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Wettskandal


Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Wettskandal und Sportwetten im Allgemeinen.


  

Gestern war in Bochum der Tag der Entscheidung für den Hauptverantwortlichen und Drahtzieher der vielzähligen Wettmanipulationen Ante Sapina. Nach langen und eingehenden Untersuchungen ist ein Urteil gefällt worden. Der Richter seitens der Ankläger Andreas Bachmann verlangte ursprünglich für den „Feind des Sports“ (Anm.: Ante Sapina), wie er ihn persönlich betitelte, ein höheres Strafausmaß, nämlich 7 Jahre Haft. Das Gericht zeigte sich jedoch vermutlich aufgrund der vorweg gezeigten Kooperationsbereitschaft von Sapina nachsichtig und verurteilte ihn genauso wie den Mitangeklagten Marijo Cvrtak zu fünfeinhalb Jahren Haft.

Von Prozessbeginn an war Sapina einsichtig und kooperierte mit dem Gericht, indem er zugegeben hat weltweit Spiele manipuliert zu haben, wo auch angesehene Wettbewerbe, wie die Champions-League, mit dabei waren. Weiters nannte er die betroffenen Spiele und erklärte seine Vorgehensweise bei diesen Spielmanipulationen. Dies erfolgte meist über bestochene Schiedsrichter, Spieler oder auch hochrangige Fussball-Funktionäre, die er entweder persönlich traf oder auch durch Mittelsmänner in Kontakt getreten war. Der Schuldspruch vor dem Bochumer Gericht, wo gestern damit ein Schlussstrich unter diese Fussball-Affäre gezogen wurde, ist ein Signal. Fragwürdig wird jedenfalls bleiben, wie stark sich künftige und wahrscheinlich immer noch bestehende Gruppen davon beeinflussen lassen werden.

Während der Verhandlung gab Sapina zu, dass er auf rund 30 Spiele täglich gewettet hat, wovon wöchentlich 1 Spiel manipuliert war. Die Tatsache, dass Sapina laut eigenen Aussagen ca. 1 Million Euro/Monat in Sportwetten umgesetzt hat berechtigt dazu Sapina als pathologischen Spieler zu bezeichnen. Im Prozessverlauf stellte sich heraus, dass auch Sapina durchaus mit fragwürdigen und unseriösen Personen versucht hat Spiele zu manipulieren. Es wurde bekannt, dass Sapina selbst im Herbst 2009 zum Opfer geworden ist als er versuchte das Spiel der ersten norwegischen Liga zwischen den damaligen Klubs Sandefjord und Stabaek zu manipulieren, wo er um die Bestechungssumme betrogen wurde und letztendlich keine Spielmanipulation stattfand. Wie sich herausstellte handelte es sich bei der Person um einen findigen Betrüger, der sich als Klubfunktionär ausgab, was in Wirklichkeit nicht der Wahrheit entsprach, mit dem Ziel das Bestechungsgeld zu erhalten um im Anschluss daran damit zu verschwinden.

Vor etwas mehr als 1 Monat gestattete der Richter Sapina sich in Freiheit zu verteidigen unter der Bedingung einer Kaution in Höhe von EUR 50.000, welche Sapinas Anwalt hinterlegt hat. Die Untersuchungshaft verließ der 35-jährige „Wettpate“ somit nach 17 Monaten, nachdem er am 19. November 2009 verhaftet wurde. Der Richter entschied sich wohl aufgrund folgender Tatsache dazu, weil Sapina sich mit fast allen Punkten der Anklage einverstanden erklärte und mit dem Gericht eng zusammenarbeitete um Klarheit zu schaffen und alles aufzudecken.

Es wird vermutet, dass Sapina durch die angesprochenen Wettmanipulationen ungefähr 2,3 Millionen Euro Gewinn gemacht hat. Weiterhin ein sehr großes Problem ist der Umstand, dass die deutschen Behörden auf einen nicht unbeträchtlichen Teil von Sapinas Gewinnen durch Spielmanipulationen sehr schwer zugreifen beziehungsweise nicht beschlagnahmen können, da schätzungsweise 1,2 Millionen Euro in einer Bank auf der Insel Man in Großbritannien liegen.

 

20. Mai 2011 / mario - Kategorie: Sport-News

    

Wir schließen nahtlos an den Artikel vom Montag über Spielmanipulationen von Christoph an und berichten aus aktuellem Anlass über den vorgestern eröffneten und wohl einen der größten Prozesse betreffend manipulierter Fussballspiele. Hauptangeklagter im Sportwetten-Skandal ist der gebürtige Kroate mit Hauptwohnsitz in Berlin Ante Sapina. Vom berühmt-berüchtigten Cafe King in Berlin, wo sich auch Sapina sehr gerne aufhielt, wurde auch oftmals in den Medien berichtet. Dort wurden beispielsweise auch aktive Fussballprofis des Öfteren, wie der damalige Spieler des Hauptstadtklubs aus Berlin Hertha BSC bzw. aktuell TSG 1899 Hoffenheim Joe Simunic, gesehen.

Auf dem Bochumer Landesgericht wurde der Prozess gegen 5 Angeklagte, darunter auch der Hauptangeklagte Ante Sapina, vorgestern in der Früh begonnen. Weiters zählen dazu noch der frühere professionelle Basketballspieler Ivan P., Marijo C., Deniz C., Dragan M. sowie Ramazan K. Sie werden beschuldigt, dass sie wohl bei den 47 unter Manipulationsverdacht stehenden Spielen rund 3 Millionen Euro „verdient“ haben sollen. Ihnen wird zu Last gelegt, dass sie Spieler, Trainer und/oder Schiedsrichter „geschmiert“ haben und somit den Ausgang der 47 weiter unten angeführten Spiele, beispielsweise das Champions-League Spiel zwischen Debrecen und Fiorentina oder das WM-Qualifikationsspiel zwischen Liechtenstein und Finnland, bewusst beeinflusst haben. Die Hauptakteure und deren Verteidiger stellen sich bereits jetzt schon auf einen monatelang dauernden Prozess-Marathon ein. Wenn man bedenkt, dass seitens der Kläger Beweise im Ausmaß von 285 Seiten zusammengestellt worden sind, die Anklageschrift selbst bereits schon über 215 Seiten verfügt und weiters 47 Spiele unter Manipulationsverdacht stehen, dann überrascht diese Prognose über die Prozessdauer wohl überhaupt nicht. Zuvor hatte Sapina bereits einige entweder derzeit noch aktive Fussballprofis oder auch ex-Fussballprofis belastet. Inwieweit es sich dabei womöglich um prozess-taktische Gründe für diese Anschuldigungen handelt oder auch der Wahrheit entspricht ist reine Spekulation. Für alle gilt bislang die Unschuldsvermutung, bis nicht das Gegenteil bewiesen wird.

Mit verständlicherweise sehr großem Interesse wird dieser Prozess auch vom DFB außerordentlich genau beobachtet und begutachtet, weil speziell der deutschen Bundesliga und dem DFB ein großer Image-Schaden dadurch entstanden ist. Außerdem wird durch diese Vorfälle auch der deutsche Schiedsrichterstand wahrlich in kein besonders vorteilhaftes Licht gerückt.

Kommen wir nun zu den ominösen 47 Spielen, die unter Manipulationsverdacht stehen. Vorweg, auf die fett markierten Spiele werden wir exemplarisch genauer eingehen und zwar in Form von nachträglich recherchierten Hintergrundinformationen, wie beispielsweise durch welchen Schiedsrichter erfolgte die Spielleitung oder auch untypische bzw. zumindest fragliche Spielverläufe, welche wir als mögliche Indizien und ausschlaggebende Faktoren für Absprachen herausgehoben haben. Bei den verdächtigen Spielen aus den verschiedensten Bewerben handelt es sich um folgende:

  

WM-QUALIFIKATION

09.09.2009: Liechtenstein – Finnland 1:1 (0:0)

Torschützen: 0:1 Litmanen (Finnland – Elfmeter) 74′, 1:1 Polverino (Liechtenstein) 75′ 

auffällig: Platzverweis: Buechel (Liechtenstein) 75´

Schiedsrichter: Novo PANIC (Bosnien-Herzegowina)

Schiedsrichterassistent 1: Mujo TUTUN (Bosnien-Herzegowina)

Schiedsrichterassistent 2: Momir SIRKO (Bosnien-Herzegowina)

Vierter Offizieller: Rusmir MRKOVIC (Bosnien-Herzegowina)

   

U21-LÄNDERSPIEL

18.11.2009: Schweiz – Georgien 1:0 (1:0)

Torschützen: 1:0 Gavranovic (Schweiz) 44´

auffällig: Schiedsrichter: Novo PANIC (Bosnien-Herzegowina)

Schiedsrichterassistent 1: Dalibor DRASKOVIC (Bosnien-Herzegowina)

Schiedsrichterassistent 2: Mujo TUTUN (Bosnien-Herzegowina)

Vierter Offizieller: Rusmir MRKOVIC (Bosnien-Herzegowina)

   

CHAMPIONS LEAGUE

20.10.2009: VSC Debrecen – AC Florenz 3:4 (2:4)

Torschützen: 1:0 Czvitkovics (Debrecen) 2´, 1:1 Mutu (Florenz) 6´, 1:2 Gilardino (Florenz) 10´, 1:3 Mutu (Florenz) 20´, 2:3 Rudolf (Debrecen) 28´, 2:4 Santana (Florenz) 38´, 3:4 Coulibaly (Debrecen) 88´

Schiedsrichter: Craig THOMPSON (Schottland)

auffällig: TW bei Debrecen: Vukasin Radomir POLEKSIC (Montenegro)

    

EUROPA LEAGUE

05.11.2009: FC Basel 1893 – ZSKA Sofia 3:1 (2:0)

Torschützen: 1:0 Gelabert (Basel) 35´, 2:0 Frei (Basel – Elfmeter) 41´, 2:1 Yanchev
(Sofia) 61´, 3:1 Frei (Basel) 67´

auffällig: Schiedsrichter: Oleg ORIEKHOV (Ukraine)

Schiedsrichterassistent 1: Oleksandr VOYTYUK (Ukraine)

Schiedsrichterassistent 2: Oleg PLUZHNYK (Ukraine)

Vierter Offizieller: Yuriy MOSEYCHUK (Ukraine)

   

28.08.2008: VSC Debrecen – Young Boys Bern 2:3 (1:1)

Torschützen: 0:1 Schneuwly (Bern) 33´, 1:1 Olah (Debrecen) 42´, 1:2 Regazzoni (Bern) 56´,
1:3 Yapi-Yapo (Bern) 67´, 2:3 Dudu (Debrecen) 73´

auffällig: Schiedsrichter: Levan PANASHVILI (Georgien)

TW bei Debrecen: Vukasin Radomir POLEKSIC (Montenegro)

  

09.07.2009: NK Siroki Brijeg – Banants Erewan 0:1 (0:0)

Torschützen: 0:1 Dashyan (Erewan) 87´

auffällig: Schiedsrichter: Igor SATCHI (Moldawien)

Da Siroki Brijeg das Hinspiel mit 0:2 (0:1) gewonnen hatte, zogen die Bosnier
trotz Heimniederlage in die nächste Runde ein.

  

16.07.2009: Aalborg Boldsspilklub – FK Slavija Sarajewo 0:0

auffällig: Schiedsrichter: Stanislav TODOROV (Bulgarien)

  

DEUTSCHLAND

13.05.2009: FC Nürnberg – VfL Osnabrück

06.06.2009: SC Verl – 1. FC Köln II

13.05.2009: KSV Hessen Kassel – SSV Ulm 1846

17.05.2009: SG Neustrelitz – BFC Dynamo Berlin

02.08.2009: VfB Speldorf – RW Oberhausen

19.09.2009: FC Oberneuland – FC St. Pauli II

07.11.2009: Borussia Dortmund II – RW Erfurt

 

SCHWEIZ

26.04.2009: Yverdon Sport – FC Thun

30.05.2009: Servette Genf – FC Gossau

26.06.2009: FC Sion – NK Travnik

01.07.2009: Neuchatel Xamax – NK Travnik

17.04.2009: FC Gossau – FC Thun

16.05.2009: FC Will 1900 – FC Thun

27.06.2009: FC Winterthur – NK Travnik

01.11.2009: FC Gossau – FC Vaduz

30.05.2009: FC La Chaux-de-Fonds – FC Thun

24.05.2009: FC Gossau – FC Locarno

26.09.2009: FC Lugano – FC Gossau

01.11.2009: FC Gossau – FC Vaduz

14.08.2009: FC Locarno – FC Gossau

 

ÖSTERREICH

22.09.2009: Red Bull Juniors Salzburg – TSV Hartberg

28.10.2009: SV Kapfenberg – Austria Wien

29.08.2009: Red Bull Salzburg – SV Kapfenberg

14.08.2009: SC Sparkasse Zwettl – TSV Hartberg

23.09.2009: SV Kapfenberg – SK Rapid Wien

  

BELGIEN

12.04.2009: UR Namur – Antwerpen

02.11.2008: Oud-Heverlee Leuven – UR Namur

17.01.2009: AS Eupen – UR Namur

14.03.2009: Olympic Charleroi – UR Namur

21.03.2009: UR Namur – Oud-Heverlee Leuven

  

TÜRKEI

16.04.2009: Bafra Beleydiyespor Samsun – Kahramanmarasspor

03.05.2009: Istanbul Büyüksehir Beleidiyespor – Genclerbirligi Ankara

16.04.2009: Izmirspor – Ankara Demirspor

12.01.2009: Trabszonspor – Antalyaspator

04.04.2009: Spur Ankaraspor – Bursaspor

  

UNGARN

19.04.2009: Vasas Budapest – VSC Debrecen

24.04.2009: Ujpest FC – Honved Budapest

 

SLOWENIEN

11.04.2009: Labod Drava Ptuj – NK Nafta Lendava 4:1 (1:1)

auffällig: Torschützen: 1:0 Kelenc (Ptuj) 9´, 1:1 Drevensek (Ptuj – Eigentor) 43´, 2:1 Oslaj
(Nafta – Eigentor) 53´
, 3:1 Gabriel ( Ptuj) 71´, 4:1 Semler (Ptuj) 86´

Schiedsrichter: Boris TOSESKI (Slowenien)

  

KROATIEN

26.04.2009: NK Zadar – Hajduk Split 0:3 (0:1)

Torschützen: 0:1 Ibricic (Hajduk) 6´, 0:2 Andric (Hajduk) 61´, 0:3 Ticinovic (Hajduk) 67´

auffällig: Rote Karte: Ljubicic (Zadar) 56´ wegen grobem Foul

Schiedsrichter: Bruno MARIC (Kroatien)

Dieser Schiedsrichter steht in Kroatien oftmals in der Kritik
wegen äußerst strittiger Entscheidungen.

  

KANADA

12.09.2009: Trois Rivieres Attak – Toronto Croatia 4:1 (2:0)

Torfolge: 1:0 (Trois Rivieres Attak) 20´, 2:0 (Trois Rivieres Attak) 23´, 2:1 (Toronto Croatia) 50´, vergebener Elfmeter (Toronto Croatia) 60´, 3:1 (Trois Rivieres Attak) 72´, 4:1 (Trois Rivieres Attak) 87´

  

Vermutlich war es für Sapina keine große Schwierigkeit, vor allem mit den beiden bosnischen Klubs NK Travnik und NK Siroki Brijeg beziehungsweise einflussreichen Hintermännern von diesen Mannschaften in Kontakt zu treten, weil Sapina ursprünglich aus Livno in Bosnien-Herzegowina stammt. Auf der Landkarte ist ersichtlich, dass sowohl Travnik als auch Siroki Brijeg ca. 100 km Luftlinie von Livno entfernt sind und die beiden Klubs zudem die einzigen Vertreter aus der näheren Umgebung von Livno in der bosnischen Premijer Liga sind. Dazu muss man sich ebenfalls ein wenig mit der politischen Aufteilung in Bosnien-Herzegowina befassen, die auch nicht vor dem Sport halt macht. Beide oben angeführten Klubs sind „kroatische“ Klubs in Bosnien-Herzegowina. Dahingehend verwundert es überhaupt nicht, dass es wahrscheinlich ein leichtes Spiel für Sapina war, wenn man auch zudem die recht chaotische Lage im bosnischen Fussballverband und die aufgeteilten Gruppierungen von den jeweiligen bosnischen Klubs in bosnische, kroatische und serbische betrachtet. Zusätzlich ist die allgemein miserable wirtschaftliche Lage des Landes auch übertragen auf den Sport ein sehr guter Nährboden für schwache und anfällige Charaktere, die für „Schmiergeld“ empfänglich sind und somit auch Manipulationen vorprogrammiert sind, wie hier im Fussball. In Bosnien-Herzegowina gehört Korruption in den verschiedensten Bereichen des Lebens bedauerlicherweise zum Alltag, so auch im Sport.

Auffällig ist bei den fett markierten Spielen, dass es bei jedem dieser Spiele in irgendeiner Form eine Beteiligung entweder generell von Klubs aus Osteuropa gab, Spielern aus diesem – im Sportwettenbereich – verrufenen Teil Europas oder auch gleich das komplette Schiedrichtergespann von dort stammt, was wieder ein weit verbreitetes Klischee bedient. Als einzige Ausnahme sollte man das Spiel aus Kanada ansehen, wobei auch nur bedingt, weil es sich bei Toronto Croatia – wie der Name schon vorausahnen lässt – um einen Klub, der von ausgewanderten Kroaten damals gegründet wurde, handelt und insofern wieder wahrscheinlich mindestens ein indirekter Zusammenhang besteht. Auf jeden Fall gilt, wo viel Geld im Spiel ist, dort sind auch Korruptionsvorwürfe und damit einhergehend Manipulationen nicht weit entfernt und sehr schwer auszuschließen.

Abschließend kann sich jeder seine eigene These zu diesem Thema aufstellen, ob es sich beim „fixed“ Match in Griechenland lediglich um einen Zufall handelt oder doch bewusst diese Überschneidungen mit dem Prozessbeginn in Bochum aufgetreten sind.

23. März 2011 / mario - Kategorie: Sport-News

 

Auch wenn der Wettskandal tiefe Wunden in die Welt vieler Fussballfans pflanzt, wir wollen auch den sportlichen Reiz nicht gänzlich vermissen lassen. Deshalb dürfen Sie sich wieder auf einen aktuellen Bericht aus der Fussball Bundesliga freuen.

Das Vertrauensbeweiß an den holländischen Trainer des FC Bayern wird mit jeder schwachen Leistung, die nicht mit dem Rausschmiss van Gaals endet, größer. Tatsächlich spielen die Bayern einen katasthrophalen Fussball. Es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis Uli der Kragen endgültig platzt. Dabei lief doch im Spitzenspiel gegen Bayer 04 Leverkusen alles bestens. Die Bilanz sprach klar für den Rekordmeister, der Start glückte mit der frühen 1:0 Führung und selbst Mario Gomez durfte wieder den Genuss eines Tores riechen. Kießlings postwendenter Ausgleich und der folgende Traumfussball der Gäste zerstörten aber das trügerisch schöne Bild. Am Ende mussten die Münchner froh sein, einen Zähler mitgenommen zu haben und damit zumindest wieder diesselbe Punktzahl wie der amtierenden Titelträger aufzuweißen.

Vorn in der Tabelle aber spielt sich ein anderes Bild ab. Leverkusen wird mit jedem Spiel mehr zum Titelkandidaten. Werder Bremen konnte gar ein heftiges Ausrufezeichen setzen. 0:6 verloren die Breisgauer aus Freiburg gegen die Werderaner. Auch zu den Gewinnern des Spieltages zählen darf sich Schalke 04. Die Knappen gewannen 2:0 gegen Hannover und sichern sich den CL Qualifikationsplatz. Hoffenheim überholt die Hamburger, welche sich eine bittere Pleite daheim gegen den VFL Bochum abholten.

Während Herrlich seinen ersten Trainersieg auf Bundesligaebene feiert, gerät Soldo weiter ins Abseiß! 0:4 daheim gegen Hoffenheim. Die Leistung war ein negativer Offenbarungseid, Hoffenheim spielte einen viel schnelleren und präziseren Fussball. Das Spiel hätte auch das Endergebnis der Bremer wiederholen können.

Auch Stuttgart und Hertha bietet sich keine Chance im Abstiegskampf durchzuatmen. Im direktem Duell trennten sich die Verein 1:1 Unentschieden und sorgten für erneute Schwächeanfälle. Besonders für die Berliner wird der Weg zum rettenden Ufer immer weiter und die Luft langsam dünn. 5 Punkte hat der Hauptstadtclub erst eingefahren, nicht einmal halb soviele wie der Tabellensiebzehnte aus Bochum.

Im Tabellenmittelfeld gab es eine enttäuschende Nullnummer zwischen Dortmund und Mainz. Auch Frankfurt und Hannover konnten nicht überzeugen, während sich Gladbach dank des 2:1 Auswärtssieges bei der Eintracht allmählich in das Niemandsland der Liga vorarbeitet.

In der kommenden Woche muss Bremen gegen den Club aus der VW Stadt Farbe bekennen. Hoffenheim erwehrt sich den enthusiastischen Dortmunder Fans in der heimischen Arena Köln steht in Bochum mächtig unter Druck.

 

24. November 2009 / christoph - Kategorie: Bundesliga-Wetten

 

Wenige Tage ist es erst her, da wurde die Fussballwelt nach dem Tod von Robert Enke ein zweites Mal erschüttert. Auch wenn sich der Betrug in einem viel geringerem Rahmen  bewegt, als es der Tod eines Menschen ist, was bleibt ist das Kopfschütteln vieler Zuschauer in den Stadien der Bundesliga.

Können wir dem Sport denn garnicht mehr trauen. Muss man vor jedem Spiel Angst haben, dass schon vor dem Anpfiff das Endergbnis in den Köpfen einiger Spieler, Trainer oder Schiedsrichter umherschleicht? Macht ein Gang in die Arena meines Clubs überhaupt noch Sinn?

Natürlich kann jedes Spiel gefixed werden. Dem sollte sich jeder bewusst sein. Vielleicht sind ein Endspiel in der Champions League oder das Finale der WM 2010 nicht relevant, doch mindestens 99,9% aller Spiele könnten mit Betrug enden. Zum Glück sprechen wir von "könnten", wo käm der Fussball denn hin, wenn es an der Tagesordnung wäre, dass verwirrende Ergebnisse nach hohen Investitionen zustande kommen.

Doch ist nach dem Wettskandal nun endlich die Hoffnung da, dass es einen sauberen Sport geben wird? Leider muss ich Ihnen diese Frage mit "Nein!" beantworten. Es wird auch in den kommenden Jahren wieder Betrüger geben, die es schaffen Spieler und sonstige Offizielle auf ihre Seite zu ziehen.

Selbst dieses Wochenende stinken, man verzeihe mir diesen Ausdruck, einige Spiele bis zum Himmel. Es begann in Bosnien Herzegovina. Am Samstag sank die Quote von Zeljezniar, die in Laktasi anzutreten hatten ernorm. Nach wenigen Stunden hatten alle Buchmacher das Spiel aus dem Programm genommen. Tatsächlich siegten die Gäste 2:1. Der einzige Auswärtssieg an diesem Tag in der Liga, alle anderen Partien gewannen die Heimteams. Ein typischer Fingerzeig in Bosnien.

Noch schlimmer ging es in Russland her. Da wurde der vermeintlich geplante Betrugsversuch in die Öffentlichkeit getragen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass unheimliche Summen auf Kuban am gestrigen Tag gesetzt wurden. Von einer @6,0 und immerhin @4,20 an der Börse entwickelte sich eine @1,43 Gegenquote zum LAYen. Mehr braucht man garnicht zu sagen. Natürlich gibt es auch Fakedrops, bei denen die Spielschiebung nur verbreitet wird, um die Quote zu verändern. An diesem Tag sprach aber wenig dafür!

Ein letztes Beispiel geschah heute Abend in Brasilien. Recife ist längst abgestiegen. Der Gast aus Fluminense brauchte noch dringend Punkte. Obwohl die Quote auf den Auswärtssieg gar stieg, ist ein gefixtes Match nicht ausschließbar. Deutlich erkennbar ist diese Sprache an den Roten Karten. Zweimal musste Recife den Verlust eines Spielers beklagen, ein Eigentor sorgte für Fluminenses Führung.

Alle 3 Beispiele sind gewiss nicht 100% ig geschoben. Dazu weiß ich zum Glück viel zu wenig. Aber die Vermutung liegt nah, dass sich wieder einige Wetter illegal Geld besorgt haben, oder zumindest der Verein ohne Gefahr 3 Punkte einsammeln konnte.

Eine Gefahr aber sollten Sie tunlichst vermeiden. Sehen Sie ab sofort nicht in jedem Spiel mit Elfmetern, Karten oder kuriosen Toren gleichzeitig eine Schiebung. So oft wie Sie solche Matches verfolgen können wird gewiss nicht gefixed. Damit nehmen Sie sich nur die Freude am Fussball und diese sollte auch bei all den Rückschlägen nie verloren gehen.

 

23. November 2009 / christoph - Kategorie: Fussball-News

 

Immer größere Kreise zieht der Wettskandal. Selbst die Bild findet keine wichtigeren Themen für die Titelseite. Inzwischen wurde bekannt, dass über 200 Spiele manipuliert worden. Die eingesetzten Gelder aber sind deutlich niedriger, als dies bei ehemaligen Wettskandalen der Fall war.

Auch eine Liste der Spiele ist inzwischen aufgetaucht. So sind in Deutschland, wie bereits im letzten Artikel bezüglich des Wettskandals erwähnt, die Spiele des VFL Osnabrück gegen Nürnberg und Augsburg betroffen. Noch gravierender sind die Auswirkungen im Amateurgeschäft. 5 Spiele aus der 3.Bundesliga und gar 18 Spiele in den Regionalligen stehen zur Debatte. Die kleinen Einsätze führten gar dazu, dass Oberligaspiele unerkannt manipuliert werden konnten.

8 Spiele stehen in Bosnien auf der Strafliste. Dies ist jedoch fast schon lächerlich, wissen doch die meisten Wettinteressenten, dass in Bosnien viel mehr gefixed wird, als in gerade einmal 8 Spielen. In örtlichen Wettbüros sind teilweise nicht einmal mehr Heimsiege ohne Kombination tippbar, da die Liga dank diverser Betrüger unglaublich heimlastig gemacht wurde.

Viel interessanter, wenn auch mit negativer Blickrichtung, ist, dass auch die Schweiz und Österreich mit in den Intrigen verstrickt sind. 11 Spiele der obersten 2 Ligen werden in Österreich untersucht, in der Schweiz sind sogar genau Beispiele vorhanden. So soll Yverdon gegen Thun geschoben gewesen sein. Am 26.April sollen Kicker des Gastvereines Geld dafür angenommen haben, dass ihre Mannschaft mit mindestens 4 Treffern Rückstand verliert. Ein 1:5 war das logische Endergebnis. Einen Monat später musste Gossau gegen Locarno mit mindestens 2 Treffern verlieren. Ein 0:4 stand nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel.

Belgien, Kroatien, Ungarn und die Türkei sind weitere genannte Länder, denen die Spielverschiebung zu Last gelegt wird. Im Gegensatz zu den Ligen in Deutschland und Österreich sind aber alle Länder schon regelmäßig in Fixgeschichten involviert gewesen.

Zwar muss man in gewisser Hinsicht Profi sein, um über 200 Spiele zu verschieben, doch die kleinen Summen verwirren den Skandal gewaltig. So werden für gewöhnlich besonders in Asien Millionen auf abgesprochene Spiele gesetzt. Tatsächlich aber sind bei den meisten genannten Matches kaum über 10000 bis Zwanzigtausend Euro ausgegeben wurden. Anscheinend hatten die Betrüger selbst anfangs kaum Geld und mussten sich noch oben steigern. Doch vorerst bleibt hinter allen Befürchtungen ein dickes Fragezeichen. Einzig die Zeit wird Licht hinter die dunklen Fassaden tragen.

 

22. November 2009 / christoph - Kategorie: Fussball-News

 

Vor wenigen Tagen musste im deutschen Fussball wieder einmal ein ungeliebtes Thema aufgeblättert werden. Wettskandale waren zuletzt unter Hoyzer ein Thema geworden, an dem kein Fussballfan vorbei kam. Viel schlimmer aber sind die Nachrichten, die nun herein schneien. Tatsächlich sollen über 10 Millionen Euro durch Betrug eingenommen worden sein. Über 200 Spiele stehen unter dem Verdacht der Manipulation.

Mit der Zeit kommen erste Erkenntnisse an das Tageslicht. So sind nicht nur die beiden Sapina Brüder wieder im Kreuzfeuer, sondern auch weitere bekannte Fussballgesichter. Besonders der VFL Osnabrück gerät ins Rampenlicht. Viele Anhänger der verschiedenen Vereine drückten dem VFL noch zuletzt im Pokal gegen Hamburg und Borussia Dortmund die Daumen. Nun ist es sehr wahrscheinlich, dass die Mannschaft viel Anerkennung wird einbüßen müssen.

Auch genaue Namen sind genannt. Besonder Cichon und Reichenberger sind bekannt aus dem deutschen Oberhaus. Cichon ist inzwischen in Afrika unterwegs und konnte noch nicht befragt werden. Reichenberger lassen die Vorwürfe nach Außen hin völlig kalt. In Seelenruhe erklärte der Topstürmer, dass für Ihn das Spiel gegen die B – Elf von Borussia Dortmund am Wochenende die uneingeschränkte Priorität genießt und er nicht bereit ist, seine Konzentration vor dem Match durchbrechen zu lassen.

Im besonderem Blickpunkt steht ein Spiel aus der vergangenen Saison, als der 1.FC Nürnberg gegen Osnabrück antrat. Dabei sollen die Cluberer den Sieg geschenkt bekommen haben. Tragisch ist vor allem ein Blick auf die Tabelle. Der FCN hätte ohne den Dreier niemals den Relegationsplatz erreicht, Osnabrück wäre im Falle eines Sieges nicht abgestiegen.

Es bleibt eine Zeit des Rätselratens. Genauere Erkenntnisse werden erst in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Dennoch bleibt der Wettskandal die größte Bedrohung für die Glaubhaftigkeit des Sportes. Schlimm, dass so auch viel wichtigere Themen wie Robert Enke bereits wieder nach hinten geschoben werden müssen.

20. November 2009 / christoph - Kategorie: Fussball-News

 

Fünf Jahre nach dem allen noch in schlechter Erinnerung gebliebenen Fall Robert Hoyzer erschüttert ein neuer Wettskandal im europäischen Fußball den gesamten Kontinent,der in seinem Ausmaß alle bekannten Dimensionen zu sprengen scheint.

In einer soeben beendeten Pressekonferenz der mit den Ermittlungen beauftragten Staatsanwaltschaft in Bochum wurde bekannt,daß diese schwerpunktmässig wegen gewerbsmässigem Bandenbetrug gegen 200 Personen ermittelt.Zwar wurden im Hinblick auf das laufende Verfahren weder Namen der verdächtigen Personen noch der betroffenen Vereine preisgegeben,doch stehen seit Anfang des Jahres mehr als 200 Spiele in 9 Ländern unter Manipulationsverdacht.Neben Deutschland sind vor allem Erst-und Zweitligaspiele in Belgien,Österreich,Schweiz,Kroatien,Slowenien,Türkei,Ungarn und Bosnien betroffen.Weitaus alarmierender ist die Tatsache,daß auch 12 Spiele der Europa-Liga und 3 aus der Champions-League wegen eindeutiger Hinweise im Fokus der Ermittler stehen.Selbst Begegnungen der EURO 2008 sind möglicherweise betroffen.

In Deutschland selbst schien zunächst nur das im Juli ausgetragene Freundschaftsspiel zwischen dem SSV Ulm 1846 und Fenerbahce Istanbul(0-5) tangiert zu sein,wo auffällige hohe Wetten auf das korrekte Endergebnis platziert wurden.Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft stehen jedoch insgesamt 32 Spiele unter dem eindeutigen Verdacht zumindest einer versuchten manipulativen Beeinflussung;darunter 4 Zweitligaspiele,3 Drittligaspiele,18 Regionalligaspiele,5 Oberligaspiele und 2 Paarungen der U 19.

Konkrete Hinweise gibt es u.a. gegen Spieler des Zweitliga-Absteigers VfL Osnabrück hinsichtlich der Auswärtsspiele in München(0-3) und Nürnberg(0-2).

Nachdem hierzulande in den letzten Tagen insgesamt 15 Personen festgenommen wurden,befinden sich darunter auch die als Hauptverdächtige geltenden Brüder Ante und Milan Sapina aus Berlin,die seinerzeit bereits in der Hoyzer-Affäre zu den Dahtziehern gehörten und zu Haftstrafen verurteilt wurden.Daneben sind das Ruhrgebiet und Süddeutschland Tatschwerpunkte der bandenmässig agierenden Verdächtigen.

Zur Vorgehensweise selbst wurde ausgeführt,das von bestimmten Personenkreisen hohe Geldbeträge zur Verfügung gestellt wurden,die bei mehreren Wettanbietern vornehmlich in Asien,aber auch in Europa platziert wurden.Dabei wurden sowohl Offizielle,Spieler als auch Schiedsrichter insbesondere auch in Top-Ligen nachweislich bestochen.Der entstandene Schaden wird auf über 10 Millionen Euro taxiert,was aber nach Angaben der Staatsanwaltschaft nur die Spitze des Eisbergs darstellt.Warum das von UEFA und DFB vor etwa zwei Jahren installierte Frühwarnsystem "Betradar" keine Auffälligkeiten hinsichtlich der aussergewöhnlich hohen Beträge vornehmlich auf sog.Spezialwetten wie z.B. Halbzeit/Endstand oder korrektes Endergebnis signalisierte,ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch ungeklärt.

Wenn sich das kontinentale Entsetzen vor allem über das verheerende Ausmaß der Manipulationen gelegt hat,sollten sich UEFA,nationale Fußballverbände und die Regierungen der betroffenen Länder zusammen setzen,um wirksame Präventiv-Maßnahmen zu besprechen.Hierber sollte auch das insbesondere in Deutschland zu laxe Strafmaß für derartige Delikte hinterfragt werden.Sowohl Schiedsrichter Hoyzer als auch die Gebrüder Sapina wurden damals lediglich zu geringen Haftstrafen verurteilt,die grösstenteils auch noch zur Bewährung ausgesetzt wurden.

Klar in der Pflicht stehen auch die Buchmacher.Zwar wurden die manipulativen Wetten überwiegend bei chinesischen Wettunternehmen platziert,gleichzeitig aber auch bei europäischen.

Diese sehen sich einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt,der insbesondere im Fußballbereich eine kollektive Angebotsfülle erreicht hat,die selbst gestandene Wetter irritiert.So sind neben Bets auf so banale und sportlich unbedeutende Aspekte wie "wer hat Anstoss" oder "erster Eckball" mittlerweile auch Wetten auf Spiele bis hinab zur 6.Liga möglich.Zwar "verlangen" die meisten Anbieter eine Kombi von mindestens 3 Spielen,doch steht bei einigen hierfür das gesamte und meist sehr reichhaltige Spielprogramm zur Verfügung.Gerade bei zeitversetzt stattfindenden Paarungen ist hier bei Manipulation bereits einer unterklassigen Begegnung und zwei niedrigquotierten weiteren Spielen bei entsprechender Absicherung einem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.

Ich selbst kenne einen Oberliga-Torhüter(5.Liga) recht gut und habe mit diesem die fiktive Probe aufs Exempel gemacht.Hätte ich ihn bestochen,wäre mir bei zumindest zwei Bookies in Kombination mit 2 später stattfindenden sog.sicheren Spielen auch wegen des nicht eben geringen Einsatzlimits ein erquicklicher Gewinn sicher gewesen.Natürlich hab ich den Keeper nicht bestochen und die Wetten auch nicht abgesendet.

Wenn es selbst für mich mit mässig krimineller Energie ausgestattetem Normalverbraucher derart leicht gemacht wird;wie erst für professionelle Betrüger.

Gerade die renommierten Anbieter sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen und sowohl unterklassige Spiele als auch bedeutunglslose Freundschaftskicks mit unsicheren Kantonisten aus dem Programm nehmen.Eine situative Senkung des Einsatzlimits wäre bereits ebenfalls ein guter Anfang.

Die professionellen Gaunereien können damit wohl nicht verhindert werden,aber es ist möglicherweise ein erster Schritt heraus aus der Grauzone des Sportwettenbereichs,der wohl aufgrund der jüngsten Vorkommnisse erst mal richtig in Verruf kommen wird.

 

 

20. November 2009 / pedro - Kategorie: Fussball-News









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