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Wettbetrug


Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Wettbetrug und Sportwetten im Allgemeinen.


Sicher haben Sie schon oft einen Livestream (wie z.B. aktuell den Livestream vom ATP Masters in London) verfolgt. Die gute Möglichkeit Spiele zu verfolgen, die im Fernsehen nicht übertragen werden kann die Spannung bei Ihren Tipps noch einmal nach oben schrauben, doch es gibt Betrüger, die versuchen den ahnungslosen Hobbywettern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Es dürfte Sie nicht verwundern, dass Livestreams immer mit einer Verzögerung beim Nutzer ausgestrahlt werden. Nicht selten ist über eine Minute Differenz zwischen Aussendung und Realität. Sich darauf einzustellen ist keine große Hürde, doch wussten Sie auch, dass selbst Fernsehübertragungen hinterher hinken? So sind die meisten Treffer in den Stadien erst knapp 3-5 Sekunden später am Bildschirm zu bewundern.

Während der Informationsvorteil bzw. -nachteil für Fussballfans noch relativ unbedeutend ist, können Betrüger in der Sportart Tennis bei Betfair große Gewinne erzielen. Wetten auf jedes einzelne Teilspiel (Game) einer Partie sind bei den  großen Turnieren möglich, sodass die "Wetter" am Court deutlich eher wissen, welcher Spieler den nächsten Punkt macht, und große Gewinne einfahren können.

Diese erschütternde Meldung kommt in regelmäßigen Abständen an die Bildfläche und sowohl die Veranstalter, als auch Wettanbieter, sind zunehmend machtlos gegen den Betrug.

Auf zwei Arten versuchen beide die illegalen Wettabgaben einzudämmen. Einerseits werden Livewetten bei nahezu jedem Buchmacher (auch bei Betfair) erst wenige Sekunden nach dem klicken auf den "Wette abschicken" Button wirklich angenommen. Außerdem verhängen die Veranstalter von Tennisturnieren der ATP – und WTA Tour Strafen für die Internetnutzung auf der Zuschauertribüne. War es vor wenigen Jahren noch problemlos möglich gar mit dem Laptop ein Spiel zu verfolgen, wird inzwischen gar der Umgang mit dem Handy teilweise überwacht.

Natürlich werden nie alle Verbrecher damit überführt werden, doch helfen sich Buchmacher und die Veranstalter der Turniere gegenseitig um Sportwetten sauber zu halten und speziell die sowieso stark von Manipulationen angegriffene Sportart Tennis wieder attraktiver für den normalen Fan als auch den Wettinteressierten zu machen.

 

25. November 2009 / christoph - Kategorie: Tennis-Wetten

Mit Sportwetten ein reguläres Einkommen erzielen oder gar reich werden? Wer hat nicht schon einmal daran gedacht? Nicht zuletzt durch die Omnipräsenz der Massenmedien hat sich die Sehnsucht nach einer Anhäufung sozialer Statusgüter in unseren Persönlichkeitsstrukturen verfestigt. Die Wiederkehr einer dominant materialistischen Wertestruktur nach den idealistischen Utopien der 1960er und 1970er Jahre ist offensichtlich. Die Wirtschaftskrise hat es uns noch einmal deutlich gemacht: Den Job fürs Leben gibt es nicht mehr. Unsicherheiten bestimmen das Wirtschafts- und damit auch zunehmend das Gesellschaftssystem. Wäre es da also nicht wunderbar, mit Sportwetten monatlich Geld auf das eigene Konto zu schwemmen? Wenn man es ganz geschickt anstellt, könnte man sich vielleicht sogar ein von Sorgen befreites Leben „erspielen“.

Die Sehnsüchte nach finanzieller Unabhängigkeit und dem Besitz sozialer Statusgüter sind also durchaus menschlich. Und in eben diesen Sehnsüchten wurzelt eine Vielzahl dubioser Angebote im Internet. Auch hier ist der Antrieb ein monetärer. Allerdings wird er auf dem Rücken argloser Glückssucher ausgetragen. Wir müssen gar nicht lange nach solchen Offerten fahnden. Sei es über Google oder Videoportale wie Youtube. Ohne großen Rechercheaufwand stoßen wir auf Werbevideos oder Homepages, die ultimative Wettsysteme oder monatliche Vorhersagedienste zu horrenden Kosten anbieten und einen regelmäßigen Gewinn versprechen. Bei einigen werden einigermaßen moderate Erwartungen geschürt. Andere wiederum treiben das Spiel mit den Sehnsüchten auf die Spitze.

Vor einiger Zeit stieß ich auf eine solche Homepage, die ihre Versprechungen ins Unermessliche treibt. Angepriesen wird ein Vorhersagesystem eines diplomierten Statistikers für die amerikanische Major League Baseball (MLB) und die National Basketball Association (NBA), das eine 97-prozentige Trefferquote besitze.

Schon das Layout der Homepage, deren Adresse hier ungenannt bleiben soll, um bloß keine Werbung für den Dienst zu machen, erfüllt die typischen Kriterien. Die Homepage besitzt keine Unterseiten. Der Leser kann sich vom Anfang der Seite bis zu ihrem Ende endlos durchscrollen. Und zwar durch zahllose Belege für die Unfehlbarkeit des Systems, durch Dankesschreiben zufriedener und nun unfassbar reicher Kunden und nicht zuletzt durch Bilder allseits bekannter und ersehnter Statusgüter. Keine der dubiosen Seiten kommt ohne Fotos von schicken Sportwagen, Luxusimmobilien, Flachbildfernsehern und sonstigen Sachen, die das Leben schöner machen, aus.

Nur für die nächsten 72 Stunden könne ein Preis von 197 Dollarn garantiert werden, denn immerhin seien früher 399 verlangt worden. Es wird auf das Grab der eigenen Mutter – ja tatsächlich – geschworen, dass das System, wenn eine bestimmte Anzahl an Käufen erreicht sei, nie wieder angeboten werde. Wir haben es offensichtlich mit einem Idealisten zu tun.

Zusätzlich erhalte der Käufer lebenslange kostenlose Sportwetten-Tipps und auch noch ein System für die amerikanische National Football League (NFL) mit einer Treffergenauigkeit von immerhin 63 Prozent obendrauf. Und als ob dies noch nicht genug wäre, wird ein 55-prozentiger Einzahlungsbonus bei einem großen Sportwettenanbieter, der allerdings ungenannt bleibt, dazugelegt. Bereits mit der ersten Wette habe man den Kaufpreis wieder eingespielt. Warum also noch zögern?

Nun ja, bevor wir 197 Dollar über den Online-Bezahldienst Paypal ins irgendwo überweisen, wollen wir doch noch ein wenig im Internet recherchieren. Aber was ist das? Google spuckt zig Seiten aus, auf denen das System in höchsten Tönen gelobt wird. Erfolgsstatistiken und Wetttagebücher vervollständigen den Lobgesang. Nun ist wirklich alles klar. Die 197 Dollar sind gut investiert. Unsere Eintrittskarte zur Erfüllung unserer Sehnsüchte zum Greifen nah. Nur eine Transaktion trennt uns noch vom großen Glück.

Zum Spaß kann man ja noch mal das Wort “scam” (engl. Betrug) und „review“ (engl. Rezension) im Zusammenhang mit dem Namen des Anbieters bei Google eingeben. Nur pro forma, um dem warnenden Engel auf der linken Schulter wenigstens etwas entgegen zu kommen. Und siehe da: Wir stoßen auf einen Erfahrungsbericht, der uns schon in der Überschrift Ungutes verheißt. Und da lesen wir, dass das angebotene Wettsystem einen Account bei dem genannten „großen Sportwettenanbieter“ zwingend voraussetzt. Wenn bei diesem Buchmacher ein Benutzerkonto angelegt worden sei, solle man sich per E-Mail beim Anbieter des Wettsystems melden. Anschließend erhalte man das Erworbene. Man bekomme jeweils drei Tipps, so der Erfahrungsbericht weiter. Verliere man eine Wette, müssten die Einsätze jeweils erhöht werden. Die Quoten bewegten sich immer im Bereich zwischen 1,50 und 1,60. Es handelt sich also, dem Erfahrungsbericht zufolge, um ein typisches Martingale-System der Verlustprogression. Einem hohen Wettrisiko stehen niedrige Gewinne gegenüber. Zudem scheint der ominöse Wettsystemanbieter einen auf Provisionszahlungen basierenden Kooperationsvertrag mit dem angepriesenen Buchmacher geschlossen zu haben.

Aber bei so vielen positiven Rückmeldungen könnte es sich bei dem Erfahrungsbericht doch um die Stimme eines aus irgendeinem Grund beleidigten Wettfreundes handeln. Um der Objektivität Genüge zu tun und genauere Informationen zu erhalten, schickte ich dem Wettsystemanbieter unten stehende Presseanfrage, in der ich ihn überfreundlich bat, sein Angebot zu konkretisieren:

 

For years I have been studying a great variety of betting systems that often promised to be foolproof. Of course none of them was.

Searching the internet I – of course – detected a lot of doubts about your system. So, I´d like to ask you what sort of facts you take into consideration to offer a statistically calculated betting system and how the bettors can get to know these facts. On your website you write one could win about 12.000$ every week. So, am I right to think that one has to gamble for high stakes to achieve these benefits? And what makes the MLB and NBA leagues especially suitable for a foolproof system?

I also would be interested to know if there have already been any reactions of the sports betting industry and the media about your betting system. Did you ever think about having your system translated into German to cover the German, Austrian and Swiss market?

 

Als Antwort erhielt ich eine offensichtlich zu großen Teilen standardisierte E-Mail, in der weder meine Fragen beantwortet noch nähere Informationen preisgegeben wurden:

 

With your investment in my system, you will receive the complete criterias required to determine when and who to bet for whenever the games come up. In addition, you will also receive my lifetime service dedication where I will send you every pick when they come up, in the case that you do not want to do the research yourself. The picks will be delivered to you through email, and I’ll be committed to providing you this service at no extra costs for life! The stats that the system use will be explained as soon as the member accesses the system.

You can wager as much or as little as you wish and earn any kind of income you’d like.

 

Obwohl ich es verständlicherweise nicht einsah, 197 Dollar für das angepriesene System zu zahlen, um mir schließlich selbst ein Bild zu machen, scheint der oben wiedergegebene Betrugsvorwurf nicht von der Hand zu weisen. Diesen Schluss legt allein eine rationale Betrachtungsweise nahe. Versuchen also wir einmal, das Angebot zu reflektieren.

Punkt eins: Wieso sollte jemand, der ein absolut bombensicheres Wettsystem entdeckt hat, andere daran teilhaben lassen? Diese Frage schwebt wie ein Damoklesschwert über all den zweifelhaften Sportwetten-Angeboten des World Wide Web. Konkurrenz belebt nicht etwa das Wettgeschäft. Nein, sie zerstört es. Die Gefahr, dass sich Wettanbieter auf das beschriebene System einstellen oder Quoten zunehmend in den Keller sinken, ist schlicht zu hoch.

Punkt zwei: Sicherlich können Statistiken ein Anhaltspunkt für eine Wettentscheidung sein. Allerdings können Sportereignisse nicht zu an hundert Prozent grenzender Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden. Das ist unmöglich. Allenfalls kann, wie beim Martingale-System, durch Erhöhungen des Wetteinsatzes das statistische Verlustrisiko minimiert werden – jedoch, wie beschrieben, um den Preis eines enormen Verlustrisikos.

Aber wie kommt es dann zu all den positiven Rezensionen, die wir im Internet finden? Das hat vorrangig zwei Gründe. Einerseits werden solche Websites fingiert, um verbliebene Zweifel potentieller Käufer auszuräumen. Andererseits verbessern die Querverlinkungen der Seiten untereinander und die Verwendung suchrelevanter Schlüsselbegriffe die Platzierung des Angebotes im Google-Ranking, was wiederum die Verkaufszahlen erhöht. Die meisten Menschen schauen sich eben nur die ersten beiden Seiten einer Google-Anfrage an. Das ist übrigens auch der Grund, wieso negative Rezensionen tendenziell seltener wahrgenommen werden.

Daher der eindeutige Rat: Lassen Sie sich nicht von dubiosen Angeboten angeblicher Wettpropheten in die Irre führen. Hier wird gezielt und schamlos mit menschlichen Sehnsüchten gespielt, um die eigenen Taschen zu füllen. Am Ende profitiert jedoch immer nur einer von solchen Offerten, nämlich der Verkäufer. Dankenswerterweise sind nicht nur die beschriebenen Sehnsüchte menschlich, sondern auch die Fähigkeit des vernünftigen Überlegens ist es. 

22. Juli 2009 / Andree - Kategorie: Wett-Empfehlungen

 

Der Altmeister hat es dem Nachwuchs noch einmal so richtig gezeigt. Leyton Hewitt besiegte Argentiniens Del Potro 3:0. Dabei war der Halbfinalist der French Open noch klar favorisiert quotiert wurden. Lag anfangs die Topquote noch bei 1,50, fiel diese bis zum Matchbeginn auf 1,40 herab. Doch Australians Held ist auf Rasen auch im steigendem Alter weiterhin eine Größe. Sah es nach dem 3:6 noch nach Startschwierigkeiten aus, musste spätestens nach dem spät verlorenem zweitem Satz (5:7) anerkannt werden, dass Hewitt in Topform noch immer in der Lage ist, um gegen einen Spieler der Top 5 zu siegen. Auch der dritte Satz begann mit einem Break zugunsten des Außenseiters. Del Potros letzte Chance im Spiel zu bleiben ergab sich, als sein Kontrahent beim Spielstand von 5:4 zum Matchgewinn aufschlug, aber das Break hinnehmen musste. Da aber der eigene Aufschlag an diesem Tag einfach zu schwach kam und nicht die typische Waffe des lang gewachsenen Mannes bildet, kam es zum schnellem Rebreak und wenig später dem Matchverlust.

Viel erfolgreicher zeigten sich die Damenwelt in den Favoritenrollen. Venus Williams, Kuznetsova, Dinara Safina, Ana Ivanovic und Caroline Wozniacki gaben zusammen keinen einzigen Satz ab. Das Standartresultat des Tages pegelte sich bei 7:5 ein und sollte sich wie ein roter Faden durch den 4.Turniertag ziehen. Hatte Wozniacki noch im Erstrundenmatch große Probleme und lag gar mit Satz und Break zurück, erreichte die Nummer 9 der Setzliste diesmal einen klaren 6:0 und 6:4 Triumph und spielte sich zurück in die Liste der Favoriten auf den Sieg in Boris´ Wohnzimmer. Bis dahin aber ist es noch ein weiter Weg, steht doch erst in neun Tagen des Endspiel der Damenkonkurrenz an.

Aufschlagmonster Andy Roddick darf auch weiter von Turnierwoche 2 träumen. Dem souveränem 6:4, 6:2, 3:6 und 6:2 gegen Kunitsyn folgt der Einzug in Runde 3. Roddick überzeugte erneut besonders bei eigenem Service und fing sich nach dem Satzverlust schnell wieder.

Mit Berdysch und Simon gaben sich zwei weitere Männer keinerlei Blöße. Simon musste Alves aus Brasilien zwar den Auftaktsatz lassen, kam aber dennoch nicht in ernsthafte Bedrängnis, obwohl sein Gegenüber nahezu sein bestes Tennis auspackte und sich mit dem Jubel der Fans aus London verabschiedete. Unerwartet leicht hatte es Berdysch gegen Mathieu, der ganze 10 Spielverluste hinnehmen musste und nach knapp über 2 Stunden bereits das Ticket für Runde 3 gelöst hatte.

Unterdessen trafen im Duell der Deutschsprachigen Melzer und Benjamin Becker aufeinander. Hatte Melzer gegen Odenisek noch die Worte "Betrüger" hinnehmen müssen, kam gegen Becker der sportliche Konter. Becker erlebte einen schwachen Tag und konnte nicht an die Leistungen der Vorrunde anknüpfen. Hinzu kam, dass Melzer den Deutschen gleich zweimal im Tiebreak bezwingen konnte. Das Spiel Melzer : Odenisek beschäftigt dagegen weiter die Wettanbieter. Diverse Buchmacher wurden vor diesem Spiel gewarnt, teilweise wurden das Match nicht einmal angeboten. Auch ist es lächerlich die Quotenbewegungen mit der Verletzung Odeniseks zu erklären, denn wer würde schon bei vermuteter Verletzung auf die Satzwette 3:0 gehen (die besonders häufig angespielt wurde), wo doch klar war, dass ein Abbruch aufgrund einer Verletzung die Wette stornieren würde.

Einen großen Kampf boten sich im Deutschem Duell Petzschner und Zverev. Zverev, vor der Partie klar favorisiert, ging auch mit 2:1 in den Sätzen in Führung und sah im Tiebreak des Viertem wie der sichere Sieger aus. Doch in einer auf spielerisch armen Niveau geführten Partie bog Philipp Petzschner das Ruder noch einmal um und zog Zverev durch ein 6:0 im Fünftem endgülig den Zahn.

Weniger Mühe hatte Sabine Lisicki, die einen guten Tag für den deutschen Tennissport abrundete. Gegen Patricia Mayr gab es einen glatten 6:2, 6:4 Erfolg.

 

25. Juni 2009 / christoph - Kategorie: Tennis-Wetten

 

Das PBZ Zagreb Hallenturnier sorgte in den letzten Tagen für Schlagzeilen, da ein Wettbetrugsskandal-Verdacht im Raum steht. Turnierdirektor Branko Horvat bekam durch dies nun auch das Favoritensterben zu spüren und erhielt laut der kroatischen Zeitung "Index" bereits Morddrohungen per Email. Im Mittelpunkt stand dabei die Partie zwischen dem jungen Lokalmatador Antonio Veic und dem arrivierten Argentinier Guillmero Canas, in welchem sich überraschend Veic (255 der Weltrangliste) gegen die ehemalige Nummer 8 mit 4:6 6:4 6:2 durchsetzte. Der Südamerikaner gab für seinen Leistungseinbruch, Schulterbeschwerden an. Allerdings führte Canas 6:4 und beim Stand 4:4 im zweiten Satz waren die Schmerzen beim Argentinier aufgetreten, danach funktionierte bei Canas nichts mehr und der junge Kroate punktete nach belieben.

Es ist bekannt, dass der Tenniszirkus von Überraschungen lebt und die Underdogs auch zuschlagen können. Da dieses Erst-Runden Match allerdings in Australien so beliebt war, wirft ein schlechtes Bild auf beide Athleten. Beim bekannten und renomierten Wettbüro Bettfair wurden nach dem Sensationssieg von Veic gegen Canas rund 32 Millionen australische Dollar gewonnen, dies entspricht 16 Millionen Euro. Veic, bisher ein unbekannter Name auf ATP-Ebene, war bis dato nicht einmal auf Challenger-Ebene erfolgreich und daher brodelte bereits nach dem Sensationstriumph die Gerüchteküche. Turnierleiter Branko Horvat war über die Morddrohungen nach dem Spiel entsetzt. Ihm wurde darin vorgeworfen, dass dieser den Verlust in Sportwetten zu verschulden hatte und ihm wurde angedroht das nächste Turnier in Zagreb nicht mehr zu erleben. Spätestens bis dahin sollte auch der internationale Tennisverband (ITS) den Ernst der Lage erkennen.

Dies ist aber kein Einzellfall auf der ATP-Tour. Für den bisher größten Verdacht an einem Betrugsspiel sorgte der Russe Nikolaj beim Sandplatz-Turnier im polnischen Sopot . Im Sommer 2007 trat dabei Dawidenko gegen den Argentinier Martin Vassello Arguello an. Der Russe gab nach einer 1:0 Satzführung im dritten Satz wegen einer Fußverletzung auf. Bei diesem Zweitrundenspiel wurden damals rund 7 Millionen Dollar auf den argentinischen Außenseiter abermals auf der Plattform Betfair abgegeben. Betfair hob durch den Betrugsverdacht allerdings alle Wetten auf , Dawidenko hatte dabei Glück und wurde von ATP vom Vorwurf der Wettmanipulation freigesprochen.

6. Februar 2009 / lukas - Kategorie: Sport-News









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