruppe 1 zwischen den noch führenden Dänen und den nördlichen Nachbarn aus Schweden. Dänemark war wohl seit dem Gewinn der EM nicht mehr so stark wie momentan und könnte bereits mit einem Unentschieden einen riesigen Schritt Richtung Südafrika machen. Schweden steht mit dem Rücken zur Wand, denn in der Tabelle lauern unmittelbar dahinter bereits Portugal und Ungarn. In deren Begegnung heißt es in Portugal nach Spielende zumindest für eine dieser beiden Mannschaften alle Hoffnungen auf eine WM Teilnahme begraben zu müssen.
Griechenland-Lettland:
In der Gruppe 2 führt die Schweiz noch klar vor den beiden punktegleichen Mannschaften aus Griechenland und Lettland. Otto Rehhagel liegt aber mit seiner Mannschaft weiterhin gut im Rennen und gegen Lettland sollte der Heimvorteil die nötige Rückendeckung bringen um die Tabellenspitze nochmals anzugreifen. Bei einer Niederlage würde die Ära von König Rehakles bei den Helenen aber wohl bald endgültig zu Ende gehen.
Slowakei – Slowenien:
WM-Neuling Slowakei? Die Slowaken stehen bereits mit 1 1/2 Beinen in der WM-Endrunde 2010, und das erstmals überhaupt (seit der Trennung von der tschechischen Republik). 5 Punkte Vorsprung auf den zweitplazierten Slowenien, dazu der Heimvorteil im direkten Duell sowie das Schlussspiel gegen die bereits chancenlosen Polen müssten eigentlich reichen.
Belgien – Türkei:
Schlecht aber noch nicht hoffnungslos sind die Aussichten für die Türkei. Gegen die zuletzt sehr enttäuschenden Belgier ist ein Sieg der Türken auch auswärts Pflicht. Dennoch benötigt man noch Schützenhilfe von Spanien und Estland (!) soll das Wunder WM-Qualifikation noch gelingen.
Ukraine – England:
Die Kicker aus dem Mutterland des Fußballs haben bisher eine mehr als blütenweiße Weste: 8 Spiele, 8 Siege, 31:5 Tore. Kein Wunder, dass England sich selbst schon zu den Top-Favoriten für das Turnier nächstes Jahr zählt. Warum hat die Ukraine in diesem Spiel überhaupt eine Chance? Weil bei England die Luft nach der fixen Quali bereits heraus sein könnte und die Ukrainer sich die Seele aus dem Leib rennen werden, um Kroatien noch zu überholen und einen Platz in den Play-Off Spielen ergattern zu können.
Serbien – Rumänien:
Fix entschieden scheint die Gruppe 7. Serbien wird es als Gruppenerster schaffen, Frankreich muss in ein Entscheidungsspiel. Rumänien hat hingegen einiges gutzumachen, denn die Qualifikation bisher war eine Katastrophe.
Irland – Italien:
Auch Italien wird sich in Gruppe 8 nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Irland wiederum wird nach den beiden noch ausstehenden Heimspielen (nach Italien kommt noch Albanien auf die Insel) ziemlich sicher zu besten Gruppenzweiten gehören, die eine zweite Chance auf ein Ticket nach Südafrika erhalten.
Ecuador – Uruquay:
In der Südamerika Gruppe beschäftigt zwei Spiele vor dem Ende eigentlich vor allem eine Frage: Scheitert "Il" Diego Maradona mit Argentinien bereits in der Qualifikation? Obwohl die Gauchos nur auf Platz 5 liegen (bedeutet Entscheidungsspiel gegen 4. der Nord- und Mittelamerika Gruppe), erscheint dies fast denkunmöglich. Abhängen wird dies aber auch maßgeblich davon, wie die unmittelbaren Konkurrenten spielen. Die beiden schärfsten Gegner sind Ecuador und Uruguay, weitere noch Venezuela und Kolumbien. Im direkten Duell zwischen Ecuador und Uruquay könnte bereits eine erste Vorentscheidung fallen.
Kategorie: Wett-Wochen-Kalender
7. Oktober 2009 / joe
Das entscheidene Spiel kommt immer näher. In keiner Qualifikationsgruppe haben es zwei Spitzenmannschaften geschafft, nahezu makellos bis zum Höhepunkt zu kommen. Das Duell in Moskau zwischen Deutschland und Russland bedeutet alles in dieser Gruppe. Der Verlierer wird sich wohl mit Platz Zwei zufrieden geben müssen. Sicherlich verfügen beide Nationalmannschaften über ausreichend Klasse, um gegen alle anderen Tabellenzweiten - mit Ausnahme von Frankreich – in die Favoritenrolle zu schlüpfen, jedoch will niemand dieses Risiko eingehen. Schnell ist man durch eine frühe Rote Karte oder Ähnliches gehandicapt und vergeigt dann in ein paar Minuten die Arbeit eines ganzen Jahres. Es genügt ein schlechter Tag, ein Aussetzer der Hintermannschaft oder eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Die wahre Chance sich diesem Glücksspiel nicht stellen zu müssen hat die deutsche Nationalmannschaft am Samstag, den 10. Oktober in Moskau.
Eine deutsche Nationalmannschaft ist in der Regel in solchen Spielen topfit und in Topform. Inwiefern das momentan auf unsere Hoffnungsträger zutrifft, erscheint fraglich:
Rene Adler:
Es ist zu erwarten, dass der Leverkusener wieder im Tor steht. Der Torwart des Tabellenführers der Bundesliga hat an den letzten drei Spieltagen kein Gegentor bekommen und hielt schon insgesamt fünf Mal seinen Kasten sauber. Fünf Gegentreffer in acht Spielen sind eine beachtliche Statistik.
Philipp Lahm:
Der gesetzte Münchener ist in Abwesenheit von van Bommel Kapitän der Bayern und erfüllt seinen Job hervorragend. Auch im letzten Spiel gegen Köln war der kleine Außenverteidiger der beste Münchener und strotzte dem bayrischen Schlendrian. Seine Konstanz ist in der Weltspitze selten zu finden.
Per Mertesacker:
In der Innenverteidigung eine weitere feste Größe in der deutschen Abwehr. Die Abwehrreihe von Werder Bremen hat sich enorm verbessert gegenüber der des letzten Jahres. In den letzten fünf Spielen musste man nur zwei Gegentore hinnehmen. Beim Bremer Höhenflug fliegt auch Mertesacker mit.
Jerome Boateng:
Die Hamburger haben sich wieder gefunden und Boateng auch. Allerdings hat der HSV seine Unerfahrenheit in Wien teuer bezahlen müssen. Dass Löw das Risiko eingeht einen so jungen Spieler in Moskau debütieren zu lassen ist unwahrscheinlich.
Heiko Westermann:
Nach der Absage von Serdar Tasci ist ein Einsatz von Heiko Westermann sehr wahrscheinlich. Der Schalker übernimmt bei seinem Club viel Verantwortung und absolviert gute Spiele. Jedoch waren seine letzten Länderspiel-Auftritte unglücklich. Außerdem spricht gegen ihn, dass er im Verein meist nicht in der Innenverteidigung aufgeboten wird, sondern im Mittelfeld.
Marcel Schäfer:
Ähnlich verhält es sich mit dem Wolfsburger Marcel Schäfer. Auch Schäfer wird im Verein häufig im Mittelfeld aufgeboten. Seine Stärken liegen – das zeigten auch seine bisherigen Länderspiele – eindeutig in der Offensive. Der Defensiv-Zweikampf auf der Außenverteidigerposition, zum Beispiel gegen Arshavin, sollte aus deutscher Sicht vermieden werden.
Arne Friedrich:
Seine persönliche Form ist extrem schwierig einzuschätzen, da er im Verein momentan von sehr vielen Spielern im Formtief umgeben ist. Am Wochenende war er erfolgreich und konnte per Kopf das Führungstor für Berlin erzielen. Sein Verein ist Tabellenletzter, spielt zwar immer besser, aber erfolglos. Das Trainergeschick von Jogi Löw wird erkennen müssen wie hoch das Risiko eines Friedrich-Einsatzes ist.
Andreas Beck:
Vermutlich eine Alternative für die Außenverteidigerposition. Jedoch ist auch er noch sehr unerfahren. Momentan nicht unbedingt in Bestform. Beide Gegentore am Wochenende fielen über seine Abwehrseite. Beim zweiten Tor sah er äußerst schlecht aus.
Michael Ballack:
War angeschlagen, konnte aber am Wochenende wieder 90 Minuten durchspielen. Gehört zu den formstärksten deutschen Spielern. Ballack hat nicht nur einen hervorragenden Saisonstart mit Chelsea London hingelegt, sondern konnte auch persönlich überzeugen und seine Torgefahr einige Male unter Beweis stellen.
Thomas Hitzelsberger:
Er ist sicherlich einer der besten Stuttgarter momentan, allerdings bringt er aus seinem Verein eine handfeste Krise mit. Sein Fall ähnelt dem von Arne Friedrich. Hitzelsberger ist im defensiven Mittelfeld sowieso umstritten, da sowohl Rolfes als auch Frings aktuell deutlich besser spielen als er. Außerdem ist der Qualitätsunterschied zwischen Ballack, Özil – beide in Topform - und Hitzelsberger eklatant.
Mesut Özil:
Sein Debüt und seine entsprechend gute Form haben Jogi Löw neue taktische Möglichkeiten in die Hände gelegt. Es ist nun möglich mit einer Zehn bzw. einem hängenden Stürmer zu spielen. War zu Saisonbeginn sehr erfolgreich und konnte auch in der Nationalmannschaft überzeugen, obgleich das letzte Spiel gegen Aserbaidschan nicht unbedingt sein bestes war. Eine etwas defensivere Ausrichtung mit einem Mann mehr im Mittelfeld und nur einem vollwertigen Stürmer gilt als wahrscheinlich. Daher wird Özils gute Form zu tragen kommen.
Simon Rolfes:
Führt sein Team an die Tabellenspitze und ragt in einer guten Leverkusener Mannschaft immer wieder heraus. Markierte wichtige Treffer gegen Köln und Nürnberg. Zweifelsohne in Topform. Sein Spiel ähnelt immer mehr das des jungen Michael Ballack.
Bastian Schweinsteiger:
Wurde von Louis van Gaal bei den Bayern zuletzt taktisch etwas zurückgezogen, um mehr Ballkontakte zu haben. Würde in der Nationalmannschaft offensiver zum Zuge kommen. Schweinsteiger ist noch auf der Suche nach seiner Form, hat unter Löw allerdings noch Kredit.
Piotr Trochowski:
Wurde gegen Berlin nach einer Stunde nur eingewechselt. Hatte nicht mehr viel mit dem Spiel zu tun. Der Hamburger ist sicherlich nicht im Formtief, allerdings kann auch nicht von einem Hoch gesprochen werden. Leicht negative Tendenz.
Marko Marin:
Wird bei entsprechendem Spielverlauf sicherlich eingewechselt. Spielt bei Bremen an der Seite von Mesut Özil eine hervorragende Saison. Hatte zwar zu Beginn Schwierigkeiten, konnte dann aber in Bremen Fuß fassen. Die Vorarbeit zum Führungstor in Stuttgart zeigt seine Verfassung: Topform.
Mario Gomez:
Mit Mario Gomez beginnt die Abteilung "immer bemüht" in der deutschen Nationalmannschaft. Die Stürmer versprühen eher durch ihre Namen oder Ablösesummen Angst und Schrecken als durch ihre Form. Gomez wurde gegen Köln eingewechselt und kämpfte. Das war aber auch alles. Wirkt unsicher, hat aktuell viele technische Fehler im Spiel.
Miroslav Klose:
Ein weiterer Baustein im bayrischen Krisenkabinett. Ist stets bemüht und war durchaus ein belebendes Element in der müden münchener Offensive. Leider ist der Mittelstürmer, der bislang noch ohne Torerfolg in der neuen Spielzeit ist, momentan nur Durchschnitt. Hoffnungsschimmer: Klose erzielte drei Tore in den letzten drei Spielen mit dem Adler auf der Brust.
Lukas Podolski:
Seine Person könnte Opfer taktischer Umstellungen werden. In einem 4-5-1 System wird für den Kölner höchstwahrscheinlich kein Platz sein. Vielleicht greift Löw auf die Lösung der EM zurück. Dort spielte Podolski einen offensiven linken Mittelfeldmann. Seine Formkurve zeigt deutlich nach oben. War schwach gestartet, etnwickelte sich aber immer besser. Spielte gegen München gut.
Fazit:
Die erste Elf ist eine Zweiklassengesellschaft: Die Einen befinden sich vor dem Spitzenspiel in Moskau in Topform, die Anderen bringen einen handfeste Krise aus ihren Vereinen mit. Es liegt an Bundestrainer Joachim Löw die richtige Mischung zu finden – an Zutaten sollte es nicht fehlen.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News, WM 2010
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