Olympische Spiele 2012 Medaillenspiegel, 26.07. – 11.08.2012
Die Olympischen Sommerspiele sind das sportliche Ereignis überhaupt, und zwar weltweit. Noch mehr als die Fußball-Weltmeisterschaft ziehen die Wettkämpfe im Zeichen der Ringe die Menschen auf der ganzen Welt in ihren Bann. Aus fast jeder Nation der Erde sind Sportler in London am Start. Für die meisten Teilnehmer gilt bis heute der altbekannte Spruch „Dabeisein ist alles“. Sehr viele Athleten und Athletinnen reisen aber auch mit einer bestimmten Hoffnungen oder gar Erwartungen auf den Gewinn von Edelmetall in die britische Hauptstadt. Jeder bewertet seine Erfolge für sich, doch in der Summe treten alle Sportler unter ihrer Nationalflagge bei den Olympischen Spielen an. Wichtiger Indikator für den Erfolg einer Nation ist daher der Medaillenspiegel. Welches Land in dieser Wertung ganz vorne landet, darf mit Fug und Recht von sich behaupten, die beste Sportnation des Planeten zu sein. Besonders die klassischen Anwärter auf diesen inoffiziellen Titel, wie China, die USA oder Russland werden auch in diesem Jahr versuchen, ganz vorne zu landen und den anderen ein Schnippchen zu schlagen. Traditionell stark sind auch immer die Gastgeber. Mit Großbritannien darf also bei den Spielen in London auch gerechnet werden. Vom ersten Wettkampftag an wird es eine Jagd auf die Goldmedaillen und die vorderen Ränge im Medaillenspiegel geben. Die interessante Frage ist: Welche Nation wird die meisten Goldmedaillen gewinnen und sich den goldenen Platz an der Spitze des Medaillenspiegels sichern? Am 4. Olympia Tag (Dienstag) haben Schweiz und Österreich noch keine Medaille gewinnen können, Deutschland hat mittlerweile insgesamt 2 Gold (Reiten Vielseitigkeit 2x ) 3 Silber (Kanuslalom, Judo – Ole Bischof, Fechten) und 1 Bronze Medaille (Reiten Vielseitigkeit) gewinnen können und liegt auf Platz 8 der Medaillenwertung. In Führung ganz klar China mit bereits 13 Goldmedaillen nach 4 Tagen, dahinter USA mit 9 Goldmedaillen. Enttäuschend die Gastgeber, die noch immer auf die erste Goldmedaille warten und erst 2 Silber und 2 Bronzene gewonnen haben und im Medaillenspiegel auf Platz 21 liegen!
Die Geschichte der Medaillenspiegel bei Olympischen Sommerspielen
Der französische Baron Pierre de Coubertin hatte die Idee, die antiken Olympischen Spiele wieder aufleben zu lassen. 1896 in Athen wurde sein Traum wahr. Die ersten Spiele der Neuzeit wurden ausgetragen. Erfolgreichste Nation war damals die USA mit 11 Goldmedaillen, knapp gefolgt von Griechenland mit derer zehn. Schon damals kristallisierten sich die Amerikaner als sportliches Schwergewicht heraus. 1900 in Paris, 1904 in St. Louis und 1908 in London waren jeweils die Gastgeber am erfolgreichsten. Dann aber begann die Dominanz der USA. Bis 1952 gewannen die US-Amerikaner alle Medaillenspiegel bei Olympischen Sommerspielen, mit Ausnahme von Berlin 1936, als die hoch gezüchteten Deutschen das Rennen machten. 1956 trat nun die Sowjetunion (Russland) in das Rampenlicht. Bis 2004 gewann immer eine dieser beiden Nationen den Medaillenspiegel. Als weitere Kraft hatte sich zwischenzeitlich die DDR etabliert. Erst 2008 konnten die Chinesen in Peking diese Phalanx durchbrechen und erstmalig beste Sportnation der Welt werden. Im ewigen Medaillenspiegel liegen die USA derzeit uneinholbar an der Spitze von der Sowjetunion mit seinem Nachfolgerstaat Russland und allen deutschen Teilnehmern (Deutsches Reich, BRD, DDR).
Die Favoriten auf den Sieg im Medaillenspiegel 2012 in London
China – Olympische Goldmedaillen 2008 in Peking = 51
Die Chinesen haben ihren Heimvorteil in Peking deutlich ausgenutzt. 51 Goldmedaillen konnte vor 2008 zuletzt die Sowjetunion 1988 in Seoul holen. Diese Medaillenflut zu wiederholen wird allerdings sehr schwer werden. Ausschlaggebender Aspekt dafür ist der fehlende Heimvorteil. Olympische Spiele im eigenen Land bedeuten in der Regel eine noch höhere Motivation des Sportlers und auch leichte Vorteile bei der Bewertung der Kampfrichter. 2008 holten die Chinesen alleine im Gewichtheben acht Goldmedaillen. 10 Athleten bringt das Reich der Mitte in dieser Disziplin zwar auch in London an den Start. Acht Triumphe scheinen aber utopisch. Die errungenen fünf Goldmedaillen im Schießen könnten aber verteidigt werden. Als sicher dürften vier Goldmedaillen im Tischtennis angesehen werden. 15 Mal Gold im Turnen scheint in London gänzlich unrealistisch zu sein. Da werden die Chinesen einen Teil ihrer guten Ausgangsposition einbüßen. In Peking gelangen chinesischen Sportlern im Wasserspringen sieben Erfolge. Diese sollten auch in London wiederholt werden können. Möglicherweise kommt in der achten Disziplin noch ein weiterer Olympiasieg hinzu. Alles in allem werden Chinas Sportler in London sicher keine 51 Goldmedaillen einsammeln. Insgesamt werden sie aber ein gewichtiges Wörtchen um den Sieg in der Nationenwertung mitsprechen.
USA – Olympische Goldmedaillen 2008 in Peking = 36
Die Amerikaner sind bis heute die erfolgreichste Olympische Nation überhaupt. Nachdem sie sich lange mit der Sowjetunion duellierten, nehmen sie nun den Wettkampf mit den Chinesen auf. Das Potential in der Mannschaft ist wieder enorm vielversprechend. In der Leichtathletik konnten die US-Amerikaner 2008 nur sieben Goldmedaillen erringen. Da erhoffen sie sich in London sicher die eine oder andere mehr. Auch im Schwimmen ist ihnen ein ähnlicher Triumph zuzutrauen, wie 2008, als es insgesamt 12 Goldmedaillen gab. Superstart Michael Phelps gewann davon alleine acht. Auch in London wird Michael Phelps wieder am Start sein. Dazu kommt mit Ryan Lochte der nächste Superstar im Schwimmen. Dort werden die USA wahrscheinlich richtig absahnen. Die zwei Olympiasiege aus den Turnwettbewerben von Peking wollen die Amerikaner sicher verbessern. möglich scheint das. Dazu sind die Amis stark im Beach-Volleyball oder auch im Damentennis. Hoch favorisiert sind auch die Basketballer der USA, die in die Fußstapfen des Dream Teams treten und sich die goldene Medaille umhängen lassen wollen. Insgesamt ist auffällig, dass die USA in den Olympischen Kernsportarten Leichtathletik und Schwimmen am erfolgreichsten sind. Eine ähnliche Ausbeute, wie 2008 in Peking scheint möglich. Das könnte zum Platz an der Sonne reichen.
Russland – Olympische Goldmedaillen 2008 in Peking = 23
Als legitimer Nachfolger der Sowjetunion hat Russland eine überaus erfolgreiche Tradition bei Olympischen Spielen. Jede Goldmedaille zählt für den Medaillenspiegel, allerdings sind die Russen in den Wettbewerben mit hohem Prestige nicht mehr so erfolgreich, wie sie es früher einmal waren. in Peking konnten zwar sechs Goldmedaillen in der Leichtathletik gewonnen werden, davon allerdings auch zwei im Gehen. Genauso erfolgreich war Russland im Ringen. Dort gab es ebenfalls sechs Goldmedaillen Im Ringen ist die Konkurrenz aber sehr eng und vor allem die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken werden dort harte Gegner sein. Ansonsten gab es Olympiasieger in der Rhythmischen Sportgymnastik und im Synchronschwimmen. Im Schwimmen gab es nur eine Goldmedaille und die nicht einmal im Becken, sondern auf der Marathondistanz. Da haben die Russen noch erhebliches Potential. Auch das Schießen war traditionell eine starke Sportart der Russen. In Peking gab es allerdings mit der Waffe keinen einzigen Olympiasieg. Wenn Russland den Medaillenspiegel in London gewinnen möchte, müssen sich die Sportler aber noch erheblich steigern. Tritt diese zu erwartende Steigerung ein, könnte mit etwas Glück auch der Sieg im Medaillenspiegel möglich sein. Im Kampf gegen die USA und China ist Russland zwar nur Außenseiter, allerdings ein durchaus ernst zu nehmender.
Chancenreiche Außenseiter
Großbritannien – Olympische Goldmedaillen 2008 in Peking = 19
Deutschland – Olympische Goldmedaillen 2008 in Peking =16
Australien – Olympische Goldmedaillen 2008 in Peking = 14
Wenn eine Mannschaft im Kampf um die Spitze des Medaillenspiegels mithalten kann, dürfte das das Team des Gastgebers sein. Großbritannien hat bereits in Peking hervorragend abgeschlossen und strebt nun vor der eigenen Haustür nach mehr. Wenn alles zusammenpasst sind die Briten sicher in der Lage, sich von Platz vier nach oben zu verbessern. Wenn alles passt, könnten sie vielleicht sogar in die Fußstapfen der Chinesen treten, die 2008 bei den heimischen Spielen am besten abschnitten. Deutschland und Australien ist der Platz an der Sonne eher nicht zuzutrauen. zwar werden beide weit vorn im Medaillenspiegel rangieren. Der Sprung ganz nach vorne wird Ihnen, allein schon ob der Klasse der Konkurrenz verwährt bleiben.
Wer gewinnt den Medaillenspiegel? – Prognose & Wettbasis-Trend
Nachdem die Chinesen 2008 erstmals ganz vorne rangierten, werden sie es schwer haben, diesen Platz in London zu verteidigen. Ganz stark sind sicher wieder die Amerikaner einzuschätzen, die in diesem Jahr ihren angestammten Platz an der Spitze der Sportwelt zurück erobern wollen. Kampflos werden die Chinesen sich nicht ergeben. Der Sieg, wenngleich dann auch deutlich knapper als vor vier Jahren, ist auch für das Reich der Mitte sehr realistisch. Bei den Russen und den Briten muss man abwarten, wie gut sie in die Spiele hineinkommen. Frühe Goldmedaillen können einen Schub für die gesamte Olympiamannschaft nach sich ziehen und für eine große Euphorie bei Sportlern und Anhängern sorgen. Wenn alles passt, sind neben China und den USA auch Russland und Großbritannien Anwärter auf den Sieg im Medaillenspiegel. Wir legen uns aber an dieser Stelle fest und setzen auf die USA als Nation mit den meisten Goldmedaillen.
Beste Wett Quoten für den Sieger im Medaillenspiegel
USA – Quote 1,60 (alle Quoten von Bwin)
China – Quote 2,25
Russland – Quote 67,00
Großbritannien – Quote 67,00
Eine andere Nation – Quote 34,00
Welches Land gewinnt mehr Goldmedaillen?
Russland vs. Großbritannien 
Russland – Quote 1,55
Großbritannien – Quote 2,35
Deutschland vs. Australien 
Deutschland – Quote 1,60
Australien – Quote 2,25
Großbritannien vs. Australien 
Großbritannien – Quote 1,22
Australien – Quote 4,00