Am Montag gingen ebenfalls alle acht Achtelfinalspiele der Herren über die Bühne. Auch hier sahen wir wieder ganz großes Tennis und eine riesengroße Sensation. Nach dem – für manche – anstrengenden Tag, haben die Herren nun einen Tag Pause und am Mittwoch geht es mit dem Viertelfinale der Herren weiter. Doch zuerst werfen wir einen kleinen Blick auf die gestrigen Spiele und dann kommt der kurze Ausblick auf die Viertelfinalbegegnungen.
Die Ergebnisse im Achtelfinale
Roger Federer (1) – Jürgen Melzer (16) 6-3 6-2 6-3
Tomas Berdych (12) - Daniel Brands 4-6 7-6 7-5 6-3
Novak Djokovic (3) – Lleyton Hewitt (15) 7-5 6-4 3-6 6-4
Yen-Hsun Lu - Andy Roddick (5) 4-6 7-6 7-6 6-7 9-7
Julien Benneteau (32) – Jo-Wilfried Tsonga (10) 1-6 4-6 6-3 1-6
Sam Querrey (18) – Andy Muray (4) 7-5 6-3 6-4
Robin Soderling (6) – David Ferrer (9) 6-2 5-7 6-2 3-6 7-5
Paul-Henri Mathieu – Rafael Nadal (2) 4-6 2-6 2-6
Definitiv – der Meister ist zurück! Das war sehr beeindruckend. Mit solcher einer Leistung wird Roger Federer kaum zu stoppen sein in seinem Wohnzimmer. Jürgen Melzer hatte zu Beginn noch einigen Respekt und kassierte prompt ein Break und Federer ging rasch mit 3-0 in Führung. Doch der Österreicher kämpfte und konnte das Rebreak realisieren. Wer dachte, dass wir nun ein enges Spiel sehen werden, sah sich getäuscht. Federer hatte viele freie Punkte mit seinem starken ersten Service und returnierte sehr stark. Immer und immer wieder stellte er Melzer vor große Probleme und so war es kein Wunder, dass nach nicht einmal 90 Minuten die Partie schon wieder vorbei war. Melzer fand kein Mittel um gegen den Schweizer Gentlemen zu bestehen.
Für den letzten Deutschen war im Achtelfinale – erwartungsgemäß – Schluss. Doch die Partie war um einiges knapper als man es sich vorstellen konnte. Daniel Brands konnte dem Tschechen Berdych lange Paroli bieten und konnte den ersten Satz auch für sich entscheiden. Im zweiten Satz gab niemand seinen Aufschlag ab und in der entscheidenden Phase hatte Berdych dann die Nase vorne und konnte den Tiebreak klar für sich entscheiden. Doch in Folge dessen, war das Spiel weiterhin ausgeglichen und Berdych hatte wohl mehr zu kämpfen als ihm lieb war. Dennoch ein verdienter Sieg im Endeffekt.
Lleyton Hewitt konnte in Halle noch Roger Federer bezwingen und galt als einer der großen Herausforderer des Schweizers, doch für ihn ist bereits im Achtelfinale Endstation. Gegen Djokovic haderte er vor allem mit seiner Chancenverwertung. Lediglich drei seiner neun Breakbälle konnte er nützen und somit stand Djokovic nach gut drei Stunden im Viertelfinale. Alles in allem ein sehr ausgeglichenes Spiel mit dem besseren Ende für die Nummer drei der Welt. Im nächsten Spiel gab es dann DIE Sensation schlechthin. Der letztjährige Finalist Andy Roddick ist ausgeschieden. Gegen den Mann aus Taipeh, Yen-Hsun Lu, musste sich Roddick in fünf hart umkämpften Sätzen geschlagen geben. Zwar machte Roddick im Endeffekt drei Punkte mehr aber wenn man nur eine von acht Break-Möglichkeiten nützt, verliert man. Erwähnenswert ist jedoch die Tatsache, dass Lu lediglich ein Break im ganzen Spiel gelungen ist – das Entscheidende im fünften Satz.
Kaum Schwierigkeiten hatten Jo-Wilfried Tsonga und Andy Murray. Tsonga benötigte zwar vier Sätze gegen seinen Landsmann Benneteau aber der Sieg schien nie in Gefahr zu sein. Noch klarer viel der Sieg von der britischen Hoffnung Andy Murray aus. In drei Sätzen konnte er sich gegen den Amerikanischen Aufschlagriesen Sam Querrey durchsetzen. Bedeutend härter zu kämpfen hatte da der French-Open Finalist Robin Soderling. Als klarer Favorit startete er in das Spiel gegen David Ferrer – am Ende benötigte er fünf Sätze um das Viertelfinale zu erreichen. Doch in seinem Halbfinale muss er die Anzahl der unerzwungenen Fehler unbedingt minimieren. 43 UE’s sind auf alle Fälle viel zu viel.
Einen – durchaus unerwartet - klaren Sieg konnte der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal bejubeln. Nachdem er gegen Haase und Petzschner sich erst jeweils im fünften Satz durchsetzen konnte, machte er mit dem Franzosen Mathieu kurzen Prozess. 99 zu 69 hieß am Ende die Punkte-Bilanz – eine deutliche Sache! Nadal’s Bedenken mit seinem Knie scheinen sich nicht zu bestätigen – in Wimbledon sollte die Belastung für das Knie kein all zu großes Problem sein.
Die Viertelfinalspiele
Roger Federer (1) 1.19 – Tomas Berdych (12) 6.00
Novak Djokovic (3) 1.19 – Yen-Hsun Lu 6.00
Jo-Wilfried Tsonga (10) 4.10 - Andy Murray (4) 1.31
Robin Soderling (6) 2.60 – Rafael Nadal (2) 1.60
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Im Viertelfinale der All England Championship kommt es zu wahren Leckerbissen. Der amtierende Titelverteidiger findet wohl rechtzeitig wieder zu seiner alten Form und ist nun wieder der ganz große Favorit auf den Titel. Nach der beeindruckenden Leistung gegen den Österreicher Melzer ist nun auch der Sieg gegen Berdych wohl nur die Frage der Höhe. Berdych spielt ganz gut – aber tut sich immens schwer. Gegen den Newcomer Brands benötigte er vier Sätze und der Deutsche konnte das Spiel lange Zeit offen halten. Für mich ist die Ausgangssituation ganz klar – Federer wird sich durchsetzen. Spielt er so wie heute, wird auch Berdych keine Chance haben und das Ding geht in drei Sätzen durch.
Im zweiten Viertelfinale besitzt Djokovic ein Freilos ins Halbfinale – doch Stopp! Dachte dies nicht auch schon Andy Roddick? Yen-Hsun Lu ist zwar weitestgehend unbekannt aber nach seinem Sieg gegen den letztjährigen Finalisten Roddick wird ihn nun niemand mehr unterschätzen. Djokovic spielt eigentlich seit vielen Wochen nicht mehr so stark, wie er einmal war. Doch der Sieg gegen Hewitt ist ein positives Zeichen. Hewitt ist als Rasenspezialist bekannt und Djokovic konnte sich in einem knappen Spiel aufgrund der besseren Chancenverwertung doch knapp durchsetzen. Und wie bereits erwähnt, wird er Lu sicherlich nicht unterschätzen. Lu’s Erfolg in allen Ehren – doch nun ist Schluss und das in drei Sätzen.
Jo-Wilfried Tsonga gegen die britische Hoffnung Andy Murray. Wie schön wäre es für die Engländer, wenn Murray das "Heimturnier" gewinnen könnte. Diesen Träumen wird immer mehr Hoffnung gegeben. Der Sieg gegen Querrey war beeindruckend und Murray spielte starkes Rasentennis – und das obwohl er sagt, dass Wimbledon definitiv nicht sein Lieblingsturnier ist. Die Fans stehen komplett hinter ihm und peitschen ihn nach vorne. Gegen Tsonga ist er auch klarer Favorit. Tsonga konnte gegen Benneteau in vier Sätzen gewinnen aber musste doch das ein oder andere Mal wackeln beim eigenen Service. Murray wird diese Chancen sicherlich besser nützen können und sich am Ende durchsetzen - ich denke in vier Sätzen.
Und das letzte Viertelfinale ist eine Neuauflage des French-Open Finale zwischen dem Schweden Soderling und der Nummer 1 der Welt, Rafael Nadal. Soderling hatte hart zu kämpfen und Nadal konnte den Schongang einlegen. In den Runden zuvor meist das Umgekehrte Bild. Nadal musste hart kämpfen und kam zweimal erst im fünften Satz weiter. Soderling machte im Spiel gegen Ferrer wieder unzählige unerzwungene Fehler und machte sich somit das Leben selbst sehr schwer. Nadal zeigte, dass das Knie momentan keine Probleme bereitet und er sich in einer sehr guten Verfassung befindet. Zwar gab er schon bekannt, nach Wimbledon eine Pause einzulegen aber bis dahin wird er alles versuchen, die Führung auszubauen. Und ich denke, dass er gegen Soderling gewinnen wird – ebenso wie Murray in vier Sätzen.










