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Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu SV Werder Bremen und Sportwetten im Allgemeinen.
SC Freiburg vs. SV Werder Bremen , 05.02.2012, 15:30 Uhr – Bundesliga, 20.Spieltag (Endergebnis 2:2)
Am ersten Sonntagsspiel des 20.Spieltages empfängt der stark unter Druck stehende SC Freiburg die Gäste aus Bremen. Freiburg muss unbedingt punkten, um aus dem Abstiegsstrudel entfliehen zu können. Bremen dagegen muss wichtige Punkte für die Festigung eines internationalen Platzes sammeln. Die Mannschaften gehen mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen in die Partie, die um 15:30 Uhr im MAGE SOLAR Stadion eröffnet wird.
Formcheck SC Freiburg
Christian Streich hat keine einfache Aufgabe übernommen, als er vor Kurzem die Nachfolge von Ex-Trainer Sorg übernommen hat. Mit schwachen 16 Punkten stehen die Breisgauer am Tabellenende punktgleich mit Augsburg. Auf den 15.Rang fehlen Freiburg vier Punkte, der Relegationsplatz ist mit zwei fehlenden Zählern in greifbarer Nähe. Nur vier Siege gelangen der Truppe in der laufenden Spielzeit. 42 Gegentore musste der talentierte 21-jährige Oliver Baumann schon hinnehmen. Die Offensive dagegen sorgte selbst nur für 23 Treffer. Bester Torschütze des Sportclubs ist Stefan Reisinger mit nur drei Toren. Gegen Mainz verschenkte man das Spiel bereits nach sechs Minuten, als der Gegner per Elfmeter schon zum 0:2 einnetzen konnte. Zu allem Überfluss erhielt Diagné in dieser Situation aufgrund einer Notbremse die rote Karte und ist so gegen Bremen gesperrt. Neben Diagné, der nur für ein Spiel gesperrt wurde, konnten auch die weiteren Michael Lumb, Karim Guedé und Sebastian Freis nicht weiterhelfen. Als Last-Minute Verpflichtung holte Freiburg nun noch einen Ersatz für den abgewanderten Cissé. Mit dem kroatischen Stürmer Ivan Santini von NK Zadar wird die Lücke im Angriff geschlossen. In der kroatischen Liga führte der 1,90 Meter große Offensivmann derzeit die Torliste mit zehn Treffern in 16 Spielen an. Dagegen wechselte Maximilian Nicu kurzfristig noch zu den Löwen nach München. Der Mittelfeldspieler war mit seinen Einsatzzeiten im Breisgau nicht zufrieden und erhofft sich nun neue Perspektiven. Freiburg ist gegen Bremen geradezu verdammt zu gewinnen, ansonsten wird es so langsam äußerst ungemütlich für den Club. Die aktuellen Ergebnisse zeigen die schwache Form der Freiburger:
Bundesliga
Freiburg – Hertha BSC Berlin 2:2
Freiburg – TSG Hoffenheim 1:1
Freiburg – Hannover 96 1:1
Freiburg – 1.FC Köln 0:4
Freiburg – Borussia Dortmund 1:4
Freiburg – FC Augsburg 1:0
Freiburg – 1.FSV Mainz 1:3
Voraussichtliche Aufstellung: Baumann – Sorg, Krmas, Ferati, Lumb – Schmid, Flum, Makiadi, Rosenthal – Putsila – Jendrisek
Formcheck SV Werder Bremen
Drei Spiele in Folge konnte Bremen nicht gewinnen und steht damit im neuen Jahr noch ohne einen Sieg da. Nach den beiden Unentschieden gegen Kaiserslautern und Leverkusen reagierte die sportliche Abteilung und sorgte noch für eine neue Verstärkung: Zlatko Junuzovic von Austria Wien soll neue Akzente im Team der Werderaner schaffen. Gegen Freiburg wird der Mittelfeldspieler sogleich zu seinem ersten Einsatz kommen. Gleich nach dem Bekanntwerden des Wechsels wurden erste Vergleiche mit dem früheren Leader Mesut Özil gestellt: Technisch stark, passgenau, Torlust und ein gutes Auge zeichnen den 24-jährigen aus. Auf jeden Fall hat Junuzovic mit Bremen viel vor. Sebastian Prödl warnte jedoch bereits vor zu großen Erwartungen: “Er ist nicht der Messias!” Werder braucht nun wieder einen Sieg, um sich nicht langsam in Gefahr zu begeben, die internationale Plätze zu verlassen. Hannover 96 hat nur noch vier Punkte Abstand und könnte mit einem weiteren Sieg aufrücken. Auf die Top-4 sind es für Bremen bereits acht Punkte Rückstand. Doch Klaus Allofs betonte, dass sich Werder gerade im Umbruch befinde und einzig und allein die Qualifikation für die Europa League zähle. Soll dies erreicht werden, dann muss Freiburg am Sonntag geschlagen werden. Die aktuelle Form der Bremer ist jedoch äußerst durchwachsen:
Bundesliga
Bremen – Borussia Mönchengladbach 0:5
Bremen – Vfb Stuttgart 2:0
Bremen – FC Bayern München 1:4
Bremen – Vfl Wolfsburg 4:1
Bremen – FC Schalke 0:5
Bremen – 1.FC Kaiserslautern 0:0
Bremen – Bayer Leverkusen 1:1
Voraussichtliche Aufstellung: Wiese – Fritz, Affolter, Sokratis, Hartherz – Ignjovski – Junuzovic, Trybull – Ekici – Rosenberg, Pizarro
Head to Head: SC Freiburg vs. SV Werder Bremen
In 26 Begegnungen setzte sich Bremen ganze 18 Mal gegen die Breisgauer durch, die nur sechs Siege einfahren konnten. Zwei Partien endeten zudem unentschieden. Die sieben letzten Begegnungen gingen allesamt auf das Konto der Bremer. Der letzte Sieg gelang Freiburg im Juli 2001 mit einem 3:0. Gegen Bremen steckte Freiburg zwei Mal mit einem 0:6 die höchste Bundesliga-Niederlage ein.
Analyse & Wettbasis-Trend
Auch wenn Bremen derzeit nicht mit tollen Leistungen glänzt, so sind sie auf jeden Fall stärker einzuschätzen als Freiburg, die zur Zeit sehr anfällig für Tore sind und auch ein Spiel schnell als verloren ansehen. Bremen scheint in der Rückrunde nicht mehr zu anfällig in der Defensive zu sein. Offensiv sollen sich mit dem Neuzugang aus Wien nun noch mehr Chancen entwickeln. Bremen geht als Favorit in die Sonntagspartie und wird bei einem Sieg den Sportclub endgültig in die Krise schießen. Folgende Wett-Quoten werden für die Partie Freiburg vs. Bremen geboten:
Sieg Freiburg: 3,25 – BWin
Unentschieden: 3,60 – Bet3000
Sieg Bremen: 2,25 – Betsson
Spielt Bremen seine Offensivstärke aus, so ist mit einem Spiel mit mehr als 2,5 Toren zu rechnen. Bet365 bietet dafür eine Quote von 1,73.
Den aktuellen Tabellenstand, Spielplan, Ergebnisse, Torschützenkönig und mehr Statistiken finden Sie bei den Fußball Tabellen (einfach das Land 1.Bundesliga & das gewünschte Thema auswählen).
Überblick über den 20.Spieltag der 1.Bundesliga 2011/2012:
02.02.2012 20:30, Nürnberg – Dortmund
03.02.2012 15:30, Leverkusen – Stuttgart
03.02.2012 15:30, Schalke – Mainz
03.02.2012 15:30, Hoffenheim – Augsburg
03.02.2012 15:30, Wolfsburg – Gladbach
03.02.2012 15:30, Hertha Berlin – Hannover
03.02.2012 18:30, HSV – Bayern München
04.02.2012 15:30, Freiburg – Werder Bremen
04.02.2012 17:30, Kaiserslautern – Köln
Die amüsante Bundesliga-Vorschau 20. Spieltag auf wettbasis.com
4. Februar 2012 / frank - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
SV Werder Bremen vs. Bayer 04 Leverkusen , 28.01.2012, 15:30 Uhr – Bundesliga, 19.Spieltag
Mit Bremen und Leverkusen treffen am 19.Spieltag zwei Verfolger im Duell aufeinander. Beide Mannschaften trennt nur ein einziger Punkt voneinander. Während Werder mit einem torlosen Remis in die Rückrunde startete, erkämpfte sich Bayer gegen Mainz drei Punkte und konnte so auf den kommenden Gegner aufschließen. Auch wenn die Luft zu den nicht-internationalen Rängen reichlich ist – Hannover folgt mit fünf Punkten Abstand auf Rang 7 – so kann eine Niederlage bereits wieder Druck auf Mannschaft und Offizielle bringen. Auf die Top-4 der Bundesliga braucht dann der Verlierer in nächster Zeit sowieso nicht mehr schielen. Anstoß der Partie ist am Samstag Nachmittag um 15:30 Uhr im Bremer Weserstadion.
Formcheck SV Werder Bremen
So richtig einzuschätzen wusste man das torlose Remis in Kaiserslautern nicht. Zwar gelang es der Truppe von Thomas Schaaf, endlich einmal die Null zu halten. Doch dies baute wohl auf einem Abbau der Torgefährlichkeit auf. Bremen muss zudem immer noch mit einigen Verletzten kämpfen. Melitz wird weiterhin aufgrund einer Schulterprellung fehlen, Naldo operiert an seinem Außenbandriss und Borowski und Hunt brauchen noch Zeit, bis sie wieder in das Geschehen eingreifen können. Da war es doch nur symptomatisch, dass sich gegen Kaiserslautern nun auch noch Sebastian Prödl verletzt hat. In der 24.Minute durfte der den Fuß seines Gegenspielers Kouemaha küssen und musste blutüberströmt ausgewechselt werden. Der Österreich muss nun seine Gehirnerschütterung, den Nasenbeinbruch und den Bruch des Oberkiefers ausstehen. Kouemaha versuchte sich im Strafraum an einem Fallrückzieher und traf dabei den nun ausfallenden Prödl, entschuldigte sich aber auch bereits bei ihm. Mit Andreas Wolf verlässt zudem ein weiterer Verteidiger die Weser. Der 29-jährige spielt ab sofort in der zweiten französischen Liga beim AS Monaco. Als Ersatz steht nun schon der Schweizer Nationalspieler François Affolter bereit. Der 20-jährige kommt von den Young Boys Bern und ist vorerst bis Saisonende ausgeliehen. Werder-Manager Klaus Allofs hat sich aber eine Kaufoption für das junge Talent gesichert. An den Gerüchten ob der Verpflichtung von Alexander Milosevic ist jedoch nichts dran, gerade weil dieser aufgrund einer Fußverletzung nicht sofort einsatzbereit wäre. Gegen Leverkusen ist zudem Lukas Schmitz gesperrt. Marko Marin wird auch noch nicht einsatzbereit sein. Zumindest kündigte der Jung-Nationalspieler seinen Verbleib in Bremen an. Werder hat also mit schweren personellen Problemen zu kämpfen. Doch wenn die Abwehr weiterhin eine stabile Leistung zeigt und auch Torhüter Tim Wiese sein Glück behält, so kann auch Leverkusen im momentanen Zustand besiegt werden. Clemens Fritz feiert übrigens mit seinem Einsatz die 200. Bundesligapartie. 43 Bundesligaspiele bestritt der 31-jährige dabei für Leverkusen. Für Bremen wird es der 157. Einsatz in der höchsten deutschen Spielklasse sein. Die letzten Ergebnisse zeigen die durchwachsene Form der Werderaner:
Bundesliga
Werder – 1. FC Köln 3:2
Werder -Borussia Mönchengladbach 0:5
Werder – VfB Stuttgart 2:0
Werder – Bayern München 1:4
Werder – VfL Wolfsburg 4:1
Werder – FC Schalke 0:5
Werder – 1.FC Kaiserslautern 0:0
Voraussichtliche Aufstellung: Wiese – Fritz, Sokratis, Silvestre (Affolter), Hartherz – Bargfrede – Ignjovski, Trybull – Ekici – Pizarro, Rosenberg (Arnautovic)
Formcheck Bayer 04 Leverkusen
Nach der deutlichen 0:3-Schlappe am letzten Hinrunden-Spieltag gegen den Club aus Nürnberg, startete die Werkself positiv ins neue Jahr. In einer Partie zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten setzte sich die Mannschaft von Robin Dutt am Ende doch glücklich mit 3:2 durch. Bereits in der Halbzeitpause konnte Leverkusen mit 2:0 führen. Doch Mainz kam wie ausgewechselt aus der Kabine und zeigte, zu was sie in der Lage sind. Die Schwäche der Mainzer bei Eckbällen nutzte Leverkusen jedoch aus und entschied so durch Lars Benders Kopfballtor die Partie für sich. Dutt überraschte mit einigen personellen Entscheidungen. So ließ er Kapitän Rolfes auf der Bank und begann mit da Costa, der in dieser Spielzeit bisher nur einen 60-minütigen Einsatz gegen die Bayern hatte. Im Sturm durfte zudem Derdiyok ran, der den Vorzug vor Stefan Kießling erhielt. Die zuletzt schwankenden Leistungen waren auch in diesem Spiel wieder sichtbar. Einen Lichtblick für mehr Konstanz sehen die Verantwortlichen nun in Renato Augusto, der seit Montag wieder am Training teilnehmen kann. Seit dem siebten Spieltag absolvierte der Brasilianer kein Spiel mehr. Dutt hofft, dass Renato Augusto bereits in einer Woche wieder fit genug ist, um im Kader stehen zu können. Verletzungspech dagegen hat Manuel Friedrich. Der Innenverteidiger verletzte sich gegen Mainz am Oberschenkel. Ein Einsatz gegen Bremen ist derzeit noch fraglich. Toprak steht als Alternative bereit. Ein weiteres Thema, das in Leverkusen heiß diskutiert wird, ist Rene Adler. Der vom Verletzungspech geplagte Torwart schaut sich derzeit nach einem neuen Verein um, nachdem Leverkusen mit Bernd Leno seine neue Nummer eins gefunden hat. Momentan gilt der HSV als heißester Kandidat für Adler. Ein Sieg gegen Bremen würde der Truppe von Coach Robin Dutt mit Sicherheit gut tun und den Aufwärtstrend der Werkself einläuten. Die letzten Ergebnisse zeigen die aktuelle Form, die nur von einer Niederlage innerhalb der letzten neun Spiele geprägt ist:
Champions League
Leverkusen – FC Chelsea 2:1
Leverkusen – KRC Genk 1:1
Bundesliga
Leverkusen – Hertha BSC Berlin 3:3
Leverkusen -TSG Hoffenheim 2:0
Leverkusen – Hannover 96 0:0
Leverkusen -1.FC Nürnberg 0:3
Leverkusen – 1.FSV Mainz 3:2
Voraussichtliche Aufstellung: Leno – da Costa, Schwaab, M. Friedrich, Kadlec – L. Bender, Reinartz – Castro, Kießling, Schürrle – Derdiyok
Head to Head: SV Werder Bremen vs. Bayer 04 Leverkusen
In 74 Spielen konnte sich Bremen 30 Mal gegen die Werkself durchsetzen, die wiederum nur 17 Siege einfahren konnte. 27 Partien endeten unentschieden. Vier der letzten fünf Begegnungen fanden keinen Sieger. In der Hinrunde der aktuellen Spielzeit siegte Leverkusen knapp mit 1:0.
Analyse & Wettbasis-Trend
Beide Mannschaften spielen derzeit wohl auf ein und dem selben Niveau und haben auch immer wieder mit internen Problemen zu kämpfen. Während bei Werder zumindest die Trainer- und Manager-Frage geklärt ist, muss sich nun noch die lange Verletztenliste lichten. Bei Leverkusen steht Robin Dutt noch immer unter strenger Beobachtung. Als Nachfolger von Jupp Heynckes hat er einen extrem schweren Stand und muss nun weiterhin beweisen, dass er der richtige Mann für diesen Posten ist. Bremen geht aufgrund des Heimvorteils als leichter Favorit in die Partie. Folgende Wett-Quoten werden für das Spiel Bremen vs. Leverkusen geboten:
Sieg Bremen: 2,30 – BWin
Unentschieden: 3,45 – Digibet
Sieg Leverkusen: 3,30 – Bet3000
Zwei gute Offensiven treffen auf zwei anfällige Abwehrreihen. Ein Spiel mit mehr als 2,5 Toren ist sehr wahrscheinlich. Bet3000 bietet dafür eine Quote von 1,70.
Überblick über den 19.Spieltag der 1.Bundesliga 2011/2012:
27.01.2012 20:30, Hannover – Nürnberg 1:0
28.01.2012 15:30, Bayern München – Wolfsburg 2:0
28.01.2012 15:30, Hertha Berlin – HSV 1:2
28.01.2012 15:30, Dortmund – Hoffenheim 3:1
28.01.2012 15:30, Werder Bremen – Leverkusen 1:1
28.01.2012 15:30, Augsburg – Kaiserslautern 2:2
28.01.2012 18:30, Köln – Schalke 1:4
29.01.2012 15:30, Mainz – Freiburg 3:1
29.01.2012 17:30, Stuttgart – Gladbach 0:3
Die amüsante Bundesliga-Vorschau 19. Spieltag auf wettbasis.com
27. Januar 2012 / frank - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Freitag, den 14. Januar 2011, kommt die Fußball Bundesliga aus der Winterpause zurück auf die große Bühne. Dass sie sofort mit dem ersten Spieltag aus dem kurzen Winterschlaf aufwacht ist zu erwarten, da mit dem Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund für genügend Brisanz gesorgt ist. Das Spiel eröffnet das Fußballjahr 2011 und gleichzeitig – mit einem Heimsieg oder einem Unentschieden – auch das Rennen um die deutsche Meisterschaft.
Das Andere Ende der Tabelle hängt nicht nur von dem Tun einer einzigen Mannschaft ab, sondern gibt sich eher als Wirkungsgeflecht zu erkennen. Der Abstiegskampf ist in der Bundesliga traditionell vielfältig und präsentiert sich auch in dieser Saison wieder mit vielen verschiedenen Farben. Der Ein oder Andere würde sich vermutlich wünschen, dass die Farbpracht ein wenig verblassen würde, doch 2010/2011 bietet uns das gesamte Spektrum.
Hier und jetzt wollen wir uns dem emotionaleren Tabellenende hingeben: Dem Abstiegskampf! Vertraut man der 40-Punkte Regel, dann ist außer Borussia Dortmund noch niemand gerettet, der Abstiegskampf also noch mehr als offen hinsichtlch dreier Abstiegsplätze und 17 Kandidaten. Vertraut man einer Mischung aus Erfahrungswerten und Realität so haben mit dem Abstieg noch etwa acht Mannschaften etwas zu tun. Durchaus möglich ist der Abgang in das Unterhaus der Liga für den 1. FC Nürnberg (22 Punkte, Platz 11), den 1. FC Kaiserslautern (21 Punkte, Platz 12), den VfL Wolfsburg (19 Punkte, Platz 13), den SV Werder Bremen (19 Punkte, Platz 14), den FC St. Pauli (17 Punkte, Platz 15, den 1. FC Köln (15 Punkte, Platz 16), den VfB Stuttgart (12 Punkte, Platz 17) und für Borussia Mönchengladbach (10 Punkte, Platz 18).
Auf dem zweiten Blick kann man die Abstiegsgefahr etwas besser eingrenzen. Der 1. FC Nürnberg hat in der Hinrunde mit einer konzentrierten Leistung im heimischen Stadion und einigen Überraschungen gegen namentlich starke (3:2 Sieg in Bremen) und formstarke (3:1 Sieg gegen Hannover) Gegner überzeugt. Die Offensive ist jung und unerfahren. Der Abstiegsstrudel würde in den Köpfen der Spieler vermutlich einiges ins Negative ziehen können. Allerdings sieht es sportlch zu gut aus für die Franke, als dass sie sich runterziehen lassen müssten. Außerdem kann mit dem ersten Spiel zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach der Hebel sofort in die richtige Richtung gelegt werden. Das Jahr 2011 sieht danach ein Auswärtsspiel in Freiburg und ein Heimspiel gegen Hamburg vor. Keine akute Abstiegsgefahr.
Der 1. FC Kaiserslautern würde von der Mannschaftsstärke auch hervorragend in den Abstiegskampf passen, hat es in der Hinrunde aber erfolgreich geschafft sich von dem Tabellenkeller fern zu halten. Die stolzen 21 Punkte der Pfälzer grenzen sie sportlich momentan aus der akuten Abstiegsgefahr aus. Das kann sich binnen 90 Minuten ändern, denn die Mannschaft von Marco Kurz empfängt zum Rückrundenauftakt den 1. FC Köln: Ein 6-Punkte Spiel! Wenn dort verloren wird, brennt der Baum, denn danach geht es nach München. Ein Heimspiel gegen Mainz 05 komplettiert die ersten drei Begegnungen der Pfälzer in der Rückrunde.
Die Situation von Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg sind sehr ähnlich. Beide Mannschaften sind qualitativ deutlich unter den Erwartungen geblieben und müssten, wenn man sich nur die Namen im Kader anschaut, um einen internationalen Platz mitspielen. 19 Punkte sind beiden in der Hinrunde gelungen. Außerdem haben beide ihren bisher besten Angreifer (Werder Bremen: Hugo Almeida, 9 Tore und Wolfsburg: Edin Dzeko, 10 Tore) in der Winterpause verloren. Werder musste Almeida nach Istanbul ziehen lassen, Wolfsburg strich das große Geld für Edin Dzeko ein, der jetzt in Manchester bei City ordentlich Geld scheffelt. Bei beiden Mannschaften werden verletzte Spieler in der Rückrunde wieder dabei sein und insbesondere die Abwehr kann sich rehabilirieren. Der SV Werder Bremen spielt zunächst gegen Hoffenheim, dann in Köln und dann gegen Bayern München. Der VfL Wolfsburg empfängt die Bayern, spielt dann in Mainz und wird von Borussia Dortmund besucht. Zum Rückrundenstart kann keinem von beiden eine akute Abstiegsgefahr nachgewiesen werden.
Akute Abstiegsgefahr: FC St. Pauli
Die Abstiegszone beginnt mit Platz 15 beim FC St, Pauli. Die Hamburger sind nicht nur sportlich im Abstiegssumpf, sondern können auch nicht durch Potential oder perspektivische Aspekte gegen die Abstiegsgefahr argumentieren. Die Gefahr die Liga nach dem Aufstieg sofort wieder verlassen zu müssen liegt vor und Trainer Holger Stanislawski scheint sich darüber im Klaren zu sein. Der ganze Verein – von den Fans über das Präsidium bis hin zu den Spielern – war sich die komplette Saison darüber bewusst, dass es einzig und allein gegen den Abstieg geht. Das ist das größte Plus für die Hamburger, denn Unruhe wird so schnell nicht aufkommen. Das belegt die konzentrierte Vorbereitung auf die Rückrunde, trotz der letzten Negativserie. Die letzten neun Bundesligaspiele kann man getrost als Krise bezeichen: Gerade ein Mal fünf Tore schoß Pauli in diesen neun Spielen und konnte in dieser Zeit nur vier Punkte auf das eigene Konto gut schreiben. Umso beeindruckender ist die Konsequenz des Trainers. Holger Stanislawski ist von seinem Kader, der vor der Saison des Öfteren als der schelchteste der Liga bezeichnet wurde, überzeugt. Er hat sich öffentlich gegen Neueinkäufe, auch nicht im Offensivbereich, ausgesprochen. Dieser Vertrauensbeweis gegenüber seiner eigenen Mannschaft ist die Basis für den Klassenerhalt. Ein steiniger Weg liegt vor den Hamburgern, zumal St. Pauli nicht ins Trainingslager gefahren ist und aufgrund der Witterungsbedingungen eine dementsprechend komplizierte Vorberietung hatte. Das Vorhaben Klassenerhalt beginnt in der Rückrunde mit einem Heimspiel gegen Freiburg. Dann folgen ein Gastauftritt bei Hoffenheim und ein Heimspiel gegen en direkten Konkurrenz aus Köln.
Akute Abstiegsgefahr: 1. FC Köln
Mit 15 Punkten steht der 1. FC Köln mal wieder dort, wo er vor der Saison nicht stehen wollte: Auf einem Abstiegsplatz. Zwar ermöglicht der 16. Platz in der Tabelle zwei Religationsspiele gegen den Dritten aus der 2. Bundesliga, jedoch dürfte diese Extra-Runde nur bedingt in die Zukunftspläne der Kölner passen. Eigentlich wollte man sich nach einer guten Aufstiegssaison in der oberen Hälfte der Tabelle etablieren. Dies misslang allerdings in der letzten Saison und auch in dieser Saison scheint das Thema schon gelaufen zu sein. Der Klassenerhalt hat seit der Winterpause in Köln wieder höchste Priorität. Der Trainerwechsel zu Frank Schäfer ist geglückt und der neue Trainer hat sich hervorragend etabliert. Man merkt, dass die Mannschaft eine andere ist als jene von Soldo trainierte. Ob das zum Klassenerhalt reicht, ist allerdings fraglich. Die Kölner haben es schon früh in der Rückrunde in der Hand die Weichen zu stellen. Die Mannschaft beginnt mit einem Gastspiel bei Kaiserslautern, hat dann Werder Bremen zu Gast und fährt danach nach Hamburg ans Millerntor, wo die Kölner auf St. Pauli treffen. Die direkte Konkurrenz steht zu Beginn der Rückrunde drei Mal auf dem Programm. Aus Kölner Sicht bleibt zu hoffen, dass sich die Neuen Spieler schnell integrieren und der Mannschaft weiterhelfen können. Besonders der Auftritt der neuen Nummer 1 Michael Rensing wird mit Spannung erwartet. Eichner und Pszeko erfrischen die Defensive und Makino aus Japan soll der Defensive weitere Stabilität verleihen – der Japaner trifft aber erst nach dem Asien Cup in Köln ein.
Akute Abstiegsgefahr: VfB Stuttgart
Ähnlich wie bei noch zwei Punkte schlechter postierten Konkurrent aus Mönchengladbach muss man bei den Schwaben nicht lange diskutieren, um die akute Abstiegsgefahr zu erkennen. 12 Punkte aus einer gesamten Hinrunde sind mager. Sehr mager. Der Aufschwung unter Jens Keller kam nicht wirklich zu tragen und somit entschied man sich in Stuttgart mit Bruno Labbadia bereits das dritte Gesicht in dieser Spielzeit an die Linie zu stellen. Labbadia hat es in der Hand den VfB zu retten. Ein Abstieg der Schwaben würde ähnlich schwer wiegen und überraschen wie jener von Hertha BSC Berlin in der letzten Saison. Bedenkt man, dass Stuttgart vor einigen Jahren noch Deutscher Meister war, erübrigt sich jede Diskussion.
Die Rückrunde beginnt die Mannschaft von Bruno Labbadia zu Hause gegen Mainz 05. Danach muss man nach Dortmund reisen und am 20. Spieltag empfängt man im Derby den SC Freiburg in einer ungewohnten Konstellation. Wie in der letzten Saison, als die Schwaben zum Ende der Hinrunde lediglich vier Zähler mehr auf dem Konto hatten, ist dem VfB ein früher Sprint und ein Entkommen zuzutrauen. Qualitativ erscheint der VfB zwar besser besetzt als seine Rivalen, aber nicht mehr mit der gleichen Substanz wie in den letzten Jahren. Außerdem könnte die Doppelbelastung mit der Europa League den Interessen in der Bundesliga im Weg stehen.
Zwar hat Labbadia immer noch viele Verletzte zu beklagen, doch die Tests machen Mut. Zuletzt gewann man mit einem guten Spiel gegen Greuther Fürth (3:1).
Akute Abstiegsgefahr: Borussia Mönchengladbach
Zwei Siege und insgesamt nur 10 Zähler aus der gesamten Hinrunde sind das Ergebnis von Borussia Mönchengladbch. Die Rheinländer stehen immerhin vier Punkte besser als Hertha BSC Berlin im letzten Jahr da, haben allerdings noch geringere Chancen auf den Klassenerhalt als die Hauptstäder in der letzten Saison. Spielerisch fehlt bei Borussia Mönnchengladbach einiges, um in der Bundesliga mithalten zu können. Das hat mehrere Gründe. Zunächst sei gesagt, dass die Mannschaft, insbesondere in der Defensive kämpferisch absolut erstklassig ist – man stellt trotzdem die Schießbude der Liga. Dennoch muss man anmerken, dass die spielerischen Aktzente sehr rar sind und immer wieder von Disziplinlosigkeiten - der Offensive – überschattet werden. Bobadilla und Arango leisteten sich in der Hinserie beide eine glatt Rote Karte, weil sie ihr Verstand verließ. Diese Roten Karten haben Mönchengladbach ordentlich Punkte gekostet. Für die Abwehr wurden mit Stranzl und Nordtveit zwei neue Leute geholt. Für die Offensive hat man sich ironischerweise Mike Hanke ausgesucht, der in der Vergangenheit mehrfach durch ähnliche Vergehen wie seine südamerikanischen Offensivkollegen auffiel.
Die Vorbereitung der Gladbacher lief gut. Das Winter-Turnier in Düsseldorf konnte die Mannschaft von Michael Frontzeck für sich entscheiden. Bobadilla, der zumindest vorrübergehend suspendiert war, ist nicht mit ins (kurze) Trainingslager gefahren, wird aber vermutlich wieder zur Mannschaft stoßen. Er ist noch fünf Spiel gesperrt.
Borussia Mönchengladbach muss zu Beginn in Nürnberg und gegen Leverkusen punkten, damit das Wunder vom Niederrhein eine realistische Chance haben soll. Danach spielt mann dann in Frankfurt. Psychologisch spielt es den Gladbachern in die Karten, dass mit Köln und Stuttgart zwei Mannschaften in Reichweite sind.
Wer steigt ab?
Quoten:
1. FC Nürnberg: 7,00 @ bet-at-home
1. FC Kaiserslautern: 5,00 @ bet-at-home
SV Werder Bremen: 30,00 @ bet-at-home
VfL Wolfsburg: 30,00 @ bet-at-home
FC St. Pauli: 2,20 @ unibet
1. FC Köln: 2,20 @ unibet
VfB Stuttgart: 8,00 @ bet-at-home
Borussia Mönchengladbach: 1,40 @ bet-at-home
12. Januar 2011 / joe - Kategorie:
Fussball-News
Am Sonntag, den 3. Oktober 2010, steigt in der BayArena am Rhein das Spiel zwischen Bayer Leverkusen und dem SV Werder Bremen. Alle, die sich am Freitag und am Samstag von den namentlich recht ruhigen Begegnungen gelangweilt gefühlt haben, werden sich am Sonntag pudelwohl fühlen. Denn der Sonntag des 7. Spieltags der 1. Bundesliga verspricht zumindest nominell einer der nivouvollsten der letzten Jahre zu werden. Mit der Begegnung zwischen Leverkusen und Bremen am Rhein und dem zeitgleich beginnenden Spiel zwischen Dortmund und Bayern München im Ruhrgebiet bietet die Konferenz fußballerisches Potential.
Die Analyse der Begenung zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München lesen Sie hier.
Beide Spiele werden um 17:30 Uhr angepfiffen. Der Schiedsrichter in der BayArena ist Manuel Gräfe aus Berlin.
Bayer Leverkusen:
Überraschenderweise betrachtete die deutsche Medienlandschaft das Spiel von Bayer Leverkusen bei Atletico Madrid in der Europa League aus zwei vollkommen verschiedenen Blickwinkeln. So titelten die Einen nach dem Spiel, dass Leverkusen bravourös einen Punkt beim Titelverteidiger erkämpft hatte und die Anderen unterstellten Leverkusen, dass es zwei Punkte in Spanien liegen gelassen hatte. Die Wahrheit befindet sich vermutlich wie immer in der Mitte. Jedoch hatte man den Eindruck, dass diese Mitte in diesem Fall ein wenig mehr bei den verlorenen zwei Punkten lag. Ein Blick auf die Tabelle in der Gruppe verrät nämlich, dass man Atletico ziemlich nahe an den Rand der Klippe hätte stoßen können – wenn man den gewonnen hätte.
Da sich diese Diskussion aber in der Möglichkeitsform befindet, wird im Folgenden wieder auf die Bundesliga eingegangen. In dieser steht Leverkusen tabellarisch zwar hervorragend da, kann aber durchaus von sich behaupten den Start nicht vollkommen vermasselt zu haben. Ein Punkt, den andere Mannschaften des gleichen Kalibers wohl nicht abhaken können. Mit elf Punkten aus den ersten sechs Spielen steht man im vorderen Drittel der Bundesliga.
Mit einem Sieg gegen Werder Bremen kann man sich dauerhaft in der Spitzengruppe etablieren und gehört wohl zu den ernst zu nehmenden Kandidaten für die Plätze ganz vorne in der Tabelle.
In dieser Spielzeit hat man erst ein einziges Mal verloren. Allerdings zu Hause. Gegen Borussia Mönchengladbach blämierte man sich bis auf die Knochen (3:6). Alleine sechs der zehn Gegentore, die man in der Bundesliga hinnehmen musste, kamen in diesen 90 Minuten zu Stande.
Das ist allerdings schon etwas her. Die letzten sechs Spiel hat man nicht verloren. Zuletzt gewann man zu Hause gegen Frankfurt (2:1) und in Stuttgart (4:1).
Leverkusen kann bis auf Platz drei vorrücken im Falle eines Sieges.
Werder Bremen:
Einen wirklichen Grund gibt es vermutlich nicht. Zumindest kennt keiner die Wahrheit über die sogenannte "Wundertüte aus Bremen". Die Werderaner schaffen es in jedem Jahr aufs Neue, alle zu überraschen. Die Bremer zeigen sich teilwiese mit erschreckend negativen Auftritten, in denen sie jegliche Spuren einer Spitzenmannschaft vermissen lassen (so geschehen gegen Mainz, Hannover und zuletzt unter der Woche bei Inter Mailand). Auf der anderen Seite trifft man auch manchmal eine Bremer Mannschaft, die sich taktisch extrem clever verhält (so geschehen in München beim torlosen Unentschieden gegen die Bayern) oder vor dem Tor kaltschnäuzig (so geschehen gegen den Hamburger SV).
Zwar werden die Fans den Bremern aufgrund des Derbysiegs gegen den HSV vorerst nicht besonders Böse werden, jedoch sollte es möglichst bald gelingen die Bundesliga wieder in den Griff zu bekommen.
Die Lage in der Bundesliga ist tabellarisch gesehen nämlich alles andere als positiv. Zur Zeit steht Werder Bremen auf dem 13. Tabellenplatz. Mit sieben Punkten steht man nur zwei Zähler vor dem 1. FC Köln, der auf Platz 15 steht. Problematisch wird das Ganze, wenn man betrachtet, dass es als wahrscheinlich gilt, dass sich Stuttgart und Schalke fangen werden. Dieses Modell zieht zusätzlich mit ein, dass von oben noch kleinere Mannschaften nach unten rücken werden. Solche, die besser gestartet sind als Bremen.
Unabhängig von diesem Modell geht es im Vordergrund darum, dass Bremen sein spielerisches System widerfindet. Denn gerade in der Offensive funktionierte gegen Mailand wenig. Man spielte sich zwei Großchancen heraus. Beide blieben in den ersten 20 Minuten ungenutzt. Hugo Almeida hätte Bremen in Front schießen müssen.
Gegen Leverkusen wird man vermutlich nicht über diese Fülle an Chancen verfügen.
Head to Head:
Nur zwei der letzten zehn Spiele wurde von der Heimmannschaft gewonnen. Drei der letzten vier Spiele endeten Unentschieden. Seit April gewann Leverkusen zu Hause nicht mehr gegen Werder Bremen. Obwohl beide Mannschaften tendentiell ein offensives Image haben, fielen in den letzten sechs Begegnungen lediglich zehn Tore.
Fazit:
Leverkusen gegen Bremen hat zwar einen offenisven Charakter, jedoch fallen statistisch gesehen recht wenig Tore. Beide Mannschaften haben eine angespannte Personallage, die sich in diesem Duell wohl ausgleicht. Leverkusen scheint in einer besseren Position zu sein, doch die Bremer Mannschaft wird nicht ohne Grund "Wundertüte" genannt.
Quoten:
Bayer Leverkusen: 2,10 @ totesport
Unentschieden: 3,60 @ betsafe
Werder Bremen: 3,50 @ bet365
2. Oktober 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Samstag, den 11. September 2010, kommt erst am dritten Spieltag der Fußballbundesliga in Deutschland zum ersten wahren Topspiel der Saison. Der Samstagabend wird sich – schenkt man den Erfahrungen Glauben – zu einem großen Fußball-Spektakel entwickeln. Denn mit dem FC Bayern München und Werder Bremen stehen sich zwei der besten Mannschaften der Liga gegenüber. In der Allianzarena wird das Kräftemessen nicht nur zu einer Standortbestimmung, sondern kann für beide Teams sogar den Saisonstart ordentlich verdunkeln. München und Bremen haben beide in dieser Saison bereits einmal verloren und wollen sich sicherlich nicht mit drei Punkten aus drei Spielen im Mittelfeld der Tabelle wieder finden.
Anstoß der Begegnung zwischen dem FC Bayern München und Werder Bremen ist um 18:30 Uhr.
FC Bayern München:
Eigentlich vielversprechend waren die Bayern am ersten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg aus den Startlöchern gekommen. Insbesondere in der ersten Halbzeit zeigten die Münchener ihre spielerische Klasse und dass sie vom Kombinations Fußball der letzten Saison nicht verlernt hatten. Folgerichtig führten sie auch zur Pause durch ein Tor von Müller, doch nach der Pause schien die Münchener Ordnung allein durch die Wolfsburger Hereinnahme von Misimovic gestört. Nach dem Wolfsburger Ausgleich fingen sich die Bayern allerdings wieder und es gelang in der nach Spielzeit der Siegtreffer durch Schweinsteiger (2:1).
Dem Rekordmeister wurde zugejubelt und ein Durchmarsch der Bayern prophezeit. Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal hatte bestätigt, warum sie der Titelanwärter Nummer eins ist. Im Übrigen zweifelte niemand beim folgenden Gastspiel in Kaiserslautern an einem zweiten Sieg der Bayern. Doch es kam anders als erwartet: Die Bayern vergaben hochwertige Chancen und ließen sich letztendlich durch einen Lauterer Doppelschlag ausknocken (0:2).
Wenn man nicht an der Tabellenspitze steht, kommt eine Pause legt jeglicher Art an der Säbener Straße nicht gut an. Natürlich ist man beim Rekordmeister ungeduldig, was bedeutet, dass jeder Tag, den man im Mittelfeld der Tabelle verbringt, ein verlorener Tag ist. Betrachtet man das ganze ausschließlich sportlicher Natur, so könnte man von einer idealen Pause für die Bayern sprechen. Doch für Trainer Louis van Gaal war es in der Länderspielpause nicht wirklich möglich besonders stark auf seine Mannschaft einzuwirken, da die meisten Leistungsträger mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs waren. Die Bayern haben also maximal eine mentale Regenerationsphase durchgemacht und sich bei ihren Nationalmannschaften auf andere Gedanken bringen können.
In recht kurzer Zeit muss es dem Trainerstab nun gelingen die Mannschaft wieder zusammenzubringen und auf das Spiel gegen Werder Bremen zu fokusieren. Denn für die Bayern zählt gegen Bremen nur ein Heimsieg. Alles andere würde wieder – ähnlich wie letzte Saison – zu einem holprigen Start in der Liga führen. Einen unruhigen Ligaalltag können sich die Bayern bei ihren internationalen Zielen nicht erlauben. Bei einer Heimniederlage gegen die Norddeutschen würde man mit drei Punkten aus drei Spielen mit einem schlechten Geschmack im Mund in die Champions League Saison starten (Mittwoch zu Hause gegen AS Rom).
SV Werder Bremen:
Wenn die Bayern mit ihrem verkorksten Saisonstart hadern, dann können die Bremer Verantwortlichen vermutlich nur lachen. Denn auf der einen Seite steht man in der Liga mit einem Sieg aus den ersten beiden Spielen und einem Auswärtsspiel beim FC Bayern München vor der Brust nicht besonders gut da, auf der anderen Seite hat man zum Saisonstart hin zwar die Qualifikation für die Champions League geschafft, jedoch wahrscheinlich das Personal, um in der Königsklasse zu bestehen, abgegeben. Mit Sicherheit ist Mesut Özil nur ein Baustein im System von Thomas Schaaf und doch kann man an der Weser noch nicht wirklich einschätzen, inwiefern Marco Marin oder Neuzugang Wesley das kreative Loch im offensiven Mittelfeld schließen können.
Für die chronischen Probleme in der Defensive scheint man mit dem erfahrenen französischen Verteidiger Mikael Sylvestre ein qualitativ hochwertiges Puzzlestück gefunden zu haben. Der Transfer - zumindest der Zeitpunkt – erweist sich als Glücksgriff, betrachtet man die jüngste Verletzung von Innenverteidiger Per Mertesacker. Der baumlange Nationalspieler verletzte sich im Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan: Diagnose Augenhöhlenbruch.
Nun zurück zur Bundesliga. Nach der blamablen Auftaktniederlage in Hoffenheim (1:4), konnte die Mannschaft von Thomas Schaaf ihren Fans beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln Wiedergutmachung anbieten (4:2). Zwar wurde das Bremer Offensivspiel durch eklatante Kölner Fehler unterstützt, doch letztendlich zeigten die Bremer, dass sie Auftaktniederlage lediglich ein Ausrutscher gewesen sein kann. Dieser Ausrutscher war jedoch heftig. Denn die bereits angesprochenen chronischen Abwehrprobleme der Werderaner wurden sofort am ersten Spieltag mit in die neue Saison gebracht. Obwohl man in Hoffenheim in Führung ging, lag man bereits zur Pause mit 4:1 hinten. Ob sich die Abwehrprobleme der Bremer wesentlich verbessert haben, konnte man gegen Köln nur bedingt feststellen, da die Kölner in der Offensive mehr als harmlos agierten. Dies werden die Bayern sicherlich nicht sein.
Obgleich mit einer Auswärtsniederlage in München ein katastrophaler Fehlstart droht, müssen sich die Bremer in keinem Fall in der Allianz Arena verstecken: Bei der letzten vier Gastspielen beim Rekordmeister konnten sich die Norddeutschen immer mit mindestens einem Punkt auf die Rückreise nach Bremen machen (siehe Head to Head).
Personell wird Trainer Thomas Schaaf seine beiden Last Minute-Einkäufe (Wesley, Silvestre) gezwungenermaßen von Beginn an auflaufen lassen. Durch die Verletzung von Mertesacker und Claudio Pizarro (Muskelfaserriss) fehlen auf ihren Positionen zwei Leistungsträger. Dadurch, dass Rosenberg nach Santander verliehen wurde, wird der Bremer Trainer vermutlich mit Arnautovic, Hugo Almeida und Wesley in der Offensive beginnen. Das Fehlen von Mertesacker und Naldo wird durch Prödl und Silvestre kompensiert.
Head to Head:
Der direkte Vergleich der beiden Mannschaften liest sich in jüngster Vergangenheit sehr interessant. Bei den letzten neun Begegnungen konnte niemals die Heimmannschaft gewinnen. Zuletzt gelang dieses Grundstück den Bremern im Jahr 2006. Die Bremer gewannen zwar nur zwei der letzten 10 Duelle, verloren aber bei ihrem letzten vier Gastspielen in München nicht. Für immer legendär wird wohl der 5:2 Kantersieg der norddeutschen vor zwei Jahren in der Allianz Arena sein, als die Bremer zwischenzeitlich mit 5:0 in München führten.
Allerdings sei auch gesagt, dass die Bayern die letzten beiden Duelle für sich entschieden haben. Zuletzt spielte man im DFB Pokalfinale im Mai gegeneinander. Als es um den Titel ging, watschten die Bayern die Werderaner ordentlich ab (4:0).
Fazit:
Auch wenn die Bayern in dieses Duell als Favorit gehen, herrscht gemäß den Statistiken Chancengleichheit. Wer die Mannschaften kennt und die letzten Auftritte der Bremer in München gesehen hat, der weiß, dass die Mannschaft von Thomas Schaaf in solchen Momenten meist mit guten Leistungen zu überzeugen weiß. Zwar scheinen die Bremer einen noch schlechteren Moment als die Bayern für das erste Topspiel der Saison erwischt zu haben, und doch darf man die Norddeutschen nicht vor den 90min begraben. Das wird auch Bayern-Trainer Louis van Gaal wissen und alles daran setzen einen Fehlstart - wie in der letzten Saison - zu vermeiden. Für den neutralen Zuschauer bleibt zu hoffen, dass es zu dem erwarteten Fußballspektakel am Samstagabend kommt.
Quoten:
FC Bayern München: 1,65 @ expekt
Unentschieden: 4,00 @ bet365
SV Werder Bremen: 5,70 @ unibet
10. September 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Samstag, den 15. Mai 2010, steigt abends das letzte große nationale Spiel der Saison: Das DFB Pokal Finale. Der FC Bayern München und Werder Bremen treffen sich auf neutralem Geläuf im Berliner Olympiastadion zum Finalspiel des nationalen Pokalwettbewerbs. Werder Bremen reist als Titelverteidiger in die Hauptstadt. Die Norddeutschen hatten in der letzten Saison durch ein Tor von Mesut Özil gegen Bayer Leverkusen den Pott in den Händen halten dürfen.
Ähnlich wie im letzten Jahr treffen im Finale zwei Offensivstarke Mannschaften aufeinander. Die Bayern (72 Tore in der Bundesliga) und Bremen (71 Tore) stellen die Teams mit den meisten Treffern in Deutschlanfs höchster Spielklasse. Vor den Bremern gewann der 1. FC Nürnberg den Pokal. Drei der letzten fünf Titel gewann der FC Bayern in diesem Wettbewerb.
Schiedsrichter der Begegnung ist Throsten Kinhöfer. In drei DFB-Pokal Spielen, die Kienhöfer in dieser Saison leitete, schickte der Westfale insgesamt vier Spieler früher zum Duschen.
SV Werder Bremen:
Die Norddeutschen treten im Berliner Olympiastadion als Heimmannschaft an. Zwar ist das nur eine offizielle Größe, doch die letzten fünf Jahre hat immer die offizielle Auswärtsmannschaft den Titel geholt. Ein Fakt, der ohne Frage genauso simpel wie sinnlos ist, und trotzdem ganz interessant wird, wenn man bedenkt, dass die wahre Berliner Heimmannschaft – nämlich die Hertha - in diesem Stadion seit 16 Spielen keinen Heimsieg mehr feiern konnte. Kurz um: Auf diesem Stadion liegt ein Heimfluch.
Genug des Unsinns und nun zu den Fakten: Bremen steht im Finale. Die DFB-Pokal Saison 2009/2010 begann für die Bremer genauso, wie die alte Saison geendet hatte: Mit einem Auswärtsspiel (und mit einem Sieg). In der ersten Runde wurde Union Berlin aus dem Weg geräum (5:0). In Runde Zwei durften die Bremer dann nach mehr als einjähriger Abstinenz endlich wieder zu Hause im DFB Pokal ran. Zur Feier des Tages wurde gegen den FC St. Pauli gewonnen (2:1). Weitere Heimspiele gegen Kaiserslautern (3:0), Hoffenheim (2:1) und Augsburg (2:0) führten den SV Werder Bremen ins Finale. Ein Finale, das nicht besonders teuer erkauft werden musste. Die Bremer haben die Top 3 der zweiten Liga aus dem Pokal geworfen. Das war es aber auch. Die großen Namen haben sich in diesem Jahr sozusagen gegenseitig aus dem Pokal geworfen. Lediglich die Bremer und der FC Bayern sind noch da.
Taktisch wird das Spiel für Bremen-Trainer Thomas Schaaf eine Herausforderung. Denn der Übungsleiter der Norddeutschen muss einen Balance-Akt zwischen dem Fördern des eigenen Offensivspiels und dem Verhindern des gegnerischen Angriffswirbel meistern. Vermutlich wird Schaaf nicht mit Hunt und Marin auflaufen, sondern zugunsten von Borowski einen defensiven mehr ins Mittelfeld stellen. Allein schon um die Kreise eines Arijen Robben und eines Frank Ribery auf den Außenbahnen einzudämmen. Größere Ausfälle hat Schaaf nicht zu beklagen. Er muss nur die richtige Taktik wählen.
FC Bayern München:
Erfolgstrainer Louis van Gaal hat seiner Mannschaft nicht nur im Training das Fürchten, sondern jetzt auch beim Gewinnen das Feiern gelehrt. Der Holländer zelebrierte den Gewinn der Deutschen Meisterschaft ausgiebiger als die Öffentlichkeit das erwartete. Doch nun muss die Mannschaft mit dem Trainer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen und das nächste Finalspiel ansteuern. Denn die Bayern haben schließlich die ganze Saison dafür gearbeitet, um im Mai noch die Chance auf das Triple mit Meisterschaft, DFB Pokal und Champions League zu haben. Hinter der Meisterschaft steht ein Hacken. Die Pokal-Wettbewerbe fehlen noch.
Am Wochenende geht es gegen Werder Bremen im Pokal. Dort sollten die Münchener gewappnet sein, denn Bremen hat einen enormen positiven Lauf zum Saisonende hingelegt. Die Bayern hingegen hatten in den letzten beiden Wochen keine Gegner mehr. An den letzten beiden Bundesliga-Spieltagen spielte München gegen die beiden Absteiger. Vorher hatte man zwar gegen Lyon gewonnen, doch das ist nun schon fast drei Wochen her. Die Bayern müssen die Konzentration aufrecht halten und wieder Spannung in ihre Auftritte bekommen.
Im DFB Pokal hat Bayern in dieser Saison mit Neckeraiz in der Runde 1 (3:1), Oberhausen in Runde 2 (5:0), Frankfurt (4:0) und Fürth (6:2) keine Gegner gehabt – bis zum Halbfinale. Im Halbfinale wartete mit dem FC Schalke 04 der ganz große Brocken. Durch einen Solo-Lauf von Arjen Robben in der 112. Minute setzten sich die Bayern auf schwer bespielbarem Rasen in Gelsenkrichen durch (1:0).
Van Gaal wird in diesem Finale niemanden schonen müssen oder auf andere Dinge Rücksicht nehmen. Er kann mit seiner besten Mannschaft durch spielen. Verletztungen hat er keine zu beklagen. Van Bommel und Schweinsteiger werden Robben und Ribery den Rücken frei halten. Müller und Olic bilden die Abteilung Angriff. Lahm, Demichelis, van Buyten und Badstuber sind für die Defensive verantwortlich. Vorhersehbar und doch unberechenbar.
Fazit:
Die Bayern streben mindestens das Double an. Werder Bremen wird genug dagegen haben. Die Bremer scheinen mit einer defensiveren Taktik – ähnlich wie im Schalke-Spiel – auflaufen zu wollen, um etwas sicherer zu stehen und weniger Raum zu zu lassen. Das Spiel droht sehr taktisch zu werden, sollte aber durch die bayrischen Außenbahnen belebt werden. Frühe Tore und ein wenig Emotionen könnten das Spiel zu einem wahren Fußball-Fest werden lassen. Zumindest für den neutralen Zuschauer.
Quoten:
SV Werder Bremen: 3,90 @ betsson
Unentschieden: 3,50 @ unibet
FC Bayern München: 1,91 @ totesport
15. Mai 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Wenn am Wochenende zum letzten Mal in dieser Bundesliga-Saison der Ball rollt, wird sich alles das entscheiden, worauf die Einen seit knapp einem Jahr hingearbeitet haben und wogegen die Anderen seit knapp einem Jahr ankämpfen. Obgleich die Frage der Titelentscheidung vor wochenfrist geklärt wurde, beinhaltet der 34. und letzte Spieltag der 1. Bundesliga noch Antworten auf einige offen Fragen. Sowohl im unteren Drittel der Liga als auch bei der Vergabe der internationalen Plätze müssen noch entscheidene Details geklärt werden.
Im hohen Norden der Bundesrepublik kümmert man sich vor dem letzten Wochenende der Saison vor allem, um die internationalen Plätze. Die Grün-Weißen Bremer haben sich mit erfolgreichem Auftreten in der Vergangenheit die Möglichkeit der Champions League Qualifikation erspielt. Der HSV kämpf um die letzte Chance hinsichtlich einer Qualifikation für die Europa League.
Anstoß des Topspiels des 34. Spieltags zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV ist am Samstag, den 8. Mai 2010, um 15:30 Uhr. Alle Spiele des letzten Spieltags finden zeitgleich am Samstagnachmittag statt.
SV Werder Bremen:
Es mag stimmen, dass die Bremer zu unkonstant sind. Sicherlich ist auch richtig, dass sich die Bremer gerne gegen kleinere Mannschaften Unaufmerksamkeiten leisten, die sie später eine ganze Saison mit sich herum tragen müssen. Doch eine weitere Wahrheit über die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf ist ihre unglaubliche K.O-Mentalität. Sobald es nur noch 90 Minuten sind, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden sind die Werderaner hell wach. Die besten Beispiele findet man in den Pokal-Wettbewerben. Werder Bremen ist in den vergangenen Jahren immer eine feste Größe im DFB-Pokal gewesen. Im letzten Jahre gewannen sie den deutschen Pokal und in diesem Jahr kann ihnen das im Finale gegen den FC Bayern München wieder gelingen. Auch im UEFA Cup in der letzten Saison zogen die Bremer ins Finale vor. Äußerst unglücklich schieden sie in diesem Jahr gegen den FC Valencia aus Spanien aus. In der Champions League geling es den Bremern gegen die Großen fabulös aufzuspielen, allerdings lassen sie dann in der Folgewoche gegen den Gruppenletzten Punkte liegen.
In der Bundesliga kann man die Bremer Mentalität in diesen Wochen wieder beobachten. Als es auswärts auf Schalke um alles ging, konnten sich die Norddeutschen auf ihre Erfahrung verlassen und rannten, obgleich es sehr lange 0:0 stand und ein Unentschieden den Bremer tendentiell nicht geholfen hätte, nicht blind an, sondern warteten geduldig auf ihre Möglichkeiten und nutzten diese dann eiskalt. Am Ende gewannen die Bremer in Gelsenkrichen (2:0), durchkreutzten damit die Schalker Meisterträume, aber härteten vor allem die eigenen Ambitionen auf die Champions League Qualifikation. Der dritte Tabellenplatz ist das Ziel der Mannschaft von Thomas Schaaf und aktuell belegen die Bremer selbigen.
Momentan befinden sich die Bremer im Aufwind. Vier der letzten fünf beziehungsweise sieben der letzten acht Bundesligaspiele wurden gewonnen. Zuletzt kassierte Werder Bremen zwei Mal kein Gegentor. Nur im ersten Spiel des Kalenderjahres in Frankfurt (0:1) gelang Bremen kein Tor. Sonst hat der beste Angriff der Liga immer getroffen.
Die Tabellenkonstellation sieht Bremen (60) zwei Punkte vor Bayer Leverkusen (58) und sogar drei Punkte vor Borussia Dortmund (57). Aufgrund des deutlich schlechteren Torverhältnisses wird Dortmund mit Sicherheit nicht mehr an den Norddeutschen vorbeiziehen können. Im Vergleich der Tordifferenzen liegt Bremen bezüglich Leverkusen mit vier Tore vorne (durch die aktuell mehr geschossen Tore, könnte man sogar von einem virtuellen Vorsprung von fünf Toren sprechen). Da die Werkself vom Rhein allerdings in Mönchengladbach spielt - eine Mannschaft, die sich schon am letzten Wochenende unverständlicherweise indiskutabel präsentierte - ist es durchaus realistisch Leverkusen auch bei einem Bremer Unentschieden noch Chancen einzuräumen.
Ein Remis gegen Hamburg würde pauschal nicht reichen.
Hamburger SV:
Der Stachel der letzten Saison, als Werder Bremen den Hamburger SV innerhalb weniger Tage im DFB-Pokal und auch im Uefa Pokal Halbfinale aus den jeweiligen Wettbewerben kickte, sitzt bei den Hamburger noch tief. Zumal die Bremer zusätzlich auch noch in der Liga gegen Hamburg gewannen. In dieser Spielzeit können die Hamburger nun zwei Fliegen mit einer Klatsche schlagen, in dem sie verhindern, dass Bremen in die Champions League kommt und selbst den Einzug in die Europa League perfekt machen. Das Ganze ist nur bei einem perfekten Wochenende für den HSV möglich. Es setzt voraus, dass der Hamburger Sportverein in Bremen gewinnt, die Leverkusener zeitgleich in Mönchengladbach gewinnen und der VfB Stuttgart in Hoffenheim verliert. Wirklich in der eigenen Hand haben es die Mannen von der Elbe also nicht, dennoch würde ist ein eigener Sieg der Grundstein.
Mit Jerome Boateng, Piotr Trochowski, Marcell Jansen und Denis Aogo stellt der Hamburger SV gleich vier Spieler im vorläufigen Aufgebot für die Weltmeisterschaft in diesem Sommer in Südafrika. Die Motiviation sollte gerade bei diesen vier – von denen im Vorhinein Keiner sicher mit der Berufung rechnen durfte – besonders hoch sein. Zwar spielen auf Bremer Seiten auch vier Spieler (Tim Wiese, Per Mertesacker, Mesut Özil, Marko Marin) eine Rolle auf dem Papier des Bundestrainers; doch konnten diese – eventuell mit Ausnahme von Marin – sicher davon ausgehen, nominiert zu werden.
Der Hamburger SV spielte in der jüngsten Vergangenheit eine mehr als unglückliche Rolle in der Bundesliga. Durch die Querelen mit Ex-Trainer Bruno Labbadia und dem unerwarteten Scheitern im Halbfinale der Europa League (Hamburg musste in Fulham nur 30 Minuten lang, zwei Gegentore verteidigen), schwankten die Konzentration und damit auch die Leistungen in den regelmäßigen Ligaspielen gewaltig. So wurden nur zwei der letzten acht Spiele gewonnen. Nach bitteren Niederlagen zu Hause gegen Mainz (1:0) und in Hoffenheim (1:5), wurde Trainer Labbadia schließlich entlassen. Unter Interimscoach Ricardo Moniz wurde dann in Fulham bitter verloren. Doch die Mannschaft zeigte am letzten Wochenende im letzten Heimspiel der Saison gegen Nürnberg eine Reaktion und gewann deutlich (4:0).
Um die letztendlich verkorkste Saison wieder gerade zu biegen müssten die Hamburger am letzten Spieltag nicht nur in Bremen gewinnen, sondern auch eine ordentliche Portion Glück haben. Am letzten Spieltag der letzten Saison gelang Hamburg in ähnlicher Situation ein Auswärtssieg in letzter Minute in Frankfurt. Damals kam Borussia Dortmund nicht über ein Unentschieden in Mönchengladbach hinaus und Piotr Trochowski sicherte den Hamburgern den Einzug in die Europa League.
Fazit:
Bremen gegen Hamburg ist einer dieser Klassiker, welche die Bundesliga so attraktiv machen. Die Fanlager beider Mannschaften machen aus einem gewöhnlichen Fußballspiel ein atemberaubendes Erlebnis. Inwiefern am Ende eines der beiden Lager im wahrsten Sinne des Wortes atemlos das Stadion verlässt, entscheiden die 22 auf dem Rasen. Grün-Weiß sorgt sich um das ganz große Geschäft und hat zweifelsohne die besseren Karten. Blau-Weiß-Schwarz sollte noch einmal alles in die Waagschale werfen, um das Unmögliche möglich zu machen. Wie im letzten Jahr.
Quoten:
SV Werder Bremen: 1,65 @ unibet
Unentschieden: 4,80 @ betfair
Hamburger SV: 5,35 @ expekt
7. Mai 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Samstag, den 1. Mai 2010, treffen in Gelsenkirchen in der Arena auf Schalke der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen beim Spitzenspiel des 33. Spieltags der Fußball-Bundesliga aufeinander. Natürlich ist – auch wenn es sich um zwei Topmannschaften handelt – ein wenig Glück dabei, die Begegnung des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten auf den vorletzten Spieltag zu legen, jedoch hat die Bundesliga an diesem Spieltag somit genug Spektakel auf dem Parkett. Ob der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen ihre Ausgangspositionen nutzen oder ob sie sich durch ein Unentschieden wahrscheinlich beide um die Chancen des letzten Spieltags bringen, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings besteht für beide die Chance das eigene Menu deutlich schmackhafter zu machen, während man zeitgleich dem Gegenüber gehörig die Suppe versalzen kann.
Dadurch, dass im unteren Tabellendrittel noch vier Mannschaften gegen die Abstiegsplätze kämpfen und im oberen Tabellendrittel noch zwei Teams die Meisterschaft und drei weitere den letzten Champions League Platz unter sich ausmachen, ist am 33. Spieltag jede Begenung mit einer gewissen Würze versehen. Aus Gründen der Chancengleichheit werden die letzten beiden Spieltage komplett an den jeweiligen Samstagen ausgetragen. Es stehen also neun Partien am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr zeitgleich auf dem Plan. Ein wahres Fest für jeden Fan.
FC Schalke 04:
Mehr schlecht als recht gewannen die Königsblauen am vergangenen Wochenende beim Tabellenletzten aus Berlin (1:0). Obgleich die Berliner – wie immer wieder betont wird – deutlich besser spielen, als dies der Tabellenstand aussagt – und wohl bis zum Ende der Saison aussagen wird – muss sich der FC Schalke 04 den Schuh anziehen, gegen die Hauptstädter unterlegen gewesen zu sein. "Wer solche Spiele gewinnt, darf sich "Spitzenmannschaft" nennen", schalt es bei Auftritten dieser Art aus dem Volksmund. Jedoch müssen sich die Knappen wirklich fragen, ob so eine Leistung gegen Werder Bremen nicht zum Meisterschafts-KO führt. Denn die Berliner hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Der Einzige, der das zu verhindern wusste, und im Grunde genommen dadruch der beste Mann auf dem Platz war, heißt Manuel Neuer. Der Gleiche Manuel Neuer, der in der Nationalmannschaft aktuell ordentlich an die Tür des Stammtorhüters klopft. Diese Diskussion ist zwar mit Sicherheit romanfüllend und dementsprechend an dieser Stelle fehl am Platz, jedoch sei die kurz und knapp am Rande erwähnt: Manuel Neuer hat in Berlin die Schalker Meisterschaftsträume gewahrt.
Einfacher zu sehen war der Unterschied der beiden Mannschaften letztlich beim Schalker Tor, als Westermann aus ähnlicher Position und in ähnlicher Situation den Ball eben in die Maschen und nicht – wie vorher die Kicker der Heimmanschaft – gegen die Werbebanden jagte.
Die Königsblauen werden sich darüber im Klaren sein, dass gegen Werder Bremen eine enorme Leistungssteigerung her muss. Vor allem Trainer Felix Magath ist weise genug, dies erkannt zu haben. Ein angenehmer Nebeneffekt für das Spitzenspiel gegen Werder Bremen ist für die Knappen, dass das Spiel in Gelsenkirchen statt findet. Dort verlor man bisher nur zu Beginn der Saison gegen Freiburg (0:1) und Wolfsburg (1:2), sowie gegen die Bayern (1:2). Ansonsten gewann Schalke von 16 Heimspielen deren elf, spielte zwei Mal Unentschieden und musste eben diese drei angesprochenen Male sämtliche Punkte abgeben. Mit 35 Punkten belegt man im Liga-Vergleich auf Rang drei der Heimtabelle hinter Bayern und Leverkusen.
Drei der letzten fünf Spiele gewann Schalke 04. Nachdem in Hannover verloren wurde (2:4) und gegen Mönchengladbach gewonnen wurde (3:1), folgte der schwache Sieg in Berlin (1:0). Letztlich kann man aktuell keine wirkliche Form bei den Schalkern erkennen. Jedoch sollte das Ziel der Meisterschaft über irgendwelchen Formschwankungen stehen.
SV Werder Bremen:
Es scheint als liefe in dieser Saison alles so, wie in der letzten Saison, nur andersrum. Als man in der letzten Saison noch im Uefa-Cup und DFB Pokal Finale stand, war man in der Liga schon ins triste Mittelfeld abgerutscht. In dieser Saison steht Werder Bremen zwar wieder im DFB Pokal Finale, doch in dieser Saison scheiterte man unglücklich an dem FC Valencia im Achtelfinale der Europa League. Dementsprechend fokussierrte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf wieder auf die Bundesliga und legte eine beeindruckende Serie hin, die sie aus dem tristen Mittelfeld wieder in die internationalen Plätze der Tabelle vorschob.
Dass Bremen in der nächsten Spieltzeit auf europäischer Ebene vertreten sein wird ist sicher, doch ob es in der Champions League oder in der Europa League geschieht ist noch unklar. Aktuell belegen die Bremer genau diesen angestrebten dritten Tabellenplatz. Allerdings ist man punktgleich mit Bayer Leverkusen, die mit Berlin und Mönchengladbach keine großen Gegner mehr vor der Brust haben. Lediglich zwei (einhalb) Tore Vorsprung weist die Tabelle zu Gunsten der Norddeutschen auf.
Prinzipiell steht Bremen also vor Leverkusen. Ob das nach den Spielen auf Schalke und gegen Hamburg am Ende der Saison immernoch so ist, darf bezweifelt werden. Dafür spricht jedoch die Serie der Bremer: Vier der letzten fünf Bundesligaspiele wurden gewonnen. Nach einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg (4:2), folgte eine Auswärtsniederlage in Dortmund (1:2). Siege gegen Freiburg (4:0), in Wolfsburg (4:2) und gegen Köln verschoben die Tabelle wieder zu Gunsten der Bremer. Doch gerade das letzte SPiel gegen den 1. FC Köln wirft – ähnlich wie es das Schalker Spiel gegen Berlin tut – Fragen auf. Denn die Bremer verspürten in den ersten 88. Minuten des Spiels wohl eine gewisse Impotenz hinsichtlich des Kölner Abwehrriegels. Dank eines Handspiels des Kölner Innenverteidigers Pedro Geromel im Strafraum gelang Throsten Frings durch den fälligen Elfmeter das erlösende Siegtor (89.). Über die gesamte Spielzeit gesehen war das sicherlich zu wenig, um auf Schalke bestehen zu können. Blickt man auf die letzten beiden noch ausstehenden Spieltage ist ein simples "bestehen" auf Schalke für die Bremer auch zu wenig. Es ist an der Zeit auf Schalke zu "gewinnen". Denn so und nur so wird man vermutlich die Leverkusener auf Distanz halten können.
Fazit:
Die – traditionell - beste Abwehr der Liga (Schalke mit 29 Gegentoren) trifft auf den – traditionell – besten Angriff der Liga (Bremen mit 68 Treffern). Klingt nach einem qualitativ hochwertigen Spiel. Doch was die beiden Mannschaften am letzten Wochenende ihren Fans anboten, versprich exakt das Gegenteil. Weder die Schalker in Berlin noch die Bremer gegen Köln, konnten gegen mittelmäßige Gegner überzeugen. Eigentlich bleibt beiden faktisch nur, dass der Gegner aktuell ähnlich "rumgurkt". Der FC Schalke 04 und der SC Werder Bremen müssen beweisen, dass sie die Bundesliga würdig in der Champions League vertreten werden. Andernfalls bekommen sie zumindest heute schon mal die Quittung - im Voraus. Ein Service des Hauses oder des Gastes?
Quoten:
FC Schalke 04: 2,25 @ expekt
Unentschieden: 3,45 @ unibet
SV Werder Bremen: 3,60 @ betfair
29. April 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Bereits am Dienstag war der erste deutsche Vertreter im Einsatz. Im Rückspiel des 16tel-Finales musste sich der krisengeschüttelte Hauptstadtklub aus Berlin klar und deutlich mit 4-0 Benfica Lissabon geschlagen geben und nach dem beachtlichen 1-1 Unentschieden im Heimspiel sich aus dem europäischen Bewerb verabschieden. Nun gilt für die Hertha die volle Konzentration auf den Abstiegskampf. Doch es sind noch weitere deutsche und österreichische Teams in der neu geschaffenen Europa-League im Einsatz. Auf diese Begegnungen werfen wir nun einen Blick:
19:00 Uhr:
PSV Eindhoven – Hamburger SV
21:05 Uhr:
VFL Wolfsburg – FC Villareal
FC Salzburg – Standard Lüttich
SV Werder Bremen – Twente Enschede
PSV Eindhoven – Hamburger SV
Hinspiel: 0-1
Der 1-0 Hinspielerfolg für die Hamburger war ein sehr schmeichelhaftes Ergebnis und mit diesem konnten sie mehr als nur zufrieden sein. Durch ein Elfmetertor durch Marcell Jansen wurde der Sieg fixiert. Dem Elfmeter ging ein dummes Einsteigen des PSV-Verteidiger voraus. Doch die Holländer hätten durchaus als Sieger vom Platz gehen können. Kurze Zeit nach dem Elfmeter für den HSV hätte es auf der Gegenseite einen klaren Elfmeter für den PSV Eindhoven geben müssen. Lazovic wurde klar zu Fall gebracht und niemand sah es – da fragte man sich wieder einmal für was gibt es die Torrichter, welche sich im Strafraum bewegen und so etwas nicht sehen. Doch auch in der zweiten Halbzeit war der PSV klar überlegen und erspielte sich Chance um Chance – doch der so wichtige Auswärtstreffer konnte nicht gelingen. Somit haben die Hamburger eine relativ gute Ausgangsposition im Rückspiel – doch die ewigen Verletzungssorgen beim Team von Bruno Labbadia reißen einfach nicht ab. Van Nistelrooy wird im Rückspiel nicht gegen seinen Ex-Klub auflaufen können. Van The Man konnte beim lahmen 0-0 gegen Frankfurt schon nicht spielen und befindet sich noch im Aufbautraining – das Spiel gegen den PSV könnte mehr kaputt machen als er helfen würde. Ein weiterer schmerzhafter Ausfall ist der des Siegtorschützen. Marcell Jansen wird aufgrund eines Magen-Darm-Viruses nicht spielen können und auch hinter dem Einstaz des jungen Denis Aogo steht noch ein dickes Fragezeichen aufgrund von Rückenproblemen. Doch es gibt auch positive Meldungen aus dem Lazarett. Eljero Elia wird in seiner Heimat auflaufen können und somit eine erhebliche Bereicherung für das Spiel des HSV sein. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass am Samstag Ze Roberto zum ersten Mal wieder über 90 Minuten spielen konnte und wieder fit ist.
Dem PSV Eindhoven merkte man am Wochenende auch die Müdigkeit an und so konnte man zuhause lediglich ein enttäuschendes 1-1 Unentschieden gegen Sparta Rotterdam erreichen. Der Ausgleich fiel erst in der 93ten Minute und stellte somit eine weitere Enttäuschung dar nach dem verpatzten Hinspiel. Trainer Fred Rutten hielt jedoch relativ wenig von Rotation und lies die komplett selbe Elf wie gegen den HSV spielen. Doch die Holländer zeigten, welche Qualitäten sie besitzen und dass sie durchaus in der Lage sind den Hamburger ein Bein zu stellen. Sollten sie in der Offensive dieses Mal mehr Glück haben und effizienter sein, so könnte es für den HSV ein sehr heißer Tanz werden. Ein Auswärtstor ist in meinen Augen zwingend notwendigansonsten müssen wir uns vom HSV verabschieden.
Die aktuellen Quoten von pinnacle:
PSV Eindhoven 2.38 – Unentschieden 3.33 – Hamburger SV 3.23
VFL Wolfsburg – FC Villareal
Hinspiel: 2-2
Das Unentschieden aus dem Hinspiel sorgte wohl für gemischte Gefühle bei den Wölfen. Vor dem Spiel hätte ein jeder ein 2-2 unterschrieben und wäre zufrieden gewesen – und nach dem 1-0 Rückstand kurz vor der Halbzeit sowieso. Doch am Ende war das Unentschieden doch zu wenig. Im Tor ersetze der junge Schweizer Marwin Hitz die beiden verletzten Torhüter Benaglio und Lenz und machte seine Sache sehr gut. Vorne konnte man bei Grafite eine klare Leistungssteigerung im Vergleich mit den letzten Wochen erkennen. Er war auch derjenige der beide Tore erzielte. Dem 2-1 Führungstreffer in der 85ten Minute ging ein Foul im Strafraum an Grafite voraus und der Übeltäter Marcano wurde mit Rot vom Platz gestellt. Grafite verwandelte ganz sicher und der VFL war in einer sehr guten Ausgangslage. 2-1 Führung auswärts und ein Mann mehr und lediglich fünf Minuten zu überstehen. Doch oftmals kommt es anders als man denkt und Marco Ruben konnte in Unterzahl den Ausgleich erzielen und trübte damit die Stimmung der Wölfe. Doch der Aufwärtstrend der Wölfe geht weiter. Am Sonntag konnte in der Bundesliga dann ein 2-1 Sieg gegen das Team von Meistertrainer Magath erreicht werden. Und wiederum zeigte Grafite wieso er letztes Jahr mit Dzeko der beste Stürmer war. Der zweite Doppelpack binnen weniger Stunden brachte den so wichtigen Sieg für die Wölfe und damit konnte nochmals einiges an Selbstvertrauen getankt werden. Vor allem zeigte man wieder eine tolle Moral und lies sich vom Rückstand nicht beirren und spielte weiterhin ihr Spiel. Die Spanier können nicht mit einer breiten Brust die Reise nach Wolfsburg antreten. 6 Gegentore setzte es am Wochenende gegen die Königlichen aus Madrid und die 6-2 Watsche wird sich sicherlich nicht positiv auf die Stimmung auswirken. Aufgrund des Hinspielergebnisses müssen die Spanier durchaus offensiv agieren und ich denke nicht, dass ein Treffer genügen wird. Dzeko und Grafite sind immer für ein Tor gut und aufgrund der letzten Ergebnisse sehe ich hier die Wölfe doch klar im Vorteil. Der VFL hätte sich den Aufstieg in die nächste Runde verdient und ich denke auch, dass dieser erreicht wird.
Aktuelle Quoten von expekt:
VFL Wolfsburg 2.10 – Unentschieden 3.25 – FC Villarreal 3.40
FC Salzburg – Standard Lüttich
Hinspiel: 2-3
Hier gilt das Selbe wie beim VFL. Vor dem Spiel wäre jeder mit einer knappen 3-2 Niederlage in Lüttich zufrieden gewesen und die zwei Auswärtstore wären eine sehr gute Ausgangsposition gewesen. Doch nach dem Spiel konnte sich keiner von Red Bull über das Ergebnis freuen. Zu groß war die Chance die Vorentscheidung schon im Hinspiel zu erzwingen. Der österreichische Toptorjäger Marc Janko konnte mit einem Treffer kurz nach Spielbeginn und kurz vor der Pause eine 2-0 Führung für die Österreicher herstellen. 2-0 auswärts bei den heimstarken Lütticher – ein Traumergebnis. Doch in Halbzeit zwei ein komplett anderes Bild. Standard wollte unbedingt und versuchte alles. Und der Einsatz wurde auch belohnt. Nach einem sehr strittigen Elfmeter konnte Jungstar Witsel den Anschluss erzielen. Doch angepeitscht von den enthusiastischen Fans wollte Standard mehr – und bekam mehr. Ein Tor der Marke "Tor des Jahres" stellte den Ausgleich her. Ein Volleyschuss aus gut 35 Meter fand den Weg via Innenstange ins Tor. Und bevor sich die Salzburger davon erholen konnten, musste Torhüter Eddie Gustaffson den Ball ein Weiteres mal aus dem Netz holen. Nach einer Flanke von links stand Alex Witsel am Elfmeterpunkt völlig frei und köpfte zum viel umjubelnden Siegtreffer ein. Für die Salzburger war es nach sechs Siegen in der Gruppenphase die erste Niederlage. Doch aufgrund der zwei Auswärtstore sind die Chancen auf ein Weiterkommen weiterhin intakt. Jedoch wird es in der Abwehr personelle Probleme geben. Nach der gelben Karte gegen Schwegler und Schiemer ist die rechte Abwehrseite vakant und Trainer Huub Stevens weiß noch nicht wer diese Position einnehmen wird. Das Ligaspiel am Wochenende konnte Salzburg problemlos gegen den LASK für sich entscheiden – dank gütiger Mithilfe der LASK-Abwehr kam man zu einem ungefährdeten 3-0 Erfolg. Im Gegensatz dazu verlief die Generalprobe für das Rückspiel bei den Belgier nicht positiv und man musste sich Club Brugge auswärts mit 2-1 geschlagen geben. Damit ist man auf den siebten Tabellenplatz zurückgefallen.
Wie schon im ersten Vorbericht erwähnt, wird der Kunstrasen in der Bullen-Arena ein großer Vorteil für Salzburg sein und man zeigte im Hinspiel, dass man sich auf keinen Fall vor Lüttich verstecken muss und konnte durchaus überzeugen. Eine harte Entscheidung, ein Glücksschuss und eine Unachtsamkeit brachten die Salzburger in die nun schwierigere Situation. Doch Lüttich ist nicht in Topform, hat dieses mal keine Fans, welche das Team nach vorne peitschen und keine Spielpraxis auf dem Kunstrasen. Ich denke – und hoffe – dass Salzburg weiterkommt jedoch muss ich auch ehrlich sagen, dass ich darauf kein Geld setzen würde, da eine Quote von ~1.85 in meinen Augen doch zu gering ist.
Aktuelle Quoten von pinnacle:
FC Salzburg 1.84 – Unentschieden 3.57 – Standard Lüttich 4.83
SV Werder Bremen – Twente Enschede
Hinspiel: 0-1
Letzte Woche habe ich bereits erwähnt, dass ich die Quoten auf den Klub aus dem Norden eindeutig als zu gering empfinde. Damit sollte ich auch Recht behalten und die Holländer kamen zu einem verdienten 1-0 Sieg gegen Werder. Zwar hatten die Werderaner in der ersten Halbzeit einige Chancen vergaben diese jedoch zum Teil kläglich. Und die Holländer zeigten eine disziplinierte Leistung und kamen in der zweiten Halbzeit mit einem Weitschuss zum Siegtreffer. Gegen Ende hin kam dann mal wieder das alte Problem der Bremer zum Vorschein – der Gegner hatte Platz ohne Ende und man konnte lediglich Tim Wiese verdanken, dass es beim 1-0 blieb und man nicht einen höheren Rückstand im Rückspiel aufholen muss. Im morgigen Rückspiel wird Werder nun alles probieren um das prestigeträchtige Duell gegen die Holländer für sich entscheiden. Bremen kam am Sonntag gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Leverkusen zu einem glücklichen 2-2 Unentschieden. Erst in der Nachspielzeit konnte Per Mertesacker den Endstand fixieren. Twente kam zu einem 1-0 Heimsieg bei Willem II und schob sich bis auf einen Punkt an Eindhoven heran.
Bei Bremen ist Mesut Özil momentan weit von seiner Form entfernt und kann nicht an die Gala-Leistungen aus dem Herbst anschließen. Die Abwehr präsentierte sich in den letzten Spielen zwar besser aber von einer stabilen Defensive ist man noch weit entfernt. Zu oft patzt man und ermöglicht dem Gegner Räume, welche auf diesem Niveau einfach nicht vorhanden sein dürfen. Im Vorbericht in der letzten Woche habe ich mit Quoten bis zu 1.70 gerechnet für das Heimspiel – weit gefehlt. Mit einer 1.45 - welche es momentan bei Interwetten gibt, liegt man da klar darunter. In meinen Augen wiederum viel, viel, viel zu niedrig. Bremen befindet sich nicht in der Form und die Offensivabteilung strotzt auch nicht gerade vor Selbstbewusstsein. Je länger es hier 0-0 steht, desto riskanter wird Bremen spielen (müssen). Und die Abwehr der Bremer ist immer für ein Tor gut und dann müssen erst einmal drei Treffer für ein Weiterkommen erzielt werden. Eine Quote von 2.12 (momentan bei Betfair) auf ein Weiterkommen der Holländer ist in meinen Augen eine durchaus gute Wette und ein kleiner Lay auf die Bremer ist durchaus auch möglich. Auf alle Fälle sind die Bremer zuhause zu favorisieren, aber in meinen Augen nie im Leben in so einem Ausmaß. Eine 1.45 für einen Heimsieg der Bremer ist hier zu gering.
Aktuelle Quoten von Interwetten:
SV Werder Bremen 1.45 – Unentschieden 4.00 – Twente Enschede 7.00
24. Februar 2010 / dominic - Kategorie:
Europa League
Am Sonntag, den 21. Februar 2010, treffen sich im Bremer Weserstadion der SV Werder Bremen und Bayer Leverkusen zum Topspiel des 23. Spieltags der 1. Bundesliga. Anstoß ist um 17:30 Uhr. Da unter der Woche gleich vier Mannschaften auf der europäischen Bühne am Donnerstagabend spielen mussten, hat die DFL drei der vier Spiele auf den Sonntag gelegt. Für die Trainer, wie auch für die Spieler, sicherlich eine willkommene Geste. Der Hamburger SV allerdings, wird nicht besonders erfreut sein, da die Hanseaten das einzige Team sind, das am Donnerstagabend und am Samstagnachmittag spielen muss.
Mit Werder Bremen empfängt der Tabellensechste den Tabellenführer aus Leverkusen. Für beide geht es tabellarisch um viel. Sehr viel.
SV Werder Bremen:
Mit 34 Punkten rangiert Werder Bremen auf dem sechsten Tabellenplatz. Nur noch zwei Punkte trennen die Bremer, denen vor zwei Wochen noch jeder den Abrutsch ins graue Mittelfeld der Bundesliga prophezeit hatte, vom Europa League Platz. Durch die letzten beiden Niederlagen von Borussia Dortmund und den Bremer Siegen gegen Berlin (2:1) und in Hannover (5:1), haben die Norddeutschen die uneinholbaren acht Punkte Differenz auf magere zwei Punkte schrumpfen lassen. Mit 44 Toren stellt Bremen den drittbesten Sturm der Liga. Nur Bayern München und Bayer Leverkusen (beide 48) treffen häufiger. Defensiv sind die Bremer zu Beginn der Saison deutlich besser organisiert gewesen als das jetzt der Fall ist. Trotzdem stehen für die Norddeutschen nur 26 Gegentore zu Buche. Das ist der sechstbeste Wert der Bundesliga. Die beste Abwehr stellt Schalke 04 (15).
Auf europäischer Bühne gab es am Donnerstag einen kleinen Dämpfer. Sicherlich ist die Auswärtsniederlage bei Twente Enschede (0:1) kein Beinbruch und bedeutet auch keinenfalls das sichere Ausscheiden, doch konnten die Bremer in diesem Spiel nicht an die guten Leistungen aus den Vorwochen anknüpfen.
Im DFB Pokal gelang Werder mit einem Sieg gegen Hoffenheim (2:1) der Einzug ins Halbfinale. Alles in allem scheint es wieder aufwärts zu gehen bei der Truppe von Trainer Thomas Schaaf. Wie lange das so bleibt und ob das auch gegen Mannschaften eines höheren Niveaus zu halten ist, wird dieses Spiel gnadenlos aufzeigen. Denn Bayer Leverkusen ist mit Sicherheit eher Twente Enschede als Hertha BSC Berlin, Hannover 96 oder Hoffenheim.
Bayer Leverkusen:
Nach der Niederlage des FC Barcelona am letzten Wochenende bei Atletico Madrid (1:2), ist Bayer Leverkusen nun die einzige Mannschaft der europäischen Top-Ligen, die immer noch ungeschlagen ist. Nach 22 Spielen hat die Wekrself zwar schon neun Mal Unentschieden gespielt, allerdings auch schon beachtliche 13 Siege eingefahren. Punktgleich mit dem FC Bayern München führen die Leverkusener momentan die Tabelle an. Aktuell gelingt es der Mannschaft von Jupp Heynckes die Fehler der vergangenen Jahre zu vermeiden. In den letzten Spielzeiten präsentierte sich Bayer in der Hinrunde immer stark, knickte in der Rückrunde aber dann ein. Die allgemeine Meinung der Experten der schreibenden Zunft ist, dass Leverkusen zurückfällt sobald die Bayern einmal an ihnen vorbeigezogen sind. Das könnte an diesem Spieltag der Fall sein, da Bayern ein deutlich leichteres Auswärtsspiel (in Nürnberg) als Leverkusen hat.
Die Leverkusener mussten (dank ihres Einbruchs gegen Ende der letzten Saison) unter der Woche nicht in der Europa League ran. Aus den bisherigen fünf Spielen im neuen Jahr holte Bayer bei vier Siegen und einem Unentschieden 17 Punkte. Nach Siegen gegen Mainz (4:2), in Hoffenheim (3:0) und gegen Freiburg (3:1), spielte man Unentschieden in Bochum (1:1). Am letzten Spieltag gewann Bayer Leverkusen gegen Wolfsburg zu Hause (2:1). Allerdings hätte es Leverkusen in diesem Spiel beinahe erwischt, denn die Werkself musste, aufgrund der miserablen Chancenverwertung, arg zittern.
Von Vorteil wird sein, dass man gegen Bremen sicherlich wieder viele Chancen erspielen kann. Allerdings müssen diese dann genutzt werden, den Werder zeigt sich im Weserstadion meist torhungrig.
Head to Head:
Drei der letzten vier Spiele zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen im Weserstadion endeten mit mindestens drei Toren. Die sonst so offensivstarken Mannschaften spielten allerdings zuletzt eher defensiv gegeneinander. Sowohl im Pokal Finale des letzten Jahres (1:0 für Bremen), als auch im Hinspiel (0:0) sparten beide Teams mit Toren. Wettbewerbsübergreifend konnte Leverkusen nur eines der letzten zehn Aufeinandertreffen mit Werder Bremen für sich entscheiden - das letzte Spiel im Weserstadion.
Fazit:
Es gibt Spiele in der Bundesliga, an denen möchte man am liebsten Live teilnehmen. Spiele, bei denen sich ein Stadionbesuch lohnt. Eigentlich ist ein Spiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen ein fußballerisches Spektakel. Ob viele Tore fallen, steht auf einem anderen Papier, aber an Attraktivität sollte es der Begegnung nicht fehlen. Problematisch könnte es nur werden, wenn beide Trainer das erkannt haben und ihre Mannschaften dementsprechend bedacht und konservativ einstellen.
Quoten:
SV Werder Bremen: 2,25 @ bet365
Unentschieden: 3,30 @ betsafe
Bayer Leverkusen: 3,40 @ expekt
20. Februar 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Da Bulissimo! in der letzte Woche ausgefallen ist, scheint sich die Fußballwelt zusätzlich ins Zeug gelegt zu haben, um thematisch eine möglichst umfangreiche Kolumne zu ermöglichen. Alles begann mit dem Freitagabendspiel zwischen Werder Bremen und Hertha BSC Berlin. Dann waren da noch die interessanten Kommunikationsprobleme zwischen den Herren Löw, Bierhoff und Zwanziger. Ein kleiner ironischer Leckerbissen waren die Aussagen des Stefan Effenberg zu diesem Thema.
Die Berliner bekommen momentan von allen Seiten Lob. Sicherlich ist es typischerweise auch ein wenig "besser-als-erwartet-Lob", doch im Allgemeinen kann man den Hauptstädtern wirklich gute Leistunen attestieren. Bisher hat sie das allerdings keinen Schritt weitergebracht. Denn solange die direkten Konkurrenten, wie Freiburg gegen Schalke, gegen ähnliche Kaliber punkten, kann auch eine gute Leistung in Bremen kein Schritt in die richtige Richtung sein. Es ist allenfalls ein Schritt auf der Stelle. Positiv ist vor allem, dass die Neuzugänge einschlagen, wenngleich das Spiel zehn Minuten vor Schluß unentschieden gehalten werden muss. Das späte Gegentor bricht letztendlich das Berliner Genick. Bizarre daran ist, dass die Berliner regulär durch Gekas in Führung gehen, der Schiedsrichter jedoch Abseits pfeift. Wenn man einmal unten drin ist,…
Ein Kommunikationsproblem soll das Ganze also gewesen sein. Interessant. Was die Herren Löw, Bierhoff und Zwanziger Anfang Dezember geritten hat, einen Handschlagsvertrag zu verkünden, weiß niemand. Denn auch wenn lediglich Zwanziger vor die Presse trat, gab es weder von Löw noch von Bierhoff irgendeine Form von Dementi. Dass man sich im Nachhinein "unter Druck gesetzt" fühlte, erscheint nur schwierig glaubhaft angesichts der fehelenden Stellungnahme gegen das "Missverständnis" im Dezember. Seis drum. Die Nationalmannschaft war auf einem guten Weg zur WM 2010 in Südafrika und hat sich nun selbst – in Form des Präsidiums und den Verantwortlichen – eine hohe Hürde auf die Bahn gestellt. Um zu wissen, dass solche Reibereien unheimlich belastend sind (besonders für das labile psychologische Gemüt einen Leistungssportlers), brauch man keine Experten, die momentan wie Pilze aus dem Boden schießen und dann alle das Selbe sagen. Klar wird es nicht leichter. Und man muss sich fragen, ob es nicht, entgegen der nun verkündeten Aufschiebung der Verhandlungen bis nach der Weltmeisterschaft, besser wäre, man säße sich noch vor den Titelspielen zusammen, um zu einer vernünftigen Lösung zu kommen. Viel kann es nun nicht zu bereden geben, wenn man sowieso schon über Millionengehälter verfügt.
Einen netten – von neutraler Seite, vollkommen ironischen – Unterton brachte "Der Tiger" in die Diskussion. Im Bezahl-Fernsehen äußerte sich Stefan Effenberg an der Seite von Oliver Bierhoff sitzend äußerst interessant. Der ehemalige Bundesligastar betonnte, dass es für ihn absolut unverständlich sei, dass überhaupt weiter verhandelt werden müsse, da er, sobald ihm irgendein Posten in der Nationalmannschaft angeboten würde, blind unterschreiben würde ohne groß darüber zu verhandeln ("Das regelt sich dann alles schon"). Stefan Effenberg in Topform. Ein wenig populistisch, aber die Älteren werden wissen, dass im Puncto Nationalmannschaft bei Stefan Effenberg noch ein Stachel sitzt. Tiefer als man hätte vermuten können. Stinkefingertief.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
9. Februar 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Freitagabend um 20:30 Uhr eröffnen Werder Bremen und Hertha BSC Berlin den 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga im Weserstadion. Der 5. Februar 2010 könnte für beide in der Saison entscheidend werden. Beide Mannschaften haben einen großen Punkteberg zu ihren Konkurrenten abzuknabbern. Die Bremer wollen noch ins internationale Geschäft. Für die Berliner geht es bereits ums nackte Überleben. Ein treuer Begleiter ist die Angst. Und wacklige Knie.
SV Werder Bremen:
Wirklich zu erklären ist das Phänomen Werder Bremen nicht. Wohl kaum eine Mannschaft spielt so attraktiven Fußball und vernachlässigt dabei kosequent die eigenen Defensive. Was zu Beginn der Saison als abgeschaltet galt, ist nun wieder aufgebrochen: Die Wunde in der Defensive. Die letzten fünf Spiele in der Bundesliga verlor Werder Bremen allesamt. Das dies seit dem 1. Spieltag zu Hause gegen Frankfurt (2:3) die einzigen Niederlagen der Bremer in dieser Saison waren, wird dabei niemanden vertrösten. Gegen Schalke (0:2), in Hamburg (1:2) und in Frankfurt (0:1), sowie gegen Bayern (2:3) und in Mönchengladbach (3:4), gab es für die Norddeutsche Seele nur Prügel. Insgesamt 12 Gegentore in nur fünf Spielen sprechen eine eindeutige Sprache. Zum Vergleich: Der FC Schalke 04 stellt die beste Abwehr der Liga. Diese kassierte in allen 20 Spielen bisher gerade einmal 15 Treffer.
Personell wird der heftig kritisierte Tim Borowski die tiefgreifenste Veränderung sein. Der Nationalspieler wird wegen Leistungsschwäche maximal im Kader sein. Vielleicht setzt ihn Trainer Thomas Schaaf sogar auf die Tribüne. Voraussichtlich bilden dann Niemeyer und Frings die Doppelsechs bei den Grün-Weißen, um den Offensiven Özil, Marin und Hunt den Rücken frei zu halten. Eventuell lässt Thomas Schaaf auch mit zwei Stürmern Spielen und opfert die Doppelsechs. Gerade gegen die Berliner könnte sich so etwas anbieten.
Tabellarisch steht es nicht besonders um die Norddeutschen. Bremen belegt zwar den sechsten Rang und ist dementsprechend nur eine Platzierung von der Europa League entfernt. Jedoch trennen die Bremer von Hamburg (5.) schon sieben Punkte. Die Bremer werden Druck machen müssen, um den Rivalen oder die Dortumunder Borussia noch abfangen zu können. Denn mit einem Aufwind ist gerade in Bremen alles möglich. Und irgendwann bekommen die anderen dann die wackligen Knie.
Hertha BSC Berlin:
Sich Mühe zu geben ist zwar ganz nett, wird aber in der Bundesliga und allgemein im Profifußball vorausgesetzt. Doch mehr kann über die Berliner Bemühungen um eine Aufholjagd bisher nicht gesagt haben. Es wird sich angestrengt und bemüht. Aber wird wirklich alles dafür getan? In der Defensive beeindrucken die Berliner bisher mit einer Weißen Weste nach drei Spielen im Jahr 2010. Sowohl gegen Hannover (3:0) als auch gegen Borussia Mönchengladbach (0:0) und den VfL Bochum (0:0) hielt man hinten die Null. Enttäuschend verlief allerdings das Offensivspiel. Denn, um wirklich noch einmal angreifen zu können, um eine reale Chance auf den Klassenerhalt zu haben, muss dreifach gepunktet werden. Besonders gegen Mannschaften aus dem unteren Drittel der Tabelle. Heimspiele sind nun für die Berliner sowieso Pflicht.
Positiv ist zu vermelden, dass die Neuzugänge recht ordentlich eingeschlagen haben. Mit Kobiashvilli und Kringe hat das Berliner Spiel nun mehr Stabilität, mit Gekas im Sturm etwas mehr Gefahr. Die ganz große Welle ist aber noch nicht von der Mannschaft ausgegangen. Natürlich sollte man mit 11 Punkten den Kopf nicht in den Sand stecken, da für die Berliner die "neue" Relegationsregel wie gerufen kommt. Sechs Punkte trennen die Hauptstädter momentan von Hannover 96, das auf dem Relegationsplatz rangiert.
Ein Schlüsselspiel ist es schon, das Spiel gegen Bremen. Denn mit einem guten Ergebnis kann man noch einmal angreifen. Die nächsten Gegner sind Mainz und Freiburg. Punktet man konsequent ist wieder alles drin. Wenn der Aufwind einmal da ist, bekommen schließlich auch die anderen wacklige Knie.
Fazit:
Ein Duell, in dem die Angst mitspielt. Die Angst das Saisonziel – wenn es auch bereits modifiziert worden ist – nicht mehr erreichen zu können. Für beide Mannschaften könnte es nach diesem Spieltag nur noch um Durchhalteparolen gehen. Die Nerven werden dieses Spiel prägen. Am Ende entscheiden - Sie wissen schon – die wackligen Knie.
Quoten:
SV Werder Bremen: 1,49 @ betfair
Unentschieden: 4,9 @ betfair
Hertha BSC Berlin: 8,00 @ betfair
Lesen Sie hier den Vorbericht zu VfL Wolfsburg – Bayern München.
4. Februar 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Samstag, den 23. Januar steigt im Bremer Weserstadion um 15:30 Uhr das Spitzenspiel des 19. Spieltags der 1. Bundesliga. Der Nord-Süd-Gipfel zwischen Werder Bremen und Bayern München verspricht in jeder Saison pure Spannung und Fußball in seinen reinsten Zügen. Das Topspiel des Wochenendes verliert tabellarisch gesehen leider ein wenig an Brisanz. Schuld sind die Bremer, die momentan mit 28 Punkten auf Platz 6 rangieren und lediglich das graue Mittelmaß anführen. Bayern München dagegen befindet sich in topform und kann wieder einmal vorrübergehend an die Tabellenspitze springen.
Werder Bremen:
"Sand im Getriebe" ist wohl eine passende Statusnachricht zu der Situation der Norddeutschen. Die Mannschaft von Thomas Schaaf schaff es momentan konsequent sich vom Trubel um die mögliche Vertragsverlängerung von Mesut Özil ablenken zu lassen. Es droht der Super Gau. Wenn Bremen nicht aufpasst, werden innerhalb von zwei Jahren, zwei hoffnungsvolle Spielmacher die Weser verlassen haben. Inwiefern die Situation sich bezüglich Mesut Özil verbessert, kann kaum prognostiziert werden. Der Deutsch-Türke hat menschlich scheinbar nicht sonderlich viel zu bieten. Mit Ach und Krach bemühte man sich den Jung-Nationalspieler in gutes LIcht zu rücken, nachdem er sich beim Millionenpoker mit Schalke übernommen hatte und in Fußball-Deutschland den "Söldner-Stempel" mitten im Gesicht hatte. Der Abdruck dieses Stempels beginnt nun wieder durch zu schimmern. Ob es Özils Arroganz oder die Geldgier seines Beraters ist, sei dahin gestellt. Mannschaftsdienlich ist es in jedem Fall nicht.
Die Bremer Mannschaft enttäuschte zuletzt in Frankfurt bei einer für die Werderaner Ansprüche äußerst peinlichen Auswärtspleite (0:1) gegen allenfalls mittelmäßige Frankfurter.Obgleich die Hessen momentan mit einem Auge nach Europa schielen, muss bedacht werden, dass sie allenfalls eine Mittelfeld-Mannschaft der Bundesliga sind. Ein Team gegen das die norddeutschen Ansprüche gewinnen sollten.
Nachdem die Bremer vor drei Spieltagen noch ungeschlagen waren, verloren sie zuhause gegen Schalke (0:2), auswärts in Hamburg (1:2) und schließlich in Frankfurt (0:1).
Sollte es Werder gelingen mit einem guten Ergebnis gegen Bayer wieder Aufwind zu gewinnen, wäre das ein großer Schritt in bessere Zeiten, denn die nächsten Gegner heißen Borussia Mönchengladbach, Hertha BSC Berlin und Hannover 96. Doch der unangenehmste Gegner trägt Grün-Weiß. Er heißt Özil. Mesut Özil.
FC Bayern München:
"Mir san mir", "Die Bayern sind zurück" und "Wieder alles beim Alten" waren die drei Gedankengänge, die die schreibende Zunft nach dem 2:0-Sieg der Bayern über Hoffenheim am letzten Freitag gewählt hatte. Einige parodisierten noch den missglückten Tor-Salto von Miro Klose – wohl aufgrund fehlender Praxis. Doch man hatte wirklich den Eindruck, dass die Bayern dieses Spiel, wie früher, wirklich einfach gewinnen würden, komme was wolle.
Die Serie der Münchener ist momenan einfach mitreißend. Die letzten fünf Spiele wurden souverän gewonnen. Vier Gegentore stehen zu Buche. Selbst ist man vorne 17 Mal erfölgreich gewesen. Zum Vergleich: Köln (12), Nürnberg (12) und Berlin (16) haben in allen 18 Spielen zusammen bisher weniger Tore geschossen als die Münchener in den letzten fünf Begegnungen.
Das Wechseltheater um Ribery scheinen die Bayern außerdem deutlich besser zu meistern, als das die Bremer mit Mesut Özil schaffen. Vielleicht liegt es auch wirklich daran, dass Ribery "fair verhandle", wie das Sportdirektor Nerlinger im Doppelpass bestätigte.
Dieser Ribery wird in Bremen zusammen mit Arjen Robben wieder mit von der Partie sein. Vermutlich reicht es bei Ribery noch nicht für die volle Spielzeit. Der Holländer wird aller Voraussicht nach, aber anfangen und durchspielen können.
Fazit:
Hier treffen zwei unterschiedliche Welten aufeinander: Auf der einen Seite die Bayern, die zu Saisonbeginn strauchelten und zuletzt mit fünf Siegen überzeugten. Auf der anderen Seite die Bremer, die die ersten 15 Spiele unbesiegt blieben, dann aber die letzten drei Spiele abgaben, wobei sie lediglich ein Tor erzielten. Zusätzlich zum Bremer Chaos gesellen sich auch noch Rückkehrer Ribery und Robben zum Bayern-Express. Das könnte bitter enden, aber gegen wen steht man schon besser wieder auf, als gegen die Bayern? Eine klare Antwort haben selbst die Buchmacher nicht.
Quoten:
Werder Bremen: 3,35 @ bet-at-home
Unentschieden: 3,35 @ unibet
FC Bayern München: 2,30 @ totesport
22. Januar 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr steigt in Bremen das Topspiel des 14. Spieltags der 1. Bundesliga. Werder Bremen empfängt den VfL Wolfsburg. Obgleich Wolfsburg mittlerweile bis auf den achten Platz druchgereicht wurde, ist das Nordderby, besonders aufgrund des Offensivspotentials beider Mannschaften, unumstrittenes Topspiel des 14. Spieltags. Angesichts der lösbaren Aufgaben der Konkurrenz (Bayern in Hannover, Leverkusen gegen Stuttgart, Hoffenheim gegen Dortmund und Schalke in Mönchengladbach) sind die Werderaner wie auch die Wolfsburger auf Punkte aus diesem Spiel angewiesen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die andere Mannschaften ansonsten davon ziehen werden, ist durchaus hoch.
Werder Bremen:
Die Erfolgsgeschichte des Thomas Schaaf ist unglaublich beeindruckend. In seiner jahrelangen Laufbahn bei Werder Bremen hat der Trainer schon den ein oder anderen harten Nackenschlag einstecken müssen und doch gelingt es ihm mit seiner Mannschaft Jahr für Jahr erfolgreichen Fußball zu spielen – auch wenn die letzte Saison nur in dern Pokalwettbewerben erfolgreich verlaufen ist. Es gab nicht wenige, die den Abgang von Werders Spielmacher Diego nach Juventus Turin als tiefgreifenden Einschnitt eingeschätzt haben. Doch Schaaf hat es – sicherlich auch mit dem Transfer von Claudio Pizarro an die Weser – geschafft mit Mesut Özil einen neuen Spielmacher heranzuführen. Im Allgemeinen ist es Schaaf, dem es immer wieder gelingt aussichtsreiche deutsche Talente zu formen und an ihnen Details zu verbessern. So ist es, besonders in Zeiten des modernen Fußballs, selten geworden, dass eine Mannschaft ohne auf Qualität zu verzichten mit neun deutschen Spielern aufläuft. Dass solche Konzepte aufgehen können, lebt Bremen mit Thomas Schaaf Jahr für Jahr vor.
Nach der Heimniederlage gegen Frankfurt fühlten sich eben diese Kritiker an dem Verkauf von Diego bestätigt. Seit diesem Spiel, also seit dem 8. August haben die Bremer kein Pflichtspiel mehr verloren. Drei der letzten fünf Spiele hat Bremen gewonnen. Gegen Kaiserslautern im DFB-Pokal (3:0), in der Bundesliga in Nürnberg (2:2) und gegen Dortmund (1:1) und im Uefa Pokal gegen Austria Wien (2:0) wurde erfolgreich gespielt. Nach den beiden Unentschieden in der Bundesliga hatte die Öffentlichkeit den Bremern das Potential einer Spitzenmannschaft abgeschrieben. Doch spätestens nach dem Kantersieg in Freiburg (6:0) sind die Norddeutschen in allen Favoritenkreisen wieder unter die heißesten Teams gerutscht.
Dementsprechend wird sich personell wenig ändern. Die einzige Frage, die sich stellt, ist ob Schaaf Thorsten Frings schon von Anfang an bringen wird oder zunächst mit Daniel Jensen beginnt.
VfL Wolfsburg:
Als am Mittwoch ganz Deutschland mit den Wölfen mitfieberten, ließen sich diese ganz zahm die Butter von Brot nehmen. Im Grunde genommen unverständlich, da die Russen (ZSKA Moskau) besonders in der ersten Halbzeit nicht sonderlich zwingend waren in ihren Aktionen. Das Lamentieren hilft nun nichts mehr, die Wölfe haben zwar noch alles in der eigenen Hand, allerdings heißt der Gegner dann Manchester United, das hoffentlich – wie gegen Besiktas – auf eine vielzahl der Stars verzichten wird.
In der Bundesliga sieht es für die Mannschaft von Trainer Armin Veh ähnlich aus. Als man gegen Nürnberg deutlich überlegen war und die Franken zweimal am Rande der Niederlage hatte, ließ man sich die Butter von Brot nehmen und kassierte artig Gegentore. Insbesondere das entscheidene fränkische Tor in der Nachspielzeit, als Nürnberg nach einer Wolfsburger Ecke mit vier Stürmern auf einen Abwehrspieler laufen konnte, bestätigte Zweifel, ob der Form der Wölfe.
Mit Siegen in Istanbul (3:0) und in Hoffenheim (2:1) überzeugten die Wolfsburger im November. Mussten dann aber gegen Nürnberg (2:3) und Moskau (1:2) jeweils vielversprechende Spiele liegen. Über die Hälfte ihrer Punkte haben die Niedersachsen (11 von 21) auswärts geholt. Lediglich in München verloren die Wolfsburger (0:3). Drei Auswärtsspiele wurden gewonnen (Köln, Schalke, Hoffenheim) und zwei Mal trennte man sich auf des Gegners Platz Remis (Bochum, Berlin).
Personell wird Kapitän Josue gelbgesperrt fehlen.
Fazit:
Da die andere Mannschaften aus der dichtgestaffelten oberen Tabellenhälfte lösbare Aufgaben am 14. Spieltag vor der Brust haben, gilt es für beide Mannschafte im Topspiel zu punkten. Besonders die Wolfsburger müssen ihr Konto aufstocken, um nicht den Anschluß zu verlieren und im grauen Mittelmaß zu landen. Das Selbstbewusstsein der Wölfe könnte, im Gegensatz zu dem Bremer Empfinden, ordentlich angegriffen sein. Wolfsburg muss den Kopf frei bekommen und ihre Auswärtsstärke, die sich vor allem aus ihrem guten Konterspiel ergibt, wahren. Bremen sollte die Innovation der Saison – die kompakte Abwehr – weiterhin als oberstes Ziel sehen, da ihr Offensivpotential vorne immer für Tore gut ist.
Quoten:
Werder Bremen: 1,80 @ expekt
Unentschieden: 3,80 @ bet365
VfL Wolfsburg: 4,90 @ betfair
28. November 2009 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
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