Der Altmeister hat es wieder einmal in ein Endspiel geschafft und dies mit einem überragenden Tennismatch! Novak Djokovic und nicht zuletzt die Dunkelheit von Paris wehrten sich gegen Fedex. Doch nach knapp 4 Stunden Spielzeit und weit über 300 gespielten Punkten standen die Teilnehmer des Endspiels von Paris 2011 fest. Für Novak Djokovic endet damit eine unbeschreiblich gute Serie direkt vor dem Höhepunkt. Mit einem Finaleinzug hätte der Serbe einen neuen Siegrekord einfahren können, John McEnroe wird zumindest gelächelt haben.
Rafael Nadal vs. Roger Federer (Philippe Chatrier, Sonntag 15:00 Uhr)
Für das Endspiel am Sonntag können wir uns ein Tennismatch der Extraklasse vorstellen. Ein Rafael Nadal bei seinem Lieblingsturnier gegen Federer in genialer Form – uns steht ein geniales Endspiel bei den French Open 2011 bevor.
Rafael Nadal
Der Spanier hat am Freitag ebenso seine Ambitionen untermauert. Mit einem glatten 3:0 Erfolg über Andy Murray endeten die Hoffnungen für den Schotten. Dabei musste Nadal im gesamten Match fast nie an diesem Sieg zweifeln. Einzig die Unsicherheit im eigenen Aufschlagspiel war eher untypisch für die Nummer 1 der ATP Weltrangliste. Bereits 5:2 hatte Nadal im ersten Satz geführt, Murray aber um ein Haar noch die Chance zum 5:5 gelassen. Es waren die vielen vergebenen Breakbälle, welche Nadal in die Karten spielten. Murray schaffte es nicht die Big Points zu setzen.
Gegen Federer wird es Nadal dabei deutlich schwerer haben. Fedex ist ein Spieler, der genau im richtigen Zeitpunkt den Hammer auspackt und die Schwächephasen seines Kontrahenten besser lesen kann, als jeder andere Akteur auf dem Court.
Nadal hatte in der Auftaktrunde große Probleme mit John Isner, gab dabei zweimal einen Satz im Tiebreak ab. Der Schein des Ergebnisses trügt jedoch sehr. Isner hatte nur einen einzigen Breakball bis kurz vor dem Ende der Partie, profitierte einzig und allein von der eigenen Aufschlagstärke.
Andujar, ein Landsmann Nadals, leistete ebenso großen Wiederstand gegen Rafa und schickte den Weltranglistenführenden in den Tiebreak. Nach dem Matchball stand dennoch ein klares 3:0 auf der Anzeigetafel.
Je weiter das Turnier in die entscheidende Phase ging, umso mehr steigerte sich der spanische Volksheld. Nadal konnte Soderling und Murray recht problemlos aus dem Turnier befördern. Dabei kann Soderling gar als schwierigere Hürde angesehen werden. Der Schwede ist ebenso auf dem Sandplatz daheim, während Murray von einem sehr einfachen Draw profitierte und die Leistungen des Briten auf Rasen deutlich stärker sind.
Der Weg in das Finale – Rafael Nadal
1.Runde: Rafael Nadal vs. John Isner 3:2 (6:4, 6:7, 6:7, 6:2, 6:4)
2.Runde: Rafael Nadal vs. Pablo Andujar 3:0 (7:5, 6:3, 7:6)
3.Runde: Rafael Nadal vs. Antonio Veic 3:0 (6:1, 6:3, 6:0)
Achtelfinale: Rafael Nadal vs. Ivan Ljubicic 3:0 (7:5, 6:3, 6:3)
Viertelfinale: Rafael Nadal vs. Robin Soderling 3:0 (6:4, 6:1, 7:6)
Halbfinale: Rafael Nadal vs. Andy Murray 3:0 (6:4, 7:5, 6:4)
Roger Federer
Der sympathische Schweizer ist zurück auf einer Ebene mit Rafael Nadal. Noch nie waren die Chancen auf den Turniergewinn so groß, wenn man den Erfolg aus dem Jahr 2009 nicht berücksichtigt. Es ist bekannt, dass Nadal nicht in Traumverfassung bei den French Open 2011 gespielt hat und Roger Federer den besten Spieler des Turnieres und den großen Favoriten mit 3:1 aus dem Wettbewerb gekegelt hat.
Fedex hatte ein hartes Auftaktspiel gegen Lopez zu bestreiten. Häufig sind die Erstrundenpartien die größten Stolpersteine, und auch der Schweizer gab mit 13 Spielen eher ungewöhnlich viele Punkte an seinen ersten Gegner ab. Ab dem 4.Turniertag sahen wir nur noch einen richtig starken Roger Federer. Texeira und Tipsarevic waren nicht viel mehr als Fallobst und wurden glatt und deutlich aus dem Turnier geworfen. Federer fand seinen Rhythmus und gab auch in den Interviews zu, dass er sich richtig wohl fühlt.
Mit Stanislas Wawrinka wartete ein großer Kämpfer auf Federer im Achtelfinale. Wawrinka hatte der Nummer 3 der Setzliste schon einige spannende Matches bereitet. Dies sollte sich in Paris nicht wiederholen. Der Fed – Express flog unbeirrt durch das Teilnehmerfeld und bezwang auch Wawrinka in maximal einen knappen Satz 6:3, 6:2 und 7:5.
Gael Monfils war der letzte Gegner bis hin zur Vorschlussrunde und gestaltete das Duell mit Federer unerwartet offen. Alle Sätze waren zwar dem Spielstand nach recht ausgeglichen, doch war der Schweizer stets näher am Break. Eine Niederlage war auch gegen Monfils nahezu ausgeschlossen.
Gegen Djokovic holte Federer bereits in den ersten Minuten das beste Tennis aus sich heraus. Djokovic macht ebenso eine gute Partie, ohne aber die Niederlage in 4 Sätzen abwenden zu können.
Der Weg in das Finale – Roger Federer
1.Runde: Roger Federer vs. Filiciano Lopez 3:0 (6:3, 6:4, 7:6)
2.Runde: Roger Federer vs. Maxime Texeira 3:0 (6:3, 6:0, 6:2)
3.Runde: Roger Federer vs. Janko Tipsarevic 3:0 (6:1, 6:4, 6:3)
Achtelfinale: Roger Federer vs. Stanislas Wawrinka 3:0 (6:3, 6:2, 7:5)
Viertelfinale: Roger Federer vs. Gael Monfils 3:0 (6:4, 6:3, 7:6)
Halbfinale: Roger Federer vs. Novak Djokovic 3:1 (7:6, 6:3, 3:6, 7:6)
Fazit
Wenn wir die Leistungen innerhalb der zwei Wochen bei den French Open 2011 vergleichen, bleibt der Sieger dennoch offen. Uns erwartet am Sonntag ein packendes Finale in Paris mit zwei sensationell guten Tennisspielern. Eher unverständlich ist meiner Meinung nach die kleine Quote von Rafael Nadal, sodass sich mit einem Tipp auf Federer eine gute Chance bietet.
Wett-Quoten Finale French Open 2011 Sieger:
Rafael Nadal @ 1,45 Expekt
Roger Federer @ 3,04 Betfair
Das Programm und die Ergebnisse der Herren bei den French Open finden Sie im Wettbasis Newsbereich




