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Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Novak Djokovic und Sportwetten im Allgemeinen.
Novak Djokovic vs. Tomas Berdych , 17.05.2013, ATP Masters Rom, Viertelfinale (Endergebnis 6:2 5:7 4:6)
Head-to-Head: 13-1
Das letzte Masters Turnier vor dem Grand-Slam Turnier in Frankreich geht in die entscheidende Phase. Am Freitag steht sowohl bei den Damen als auch bei den Herren das Viertelfinale auf dem Programm. Nachdem in der vergangenen Woche die vier topgesetzten Spieler bei den Herren bereits frühzeitig die Segel streichen mussten, sieht das Bild in dieser Woche wieder anders aus. Im oberen Tableau kommt es zum Kracher zwischen dem Führenden der Weltrangliste, Novak Djokovic, und dem Tschechen Tomas Berdych. Djokovic zeigte sich in dieser Woche stark verbessert, nachdem er in der vergangenen Woche eine überraschende Niederlage gegen Dimitrov hinnehmen musste. Der direkte Vergleich mit dem Tschechen spricht auf jeden Fall eine eindeutige Sprache für Djokovic. 14 Mal stand man sich gegenüber – 13 Mal konnte Djokovic sich über den Sieg freuen. Gelingt ihm nun der zwölfte Sieg in Folge?
Novak Djokovic
In der letzten Woche musste der Serbe eine ganz bittere Niederlage gegen Grigor Dimitrov hinnehmen. Nach einem Freilos in der ersten Runde setzte es eine Drei-Satz-Niederlage. Dabei lag “Nole” bereits mit Satz und Break hinten als er ein Medial Timeout nahm. Djokovic spielte weiter und konnte den zweiten Durchgang doch noch für sich entscheiden. Daraufhin war es dann der Bulgare der eine Verletzungspause nahm. Spätestens da glaubte niemand mehr an die Sensation, doch Dimitrov konnte nochmals alles auf sich herausholen und schlug einen schwachen Djokovic. Für Sharapowa-Freund Dimitrov der größte Erfolg in seiner bisherigen Karriere. Djokovic war in guter Gesellschaft, schaffte doch keiner der Top-Vier Spieler den Sprung in das Finale. Aufgrund seines Vorjahrestitel verlor Djokovic viele Punkte in der Weltrangliste, dennoch ist er noch klar die Nummer eins im ATP-Zirkus.
In dieser Woche zeigte er sich bisher stark verbessert. Wiederum hatten die Top Acht Spieler ein Freilos in der ersten Runde. Mit Albert Montanes hatte Djokovic nach Startproblemen – er lag bereits mit einem Break zurück – keinerlei Probleme mehr und er konnte den ersten Durchgang doch noch deutlich mit 6-2 für sich entscheiden. Im zweiten Satz ging es in der gleichen Tonart weiter und mit einem frühen Break sicherte er sich den 6-2 und 6-3 Erfolg. Im heutigen Achtelfinale gegen Aleksandr Dolgopolov feierte er wiederum einen glatten Sieg. Im ersten Satz konnte der Ukrainer, der in der Vorrunde von der verletzungsbedingten Abasge von Stanislaw Wawrinka (Oberschenkelprobleme) profitierte, nicht mithalten. In wenigen Minuten war der Satz mit 6-1 weg. Der zweite Durchgang verlief dann ausgeglichener, beide konnten im Returnspiel acht Punkte machen. Während Djokovic damit ein Break gelang, konnte der Ukrainer beide Breakchancen nicht nützen und musste den Satz mit 6-4 abgeben.
Tomas Berdych
Gestern hieß es erstmals “bitte Warten” für den Tschechen – aufgrund des schlechten Wetters musste sein Spiel ein bisschen nach hinten verschoben werden. Anstatt um 11 Uhr ging es erst gegen halb Eins los. Im Duell mit dem Südafrikaner Kevin Anderson war Berdych der klare Favorit, jedoch startete Anderson besser in die Partie. Ihm gelang früh das Break und ließ dabei weitere Chancen ungenützt. Berdych fand zu Beginn kein Mittel gegen den starken Aufschläger Anderson. Beim Stand von 4-3 gelang dem favorisierten Tschechen dann doch noch das Rebreak. Daraufhin servierte er problemlos zum 5-4 und setzte Anderson unter Druck. Dieses Mal konnte er den Satzverlust noch abwehren, beim Stand von 5-6 hielt die Nummer 27 der Welt dem Druck jedoch nicht mehr stand und mit dem zweiten Breakball holte sich Berdych den Satz. Im zweiten Durchgang spielt der von H&M gesponsorte Berdych weiterhin stark und mit zwei weiteren Breaks holte er sich nach knapp 80 Minuten den verdienten 7-5 6-2 Erfolg. Damit konnte er seine gute Form prolongieren, in der letzten Woche beim Masters in Madrid war erst im Halbfinale Schluss als er gegen den Schweizer Stanislaw Wawrinka in drei Sätzen verlor.
Berdych war bereits im Vorjahr vor den French Open in toller Verfassung. Damals erreichte er das Finale auf dem blauen Sand von Madrid und auch in Rom konnte er den Viertelfinal-Einzug feiern ehe er gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal den Kürzeren zog. Beim Grand-Slam Turnier in Paris musste er dann im Achtelfinale jedoch schon die Segel streichen. Gegen Juan Martin del Potro setzte es eine Vier-Satz-Niederlage.
Novak Djokovic vs. Tomas Berdych: Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 13-1
Der direkte Vergleich zwischen der aktuellen Nummer eins der Welt, Novak Djokovic und dem Tschechen Tomas Berdych (Nummer sechs der Welt) ist mehr als nur eindeutig. 13 der 14 bisherigen Begegnungen konnte der Serbe für sich entscheiden. Lediglich das Duell im Halbfinale von Wimbledon im Jahr 2010 konnte Berdych überraschend für sich entscheiden. Damals feierte der Tscheche einen ungefährdeten Drei-Satz-Erfolg, ehe er sich im Finale Rafael Nadal geschlagen geben musste.
Vor allem die Art und Weise wie Djokovic den Tschechen regelrecht vom Platz schoss, ist beeindruckend. Bei den 13 Siegen von Djokovic konnte Berdych gerade fünf Sätze für sich entscheiden. Und nur einmal war er ganz nah am Sieg, beim ATP-Final in London 2011, als er in der Gruppenphase erst im Tiebreak verlor. Auf Sandplatz gab es jedoch erst ein Duell zwischen den beiden, im vergangenen Jahr konnte sich Djokovic im Halbfinale von Monte Carlo nach verlorenem erstem Satz doch noch recht deutlich durchsetzen.
Novak Djokovic vs. Tomas Berdych: Prognose & Wettbasis Trend
Der ehrgeizige Serbe zeigt sich in dieser Woche stark verbessert und er will vor dem Großevent in der französischen Hauptstadt noch Selbstvertrauen tanken. Seine Leistung in Rom ist nicht mit der in Madrid zu vergleichen. Djokovic fühlt sich puddelwohl und spielt bisher ein tolles Turnier. Zusätzlich spricht der direkte Vergleich zwischen dem Serben und dem Tschechen eine mehr als deutliche Sprache. Das bisher einzige Sandplatz-Duell zwischen den beiden war zwar eine relativ knappe Angelegenheit (Berdych konnte immerhin einen Satz gewinnen), doch an eine Überraschung Berdychs können wir nicht so recht glauben. Die Siegquoten auf Djokovic befinden sich erwartungsgemäß im Keller, Interwetten ist mit einer 1,15 derzeit Höchstbietender. Wir würden uns eher auf einen 2-0 Sieg für Djokovic (Quoten immerhin um die 1,40 bis 1,50) konzentrieren. Das Game-Handicap liegt derzeit bei -4,5/+4,5! Auch wenn “Nole” bisher oft deutliche Siege gefeiert hat, würden wir vom -4,5 abraten. Zweimal ein 6-4 ist auch gut möglich – und dann ist die Game-Handicap Wette kaputt! Djokovic holt sich den Sieg in zwei Sätzen und trägt seinen Teil dazu bei, dass es im Halbfinale zum Aufeinandertreffen zwischen Nadal und Djokovic kommen wird.
Die aktuellen Quoten:
Novak Djokovic 1,15 @Interwetten
Tomas Berdych 6,50 @Bet365
17. Mai 2013 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Novak Djokovic (1) vs. Andy Murray (3) , 27.01.2013, Australian Open, Finale (Novak Djokovic ist die Titelverteidigung gelungen. Heute feiert der Serbe seinen 3. Australian-Open Titel in Folge. Endergebnis 6:7, 7:6, 6:3, 6:2)
Head-to-Head: 10-7
Nachdem Novak Djokovic bereits am Donnerstag seinen Einzug ins Finale fixieren konnte mit einem sehr deutlichen Erfolg gegen den Spanier Ferrer hat sein Finalgegner Andy Murray härter zu kämpfen. Dies war jedoch zu erwarten – das Spitzenspiel gegen den Schweizer Roger Federer konnte er in fünf Sätzen für sich entscheiden. In einem hochklassigen Spiel benötigte er vier Stunden ehe der sich über den Einzug ins Finale freuen konnte. Aufgrund der kürzeren Regenerationszeit sowie dem bedeutend schwierigeren Match hat er nun sicherlich Nachteile gegenüber Djokovic. Doch im Finale eines Grand-Slam Turniers kann man nochmals alle Kräfte mobilisieren um sich den Titel zu holen. Das Highlight bei den Australien Open wird am Sonntag um 9:30 mitteleuropäischer Zeit beginnen. Es ist zugleich die Neuauflage des Endspiels der US Open, welches Andy Murray damals gewinnen konnte. Es war sein erster Triumph bei einem Grand-Slam Turnier, folgt nun zu Beginn des neuen Jahres gleich sein zweiter? Oder kann doch Novak Djokovic seinen Titel verteidigen und zum dritten Mal in Serie die Australien Open für sich entscheiden?
Novak Djokovic (1)
Mit einem Bein stand der serbische Topstar bereits im Aus als er im Achtelfinale gegen den Schweizer Wawrinka gespielt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Serbe keinerlei Probleme im Turnier und der Schweizer überrannte ihn zu Beginn. Nach knapp mehr als einer Stunde lag Wawrinka mit 6-1 und 5-2 in Führung. Doch Djokovic bewies einmal mehr seine Klasse und er konnte den zweiten Satz noch für sich entscheiden. Nach dem Gewinn des dritten Satzes hätten nur wenige einen Fünf-Satz Krimi erwartet, doch Wawrinka spielte ein sehr starkes Match und holte sich den vierten Durchgang im Tiebreak und lag im entscheidenden fünften Satz sogar mit Break vorne. Musste sofort das Rebreak hinnehmen. Im Endeffekt war Djokovic der Glücklichere, aber nicht der bessere Spieler in dieser australischen Nacht. Nach dem Fight kam das Duell gegen Berdych, welches er von Beginn an dominierte. Djokovic war nichts von den Strapazen gegen Wawrinka anzumerken und er konnte einen recht sicheren Vier-Satz Erfolg feiern.
Im Halbfinale wartet mit David Ferrer die Nummer vier der Setzliste. Der Spanier hatte in seinem Viertelfinale Glück als sein spanischer Kumpel Almagro schon auf das Match servierte aber danach die Nerven wegwarf und Ferrer das Spiel noch drehen konnte. Gegen Djokovic stand Ferrer aber auf völlig verlorenem Posten. Der Serbe konnte alle seine sieben Breakchancen nützen. Insgesamt machte er mehr als doppelt so viele Punkte wie sein spanischer Gegner. Ferrer erwischte einen rabenschwarzen Tag und war hoffnungslos unterlegen. Am Ende konnte er nur fünf Games für sich entscheiden. Kein einziger Breakball, nur sieben Returnpunkte und insgesamt gerade mal 41 Punkte wurden in der Statistik ausgewiesen.
Der Serbe Djokovic verzückte kurz darauf dann noch das Publikum. Beim Legendendoppel mit Henri Leconte, forderte dieser ein Medical Timeout an und Djokovic kam auf den Platz und „versorgte“ den Franzosen. Die Fans waren aus dem Häuschen als Djokovic einlief!
Der Weg in das Finale:
1. Runde: Paul-Henri Mathieu 6-2 6-4 7-5
2. Runde: Ryan Harrison 6-1 6-2 6-3
3. Runde: Radek Stepanek 6-4 6-3 7-5
Achtelfinale: Stanislaw Wawrinka 1-6 7-5 6-4 6-7 12-10
Viertelfinale: Tomas Berdych 6-1 4-6 6-1 6-4
Halbfinale: David Ferrer 6-2 6-2 6-1
Andy Murray (3)
Das zweite Halbfinale war kein Vergleich zum ersten. Bereits von Beginn an deutete alles auf ein Spitzenspiel hin. Murray hatte den besseren Beginn gegen Federer und konnte früh ein Break schaffen. Zwar nützte er erst seinen fünften Breakball doch das eine Break genügte um Satz eins für sich zu entscheiden. Auch im zweiten Durchgang war der Schotte noch der bessere Spieler, doch im Tiebreak machte er unnötige Fehler und verhalf so dem Schweizer zum Satzausgleich. Als Federer im dritten Satz dann das Kommando übernahm, schaffte Murray im entscheidenden Moment das Break. Wiederum reichte ihm dieses um sich den Satz zu sichern. Der vierte Satz wurde auf allerhöchstem Niveau ausgetragen. Zuerst gelang es Federer erstmalig das Service von Murray zum 3-1 zu durchbrechen. Mit der freigesetzten Energie gelang ihm ein starkes Aufschlagspiel zum 4-1. Daraufhin machte jedoch Murray drei Games in Folge und der Satz war wieder offen. Beim Stand von 5-5 die veremeintliche Vorentscheidung als Federer ein extrem schwaches Aufschlagspiel ablieferte und dieses zu Null abgeben musste. Doch Federer bewies Moral und kämpfte sich in einem tollen Returnspiel heran und ihm gelang tatsächlich das Rebreak. Und der Basler konnte auch seinen fünften Tiebreak in diesem Turnier für sich entscheiden.
Djokovic wird sich schon gefreut haben, dass sein Gegner über die volle Distanz muss. Der konditionelle Vorteil wird ganz sicher bei ihm liegen. Auf einen heroischen Kampf im fünften Satz musste er jedoch vergebens hoffen. Der Schotte Murray konnte gleich zu Beginn dieses Satzes ein Break realisieren und beim Stand von 5-2 nahm er Roger Federer zum zweiten Mal das Service ab in diesem Satz. Damit steht Murray verdient im Finale der Australian Open. Am Ende machte er über 20 Punkte mehr als sein Gegner.
Der Weg in das Finale:
1. Runde: Robin Haase 6-3 6-1 6-3
2. Runde: Joao Sousa 6-2 6-2 6-4
3. Runde: Ricardas Berankis 6-3 6-4 7-5
Achtelfinale: Gilles Simon 6-3 6-1 6-3
Viertelfinale: Jeremy Chardy 6-4 6-1 6-2
Halbfinale: Roger Federer
Novak Djokovic (1) vs. Andy Murray (3): Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 10-7
Alleine im vergangenen Kalenderjahr gab es das Duell zwischen Novak Djokovic und Andy Murray sieben Mal auf der Tour. Fünf Mal auf Hardcourt, einmal auf Rasen und einmal auf Indoor Hartcourt. Von diesen sieben Spielen konnte Djokovic vier Mal gewinnen. Im Halbfinale der Australian Open lieferten sich die beiden einen fünf Satz-Krimi ehe „Nole“ den Einzug ins Finale fixiert. Murray führte bereits mit 2-1 Sätzen und ließ sich noch die Butter vom Brot nehmen. Und auch beim Finale der US Open führte Andy Murray bereits mit 2-0 Sätzen und musste dann fast noch die Pleite hinnehmen. Djokovic holte sich die Sätze drei und vier und zwang den Schotten in einen Entscheidungssatz. Doch in diesem behielt der Schotte dann wiederum die Oberhand und konnte seinen ersten Grand-Slam Titel holen. Von den insgesamt 17 Duellen gab es zwölf auf normalem Hardcourt – die Bilanz darauf ist mit sechs zu sechs Siegen ausgeglichen.
Novak Djokovic (1) vs. Andy Murray (3): Prognose & Wettbasis Trend
Djokovic hatte zwar mächtig Dusel als er das Achtelfinale überstehen konnte, doch im Viertel- und Halbfinale zeigte er sich wieder von seiner besten Seite. Vor allem Ferrer in der Vorschlussrunde hatte nicht den Hauch einer Chance und musste die Klasse des Serben neidlos anerkennen. Der zusätzliche Tag Erholung sowie das relativ lockere Halbfinal-Spiel sind große Pluspunkte für den Titelverteidiger. Dementsprechend ist er auch recht deutlich der Favorit im Duell mit dem Schotten Murray. Murray konnte zwar gerade im letzten Jahr zeigen, dass er gegen Djokovic gewinnen kann – vor allem auch in den wichtigen Partien (Halbfinale Olympische Spiele, Finale US Open) aber dennoch sollte er aufgrund der Strapazen aus dem Halbfinale kaum Chancen haben. Die 1,58 von YouWin ist gerade noch akzeptabel. Jedoch könnte sich live am Sonntag in der Früh die ein oder andere interessante Alternative ergeben.
Die aktuellen Quoten – Australian Open Finale 2013 Männer:
Novak Djokovic (1) 1,58 @YouWin
Andy Murray (3) 2,60 @Unibet
25. Januar 2013 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Novak Djokovic (1) vs. Tomas Berdych (5) , 22.01.2013, Australian Open, Viertelfinale (Endergebnis 6-1 4-6 6-1 6-4, Djokovic trifft im Semifinale nun auf den als Nr. 4 gesetzten Spanier Ferrer)
Head-to-Head: 11-1
Die zweite Woche in Down Under hat begonnen und der Titelverteidiger aus Serbien hätte diese beinahe nicht mehr erleben dürfen. In einem wahren Krimi konnte er den Schweizer Stanislaw Wawrinka nach über fünf Stunden niederringen und mit einem 12-10 im fünften Satz doch noch den Sieg fixieren. Daraufhin brüllte er seine Freude heraus – es hatte den Anschein als ob er gerade das Grand-Slam Turnier gewinnen konnte. Es war jedoch nur das Achtelfinale. Die spannende Frage lautet nun wie viel Kraft der Sieg gekostet hat? Ist er für sein Viertelfinal-Spiel nun wieder topfit oder wird er den hart erkämpften Sieg noch spüren? Sein Gegenüber ist der Tscheche Tomas Berdych. Die Nummer fünf des Turniers hatte bisher keine Probleme und er musste noch keinen einzigen Satz abgeben. Die konditionellen Vorteile liegen klar auf Seiten des Tschechen, doch der direkte Vergleich spricht eine deutliche Sprache für den Serben Djokovic. In den bisherigen zwölf Duellen gelang Berdych erst ein Sieg. Die Chancen auf seinen zweiten Erfolg stehen gar nicht schlecht. Kann er diese nützen? Oder marschiert Djokovic weiterhin in Richtung Titelverteidigung? Das Spiel ist das erste in der Night-Session in der Rod Laver Arena. Das bedeutet der Spielbeginn wird aller Voraussicht nach um halb zehn Uhr mitteleuropäischer Zeit erfolgen.
Novak Djokovic (1)
In nur 25 Minuten verlor Djokovic den ersten Satz. Tennisfans rieben sich verwundert die Augen und konnten gar nicht glauben, was da übertragen wurde. Wawrinka war der klar dominantere Spieler und ließ dem Weltranglisten-Ersten nicht den Hauch einer Chance. Auch zu Beginn des zweiten Satzes das gleiche Bild. Wawrinka obenauf und sofort gelang ihm wieder ein Break. Beim Stand von 5-3 servierte er gar auf die 2-0 Satzführung, jedoch gelang Djokovic das Rebreak. Wawrinka verließ der erste Aufschlag und Djokovic war sofort präsent. Zu diesem Zeitpunkt schien das Spiel zu kippen. Djokovic gelangen sechs Games in Folge (von 2-5 auf 7-5 und 1-0). Jedoch kämpfte sich Wawrinka sofort zurück und schaffte das Rebreak im dritten Satz. Dennoch verlor er diesen und nur noch die kühnsten Optimisten hätten den weiteren Spielverlauf hervorgesagt. Djokovic bekam den angriffslustigen Schweizer nicht in Griff und er musste Satz vier im Tiebreak abgeben. Und auch Satz fünf begann mit einem Schock – Break für Wawrinka. Djokovic gelang das Rebreak und hatte beim Stand von 3-3 mächtig Dusel als Wawrinka gleich vier Breakchancen ungenützt lies. Mit der Zeit schwanden auf beiden Seiten die Kräfte und auf der windbeinträchtigen Seite wurde es immer schwerer zu servieren. Bei 11-10 verspielte Wawrinka eine 40-15 Führung und konnte zuerst noch zwei Matchbälle auf höchstem Niveau abwehren. Der dritte Matchball verwertete Djokovic dann mit einem wunderschönen Rückhand Passierball.
Im Anschluss an den Matchball und eine herzliche Umarmung am Netz schrie Djokovic seine Freude heraus. Anhand der Bilder wäre man sich sicher gewesen, dass er gerade das Turnier gewonnen hat. Und das Niveau des Achtelfinals konnte kaum höher sein. Djokovic zollte Wawrinka auf der Pressekonferenz großen Respekt. Der Schweizer verpasste eine große Gelegenheit. Doch Djokovic zeigte einmal mehr, dass er in engen Situation einfach einen kühlen Kopf bewahrt und immer wieder zurück kommen kann. Nachdem er Mitte des zweiten Satzes bereits 20 (!!) Punkte weniger gemacht hat als der Schweizer konnte er schlussendlich doch noch neun Punkte mehr erzielen. Insgesamt wurden 409 Punkte absolviert.
Der Weg in das Viertelfinale:
1. Runde: Paul-Henri Matthieu 6-2 6-4 7-5
2. Runde: Ryan Harrison 6-1 6-2 6-3
3. Runde: Radek Stepanek 6-4 6-3 7-5
Achtelfinale: Stanislaw Wawrinka 1-6 7-5 6-4 6-7 12-10
Tomas Berdych (5)
Der lange Tscheche spazierte bisher durch das Turnier. Nach den deutlichen Siegen gegen Russell und Ruffin in den ersten zwei Runden wurde das Drittrundenspiel gegen den Österreicher Melzer mit Spannung erwartet. Der Deutsch-Wagramer prognostizierte ein Spiel auf Augenhöhe. Doch Melzer war dem Tschechen in allen Belangen unterlegen und bekam eine Lehrstunde verpasst. Nach nicht einmal zwei Stunden stand der Achtelfinal-Einzug von Berdych fest. Und in dieser Manier ging es dann auch weiter. Gegen Kevin Anderson, der vor allem auf Hardcourt aufgrund seiner Aufschlagstärke ein sehr gefährlicher Spieler ist, hatte er von Beginn an das Heft in der Hand und konnte so die ersten zwei Sätze auch sehr deutlich mit 6-3 und 6-2 gewinnen. Erst im dritten Satz gelang es dem Südafrikaner die Partie offen zu gestalten. Im Tiebreak gab es eine extrem spannende Entscheidung. Berdych hatte bei 5-4 und eigenem Aufschlag die Möglichkeit sich zwei Matchbälle zu holen. Doch Anderson gelang der Returnpunkt und so war die Entscheidung im dritten Satz wieder völlig offen. Es war der letzte Returnpunkt für eine lange Zeit. Vom 5-5 bis zum 14-13 (für Berdych) konnte der Aufschläger immer den Punkt machen. Beide Spieler gaben sich keine Blöße und agierten auf hohem Niveau. Bei 14-13 konnte Berdych dann seinen X-ten Matchball nützen und den Sack zu machen.
Berdych egalisiert somit sein Ergebnis aus dem Vorjahr. Auch damals erreichte er das Viertelfinale. Dort musste er sich dem Spanier Rafael Nadal dann in vier Sätzen geschlagen geben. Doch in diesem Jahr könnte Berdych gute Chancen haben um den Einzug ins Halbfinale zu schaffen. Nachdem er ohne Satzverlust in das Viertelfinale kam, hat er gegenüber Djokovic sicherlich einen körperlichen Vorteil. „Nole“ musste bis weit nach Mitternacht spielen und hat nach seinem fünf Stunden Fight weniger Regenerationszeit. Knüpft Berdych an seine bisherigen Leistungen an, wird er gegen Djokovic eine große Chance haben.
Der Weg in das Viertelfinale:
1. Runde: Michael Russell 6-3 7-5 6-3
2. Runde: Guillaume Ruffin 6-2 6-2 6-4
3. Runde: Jürgen Melzer 6-3 6-2 6-2
Achtelfinale: Kevin Anderson 6-3 6-2 7-6
Novak Djokovic (1) vs. Tomas Berdych (5): Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 11-1
Gute Erinnerungen hat Berdych nicht an seinen Kontrahenten Djokovic. Ein Dutzend Mal standen sich die beiden Spieler bereits gegenüber. Jedoch konnte Berdych nur das Wimbledon-Halbfinale 2010 für sich entscheiden. Alle anderen elf Partie konnte Djokovic gewinnen. Doch auch damals spielte Berdych ein phänomenales Grand-Slam Turnier (er besiegte sogar Federer auf seinem Lieblingsbelag) und konnte sich dann auch gegen Djokovic in drei Sätzen durchsetzen. Seither wartet er auf seinen zweiten Erfolg. Zwei Mal konnte er in den darauf folgenden neun Spielen immerhin den ersten Satz gewinnen, die Sätze zwei und drei waren dann jedoch eine klare Angelegenheit für Djokovic. Das vorerst letzte Duell gab es beim ATP-Final Masters in London zum Saisonende. In der Gruppenphase konnte sich Djokovic mit 6-2 und 7-6 durchsetzen. Im zweiten Satz war Berdych gleich auf, verpasste es jedoch den Sack zuzumachen.
Novak Djokovic (1) vs. Tomas Berdych (5): Prognose & Wettbasis Trend
Djokovic geht als großer Favorit in sein Viertelfinal-Spiel. Die Favoritenrolle liegt schon alleine wegen dem deutlichen Head-to-Head klar beim Serben. Doch nach seinem Fight gegen Wawrinka und der starken Leistungen von Berdych sehe ich das Spiel bedeutend enger als es die Quoten aussagen. Zwar hatte Djokovic in den ersten drei Runden auch keine Probleme, doch Wawrinka zeigte, dass er mit offensivem Spiel durchaus verwundbar ist. Vor allem die Quoten für einen Satzgewinn von Berdych erscheinen als sehr interessant. Je nach Anbieter sind Quoten von über 1,60 für das +2,5 Satz Handicap zu finden. Diese Quote ist für uns schon fast ein Muss. Fakt ist, je länger das Spiel dauert, desto schwerer wird es für den Serben. Die körperlichen Strapazen aus seinem Spiel werden sich sicherlich bemerkbar machen. Und Berdych weiß um diese Chance. Das Satz-Handicap sollte man sich definitiv überlegen.
Die aktuellen Quoten:
Novak Djokovic (1) 1,20 @Unibet
Tomas Berdych (5) 5,75 @Sportingbet
21. Januar 2013 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Novak Djokovic vs. Roger Federer , 12.11.2012, ATP World Tour Finals, Finale (Endergebnis 7:6 7:5)
Head-to-Head: 13-16
Zum Abschluss der diesjährigen ATP-Tour gibt es nochmals einen wahren Leckerbissen für die Tennisfans. Am heutigen Montag treffen in der Londoner O2-Arena der Weltranglistenführende Novak Djokovic und der Weltranglistenzweite Roger Federer aufeinander. Während es für den Serben erst die zweite Finalteilnahme beim Turnier der besten Acht ist (2008 in Shanghai konnte er den Titel holen), hat der Schweizer Federer die Möglichkeit den Titel-Hattrick in London perfekt zu machen. Zugleich wäre es sein achter Titel beim ATP-Tour Finale. Die britischen Fans hätten sich zwar den Schotten Andy Murray im Finale gewünscht, diese wurden jedoch vom Schweizer enttäuscht. Somit heißt das Duell am heutigen Abend Novak Djokogic gegen Roger Federer. Spielbeginn wird aller Voraussicht nach um kurz nach 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit sein.
Novak Djokovic
Der Serbe Djokovic konnte erst nach hartem Kampf den Einzug ins Finale fixieren. Der Branchenprimus, der das Jahr zum zweiten Mal in Folge als Nummer eins beenden wird, brauchte viel Kampfgeist um gegen den Argentinier del Potro bestehen zu können. Nachdem del Potro das erste Spiel gegen Ferrer verlor, stand er bereits mit dem Rücken zur Wand. Doch durch ein tolles Spiel gegen Federer gelang ihm doch noch der Einzug in die Top-Vier. Und in diesem Spiel machte er von Beginn an so weiter wie er gegen Federer aufgehört hatte. Starker Aufschlag, druckvolles Spiel und eiskalt in der Chancenverwertung. Satz Eins ging mit einem Break an den Argentinier. Djokovic gelangen lediglich acht Returnpunkte im ersten Durchgang. In Satz zwei ging es zu Beginn in dieser Tonart weiter. Der Serbe fand kein Mittel und war kurze Zeit später mit einem Break in Rückstand. Del Potro verabsäumte es jedoch auf 3-1 davon zu ziehen und dem Serben gelang das sofortige Rebreak. Daraufhin kippte das Spiel und Djokovic nahm von Minute zu Minute mehr das Heft in die Hand. Im dritten Durchgang verließen Del Potro dann auch die Kräfte und mit zwei Breaks gelang Djokovic schlussendlich doch noch der verdiente Sieg. In den entscheidenden Momenten war der Serbe einfach den Tick besser. Er suchte die Linien und streute fast keine unerzwungenen Fehler mehr ein.
Auf der Pressekonferenz huldigte der Serbe dann seinen Gegenüber und bezeichnete ihn lange Zeit als den besseren Spieler. Am Abend schaute er sich im Stadion dann relaxed das zweite Halbfinal-Spiel an. Ein Vorteil für ihn ist sicherlich, dass er mehr Regenerationszeit hat wie Federer – doch dafür musste Federer nur zwei Sätze spielen.
Der Weg ins Finale
Gruppenphase – Jo-Wilfried Tsonga 7-6 6-3
Gruppenphase – Andy Murray 4-6 6-3 7-5
Gruppenphase – Tomas Berdych 6-2 7-6
Halbfinale – Juan Martin del Potro 4-6 6-3 6-2
Roger Federer
Federer könnte ein tolles Tennisjahr 2012 mit seinem siebten Triumph bei den ATP World Tour Finals krönen. Zwar gelang ihm nicht die erhoffte Goldmedaille bei den olympischen Spielen zu holen, doch mit der Silbermedaille, dem Triumph in Wimbledon sowie der Zurückeroberung der Weltranglistenführung erreichte er einige seiner Ziele. Mittlerweile stand er insgesamt 302 Wochen an der Spitze – ein Rekord, vielleicht sogar für die Ewigkeit.
Nach dem starken Beginn in dieses Turnier musste er im dritten Gruppenspiel eine Niederlage hinnehmen. Diese war jedoch verschmerzbar. Er konnte sich zwar nicht für die Niederlage beim Finale von Basel revanchieren, doch durch die Drei-Satz-Niederlage gegen den Argentinier del Potro behauptete er Platz eins in der Gruppe B und traf somit im Halbfinale auf den Schotten Murray. Es war das dritte Duell in London in diesem Jahr. Das erste gewann Federer, beim Finale von Wimbledon. Das zweite ging an Murray, beim Finale der olympischen Spiele. Und gestern konnte sich wiederum der Schweizer durchsetzen. Und dabei sah es gar nicht gut aus. Murray startete furios und ihm gelang früh ein Break. Doch daraufhin fing sich Federer wieder und ihm gelang das Rebreak. Im Tiebreak des ersten Satzes gelang zwar wiederum dem Schotten das erste Minibreak, doch daraufhin profitierte Federer von zwei recht einfachen Fehlern. Den zweiten Satzball konnte er dann auch nützen. Im zweiten Durchgang war der Schweizer dann der klar dominierende Spieler. Murray schaffte nur noch zwei Punkte bei Aufschlag Federer und der Schweizer nützte seine beiden Breakbälle. Nach gut 90 Minuten war der recht deutliche 7-6 6-2 Erfolg perfekt. Vor allem die Statistik bei Breakbällen war imposant. Drei Chancen, drei Breaks.
In seiner Heimat spaltet Federer zurzeit jedoch die Nation – nicht aufgrund seiner tollen Leistungen im Tennissport sondern aufgrund eines Grundstücks, welches er gekauft hat. Anfang dieses Jahres kaufte er sich ein 5800-Quadratmeter großes Grundstück, in Herrliberg (am Ufer des Züricher Sees). Stolzer Preis 19 Millionen Euro – dies macht pro Quadratmeter satte 3.320 Euro. So weit so gut – das Geld hat er sich durch viele Erfolge und Werbeeinnahmen verdient. Den Unmut einiger Anwohner bezieht sich jedoch darauf, dass laut Zivilprozess-Ordnung es nur noch Anrainern erlaubt sein wird, die öffentliche Straße zu Federer’s Grundstück zu benützen. Wer erwischt wird, zahlt 1.700 Euro Strafe. Ebenfalls wer Fotos machen will, wird zur Kasse gebeten, ebenfalls 1.700 Euro Strafe. Manche mögen dies als arrogant auffassen, doch die Privatsphäre ist dem Schweizer Superstar heilig und er will vermeiden, dass sein Anwesen zu einer Pilgerstätte wird.
Der Weg ins Finale
Gruppenphase – Janko Tipsarevic 6-3 6-1
Gruppenphase – David Ferrer 6-4 7-6
Gruppenphase – Juan Martin del Potro 6-7 6-4 3-6
Halbfinale – Andy Murray 7-6 6-2
Novak Djokovic vs. Roger Federer: Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 13-16
Die Liste der direkten Duelle zwischen Djokovic und Federer ist lang – sehr lang! Das Duell am heutigen Abend wird das 30te Aufeinandertreffen zwischen den Beiden! Momentan führt Federer mit 16 zu 13 Siegen. In diesem Kalenderjahr gab es bisher vier Duelle – da ist die Bilanz ausgeglichen. Djokovic konnte in Rom und zwei Wochen später bei den French Open jeweils deutlich gewinnen. Federer gewann im Halbfinale von Wimbledon in vier Sätzen und das Finale von Cincinnati deutlich mit 6-0 und 7-6.
Novak Djokovic vs. Roger Federer: Prognose & Wettbasis Trend
Der Serbe, der bisher alle Spiele gewinnen konnte, gilt als Favorit für das Endspiel. Die aktuelle Nummer eins der Saison konnte sich steigern. Doch gegen Federer darf er den ersten Satz nicht so verschlafen wie er ihn gestern gegen Del Potro getan hat. Im ersten Satz fehlte viel von seiner Souveränität. Erst mit Fortdauer der Partie konnte er sich deutlich steigern. Da sah man wieder den Djokovic, der an die Spitze des Herren-Tennis gehört.
Federer verschlief seinen Start ebenfalls. Wer weiß wie das Match ausgegangen wäre, wenn Murray im ersten Satz das Doppelbreak geglückt wäre. Auf alle Fälle erwartet den Tennisfan hier ein Duell auf Augenhöhe. Djokovic gilt zu Recht als Favorit, jedoch die 2,40 von Betclic würde ich auf Federer probieren. Das letzte Duell auf Hardcourt war ja eine klare Angelegenheit für den Schweizer. Value hat die 2,40 auf jeden Fall.
Die aktuellen Wett-Quoten:
Novak Djokovic 1,62 @YouWin
Roger Federer 2,40 @BetClic
12. November 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Am Freitag werden die ersten zwei Halbfinalisten beim ATP World Tour Final in London ausgespielt. Nach den ersten zwei Runden haben noch alle vier Spieler die theoretische Möglichkeit den Einzug ins Halbfinale zu realisieren. Der Weltranglistenführende Novak Djokovic ist trotz zweier Siege noch nicht fix qualifiziert und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga hat trotz zweier Niederlagen noch immer die Chance auf die Runde der letzten Vier. Vor den Spielen am Freitag gibt es zehn Szenarios, die eintreten können. Rechnen ist angesagt – doch die Spieler wollen dies anderen überlassen, sie sagen alle unisono, dass die Rechenspiele sie nicht interessiert und sie ihr Hauptaugenmerk auf das jeweilige Spiel legen. Ob es dann am Ende reicht oder nicht – das sei noch dahingestellt. Das erste Spiel werden der Serbe Novak Djokovic und der Tscheche Tomas Berdych bestreiten. In der Evening-Session kommt es dann zum Duell zwischen dem Publikumsliebling und Lokalmatadoren Andy Murray und dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga.
Bevor wir einen Blick auf diese zwei Partien werfen, stellen wir noch die verschiedenen Szenarien vor.
Sieg Djokovic & Sieg Murray = 1. Platz Djokovic, 2. Platz Murray
Sieg Berdych & Sieg Tsonga = 1. Platz Berdych, 2. Platz Djokovic
Sieg Djokovic in 2 Sätzen & Tsonga Sieg in 2 Sätzen = 1. Platz Djokovic, 2. Platz Tsonga
Sieg Djokovic in 2 Sätzen & Tsonga Sieg in 3 Sätzen = 1. Platz Djokovic, 2. Platz Murray
Sieg Djokovic in 3 Sätzen & Tsonga Sieg in 2 Sätzen = 1. Platz Djokovic, 2. Platz Berdych
Sieg Djokovic in 3 Sätzen & Tsonga Sieg in 3 Sätzen = 1. Platz Djokovic, 2. Platz Murray
Sieg Berdych in 2 Sätzen & Murray Sieg in 2 Sätzen = 1. Platz Murray, 2. Platz Berdych
Sieg Berdych in 3 Sätzen & Murray Sieg in 3 Sätzen = 1. Platz Berdych, 2. Platz Djokovic
Sieg Berdych in 3 Sätzen & Murray Sieg in 2 Sätzen = 1. Platz Djokovic, 2. Platz Murray
Sieg Berdych in 3 Sätzen & Tsonga Sieg in 3 Sätzen = 1. Platz Djokovic, 2. Platz Murray
Wie zu sehen ist, gibt es viele verschiedene Varianten. Für das erste Spiel am Tag, Djokovic gegen Berdych, heißt es auf alle Fälle verlieren verboten. Die Protagonisten aus dem Abendspiel wissen schon mehr und wissen dementsprechend auch welche Konstellation reichen wird um doch noch weiterzukommen. Für den Franzosen Tsonga gibt es nur die Möglichkeit auf das Halbfinale, wenn sich Djokovic in zwei durchsetzt und er schlussendlich auch in zwei Sätzen gegen den Publikumsliebling Murray gewinnen würde.
Novak Djokovic vs. Tomas Berdych
Head-to-Head: 10-1
Im ersten Spiel am heutigen Freitag trifft der Serbe Djokovic auf Berdych. Im direkten Vergleich führt Djokovic deutlich mit 10:1 Erfolgen. Der einzige Sieg des Tschechen war im Halbfinale von Wimbledon im Jahr 2010 als sich Berdych in toller Form präsentierte und einen recht deutlichen Drei-Satz Erfolg feiern konnte. Die darauf folgenden acht Partien gingen jedoch allesamt an den Serben Djokovic. In diesem Jahr stand man sich zwei Mal gegenüber, im Halbfinale von Monte Carlo (Drei Satz Erfolg für Djokovic) und im Halbfinale von Shanghai (vor vier Wochen, Zwei Satz Erfolg für Djokovic).
Im bisherigen Turnierverlauf konnte Djokovic zwei Siege einstreichen. Vor allem das Spiel gegen Murray war ein Spiel auf höchstem Niveau. Den Zuschauern wurde alles geboten und auch die Dramaturgie kam nicht zu kurz. Im entscheidenden dritten Satz führte „Nole“ früh mit Break, musste dann jedoch das Rebreak hinnehmen und bei 4-5 servierte er gegen den Matchverlust. Ohne Probleme konnte er diese Situation überstehen und im nächsten Aufschlagspiel gelang ihm das Break zum 6-5. Doch Murray gab sich nicht geschlagen, im letzten Aufschlagsspiel hatte er nochmals zwei Breakchancen zum 6-6. Djokovic servierte jedoch stark und konnte mit vier Punkten in Folge den Sieg fixieren. Der Serbe zeigte sich in diesem Spiel stark verbessert gegenüber seinem ersten Auftritt.
Berdych konnte nach der Drei-Satz Niederlage gegen Murray dieses Mal einen Erfolg in drei Sätzen feiern. Satz eins konnte Berdych verdient gewinnen, Tsonga gelangen nur sieben Returnpunkte. Bis zum 5-5 hatte er jedoch auch keine Probleme mit dem Aufschlag, dann gelang Berdych das Break. Zu Beginn des zweiten Satzes war dann aber der Franzose stärker und Berdych musste früh das Break hinnehmen. Daraufhin erfing sich Berdych wieder, zu einem Rebreak reichte es jedoch nicht mehr, Tsonga servierte zu stark. Der dritte Satz war dann jedoch eine deutliche Angelegenheit. Mit zwei Breaks holte sich der Tscheche im Eiltempo den dritten Satz mit 6-1. Tsonga schaffte nur mehr mickrige elf Punkte.
Die aktuellen Quoten
Novak Djokovic 1,25 @Interwetten
Tomas Berdych 4,60 @Bet3000
Andy Murray vs. Jo-Wilfried Tsonga
Head-to-Head: 6-2
Im Abendspiel trifft der Schotte Murray auf Tsonga. Die Fans werden hier den Wahl-Londoner Murray wieder frenetisch unterstützen. Nach seiner Drei-Satz Niederlage gegen Djokovic bekam er Standing Ovations. Der Schotte ist definitiv der Publikumsliebling in London. Murray konnte nach seinem hart erkämpften Sieg gegen Berdych auch gegen Djokovic stark beginnen und holte sich den ersten Satz mit einem Break. Vor allem beim eigenen Service war er eine Macht, Djokovic holte sich gerade einmal drei Returnpunkte. Im zweiten Durchgang nützte Djokovic die einzige Breakchance und transportierte das Break zum Satzgewinn. Der dritte Satz bot – wie bereits oben beschrieben – einiges an Dramaturgie. Bei den zwei Breakbällen zum Schluss konnte Murray nicht viel machen, das Service von Djokovic war einfach zu stark. Dennoch waren sich beide Spieler einig, dass die Fans ein Spiel auf allerhöchstem Niveau gesehen haben.
Tsonga spielt ein Turnier mit vielen Höhen und Tiefen. Bereits im ersten Spiel gegen Djokovic war er in Satz eins der klar bessere Spieler, dafür in Satz zwei hoffnungslos unterlegen. Ein ähnliches Bild gab es gegen Berdych. Im ersten Durchgang hatte er zwar als Rückschläger keine Chance, musste bis zum 5-5 aber auch nicht viel bei eigenem Service zulassen. Dann gab er den Aufschlag und somit auch den Satz ab. Dieses Mal kämpfte er sich jedoch zurück in das Spiel und in Satz zwei gelang ihm ein frühes Break. Mit dem Satzgewinn war jedoch die Luft völlig heraußen. Im dritten Durchgang gab es ein ähnliches Bild wie gegen Djokovic im zweiten – hoffnunglos unterlegen. Gerade mal elf Punkte.
Dennoch hat der Franzose eine minimale Chance auf das Halbfinale – dafür müsste Djokovic in zwei Sätzen gegen Berdych gewinnen und er muss Murray in zwei Sätzen besiegen. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse sowie des direkten Vergleiches eher unwahrscheinlich. Murray konnte die letzten fünf Duelle mit dem Franzosen allesamt für sich entscheiden. In diesem Jahr standen sie sich im Halbfinale des Grand Slam Turniers von Wimbledon gegenüber – Murray gewann in vier Sätzen. Der letzte Sieg von Tsonga gegen Murray – Australian Open 2008!
Die aktuellen Quoten
Andy Murray 1,20 @Digibet
Jo-Wilfried Tsonga 5,10 @Unibet
Wer kommt ins Halbfinale? Prognose & Wettbasis Trend
Der Rechenschieber kann herausgeholt werden! Ob die Spieler wirklich daran denken, welches Szenario ihnen hilft und welches das Ausscheiden bedeuten würde? Ich glaube kaum – neben vielen ATP Punkten (immerhin 200 pro Sieg) geht es noch um eine schöne Prämie. Die Spieler wollen sich auf das eigene Spiel konzentrieren. Die Favoriten sind eindeutig – Siege von Djokovic und Murray werden erwartet. Und es wäre schon eine sehr große Überraschung sollte das nicht gelingen. Djokovic zeigte sich stark verbessert und lieferte sich einen Fight auf hohem Niveau mit Murray. Djokovic sollte mit Berdych keine Probleme haben, wenn er an dieses Niveau anschließen kann.
Ein ähnliches Szenario bei Murray gegen Tsonga. Von den Fans angetrieben wird Murray alles daran setzen um weiterzukommen. Für Tsonga gibt es nur noch eine Mini-Chance und aufgrund seiner sehr schwankenden Leistungen ist hier ein Erfolg in zwei Sätzen (fast) unmöglich. Murray spielte bisher sehr stark. Die Entwicklung bei Murray in diesem Jahr ist unverkennbar. Die Tenniswelt wird sich in den nächsten Jahren wohl noch öfters auf das Duell Djokovic gegen Murray freuen dürfen! Im Endeffekt werden sich die zwei Topfavoriten durchsetzen und für das Halbfinale am Sonntag qualifizieren!
9. November 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Novak Djokovic vs. Andy Murray , 07.11.2012, ATP World Tour Finals, Gruppenphase (Endergebnis 4:6 6:3 7:5)
Head-to-Head: 9-7
Die Gruppe A rund um den neuen, alten Weltranglistenführenden Novak Djokovic wird am Mittwoch bereits den zweiten Spieltag in der Gruppenphase bestreiten. Am Montag wurde der Anfang gemacht und die beiden Topfavoriten Djokovic und Murray konnten sich erwartungsgemäß durchsetzen. Während Djokovic zu einem 2-0 Erfolg gegen Tsonga kam, verlor Murray Satz eins und entschied die Partie erst in drei Sätzen. Nun kommt es am morgen zum Duell zwischen der Nummer eins der Welt und dem aktuellen US-Open Sieger. Mit einem weiteren Sieg würde man das Ticket für das Halbfinale aller Voraussicht nach bereits buchen können. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, sollte es dann doch nicht reichen. Bereits zum sechsten Mal in diesem Kalenderjahr stehen sich die beiden 25 jährigen gegenüber. Murray gewann drei Mal, Djokovic zwei Mal. Das vorerst letzte Duell, das Finale von Shanghai, ging denkbar knapp an Djokovic. Gelingt ihm auch morgen wieder der Sieg? Es wäre der zehnte Erfolg gegen Murray im 17ten Duell!
Novak Djokovic
Der Serbe Djokovic hat eine ereignisreiche Woche hinter sich. Das Masters in Paris-Bercy war ein Turnier zum Vergessen für „Nole“. Zuerst fing er sich einen Virus ein und sagte am Montag gesundheitsbedingt alle offiziellen Termine ab. Neben seinen gesundheitlichen Problemen hatte auch sein Vater Probleme dieser Art. Er musste in das Spital eingeliefert werden, angeblich wegen Rückenbeschwerden sowie Bluthochdruck. Für Djokovic ein Schock, immerhin verlor er in diesem Jahr bereits seinen geliebten Opa. Trotz dieser widrigen Umstände startete er in Paris und nach seinem Freilos in Runde eins, traf er in der zweiten Runde auf den US-Boy Sam Querrey. Dabei startete er furios und führte rasch mit 6-0 und 2-0. Doch dann riss der Faden. Ob die gesundheitlichen Probleme etwas damit zu tun hatten, ist nicht bekannt. Klar ist jedoch, dass sich Querrey zurückkämpfte und er immer stärker wurde. Und am Ende wurde es tatsächlich die große Sensation. Querrey schlägt Djokovic – und mit dieser Partie hätte man reich werden können. Die Quoten auf den US-Boy betrugen bereits 350 und mehr bei Betfair. Es war für Djokovic die erste Niederlage in seinem ersten Spiel bei einem Turnier seit Key Biscayne 2010 – zudem war es das erste Turnier in diesem Jahr, bei dem er nicht zumindest das Viertelfinale erreichen konnte.
Trotz der frühen Niederlage war jedoch bereits frühzeitig klar, dass Djokovic ab diesem Montag die neue Nummer eins der Tenniswelt sein wird. Federer verzichtete bekanntlich freiwillig auf das Turnier in Paris und verlor dadurch 1.000 Punkte in der Weltrangliste. Egal wie das World Final Turnier in London ausgehen wird, Djokovic wird auch zum zweiten Mal in Folge das Jahr als Nummer eins der Tenniswelt beenden.
In seinem ersten Spiel hier in Paris konnte er sich in zwei Sätzen gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga durchsetzen. Das Spiel war auf mäßigem Niveau und arm an Höhepunkten. Im ersten Satz war der Franzose der bessere Spieler und hatte drei Mal die Möglichkeit Djokovic den Aufschlag abzunehmen – es gelang ihm jedoch nicht. Djokovic hatte in Satz eins keine Breakchance und so musste der Tiebreak her. Hier konnte der Serbe sofort ein Minibreak erreichen und legte damit den Grundstein für den Erfolg im Tiebreak. Und das Momentum war weiterhin auf seiner Seite, zu Beginn des zweiten Satzes konnte er gleich Tsonga den Aufschlag abnehmen. Mit dem Break im Rücken spielte er befreit drauf los und Tsonga schaffte in Durchgang zwei lediglich zwei Returnpunkte. Alles in allem ein sehr sicherer Sieg ohne wirklich zu glänzen.
Andy Murray
Der Schotte Andy Murray stand in der letzten Woche auf der Abschussliste des polnischen Shooting-Stars Jerzy Janowicz. Murray entschied Satz eins knapp für sich. Doch der Pole ließ sich nicht beirren und machte sein Spiel weiter. Der starke Aufschläger donnerte Murray 22 Asse um die Ohren und konnte den zweiten Satz knapp im Tiebreak für sich entscheiden. Im entscheidenden Satz war er von Beginn an der stärkere Spieler und die Sensation wurde Wirklichkeit. Das Favoritensterben in Paris-Bercy ging munter weiter.
Murray merkte man gestern bei seinem ersten Spiel gegen den Tschechen Berdych doch noch die Verunsicherung an. Gerade in den entscheidenden Phasen machte er viele einfache Fehler. Im ersten Satz, welchen Berdych mit 6-3 gewinnen konnte, erarbeitete sich Murray sieben Breakbälle. Nutzen konnte er jedoch keinen. Berdych gelangen insgesamt nur sechs Returnpunkte, dies reichte jedoch zum Gewinn des ersten Satzes. Danach hatte Berdych in Satz zwei sogar drei Mal die Chance auf ein (vor)entscheidendes Break. Murray konnte den Kopf nochmals aus der Schlinge ziehen und im nächsten Aufschlagspiel nahm er Berdych das Service. Diesen Vorteil gab er nicht mehr aus der Hand. Und Murray legte zu Beginn des dritten Satzes gleich nochmals nach und holte sich das einzige Break in diesem Satz. Dadurch konnte Murray den wichtigen Auftaktsieg feiern. Danach bedankte er sich beim tollen Publikum für die Unterstützung. Der Heimvorteil kommt ihm bei dieser Weltmeisterschaft sicherlich zu Gute. Zudem ist endlich der Druck des „Gewinnen-Müssen“ weg – Murray konnte in diesem Jahr mit Gold bei Olympia und dem Grand-Slam Sieg bei Wimbledon seine Karrierehöhepunkte feiern.
Novak Djokovic vs. Andy Murray: Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 9-7 (Link zum Tennis-Matchstat Vergleich)
In den letzten Wochen und Monaten standen sich die beiden Spieler mehrfach gegenüber. Djokovic konnte das Halbfinale der Australien Open (in fünf Sätzen) sowie das Finale des Masters von Shanghai für sich entscheiden. Murray holte drei Siege – im Halbfinale von Dubai, dem Halbfinale der olympischen Spiele sowie im Finale der US Open. Doch auch in Shanghai war er knapp daran „Nole“ zum dritten Mal in Folge zu besiegen. Murray hatte in Satz zwei schon Matchbälle – vergab diese jedoch und brachte somit den Serben zurück in die Partie. Murray war insgesamt sicherlich der bessere Spieler, zeigte jedoch wieder einmal Nerven. Dennoch zeigt die Bilanz in diesem Jahr, dass Murray einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Die Siege von Murray gegen Djokovic schmerzten den Serben doch sehr – vor allem die Niederlage bei Olympia.
Novak Djokovic vs. Andy Murray: Prognose & Wettbasis Trend
Djokovic kam gestern zwar zu einem Zwei-Satzerfolg gegen Tsonga, aber wirklich überzeugt hat er mich nicht. Entweder er ist noch immer geschwächt von seinem Virus oder er freut sich einfach schon auf den Urlaub. Gerade in Satz eins war Tsonga der bessere Spieler und hätte er nicht so viele einfache Fehler gemacht, wäre der Satzgewinn drin gewesen.
Murray spielte zwar auch nicht sein bestes Tennis und gerade bei Breakbällen agierte er zu hastig. Dennoch fand ich seine Leistung höher einzustufen als die von Djokovic. Der Serbe ist momentan weit von seiner Topform entfernt und ich glaube, dass der Virus noch immer nach hängt.
Der Schotte hat in diesem Kalenderjahr bereits mehrfach aufzeigen können und ich denke mir, dass er morgen mit seinem zweiten Sieg einen großen Schritt in Richtung Halbfinale machen wird. Die Buchmacher sehen Murray als leichten Außenseiter, ich würde hier jedoch von einer komplett ausgeglichenen Partie ausgehen, damit besitzt die Quote auf jeden Fall value. Beide Spieler haben in der letzten Woche eine Enttäuschung erfahren müssen und konnten hier gut in das World Tour Final starten. Ich glaube hier jedoch an einen knappen Sieg des Schotten – das Publikum wird ihn zum Sieg pushen!
Die aktuellen Wett-Quoten:
Novak Djokovic 1,75 @Bet3000
Andy Murray 2,20 @MyBet
6. November 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Andy Murray (3) vs. Novak Djokovic (2) , 10.09.2012, US Open, Finale (Endergebnis: 7:6, 7:5, 2:6, 3:6, 6:2 – Murray gewinnt ersten Grand Slam Titel! In einer vom Wind geprägten Partie war es Murray, der den hart umkämpften ersten Satz mit 7:6 für sich entscheiden konnte. In Satz 2 lag Murray dann schnell mit 4:0 vorne ehe der Joker zur Aufholjagd blies, sich am Ende aber trotzdem mit 7:5 geschlagen geben musste. Die Sätze 3+4 gingen dann klar an Djokovic, doch Murray schaffte es im entscheidenden 5. Satz noch einmal zurück zu kommen und sich für seine tollen Leistungen endlich mit dem ersten Grand Slam Titel zu belohnen.)
Head-to-Head: 6-8
Der “Super Saturday” sollte in diesem Jahr zum Letzten Mal über die Bühne gehen – doch dieser fiel einem Sturm zum Opfer. Andy Murray und Tomas Berdych konnten ihr Halbfinal-Spiel unter sehr schweren Bedingungen zu Ende bringen. Der Wind war für den Tschechen Berdych das weitaus größere Problem. Murray konnte sich nach verlorenem erstem Satz klar durchsetzen. Auch wenn er es im vierten Satz nochmals spannend gemacht hat. Das zweite Halbfinale wurde beim Stand von 2-5 aus Sicht von Djokovic abgebrochen und erst am Sonntag fortgesetzt. Da waren die Bedingungen dann auch einwandfrei und dieses Mal war es der Sturm „Djokovic“, der über Ferrer hinweg fegte. Der Spanier hatte keine Chance mehr und verlor in vier Sätzen. Damit haben wir am heutigen Montag das Endspiel zwischen dem Schotten Andy Murray und dem Titelverteidiger Djokovic. Gelingt Murray im fünften Grand-Slam Finale nun endlich der erste Titel?
Andy Murray
Nach dem Halbfinale waren sich sowohl Andy Murray als auch Tomas Berdych einig, dass der Wind das Spiel stark beeinträchtigt hat. Der erste Satz war hart umkämpft und erst nach 77 Minuten konnte Außenseiter Berdych ihn mit 7-5 für sich entscheiden. Doch mit diesem Erfolgerlebnis im Rücken lief es beim Tschechen gar nicht mehr. Von den nächsten 18 Games entschied Murray 15 für sich. Beim Stand von 3-0 im vierten Satz hatte Murray nochmals zwei Breakbälle zum entscheidenden 4-0. Doch der Schotte agierte zu lässig und machte zwei leichte Fehler. Berdych konnte dies bestrafen, hielt zuerst sein Aufschlagspiel und ihm gelang es dann auch nochmals den Aufschlag von Murray abzunehmen. Damit war der vierte Satz wieder offen und Berdych witterte eine kleine Chance. Erst im Tiebreak wurde der Satz entschieden und da hatte Murray mit 9-7 knapp das bessere Ende für sich.
Interessant wäre gewesen, wie das Spiel bei „normalen“ Bedingungen verlaufen wäre. Berdych spielte gegen Federer sehr starkes Tennis, konnte bei diesen Verhältnissen jedoch nicht annähernd an seine Leistung anknüpfen. Murray hatte insgesamt 22 Breakbälle. Ihm muss man lediglich vorwerfen, dass er zu fahrlässig mit diesen Chancen umging. Sieben Mal gelang ihm zwar das Break doch Djokovic wird ihm sicherlich keine 22 Möglichkeiten bieten.
Murray hat durch den gestrigen Ruhetag sicherlich Vorteile, doch Djokovic hatte in den Sätzen zwei bis vier keine große Mühe mehr und somit auch nicht viel Kraft verschwendet. Für Murray könnte es nach Olympia-Gold nun endlich auch mal mit einem Grand-Slam Titel klappen. Es wird sein fünftes Finale sein. Auf der Pressekonferenz bestätigte Murray selbst, dass ihm die Gold-Medaille viel Druck genommen hat und er sich bereit fühlt für den ersten Grand-Slam Titel seit Fred Perry. Doch ich bleibe dabei – er wird sich keinen Grand-Slam Titel holen! Dennoch wird er, bereits durch die Final-Teilnahme, in der neuen Weltrangliste den verletzten Spanier Rafael Nadal überholen und die Nummer drei der Welt sein.
Der Weg in das Finale:
1. Runde: Alex Bogomolov Jr. 6-2 6-4 6-1
2. Runde: Ivan Dodig 6-2 6-1 6-3
3. Runde: Feliciano Lopez 7-6 7-6 4-6 7-6
Achtelfinale: Milos Raonic 6-4 6-4 6-2
Viertelfinale: Marin Cilic 3-6 7-6 6-2 6-0
Halbfinale: Tomas Berdych 5-7 6-2 6-1 7-6
Novak Djokovic
Nichts wurde es mit dem erwartenden 3-0 Satzerfolg, doch auch hier hat der Wind einen klaren Strich durch die Rechnung gemacht. Am Samstag fand der Serbe absolut nicht in sein Spiel und viele Inside-Out Bälle verzog er teilweise meterweit ins Aus. Ungewöhnlich für den Serben. Auf Anraten der Polizei (!) wurde die komplette Anlage evakuiert und das Spiel auf Sonntag verschoben. Gestern spielte Djokovic wie ausgewechselt. So wie es zu erwarten war. Und so hatte der Spanier Ferrer auch keine Chance mehr und kaum was entgegenzusetzen. Ferrer, der zum fünften Mal in einem Grand-Slam Halbfinale stand, muss weiterhin auf sein erstes Grand-Slam Endspiel warten. Bisher war immer Endstation. Im dritten Satz konnte er sich zwar nochmals aufbäumen und einen 2-0 Breakrückstand egalisieren, doch Djokovic war bei den wichtigen Punkten zur Stelle und konnte die 2-1 Satzführung perfekt machen. Danach war dann der Widerstand gebrochen und Djokovic gelang gleich zu Beginn des vierten Satzes ein Break. Damit marschierte er locker ins Finale und darf weiterhin von der Titelverteidigung träumen.
Ferrer gelang am gestrigen Sonntag lediglich ein Break und das obwohl Djokovic noch immer sehr mit seinem Aufschlag zu kämpfen hatte. Nicht einmal 60 % der ersten Aufschläge kamen ins Feld, dennoch agierte er sehr dominant und in dieser Verfassung dürfte es für Murray zu einer „Mission Impossible“ werden. Djokovic agiert selbstsicher und es hat den Anschein, als ob er weiß, dass er immer die passende Antwort parat hat.
Nach dem ersten Matchball gab er dann noch eine Liebeserklärung an das Turnier und an die Fans ab. Er liebt es in New York zu spielen und er ist einfach froh, dass er es wieder ins Finale geschafft hat.
Der Weg in das Finale:
1. Runde: Paolo Lorenzi 6-1 6-0 6-1
2. Runde: Rodrigo Dutra Da Silva 6-2 6-1 6-2
3. Runde: Julien Benneteau 6-3 6-2 6-2
Achtelfinale: Stanislaw Wawrinka 6-4 6-1 3-1 ret.
Viertelfinale: Juan Martin del Potro 6-2 7-6 6-4
Halbfinale: David Ferrer 2-6 6-1 6-4 6-2
Andy Murray (3) vs. Novak Djokovic (2): Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 6-8
Nach 14 Duellen ist die Bilanz zwischen dem Schotten und dem Serben relativ ausgeglichen. Djokovic führt mit 8-6 Siegen. Das letzte Duell gab es bei den olympischen Spielen im Halbfinale. Murray wurde von den britischen Siegen frenetisch angefeuert und schaffte schlussendlich die Überraschung. Er nahm Djokovic zwei Mal bei 6-5 den Aufschlag ab und gewann somit beide Sätze mit 7-5. Bisher gab es zwei Duelle bei Grand-Slam Turnieren, beide bei den Australien Open (2012 und 2011). Beide Duelle gewann der Serbe, einmal im Finale (2011) und einmal im Halbfinale (2012).
Andy Murray (3) vs. Novak Djokovic (2): Prognose & Wettbasis Trend
Trotz der geringeren Regenerationszeit und der Tatsache, dass Andy Murray das letzte Aufeinandertreffen gewonnen hat, ist der Serbe deutlicher Favorit vor dem Finale am heutigen Montag. Djokovic agierte – bis auf den ersten Satz gegen Ferrer – mit einer Leichtigkeit, die sonst nur ein Roger Federer an den Tag legt. Man hat nie das Gefühl, dass „Nole“ eine brenzlige Situation nicht überstehen könnte. Wenn er an die gezeigten Leistungen anknüpfen wird, dann wird Murray hier eine deutliche Niederlage einfahren. Für den Schotten ist es zwar der große Traum, endlich mal ein Major Turnier zu gewinnen, doch dieser Traum wird heute nicht in Erfüllung gehen. Djokovic ist zu stark für Murray und nicht umsonst hat er die bisherigen zwei Duelle bei Grand-Slam Turnieren gewonnen. Für Murray wird es die fünfte Final-Niederlage bei einem Grand-Slam Finale werden.
Andy Murray (3) 3,00 @Bet365
Novak Djokovic (2) 1,45 @Interwetten
10. September 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
David Ferrer (4) vs. Novak Djokovic (2) , 08.09.2012, US Open, Halbfinale (Endergebnis 6:2, 1:6, 4:6, 2:6 – nachdem die Partie am Samstag aufgrund einer Unwetterwarnung beim Stand von 2:5 für David Ferrer unterbrochen wurde, hat Djokovic die Zwangspause erfolgreich genutzt und dem Spanier am Sonntag seine Grenzen aufgezeigt)
Head-to-Head: 5-9
Halbfinale Nummer zwei am Super Saturday. Laut Setzliste ist dieses Halbfinale zu erwarten gewesen. Die Nummer zwei des Turniers fordert die Nummer vier heraus. Für Ferrer, der fast immer auf fünf gesetzt ist, hat die Absage seines Freundes Nadal die positive Begleiterscheinung, dass es die Auslosung gut gemeint hat mit dem Spanier. Er steht jedoch verdient im Halbfinale und wird dem serbischen Topfavoriten das Leben so schwer wie möglich machen wollen. Für den Sieger dieser Partie wird es sicherlich wichtig sein, nicht zu viele Kräfte liegen zu lassen, denn am nächsten Tag wird – aller Voraussicht nach – schon das Finale ausgetragen. Einen harten Fünf-Satz Kampf wollen somit beide vermeiden. Im Grunde genommen erwarten die Tennis Fans einen klaren Sieg von Djokovic. Er zeigte sich bisher in starker Form und brachte auch den US Open Sieger von 2009, Juan Martin del Potro, zum Verzweifeln. Gelingt Defensiv-Künstler Ferrer die große Überraschung oder gibt es doch “business as usual”?
David Ferrer
Die Art und Weise wie die Nummer fünf der Welt Tennis spielt, gefällt nicht jedem. Dies ist ein offenes Geheiminis. Ferrer ist ein unglaublicher Fighter, oftmals muss man Punkte mehrfach gegen ihn machen, bis er endlich fixiert wurde. Er gibt keinen Ball auf und erreicht somit oftmals schier unmögliche Bälle doch noch. Durch diese Qualität bringt er seine Kontrahenten oftmals zum Verzweifeln. Doch ein großes Problem im Spiel Ferrer’s ist die Konstanz. Zwar sind seine Schwankungen nicht so enorm wie bei Tomas Berdych – der im anderen Halbfinale auf Olympiasieger Andy Murray trifft – aber auch bei ihm es gut möglich, dass er zeitweise völlig neben den Schuhen steht. Zum Beispiel beim Masters in Cincinnati zwei Wochen vor Start der US Open. Dort verlor er nach einer völlig indiskutablen Leistung mit 6-4 und 6-1 gegen den SChweizer Wawrinka. Doch vielleicht war es ein Warnschuss zur richtigen Zeit. Pünktlich zum Auftakt der US Open fand er seine Form wieder und diese benötigte er auch gleich in seinem Erstrundenspiel. Der südafrikanische Aufschlagriese Kevin Anderson ist sicherlich nicht das Wunschlos für den Auftakt. Doch er konnte diese Aufgabe mit Bravour meistern und zog ohne Probleme in Runde zwei ein. Dort hatte er mit dem niederländischen Qualifikanten Sijsling auch keine Probleme. Erst in seinem Drittrunden-Spiel gegen Hewitt musst er kämpfen und prompt verlor er seinen ersten Satz. Hewitt merkte man die konditionellen Probleme mit Fortdauer der Partie an und so wurde die Partie zum Ende hin doch noch relativ deutlich.
Gegen Gasquet erwarteten viele Tennisfans eine offene Partie. Diese Experten sahen sich jedoch getäuscht. Der Spanier hatte zwar sehr mit seinem ersten Aufschlag zu kämpfen – unter 50 % erster Aufschläge im Feld – aber dennoch gelang es ihm die Partie in drei Sätzen über die Bühne zu bringen. Die bisher schwierigste Prüfung war das Viertelfinale gegen den Serben Janko Tipsarevic. Ferrer konnte gerade noch ein serbisches Duell im Halbfinale verhindern. Nach 2-1 Satzrückstand kämpfte er sich nochmals zurück in die Partie. Dabei profitierte er jedoch sicherlich von einem Sturz Tipsarevic’s im fünften Satz, welchen ihn sichtlich behinderte. Tipsarevic versuchte die Ballwechseln nun kurz zu halten. Ferrer gelang zwar nicht das nötige Break, doch im Tiebreak machte er die Sache klar.
Der Weg in das Halbfinale
1. Runde: Kevin Anderson 6-4 6-2 7-6
2. Runde: Igor Sijsling 6-2 6-3 7-6
3. Runde: Lleyton Hewitt 7-6 4-6 6-3 6-0
Achtelfinale: Richard Gasquet 7-5 7-6 6-4
Viertelfinale: Janko Tipsarevic 6-3 6-7 2-6 6-3 7-6
Novak Djokovic
Im Vorfeld des Spiels gegen den Schweizer Eidgenossen Stanislaw Wawrinka betrachteten wir bereits die ersten drei Runden des serbischen Topstars. In diesen drei Runden hatte er keine Probleme und auch gegen Wawrinka setzte sich dieser Trend fort. Zwar musste die Partie beim Stand von 2-0 auf den nächsten Tag verschoben werden, doch die Pause störte “Nole” nicht weiter. Zwar kam Wawrinka im ersten Satz nochmals auf 5-4 heran und hatte eigenes Service, doch Djokovic gelang sofort das Rebreak zum Satzgewinn. Danach war die Partie eine klare Angelegenheit und nach dem Break im vierten Satz entschied sich Wawrinka zur Aufgabe. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag erwartete die Fans der Knüller zwischen Djokovic und Del Potro. Bei den olympischen Spielen fügte der Gaucho Djokovic eine bittere Niederlage im Spiel um Platz drei zu. Die zwei Freunde, die sich auch außerhalb des Platzes äußerst gut verstehen, boten den Tennisfans ein Spiel auf allerhöchstem Niveau. Gerade im zweiten Satz gab es einige tolle Ballwechsel, welche des Öfteren mit Standing Ovations vom Publikum belohnt wurden. Bis zum 5-4 hatte Del Potro sogar mit einem Break geführt. Doch dann gab er seinen Aufschlag ab und er hatte danach große Mühe ins Tiebreak einzuziehen. Er musste drei Satzbälle bei eigenem Aufschlag abwehren. Bis zum 3-3 im Tiebreak passierte auch nicht viel, doch dann zündete Djokovic den Turbo und spielte phänomenales Tennis. Vier Punkte in Folge brachten ihm den Satzgewinn. Und mit dem Momentum auf seiner Seite breakte er Del Potro gleich zu Beginn des dritten Satzes. Die Vorentscheidung obwohl Del Potro sich nochmals Breakbälle erkämpfen konnte, gelang es ihm nicht mehr zurück ins Spiel zu kommen.
Djokovic zeigte sich sehr selbstsicher und wusste in brenzligen Situationen immer die richtige Antwort. Auf diesem Niveau wird Djokovic bei den diesjährigen US Open nicht zu schlagen sein. Sein Halbfinale gegen David Ferrer sollte ihn eigentlich nicht vor große Probleme stellen. Vom Match-Up her war Del Potro der Gegner, der Djokovic mehr ärgern konnte. Jedoch darf man Ferrer nie unterschätzen.
Der Weg in das Halbfinale
1. Runde: Paolo Lorenzi 6-1 6-0 6-1
2. Runde: Rodrigo Dutra Da Silva 6-2 6-1 6-2
3. Runde: Julien Benneteau 6-3 6-2 6-2
Achtelfinale: Stanislaw Wawrinka 6-4 6-1 3-1 ret.
Viertelfinale: Juan Martin del Potro 6-2 7-6 6-4
David Ferrer (4) vs. Novak Djokovic (2):Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 5-9
Bereits 14 Mal duellierten sich der Spanier und der Serbe. Mit 9-5 spricht das Handicap eine relativ deutliche Sprache. Von den letzten sechs Dullen gewann Djokovic fünf, lediglich beim Saisonfinale beim ATP-Masters in London letzes Jahr konnte sich Ferrer in der Gruppenphase durchsetzen. Djokovic war zu diesem Zeitpunkt auch völlig ausgelaugt und schaffte es nicht mal sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Bereits bei den Australian Open in diesem Jahr standen sie sich im Viertelfinale gegenüber. Mit einem 6-4 7-6 6-1 Sieg war der Erfolg für den Serben relativ deutlich. Und auch beim Masters Turnier in Miami konnte sich Djokovic deutlich durchsetzen. Ferrer ist ein Spieler, der nicht die nötigen Waffen hat um Djokovic in Gefahr zu bringen. Ein Kämpfer, der keinen Ball verloren gibt, doch gegen Djokovic wird dies nicht reichen.
David Ferrer (4) vs. Novak Djokovic (2): Prognose & Wettbasis Trend
Eine Einzelwette auf Sieg Djokovic rentiert sich nicht wirklich. Bei Interwetten gibt es momentan immerhin eine 1,07. Doch diese sollte durchaus sicher sein. Natürlich gibt es bei Sportwetten keine sicheren Wetten aber dennoch kann man sich momentan nicht vorstellen wie Ferrer Djokovic in einem Best-of-Five Spiel schlagen sollte. Dies gelang ihm erst ein Mal bei einem Davis Cup Spiel auf Sand. Doch auf Hardplatz ist Djokovic sicherlich nochmals eine Klasse stärker. Ferrer wird zwar wieder etliche Kilometer abspulen und kämpfen bis zum Umfallen, doch dieses Mal wird er Umfallen. Djokovic hat im bisherigen Turnierverlauf noch keinen Satz abgegeben und dies wird er auch gegen Ferrer nicht machen. Die 3-0 Satzwette gibt bei Interwetten fast eine 1,50 – sicherlich ein Versuch wert. Djokovic ist in bärenstarker Verfassung und durch das Ausscheiden von Federer im Viertelfinale kann er bei einer erfolgreichen Titelverteidigung wichtige Punkte im Kampf um die Nummer eins Position gut machen.
David Ferrer (4) 10,00 @Bet365
Novak Djokovic 1,07 @Interwetten
8. September 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Stanislaw Wawrinka (18) vs. Novak Djokovic (2) , 05.09.2012, US Open, Achtelfinale (Djokovic wie üblich im Expresstempo und konnte in 3 Sätzen das Viertelfinale der US Open 2012 erreichen, Wawrinka gab beim Stand von 4:6 1:6 1:3 auf)
Head-to-Head: 2-12
Für die Schweizer Tennisfreunde verläuft das letzte Grand-Slam Turnier des Jahres mal wieder nach Wunsch. Die Nummer eins der Welt, Roger Federer, steht bereits im Viertelfinale. Nach der gesundheitlich bedingten Absage des US-Amerikaners Mardy Fish kam er kampflos eine Runde weiter und spielt nun gegen Tomas Berdych. In das Viertelfinale wollen auch noch sein Landsmann Stanislaw Wawrinka und sein Herausforderer auf die Nummer eins Position, Novak Djokovic. Am heutigen Abend wird die Wawrinka, Nummer 19 der Welt, den Weltranglistenzweiten Djokovic herausfordern. Gelingt ihm die Überraschung und eliminiert er den größten Konkurrenten seines Freundes Federer?
Stanislaw Wawrinka
Die Rasensaison ist – aus Sicht Wawrinkas – glücklicherweise sehr kurz. Beim Grand-Slam Turnier in Wimbledon musste er sich in Runde eins dem Österreicher Melzer geschlagen geben und bei den olympischen Spielen hatte er ebenfalls in der ersten Runde das Nachsehen. Dort jedoch gegen den späteren Olympiasieger Andy Murray. Durch den Wechsel auf Hardcourt kam Wawrinka auch zurück in die Erfolgsspur. Beim Masters in Cincinnati konnte er bis ins Halbfinale vordringen. Siege gegen Ferrer, Nishikori und auch Raonic konnte er verzeichnen und dafür viel Selbstvertrauen tanken. Im Halbfinale war gegen Federer dann jedoch kein Kraut gewachsen und er verlor in zwei Sätzen. Doch auch sein Gegenüber – Novak Djokovic – verlor einen Tag später in zwei Sätzen gegen Roger Federer.
In den ersten zwei Runden bei den US Open war von seiner starken Form jedoch nicht wirklich viel zu sehen. Gegen den Ukrainer Stakhovsky verlor er den ersten Satz im Tiebreak und auch in Satz zwei war das Spiel lange auf Messers Schneide. Erst im Tiebreak konnte er den Satz für sich entscheiden und in Folge dessen war die Gegenwehr von Stakhovsky sichtlich gebrochen. Doch auffallend war seine schlechte Aufschlagperformance. Gerade mal 46 % seiner ersten Aufschläge kamen ins Feld. Dafür schlug er dennoch zwölf Asse. Im Returnspiel zeigte er sich jedoch stark und so nahm er Stakhovsky fünf Mal den Aufschlag ab. Doch die schwache Aufschlagsleistung soll sich auch im zweiten Spiel bestätigen. Gegen den Belgier Darcis kamen wiederum nur 44 % seiner ersten Aufschläge. Dafür waren sie brandgefährlich, wenn sie kamen. 27 Asse schlug der Schweizer und so machte er in diesem spannenden Fünf-Satz-Match am Ende ganze 20 Punkte mehr als sein belgischer Gegenüber. In der Dritten Runde konnte Wawrinka dann erstmals überzeugen. Gegen den zweiten Ukrainer – Dolgopolov – setzte er sich deutlich in drei Sätzen durch. Dolgopolov hatte im ganzen Spiel keinen einzigen Breakball und Wawrinka erarbeitete sich seinerseits ganze 23! Doch mit nur vier genützten Breakbällen lies hier die Chancenauswertung zu wünschen übrig. Dennoch eine starke Leistung, die ihm Mut für den Kracher gegen Djokovic geben wird. Auch sein erster Aufschlag zeigte sich verbessert und erstmals in diesem Turnier hatte er ein Percentage von mehr als 50 % erster Aufschläge.
Novak Djokovic
Nach der deutlichen Finalniederlage von Cincinnati zeigt sich der Serbe hier von seiner besten Seite. Doch das ist man mittlerweile gewöhnt von Djokovic. In den ersten Runden der Grand-Slam Turniere gibt er oftmals kaum Games ab. Eine Dominanz, welche früher noch Federer an den Tag gelegt hat, doch mittlerweile gewinnt Federer die Spiele nicht mehr so deutlich und Djokovic übernahm diese Rolle. Lorenzi in der ersten Runde machte zwei Games, Da Silva in der zweiten schaffte immerhin fünf Games und Benneteau – immerhin Nummer 35 der Welt – kam schon auf sieben Games. Alles ganz deutliche Siege für die Nummer zwei der Welt.
Lorenzi war in der ersten Runde hoffnungslos überfordert. Immerhin, eines seiner zwei Games war ein Break – mit seinem einzigen Breakball. Doch Djokovic entschied neun von zehn Aufschlagspielen von Lorenzi für sich. Am Ende machte Djokovic mehr als doppelt so viele Punkte wie der Italiener. Da Silva in der zweiten Runde gelang es nicht einmal einen Breakball herauszuspielen. Djokovic machte starke 90 % der Punkte, wenn sein erster Aufschlag kam. Insgesamt konnte der Brasilianer gerade einmal 13 Returnpunkt erzielen. Auch Benneteau gelang es nicht einen Breakball zu verzeichnen. Er machte im ganzen Match ebenfalls nur 14 Returnpunkte. Djokovic zeigte sich bei der Verwertung der Breakbälle stark und ihm gelangen fünf Breaks mit acht Breakbällen.
Diese Zahlen belegen eindeutig, dass sich Djokovic in einer guten Form befindet. Er ließ erst einen Breakball zu und konnte vor allem durch seinen immens starken ersten Aufschlag überzeugen. Momentan sieht alles danach aus, als ob der amtierende Titelverteidiger auf dem besten Weg ist wieder in das Finale einzuziehen.
Stanislaw Wawrinka (18) vs. Novak Djokovic (2): Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 2-12
Der letzte Sieg des Schweizers gegen Djokovic liegt schon ganze sechs Jahre zurück! Beim ATP-Turnier in Wien konnte sich Wawrinka in der zweiten Runde mit 6-3 und 6-3 durchsetzen. Seit diesem Spiel trafen die beiden noch neun Mal aufeinander und gelangen lediglich noch zwei Satzgewinne. Zwar war die eine oder andere Partie doch eng und wurde oftmals erst im Tiebreak entschieden, aber in den entscheidenden Momenten konnte der Serbe seine Klasse unter Beweis stellen.
Stanislaw Wawrinka (18) vs. Novak Djokovic (2): Prognose & Wettbasis Trend
Über die Favoritenrolle in diesem Spiel muss man kein Wort verlieren – diese ist eindeutig beim Serben. Doch Wawrinka zeigte vor allem beim Turnier in Cincinnati, dass er auf Hardplatz ein unangenehmer Gegner ist. Doch die bisherigen Duelle zeigten bereits, dass Djokovic in den entscheidenden Phasen seine ganze Klasse abrufen kann. Diese Form von Qualität und auch Konstanz fehlt Wawrinka einfach um ganz vorne in der Weltklasse sich zu etablieren. Und genau diese fehlende Qualität in der Konstanz ermöglicht es ihm nicht sich in einem Best-of-Five Match gegen Djokovic durchzusetzen. Sollte sein Aufschlag kommen, so hat er vielleicht die Chance einen Satz zu gewinnen. Bei Interwetten gibt es auf das Satz-Handicap eine 2,35. Bei Betfair wird diese noch höher angesiedelt sein. Trotz der starken Leistungen von „Nole“ könnte dies eine Überlegung wert sein. Mit seinen vielen Assen sollte Wawrinka auch gegen Djokovic viele freie Punkte bekommen und dann ist es durchaus möglich, dass er sich einen Satz im Tiebreak holt. Für mehr wird es aber aller Voraussicht nach nicht reichen.
Stanislaw Wawrinka 13,00 @Bet365
Novak Djokovic 1,07 @Interwetten
4. September 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
US Open 2012 – Wer holt sich den Titel bei den Herren?
Das letzte Grand-Slam Turnier dieser Saison hat bereits begonnen. Am Mittwoch startete die erste Runde in der Qualifikation. Bis die Topstars angreifen, dauert es noch ein wenig. In der Nacht von Sonntag auf Montag werden die ersten Bälle in der ersten Runde gespielt. Aufgrund der verletzungsbedingten Absage des spanischen Superstars Rafael Nadal verringert sich der Kreis der Titelanwärter auf drei Spieler. Oder gibt es seit Langem doch mal wieder eine Überraschung und wir sehen einen unerwarteten Sieger? Seit den French Open 2005 hieß der Sieger bei einem Grand-Slam Turnier immer Roger Federer, Novak Djokovic oder Rafael Nadal – mit einer Ausnahme. Vor drei Jahren konnte der Argentinier Juan Martin del Potro in einem tollen Finale Roger Federer niederringen und sensationell seinen ersten Grand-Slam Triumph feiern. Eine Riesenüberraschung, aber Federer hatte immense Probleme mit der geradlinigen Spielweise des „Gauchos“. Del Potro erzielte einen Winner nach dem anderen – Federer fand kein Mittel gegen die geradlinige Spielweise. Doch nach dem Triumph in Flushing Meadows ging es abwärts für Del Potro. Aufgrund einer Ellenbogenverletzung musste er lange Zeit pausieren – fast eineinhalb Jahre. Mittlerweile ist er wieder zurück in der Weltspitze und konnte sich beim olympischen Turnier immerhin die Bronze-Medaille holen. Er setzte sich gegen den Serben Djokovic im Spiel um Platz drei durch. Dennoch wäre alles andere als ein Sieg von Federer, Djokovic oder Murray eine Überraschung. Die Auslosung ist noch nicht über die Bühne gegangen – diese wird in der Nacht von Freitag auf Samstag vorgenommen. Dementsprechend können wir hier noch nicht Bezug auf die möglichen Konstellationen im weiteren Turnierverlauf nehmen.
Wobei auch der Sieg von Murray durchaus eine Überraschung wäre. In einem Grand-Slam Finale stand er schon des Öfteren, gewinnen konnte er bisher noch nie. Der Triumph im Finale der olympischen Spiele war der erste große Sieg in der Karriere des Schotten. Meine These erhalte ich dennoch aufrecht – Andy Murray gewinnt in seiner Karriere kein Grand-Slam Turnier! Doch gehen wir die Favoriten der Reihe nach durch.
Roger Federer
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 1 – Quote: 3,75
Sehr oft wurde er schon abgeschrieben. Nach Niederlagen gegen Rafael Nadal oder Novak Djokovic konnte man immer wieder lesen “Federer ist zu alt”, “Federer kann mit den Jungen nicht mehr mithalten”, “Federer’s Zeit ist vorbei” und so weiter. Doch in seinem zweiten Wohnzimmer “Wimbledon” konnte er es seinen Kritiker mal wieder beweisen. Zum siebten Mal gewann er das prestigeträchtige Turnier und ist seitdem wieder die Nummer eins der Weltrangliste. Dadurch konnte er auch einen weiteren Rekord verbuchen. Roger Federer ist der Spieler, der am längsten auf Platz eins der Weltrangliste ist, er hat sein großes Idol Pete Sampras damit abgelöst. Die 300 Wochen könnten bald fallen – mit einem Triumph in Flushing Meadows wäre dies wohl auch fix.
Nach dem Triumph in Wimbledon spielte Federer lediglich zwei Turniere. Zuerst die olympischen Spiele, ebenfalls auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Dort wollte er sich seinen nächsten Traum erfüllen – die Goldmedaille bei Olympia zu holen. Vor vier Jahren konnte er im Doppel mit seinem Freund Stanislaw Wawrinka sensationell die Goldmedaille holen, eine Einzelmedaille fehlte ihm jedoch noch. Im Halbfinale konnte er sich nach einem epischen Kampf gegen den Argentinier Del Potro mit 19-17 im dritten Satz durchsetzen und somit die erste Einzelmedaille fixieren. Mit Gold wurde es jedoch nichts – im Finale war Federer weit von seiner Normalform entfernt, die Müdigkeit nach dem schweren Halbfinale war ihm doch deutlich anzumerken. Andy Murray hatte keine Probleme und gewann die Partie locker in drei Sätzen.
Danach machte er zwei Wochen Pause und lies sogar das Masters-Turnier in Toronto aus. Erst letzte Woche in Cincinnati kehrte er auf die ATP-Tour zurück. Und wie. Alex Bogomolov Jr., Bernard Tomic, Mardy Fish, Stanislaw Wawrinka und Novak Djokovic standen auf seiner Abschussliste. Ohne Satzverlust entschied er das Turnier für sich und konnte somit auch den Vorsprung in der Weltrangliste ausbauen. Vor dem Turnier betrug dieser lediglich 75 Punkte – nach dem Finalsieg gegen seinen Kontrahenten Djokovic ist dieser Vorsprung auf 875 Punkte gewachsen. Vor allem die Art und Weise wie er Djokovic besiegte war erstaunlich. Satz eins ging nach wenigen Minuten mit 6-0 an den Schweizer. Den zweiten Durchgang konnte Djokovic ausgeglichener gestalten und musste keinen weiteren Aufschlagverlust mehr hinnehmen. Selbst gelang ihm auch kein Break (er hatte im gesamten Spiel keinen einzigen Breakball) und somit musste der Satz im Tiebreak entschieden werden, in dem Federer mit 9-7 die Oberhand behielt und das Turnier gewonnen hat.
Starke Vorbereitung, Selbstvertrauen gewonnen und den Vorsprung in der Weltrangliste ausgebaut – die US Open können kommen. Zu Beginn seiner Karriere war die US-Tournee oftmals keine Reise wert für den Schweizer. Es setzte viele Enttäuschungen und frühe Niederlagen. Doch von 2004 bis 2008 konnte Federer die US Open für sich entscheiden. 2009 verlor er – wie oben angesprochen – gegen Del Potro. Folgt nun sein sechster Triumph in New York? Die Chancen stehen gut, auch wenn Betfair Djokovic als größeren Favoriten sieht. Fast eine Vierer Quote würde ich jedoch auf jeden Fall anspielen.
Novak Djokovic
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 2 – Quote: 2,76
Ouch – so hatte sich Djokovic die Olympischen Spiele sicherlich nicht vorgestellt. Als großer Medaillenfavorit ist der Serbe gestartet und am Ende steht nur der undankbare vierte Platz zu Buche. Zuerst verlor er im Halbfinale gegen Andy Murray. Jeweils bei 6-5 versagten ihm die Nerven und er musste seinen Aufschlag abgeben. Auch wenn er davor in den Sätzen der spielbestimmende Spieler war, Break gelang ihm keines gegen den Schotten. Danach hätte es wenigstens Bronze werden sollen. Del Potro war nach seinem harten Kampf im Halbfinale sicherlich nicht bei vollen Kräften aber dennoch hatte er die besseren Reserven. In Satz eins gab es ein Deja-Vu für “Nole”. Wiederum gab er spät seinen Aufschlag zum ersten Mal ab und musste den dritten Satz en Suite mit 5-7 abgeben. In Satz zwei reichte Del Potro wiederum ein Break und er konnte sich die Bronzemedaille mit einem 7-5 und 6-4 Erfolg sichern. Für Nole war es ein Spiel der verpassten Chancen. Bei sechs Breakbällen gelang es ihm kein einziges Mal den Aufschlag des Argentiniers abzunehmen.
Und nun musste sich der Serbe zum ersten Mal mit Negativschlagzeilen herumschlagen. Auch ihm wurde abgesprochen, dass er seine Erfolge nicht mehr wiederholen kann. Die Saison 2011 war für den Serben auch eine Außergewöhnliche, diese zu wiederholen ist schier unmöglich. Direkt nach den olympischen Spielen trat er beim Masters in Toronto an. Und dort konnte er endlich wieder einen Turniererfolg feiern. In Abwesenheit von Federer und Nadal hatte er keine Probleme. Lediglich der deutsche Tommy Haas konnte ihm einen Satz abnehmen – doch gefährlich wurde auch er ihm nicht wirklich. Im Finale setzte er sich deutlich gegen den Franzosen Gasquet durch. Es war der erste Turniersieg seit Miami (KW 12 – Ende März). Beim darauf folgenden Masters in Cincinnati musst er sich – wie oben beschrieben – im Finale Federer klar geschlagen geben. Bis ins Finale hatte er keine Mühe und konnte sich im Halbfinale mit einem 6-3 und 6-2 Sieg gegen Del Potro deutlich für die Niederlage bei Olympia revanchieren.
Djokovic hat mittlerweile fünf Grand-Slam Titel gewonnen. Im letzten Jahr holte er sich nicht nur zum ersten Mal Wimbledon sondern triumphierte auch hier in Flushing Meadows. Der Titelverteidiger muss aufpassen, dass er nicht noch weiter an Boden verliert gegenüber Federer in der Weltrangliste. Laut Betfair ist er der Topfavorit auf den Titel. Djokovic bewies bei den zwei Masters, dass mit ihm zu rechnen ist. Bis auf die deutliche Niederlage gegen Federer überzeugte er und ließ seinen Gegnern keine Chancen. Alles andere als der Einzug ins Finale wäre doch eine große Überraschung.
Andy Murray
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 4 – Quote: 5,00
Zu viel gefeiert? Nach der Goldmedaille bei Olympia ist beim Schotten der Wurm drin. In Toronto konnte er sich in seinem ersten Spiel zwar noch glatt durchsetzen gegen den Italiener Cipolla zu seinem zweiten Spiel ist er dann aber gar nicht mehr angetreten. Wegen einer Knieverletzung wollte er nichts riskieren und entschied sich somit bereits vor Spielbeginn für die Aufgabe. Eine Woche später in Cincinnati war von den Beschwerden nichts mehr zu spüren und er griff wieder ins Turniergeschehen ein. Doch auch dieses Mal war es mehr ein Kurzauftritt. Erstes Spiel gewonnen – dieses Mal gegen Sam Querrey. Zweites Spiel verloren. Der Franzose Jeremy Chardy schaffte die Überraschung und eliminierte den Schotten zwei Mal mit 6-4.
Murray läuft auf dem Hardplatz seiner Form hinterher und lange hat er nicht mehr Zeit. Sollte es die Auslosung gut mit ihm meinen und er hat in den ersten zwei, drei Runden einfache Gegner, könnte er seine Sicherheit zurückgewinnen. Sollte jedoch bereits früh im Turnier ein formstarker Spieler auf den Schotten warten, könnte es immens eng werden. Er ist zwar – genauso wie die anderen drei Topstars – ein Spieler, der in den entscheidenden Turnieren seine Form immer wieder findet aber mit dem Finale wird er in diesem Jahr nichts zu tun haben. Viel mehr traue ich ihm nicht mal den Einzug ins Halbfinale zu – mehr wie das Viertelfinale wird es nicht. Aufgrund der verletzungsbedingten Absage seines Freundes Nadal, besteht sogar die Möglichkeit, dass Murray ihn überholt und somit auf den dritten Platz vorstößt.
Dennoch muss man zugestehen, dass Murray in diesem Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht hat. Er installierte Ivan Lendl als seinen neuen Coach und damit verbesserte er sich vor allem auch im mentalen Bereich. Murray wirft nicht mehr so schnell die Nerven weg und konnte mit dem Triumph bei Olympia sicherlich viel Druck von seinen Schultern nehmen. Auf einen Grand-Slam Titel wartet er dennoch weiterhin vergebens.
Juan Martin del Potro
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 8 – Quote: 14,50
Der US Open Sieger hat die viert niedrigste Quote auf den Triumph. Sollte er seinen Triumph wiederholen, wäre dies wiederum eine große Überraschung, wie schon vor drei Jahren. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille flog er direkt nach Toronto zum Masters. Dort musste er gegen Stepanek gleich im ersten Spiel eine Niederlage hinnehmen. Die Strapazen vom olympischen Tennisturnier und vom Flug nach Amerika waren ihm deutlich anzumerken. Del Potro wirkte müde und hatte große Probleme mit seinem Service. Vier Mal gab er seinen Aufschlag ab und auch das Percentage war katastrophal. Rund 50 % der ersten Aufschläge kamen, viel zu wenig. Eine Woche später in Cincinnati zeigte er sich mit der Halbfinalteilnahme stark verbessert. Vor allem die Siege gegen Haas, Troicki und Chardy können ihm Selbstvertrauen geben. Sind doch alle drei Spieler momentan stark in Form.
Seine große Stärke ist die schnellende Vorhand. Federer verzweifelte daran. Und wenn Del Potro die Vorhand gelingt, dann ist sie für kaum einen zu entschärfen. Die Vorhandschläge kommen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und gerade auf Hardplatz sind sie eine Waffe. Doch eine Wiederholung seines Triumphes würde ich fast ausschließen. Aufgrund der Absage von Nadal ist er für mich der drittstärkste Spieler im Feld, aber bei ihm wird es sehr auf die Auslosung darauf ankommen. Entweder im Viertelfinale oder im Halbfinale (je nachdem wann er auf Federer/Djokovic treffen wird) ist Schluss.
  Die deutschsprachigen Hoffnungen
Tommy Haas: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 22 – Quote: 400,00
Philipp Kohlschreiber: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 20 – Quote: 520,00
Jürgen Melzer: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 36 – Quote: 1000,00
Stanislaw Wawrinka: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 19 – Quote: 320,00
Ein Blick auf die Quoten zeigt ganz schnell wie wahrscheinlich ein positives Abschneiden der deutschsprachigen Spieler sein wird. Beim letzten Grand-Slam Turnier in Wimbledon schwebten die deutschen Tennisherren endlich wieder mal auf einer Erfolgswelle. Doch der Rasenbelag ist seit Jahren der Belag, auf dem die Deutschen die besten Ergebnisse liefern. Bei den US Open wird es wohl wieder anders aussehen. Grund zur Hoffnung bietet nur Altstar Tommy Haas. Die aktuelle Nummer 22 der ATP-Weltrangliste konnte in den vergangenen Wochen mit starken Ergebnissen aufzeigen. In Washington verlor er erst im Finale gegen Dolgopolov, in Toronto war er der einzige Spieler der Djokovic einen Satz abnehmen konnte und in Cincinnati letzte Woche musste er sich gegen Del Potro zwar geschlagen geben, konnte in der Runde zuvor aber einen Sieg gegen Nalbandian feiern (zum zweiten Mal innert einer Woche). Haas ist sicherlich ein Kandidat für das Achtelfinale – danach wird’s aber schwer. Philipp Kohlschreiber ist zwar um zwei Plätze besser gereiht – auf Rang 20 aber ihm traue ich weniger zu. Bei den Turnieren in Toronto und Cincinnati konnte er nur einen Sieg feiern – gegen den italienischen Sandplatzspezialisten Fognini. Gegen die US-Boys Isner und Baker setzte es jeweils Niederlagen. Runde drei ist das Maximum für „Kohli“.
Der Österreicher Melzer ist auf dem Boden der Realität angelangt. War er vor nicht all zu langer Zeit für einige Wochen in den Top-Ten der Welt zu finden, klassiert er momentan auf Rang 36. Damit wird er auch nicht gesetzt sein für die US Open und somit könnte es bereits in der ersten Runde ein schwieriges Los für Melzer geben. Aber momentan braucht es wohl nicht einmal einen sehr starken Gegner für Melzer. Sowohl in Toronto als auch in Cincinnati verlor er in der ersten Runde gegen den US-Amerikaner Sam Querrey. Ein Spieler, der vom Aufschlag lebt und ansonsten limitiert ist in seiner Spielweise. Beim Turnier in Winston-Salem in dieser Woche musste er fünf Matchbälle abwehren bis er im Tiebreak des dritten Satzes gegen die Nummer 303 der Welt, Michael McClune, gewinnen konnte. Immerhin, er bewies Nervenstärke. In der Nacht auf heute war er dann chancenlos gegen Isner. Klare Zweisatzniederlage und er hatte keinen einzigen Breakball. Die US Open werden ein Kurzauftritt für Melzer im Einzel. Es kommt sicher auch auf die Auslosung drauf an, doch mehr als die zweite Runde traue ich ihm nicht zu. Dafür wird er im Doppel sicherlich wieder ein Wörtchen mitreden können.
Für die Schweizer Nummer zwei, Stanislaw Wawrinka, lief es in den letzten Wochen nicht immer positiv. Nach der Achtelfinal-Niederlage gegen Jo-Wilfried Tsonga bei den French Open setzte es drei weitere Niederlagen en suite. In Wimbledon verlor er in einem Fünf-Satz-Krimi gegen den Österreicher Melzer. Danach wechselte er wieder auf den Sandbelag und verlor beim Heimatturnier in Gstaat in der zweiten Runde (in der ersten Runde hatte er ein Freilos) gegen Paul-Henri Mathieu zwei Mal im Tiebreak und danach kehrte er zurück auf den Rasen. Bei den olympischen Spielen war sein Auftritt auch nur von kurzer Dauer. Er musste bereits in der ersten Runde gegen den späteren Olympiasieger Murray antreten und verlor glatt in zwei Sätzen. Beim Masters in Cincinnati ist er endlich auf die Erfolgsspur zurückgekehrt und erreicht überraschend das Halbfinale. Paul-Henri Mathieu, David Ferrer, Kei Nishikori und Milos Raonic standen auf seiner Abschlussliste. Eine starke Turnierwoche, die Hoffnung für die US Open geben wird. Wawrinka wird mit dem Sieg sicherlich nichts zu tun haben, jedoch traue ich ihm das Viertelfinale – je nach Auslosung – durchaus zu.
US Open – Sieger 2012
Alles deutet auf das Traumfinale zwischen Federer und Djokovic hin. In der Vorbereitung auf das Turnier konnten die anderen Athleten nicht wirklich überzeugen und es wäre doch eine sehr große Überraschung sollte einer der zwei Topstars frühzeitig straucheln. Federer ist trotz seinem fortgeschrittenen Alter (der einzige Top-20 Spieler, der den 30ten Geburtstag schon gefeiert hat) noch immer brandgefährlich. Im Finale von Cincinnati zeigte er seine ganze Klasse. Djokovic würde in einem möglichen Finale natürlich die Revanche wollen und seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Ich sehe ihn jedoch nicht als Favoriten und dementsprechend finde ich die Quote auf ihn nicht gerechtfertigt. Wie oben bereits angedeutet, finde ich die Quote auf Federer mehr als fair. Fast eine Vierer Quote ist in meinen Augen zu hoch. Diese ist auf jeden Fall spielbar. Federer wird nach Cincinnati seinen zweiten Turniersieg en suite feiern und den Vorsprung in der Weltrangliste noch weiter ausbauen.
27. August 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Olympia 2012 – Wer gewinnt das Tennisturnier bei den Herren? – 28.07. – 05.08.2012
Die Tennisstars kehren früher als sonst wieder auf den heiligen Rasen von Wimbledon zurück. Erst Anfang diesen Monats wurde hier in London auf dem grünen Belag noch das Finale des größten und berühmtesten Tennisturniers der Welt ausgetragen. Jetzt, 3 Wochen später, haben sie sich wieder in Großbritannien eingefunden, um den Olympiasieger 2012 zu küren. Von Beginn an stand es außer Frage, auf welchem Belag und in welchen Austragungsstätten dieses olympische Tennisturnier stattfinden wird. Sofort war klar, dass die Gold-, Silber-und Bronzemedaille in diesem Jahr auf dem heiligen Rasen von Wimbledon vergeben werden. Insgesamt treten bei Saisonhöhepunkt 64 Spieler aus 34 Nationen an. Titelverteidiger aus Peking ist der Spanier Rafael Nadal, der verletzungsbedingt auf eine Teilnahme verzichten muss. Ohne den Sandplatzkönig aus Mallorca werden die üblichen Verdächtigen wieder als Titelkandidaten gehandelt.
Topfavorit sollte nach seinem erneutem Wimbledon-Triumph der Schweizer Roger Federer sein. Er scheint momentan der beste Rasenspieler im ATP-Feld und wird alles daran setzen, zum ersten Mal Olympiasieger im Einzel zu werden, nachdem er sich seine erste Goldmedaille 2008 bereits im Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka umhängen lassen konnte. Neben Federer sind es vor allem Novak Djokovic und Andy Murray, die “Fedex” seine Vormachtstellung auf Rasen kaputt machen wollen. Murray scheiterte vor einigen Wochen erst im Finale und dürfte noch einmal mindestens genauso motiviert an sein Heimturnier rangehen, wie jedes Jahr an Wimbledon. Den Djoker Nole Djokovic sollte man auch immer auf der Rechnung haben. Auch wenn der ehemalige Weltranglistenerste zuletzt etwas schwächelte und eventuell auch Tribut für seine vielen und anstregenden Erfolge zollen musste, gilt er immer noch als heißester Kandidat neben Murray und Federer auf die Goldmedaille. Ebenso sollte man den ein oder anderen Außenseiter auch immer auf dem Radar behalten. Bestes Beispiel dafür ist der beste Spanier im Feld (in Abwesenheit von Nadal) David Ferrer. Längst hat er seine eindimensionale Spielweise, die nur auf Sand funktionierte, abgelegt und gilt als Weltranglistenfünfter zu den absoluten Medaillenkandidaten in London. Zudem kommen die großen und schlagstarken Spieler wie Tomas Berdych, Jo-Wilfried Tsonga oder Juan Martin Del Potro, die an guten Tagen den Weltbesten immer gefährlich werden können, ihr Spieler aber noch variabler ausgestalten müssen.
Nachdem wir nun die Favoriten auf die Medaillen vorgestellt haben, kommen wir zu den Deutschsprachler, die in diesem Jahr bei Olympia werden antreten. Ausgenommen davon ist natürlich Roger Federer, der als Schweizer Eidgenosse bereits genug Wertschätzung im Absatz oben erfahren durfte. Im Vorfeld dieser olympischen Sommerspiele gab es viel Trubel um die Tatsache, dass der zurzeit starke Tommy Haas vom deutschen Tennisverband nicht für dieses Turnier gemeldet wurde. Keiner verstand diese Entscheidung so richtig, da Haas nicht zuletzt auf Rasen seine besten Spiele zeigte und ihm ein gebührender Olympia-Abschluss hätte gewährt werden können. Die Deutschsprachler haben eine große Tradition bei den Olympischen Spielen. Erst im letzten Jahr gewann Roger Federer zusammen mit Stanislas Wawrinka überraschend das Doppel im Finale gegen Schweden. 2004 in Athen holten Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler immerhin Silber im Doppel. 1992 gewannen Boris Becker und Michael Stich als letzte deutsche Olympiasieger die Doppel-Konkurrenz in Barcelona. Doch auch im Einzel lief es nicht schlecht. 2000 holte Tommy Haas in Sydney die Silbermedaille. Der letzte deutschsprachige Olympiasieger war der Hüne Marc Rosset aus der Schweiz 1992. Schafft es eventuell ausgerechnet wieder ein Schweizer genau 20 Jahre später erneut?
Insgesamt werden 5 deutschsprachige Spieler an dem Turnier teilnehmen. 2 Deutsche in Person von Phillip Kohlschreiber und Phillip Petzschner, der überraschend nach diversen Absagen anderer Spieler doch noch ins Hauptfeld der 64 Spieler rutschte und nun womöglich alle 3 Wettbewerbe, sprich Einzel, Doppel und Mixed absolvieren wird. Kohlschreiber ist derzeit in guter Form und will sein gutes Turnier von Wimbledon auf den gleichen Plätzen auch bei den Olympischen Spielen wiederholen. Zu den zwei Deutschen, kommen ebenso viele Schweizer. Zum einen natürlich der angesprochene Roger Federer und zum anderen Stanislas Wawrinka, der es allerdings gleich in der ersten Runde mit Lokalmatador Andy Murray zutun bekommen wird. Auch bei diesem Turnier wird mit Jürgen Melzer ein einziger österreichischer Einzelkämpfer am Start sein. Der Wimbledon-Doppelsieger von vor 3 Jahren bekommt es in der ersten Runde mit Marin Cilic zutun und wird große Probleme bekommen.
Tennis Spielpan – Die Deutschsprachler im Überblick: (1.Runde Olympia 2012)
- Roger Federer (SUI)(1) – Alejandro Falla (COL) 6:3 5:7 6:3
- Phillip Petzschner (GER) – Lukas Lacko (SVK) 7:6 6:1
- Phillip Kohlschreiber (GER) – Blaz Kavcic (SVK) w.o.
- Stanislas Wawrinka (SUI) – Andy Murray (GBR)(3) 3:6 3:6
- Jürgen Melzer (AUT) – Marin Cilic (CRO)(13) 6:7 2:6
Finale Tennis Herren 05.08.2012 (Tennis Spielplan Olympia 2012) 
Roger Federer (SUI)(1) – Andy Murray (GBR) (3) 2:6 1:6 4:6
Semifinale Tennis Herren 03.08.2012 (Tennis Spielplan Olympia 2012) 
Roger Federer (SUI)(1) - Juan Martin Del Potro (ARG)(8) 3:6 7:6 19:17
Andy Murray (GBR) (3) - Novak Djokovic (SRB)(2) 7:5 7:5 
Viertelfinale Tennis Herren 02.08.2012 (Tennis Spielplan Olympia 2012) 
Roger Federer (SUI)(1) – John Isner (USA)(10) 6:4 7:6 
Juan Martin Del Potro (ARG)(8) - Kei Nishikori (JPN)(15) 6:4 7:6
Andy Murray (GBR) (3) – Nicolas Almagro (ESP)(11) 6:4 6:1
Novak Djokovic (SRB)(2) – Jo Wilfried Tsonga (FRA)(5) 6:1 7:5
Die komplette 3.Runde im Überblick 01.08.2012 (Tennis Spielplan Olympia 2012) 
Roger Federer (SUI)(1) – Denis Istomin (UZB) 7:5 6:3
John Isner (USA)(10) - Janko Tipsarevic (ARG)(7) 7:5 7:6
David Ferrer (ESP)(4) – Kei Nishikori (JPN)(15) 0:6 6:3 4:6
Gilles Simon (FRA)(12) - Juan Martin Del Potro (ARG)(8) 1:6 6:4 3:6
Steve Darcis (BEL)- Nicolas Almagro (ESP)(11) 5:7 3:6
Marcos Baghdatis (CYP) – Andy Murray (GBR) (3) 6:4 1:6 4:6
Jo Wilfried Tsonga (FRA)(5) - Feliciano Lopez (ESP) 7:6 6:4 
Lleyton Hewitt (AUS) – Novak Djokovic (SRB)(2) 6:4 5:7 1:6
Die komplette 2.Runde im Überblick (Tennis Spielplan Olympia 2012) 
Roger Federer (SUI)(1) – Julien Benneteau (FRA) 6:2 6:2
Gilles Muller (LUX) – Denis Istomin (UZB) 7:6 6:7 5:7
John Isner (USA)(10) – Malek Jaziri (TUN) 7:6 6:2
Phillip Petzschner (GER) – Janko Tipsarevic (ARG)(7) 6:3 3:6 4:6
David Ferrer (ESP)(4) – Blaz Kavcic (SVK) 6:2 6:2
Nikolas Davydenko (RUS) – Kei Nishikori (JPN)(15) 6:4 4:6 1:6
Gilles Simon (FRA)(12) – Grigor Dimitrov (BUL) 6:3 6:3
Andreas Seppi (ITA) – Juan Martin Del Potro (ARG)(8) 3:6 6:7
Steve Darcis (BEL) – Santiago Giraldo (COL) 6:7 6:4 6:4
Alex Bogomolov jr. (RUS) – Nicolas Almagro (ESP)(11) 2:6 2:6
Richard Gasquet (FRA)(16) – Marcos Baghdatis (CYP) 4:6 4:6
Jarkko Nieminen (FIN) – Andy Murray (GBR) (3) 2:6 4:6
Jo Wilfried Tsonga (FRA)(5) – Milos Raonic (CAN) 6:3 3:6 25:23
Feliciano Lopez (ESP) – Juan Monaco (ARG)(9) 6:4 6:4
Marin Cilic (CRO)(13) – Lleyton Hewitt (AUS) 4:6 5:7
Andy Roddick (USA) – Novak Djokovic (SRB)(2) 2:6 1:6
Die komplette 1.Runde im Überblick (Tennis Spielplan Olympia 2012) 
Roger Federer (SUI)(1) – Alejandro Falla (COL) 6:3 5:7 6:3
Julien Benneteau (FRA) – Mikhail Youzhny (RUS) 7:5 6:3
Adrian Ungur (ROU) – Gilles Muller (LUX) 3:6 3:6
Denis Istomin (UZB) – Fernando Verdasco (ESP)(14) 6:4 7:6
John Isner (USA)(10) – Oliver Rochus (BEL) 7:6 6:4
Yen-Hsu Lu (TPE) – Malek Jaziri (TUN) 6:7 6:4 3:6
Lukas Lacko (SVK) – Phillip Petzschner (GER) 6:7 1:6
David Nalbandian (ARG) – Janko Tipsarevic (ARG)(7) 3:6 4:6
David Ferrer (ESP)(4) – Vasek Pospisil (CAN) 6:4 6:4
Phillip Kohlschreiber (GER) - Blaz Kavcic (SVK) w.o.
Radek Stepanek (CZE) – Nikolas Davydenko (RUS) 4:6 3:6
Bernard Tomic (AUS) – Kei Nishikori (JPN)(15) 6:7 6:7
Gilles Simon (FRA)(12) – Mikhail Kukushkin (KAZ) 6:4 6:2
Lukasz Kubot (POL) – Grigor Dimitrov (BUL) 3:6 6:7
Andreas Seppi (ITA) – Donald Young (USA) 6:4 6:4
Ivan Dodig (CRO) - Juan Martin Del Potro (ARG)(8) 4:6 1:6
Tomas Berdych (CZE)(7) – Steve Darcis (BEL) 4:6 4:6
Santiago Giraldo (COL) – Ryan Harrison (USA) 7:5 6:3
Alex Bogomolov jr. (RUS) – Carlos Berlocq (ARG) 7:5 7:6
Viktor Troicki (SRB) – Nicolas Almagro (ESP)(11) 4:6 6:7
Richard Gasquet (FRA)(16) – Robin Haase (NED) 6:3 6:3
Go Soeda (JPN) – Marcos Baghdatis (CYP) 7:6 6:7 2:6
Somdev Devvarman (IND) - Jarkko Nieminen (FIN) 3:6 1:6
Stanislas Wawrinka (SUI) – Andy Murray (GBR) (3) 3:6 3:6
Jo Wilfried Tsonga (FRA)(5) – Tomaz Belucci (BRA) 6:7 6:4 6:4
Tatsuma Ito (JPN) – Milos Raonic (CAN) 3:6 4:6
Dimitri Tursunow (RUS) – Feliciano Lopez (ESP) 7:6 2:6 7:9
David Goffin (BEL) – Juan Monaco (ARG)(9) 4:6 1:6
Marin Cilic (CRO)(13) – Jürgen Melzer (AUT) 7:6 6:2
Lleyton Hewitt (AUS) – Sergiy Stahkovsky (UKR) 6:3 4:6 6:3
Andy Roddick (USA) – Martin Klizan (SVK) 7:5 6:4
Fabio Fognini (ITA) – Novak Djokovic (SRB)(2) 7:6 2:6 2:6
Die Favoriten beim Tennisturnier in London 2012:
Roger Federer (SUI)(1)
Wer das größte Tennisturnier in Wimbledon bereits siebenmal gewonnen hat, zudem die Nummer 1 der Weltrangliste und ganz außerdem als der beste Rasenspieler im ATP-Feld gilt, der ist der klare Goldfavorit bei den olympischen Spielen auf Rasen. Der Schweizer Roger Federer hat alles in seiner Karriere bereits erreicht, nur der Olympiasieg fehlt dem symphatischen Schweizer noch. Beim Grand-Slam Turnier hier in London vor wenigen Wochen gab er im Laufe des Turniers nur 4 Sätze ab und zeigte vor allem in den entscheidenen Spielen gegen Djokovic im Halbfinale und Murray im Finale beeindruckende Leistungen. Niemand war in der Lage den so nervenstarken Rechtshänder zu bezwingen. Sein Spiel passt perfekt auf den Rasenplatz. Federer überzeugt durch seinen starken und variablen Aufschlag sowie durch Slices und seine fast gleichstarke Vor- und Rückhand. Die Tatsache, dass er kaum einfache Fehler macht, bringt einige Gegner schnell aus der Fassung. Federer variiert zwischen Winner und defensivem Spielen mit dem richtigen Passierschlag. “FedEx” ist wohl der intelligenteste Spieler dieser Tour, was man an nahezu jede seiner Ballwechsel eindrucksvoll beobachten kann. Federer ist der absolute Topfavorit auf den Olympiasieg. Er ist der beste Rasenspieler auf der Tour und kommt mit dem Selbstvertrauen als Wimbledon-Sieger 2012 und Weltranglistenerster in sein Wohnzimmer London. –> Quote für den Olympiasieg: 2.85 bei mybet
Novak Djokovic (SRB)(2)
Der Wimbledon-Sieger von 2011 gilt als heißester Konkurrent für Roger Federer. Der Serbe, der seinen großen Durchbruch im letzten Jahr schaffte und insgesamt 10 Turniere gewinnen konnte, hat in dieser Saison seine allerbeste Form noch nicht gefunden. Auch wenn die Ergebnisse mit dem Sieg bei den Australian Open, dem Finale bei den French Open und dem Halbfinale in Wimbledon eine andere Sprache sprechen, so hat der “Djoker” an seiner Unnachahmlichkeit etwas einbüßen müssen. Die Weltklasse-Spieler, die im letzten Jahr reihenweise chancenlos unterlegen waren, haben sich besser auf Nole eingestellt, was dieser nun zu spüren bekommt. Dennoch ist Djokovic natrlich immer noch einer der besten Spieler auf der Tour. Seine Stärke ist ebenfalls die Flexibilität in seinen Schlägen. Er macht sehr wenige Fehler und kann aus fast jeder Position einen Gewinnschlag forcieren. Wenn seine Fitness stimmt und er nicht unter physischen bzw. körperlichen Problemen leidet, kann er jedes Tempo mitgehen und den Gegner laufen lassen. In normaler Form ist Djokovic neben Federer der große Goldfavorit. Der Weltranglistenzweite muss allerdings alles abrufen, um FedEx gefährlicher zu werden als im Halbfinale von Wimbledon, wo er letztendlich deutlich in 4 Sätzen unterlegen war. Mich überrascht es sehr, dass viele Buchmacher ihn als Topfavoriten sehen und Federer nur auf Position Zwei einstufen. –> Quote für den Olympiasieg: 2.60 bei Bwin
Andy Murray (GBR)(3)
Für Murray ist es wahrscheinlich das absolute Highlight in seiner Karriere. Nur einmal erlebt jeder Sportler eine Olympiade in seiner Heimat. Auch wenn Murray gebürtig aus Schottland kommt, so trägt er die “Union Jack” absolut in seinem Herzen. Der Patriotismus gegenüber dem Lokalmatadoren wird bei Olympia noch größer sein als bei Wimbledon vor wenigen Wochen. Ein ganzer Staat steht hinter Murray und will ihn zu einer Medaille brüllen. Die Erwartungen erweisen sich dabei definitiv nicht als haltlos, denn als Finalist des Rasen-Grand-Slams muss man den Schotten zu den Medaillenanwärter dazuzählen. Ähnlich wie Djokovic und Federer gehört auch Murray zu jenen Spieler, die einen Ballwechsel sehr gekonnt und präzise aufbauen können und dabei sehr wenige unforced errors riskieren. Murrays Spiel kostet sehr viel Kraft. Da bei Olympia aber nur 64 Teilnehmer anstatt deren 128 wie bei einem Grand Slam Turnier antreten, könnte das etwas verkürzte Programm dem Briten definitiv in die Karten spielen. Murray strotzt vor Motivation und Selbstvertrauen und will endlich seinen ersten großen Titel. Könnte der Tennis-Sport zu diesem Zeitpunkt eine größere Geschichte schreiben als den Heimsieg von Murray in London? –> Quoten für den Olympiasieg: 7.50 bei Expekt
David Ferrer (ESP)(4)
Der Spanier David Ferrer ist einer der beweglichsten und intelligentesten Spieler im Tennis-Zirkus. Durch seine Physis und seine sehr präzisen Topspin-Schläge kann er an guten Tagen jedem Spieler gefährlich werden. Auch wenn auf dem Papier Rasen sein schwächster Belag ist, so hat er sich auch hier deutlich verbessert. In diesem Jahr schaffte es der 30Jährige Rechtshänder bereits bis ins Viertelfinale und musste sich dort nach hartem Kampf Andy Murray geschlagen geben. Die Auslosung ist gut für ihn, so dass auch diesmal das Viertelfinale oder gar das Halbfinale drin ist. Als Spanier muss er nach dem Ausfall von Nadal fast alleine die Fahne hochhalten und wird deshalb sehr motiviert und ambitioniert dieser Herausforderung annehmen. Ferrer ist immer für eine Überraschung gut, auch wenn ich ihm auf dem grünen schnellen Belag von Wimbledon keine Medaille zutraue. –> Quote für den Olympiasieg: 40.00 bei interwetten
Jo-Wilfried Tsonga (FRA)(5)
Meiner Meinung nach ein weiterer ganz heißer Anwärter auf eine Medaille ist der Franzose Jo-Wilfried Tsonga. Der an Position Fünf gesetzte Tsonga stand in Wimbledon vor wenigen Wochen noch im Halbfinale, musste dort aber ebenfalls dem Briten Andy Murray den Vortritt lassen. Tsongas Spiel passt perfekt auf den schnellen Rasenbelag. Er hat einen sehr starken und schnellen ersten Service und hat die Zahl der einfachen Fehler in den letzten Jahren deutlich reduziert. Zudem kann er am Netz viele und schwierige Bälle verarbeiten und hat auch an der Physis bzw. der Beinarbeit deutlich gearbeitet. Tsonga ist vielleicht derjenige Spieler, der die großen Namen überraschen kann. Er bewies in der Vergangenheit, dass er die Federers und Co. an den Rande einer Niederlage bringen kann. Olympia ist vielleicht genau das Pflaster, was der extrovertierte Rechtshänder braucht, um endlich und engültig aus seinem Schatten zu springen und den Weg ganz nach oben anzutreten. Für mich ist Tsonga ein Medaillenkandidat, ob er nach mehr greift, muss man abwarten und hängt sicherlich auch von der Stärke der anderen Favoriten im Laufe der Woche ab. –> Quote für den Olympiasieg: 21.00 bei Mybet
Olympia 2012 – Wer gewinnt das Tennisturnier bei den Herren? – Quoten von bwin – Stand: 27.07.2012 – 14.00
Roger Federer –> 2.20
Novak Djokovic –> 2.60
Andy Murray –> 6.00
Jo-Wilfried Tsonga –> 19.00
Tomas Berdych –> 23.00 (in Runde 1 ausgeschieden)
David Ferrer –> 26.00
Juan Martin Del Potro –> 26.00
Milos Raonic –> 34.00
Phillip Kohlschreiber –> 151.00 (w.o. vor Runde 1)
Jürgen Melzer –> 201.00 (in Runde 1 ausgeschieden)
31. Juli 2012 / marcel - Kategorie:
Olympia 2012
Paris 2012 – Wer gewinnt die French Open 2012 bei den Männern?
Das wichtigste Sandplatzturnier des Jahres steht mal wieder an. Ab dem 27.Mai kämpfen wieder 128 Männer um den begehrten Titel auf der roten Asche in Paris. Titelverteidiger in Roland Garros ist der spanische Sandplatzgott Rafael Nadal. Insgesamt ist es in diesem Jahr schon die 111.Auflage der French Open. Bis zum 10.Juni werden die beiden Finalisten 6 Spiele absolviert haben müssen, ehe sie dann am Sonntag das Finale auf dem Center Court Phillipe Chatrier austragen und der Sieger des aktuellen Jahres feststehen wird. Anders als bei den Frauen, wo es knapp 10 Spielerinnen gibt, denen ein Finaleinzug zuzutrauen ist, gibt es bei den Männern klare Favoriten, die auch ihrer Favoritenstellung zumeist bei anderen Grand Slam Turnieren schon gerecht werden konnten. Topfavorit in diesem Jahr auf den Titel ist natürlich wiederum der Spanier Rafael Nadal, der in der Szene als mit Abstand bester Sandplatzspieler gilt. Der Abstand auf Sand zu den anderen Topspielern wie der Nummer 1 der Welt Novak Djokovic oder Legende Roger Federer ist definitiv kleiner geworden, dennoch wird Nadal als heißester Anwärter, auch von den Buchmacher, auf einen Sieg bei den French Open gehandelt. Hinter den 3 angesprochenen Spieler sind es noch eine Hand voll weitere Spieler, die im Turnier als Außenseiter bzw. Geheimfavoriten weit kommen wollen und dem ein oder anderen Favoriten ein Bein stellen wollen. Sandplatz ist ein Belag, bei dem eine gute Beinarbeit und Kondition gefragt ist. Nicht umsonst dauern die Matches und die einzelnen Service-Games in einem Match deutlich länger als auf anderen Belägen. Das Spiel auf Sandplatz ist sehr physisch und wird durch das Anrutschen und die Stopps eher von den Spielern geliebt, die sehr variabel agieren können und zudem flink, beweglich und schnell auf den Beinen sind.
Paris 2012: Die Top-Favoriten
Rafael Nadal
Der große Favorit auf den French Open Titel 2012, ist wie bereits angekündigt, der Spanier Rafael Nadal. In der Weltrangliste rangiert der Linkshänder momentan hinter Djokovic und vor Federer auf Platz 2. Während er in den letzten beiden Jahren die Weltranglistenposition 1 und die Vormachtstellung im Tennis an Djokovic weitergeben musste, so behielt er wenigstens die Position des Branchenführers auf Sandplatz. Der dynamische Spieler aus Menorca konnte Roland Garros bereits 6mal gewinnen und ist damit mit dem ehemaligen schwedischen Topspieler Björn Borg der Rekordsieger. Zwischen 2005 und 2008 konnte Nadal gar 4mal in Folge das Turnier gewinnen. Auch in den letzten beiden Jahren ging kein Weg an dem Spanier vorbei. Im letzten Jahr gewann er gegen “Fedex” Roger Federer, im Vorjahr musste sich Nadal mit einem 3-Satzsieg gegen Überraschungsfinalisten Robin Söderling nicht ganz so mühen. Die Vorbereitung auf die French Open liefen für Nadal nahezu optimal. Die gut besetzten Sandplatzturniere in Monaco, Barcelona und Rom konnte er allesamt auf eine sehr souveräne Art und Weise gewinnen. Ich denke, dass auch in diesem Jahr der Titel nur über Nadal führen kann. Der Real-Madrid Fan ist einfach der beste Sandplatzspieler, den es jemals in der Tennisgeschichte gab und ich sehe keinen Gegner, der Nadal in einem Best-Of-Five Match 3 Sätze abnehmen könnte. Wettquote: 1.83 bei WilliamHill
Novak Djokovic
Djokovic hat sich in den letzten Jahren zum besten und vielseitigsten Tennisspieler der Welt entwickelt. Der Serbe, der von seinen Fans auch liebevoll “Nole” genannt wird, der im letzten Jahr drei der vier Grand Slam Turniere gewinnen konnte, ist momentan die Nummer 1 der Welt und gehört in Paris neben Nadal zum absoluten Topfavoriten auf den Titel. Viele Experten sagen, dass nur der Spielstil von Djokovic und seine Fitness, den Spanier Nadal auf Sand in möglichen 5 Sätzen wirklich in Predouille bringen können. Djokovic gewann seit Anfang des letzten Jahres 2011 sagenhafte 12 Turniere und hat sich genau deswegen an die Spitze der Welt gearbeitet. Der Spielstil von Djokovic ähnelt dem von Nadal sehr. Beide Spieler spielen sehr variabel und mit unglaublich viel Spin. Zudem ist die Stärke beider Spieler, dass sie kaum unforced errors machen und fast aus jeder Position, ob Offensive oder Defensive, einen Schlag kreieren können, der zum erfolgreichen Ballwechsel führt. Wer das Finale am Montag von Rom gegen Nadal sah, der war einmal mehr der Meinung, dass Nole und Nadal die zwei derzeit mit Abstand besten Tennisspieler auf Sand sind. An guten Tagen hat Djokovic defintiv die Möglichkeit, Nadal auf Sand zu schlagen, wie er im letzten Jahr bei dem ein oder anderen Masters-Turnier unter Beweis stellen konnte. Seine Form wird zu den French Open hin, sicherlich wieder die Beste sein. Bei seinen bisherigen 3 Turnieren auf Sand kam er zwei Mal ins Finale und verlor zweimal gegen seinen ewigen Kontrahenten Nadal glatt in 2 Sätzen.
Wettquote: 3.60 bei Unibet
Roger Federer
Wenn ein Grand-Slam Turnier ansteht, muss man den introvertierten Schweizer natürlich immer zu den absoluten Favoriten dazuzählen. Derzeit steht Federer zwar nur auf Platz 3 der Weltrangliste, dies ist allerdings eher der unglaublichen Stärke von Djokovic und Nadal geschuldet, als der eigenen Schwäche. Trotz seiner mittlerweile 30 Jahren gehört Federer immer noch zu den fittesten Spieler auf der Tour. Durch seine starke Beinarbeit und seine unglaubliche Variaton an Schlägen und der sehr starken Rückhand zählt der 16-fache Grand Slam Sieger zu den besten Sandplatzspielern auf der ATP-Tour. Sein letzter und bisher einziger Sieg in Paris bei den French Open liegt bereits 3 Jahre zurück. Federer war der einzige Spieler, der Nadal den fünften Sieg in Folge bei Roland Garros 2009 vermieste. Seine Vorbereitung fiel verhältnismößig kurz aus. Er bestritt in diesem Jahr nur 2 Sandplatzturniere. Ein sehr gut besetztes Turnier gewann er in Madrid, in der letzten Woche in Rom scheiterte er erst im Halbfinale gegen die Nummer 1 der Welt. Federer ist ein möglicher Gegner für Nadal im Halbfinale. Da ich glaube, dass Nadal eher in einem Halbfinale als in einem Finale zu schlagen sein wird, rechne ich dem legendären Schweizer durchaus gute Chancen zu, nach 2009 mal wieder einen Titel in Rolland Garros zu holen. Je nachdem, wie er sich in den ersten Runden schlägt und möglichst wenig Kraft verbraucht, könnte er gegenüber Nadal im Vorteil sein, dessen Spiel auf Sand noch deutlich anstrengender ist, als das Spiel eines Federers, der deutlich mehr einfache Punkte erzwingt, dafür aber auch deutlich mehr unnötige und einfache Fehler produziert als Nadal, der eigentlich jeden Ball vom Gegner wieder zurück ins Feld bringt.
Wettquote: 11.00 bei Sportingbet
Die Außenseiter und Geheimfavoriten – French Open 2012:
Andy Murray
Der Brite Andy Murray verfolgt in diesem Jahr andere Ziele als die French Open auf seinem ungeliebten Belag Sand. Murray konzentriert sich in dieser Saison auf die beiden Rasenturniere bei Olympia und Wimbledon. In London hat der Schotte so etwas wie Heimvorteil. Die britischen Fans sind auf seiner Seite und wollen endlich mal wieder einen britischen Wimbledonsieger, ob bei Olympia oder beim Grand Slam ist Murray sicherlich egal. Er legt seine Formhöhepunkte daher weiter nach hinten und wird bei den French Open wohl keine große Rolle spielen können. In Monte Carlo und Barcelona schied er bereits im Viertelfinale aus, letzte Woche in Rom musste er sogar schon nach der dritten Runde seine Segel streichen. Der Weltranglistenvierte, der noch nie ein Grand-Slam Turnier gewinnen konnte, kam letztes Jahr ins Halbfinale, diesmal ist meiner Meinung nach schon früher Schluss.
Wettquote: 41.00 bei Youwin
David Ferrer
Auf Sand gehört der Spanier immer zu den Geheimfavoriten. Ferrer ist ein sehr unangenehmer Gegner. Der Weltranglisten-Sechste ist ein unermüdlicher Kämpfer und gibt keinen Ball verloren. Genau deshalb ist er sehr schwer zu bespielen. Man bekommt Ferrer nicht müde. Zudem produziert er sehr wenige einfache Fehler. In der letzten Woche in Rom bot er Nadal in einem Satz (6-7) Paroli und war nahe dran, seinen Landsmann zumindest einem Satz abzunehmen. In diesem Jahr hat er eine unglaubliche 21-4 Bilanz auf Sandplatz. Er bestritt mehr Spiele als die anderen Kontrahenten in der Weltspitze und konnte schon Ende Februar/Anfang März zwei eher schwach besetzte Turniere gewinnen. Bei den großen Turnieren in Barcelona, Madrid und Rom überzeugte der Kämpfer mit einer Finalteilnahme (Niederlage gegen Nadal), einem Halbfinale (Niederlage gegen Nadal) und einem Viertelfinale (Niederlage gegen Federer). Man sollte David Ferrer keineswegs unterschätzen. Der Spanier kann auf Sand an guten Tagen fast jeden Spieler schlagen.
Wettquote: 50.00 bei Expekt
Tomas Berdych
Der Tscheche Berdych ist derzeit in sehr guter Form. Bei den großen Sandplatzturnieren in Monaco, Madrid und Rom kam er immer mindestens ins Viertelfinale. In Madrid verlor er gar erst das Finale in 3 sehr knappen Sätzen gegen den Turniersieger Roger Federer. Auch letzte Woche in Rom war er gegen Nadal nicht chancenlos. Berdych hat einen sehr starken Service und macht dadurch viele freie Punkte. Auch an seiner Beinarbeit und der Beweglichkeit hat er sehr viel gearbeitet, so dass er mittlerweile wohl einer der beweglichsten anatomisch großen Spieler im Tenniszirkus ist. Auch dem Tscheche rechne ich gute Chancen ein, zumindest bis ins Viertelfinale zu kommen. Danach wird er auf die sehr starken Spieler treffen, und ob er 3 Sätze gegen einen Nadal, Federer oder Djokovic gewinnen kann, steht meiner Meinung nach noch einmal auf einem ganz anderen Blatt Papier.
Wettquote: 67.00 bei Betway
Milos Raonic
Der junge Kanadier nimmt eine sehr erfolgreiche und erfreuliche Entwicklung. Raonic spielt mittlerweile sogar auf seinem ungeliebten Sandplatz sehr stark und gilt als Nachwuchshoffnung im Tennis. An guten Tagen und in guter Form kann Raonic sogar den ganz großen Spielern gefährlich werden. Ich denke jedoch, dass ein Grand-Slam Turnier für den 21-Jährigen noch etwas zu früh kommt. Noch sind seine Leistungen zu unkonstant, so folgte beispielsweise auf das Halbfinale in Barcelona und der Niederlage in drei Sätzen gegen Federer in Madrid eine unnötige und überraschend deutliche Niederlage gegen den Deutschen Florian Mayer. Raonic wird dieses Turnier sicherlich nicht gewinnen, dennoch kann man eine 180.00er Quote sicherlich im Sinne von Layen/Traden spielen, da sie nach den Anfangssiegen sicherlich etwas nach unten gehen wird.
Wettquote: 180.00 bei Unibet
Die Deutschen in Paris 2012:
Die Deutschen werden auch in diesem Jahr wieder keine große Rolle in Paris spielen. Zwar sind sowohl Phillip Kohlschreiber als auch Florian Mayer gute Sandplatzspieler, die in der Vergangenheit auch schon ihr Können unter Beweis stellen konnte, dennoch sind sie aufgrund ihrer mittelmäßigen Weltranglistenposition in einer Lage, wo sie relativ früh im Turnier gegen gute bzw. bessere Spieler spielen müssen und daher sehr früh die Segel streichen müssen. Die deutschen Tennisspieler überzeugen mehr in der Quantität, als in der Qualität. In den Anfangsrunden ist sicherlich die ein oder andere Überraschung drin, gegen starke Gegner und vor allem im System mit den 3 Gewinnsätzen werden unsere Vertreter auch in diesem Jahr nichts Überraschendes und Erfolgreiches in Roland Garros leisten können. Am ehesten traue ich daher noch dem Routinier Tommy Haas etwas zu, der sich durch die Qualifikation kämpfen musste und bei seinen letzten Turnieren, vor allem auch in München zeigte, dass der Wahl-Amerikaner noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Bei seinen womöglich letzten French Open will Haas noch einmal alles zeigen und eventuell auch für die ein oder andere Sensation sorgen, auch wenn die Fitness im Laufe eines langen Turniers ein Problem werden könnte.
Wettquoten der Deutschen bei Bwin
Tommy Haas –> 251.00
Florian Mayer –> 501.00
Phillip Kohlschreiber –> 501.00
Wettbasis.com Prognose: Meiner Meinung nach kann der Sieg bei den diesjährigen French Open nur über Rafael Nadal gehen. Der Spanier ist und bleibt einfach der beste Sandplatzspieler im Tenniszirkus und es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn Nadal nicht seinen ingesamt siebten Titel in Rolland Garros holen kann. Am ehesten traue ich Djokovic eine Überraschung zu. Der Serbe ist, auch auf Sand, sehr nahe an Nadal rangerückt und ist vielleicht der einzige Spieler, der gegen Nadal auch drei Sätze gewinnen kann. Djokovic ist fit und in guter Form, wenn er nun noch einen guten Tag erwischt, ist ihm ein Sieg gegen Nadal in einem möglichen Traumfinale durchaus zuzutrauen. Um ins Finale zu kommen, müsste Djokovic im Halbfinale aber erste Roger Federer ausschalten. Der Schweizer will es in dieser Saison noch einmal wissen und ist zudem der einzige Spieler, der in den letzten 7 Jahren Nadal in Paris schlagen konnte. Außer den drei Topfavoriten und Führenden in der Weltrangliste, rechne ich keinen anderen Spieler eine wirkliche Chance auf den Turniersieg in Paris ein. Für eine Überraschung könnten dennoch Ferrer und Berdych sorgen, die allerdings dann Probleme bekommen werden, wenn sie wirklich 3 Sätze gegen die physisch stärkeren Spieler von ganz oben gewinnen müssen. Die deutschen Vertreter werden auch bei den French Open nicht über eine Statisten-Rolle hinwegkommen, auch wenn Überraschungen natürlich, wie in jeder Sportart und in jedem Spiel durchaus möglich und auch willkommen sind.
Wer gewinnt die French Open 2012? – Die Wettquoten im Überblick (Stand: 23.05.2012 – 20.00)
Rafael Nadal –> 1.83 bei WilliamHill
Novak Djokovic –> 3.60 bei Unibet
Roger Federer –> 15.00 bei Betway
Juan Martin Del Potro –> 34.00 bei Sportingbet
Andy Murray –> 41.00 bei Youwin
David Ferrer –> 50.00 bei Expekt
Tomas Berdych –> 67.00 bei Betway
Milos Raonic –> 180.00 bei YouWin
Fernando Verdasco –> 350.00 bei Unibet
29. Mai 2012 / marcel - Kategorie:
Tennis-Wetten
Novak Djokovic (1) – Stanislaw Wawrinka , (Head-to-Head: 11-2) ATP Masters Madrid, Achtelfinale
Im Achtelfinale des Masters Turnier in Madrid kommt es zum nächsten Leckerbissen für unsere deutschsprachigen Fans. Die Schweizer Nummer zwei – Stanislaw Wawrinka fordert dabei den momentanen Branchen-Primus Novak Djokovic. Der Schweizer zeigte sich in den letzten Wochen in durchaus ansprechender Form und befindet sich momentan auf Platz 21 der Weltrangliste. Doch gegen den Führenden der Weltrangliste braucht er eine starke Leistung um eine Chance zu haben. Bisher gab es 13 Duelle zwischen den beiden Kontrahenten. Dabei führt Djokovic ganz klar mit elf zu zwei. Der letzte Sieg von Wawrinka war im Jahr 2006, seitdem konnte „Nole“ acht Mal in Folge gewinnen. Das letzte Aufeinandertreffen war vor genau einem Jahr beim Sandplatzturnier in Rom. Dabei gab es einen klaren 6-4 6-1 Sieg für Djokovic.
Novak Djokovic (1)
Im Gegensatz zu den Damen hatten die Top-Acht der Herren in der ersten Runde ein Freilos. Dementsprechend war das Duell gegen Daniel Gimeno Traver der erste offizielle Auftritt von Novak Djokovic auf dem blauen Sandbelag. Und dies merkte man ihm deutlich an. Den ersten Satz konnte er zwar noch deutlich mit 6-2 für sich entscheiden. Dabei gelangen dem Spanier lediglich drei Returnpunkte. Doch im zweiten Satz spielte der spanische Qualifikant besser mit und zeigte sich dann in den entscheidenden Momenten nervenstark. Zwei Breakbälle reichten ihm zu zwei Breaks und zum deutlichen Satzgewinn. Im entscheidenden dritten Satz ging seine Formkurve dann wieder nach unten und Djokovic konnte sich verdient durchsetzen. Doch überzeugend war diese Leistung nicht.
Nach dem Spiel beklagte sich der Serbe auf seiner Facebook-Seite über den Belag. Viel zu rutschig sei er gewesen. Und für das nächste Spiel benützt er lieber Eislaufschuhe als Tennisschuhe – damit wird er besser umgehen können. Die Resonanz auf den blauen Belag ist durchweg negativ. Wenn man in den Ball hinein rutscht, ist es sehr schwer zu stoppen, da der Belag eben so rutschig ist. Glücklicherweise gilt die Vereinbarung nur für ein Jahr und die Spieler auf der Tour haben den Hoffnungsschimmer, dass dieses Projekt als gescheitert bezeichnet wird und somit im Jahr 2013 man auch in Madrid wieder auf der altbewährten Asche spielen wird.
Bei der deutlichen Finalniederlage in Monte Carlo war Djokovic sichtlich angeschlagen – nicht körperlich sondern psychisch. Der Großvater des Serben starb und dies ging ihm verständlicherweise sehr nah. Aufgrund dieser privaten Probleme entschied er sich dann sogar sein Heimturnier in Belgrad auszulassen. Doch er gab bereits vor dem Turnier zu Protokoll, dass er sich wieder bereit fühlt auf die Tour zurückzukehren und den Titel zu verteidigen. Doch dann wird eine Leistungssteigerung von Nöten sein.
Der Weg ins Achtelfinale
1. Runde – Freilos
2. Runde – Daniel Gimeno Traver 6-2 2-6 6-3
Stanislaw Wawrinka
Die aktuelle Nummer 21 der Welt ist schon länger auf Sand unterwegs. Lediglich für das Masters in Indian Wells wechselte er nochmals auf den Hardplatz. Aber dort verlor er relativ früh gegen den Franzosen Gilles Simon. Beim Masters in Monte Carlo konnte er sich immerhin bis ins Viertelfinale vorkämpfen und unterlag dann dort dem späteren Turniersieger Nadal. In Estoril kam er sogar ins Halbfinale und auch dort verlor er gegen den späteren Turniersieger, in diesem Falle war es Juan Martin del Potro. Alles in allem befindet sich der Eidgenosse in sehr guter Verfassung und ist auf dem Weg nach oben.
In Madrid konnte er in seinen ersten zwei Spielen auch überzeugen. In Runde eins traf er auf Olivier Rochus. Dabei gelangen ihm insgesamt 14 Asse und er musste nur einmal seinen Aufschlag abgeben. Im zweiten Satz sah man dann ein ausgeglichenes Spiel. Es ging ohne einzigen Breakball in den Tiebreak und dort konnte sich dann Wawrinka mit 7-3 durchsetzen. In der zweiten Runde konnte er die österreichische Nummer eins, Jürgen Melzer, ausschalten. Der Österreicher konnte am Vortag einen Überraschungssieg gegen Feliciano Lopez landen. Doch an diese Leistung konnte er weder spielerisch noch kämpferisch anschließen. Im ersten Satz hatte Melzer nichts entgegenzusetzen und musste diesen klar mit 6-1 abgeben. Lediglich 13 der 41 ausgespielten Punkte gingen dann an Melzer. Wie bereits in der ersten Runde von Wawrinka war auch dieses Mal der zweite Satz enger und ausgeglichener. Bis zum 4-4 konnten beide ihren Aufschlag relativ problemlos halten. Doch dann musste Melzer seinen Aufschlag abgeben und danach servierte Wawrinka locker aus.
Der Weg ins Achtelfinale
1. Runde – Olivier Rochus 6-4 7-6
2. Runde – Jürgen Melzer 6-1 6-4
Novak Djokovic (1) vs. Stanislaw Wawrinka: Prognose & Wettbasis Trend
Das Match-Up ist hier relativ ähnlich wie beim Spiel zwischen Roger Federer und Milos Raonic. Federer und Djokovic kehren nach einer Pause zurück auf die Tour (auch wenn die Gründe für die Pause unterschiedlich sind) und der Gegner befindet sich in guter Verfassung. Der Vorteil von „Nole“ ist sicherlich, dass er schon ein Spiel in den Beinen hat. Dabei konnte er zwar nicht überzeugen, aber er konnte immerhin Spielpraxis auf dem rutschigen Sandplatz sammeln. Dennoch Wawrinka befindet sich in blendender Verfassung und auch hier traue ich dem Underdog mindestens einen Satz zu.
So wie bereits bei Raonic würde ich auch hier empfehlen den Außenseiter zu Spielbeginn zu „backen“ und dann sollten sich im Laufe des Spiels nette Tradingmöglichkeiten ergeben. Hier sehe ich sogar die Chancen größer, dass wir Zeuge einer Überraschung werden und Djokovic bereits im Achtelfinale die Segel streichen muss. Und damit würde Wawrinka seinem Schweizer Freund Federer einen Bärendienst erweisen im Kampf um die Nummer eins Position.
Die aktuellen Wettquoten:
Novak Djokovic (1) 1,25 @Unibet
Stanislaw Wawrinka 4,33@Bet365
9. Mai 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Der nächste große Tenniswettbewerb wirft seine Schatten voraus. Am Freitag, den 10.Februar starten die Erstundenspiele des Davis Cups 2012. Der Davis Cup hat dabei eine große Tradition. Der bekannteste und wichtigste Mannschaftswettbewerb der Welt im Tennis wird bereits seit über einem Jahrhundert ausgetragen und konnte schon viele verschiedene Gewinner aufweisen. Gründer der grundsätzlichen Idee eines Mannschaftswettbewerb ist der Amerikaner Dwight Filey Davis, der im Jahr 1900 mit einigen Kommilitonen auf die Idee kam, den Rivalen aus Großbritannien zu einem Teamtennismatch herauszufordern. Der Havard-Student legte das System fest und kreirte den ersten Pokal aus eigener Kasse. Somit wurde der Davis Cup 1900 zum allerersten Mal ausgetragen, auch wenn damals nur zwei Nationen daran teilnahmen. In den folgenden Jahren entwickelte sich das gute System, so dass immer mehr Mannschaften an dem prestigeträchtigen Turnier teilnehmen konnten. Rekordsieger des Davis-Cups ist immernoch das Gründerland USA mit 32 Siegen, vor den Australienern mit 28 Siegen und den Briten bzw. den Franzosen mit jeweils 9 Siegen. In der nahen Vergangenheit waren es jedoch vor allem die Spanier, die in den vergangenen vier Jahren immerhin drei mal den begehrten Titel holen konnten.
Demnach ist Spanien auch der amtierende Titelverteidiger des Davis Cups. Im letztjährigen Finale des Cups konnte sich die Mannschaft von Kapitän Albert Costa mit den Topspielern Rafael Nadal, David Ferrer, Feliciano Lopez oder Fernando Verdasco relativ deutlich mit 3-1 gegen die Argentinier durchsetzen, die 2011 zum ersten Mal in einem Finale des Davis-Cups standen. Der diesjährige Davis Cup steht allerdings unter einem anderen Vorzeichen, vor allem für die Spanier. Sowohl die beiden Topspieler Rafael Nadal und David Ferrer als auch die Doppelexperten Feliciano Lopez und Fernando Verdasco haben sich aufgrund der Olympischen Spiele dazu entschlossen, nicht an dem Wettbewerb teilzunehmen. Somit wird aus dem eigentlichen Topfavoriten Spanien nur noch ein Geheimfavorit, der ohne die großen Waffen in dieser Saison wird auskommen müssen.
Wie in jedem Jahr wird es auch in diesem Jahr einige Nationen geben, die teilweise zum ersten Mal oder nach langer Zeit mal wieder in der ersten Runde des Davis Cups vertreten sein werden. Beispielsweise werden sowohl die Japaner als auch die Kanadier ihr Debüt im Davis Cup geben, nachdem sie in der letztjährigen Aufstiegs/Abstiegsrelegation Indien bzw. Israel bezwingen konnten. Neben den Neulingen sind auch in diesem Jahr wieder 3 deutschsprachige Nationen am Start. Die Deutschen qualifizierten sich schon durch den Sieg gegen Kroatien im Davis Cup 2011, während die Österreicher (4-1 gegen Belgien) und die Schweizer (3-2 gegen Australien) den Weg über die Relegation nehmen mussten.
Schon in der ersten Runde 2012 gibt es manch eine Spitzenbegegnung, die den Titel Erstrundenpartie nicht verdient. Beispielsweise muss der Finalist des letzten Jahres aus Argentinien nach Bamberg in die Stechert Arena und auf Sand beweisen, dass sie auch in diesem Jahr viel erreichen können. Ein anderes Highlight wird in der Schweiz stattfinden, wo die Schweizer mit ihrem Topspieler Roger Federer auf die US-Amerikaner treffen werden, die wie jedes Jahr endlich mal wieder den Weg in Richtung Viertelfinale bzw. Halbfinale gehen wollen. Titelverteidiger Spanien trifft auf Außenseiter Kasachstan und der eigentliche Topfavorit Serbien tritt ohne ihre Nummer 1 und Australien Open Sieger Novak Djokovic gegen Schweden an. Wir haben die Spiele hier noch einmal kurz und knapp im Überblick:
Nun werden wir uns noch mit der Frage befassen, wer denn in diesem Jahr den Davis Cup gewinnen kann. Der Titel scheint, anders als in den letzten Jahren aufgrund der Olympischen Spiele etwas an Bedeutung verloren zu haben. Viele Topstars haben bereits abgesagt und werden noch weitere Partien in den kommenden Monaten absagen müssen, da die Davis Cup Spiele einfach zeitlich und auch turnierplanungstechnisch nicht in den Spielkalender des Jahres passen. Rafael Nadal und David Ferrer haben es vorgemacht, Novak Djokovic wird seine Einzelkarriere immer in den Vordergrund stellen und auch der Argentinier Juan Martin Del Potro wird gegen Deutschland fehlen, da er die kommenden Turniere nicht an das Davis Cup Spiel in Bamberg anpassen konnte. Mittlerweile ist die Tennis-Welt soweit ausgeglichen, dass eigentlich jede Nation mindestens 2 Topspieler braucht, um überhaupt eine Chance in dem dreitägigen Match zu haben. Nur noch selten spielt ein Spieler 3 Matches in 3 Tagen (einschließlich Doppel). Viel mehr wird viel variiert und mehrere Spieler kommen zum Einsatz, dennoch ist es natürlich ein Vorteil wenn man einen absolten Topspieler in den eigenen Reihen hat, der einer Nation schon 2 von nötigen 3 Punkten am Wochenende bescheren kann.
Die Buchmacher sehen in diesem Jahr die Serben als Favoriten. Sicherlich haben sie mit Janko Tipsarevic und Novak Djokovic gute Spieler im Einzel und mit Viktor Troicki einen guten Ersatzmann fürs Einzel. Auch im Doppel sind sie mit dem eingespielten Doppel Ilja Bozoljac und Nenad Zimonjic gut aufgestellt. Dennoch sehe ich bei den Serben immer wieder die Möglichkeit, dass ein Novak Djokovic für Spiele absagt und die Alternativen für Troicki und Tipsarevic fehlen. Ich denke man kann sagen, dass die Serben in Bestbesetzung der absolute Topfavorit auf den Davis-Cup Triumph 2012 sind. Bereits 2010 sah man, dass eine gute Teamchemie im Kader herrscht und auch vor allem die Heimspiele zu sehr großer Euphorie im Land führen. Fällt allerdings neben der Nummer 1 noch ein weiterer Spieler aus, wird es sehr schwer für die Serben, da sie praktisch nur über drei gute Einzelspieler verfügen. Ich zähle in diesem Jahr vor allem die Franzosen zu den absoluten Topfavoriten. Sie haben einen sehr ausgeglichenen Kader und mit Gael Monfils, Jo Tsonga und auch Gilles Simon drei Top- 10 Spieler bzw. Spieler mit Top 10 Potential in ihren Reihen. Auch dahinter kommen mit Julien Bennetatu und Michael Llodra Spieler, die man nicht nur im Doppel sondern auch im Einzel einsetzen kann. Frankreich wird sicherlich eine gute Rolle in diesem Jahr spielen können. Doch auch die Argentinier haben im letzten Jahr gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Vor allem auf Sand können Juan Ignacio Chela, Juan Monaco oder sofern verfügbar Juan Martin Del Petro nahezu jedem Land gefährlich werden. Unterschätzen darf zudem auf gar keinen Fall die Schweizer. Reisen sie mit ihrer Bestbesetzung Roger Federer und Stanislas Wawrinka an, wird es für jede andere Nation schwer. Auch wenn die beiden ein unheimliches Programm auf sich neben werden müssen, darf man sie nicht abschreiben, da sie definitiv das Potential haben die großen Nationen und vermeintlichen Favoriten zu ärgern.
Nur Außenseiterchancen haben meiner Meinung nach die Spanier, die mit eher durchschnittlichen Spieler wie Juan Carlos Ferrero, Marcel Granollers und angeführt von Nicolas Almagro wohl eher auf Patzer der Gegner hoffen müssen. Auf Sand jedoch sind die Spanier traditionell stark und die Kasachen in der ersten Runde, dürften noch keine große Herausforderung für das Team von Neu-Coach Alex Corretja darstellen. Immer auf der Rechnung muss man zudem die Russen haben, die nach dem sehr enttäuschenden Abschneiden im letzten Jahr (Erstrundeniederlage gegen Schweden) in diesem Jahr einiges wieder gutmachen wollen. Sie verfügen mit Michail Youzhny, Nikolay Davidenko, Igor Kunitsyn und Alex Bogomolov über Spieler mit großem Potential, die ihr Potential allerdings zu selten und unkonstant abrufen. In Runde 1 treffen sie auf die Österreicher um Jürgen Melzer, was dennoch eine mehr als lösbare Aufgabe werden sollte.
Den Deutschen rechne ich auch in diesem Jahr keine realistische Chancen auf das Finale ein. Schon in Runde 1 gegen die starken Argentinier werden sie ohne den sich in guter Form befindlichen Phillip Kohlschreiber wahnsinnig schwer tun und nur eine Möglichkeit aufs Weiterkommen haben, wenn Flo Mayer, Tommy Haas und Phillip Petzschner über sich hinaus wachsen und in Kombination mit den frenetischen Fans überraschend gut aufspielen. Dennoch wäre es für die Deutschen schon ein Erfolg, wenn sie mit einem Überraschungssieg gegen Argentinien ins Viertelfinale kämen und damit einer erneuten Abstiegsrelegation aus dem Wege gehen würden.
Wer wird Davis-Cup Sieger 2012? (Quoten von bwin)
Serbien –> 3.75
Frankreich –> 4.00
Argentinien –> 5.50
Schweiz –> 6.00
Spanien –> 8.00
Russland –> 17.00
Tschechien –> 21.00
USA –> 26.00
Deutschland –> 34.00
Kroatien –> 51.00
Österreich –> 81.00
Japan –> 101.00
Schweden –> 101.00
Kanada –> 126.00
Italien –> 201.00
Kasachstan –> 501.00
Wettbasis-Expertentrend: Eine Wette auf einen absoluten Außenseiter im Davis Cup 2012 wird wenig Sinn machen. Dennoch würde ich in diesem Jahr nicht mit den Buchmachern gehen und auf die Serben setzen, da ich nicht glaube, dass Novak Djokovic viele Spiele für sein Land machen wird. Viele Spieler spekulieren auf Olympia und planen ihre Turniere und ihren Verlauf deswegen sehr sorgfältig und früh. Meiner Meinung nach wird die Mannschaft, die in der Spitze am ausgeglichensten ist, dieses Jahr den Titel holen. Ich würde daher die gute 4.00er Quote auf die Franzosen riskieren, da man mit Tsonga, Monfils, Simon und auch Llodra/Bennetau gute Spieler hat, die auch schon über gewisse Erfahrungen im Davis Cup verfügen, was zum Vorteil werden könnte. Wer allerdings nicht auf die Franzosen gehen möchte, dem empfehle ich auf eine Überraschung der Spanier zu setzen. Zwar sind die absoluten Topstars nicht am Start, doch Almagro und Co. werden ihr Land trotzdem gut präsentieren. Mit ein bisschen Losglück und dem richtigen Bodenbelag scheint somit auch für die Spanier alles drin.
http://www.wettbasis.com/sportwetten-news/osterreich-vs-russland-daviscup-2012-1-runde-in-wiener-neustadt.html
8. Februar 2012 / marcel - Kategorie:
Davis Cup
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