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Super Bowl XLIV – Flashback!

8. Februar 2010 / dominic

In der heutigen Nacht war es soweit – die National Football League suchte ihren Meister. Die 44. Super Bowl wurde in Miami ausgetragen zwischen den zwei besten Teams der Regular Season. Die Indianapolis Colts erreichten eine 14-2 Bilanz und die New Orleans Saints eine 13-3 Bilanz in der Regular Season. Das Sun Life Stadium war bis auf den letzten Platz gefüllt – insgesamt waren 76.500 Fans im Stadion und mehr als eine Milliarde vor den Fernsehern. 

 

Die Colts gingen als klarer Favorit ins Rennen, jedoch hatten die Saints die meisten Sympathien auf ihrer Seite. Zum ersten Mal in ihrer 42-jährigen Geschichte spielte New Orleans um den Super Bowl. In der Vergangenheit konnten bisher insgesamt lediglich zwei Siege in der Post-Season erreicht werden. Nachdem die Nationalhymne gesungen wurde, konnte das Spiel starten. Im ersten Quarter waren die Colts mit ihrem Quarterback Peyton Manning klar überlegen. Manning fand sofort ins Spiel und nach den ersten 15 Minuten sah alles nach einem langweiligen Finale aus. 10-0 Führung für die Indianapolis Colts. Die Offense rund um Drew Brees war noch nicht auf dem Feld und erreichte lediglich ein First-Down im ersten Quarter. In der Defensive konnten sie Manning & Co nicht stoppen und somit sank die Quote der Colts Schritt für Schritt. Doch im zweiten Viertel wachten die Saints auf und konnten mit einem Field-Goal auf 10-3 verkürzen. In Folge dessen war auch die Defensive der Saints bedeutend stärker und man lies im zweiten Quarter keine Punkte zu. Als kurz vor Ende der Halbzeit die Saints es in den ersten drei Versuchen nicht geschafft haben von der 2 Yard Linie den Touchdown zu markieren, entschieden sich Headcoach Sean Peyton und Quarterback Drew Brees den Drive auszuspielen und nicht die "sicheren" drei Punkte durch das Field-Goal mitzunehmen. Doch diese Taktik schlug fehl und so kamen die Colts nochmals in Ballbesitz. Doch die Defensive der Saints zwang sie gleich beim ersten First-Down zu einem Punt und somit erhielten sie nochmals die Chance für einen Drive. Dieser wurde dann schlussendlich mit einem weiteren Field-Goal beendet und somit ging es mit 10-6 in die Pause.

 

Die Halbzeitshow wurde von der englischen Rockband The Who gestaltet. Leider spielte die Technik nicht ganz mit und somit waren Ton und Bild zirka fünf Sekunden Zeit verzögert. Der Kommentator der CBS titulierte dies kurzerhand als "this is a fucking desaster". Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte dann eine der spielentscheidenden Szenen. Alles rechnete mit einem Punt der Saints und stattdessen machten sie einen Onside-Kick. Der Colts Spieler konnte das Ei nicht fangen und die Saints nützten dies aus und kamen somit unerwartet in den Ballbesitz – ein genialer Schachzug. Dieser Drive wurde dann schließlich auch mit einem Touchdown beendet und somit waren die Saints zum ersten Mal bei der diesjährigen Super Bowl in Führung. Doch Peyton Manning ist nicht umsonst der MVP der Regular Season und antwortete prompt mit einem Touchdown. 17-13 für die Colts. Damit war auch das dritte Quarter beendet und die letzten 15 Minuten starteten. Dabei gelang den Saints relativ rasch wieder ein Touchdown und gingen wiederum in Führung. Bei diesem Touchdown entschieden sich die Saints für eine Two-Point Conversation. Dabei wird nicht das Field-Goal gemacht sondern nochmals versucht in die Endzone zu kommen. Dieser Versuch misslang – so entschieden die Schiedsrichter. Doch Sean Payton nützte seine Möglichkeit und nahm eine Challenge und wie der Videobeweis eindeutig bewies, war der Saints Angreifer in der Endzone und damit stand es 24-17. Die Entscheidung für die Two-Point Conversation war aus dem Grund, dass man dadurch bei einem möglichen Touchdown der Colts im Gleichstand wäre. Hätten die Saints nur das Fieldgoal gemacht, wären sie mit 23-17 in Führung gegangen und bei einem Touchdown der Colts hätten sie nochmals – in der geringen verbleibenden Zeit – scoren müssen. Somit standen die Colts unter Zugzwang und mussten dringendst einen Touchdown erzielen. Und dann passierte es. Die erste Interception im diesjährigen Finale. Tracy Porter konnte einen Pass von Manning abfangen und machte sich auf den Weg ins Glück. Touchdown für die New Orleans Saints und damit die Entscheidung.

 

Die Stadt - welche im Jahr 2006 vom Hurrican Katrina so schwer beschädigt wurde – hatte zum ersten Mal in Ihrer Geschichte einen Titel zu bejubeln. Nach dem schlechten Start in das Spiel war der Sieg schlussendlich hochverdient und mit Quarterback Drew Brees wurde der überragende Mann zum MVP gewählt. 32 Pässe fanden seinen Mann – damit stellte er den Rekord in einem Super Bowl Spiel ein. Seit der heutigen Nacht ist der Spitzname Aints (was für "sie können es nicht" steht) endgültig Geschichte und die New Orleans Saints haben sich unsterblich gemacht.

 

Gratulation an die New Orleans Saints!




NFL Zirkus macht Stopp in Europa

26. Oktober 2008 / lukas

Der Anreiz ist ein ähnlicher wie bei der NHL (National Hockey League), denn das Wachstum auf wirtschaftlicher Ebene ist in Europa ersichtlich und auch ein Grund, warum man die Fans außerhalb der USA für diesen Sport begeistern will. Wie schon 2007 wird eine NFL Partie in London ausgetragen. In keinem geringeren als im berühmten Wembley-Stadion, das bereits mit 85.000 Fans ausverkauft ist und wo die San Diego Chargers auf die New Orleans Saints treffen. Allerdings erhofft man sich diesmal einen Leckerbissen der besonderen Art, nicht wie im Vorjahr als der Jetlag, die Zeitumstellung und die Wetterverhälltnisse den Spielern zu schaffen gemacht haben. Heuer läuft die Vorbereitung für Europa wesentlich besser und man legt großen Wert auf den amerikanischen Ablauf, das ist den Spielern persönlich heilig. Das Unternehmen Europa konnte nur dadurch erreicht werden, das die Geldmaschinerie in der NFL seit Jahrzehnten perfekt läuft. Ginge es allerdings nach dem Trainer und den Spieler der Saints, hätten sie diesem Ausflug nach Europa niemals zugestimmt, da unter anderem den Saints dadurch ein Heimspiel "fehlt". Doch man tritt diese Reise dennoch an, da man es der Liga schuldig ist. Die anfälligen, keinesfalls geringen, Reisekosten werden von der NFL übernommen.

Trotz der Ümstände freuen sich die Spieler auf den "Ausflug" nach Londen. Shawn Phillips von den San Diegos kommentierte etwa: "Vor den Fans in London zu spielen, wird ein großartiges Erlebnis. Bei den Fußballspielen sorgen zwischen 80.000-90.000 Fans für tolle Stimmung. Ich hoffe wir können für eine ähnliche Atmosphäre sorgen." Der Andrang auf Karten war enorm. So wurden zum Beispiel auf einer Online-Plattform innerhalb von 90 Minuten 40.000 Karten für dieses Event verkauft. Das nährt die Hoffnung, dass die NFL künftig häufiger in Europa Station machen könnte. Start 18:00 und ist für deutschsprachige Fans nur auf Sport Plus empfangbar.

NFL

 















































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