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Mixed Martial Arts


Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Mixed Martial Arts und Sportwetten im Allgemeinen.


Mixed Martia Arts - UFC

Die UFC 160 steigt und hat gleich mehrere hochinteressante Kämpfe im Programm. Nicht nur wird es um den Meistertitel im Schwergewicht gehen, es wird auch der wahrscheinliche nächste Herausforderer im Schwergewicht gekürt. Einige bekannte Namen anderer Gewichtsklassen, die in ihrem letzten Kämpfen enttäuscht haben, bekommen eine letzte Chance auf der Undercard und nicht zuletzt wird die Hackordnung im Leichtgewicht zum Teil neu gemischt nach diesem Event.

 

Das Main Event ist zweifelsohne der Kampf zwischen Cain Velasquez, dem derzeitigen Champion der Schwergewichtsklasse und Antonio „Big Foot“ Silva. Dies ist, wie der Titel des Events vermuten lässt, bereits ihr zweites Aufeinandertreffen.
Bereits der Weg, den Champion Titel zum zweiten Mal zu holen, hattet Velasquez Big Foot Silva als Hindernis vor sich. Allerdings eines, dass der Champion mehr als überzeugend nahm und Big Foot in der ersten Runde auf die Bretter schickte. Generell kam die einzige Niederlage Velasquez durch Junior Dos Santos, der ihm seinen Titel in Folge der Niederlage abnahm, 2 Kämpfe späte aber wieder aushändigen musste. Cain hat aus seiner Niederlage definitiv gelernt, auch wenn der KO gegen Junior Dos Santos durchaus als unglücklich bezeichnet werden kann – One Punch Knockouts passieren eben. Im zweiten Kampf war Cain aber über die meiste Zeit der dominierende Kämpfer und in seinem Ruckkampf hier gegen Big Foot wird es wohl nicht anders kommen. Generell darf gemunkelt werden, dass Big Foot nicht unbedingt der geplante Herausforderer war. Nur zwei Upsets in Folge haben Big Foot überhaupt auf diesen Platz gebracht, und beide waren – trotz des überraschenden Ergebnisses – wenig überzeugend.

Er besiegte einen hoch gehandelten Travis Browne, nachdem dieser sich im Standup unglücklicherweise im linken Bein eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hat – und danach im Stand Up natürlich arg limitiert war, von den Schmerzen mal abgesehen. Dann kam der Kampf gegen Alistair Overeeem, der Silva zwei Runden lang dominiert hat um dann in der dritten Runde überraschend ausgenockt zu werden. Viel Glück für Silva, dass sich aber in diesem Kampf nicht wiederholen wird. Cain Velasquez ist ein prämierter Ringer und auch im Stand dominant und auch wenn Silva größer und schwerer als der Champion ist, haben diese Attribute schon Brock Lesnar nicht wirklich geholfen. Silvas BJJ könnte besser sein als das von Velasquez, mit einem Sieg über Big Nog hat der Champion aber schon bewiesen, dass er auch hier keine wirklichen Sorgen haben muss. Dürfte ein klarer Sieg für Velasquez und eine einfache erste Titelverteidigung werden, äüßerst unwahrscheinlich, dass dieser Kampf über die Distanz geht.

 

Wettquoten bei Bet365 / 26.05.2013 um 06:05 Uhr MEZ

Antonio Silva 6.50

Cain Velazquez  1.12

 

Das Co Main Event featured den ehemaligen Champion des Schwergewichts, Junior Dos Santos, der gegen die K1 Legende Mark Hunt antreten darf.

Junior Dos Santos (15-2), hatte in seinem letzten Kampf seine lieben Probleme mit dem Ringen von Cain Velasquez, in den späteren Runden fiel es ihm immer schwerer, die Takedowns abzuwehren und verlor den Kampf per Entscheidung. Das er der beste Boxer im Schwergewicht ist, dürfte aber auch nach diesem Kampf niemand bestreiten, und so dürfte sich JDS freuen, sein Standup gegen Mark Hunt wieder voll zu Geltung bringen zu können. Mit seinem Hintergrund im K1 Kickboxen ist auch der „Super Samoan“ Mark Hunt eher geneigt, den Kampf im Stehen zu halten und den Bodenkampf zu meiden. Auch wenn Mark Hunt sich dem MMA immer mehr öffnet und seine Skills in allen Ebenen des Kampfes im MMA immer besser werden, wäre es doch ein Schock wenn er in der Lage wäre, JDS auf den Boden zu bringen und dort zu dominieren. Man darf sich also auf ein aufregendes Stand Up Battle freuen, in dem der ehemalige Champion wahrscheinlich die Nase vorne haben wird, denn auch wenn das Kickboxen von Mark Hunt unbestritten gut ist, ist JDS unglaublich schnell für ein Schwergewicht, hat den Größen und Reichweitenvorteil und hat sich im Standup bisher kaum einen Lapsus geleistet, während Mark Hunt hier seinen ersten Kampf gegen eines der Top Schwergewichte der UFC hat.
JDS sollte in der Lage sein, Mark Hunt hier zu besiegen, wenn er nicht zu unvorsichtig wird.

 

Wettquoten bei Bet365 / 26.05.2013 um 05:35 Uhr MEZ

Mark Hunt 4.50

Junior Dos Santos 1.22

 

Glover Teixera vs James Te-Huna

Dieser Kampf sollte einen möglichen Herausforderer für den nächsten Titelkampf im Halbschwergewicht relativ klar herauskristallisieren, auch wenn der Sieger dieses Kampfes noch ein oder zwei  Kämpfe vor sich haben könnte – bei der UFC weiss man nie, vielleicht gegen Lyoto Machida, Alexander Gustavson oder gar Dan Henderson?

Unbestritten ist Glover Teixera einer DER Up and Comer im Schwergewicht im Moment. Seine letzten 18 Kämpfe im Folge konnte der brasilianische Kämpfer gewinnen, 3 davon in der UFC – unter anderem gegen Rampage Jackson, Kyle Kingsbury und Fabio Maldonado. Das Teixera eher langsam an einen Titelkampf herangeführt wird, gefällt mir recht gut, da einige Kämpfer den Transfer aus kleineren Shows zu UFC nicht unbedingt gut managen, Einige Kämpfe mehr, bevor man in die wirklich tiefen Wasser kommt, zahlen sich oft aus und nach diesem Kampf wird der Gewinner ganz oben in der Gewichtsklasse stehen und  einen Top 10 Gegner als nächstes vor sich haben.

Teixera ist ein vielseitiger Kämpfer, der 12 Knockouts und 6 Submissions in seiner Bilanz hat und wird hier gegen 16-5 James Te-Hune antreten, der ebenfalls schwer zuschlägt und 10 Knockouts vorzuweisen hat. Rosa, Beltran und Jimmo waren die letzten Gegner von Te-Huna, und dieser Kampf wird sein erster wirklich schwerer Gegner seit Alexander Gustafsson im Februar 2011 sein. Im Standup sind beide brandgefährlich, James Te-Huna mag der technisch sauberere Kämpfer sein, dafür hat Glover Teixera das bei weitem bessere Ringen und BJJ. Mit 80% erfolgreichen Takedowns und dominierenden BJJ, kann man davon ausgehen das Teixera den Kampf früher oder später zu Boden bringen wird und seinen Gegner von da an mit Ground and Pound und Submissions bearbeiten und zur Aufgabe bringen wird. Te-Huna hat zwar relativ guten Erfolg bei seiner Takedown-Defense, aber bedenkt man, dass Teixera starke Ringer wie Kyle Kingsbury und Rampage Jackson zu Boden bringen bzw. im Ringen dominieren konnte, sehe ich wenig Chancen für Te-Huna, den Bodenkampf dauerhaft zu verhindern. Von da an sollte es only Teixera sein.

 

Wettquoten bei Bet365 / 26.05.2013 um 05:05 Uhr MEZ

James Te Huna 3.50

Glover Teixeira 1.30

 

Auf der Main Karte bekommt Gray Maynard seine Chance, seinen Namen wieder direkt ins Gespräch um einen Titelkampf zu bringen. Der 11-1-1 Ringer hat seine Niederlage und seinen Draw beide gegen den ehemaligen Champion Frankie Edgar erlitten, sich danach aber mit einem knappen Sieg gegen Clay Guida gleich wieder ins Gespräch gebracht.

TJ Grant ist schon lange in der UFC, aber nie in den oberen Ebenen angekommen. Alle Kämpfe gegen bessere Gegner wie Ricardo Almeida, Johnny Hendrick und Dong Hyun Kim endeten in Niederlagen, jedoch konnte Grant sich nach seinem Wechsel ins Leichtgewicht mit Siegen gegen Shane Roller, Carlo Prater, Evan Dunham und Matt Wiman zurück an die Tore der Top 10 kämpfen, diesmal eben im Leichtgewicht. Hier bekommt er mit Gray Maynard die Nummer 3 des Leichtgewichts, und bei einen Sieg auch gleich noch einen Titelkampf oben drauf. Das dies jedoch alles andere als leicht werden sollte, liegt auf der Hand. Gray Maynard ist einer der besten Ringer der Division und dazu noch recht gut im Stand Up. Dass er gegen seinen Willen auf den Boden geht, ist eher unwahrscheinlich und damit dürfte Grant es schwer haben, seine sonst so gefährlichen Submissions zum Tragen zu bringen. Ich ewarte ein Stand Up Kampf bis die Ermüdung einsetzt, dann wird Maynard den Kampf auf den Boden bringen und von der Top Position aus dominieren um eine weiteren Sieg per Entscheidung zu erringen.

Im Opener der Hauptkarte wird Donald Cerrone K.J Noons ein hartes Willkommen in der UFC bereiten. Das der Top 10 Cerrone hier gegen KJ Noons, der nur einen seiner letzten 5 Kämpfen in Strikeforce gewinnen konnte, verliert, ist schwer vorzustellen. Zwar hat Cerrone immer wieder gezeigt, dass er in den Top 10 so seine lieben Probleme hat, als er gegen Anthony Pettis und Nate Diaz verloren hat, Noons beste Zeit liegt aber schon eine ganze Zeit zurück. Seit des Titelkampfs in Strikeforce in 2010 im Weltergewicht wollte es einfach nicht so richtig laufen. Selbst der Wechsel ins Leichtgewicht hat nicht den erhofften Erfolg gebracht, und seine letzten Gegner sind nicht einmal annährend auf dem Level, auf dem Cerrone ist ausgenommen vielleicht Josh Thomson. Dass er hier in seinem Debüt in der UFC gleich einen Gegner wie Cerrone ausschalten kann, ist mehr als unwarscheinlich, vor allem wenn er den Kampf im Stehen halten möchte. Noons hat einen Schwarzgurt in BJJ, gibt aber einen großen Vorteil an Größe und Reichweite an Cerrone, den es erst einmal zu überbrücken gilt. Dazu hat Cerrone eine recht gute Takedown Defense und sollte daher in der Lage sein, den Kampf im Stehen zu halten, wenn er das will – und das wird er. Cerrone per Knockout.

 

Die Undercard bietet mit Dennis Bermudez und Colton Smith einige Teilnehmer ehemaliger „The Ultimate Fighter“ Staffeln, und beide haben gute Chancen ihre Kämpfe auch zu gewinnne. Fokus sollte aber auf dem Kampf zwischen Veteran Mike Pyle und dem unter Druck stehenden Rick Story  und Khabib Nurmagomedov und Abel Trujillo liegen.
Mike Pyle hat mit Siegen über James Head, Neer und Funch seinen Namen wieder einmal präsent gemacht, während Rick Story seinen Hype nach den Niederlagen gegen Brenneman, Kampmann und Maia ein jähes und nachhaltiges Ende gemacht hat. Mit 2 aus einen letzten 5 steht er weiterhin unter Beobachtung und sein Platz in der UFC ist weiterhin nicht garantiert, zumal die Siege gegen Brock Jardine und Quinn Mulhern kamen – Namen, die nicht viel Gewicht und kaum Aussagekraft haben.

Mit Mike Pyle hat er hier wieder einen formidablen Gegner vor sich, der nicht unbedingt in seine Stärken spielt. Pyles Standup hat sich in den letzten Jahren um Lichtjahre verbessert, sein Stronggame war aber schon immer das Submission Game, was Rick Story, der seine Wurzeln im Ringen hat, nicht gefallen dürfte. Zwar ist Rick Story der körperliche stärkere Striker, jedoch dürfte es schwer werden, Mike Pyle auszunocken. Pyles Niederlagen in der UFC kamen in den letzten Jahren gegen Jake Ellenberger und Rory McDonald, beides Top 10 Kämpfer. Zugegeben, Rick Story zählte auch einmal zu diesen hinzu, aber seine beste Zeit scheint derzeit hinter ihm zu liegen, so dass ich hier mit Pyle gehen würde. Der Kampf wird eng, aber sollte interessant anzusehen sein.

Der in 19 Kämpfen ungeschlagene Khabib Nurmagomedov bekommt mit Abel Trujillo einen Kämpfer vorgeworfen, der ihm auf dem Papier keinerlei Probleme machen sollte. Als Schwarzgurt in Judo und mehr als ausgewogene Kämpfer sollte Trujillo, der erst seinen zweiten Kampf in der UFC bestreitet, in jedem Aspekt dominieren können und damit auf 20-0 und direkt in die Top 10 steigen.

Die Facebookkarte bietet mit Brian Bowles vs. George Roop einen ehmaligen Top 1ß Bantamweight Kämpfer gegen einen eher durchwachsenen, ehemaligen TUF Teilnehmer. Die einzigen Niederlagen von Bowles kamen gegen Dominic Cruz und Urijah Faber, beides Top 10 Kämpfer im Bantamweight, während George Roop mit 13-9-1 und seit 2008 und seinen Debüt in der UFC gerade einmal 5-6-1. Das er gegen Bowles hier dominieren kann ist eher unwahrscheinlich, und Bowles Boxen ist mehr als gefährlich, dazu hat er einen Braungurt in BJJ. Das der Kampf über Facebook umsonst zu sehen ist, macht das Ganze nur noch umso besser.

Auch über Facebook ist zu sehen, ob Jeremy Stephens es schafft, seine Niederlagenserie von 3 in Folge brechen kann und seine Job in der UFC behalten kann oder ob Estevan Payan ein erfolgreiches Debüt in der UFC feiern kann. Stephens war mal bekannt für Feuerwerk im Standup, alle drei seiner letzten Kämpfe ließen allerdings einiges vermissen, so dass es durchaus möglich ist, dass der 14-3-1 Payan tatsächlich für Stephens Jobverlust sorgen könnte.

 

 

25. Mai 2013 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Mixed Martia Arts - UFC

Am 30.12.2012 findet in der Grand Garden Arena in Las Vegas der Kampf um den Schwergewichtsmeistertitel der UFC zwischen Junior Dos Santos und Cain Velasquez statt.

Cain Velasquez bekommt dabei seinen Rückkampf, nachdem er im Herbst 2011 seinen Titel eben an Junior Dos Santos nach KO in nur 64 Sekunden verloren hat. Nachdem nach dem Kampf Informationen an die Öffentlichkeit drangen, nach dem beide Kämpfer mit Verletzungen in den Kampf gingen, war ein Rückkampf in naher Zukunft wahrscheinlich. Beide konnten ihre letzten Kämpfe überzeugend gewinnen und der Rückkampf verspricht um einiges interessanter zu werden als der Hinkampf.

Junior Dos Santos ist dabei vor allem bekannt für sein Boxen. Er besitzt eine unglaubliche Geschwindigkeit für einen Schwergewichtler und konnte von seinen 15 Siegen ganze 11 per Knockout gewinnen, wobei er 15-1 Overall ist und seine einzige Niederlage noch zu seinen Anfängen stattfand. Seit dem ist er in 10 Kämpfen ungeschlagen, 9 davon in der UFC. Dabei hat er alles besiegt, was die UFC zu bieten hatte – Power Striker wie Shane Carwin und Roy Nelson, technische Striker wie CroCop, BJJ Spezialisten wie Frank Mir oder Ringer wie eben Cain Velasquez.

Auch wenn man bei dem Namen Junior Dos Santos zu allererst eben an die Fähigkeiten im Boxen denkt, täuscht das über die Vielseitigkeit von Dos Santos hinweg. Nicht nur ist er ein Schwarzgurt in BJJ, sondern er hat in seinen bisherigen Kämpfen auch eine erstaunliche Takedowndefensive gezeigt, was ihm gegen Cain Velasguqez garantiert dienlich sein dürfte.

 

Cain Verlasquez ist nämlich dafür bekannt, sein solides Stand Up mit starkem Ringen und Ground and Pound zu toppen, und hat dies bereits Brock Lesnar, Nougeira, Rothwell, Kongo und zuletzt Antonio Silva spüren lassen. Wobei auch Cain schwere Hände hat und auch im Stand mehr als in der Lage ist, seinen Gegner schlafen zu schicken. Velasquez ist nun 10-1, wobei die einzige Niederlage eben gegen JDS kam, nur einer seiner Kämpfe ging dabei über die Distanz. Der 2010 Fighter of the Year und mehrfach prämierte College Ringer wird hier voraussichtlich versuchen, nur die minimal nötige Zeit im Stand zu verbringen und so bald wie möglich JDS auf den Rücken zu werfen, um von da aus sein Ground and Pound zu wirken. Nun ist JDS wie erwähnt zum einen extrem schnell mit den Händen, zum anderen auch im Clinch und eben in der Takedownabwehr mehr als versiert. Zugegeben, von seinem BJJ hat man bisher nicht viel gesehen, aber der Schwarzgurt unter Nougeira bedeutet doch, dass er sich vor Submissions von Cain nicht zu fürchten braucht und zur Not wohl auch die ein oder andere Submission zur Überraschung einstreuen kann.

Ich denke JDS schafft es, den Kampf im Stehen zu halten und Velasquez, der im Stand zwar vielseitiger agiert, dafür aber nicht das technische und schnelle Boxen besitzt, hier mit Jabs bearbeitet bis es zum erneuten Knockout kommt. Dass der Kampf über die 5 angesetzten Runden geht ist extrem unwahrscheinlich, ein vorzeitiges Ende gilt als sicher. Bei zwei explosiven Kämpfern wie hier würde es mich wundern, wenn wir das Ende der dritten Runde zu sehen bekommen.

 

Tipp: Junior dos Santos per KO

Cain Velasquez vs. Junior Dos Santos / 30.12.2012 um 4:00 Uhr – Wettquoten bei Bet365

Cain Velasquez 2.70

Junior Dos Santos 1.50

 

Das Co Main Event des Abends hat wieder mit Verletzungspech zu kämpfen, so dass Joe Lauzon, der eigentlich Gray Maynard als Gegner bekommen sollte, nun gegen Jim Miller antreten wird. Dieser Kampf wird vor allem aus dem Grund interessant, das beide Kämpfer ein recht ähnliches Profil aufweisen. Joe Lauzon ist ein extrem unterhaltsamer Kämpfer, der nicht nur spektakuläre Upsets liefert, sondern auch jeden seiner 22 Siege vorzeitig beendete, 18 per Submission, 4 per KO. Auch seine Niederlagen, 7 an der Zahl, kamen bis auf eine ebenfalls vorzeitig, sauber gesplittet in 3 KO’s, 3 Submissions und eine Entscheidung. In der UFC seit UFC 63 in 2006, hat er Siege gegen Jens Pulver, Jeremy Stephens, Melvin Guillard und Jamie Varner einfahren können. Seine Niederlagen kamen gegen Kämpfer wie Ivan Menjivar, Kenny Florian, George Sotiropoulos und Anthony Pettis, also überwiegend Top 10 oder ehemalige Top 10 Kämpfer (George mal ausgenommen).
Nun also trott Jim Miller hier kurzfristig in den Ring um seinen Namen wieder einen Schritt näher an einen Titelkampf heranzubringen, was zuletzt durch eine Niederlage gegen Nate Diaz scheiterte. Nun knapp am Kampf mit dem Champion vorbei, ist dies hier die Gelegenheit, wieder Fahrt in Richtung Titel aufzunehmen. Mit 21-4 kamen seine Niederlagen nur gegen Nate Diaz (ex-Titelherausforderer), Benson Henderson (aktueller Champion der Division), Gray Maynard (zweimaliger Ex-Titelherausforderer) und Frankie Edgar (ehemaliger Champion). Aonsonsten konnte sich Jim Miller durch sein hervoragendes Ringen und seine BJJ Künste 21 Mal den Sieg sichern, mit 12 Submissions und 3 Knockouts ist er nicht ganz so tödlich wie Lauzon, er hat jedoch auch etwas stärkere Gegner gehabt – wenn auch in letzter Zeit die Konkurrenz mit Karmal Shalorus, Melvin Guillard und Gleison Tibau nicht gerade den Top entsprach. Dementsprechend sind die Quoten für Miller als klaren Favoriten auch mit Vorsicht zu genießen. Lauzon ist gerade als Underdog immer wieder gefährlich gewesen und es bleibt abzuwarten ob Miller wieder in Richtung  Titel marschiert. Die Nummer 6 der Welt hat auf dem Papier auf jeden Fall die Form den Kampf locker zu gewinnen, mit einem Sieg aus den letzten drei Kämpfen ist die Quote von unter 1.5 derzeit aber sehr mit Vorsicht zu genießen.
Sowohl Lauzon als auch Miller versuchen in der Regel ihre Kämpfe auf den Boden zu verlegen, wo sie von Top und Bottom aus gefährlich sind, aber auch im Stand haben die Beiden immer wieder ihre explosive Kraft bewiesen. Es ist ein Kampf mit zwei sehr ähnlichen Kontrahenten, was den Kampf umso interessanter machen sollte. Die Große Frage bleibt: Ist Miller in Form nach nur wenigen Wochen Vorbereitung und nach seinem Mini Durchhänger in den letzten Kämpfen?
Ich denke schon, aber es spricht auch durchaus Einiges für Lauzon.

 

Joe Lauzon vs. Jim Miller / 30.12.2012 um 4:00 Uhr – Wettquoten bei Bet365

Joe Lauzon 2.87

Jim Miller 1.44

 

Auch im Dritten Kampf der Hauptkarte suggerieren die Quoten der Buchmacher einen viel zu einseitigen Kampf.Costa Philippou wird nach seinem ins Wasser gefallenen Kampf gegen Nick Ring hier für den verletzten Chris Weidman einspringen. 4-1 in der UFC, hat er unter anderem Court McGee, Riki Fukuda und Jorge Rivera besiegen können und ist nun 11-2 (1) overall. Bekannt für ein Stand Up wird er versuchen einen weiteren Sieg durch technisches Kickboxen zu erringen, was aber gegen Tim “The Barbarian” Boetsch schwierig werden sollte.

Boetsch ist 16-4 overall, davon 5-1 in seinem aktuellen UFC Run. Die einzige Niederlage kam dabei durch Phil Davis, einen extrem starken Ringer, der als heisser Kandidat für einen Titelkampf im Halbschwergewicht gehandelt wird.

Davon ist Philippou zum einen weit entfernt, zum anderen hat Boetsch nach diesem Kampf, in dem er vor allem physisch unterlegen war, zum Mittelgewicht gewechselt.
Und für einen Striker wie Costa ist ein starker Ringer wie Boetsch meistens Gift.

Aber nicht nur Striker haben das zu spüren bekommen, auch Weltklasse Judoka we Hector Lombard und Yushin Okami oder BJJ Kämpfer wie Kendall Grove wurden zum Teil überraschend von Boetsch geschlagen. Auch wenn Boetsch in einem technischen Kickboxkampf hier sicher das Nachsehen hätte, sehe ich in einem MMA Match die Chancen von Boetsch als durchaus gut an. Ich denke Boetsch schafft es, Philippou in den Clinch oder gar auf den Boden zu zwingen und da nach und nach auseinanderzunehmen und zu erschöpfen. Ob der Kampf ein vorzeitiges Ende nimmt ist schwer zu sagen, beide haben gute Chancen einen KO mit einem guten Treffer zu landen, ich erwarte aber, dass es eher wie gegen Lombard auf Clinch und kontrollierte Aggression setzt. Eine spektakuläre Einlage gegen Costa Philippou würde Boetsch auch gleich wieder in das Gerede um einen Titelkampf bringen, was gegen die “vorsichtige” Performance gegen Lombard etwas abgeflacht ist.

 

Tim Boetsch vs. Constantinos Phillipous / 30.12.2012 um 4:00 Uhr – Wettquoten bei Bet365

Tim Boetsch 1.80

Constantinos Philippous 2.00

 

Einer von Boetschs vorherigen Opfern kämpft ebenfalls auf der Hauptkarte: Der Japaner Yushin Okami, Nr. 8 der Weltrangliste, tritt gegen Alan Belcher an, der sich ungefähr bei Rang 11-13 befindet. Die beiden haben bereits 2006 bei Okamis Debüt in der UFC gegeneinander gekämpft, wobei hier Okami die Oberhand behielt. Nun gibt es also ein Rematch, und es ist Belcher, welcher in der UFC zuletzt viel Fahrt aufnehmen konnte. Er konnte zuletzt vier Siege in Folge erringen, unter anderem gegen Patrick Cote, Jason MacDonald und Rousimar Palhares. 18-6 overall benutzt „the Talent“ vor allem sein Grappling um die Oberhand im Kampf zu erhalten, was dem Braungurt in Judo und Hayastan Grappling in den letzten Kämpfen erstaunlich gut gelang, Dazu gesellen sich Stand Up Fähigkeiten, die durch einen Schwarzgurt in Tea Kwon Do und Kickboxen sowie einen Schwarzguert in BJJ abgerundet werden. Kurzum – Belcher ist in allen Ebenen versiert und hat in 12 UFC Kämpfen nur 4 Niederlagen einstecken müssen.

Yushin “Thunder” Okami war etwas aktiver in der UFC seit seinem Debüt, und hat hochgehandelte Namen wie Nate Marquardt, Mark Munoz und Dean Lister auf der Habenseite, seine Niederlagen gegen Top 10 Gegner wie Anderson Silva, Chael Sonnen und Tim Boetsch, alle Top 5 der Gewichtsklasse. Okami konnte gegen Boetsch die ersten beiden Runden gewinnen, verlor dann aber überraschend durch KO. Seine beste Phase hatte der Japaner klar 2007-2008 sowie 2010, dazwischen gab es immer wieder Probleme mit Verletzungen oder eben die beiden aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Boetsch und Silva.

Obwohl beide gleich groß sind, wird Belcher einen leichten Reichweitenvorteil genießen, was ihm bei seinem technisch gutem Kickboxen, was er die letzten Kämpfe über zur Schau stellen konnte, sicher zu Pass kommen wird. Okami ist sowieso eher im Clinch und Dirty Boxing zu Hause plus Topgame auf dem Boden wenn er als Ringer seinen Gegner dann zu Boden gebracht hat.

Ein Fragezeichen steht bei Okami noch bei seiner Fitness – in seinem Kampf gegen Boetsch hat er zwei Runden lang den Kampf dominiert, um dann in der dritten Runde Ermüdungserscheinungen zu zeigen, was auch prompt mit einem Knockout quittiert wurde.
Belcher war immer top in Form, dazu hat er das bessere BJJ, was er eindrucksvoll gegen Rousimar Palhares zeigen konnte – er entkam mehrmals den gefürchteten Heel und Leglocks von Palhares, und es sah dabei nicht einmal knapp aus. Alles in allem ein enger Kampf, mit dem Momentum auf seiner Seite denke ich aber, dass es Belcher hier gelingen kann, einen knappen Sieg einzufahren.

 

Yushin Okami vs. Alan Belcher / 30.12.2012 um 4:00 Uhr – Wettquoten bei Bet365

Yushin Okami 1.90

Alan Belcher 1.90

 

Der erste Kampf der Hauptkarte featured die Wiederkehr eines der beliebtesten UFC IdoleChris “the Crippler” Leben, der hier nach gut 13 Monaten wieder seinen Einstand in die UFC gibt. Chris Leben war nach seinem Kampf gegen Munoz für 12 Monate suspendiert worden, nachdem er positiv auf Schmerzmittel getestet wurde. Nach eigenen Angaben hat er das Jahr genutzt um seinen Körper zu regenerieren und sich auf seine Wiederkehr vorzubereiten. Sein urpsrünglicher Gegner fiel auf Grund einer Verletzung aus, so das nun Derek Brunson auf der anderen Seite des Oktagin stehen wird.

Während Chris Leben hier der Veteran der UFC ist, ist Brunson noch jung, recht unerfahren und unbekannt. Ehemals bei Strikeforce unter Vertrag, konnte sich Brunson gegen die beiden “Top” Mittelgewichte, die er bisher in seiner Karriere bekämpfen konnte, nicht durchsetzen. Sowohl gegen Kendall Grove als auch Ronaldo Souza verlor er zuletzt und ist nun 9-2. Gerade gegen Souza ging Brunson viel zu energisch ans Werk und wurde in 0:41 Sekunden ausgekontert und ausgeknockt. Leben ist einer der am härtesten zuschlagenden Mittelgewichte das die UFC zu bieten hat. Sein linker “crippling” Haken ist eine gefürchtete Waffe, sein sehr gutes Kinn eine seiner besten Versicherungen im Ring. Leben mag es vor seinem Gegner zu stehen und einfach nur wilde Schläge auszutauschen, hat aber in seinen letzten Kämpfen immer mehr unter Beweis gestellt, dass er erwachsener und reifer geworden ist als Kämpfer, und hat so technisch hervorragende Kämpfe gegen Akiyama und Aaron Simpson abgeliefert.
Gegen Brian Stann halten sich hartnäckig Gerüchte um eine Grippe am Tag des Kampfes, gegen Mark Munoz wirkte er auch nicht fit. Gegen Legende Wanderlei Silva hingegen zeigte Leben wieder seine beiden herausragenden Fähigkeiten und knockte Silva in nur 0:27 Sekunden aus.

Sollte Brunson auf die Idee kommen, hier strikt nach vorne zu gehen oder auf den Druck von Leben mit Gegendruck zu reagieren, wird es ihm wohl ähnlich ergehen. Bis auf Stann und Anderson Silva ist es noch keinem gelunge, Leben in seinen 30 Kämpfen Ko zu schlagen, und ich bezweifle das Brunson Nummer 3 wird.
Seine einzige Chance ist eigentlich sich auf das bei den Fans verhasste “lay&pray” zu verlassen und sein gutes Ringen (er war College Ringer) zu benutzen, um Leben schnell und ohne viel Geplänkel auf den Rücken zu bringen, um ihn da dann 3 Runden lang festzupinnen. Akiyama hat aber schon gemerkt, das Leben offensichtlich sein BJJ kräftig aufpoliert hat und wurde von ihm in der dritten Runde submitted.

Das Brunson hier etwas unüberlegtes tut und auf der großen Bühne des MMA die Nervosität seines Debüts nicht ablegen kann (die sogenannten “Octagon jitters”) ist dabei durchaus wahrscheinlich und so hängt sein Glück wohl auch davon ab, ob oder eher wie sehr die 13 Monate außerhalb des Octagons Leben beeinflusst haben. Leben ist dabei allerdings private Probleme und wechselndes Glück und Unglück durchaus gewöhnt, was ihn eben auch zum Fan Liebling gemacht hat.

Ich denke Chris Leben ist der komplettere, erfahrenere und einfach stärkere Kämpfer und die UFC ermöglich ihm mit dem Kampf gegen Brunson, der ja auch noch kurzfristig eingesprungen ist, einen leichten Wiedereinstieg in den UFC Zirkus.

Tipp: Chris Leben per KO

 

Chris Leben vs. Derek Brunson / 30.12.2012 um 4:00 Uhr – Wettquoten bei Bet365

Chris Leben 1.58

Derek Brunson 2.40

 

29. Dezember 2012 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Mixed Martia Arts - UFC

Die UFC schlägt diesen Monat gleich mehrmals zu – zweimal geht’s dabei um die Weltmeisterschaft. Hier bei Henderson und Diaz geht es um die Leichtgewichtsweltmeisterschaft, die ausnahmsweise mal nicht von einem Rückkampf geprägt ist, sondern ein komplett neues Matchup bildet. Aber auch die Mainkarte bietet viel Interessantes mit wegweisender Richtung für die jeweilige Division, die Undercard bietet einige spannende Kämpfe, wobei der wohl interessanteste sogar bei Facebook kostenlos zu sehen sein wird.

 

Alle Augen werden aber wohl vor allem auf das Main Event schauen – in 5*5 Minuten wird es um die Leichtgewichtsweltmeisterschaft gehen, wobei der amtierende Champion Benson Henderson seinen Titel zum zweiten Mal verteidigen wird und Nick Diaz zum ersten Mal in seiner Karriere die Chance erhält, selbige zu erringen.
Diaz geht dabei wieder als Underdog in den Kampf, wobei er dies auch in seinen letzten beiden Kämpfen gegen Donald Cerrone und Jim Miller tat, wo er auch gleich zwei seiner bisher besten Kämpfe abgeliefert hat und das bestätigen konnte, was er mit einem Sieg gegen Takanori Gori angedeutet hatte:
Sein Boxing gehört mittlerweile zu dem technisch besten, was MMA heute zu bieten hat, auch wenn seinem Style die nötige Härte für einen One-Punch-Knockout fehlt. High Volume Punching mit vielen Kombinationen und einem präzisen Jab zeichnen seinen Stil aus, den er sich nicht zuletzt von seinem berühmt-berüchtigten Bruder Nick Diaz abgeschaut hat.
Geht es auf den Boden, hat Nate Diaz eine der gefährlichsten Guards in der gesamten UFC, was der Schwarzgurt in BJJ mit 11 Siegen per Aufgabegriff auch schon mehrfach unter Beweis stellen konnte. Wo der Kampf auch stattfinden wird, Nate Diaz hat die Waffen sich dort durchzusetzen. Nach seinem Abstecher in die Welterweight Gewichtsklasse wirkt Nate Diaz fast wie ausgewechselt und hat sich hier fast überraschend gegen die starke Konkurrenz in der Division durchsetzen können, um an den Titelkampf zu kommen.

 

Doch Benson Henderson ist nicht umsont Champion. Der vorherige WEC Champion ist bisher noch ungeschlagen in der UFC und konnte sich dabei ebenfalls gegen Jim Miller sowie 2* Ex Champ Frankie Edgar, Clay Guida und Mark Bocek durchsetzen. Seine einzige Niederlage in den letzten 16 Kämpfen kam gegen Anthony Pettis, der ihm in einer Sternstunde und einem der besten Fights 2010 den WEC Titel abringen konnte, bevor die WEC in die UFC überging. Pettis steckt nun irgendwo im oberen Drittel der Leichtgewichtsdivision fest und muss noch ein paar Siege aneinanderreihen, bevor er wieder gegen Henderson antreten werden darf.
Während Nate Diaz vor allem seine Hände im Standup sprechen lässt, ist Benson hier wesentlich vielseitiger – Leg Kicks, Spinning Kicks und viele unorthodoxere Tritte machen ihn unberechenbar, was seiner Basis als Schwarzgurt in Taekwondo anzurechnen ist. Nebenbei besitzt er noch einen Braungurt in BJJ und ist NAIA All American Wrestler (Ringen). Sein Braungurt steht dabei dem Schwarzgurt von Diaz in nichts nach, hat Henderson doch 2010 und 2011 in reinen Grappling Matches brillieren können. Was auch ihm etwas fehlt, ist das vorzeitige Beenden eines Kampfes im Stand, obwohl er bei seinen Konkurrenten in den letzten Kämpfen durchaus harte Treffer landen konnte, wurde keiner seiner UFC Kämpfe vorzeitig entschieden – was aber auch für Henderson spricht. Der Champ scheint ein Kinn aus Granit zu haben und gilt gemeinhin als “Mister unsubmittable“. Er war in seinen Kämpfen schon so oft in Hebeln und Würgen, bei denen man hätte schwören können, dass der Kampf zuende ist – und er ist immer wieder rausgekommen, und das, ohne dass es wirklich knapp aussah!
Diaz Schwäche ist sein Ringen, wo Henderson klar stärker ist, sollte Diaz also im Stand dominieren können (was trotz seines Reichweitenvorteils keinesfalls sicher ist), wird Henderson den Kampf auf den Boden verlegen können, und auch wenn Diaz hier vom Rücken aus gefährlich ist, wird Henderson wohl in der Lage sein, den kommenden Submissions ausweichen und einen weiteren Sieg per Entscheidung einzufahren. Henderson hat dabei sowohl den Vorteil, schon in Championship gekämpft zu haben, als auch schon mehrmals über 5*5 Minuten gekämpft zu haben. Auch wenn die Diaz Brüder dafür bekannt sind, großartige Kondition zu haben, hat doch nur Nick dies bis jetzt in mehr als *5 Minuten zur Schau stellen können, und auch Henderson hat sich hier nie eine Blöse gegeben. Insgesamt sieht es nach einem guten Kampf für den Champion aus.

 

9.12.2012 / 03:00 Uhr – Nate Diaz vs. Ben Henderson – Wettquoten bei Bet365

Nate Diaz 2.37

Ben Henderson 1.61

 

Beim „Co. Co“ Main Event ist die Ausdauer und das Kardio der große Knackpunkt. Ex Leichtgewichtschampion BJ Penn tritt gegen den hoch gehandelten Newcomer Rory MacDonald an. Der gerade einmal 23 jährige MacDonald hätte einen kometenhaften Aufstieg vor sich gehabt und hätte seinen Titelkampf im Weltergewicht nun schon in greifbarer Nähe, wenn nicht der Kampf mit Carlos Condit gewesen wäre. MacDonald dominierte die ersten zwei Runden deutlich, was für viele überraschend kam, verlor in der dritten Runde aber per TKO in den letzten 7 Sekunden. Die Entscheidung des Referee ist mehr als umstritten, was allerdings sicher ist, ist das MacDonald in der letzten Runde fertig war – der Tank war leer und er hatte nichts mehr zu geben. Genau so wirkte das ewige Talent BJ Penn in vielen seiner verlorenen Kämpfe. Penn ist unglaubich talentiert, scheint hartes Training aber eher zu meiden und wenn ihn ein Kampf nicht interessiert – nun dann kann es gut sein, dass BJ in schlechter Form auftritt und nach zwei Runden nicht mehr kann – wenn die Kämpfe so lange gingen. Denn was Penn immer mit in den Ring brachte waren seine chirurgisch präzisen Hände und sein Weltklasse BJJ, im wahrsten Sinne des Wortes, ist Penn doch der erste nicht Brasilianer, der die Goldmedaille im Mundial World Championchip in Rio erringen konnte. Nachdem er von Frankie Edgar entthront worden war und auch seinen Rückkampf verloren hatte, besiegte Penn den ehemaligen Weltergewichtsweltmeister Matt Hughes in nur 21 Sekunden durch KO. Es folgte ein etwas schmeichelnder Draw gegen die Nummer 2 der Welt, John Fitch sowie ein Loss gegen Nate Diaz Bruder Nick Diaz, wonach Penn erst einmal seinen Ruhestand ankündigt.

 

Aus selbigen treibt Penn nach eigener Aussage vor allem, dass er nicht mehr in einem Atemzug mit den größten Kämpfern der UFC genannt wird. Vielleicht hat er auch seine Motivation zu Kämpfen und zu Trainieren wiedergefunden, MacDonald hat dabei sein Eigenes dazugetan, hat er doch einige Seitenhiebe auf die Kondition und das Gewicht von Penn zum Besten gegeben, die Penn offensichtlich angepisst haben. Man darf also einen motivierten, “In Form” Penn erwarten, wie zu seiner besten Zeit, wo er gegen das Who is Who der Leichtgewichts und Weltergewichtsklasse gekämpft und gewonnen hat.
Ich sehe also keinen Kardio Vorteil bei MacDonald. Dazu ist Penn notorisch schwer auf den Boden zu bekommen, lediglich Frankie Edgar schaffte es im Rückkampf mehrmals, während auch John Fitch, immerhin ewige Nummer 2 der Weltrangliste und herausragender Ringer, da schon so seine Probleme hatte. Auf dem Boden muss MacDonald dann auf das BJJ von Penn achten, was besser sein wird als alles, was MacDonald bisher so gesehen hat. Sollte er gegen Penn wie gegen Condit in der letzten Runde ermüden, endet der Kampf mit Sicherheit vorzeitig für Penn. Was wahrscheinlich auch der Fall sein wird, wenn der Kampf im Stehen bleiben sollte. Insgesamt mag ich die Chancen von Penn in diesem Kampf, auch wenn er als Außenseiter gehandelt wird. Für mich die Wette mit dem meisten Value auf der Karte.

 

9.12.2012 / 02:00 Uhr – BJ Penn vs. Rory MacDonald – Wettquoten bei Bet365

BJ Penn 3.40

Rory MacDonald 1.33

 

 

Das Co Main Event findet in der Light Heavyweight Gewichtsklasse statt, und wird wohl den nächsten Herausforderer für einen Titelkampf bestimmen, wenn Jon Jones und Chael Sonnen in 2013 ihren “The Ultimate Fighter” Job beendet haben. Vielleicht muss der Sieger auch noch gegen Machida ran, um die Zeit bis zum Titelkampf zu “überbrücken”, aber es wäre nicht das erste Mal, das die UFC hier ihre Meinung und den Fahrplan ändert.
Dabei tritt auch hier ein ehemaliger Champion gegen einen Up-and-Comer an. Mauricio “Shogun” Rua gegen Alexander Gustaffson wird ein interessanter Kampf, der nicht zuletzt durch Shoguns auf und ab in den letzten Kämpfen besonders unvorhersehbar wird. Die letzten sechs Kämpfe boten 3 Siege und 3 Niederlagen, wobei die Niederlagen gegen Dan Henderson, Lyoto Machida und Jon Johnes kamen. Machida gehörte auch zu Shoguns Opfern, gefolgt von Griffin und Vera. Besonders der Kampf gegen Henderson wusste zu beeindrucken, denn obwohl Rua mehrere Male in den ersten Runden kurz davor stand, ausgeknockt zu werden, kam er wieder und schaffte es, die letzten Runden zu dominieren und wiederum Henderson fast vorzeitig zur Aufgabe zu bringen.
Gegen den Champion Johnes wirkte Rua etwas außer Form und hatte Probleme mit der Größe, Reichweite und dem Ringen von Johns. Ähnliches steht ihm auch heute bevor, hat der Schwede Gustaffson doch einen Größen und Reichweitenvorteil und ist ein formidabler Ringer, jedoch nicht auf dem Level von Johnes. Die einzige Niederlage von Gustaffson kam 2010 gegen Phil Davis, danach konnte er sich die Ränge hochkämpfen und unter anderem James Te Huna, Matt Hamill und Thiago Silva besiegen.
Dieser Kampf wird ohne Frage sein größter Test, ist Shogun doch nicht nur ein herausragender Muay Thai Kämpfer, sondern auch ein Schwarzgurt in BJJ, auch wenn er nur einen seiner Siege per Submission beendete.
Wenn Gustaffson seine Reichweite ähnlich gut ausspielen kann wie im Kampf gegen Silva, wird er gute Chancen haben Shogun durch Punkte zu besiegen, muss sich aber vor dessen Kicks, vor allem Leg Kicks, in acht nehmen. Sollte Rua nah herankommen, wird es gefährlich werden für Gustaffson der aber gerade im Boxen und im Ringen in seinen letzten Kämpfen große Fortschritte verzeichnen und so seine Stärken von Mal zu Mal mehr ausbauen konnte. Ich denke Shogun ist einer der Kämpfer, die ihre beste Zeit hinter sich haben und nun zwar immer noch zäh und gut genug sind, um in den Top 10 mitzukämpfen, aber nicht mehr um die Nummer 1 oder 2 zu werden, dafür sah Rua in zu vielen seiner letzten Kämpfe außer Form aus. Dann wiederum hat Gustaffson noch keinen richtig harten Kampf gehabt, und man darf abwarten, wie er auf Druck reagiert. Sollte er seine Reichweite etablieren können, dürfte er einen Sieg per Entscheidung einfahren, ich wäre aber auch nicht überrascht, wenn Shogun ihn irgendwann im Kampf clipt und auf die Bretter schickt. Auf dem Papier Gustaffson.

 

9.12.2012 / 02:30 Uhr – Mauricio Rua vs. Alexander Gustafsson – Wettquoten bei Bet365

Mauricio Rua 3.00

Alexander Gustafsson1.40

 

Der Rest der Karte bietet viel Action fürs Geld, aber wenig Wegweisendes. Mike Swick hat seinen zweiten Kampf nach der ewigen Verletzungspause und tritt gegen Mike “the Immortal” Brown an, der eine 3-Kampf Siegesserie reitet. Browns Schwäche ist BJJ, Swicks Stärke ist sein Standup – das dürfte ein klassisches Stand Up Battle werden, was den Fans das gibt was sie am meisten Lieben – einen Knock Out, vermutlich mit Brown auf der empfangenden Seite.
“Little Heathen” Jeremy Stephens hat seinen kurzen Aufenthalt im Gefängnis wohl hinter sich und steht nun für seinen Kampf gegen Edwards bereit. Wir erinnern uns – beim letzten Event nahm die Polizei Stephens am Morgen des Kampfes wegen eines ausstehenden Haftbefehl erst mal mit, sein Kampf viel aus. Nun ist er für einen weiteren Kampf auf der Karte gebucht, der vermutlich in einem Stand Up Battle und einem KO enden wird. Little Heathen ist nicht nur außerhalb des Ringes ein kleiner Hellraiser, auch innerhalb ist er für seine starke rechte Hand und 14 Knockouts bekannt (von 20 Siegen). Edwards bietet hier eine Ausgewogene Mischung von 15 Knockouts und 17 Submissions an, wobei die Submissions schon eine Weile her sind. Da beide nicht abgeneigt sind, ihren Kampf im Stehen auszutragen, dürfte es einer der spektakuläreren Kämpfe auf der Karte werden, ebenso wie der Kampf mit deutscher Beteiligung – Dennis Siver gegen Nam Phan. Allein deswegen lohnt es sich die Undercard zu schauen, tritt doch mit Siver einer der abwechslungsreichesten Stand Up Kämpfer in der Federgewichts  Division gegen Nam Phan, einen der besten Boxer der Divison, an. Nam Phan hat sich zwei herausragende Kämpfe mit Loenard Garcia geliefert, die beide Fight of the Night wurden. Cole Miller und Jimy Hettes hatten beide danach nicht das Profil, um einen solchen Kampf zu reproduzieren, Siver jedoch könnte wieder das sein, was Phan braucht um einen Fight of the Night zu erschaffen – dynamisches Stand Up, gute Kondition und ein aggressiver Style. Siver konnte sich gegen viele namenhafte Gegner in der Leichtgewichtsdivision durchsetzen, bevor er nach seiner Niederlage gegen Donald Cerrone zur Federgewichts Division wechselte. Ein Sieg gegen den hochgehandelten Diego Nunes brachte ihm auch hier schnell Respekt ein, und Nam Phan sollte als Gegner nicht nur für einen guten Kampf sorgen, sondern stellt auch eine mehr als lösbare Aufgabe für Siver da. Gute Chancen für einen Sieg für Germany!

Auf Facebook gibt es diesmal Scott Jorgensen gegen John Albert zu sehen, wobei man fairer Weise sagen muss, dass John Albert hier etwas den Wölfen zum Fraß vorgeworfen wird. Mit nur 1-2 in der UFC steht seine Karriere auf der Kippe, und Scott Jorgensen ist nicht nur ein Veteran des Sports, er hat auch bereits gegen das Who is Who der Szene gekämpft. Auch er musste zuletzt zwei Niederlagen in Folge einstecken, auch wenn man gegen Renan Barao durchaus mal verlieren kann. Der Knockout von Eddie Wineland kam überraschend, aber man kann davon ausgehen, dass John Albert hier nicht für die zweite Überraschung in Folge sorgen wird, sondern sich dem starken Ringer Jorgensen in der zweiten oder dritten Runde ergeben wird. Somit ist Jorgensens Karriere gerettet und Albert wird eine kleine Runde im lokalen Zirkus drehen müssen, bevor er wieder zu UFC zurückfindet.

 

 

8. Dezember 2012 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Mixed Martia Arts - UFC

Die UFC 154 steht an und für die lang erwartete Rückkehr von Welterweight Champion Georges St. Pierre macht das Oktagon wieder einmal Halt in Kanada – Montreal um genauer zu sein.

Hauptkampf ist dabei natürlich der Kampf zwischen Titelinhaber Georges St-Pierre und Herausforderer Carlos Condit, aber auch der Rest der Karte, bis hinuter zu den Facebook Kämpfen ist mehr als sehenswert. Insgesammt kann man sagen, dass die UFC hier wirklich ein Event auf die Beine gestellt hat, wie man es sich in den letzten Monaten immer wieder gewünscht hat – es gibt kaum einen Kampf auf der Karte, der nicht mindestens einen bekannten Namen featured und kaum ein Kampf ist von vornherein klar definiert, was den Sieger anbelangt.

Am meisten Publikum wird wohl der Hauptkampf zwischen

 

Georges St-Pierre vs. Carlos Condit

anziehen. Der amtierende Weltergewichtschampion und Publikumsliebling Georges St. Pierre tritt nach langer Verletzungspause wieder ins Oktagon, um seinen Gürtel gegen den Herausforderer Carlos Condit zu verteidigen.
Seit 9 Kämpfen bzw. seit 2007 ungeschlagen und 22-2 overall, ist er einer der dominantesten Weltergewichtschampions den die UFC jemals hatte – nur Matt Hughes hat noch mehr Titelverteidigungen, gelingt St Pierre diese hier, zieht er mit Hughes gleich – was aber nicht ganz einfach wird.  Sein letzter Kampf war am 30.04.2011, also gut und gerne anderhalb Jahre her und auch wenn er mit 31 Jahren noch nicht so alt ist, dass das Alter an ihm zu nagen beginnt, ist eine so lange Abstinenz vom Ring ein großer Nachteil – vor allem wenn diese einer schweren Knieverletzung geschuldet ist. Sollte St. Pierre von dieser nicht vollständig genesen sein und er in irgendeiner Weise gehandicapt sein – dann wird es eine kurze Nacht für ihn. Ich gehe aber einfach mal davon aus, dass er hier mit annähend 100% Gesundheit starten wird.

Ansonsten gab es an den Perfomances des Champions bisher wenig auszusetzen – außer, dass er in den letzten 4, je nach Betrachtungsweise auch 6 Kämpfen nicht in der Lage war, seine Gegner zu finishen, was aber durchaus seinem Gameplan für die jeweiligen Kämpfe entsprochen haben könnte. Generell kann man sagen, dass er , seit er dem Camp von Greg Jackson beigetreten ist, immer einen perfekten Gameplan hatte – Weg vom Clinch und dem Bodenkampf gegen Shields, auf den Boden mit Dan Hardy und Thiago Alves. Nicht spannend, aber immer gut auf den Gegner abgestimmt. Genau so einen gut abgestimmten Gameplan hatte auch Condit, als er gegen Nick Diaz um den Platz als Herausforderer kämpfte. Die kontrovers diskutierte Entscheidung der Ringrichter brachte ihm den Sieg über den hoch gehandelten Diaz, was meines Erachtens so auch in Ordnung ging – Condit wich Diaz und seinen Versuchen, den Kampf an die Käfigwand zu verlegen immer wieder aus, landete viele, viele Leg Kicks und immer wieder einzelne, signifikante Schläge. Diaz war zwar den ganzen Kampf im Vorwärtsgang, landete aber weniger Schläge und war nicht in der Lage den Kampf da hin zu bringen, wo er ihn haben wollte – sogesehen gehen die wichtigen Bewertungspunkte für “Schaden” und “Oktagon Kontrolle” an Condit, auch wenn man darüber durchaus diskutieren kann.
Nun aber die Frage zu diesem Kampf hier – kann Condit einen Gameplan ersinnen, mit dem er St. Pierre schlagen kann? Es dürfte ziemlich klar sein, was der Ausnahmeringer St. Pierre hier vor hat – ab auf den Boden und da halten bis die Zeit vorbei ist.
Zwar geben sich die beiden im Standup nicht viel, aber einen kleinen Vorteil sehe ich hier bei Condit, der gerade mit Beinarbeit und seinen Kicks im letzten Kampf beeindruckt hat. Und der “Natrual Born Killer” trägt seinen Namen auch nicht umsonst, gingen doch nur 2 seiner 28 Kämpfe über die Distanz – die anderen 26 wurden gerecht aufgeteilt zwischen Knockout und Submission (13-13), wobei einige der Submissions mit einem Niederschlag im Stand eingeleitet wurden.
Haushoher Favorit der Buchmacher ist St-Pierre und das nicht ganz zu unrecht. Condit macht sich hervorragend gegen Gegner, die eine Weile im Stand bleiben, tut sich gegen Gegner, die ihn zu Boden bringen können, aber schwer. So gesehen gegen Martin Kampmann und Rory MacDonald. Gegen MacDonald, der ihm in Erfahrung und Können zu diesem Zeitpunkt eigentlich weit unterlegen sein sollte, tat sich Condit 2,5 Runden extrem schwer, und alles sah danach aus, dass er diesen Kampf verlieren würde, bis MacDonald in der dritten Runde spürbar ermüdete und der Kampf ca. Sekunden vor Ende – meines erachtens zu unrecht – abgebrochen wurde. Kampann ist lang nicht der Ringer wie MacDonald oder gar St-Pierre, und trotzdem konnte er über den ganzen Kampf verteilt immer wieder Takedowns landen und Condit am Boden halten. Zwar hat Condit auch auf dem Rücken einige Optionen und sein BJJ ist nicht schlecht, trotzdem langte es gegen die beiden Kontrahenten nicht, um etwas auszurichten.
St-Pierre ist einer der besten, wenn nicht der beste Ringer der UFC. Seine Takedowns bereitet er im Stand gekonnt vor und wenn er ansetzt, landen seine Gegner auch zu über 80% auf dem Rücken. Zieht man nun noch in Betracht, dass Condit, um die Chance auf den Boden gebracht zu werden, reduzieren zu können, längst nicht so viele Kicks einbringen kann wie etwa gegen Diaz, sieht der Kampf im Stand Up auch nicht mehr so gut für ihn aus – seine Optionen hier sind stark limitiert. Und das Condit den Kampf von sich aus auf den Boden bringen kann grenzt an ein Ding der Unmöglichkeit – wenn doch, stirbt halb Kanada wahrscheinlich an einem Schock.
Condit kann natürlich mit einem einzigen, gut platzierten Hacken alles klar machen, aber ich schätze St.Pierre als zu abgekocht und zu erfahren ein, als dass er sich hier auf einen wilden Schlagabtausch einlassen würde, und sein Stand Up ist mittlerweile auch zu gut, um große Lücken zu lassen – und einmal Matt Serra dürfte St Pierre auch genügen und eine Lehre gewesen sein.
Konditionsschwächen haben beide bisher keine gezeigt, von daher sollten 5 Runden kein Problem sein.
Ich erwarte, dass St Pierre die lange Abstinenz, nicht zuletzt wegen heimischen Publikum, überwindet und eine seiner typischen Ringer Darbietungen zeigen wird, und den Kampf über 5 Runden am Boden halten wird.

St. Pierre besiegt Carlos Condit (by Decision)

Wettquoten bei Bet365 - 18.11.2012/4.00 Uhr

Carlos Condit 3.75

Georges St. Pierre 1.28

 

Das Co-Main Event spielt auch im Weltergewicht und wird gleich den nächsten Gegner für St.Pierre bestimmen – wenn dieser Carlos Condit besiegen kann.

Langzeit Contender Martin Kampmann wird hier gegen den oft unterschätzten Johny Hendricks antreten, und beide sind heiß darauf, endlich einen Titelkampf zu bekommen.

Denn unterschätzt wurden beide bisher regelmäßig – Kampmann ist gut in jedem einzelnen Aspekt von MMA – Standup, Ringen, BJJ, Muay Thai – you name it. Aber eben nicht großartig, und seine Kämpfe waren stets gut, aber selten spektakulär – er wurde sozusagen stets Opfer seines eigenen Stils. Dabei hat er bereits früher einige Male überraschen können, scheint er doch stets als Underdog in den Kampf zu kommen, dann aber besser abzuschneiden, als man erwartet hatte. Seit 2006 kämpft Kampmann nun schon in der UFC, musste aber immer wieder einen Rückschlag hinnehmen, wenn er kurz vor einen Titelkampf stand – Niederlagen gegen Shields, Daley und Sanchez haben ihn immer wieder aus dem Fokus gebracht, obwohl er gegen das Who is Who der Gewichtsklasse angetreten ist – Carlos Condit, Paulo Thiago, Rick Story, Jake Ellenberger, Thiago Alves. Aber erst mit den Siegen über die drei letztgenannten, davon einmal per Submission of the Night und einmal Knockout of the Night, die ihn endgültig zum Anwärter auf einen Titelkampf machten.

Hendricks erging es ähnlich in seiner Karriere in der UFC – seit 2009 kämpft er nun für die Organisation, und hat in seiner gesamten Karriere erst einmal verloren – gegen Rick Story. Nach 4 Siegen zuvor begann er sich gerade im oberen Drittel der Division zu etablieren, als die Niederlage kam und er zunächst wieder gegen weniger bekannte Gegner antreten musste. Einen Sieg gegen TJ Waldbueger und Mike Pierce später kam seine nächste große Chance – mit einem Kampf gegen die ewige Nummer 2 der Division, John Fitch, den er nach nur 12 Sekunden schlafen schickte. Es folgte ein knapper Sieg gegen Josh Koscheck, und die Möglichkeit, hier nun endlich gegen den größten der Division anzutreten. Aber vorher muss er an Kampmann vorbei, was nicht einfach werden sollte.

Hendricks ist 13-1 in seiner Karriere, hat nicht ganz die Gegner gehabt, die Kampmann bisher bekämpfen musste. Zudem fällt auf, dass die UFC ihm in seinen letzten Kämpfen erstaunlich viele Ringer vorgesetzt hat – Koscheck, Fitch, Pierce, Story, Brenneman- 5 seiner 6 letzten Gegner hatten einen Backround im Ringen, wie Hendricks selbst, der mehrmaliger NCAA Division I Champion war. Kampmann hingegen hatte alles dabei in seinen letzten Kämpfen – Ringer (Story, Ellenberger), Muay Thai/Standup Spezialisten (Alves, Condit, Daley), BJJ/Judo (Shields, Silva) und Allrounder wie Sanchez. Und trotzdem kommt Kampmann hier wieder als Underdog in den Ring. Zum einen liegt dies natürlich an den guten Ringerfertigkeiten von Johnny Hendricks, zum anderen an seiner One-Punch-Knockout Power, mit der er schon Fitch und Waldbuger schlafen geschickt hat. Hendricks ist im Stand also keinesfalls hilflos, allerdings konnte Kampmann Jake Ellenberger in seinem letzten Kampf per TKO aus den Clinch heraus besiegen, und der ist ein ähnlich starker Ringer wie Hendricks.

Sortiert man das Ganze etwas nach Skill, sieht es folgendermaßen aus:

Hendricks ? Ringen, Bodenkampf oben
Kampmann ? Stand Up, Clinch, BJJ

Ich denke der Kampf ist recht ausgeglichen und es wird sicher interessant werden, wer seinen Gameplan ausführen kann. Ich denke schon, dass Hendricks Kampmann das ein oder andere Mal zu Boden bringen kann, jedoch hat Kampmann in den bisherigen Kämpfen gezeigt,dass er auch schnell wieder auf die Beine kommt und Hendricks muss sich vor dem Clinch in Acht nehmen. Und auch wenn Hendricks One Punch Knockoutpower hat, ist Kampmann der technisch wesentlich bessere Striker. Schwer vorherzusagen, aber ich tippe auf

Martin Kampmann (per Decision)

Wettquoten bei Bet365 - 18.11.2012/4.00 Uhr

Martin Kampmann 2.25

Johny Hendricks 1.66

 

 

Hauptkarte:

Neben den beiden explosiven Haupt Events bringt auch die Hauptkarte einige interessante Paarungen bei.

Carmont vs. Lawlor bietet Fancis Carmont, im übrigen Trainingspartner von St. Pierre, die Möglichkeit, sich ein Stückchen weiter in der UFC zu etablieren und seinen Namen mit mehr als nur dem “Trainingspartner von” zu füllen. Seine ersten drei Kämpfe konnte Carmont in der UFC gewinnen, zwei davon per Submission, allerdings waren die Gegner nicht die größte Klasse der Division. Die hatte Lawlor zwar auch nicht unbedingt, aber Chris Weidmann, Patrick Cote, Kyle Kingsbury und Aaron Simpson sind Namen die man kennt. Leider hat er nicht gegen alle von denen gewonnen, aber Siege über MacDonald, Cote, Kingsbury und Dollaway haben ihn fest im Mittelfeld der Division etabliert – ein Feld, wo Carmont erst noch hin möchte. Nun hat Carmont den Reichweitenvorteil und hat auch körperlich einen Vorteil – jedenfalls sieht er so aus.
Lawlor ist als solider Ringer bekannt und hat gegen MacDonald erstaunliche Fortschritte in seinem Standup gezeigt. Erlaubt sich Carmont einen Lapsus wie gegen Cedenblad, kann Lawlor ihn im Standup schlafen schicken. Im Ringen wird es eng, ist Carmont doch kräftig und sowohl im Ringen als auch im BJJ bewandert, Lawlor wird es schwer haben ihn im Bodenkampf zu dominieren, aber auch Carmont sollte mit Lawlor auf dem Boden kein leichtes Spiel haben. Ich denke der Heimvorteil für den in Kanada trainierenden Carmont gibt hier den Ausschlag und er gewinnt eine knappe Entscheidung, da er seine Reichweite im Stand auszunutzen weiß.

Ring vs. Phillipou bietet ähnliches wie Carmont vs. Lawlor – zwei Gegner mit ähnlichem Skillset, welche um einen Platz etwas weiter im Mittelfeld kämpfen. Wobei Phillipou 7 seiner letzten 8 Kämpfe gewonnen hat, und nach seinem misslungenem Debut nun vier Kämpfe hintereinander in der UFC gewinnen konnte – gegen respektable Kämpfer wie Court McGee, Jorge Rivera und Riki Fukuda. Nick Ring hat zwar auch gegen McGee und Fukuda gewinnen, allerdings sind beide Entscheidungen in sämtlicher Presse kritisiert worden, und hätten eigentlich Niederlagen sein müssen. Realistisch also 1-3 in der UFC, ist Ring vom Stand Up zwar vielseitiger, aber dafür im reinen Boxen Philipou weit unterlegen. Seine einzige Chance wäre, Philipou immer wieder mit Kicks zu traktieren, um sein Timing zu stören und auf Distanz zu spielen. Sein Ringen wird kaum ausreichen um Philipou, Schüler der Serra-Longo Schule in New York, auf dem Boden dominieren zu können. Wahrscheinlicher wäre noch, das Costa Philipou ihn hier submitted. Somit sollte Philipou im Standup Ring mit seinen High Volume Schlägen eindecken können und ihn alle drei Runden outpointen und zu einer einstimmigen Entscheidung bringen.

Hominick vs. Garza ist ein Kampf, den so eigentlich keiner erwartet hätte. Garza hat seinen Einstand in der UFC mit einem beeindruckenden Knockout gefeiert und dann einen Flying Triangle Choke folgen lassen, was ihn fast augenblicklich auf den Plan sämtlicher MMA Fans. Dementsprechend wuchs auch das Maß an Talent, dem Garza entgegentrat, nur das Dustion Poirer ihm wenig Chancen lies und in der zweiten Runde per D´arce Choke schlafen schickte. Auch der nächste Kampf gegen Up and Comer Dennis Bermudez verlief nicht besser, und Garza steht nach zwei Niederlagen in Folge mit dem Rücken an der Wand.

Dort steht auch Mark “the Mashine” Hominick, was ein paar Kämpfe zuvor sicherlich niemand prophezeit hätte. Mark Hominick hatte sich nach 5 Siegen in Folge einen Titelkampf gegen Jose Aldo gesichert, in dem er zwar beherzt auftrat, aber Aldo nicht bezwingen konnte.  Danach folgten zwei erschreckende Niederlagen, zuerst ein 7 Sekunden Knockout vor heimischen Publikum gegen den Korean Zombie, Chan-Sung Jung und ein drei Runden Schlagabtausch mit Eddie Yang, der die normalerweise herausragende technische Klasse im Boxen komplett vermissen lies. Nun ebenfalls vom Rauswurf aus der UFC bedroht, wurde ihm mit Garza jedoch eine mehr als lösbare Aufgabe vorgesetzt. Garza hat bisher kaum Takedowns gezeigt, wenn dann versucht er eher aus dem Clinch einen Trip oder den Gegner in seine Guard herunterzuziehen. Auch sein Standup hat seit seinem Debut kaum noch etwas aufleuchten lassen, so dass Hominick hier, trotz des großen Reichweitennachteils, mehr als überlegen sein sollte. Man kann davon ausgehen, dass Marc Hominick hier immer wieder seine Kombinationen anbringen wird und dann wieder auf Distanz geht, was Garza nicht wird unterbinden können. Sollte Hominick nicht plötzlich in geistigen Urlaub gehen und mit Garza auf dem Boden verweilen, sollte dies „The Mashine“ wieder auf Siegkurs bringen.

 

Die Undercard bietet gleich alles, was MMA zu bieten hat – Striker vs. Striker, Sriker vs. Grappler und Grappler vs. Grappler.

Ersteres bietet Cote vs. Sakara. Patrick Cote war mal auf dem Höhenflug und hatte sogar einen Titelkampf gegen Anderson Silva, war danach aber auf dem absteigenden Ast und musste sich erst durch kleinere Veranstaltungen kämpfen, um wieder in der UFC antreten zu dürfen. Aber auch sein jetziger Run ist nicht von Glück geprägt, verlor er sein erneutes Debut gegen Chung Le per Decision. 17-8 overall, tritt er gegen Alessio Sakara an, der seit 2010 auf seinen nächsten Sieg wartet. Niederlagen gegen Weidman und Stann zuletzt bringen ihn in eine ähnliche Situation wie Cote – beide müssen hier gewinnen, beide haben ihren Hintergrund im Boxen. Sakara ist der explosivere, hat aber das schlechtere Kinn und ist technisch schwächer. Cote sollte, wenn er sich nicht auf einen Streetfight bzw. engen Schlagabtausch einlässt, hier die Distanz kontrollieren können und hat genug Power, um Sakara hier auf die Bretter zu schicken, wenn dieser zu wild und offen wird

Diabate würde es sicher auch lieben, diesen Kampf in einen technischen Kickboxfight zu verwandeln, jedoch wird Griggs. „The Gravedigger“ wohl etwas dagegen haben und den Kampf auf den Boden verlegen wollen. Sein UFC Debut im Schwergewicht verlor er gegen Titelhoffnung Travis Browne, und nun versucht er sich im Leichtschwergewicht gegen den UFC “Veteranen” Diabates, der immerhin 5 Kämpfe in der UFC bestritten hat. Ein Standupkampf würde Diabates sicher gewinnen, der Franzose lässt jedoch Takedownabwehr und defensives Grappling vermissen, und so wird der Kampf wahrscheinlich wie die meisten Grappler vs. Striker Kämpfe ausgehen – mit eine Sieg für den Grappler, auch wenn der Kampf im Standup sicher spannender wäre.

Bocek vs. Dos Anjos sollte dafür sowohl auf dem Boden als auch im Stand spannend sein. Beide sind erfahrene Bodenkämpfer und beide bringen hier ihre Skills mit, mit denen sie den Kampf für sich entscheiden könnten. Bocek ist jedoch etwas eindimensionaler und hat im Stand Up weder so viel Power, noch ist er so technisch und schnell wie Dos Anjos. Es würde mich nicht überraschen, wenn die beiden sich am Boden gegenseitig neutralisieren würden und der Kampf im Stand ausgetragen wird, wo Dos Anjos den besseren Teil abbekommt und nach Punkten gewinnt.

Stout vs. Makdessi wird mit Sicherheit ebenfalls ein Standupfight – Stout ist bekannt für sein Kinn aus Granit und seine soliden Kombiantionen, Makdessi ist ein Teakwondo und Karate Wizard.
Stout ist allerdings schon seit Jahren im oberen Drittel der Lightweight Division etabliert, wenn auch ohne jemals wirklich zu den Top 10 gehört zu haben. Dafür hat er schon einige der Top 10 als Gegner gehabt und jeden Aspekt seines Games unter Beweis gestellt, zuletzt mit Fortschritten im Ringen. Alles in allem sollte Stout hier die Nase vorn haben, mit Aspekten wie seinem guten Kinn, seiner Erfahrung gegen Top Leute sowie seinen besseren Overall-Skills.

Facebook bietet wieder Action for free, mit den folgenden Kämpfen:

Carvallho vs. Damm

Riddle vs. Maguire

Menjivar vs. Gashimov

Siler vs. Elkins

wobei vor allem Menjivar hier eine einfache Aufgabe vorgesetzt bekommen hat. Gashimov macht einen riesen Step up in Competition, und Menjivar ist als Veteran vieler Kämpfe alles andere als ein Stepping Stone. Für mich die sicherste Wette im ganzen Event.

 

17. November 2012 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Mixed Martia Arts - UFC

UFC 153 – Mixed Martial Arts Wetten – 13.10.2012 ab 23:00 Uhr

Die UFC 153 steht ins Haus, am Samstag, den 13.10.2012 ist es soweit, und was für ein Event es werden wird. Statt der gelanten Federgewichtsmeisterschaft zwischen Jose Aldo und Frankie Edgar, steht nur ein „Funmatch“ zischen Stephan Bonnar und Anderson Silva als Hauptevent auf den Postern.
Geschuldet ist das Ganze einem Autounfall von Jose Aldo, der die UFC dazu gezwungen hat, relativ kurzfristig einen Ersatz für das Main Event zu finden.
Von allen plausiblen Ausweichmatches hat wohl keiner mit Bonnar vs. Silva gerechnet.
Zum einen steigt Silva hier um eine Gewichtsklasse auf und wird zum dritten Mal in Light Heavyweight antreten, zum anderen ist Bonnar alles andere als einer der Top Dogs der Division und den Fans hauptsächlich für seinen drei-Runden-Krieg mit Forrest Griffin im Finale der Reality TV Show „The ultimate Fighter“ bekannt.

Anderson Silva (BRA) – Stephan Bonnar (USA) – Wett-Quoten von Bwin:
Anderson Silva (BRA)    1.12
Stephan Bonnar (USA)    5.25

Silva, der erst vor drei Monaten seinen Titel im Mittelgewicht gegen Sonnen verteidigt hatte, hat hier die Möglichkeit genutzt, noch einmal vor seinem heimischen Publikum in Brasilien anzutreten, spielt der mittlerweile 37 jährige doch mit dem Gedanken sich zur Ruhe zu setzen. Bonnar war praktisch schon in Rente und hatte seinen letzten Kampf vor 11 Monaten.
Trotzdem werden die Fans hier viel für ihr Geld geboten bekommen.
Die Frage bei diesem Kampf ist nicht einmal, wer gewinnen wird – das steht mehr oder minder schon vorher fest, googelt z.B. einfach mal den offiziellen Werbespot von Bonnar -, sondern wie der Kampf ablaufen wird.
Silva wird allgemein als der beste pound for pound Kämpfer der Welt bezeichnet. Er ist noch ungeschlagen in der UFC und hat mittlerweile ganze 12 Titelkämpfe hinter sich, die er alle gewonnen hat. Auch seine beiden LHW Kämpfe mit Griffin und Irvin hat er mit Leichtigkeit gewonnen, gerade gegen Forrest Griffin sah es mehr wie Szenen aus Matrix denn wie ein realer Kampf aus. Als einzige Kritik könnte man bei seinen ganzen Titelkämpfen anbringen, dass nicht alle Kämpfe wirklich Sinn gemacht haben und man Silva vielleicht eher die leichteren der anstehenden Herausforderer serviert hat. Aber auch so war lediglich der erste Kampf gegen Sonnen knapp, der Rückkampf dafür deutlich für Silva.
Warum macht also ein Kampf gegen Bonnar Sinn? Macht er nicht wirklich, jedenfalls nicht, wenn man erwartet, dass Bonnar nun plötzliche die Antwort vorweisen kann, wie man Silva schlagen kann. Bonnar wird etwas größer, etwas Stärker und etwas mehr Reichweite haben, aber man sollte sich von diesen Fakten nicht täuschen lassen – Silva sollte der deutlich bessere Striker sein, auch wenn Bonnar einen Schwarzgurt in Teak Won Do und Karate besitzt.
Auf dem Boden könnte sich das ganze gegenseitig negieren, Bonnar ist ein Schwarzgurt in BJJ, genau wie Silva, beide sind aber nicht Weltspitze. Hier könnte die Größe und das Gewicht von Bonnar den Ausschlag geben.

Was Bonnar als Gegner so richtig interessant macht, und was auch der Grund ist, warum sich viele MMA Fans auf den Kampf freuen, ist, dass er bei seinen 7 Niederlagen niemals gefinished wurden – weder durch KO noch durch Submission. Der gute Stephan kann eine unglaubliche Menge an Schaden einstecken ohne KO zu gehen, im Kampf gegen den, mittlerweile zum LHW Champion aufgestiegenen, außergewöhnlichen John „Bones“ Jones hat Bonnar deutlich gezeigt, dass er nur äußerst schwer auszuknocken ist. Der „American Psycho“, wie sein Kampfspitzname lautet, weiss genau worauf er sich bei diesem Kampf eingelassen hat – in Interviews gibt er selbstironisch zum besten, dass er hofft das Silva sich eine Hand oder einen Fuß an seinem Kopf bricht und er daraus Kapital schlagen kann. Erschrecken dabei ist, dass Bonnar tatsächlich umso bessser kämpft, umso mehr Schaden er einsteckt und umso mehr von seinem Blut über sein Gesicht läuft… den Spitznamen trägt er nicht ohne Grund.

Silva´s letzte reale Niederlage (richtig, ich zähle den DQ gegen Okami nicht), ist nun schon 8 Jahre her und auch Bonnar konnte zuletzt 3 Siege in Folge landen – nicht gegen solch große Namen wie die, gegen die Silva angetreten ist, aber trotzdem keine Aufbaugegner.
Ich erwarte, dass Silva mit seinen Kontern Bonnar einige Male böse erwischen wird, der American Psycho diese aber in seiner unnachahmlichen Art abschütteln wird und versuchen wird, den Kampf auf den Boden zu verlegen. Sollte Bonnar es schaffen, Silva aus dem Takt zu bringen oder gar einige Male überraschen anzuklingeln, wie Sonnen es im ersten Kampf getan hat, könnte er sogar gewinnen. Ja, Bonnar kann den Kampf gewinnen, die Ganze MMA Welt erwartet aber das Gegenteil.
Ich persönlich sympathisiere hier eine Wette auf Bonnar, dem ich seinen größten Erfolg seiner Karriere gönnen würde, mit dem er sich dann aller Wahrscheinlichkeit zur Ruhe setzen wird und einen Kommentatorenjob bei der UFC antreten wird. Er hat in diesem Kampf nichts zu verlieren, und es darf angezweifelt werden, ob Silva in Top Form aufläuft, die Zeit zum vorbereiten war für beide recht kurz, als Tribut hierfür wird der Kampf nur über 3 statt 5 Runden stattfinden.
Silva hat im Prinzip alles was er gewinnen konnte, schon vor dem Kampf gewonnen. Alle erwarten, dass er gewinnt, aber keiner hat erwartet, dass Silva, der sehr auf seine Bilanz und die Auswahl seiner Gegner achtet, hier kurzfristig einspringt um das Main Event zu retten – die Sypathiepunkte sind Silva somit sicher.

Eins ist bei diesem Kampf auf jeden Fall auch sicher – der Fun Fight wird von vielen mehr erartet und geschätzt, als so mancher Titelkampf des Jahres bisher. Ein charmanter Underdog und ein Champion, der ohne seinen Gurt aufs Spiel zu setzen kurzfristig einspringt, gefällt eben nicht nur Rocky Fans.

Minotauro Rodrigo Nogueira (BRA) – Dave Herman (USA) – Wett-Quoten von Bwin:
Minotauro Rodrigo Nogueira (BRA)    1.25
Dave Herman (USA)    3.55

Auch das Co Main Event featured eine brasilianische Legende – Antonio Rodrigo Nogueira tritt gegen den Amerikaner Dave Herman an. „Minetauro“ kommt ebenfalls langsam in die Jahre, und der ehemalige Pride Star hatte in seinen letzten 6 Kämpfen 3 Niederlagen hinnehmen müssen. Alle kamen allerdings gegen Top 5 Kämpfer – 2* Frank Mir, 1* Cain Velasquez.
Herman ist eher im Mittelfeld der Division angesiedelt, trotz seiner Bilanz von 21-4 ist er derzeit 1-2 in der UFC, mit Niederlagen gegen Roy Nelson und Stefan Struve.
Vergleicht man die Konkurrenz, gegen die die beiden in ihrer Karriere bisher angetreten sind, fällt das Urteil klar zu Gunsten von Nogeuira aus. Dazu kommt der definitive Vorteil für Nogueira falls der Kampf auf den Boden gehen sollte, während Herman im Stand der etwas agilere und schnellere Kämpfer sein sollte – ob das ausreicht, im Stand die Oberhand gewinnen zu können, darf abgewartet werden. Insgesamt klarer Vorteil Nogueria.

Glover Teixeria (BRA) – Fabio Maldonado (BRA) – Wett-Quoten von Bwin:
Glover Teixeria (BRA)    1.25
Fabio Maldonado (BRA)    3.55

Golver Teixeira bekommt hier sein zweites UFC Outing gegen seinen brasilianischen Landsmann Fabio Maldonado.
Eigentlich sollte Teixeira gegen Rampage Jackson antreten, der allerdings auf Grund einer Verletzung ausfällt.
Maldonado trat freiwillig vor und wird nun seinen vierten Kampf in der UFC bestreiten. Dass er sich hier freiwillig gegen Teixeira stellt, mutet etwas seltsam an, ist Maldonado doch 1-2 in der UFC, mit zwei Niederlagen in Folge (gegen Kingsbury und Prokrajac). In keiner dieser Niederlagen sah Maldonado wirklich schlecht aus, und er hat mit Sicherheit einen der besten Boxstile der UFC und seine Körperschläge sind tödlich, aber wenn an vergleicht, was Teixeira in seinem letzten Kampf gegen Kingsbury angestellt hat, bleibt die Frage was Maldonado gegen Teixeira zu tun gedenkt.
Teixeira ist einer der heissesten Newcomer in der UFC, und bis auf den Anfang seiner Karriere 2002 und 2005, hat er keinen seiner 15 folgenden Kämpfe verloren, lediglich einer der Siege kam dabei per Entscheidung.
Teixeira hat sowohl Power in seinen Händen als auch herausragende Fähigkeiten im BJJ am Boden, so dass Maldonado, der zudem recht einseitig im puren Boxstil kämpft, hier mehr als einen schweren Kampf zu bestreiten hat.
Klarer Vorteil Teixeira, der Kampf wird wahrscheinlich vorzeitig zu Ende gehen.

Jon Fitch (USA) – Erick Silva (BRA) – Wett-Quoten von Bwin:
Jon Fitch (USA)    2.10
Erick Silva (BRA)    1.65

Im Weltergewicht steht eine höchst interessante Paarung an. Erik Silva, ebenfalls noch relativ neu in der UFC, und ebenfalls einer der heißesten Newcomer, tritt gegen die ewige Nummer 2 der Gewischtsklasse, John Fitch an.
Es ist überraschend zu sehen, das Erik Silva hier bei den Buchmachern der klare Favorit ist. Fitch kommt zwar von seiner 12 Sekunden KO Niederlage gegen Johny Hendricks im Dezember 2011, hat davor aber in der UFC aber nur einmal verloren – gegen den Champion Georges St. Pierre. Sein Kinn ist normalerweise gut genug, um einige Treffer auszuhalten, und einen klaren Power Punch wie Hendricks ihn gelandet hat, kann jeden mal treffen.
Erik Silva ist nun 2-1 in der Ufc, aber wer die Kämpfe gesehen hat, muss sie eigentlich als 3-0 werten, der lächerliche DQ wegen angelblichen Schlägen auf den Hinterkopf kann einfach nicht ernst genommen werden – wer den Kampf nicht gesehen hat: Silva hatte Carlo Prater bereits so gut wie KO geschlagen und bearbeitete den auf dem Bauch liegenden Prater mit Hammerfists zum Kopf, als der Ringerichter ihn Disualifizierte. Sogar der Kommentator lies sich dazu hinreissen, dem Schiedrichter seine Gegenteilige Meinung noch im Ring mitzuteilen. Mit demnach 15-1-1 ist Silva definitiv auf einem Lauf, hat mit Fitch aber seinen sicherlich schwersten Gegner vor sich. Als dynamischer Striker mit durchaus repektablen BJJ Künsten ist er definitiv gefährlich, wo auch immer der Kampf stattfinden wird, jedoch ist Fitch einer der besten Ringer des Sports und dafür bekannt, seine Gegner zu Boden zu bringen und sie dort über die gesamte Dauer des Kampfes in einen unglaublich anstrengenden Kampf zu verwickeln. Nimmt man einmal den schneller Ko gegen Hendricks raus, sollte sein Kinn genügend standhalten um Silva in seine Art von Kampf zu zwingen  und das Ganze wesentlich interessanter machen, als die Buchmacher uns glauben machen wollen.
Das John Fitch den Kampf selber vorzeitig beenden kann, darf dabei weiterhin bezweifelt werden – bis Fitch uns endlich mal wieder das Gegenteil beweist.

Fazit – John Fitch gewinnt per Entscheidung

Phil Davis (USA) – Wagner Prado (BRA) – Wett-Quoten von Bwin:
Phil Davis (USA)    1.25
Wagner Prado (BRA)    3.55

Ein weiterer Spitzen-Ringer tritt mit Phil Davis hier in diesem Event an, der einen Rückkampf gegen Wagner Prado bekommt. Der erste Kampf wurde abgebrochen, als früh in der ersten Runde Prado einen Funger in das Auge bekam und nicht mehr weiterkämpfen konnte. Für den noch unbesiegten Prado ist es somit eigentlich das erste UFC Outing, dabei wurde ihm mit Davis aber ein großer Gegner vorgesetzt – und das nicht nur im physichen Sinn. Davis einzige Niederlage kam gegen Rashad Evans, einen ehemaligen Champ und derzeitigen Top 5 LHW. Gegen andere Gegner wie Tim Boetch, Gustaffson, Stann und Antonio Rorgerio Nogeuria konnte sich Davis aber durchsetzen, und mit seinen Vorteilen sowohl in Größe als auch in Reichweite wird es äußerst schwer für Prado, der bisher nur im lokalen Zirkeln in Brasilien gekämpft hat. Davis hat einfach sowohl den körperlichen, athletischen als auch erfahrungstechnischen Vorteil auf seiner Seite.

Fazit – Klarer Vorteil Phil Davis

Demian Maia (BRA) – Rick Story (USA) – Wett-Quoten von Bwin:
Demian Maia (BRA)    1.60
Rick Story (USA)    2.20

Als letzter Kampf der Hauptkarte tritt BJJ Ass Damian Maia gegen den Ringer Rick Story an. Stroy galt mal als das nächste große Ding im Weltergewicht, bevor er gegen Brenneman und Kampmann verlor und in seinem letzten Outing einen erschreckend zähen Sieg gegen Brock Jardine errang. Nun im Mittelfeld geerdet muss er sich gegen Maia durchsetzen, um wieder in die oberen Ebenen der Division gelangen zu können, was aber mehr als schwer werden dürfte.
Wie schon erwähnt ist Stroys Brot und Butter Technik das Ringen, was gegen den mehrmaligen World Champion im BJJ aber vielleicht keine so gute Idee ist. Maia hat, bevor er zum MMA und der UFC gewechselt hat, im BJJ so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gab, und hat seinen Einstand in der UFC auch mit fünf Siegen in Folge gegeben, was ihm im Mittelgewicht einen Titelkampf gegen Anderson Silva eingebracht hat – den er verloren hat. Danach ging es etwas auf und ab, mit 3-2 in den nächsten fünf Kämpfen, mit Niederlagen gegen Munoz und Weidman, bevor er sich entschlossen hat, ins Weltergewicht zu wechseln, wo er seinen Einstand mit einem Sieg gegen Dong Hyun Kim feiern konnte. Maia ist ein gutes Stück größer und hat eine längere Reichweite als Story, zudem ist sein Striking mit den Jahren wesentlich besser geworden, auch wenn er sich in seinem Kampf gegen Kim wieder auf seine alte Stärke – das BJJ – besonnen hat.
Sollte Story den Kampf auf den Boden bringen, sollte er schnell zuende sein – mit Maia als Sieger. Nutz Story sein Ringen um den Kampf im Stehen zu halten, könnte es eine zähe Angelegenheit werden, da keiner von beiden ein technisch überragender Striker ist. Story mag hier einen leichten Vorteil haben, der aber durch Maias längere Reichweite wieder negiert wird. Alles in allem wird der Kampf wahrscheinlich irgendwann auf dem Boden langen und Maia wird den Sieg erringen – wenn schon nicht per Aufgabegriff, dann per Entscheidung.

Fazit: Vorteil Maia.

Von der Undercard sind vor allem die Kämpfe von Diege Brandao und Tibau interessant, Facebook zeigt sogar den Kampf von Luiz Cane gegen Chris Camozzi live- unbedingt reinschauen!

Gleison Tibau (BRA) – Francisco Trinaldo (BRA) – Wett-Quote von Bwin:
Gleison Tibau (BRA)    1.60
Francisco Trinaldo (BRA)    2.20

12. Oktober 2012 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Mixed Martia Arts - UFC

Die UFC 148 findet am 08.07.2012 in Las Vegas statt. Das meist erwartete Rematch der Geschichte des MMA – und ich bin hier nicht am übertreiben!

Das Remake des “Kampf des Jahres 2010″ wird erwartungsgemäß die Verkaufszahlen sprengen und entweder den Mythos des besten Kämpfers der Welt zerstören oder zementieren.

Googelt man Chael Sonnen vs. Anderson Silva, wird man geradezu überschüttet mit Artikeln, Meinungen und Voraussagen. Wenn man verstehen will, wieso gerade dieses Rematch so viel Aufmerksamkeit bekommt und die Fans so dermaßen in zwei Lager spaltet, schaut man sich am Besten zunächst die beiden Protagonisten an.

Anderson Silva wird von vielen Experten als der beste Kämpfer der Welt bezeichnet. Mittlerweile 31-4, hat er in der UFC bisher keinen Kampf verloren, die letzte reale Niederlage kam 2004 per Submission, und selbst das war eigentlich ein Kampf, den Silva haushoch dominiert hatte.

Nun möchte man meinen, ein Mann der viele der Knockout Highlights der UFC featured, eine riesige Fanbasis hat und dadurch die größten Verkaufszahlen der Events vorzuweisen hat – aber genau da hapert es.

Obwohl er spektakuläre Knockouts produziert hat, wirkten einige seiner Kämpfe langweilig und überheblich. Obwohl Silva selbst immer von Respekt spricht, zeigte er wenig gegenüber Thales Leites und Demian Maia, die er beide in den Kämpfen mehr oder minder über die Distanz prügelte und den Kampf an fast beliebiger Stelle hätte beenden können.

Wahlweise waren bei solchen Kämpfen Verletzungen oder der Respekt vor den Fähigkeiten des Gegners der Grund – was Silva im Kampf aber nicht daran gehindert hat, vor ihnen ohne Deckung hin und herzutanzen. Silva reitet derzeit eine Siegesserie von nicht weniger als 15 Siegen, wobei er bis zum ersten Kampf gegen Sonnen lange nicht mal eine Runde hatte abgeben müssen.

Genau hier setzt Sonnen mit seinem Trash Talking an – und von dem gibt es eine Menge. Sonnen behauptet, schon vor ihrem ersten Kampf hätte Silva ihn gemieden, weil er ihn schlagen könne, und würde sich stattdessen leichtere Kämpfe aussuchen.
Schaut man sich an, wer in der UFC für ihn als Gegner aufgebaut wurde, ist wirklich nicht viel beeindruckendes dabei gewesen in der letzten Zeit.

Die letzten 7 Kämpfe haben entweder gegen alternde Superstars, Neustars die nicht die Zeit hatten sich den Regeln des MMA wirklich anzupassen, oder generell eher mittelmäßige Gegner stattgefunden. Auch Sonnen war einer dieser aller Voraussicht nach mittelmäßigen Kämpfe für Silva. Gerade mal 3 seiner 4 Kämpfe  in der UFC am Stück gewonnen gehabt, bis er seinen Titelkampf bekam. Auch vorher war er mit 22-9-1 nicht unbedingt ein Kämpfer mit Ehrfurcht gebietender Bilanz.

Und dann geschah das unglaubliche. Sonnen, ein gelernter Champion im Ringen, kaufte Silva den Schneid ab und bedrängte ihn vom Anfang jeder Runde an, brachte ihn auf den Boden und gewann die ersten 4 der 5 Runden. Silva konnte dann in Runde 5 sein Comeback landen und Sonnen mit einer Mischung aus Triangle-Choke und Armhebel zur Aufgabe zwingen. Das war genau die Art Kampf, welche man sich für Silva sehnlichst gewünscht hatte. Endlich ein Gegner, der nicht vor Ehrfurcht vor Silva erstarrt und darauf wartet, den Knockout Punch zu bekommen.

Die Niederlage nahm Sonnen scheinbar ziemlich mit  – denn seit 2 Jahren setzt er Silva kontinuierlich unter Druck. Es gibt keinen Punkt in Silvas Leben, der von Sonnen noch nicht durch den Kakao gezogen wurde – und er ist dabei tatsächlich genial und erweist komödiantisches Talent. Jedem, der dem Englischen mächtig ist, sollte sich die Interviews bei Youtube einmal anschauen.

 

Trash Talk von Chael Sonnen über Anderson Silva auf Youtube

 

Es geht gar soweit, dass Sonnen mit einem falschen Titelgürtel durch die Gegend läuft, sich Champion nennt und für ganz Brasilien – Silvas Heimat – kaum gute Worte übrig hat und nach dem Sieg gegen Brian Stann per Mikrofon aus dem Ring folgendes Angebot gemacht hat:

Rematch am Superbowl Wochenende – Gewinnt Silva, verlässt Sonnen den MMA Sport für immer – gewinnt Sonnen, verlässt Silva die Gewichtsklasse!

Auch unter die Gürtellinie geht das Ganze, und genau hier scheint er irgendwas getroffen zu haben:

Silva hat nun selbst etwas Trashtalking betrieben, und das ist mehr als ungewöhnlich für ihn. Sonnen scheint es also geschafft zu haben, sich in Silvas Kopf festzusetzen – wenn Silva nun wütend kämpfen sollte, wäre das nur gut für Sonnen. Den Kampf vor dem Kampf hat Sonnen schon gewonnen.

Eigentlich sollte der Kampf in Brasilien stattfinden, aber auf Grund seines Trashtalkings gegen die Brasilianer und deren Idole wäre das durchaus nicht ungefährlich für Sonnen gewesen. So findet das Ganze in Amerika, genauer Las Vegas, in der Grand Garden Arena statt.

Ihre letzte Begegnung zog auch einiges an Gerüchten und Obskuritäten nach sich. Silva behauptete, mit einer verletzten Rippe gekämpft zu haben und Sonnen fiel bei einem Dopingtest durch – mit erhöhten Testosteronwerten.

Die Suspendierung wegen der erhöhten Testosteronwerte wurde später gekürzt, Sonnen behauptete aus gesundheitlichen Gründen Testosteron verschrieben bekommen zu haben und verstrickte sich nebenbei in seiner politischen Laufbahn auch noch in kriminelle Machenschaften – typisch Sonnen, ein absoluter Clusterfuck. So richtig weiß keiner, was alles passiert ist, sicher ist nur, dass er mehr Testosteron im Körper hatte, als erlaubt.

War Silva nun verletzt oder nicht? Gute Frage, aber ich würde folgendes zu bedenken geben: Silva gilt als bester Kämpfer der Welt und ist einer der dominantesten Champions, den die UFC je hatte und er liebt diese Position nicht nur – er verdient damit auch eine Menge Geld. Es ist nicht so ungewöhlich, dass ein Kampf auf Grund einer Verletzung platzt. Sollte er also eine Verletzung gehabt haben, die ihn beim Kämpfen massiv behindert hätte – wäre er mit Sicherheit nicht angetreten.

Also Sonnen ein bisschen besser als normal und Silva ein bisschen schlechter als sonst? Könnte sein. Beide haben ihre letzten beiden Kämpfe gewonnen, wobei Silva mit Belfort und Okami nicht unbedingt starke Gegner bekommen hat. Sonnen hatte den ordentlichen, aber auch nicht Oberklasse Kämpfer Brian Stan und den starken Bisping als Gegner. Gegen letzteren war der Kampf auch demenentsprechend knapp, während Silva seine beiden Kämpfe einwandfrei gewinnen konnte. Vorteil Silva.

Schaut man auf seine Gegner in der UFC, fällt auf, dass Sonnen durchaus Recht damit haben könnte, dass Silva einige fragwürdige Gegner bekommen hat.

Von seinen 14 Gegnern in der UFC, waren gerade einmal 4 gegen Gegner, die man als ernsthaft bezeichnen muss.
Zweimal Rich Franklin, den damaligen Champion (2006), Nate Marquard 2006 (der allerdings damals auch nicht gerade viele starke Gegner hatte) und Dan Henderson.
Seine letzten 2 Kämpfe waren zwar bekannte Namen, allerdings ist Vitor Belfort nicht mehr derselbe wie mit 19, und hat sich seinen Titelkampf gegen Silva nach vielen Kämpfen in kleineren Organisationen verdient gehabt. Dementsprechend schnell war es vorbei. Okami hatte wie Sonnen nur 3 Kämpfe in Folge gewonnen, und das nicht unbedingt beeindruckend. Viel zu zurückhalten war auch sein Ende schnell gekommen. In seinem anschließenden Kampf gegen Tim Boetch wirkte er wieder nicht, als ob er den Willen hatte, den Kampf vorzeitig zu beenden und wurde dann überraschend von Boetch in der dritten Runde ausgeknockt.
Beide würde ich derzeit nicht zu den Top 5 Middleweights zählen, von daher sind ihre Titelkämpfe eher fragwürdiger Natur.

Hier die restlichen von Silvas Kämpfen, jeweils mit ihrer Bilanz in der UFC.

Cote – 3-5   (hat heute seine Comeback Chance in der UFC)
Lutter – 2-4 (nicht mehr in der UFC)
Irvin – 4-5 (nicht mehr in der UFC)
Leites – 5-3 (nicht mehr in der UFC)
Maia – 9-5 – Zum Zeitpunkt des Kampfes gegen Silva ein reiner Bodenkämpfer. Ein Titelkampf gegen einen der besten Striker der Welt war eigentlich viel zu früh.
Griffin 9-5 – Light Heavyweight! Aber einer, der eher lansgam ist und mehr durch seinen Kampfeswillen als durch Technik überzeugt hat. Anderson war hier klar der bessere Striker.

Alles in allem waren einige Kämpfe dabei, die von vornherein klar waren, und erstaunlich viele haben ihren Titelkampf gegen Silva bemerkenswert früh bekommen.

Nicht, dass Sonnen nun nur die besten der Welt als Gegner hatte, aber auch er hat Marquart und Okami besiegt, gegen Maia allerdings per Aufgabegriff verloren. Genau das ist die Archillesferse von Sonnen – die Aufgabegriffe. Während er im ersten Kampf gegen Silva bemerkenswert wenig Angst vor dessen Schlägen hatte und viele davon ohne mit der Wimper zu zucken einstecken konnte, ist seine Verteidigung gegen Aufgabegriffe dürftig. 8 seiner 11 Niederlagen kamen auf diesem Wege.

 

Also, wie wird das Main Event wohl verlaufen?

Anderson Silva hat den Vorteil im Stand. Auch wenn Sonnen ihn im ersten Kampf durchaus hart erwischen konnte, denke ich, dass Silva hier für ein schnelles Ende sorgt, wenn Sonnen den Kampf nicht auf den Boden bekommt.
Sonnen hat Cardio und als ehemaliger NCAA Ringer kriegt er Silva garantiert auf den Boden. Nun bleibt nur die Frage, ob er sich hier gegen die Aufgabegriffe wehren kann – er sollte eigentlich wissen was kommt, und sich hier nicht wieder die Blöße geben.

Schaut man auf die Wettquoten, bemerkt man, dass die Buchmacher Sonnen mehr Chancen einräumen als allen anderen Herausforderen bisher. Und genau so sehe ich es auch. Für die höhere Quote mag ich Sonnens Chancen durchaus, zumal er im ersten Kampf gezeigt hat, dass er den Champ  vier bis fünf Runden lang dominieren konnte – bis dahin war der Kampf nicht einmal knapp.

 

Empfehlenswerte Buchmacher für die UFC sind Bet365 und Betfair

 

Also, wenn Chael Sonnen da weiter machen kann, wo er aufgehört hat, wird er Silva versuchen zu Boden zu bringen oder zumindest in den Käfig zu drücken und langsam auszupowern. Silva wird versuchen Chael zu kontern und schlafen zu schicken. Ich denke aber Silva wird sich nicht ganz so wohl im Stand fühlen wie sonst, da er den Takedown fürchten muss.

Alles in allem hat Chael Sonnen ganz gute Chancen auf einen Sieg hier, vor allem da er definitv Silva wütend gemacht hat und man nicht sicher sein kann, dass Silva keine dummen Fehler macht, weil er Sonnen unbedingt ausknocken will.

Für die Divison wäre es ein Segen, wenn Sonnen gewinnen würde – die Karten wären neu gemischt, und während Sonnen genau die Fähigkeiten hat, um Silva schlagen zu können, wirkt er nicht so rundum unbesiegbar, so dass in eine mittlerweile festgefahrene Gewichtsklasse wieder etwas Bewegung kommen würde.
Also, um es mit Chaels Worten zu sagen:

“I will put him to the mat and beat on him for five rounds – again!”
“Welcome to 2000 and Chael!”
Wettquoten bei Bet365

Anderson Silva 1.36

Chael Sonnen 3.25

 

 

Forrest Griffin vs. Tito Ortiz III

Ein weiteres Rematch, allerdings eines, welches nicht ganz so viel Sprengstoff bietet wie das Main Event.
Beide vorherigen Kämpfe gingen per Split-Decision an jeweils einen der beiden Kontrahenten. Beide Fights waren unterhaltsam und wurden von beiden mit viel Herz, viel Power und zuletzt viel Blut bestritten, was ihnen “Fight of the Night” und sogar “Fight of the Year 2006″ einbrachte.
Beide sind ehemalige Leichschwergewichtschampions in der UFC, haben ihren Zenit aber wahrscheinlich schon überschritten.

Tito Ortiz, der neuerdings unter dem Namen “the peoples champ” in den Ring steigt, wird hier sein Abschiedmatch geben. Aus seinen letzten 10 Kämpfen ging er nur 3 mal als Sieger herovr, ein Kampf endete in einem Draw und 6 seiner Kämpfe endeten in einer Niederlage für Ortiz.
Zu Gute muss man Ortiz aber halten, dass er in seinen letzten Kämpfen rundweg gegen die besten der Gewichtsklasse antrat – Rashad Evans, Lyoto Mashida, einen noch in der prime stehenden Chuck Liddel, Antonio Nogeuria – er war immer ganz oben mit dabei.
Der Hauptgrund aber, warum Ortiz noch immer in der UFC kämft, ist, dass er von Anfang an dabei war und einer der dominantesten Champions seiner Zeit war. Ganze neunmal kämpfte er um den Gürtel, entweder als Champ oder Herausforderer, dazu trug sein Auftreten auch außerhalb des Ringes dazu bei, den Sport in Amerika populär zu machen. Auf Grund dieser Leistung wird Ortiz vor dem Kampf in die Hall of Fame der UFC aufgenommen.

Bekannt für sein Ringen, wird er wieder versuchen seinen Gegner zu overpowern und am Boden mit Schlägen und Ellenbogenschlägen zur Aufgabe zu bringen. Ob er das jedoch mit dem physisch mindestens ebenbürtigen und 5 Jahre jüngeren Griffin schaffen wird, ist fraglich. In seinem letzten Kampf sah er allerdings durchaus gut in Form aus und zeigte sogar Verbesserungen in seiner Technik und ein paar neue Tricks – von wegen man kann einem alten Hund nichts mehr beibringen!
Es wäre ihm zu gönnen, seine Karriere mit einem Sieg zu beenden und seine Bilanz von 16-10-1 noch etwas zu verbessern. Das Potential, den Kampf wieder zu einem “Fight of the Night” oder gar mehr werden zu lassen, ist definitiv da.

Forrest Griffin wurde durch die erste Staffel der Casting Show – the ultimate Fighter bekannt. Sein Finalkampf gegen Stefan Bonnar war legendär, und beide bekamen im Anschluss vom Präsidenten Dana White einen Siegervertrag – so gut war der Kampf, und er trug maßgeblich dazu bei, die Show im amerikanischem Fernsehen zu etablieren und Fans anzulocken.

Griffin legte danach eine beeindruckende Karriere hin, schlug Kämpfer wie Quinton Jackson und Mauricio Rua um dann sogar Leichtschwergewichtschampion zu werden. Leider hielt seine Regentschaft nur einen Kampf, und er musste seinen Titel gegen Rashad Eveans wieder abgeben. Danach folgte der Kampf gegen Anderson, welchen er verlor. Er schlug daraufhin in einem Rematch Tito Ortiz und anschließen den ehemaligen Mittelgewichtschamp Rich Franklin, um seinen letzten Kampf, ebenfalls ein Rematch, gegen Mauricio Rua zu verlieren. Ein bisschen Up and Down also, aber Forrest kommt immer super in Form und motiviert in den Ring, und wird auch hier sicher wieder eine Show aufziehen.

Es wird nicht das technischste Match und sicher ist es auch nicht unbedingt von Bedeutung für die Gewichtsklasse, aber ich denke beide Kämpfer wollen den Kampf hier unbedingt gewinnen. Tito wird den Kampf zwar gerne zu Boden bringen, aber auch zufrieden damit sein, den Kampf im stehen auszutragen, zumal Forrest auf dem Boden auch durchaus gutes Jiu Jitsu beherrscht.
Alles in allem hat Griffin die besseren Chancen, aber so oder so werden wohl vor allem die Fans die Gewinner sein.

 

Chgung Le vs. Patrick Cote

Interessanter Kampf und sicher was fürs Auge – Patrick Cote ist einer der solidesten Stand Up Kämpfer der Gewichtsklasse und Chung Le ist Schwarzgurt in Teak Won Do, was immer etwas fürs Auge ist. Gerade in der ersten Runde tendiert Le dazu, einige wilde spinning Kicks abzuliefern, die auch nicht selten den Gegner überraschend hart treffen. 7-2 als Bilanz in MMA ist ordentlich, im letzten Kampf gegen Wanderlei Silva hat er sich gut geschlagen, bis er spät im Kampf einfach keine Kondition mehr hatte. Genau das dürfte dem 40 jährigen Le auch hier wieder zum Verhängnis werden – Cote ist wesentlich jünger und konnte in kleineren Organisationen 4 Siege hintereinander erringen, was ihm hier auch den zweiten Versuch in der UFC eingebracht hat.
Alles in allem ist Cote gut in jedem Aspekt des MMA, wenn auch vielleicht nicht großartig. Es sollte ein interessanter Kampf werden, der fürs Auge einiges bietet und am Ende für Cote entschieden wird.

 

Dong Hyun Kim vs. Demian Maya

Ein weiteres interessantes Matchup, das schwierig vorauszusagen ist. Kim galt als ein heißer Aspirant auf einen Titelkampf, bis er gegen Carlos Condit verlor. Dazu tendiert er, seine Kämpfe in der UFC per Entscheidung zu gewinnen und seine Gegner im Laufe des Kampfes durch sein Judo und sein Talent im Bodenkampf langsam zu zermürben. Technisch einwandfrei, aber nicht immer spektakulär mit anzusehen.Mit 15-1-1 bleibt er allerdings einer der Top Kämpfer in der Gewichtsklasse und wird versuchen, sich gegen Maia durchzusetzen und gleich wieder als Titelkampfanwärter zu präsentieren.

Auch Maia tendiert dazu, seine Kämpfe neuerdings per Entscheidung zu gewinnen – oder zu verlieren. Als 3. Dan (Schwarzgrut) in BJJ sollte er auf dem Boden eigentlich jedem Kämpfer in seiner Gewichtsklasse überlegen sein, was er am Anfang seiner Karriere in der UFC auch deutlich demonstrierte. Scheinbar leidet sein Bodenkampf etwas unter dem Training der anderen Aspekte des MMA, denn umso mehr sein Standup besser wird, umso weniger scheint er seine Aufgabegriffe durchsetzen zu können. Er ist nicht mehr ganz so eindimensional wie in seinem Mittelgewichtstitelkampf gegen Anderson Silva, und der Wechsel in die Weltergewichtsklasse war auch sicher ein Vorteil, aber seine nachlassende Gefährlichkeit im Bodenkampf ist eine wachsende Sorge.

Seit er 2009 Chael Sonnen per Triangle Choke besiegte, hat er keinen seiner Kämpfe mehr per Aufgabegriff gewonnen – und auch hier dürfte das gegen Kim eher schwer werden, da dieser ebenfalls einen Schwarzgurt im 4. Dan in Judo besitzt.
Alles in allem ist Kims Standup etwas runder als das von Maia, und da in letzter Zeit sich schon Kämpfer wie Chris Weidman, Jorge Santiago und Mario Miranda dem BJJ von Maia entziehen konnten, dürfte Kim hier weniger Probleme haben und einen weiteren Sieg, vermutlich per Entscheidung, einfahren.

 

Chad Mendes vs. Cody McKenzie

Auch wenn die Bilanzen von beiden ähnlich sind (11-1 für Mendes und 13-2 für McKenzie), liegen beide Kämpfer was Erfahrung und Errungenschaften angeht, doch weiter auseinander als man denkt. Während Mendes bis zu seinen Titelkampf gegen Aldo ungeschlagen war (10-0) und schon viel Erfahrung in der UFC/WEC sammeln konnte, ist  McKenzie erst seit 4 Kämpfen in der UFC, und hat diese mit 2-2 beendet.
Dazu dreht sich bei McKenzie alles um Aufgabegriffe, vor allem um den Guilotine Choke. 11 seiner 13 Siege kamen durch diesen Griff. Auch beide Niederlagen kamen per Aufgabegriff, so dass eigentlich klar ist, wo die Reise hingehen soll.

Mendes ist jedoch ein starker Wrestler, hat viel Erfahrung und ein gefährliches Topgame. Er sollte den Versuchen von McKenzie entkommen können und den Kampf per TKO für sich entscheiden können, auch wenn er dazu tendiert, den Kampf über die Distanz zu bringen. Sieg per TKo oder Entscheidung – für Mendes.

 

Ivan Menjivar vs. Mike Easton

Up and Comer gegen erfahrenen Fighter, Menjivar (24-8) gegen Easton (12-1). Ein weiterer spannender Kampf, ein weiterer Kampf, den man nur schwer vorraussagen kann. Menjivar sah in seinem letzten Kampf gegen Albert nicht so gut aus wie erwartet, hat aber eine Menge Erfahrung und schon jede Menge Top Fighter bekämpft. Die Erfahrung kam allerdings kaum in der UFC/WEC und auch wenn er zuletzt hier 3 Siege erringen konnte,  bleibt die Frage, wo es mit der Karriere noch hingeht. 1-2 Siege noch würden ihn in die oberen Sphären der Gewichtsklasse und nah an einen Titelkampf bringen, eine Niederlage würde in wahrscheinlich erstmal fest in die Mittelklasse zementieren.

Easton ist ein Jungstar mt nur zwei Kämpfen in der UFC, beide gegen eher unbekannte Namen. Auch für ihn wird der Kampf ein wichtiger Indikator werden. Wenn er hier überzeugend siegen kann, katapultiert es ihn gleich an die Spitze und zu den großen Namen.

Beide haben ein rundes Game und gutes Standup als auch Bodenkampf. Egal wo der Kampf hingeht, er sollte interessant und unterhaltsam werden, mit ungewissem Ausgang – die chancen sind fast 50-50, mit vielleicht ganz leichtem Vorteil Easton.

7. Juli 2012 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Mixed Martia Arts - UFC

In der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas findet am 27.05.2012 eines der größten Kampfsportevents dieses Jahr statt. Die UFC 146 mit dem Mainevent Junior dos Santos vs. Frank Mir, ist bis in die Undercards mit namenhaften Kämpfern besetzt und bietet eines der stärksten Lineups des Jahres.

Als erstes Event der UFC sind alle Main Card Events Kämpfe in der Schwergewichtsklasse der UFC. Die UFC 146 bietet somit nicht nur den Titelkampf zwischen Junior Dos Santos und Frank Mir im Schwergewicht, sondern bestimmt auch noch maßgeblich mit, wer als nächstes seinen Versuch auf den Sieger des Matches erhält.

Neben dem Titelmatch stehen der ehemalige Schwergewichtschampion Cain Velasquez, Roy Nelson, Mark Hunt und Stevan Struve an diesem Abend im Ring.

Aber auch die Vorkämpfe bieten viel. Edson Barboza vs. Jamie Varner, Jason Miller vs C.B Dollaway und Dan Hardy vs. Duane Ludwig sind durchaus hochklassig. Ebenfalls auf der Undercard ist der Kampf zwischen Ultimate Fighter Sieger Diego Brandao und Darren Elkins.

Auf Facebook werden diesmal 3 Kämpfe übertragen, und selbst dabei sind sehr bekannte Namen. Ursprünglich gaben sich hier Dan Hardy vs. Duane Ludwig die Ehre, wie bei vielen anderen Kämpfen wurde auch hier ein bisschen hin und hergeschoben, so dass hier nun die folgenden Kämpfe zu sehen sind:

 

Einige Kämpfe werden auf Facebook übertragen

 

Jacob Volkmann vs. Paul Sass
Kyle Kingsbury vs. Glover Teixeira
Mike Brown vs. Daniel Pineda

Für den geneigten Sportwetter bieten sich hier wieder einige interessante Möglichkeiten. Die Buchmacher bieten für so gut wie jeden der Kämpfe eine oder mehrere Wettmöglichkeiten an, was uns zu ganzen 12 Events bringt, auf die wir hier wetten können.

Empfehlenswert für Mixed Martial Arts Wetten sind die Buchmacher Paddypower, Skybet, Betfair sowie die großen Buchmacher wie William Hill und Bet365. Aber auch andere Bruchmacher haben die Wetten im Programm.

 

Empfehlenswerte Buchmacher für die UFC sind Bet365 und Betfair

 

Strong bets:

Junior Dos Santos vs. Frank Mir – Wird er Kampf über die Distanz gehen – NEIN
Stefan Struve vs. Lavar Johnson – Wird er Kampf über die Distanz gehen – NEIN
Sieg Cain Velasuqez
Sieg Edson Barboza

 

Aber nun zu den Kämpfen im einzelnen:

 

 

Hauptkampf:

 

 

Junior Dos Santos vs. Frank Mir

Der Hauptkampf, das Main Event des Abends ist neben einer höchst interessanten Paarung auch gleich noch der Kampf um die Krone im Schwergewicht der UFC.

Junior Dos Santos ist der amtierende Schwergewichtsweltmeister de UFC und verteidigt seinen Gürtel hier das erste Mal gegen den ehemaligen Schwergewichtsweltmeister Frank Mir. Eigentlich war angedacht, das Dos Santos hier Alistair Overeem als Gegner bekommt, jedoch ist dieser, nachdem er einen Dopingtest nach seinem letzten Kampf nicht bestand, nun für 9 Monate gesperrt und eventuell sogar ganz aus der UFC ausgeschlossen. Das verändert die Art des Matches massiv, denn während Overeem ein Weltklasse Striker ist, ist Frank Mir ein, wenn nicht der beste, BJJ Kämpfer im Schwergewicht.

Junior Dos Santos hat bisher in seiner MMA Karriere nur einen einzigen Kampf verloren – 2007 gegen Joaquim Ferreira per Submission. In seiner UFC Karriere ist er allerdings noch ungeschlagen, und konnte hier 6 seiner 8 Kämpfe vorzeitig beenden. Drei Mal wurde er bereits mit dem Knockout of the Night Award ausgezeichnet, und insgesamt hat er bei seiner Bilanz von 14-1 zehn seiner Siege vorzeitig beendet.

Sein Grundstil ähnelt dem Boxen, in seinem Stand Up verlässt sich Junior Dos Santos hauptsächlich auf seine Hände, während er in seinen letzten Kämpfen sein Arsenal um einige Kicks und Takedowns erweitert hat. Es ist anzunehmen, dass er sich auch zu diesem Kampf hier weiterentwickelt hat und sowohl seine Kicks als auch sein Ground Game verbessert hat. Problematisch könnte sein, dass er zunächst gegen einen anderen Striker antreten sollte, nun aber gegen einen der besten Ground Fighter in der UFC ran muss.  2008 konnte er mit Fabricio Werdum bereits einen Weltklasse BJJ Kämpfer besiegen, Mir ist allerdings keinesfalls zu unterschätzen und hat seine Technik in den letzten Kämpfen ebenfalls massiv verbessert.

Unbestritten ist, dass Dos Santos mit das beste Boxen in der gesamten UFC sein Eigen nennt. Kein anderer Schwergewichtler ist so schnell mit den Fäusten wie er, und nur wenige besitzen so viel Knockoutpower wie Dos Santos und sind gleichzeitig so vielseitig mit den Schlägen. Er schafft es viele verschiedene Winkel beim Schlagen zu nutzen und schlägt flüssige Kombinationen zu Kopf und Körper. Der Kampf geht über 5 Runden, und in seinem Kampf gegen Roy Nelson konnte man deutlich sehen, dass ihm die Kraft in der dritten Runde etwas ausging – das allerdings, nachdem er für über 10 Minuten Roy Nelson mit einer unglaublichen Masse an harten Treffern eingedeckt hat – jeder andere Mensch außer Roy Nelson wäre mit Sicherheit vor Runde 3 bereits KO gegangen.

Fraglich ist, wie er sich halten kann, wenn Frank Mir den Kampf auf den Boden verlegen kann. Junior Dos Santos hat in der Vergangenheit starke Takedown Defense gezeigt und konnte die Kämpfe fast immer im Stehen halten.
Frank Mir ist mit 16-5 bereits einmal Schwergewichtsweltmeister in der UFC gewesen und hatte danach noch zwei Mal die Chance auf den Titel bzw. den Interimstitel. Seine 5 Niederlagen kamen alle per TKO durch Schläge, teils im Stand, teils am Boden. Das heißt allerdings nicht, dass Frank Mir per Se ein Problem mit starken Strikern hat. Cheick Kongo, CroCop, Roy Nelson und Tim Silvia sind alle durchaus gefährlich im Stand, und Mir konnte sie im Stand Up nicht nur überleben, sondern teils sogar dominieren. Am Boden beginnt Frank Mir allerdings erst richtig aufzublühen. Sein letzter Sieg gegen den hoch eingestuften BJJ Altmeister Antonio Nogueria, der ihm auch Submission of the Night einbrachte, war ein Ausrufezeichen an die MMA Welt. Nicht nur schaffte er es einen der weltbesten BJJ Kämpfer im Boden Tribut abzufordern, sondern schaffte es mit einer unglaublichen Sidecontrol-Reversal-Reversal Kimura sogar, Nogueira die erste Niederlage per Submission und einen gebrochenen Arm zuzufügen. Frank Mir ist tödlich auf dem Boden, weißt aber immer wieder erschreckende Löcher in seiner Stand Up Verteidigung auf. So konnte sogar Nogueira, der wie erwähnt seine Stärken ebenfalls im Bodenkampf hat, Mir mit seinen Schlägen benommen zu Boden schicken. Dos Santos´s Stand Up ist dem von Mir Lichtjahre voraus, und jeder Kampf beginnt im Stehen.

Wenn Mir den Kampf in den Clinch und dann auf den Boden verlegen kann, sehe ich durchaus Chancen für ihn. Mit seinen Problemen im Stand Up sehe ich gegen den Weltklasseboxer Dos Santos allerdings schwere Zeiten anbrechen. Entweder Mir wird eiskalt ausgeknockt oder Dos Santos wird mit einer Submission erwischt. Ich sehe allerdings keine Chance dass der Kampf über die gesamte Distanz geht.

Ich tippe auf einen Sieg für Dos Santos per KO/TKO in Runde 1 oder 2.

Mögliche Wetten:

Dos Santos Sieg
Dos Santos Sieg per KO
Dos Santos Sieg Runde 1 / 2
Frank Mir Sieg per Submission
Wird der Kampf die Distanz gehen – Nein

 

Co-Main Event

Cain Velasquez vs. Antonio Silva

Das Co Main Event zwischen Ex Schwergewichtsweltmeister Cain Velasquez und dem UFC Newcomer Antonio Silva.
Eigentlich sollte Velasquez gegen Mir antreten, da dieser nun jedoch um den Titel kämpft hat er nun Silva als Gegner bekommen. Gut für Velasquez ist, dass Silva ebenfalls wie Mir eher ein Bodenkämpfer mit Stärken in BJJ und Juso ist, obwohl Silva auch noch einen Schwarzgurt in Karate besitzt.

Cain Velasquez musste in seinem letzten Kampf seinen Titel an Junior Dos Santos abgeben, nachdem er in der ersten Runde durch eine Overhand Rechte von Dos Santos zu Boden geschickt worden war. Das war nicht nur das erste Mal, das Velasquez zu Boden ging, sonder seine erste Niederlage überhaupt. Er ist nun 9-1 in seiner Karriere und kann dabei auf Siege über Cheick Kongo, Ben Rothwell, Antonio Nogueira und Brock Lesnar zurückschauen. Er hat sowohl mit Nogueira einen Weltklasse BJJ Kämpfer besiegt, als auch gute Stand UP Kämpfer wie Kongo und Wrestler wie Lesnar.

Neben seiner eigenen Karriere als Wrestler kann Velasquez einen Braun Gurt in BJJ vorweisen, auch wenn man das aus seiner Kampfstatistik niemals herauslesen könnte – 8 seiner 9 Siege sind vorzeitig per Knockout entschieden worden, lediglich Kongo, selbst ein Top Kickboxer, konnte sich dem Knockout entziehen und den Kampf über die Distanz bringen.

Velasquez hat mit seiner Karriere als Ringer (Wrestler of the Year 2005) nicht nur eine hervorragende Takedown- Offense und Defense, sondern weiß sich auch am Boden mit seinem Braungurt in BJJ (Guerilla Jiu Jitsu)  zu helfen. Das gepaart mit seiner Knock Out Kraft und Vielseitigkeit im Stand machen ihn zu einem kompletten Kämpfer und nicht umsonst einem der Besten im Schwergewicht. Die Niederlage gegen Dos Santos in der ersten Runde kam überraschend und es ist hier vor allem abzuwarten, wie sich Velasquez von seiner ersten Niederlage im MMA erholt  hat und wie stark er mental vorbereitet ist.

Dass Silva als ersten Kampf in der UFC ein Kaliber vom Schlage eines Velasquez vorgesetzt bekommt, zeigt schon an, dass es sich bei Antonio Silva um einen ernsthaften Anwärter um die Spitzengruppe der Schwergewichtler handelt. Eigentlich sollte er gegen Roy Nelson antreten, füllt nun aber den Platz von Frank Mir aus.

Vorher in Organisationen wie Elite XC, Sengoku und Strikeforce verpflichtet gewesen, gibt er nun sein Debüt in der UFC. Mit zum Octagon bringt er gleich drei Schwarzgurte: BJJ, Judo und Karate.

16-3 in seiner Karriere, mit beachtenswerten Siegen über Fedor Emelianenko und Andrei Arlovski.  Nur zwei seiner Kämpfe gingen über die Distanz, 11 konnte er per Knockout beenden, 3 per Submission. Die Statistik verklärt ein wenig, dass Silva einige seiner Siege zwar per KO/TKO errungen hat, diese aber durch Schläge am Boden und nicht im Stand zu Stande kamen. So konnte er Emelianenko in der zweiten Runde ihres Kampfes mit Schlägen so schwer zusetzen, dass dessen Auge zuschwoll und die Ringdoktoren den Kampf abbrachen. Ich denke, Roy Nelson wäre ein guter Einstand für Silva gewesen, Velasquez könnte sich mit seinem hervorragenden Wrestling allerdings als schwer zu Boden zu bringen erweisen, und so die eigentlich Stärke von Silva etwas negieren. Und während Velasquez vom Stil her einen ähnlichen Gegner wie dem ihm eigentlich zugedachten Mir bekommen hat, ist Velasquez ein wesentlich schwierigerer Gegner als Roy Nelson. Auch wenn Roy Nelson gutes Grappling besitzt, sind seine Schläge eher wild und er lebt vor allem von seinen unmenschlichen Nehmerqualitäten, während Velasquez einer der technisch besten Schwergewichtler der UFC ist.

Auch Silva hat seinen letzten Kampf verloren – gegen einen starken Wrestler mit gute Stand Up, dem noch ungeschlagenen Danniel Cormier. Cormier konnte sich als Underdog durchsetzen und mehrere Treffer am Kinn von Silva landen, was diesen dann zu Boden schickte, wo Cormier den Kampf dann beendetet.

Velasquez besitzt ein ähnliches Skillset wie Cormier, nur dass er schon stärkere Gegner besiegt hat und in den größeren Veranstaltungen gekämpft hat. Ich denke Silva ist zwar ein gefährlicher Gegner, aber Velasquez schafft es, wieder auf die Straße des Sieges zurückzukommen. Da beide gefährliche Knockout Spezialisten sind, sehe ich den Kampf in Runde 1 oder 2 zu Ende gehen.

Mögliche Wetten:

Velasquez Sieg
Velasquez Sieg per KO/TKO
Velasuqez Sieg Runde 1 / 2

 

Roy “Big County” Nelson vs. Dave “Pee Wee” Hermann

Ein weiterer Kampf im Schwergewicht, ein weiterer Kampf der auf Grund des Ausfalls Overeems verändert wurde. Nelson sollte eigentlich Antonio Silva als Gegner bekommen, nun springt Dave Hermann ein. Für die Division wird dieser Kampf nicht wirklich viel verändern, hat Roy Nelson doch 3 seiner letzten 4 Kämpfe verloren, während Hermann 1-1 in der UFC ist.

Sieht man sich jedoch an, wen Nelson in seinen 6 Kämpfen in der UFC alles als Gegner vorgesetzt bekommen hat, ist die Bilanz in der Ufc von 3-3 (16-7 overall) alles andere als schlecht. Nachdem er das Ultimate Fighter Finale gegen Schaub gewonnen hatte, konnte er sich gegen Stefan Struve per TKO durchsetzen. Danach gab es zwei Niederlagen gegen Junior Dos Santos (den jetzigen Weltmeister im Schwergewicht) und Frank Mir (ehemaliger Weltmeister) und einen Sieg gegen den gefährlichen Kickboxer Mirko “CroCop” Filipovic. Seinen letzten Kampf gegen Fabricio Werdum, ebenfalls ein Spitzenkämpfer, musste er per Entscheidung verloren geben. Generell hat Nelson unglaubliche Nehmerqualitäten, nur in einem einzigen Kampf musste er sich vorzeitig geschlagen geben. Seine Gegner werden sprichwörtlich müde davon, ihn ständig zu schlagen, während Nelson immer weiter vorwärts kommt. Das, und seine für einen Kämpfer eher “ungewöhnliche” Figur (um nicht zu sage, er ist fett) plus seine positive Art machen ihn bei den Fans sehr beliebt. Seine Kämpfe sind immer spannend, er ist selbstironisch und auch wenn er zu seiner Figur steht, scheint er in den letzten Kämpfen immer besser in Form zu kommen. Vielleicht erleben wir noch, dass er in die Light Heavyweight Division wechselt, aber vorerst muss er gegen Dave Hermann ran.

Hermann hat viel Erfahrung in anderen Organisationen gesammelt, bevor er in die UFC kam. Sein Debüt konnte er gewinnen, musste sich dann aber Stefan Struve geschlagen geben. Nun 21-3 overall, geht es gegen Roy Nelson. Hermann konnte in den kleineren Organisationen 15 seiner Kämpfe per KO/TKO für sich entscheiden, was gegen Nelson aber äußerst schwer werden dürfte. Am Boden auch durchaus fähig, dürfte es gegen Nelson, der einen BJJ Schwarzgurt besitzt und dazu noch ein guter Ringer ist, auch hier nicht reichen.

Alles andere als ein Sieg von Nelson hier wäre eine große Überraschung.

Mögliche Wetten:
Roy Nelson Sieg
Roy Nelson Sieg per KO
Wird der Kampf die Distanz gehen – Nein

 

Shane Del Rosario vs. Stipe Miocic

Ein Kampf zwischen zwei Strikern, die beide eine überdurchschnittlich gute Technik und eine makellose Kampfbilanz aufweisen können.
Del Rosario ist Kickboxer und zweimaliger WBC World Muay Thai Champion. Nun 11-0 in MMA und 8-1 in Kickboxen/Muay Thai sind seine Stärken offensichtlich. Auch Stipe Miocic konnte 8 seiner 6 Siege per KO beenden und kann neben seinem Striking (Golden Gloves Champion) noch einen Titel im Ringen aufweisen. Der Kampf dürfte überwiegend im Stehen ausgetragen werden, wenn Miocic hier das Nachsehen haben sollte, kann ich mir gut vorstellen, dass er versucht den Kampf auf den Boden zu bringen und sein Ringen einsetzt – wo dann aber Del Rosario nicht ungefährlich ist, hat er doch einen BJJ Blaugurt und bereits 3 Siege per Submission. Der größte Faktor hier dürfte sein, dass Del Rosario auf Grund eines Autounfalls seit Anfang 2011 keinen Kampf mehr bestritten hat und nun gleich in die ganz große Show geht. Ich denke der berüchtigte “Ring Rust” wird hier greifen und gibt Miocic in einem ansonsten sehr ausgewogenen Match up den Vorteil.

Sieg Miocic

 

Stefan “the Skyscraper” Struve vs.  Lavar Johnson

Der erste Kampf der Hauptkarte wurde gleich mehrfach umgeändert. Nachdem Struve zunächst Mark Hunt als Gegner bekommen sollte, wurde der Kampf nun auf Grund einer Verletzung Hunts storniert und Struve bekommt nun Lavar Johnson als Gegner.

Struve hate einen 10 Inch Reichweitenvorteil gegen Hunt, der nun auf nur noch 2 Inch gegen Johnson zusammengeschrumpft ist.

Struve ist für extrem unterhaltsame Kämpfe bekannt, was seiner Tendenz geschuldet ist, harte Schläge auszuteilen und ankommende Schläge mit seinem Gesicht zu blocken. Trotz seines jungen Alters ist er mit 23-5 Bilanz schon extrem erfahren und seine Niederlagen kamen in der UFC unter anderem gegen Junior Dos Santos und Roy Nelson.
Allerdings tendiert Struve dazu, zu lange mit gefährlichen Strikern im Stand  und Schlagreichweite zu bleiben, was ihm einige KOs beschert hat.

Johnson ist derzeit 17-5  overall, von seinen 17 Siegen konnte er 15 vorzeitig durch KO beenden, seine beiden Kämpfe in der UFC gegen Beltran und Pat Barry endeten genau so – mit einem KO Sieg für Johnson, beide in Runde 1, beide waren of the Knockout of the Night.

Für Struve ist der Wechsel von Hunt auf Johnson eher schlecht – zwar sind beides starke Striker mit viel KO Power, aber gegenüber Hunt hatte Struve einen deutlichen Reichweitenvorteil, den er gegenüber Johnson nicht mehr hat.
Auch wenn Struve einige Knockouts in seiner Bilanz hat, hat er nicht die pure Knockoutkraft wie manch anderer Kämpfer – seine Knockouts kamen mehr durch Kombos und Konter als reine One-Punch Knockouts. Gut wäre es für Struve, wenn er den Kampf auf den Boden verlegen könnte, jedoch sind seine Takedowns nicht unbedingt gut geeignet dafür – Struve nutzt mehr den Clinch oder den Clinch am Käfig um seinen Gegner zu Fall zu bringen und nicht den kraftvollen Takedown eines Ringers. Das führt dazu, dass Struve erstmal an seinen Gegner ran muss und den Clinch dominieren muss, was gegen einen Muay Thai Kämpfer wie Johnson schwierig wird. Ich befürchte, dass Struve den Kampf im Stehen bestreiten wird.
Genau das wäre gegen Lavar Johnson wieder eine schlechte Idee.

Der Kampf verspricht unterhaltsam zu werden, mit Tendenzen für einen Sieg von Johnson.
Struve hat wahrscheinlich den Vorteil auf dem Boden, mit seinem BJJ Purple Belt, Johnson schafft es aber meistens den Kampf im Stehen zu halten und konnte selbst zwei Submissions in seinen Siegen unterbringen, ist also auf dem Boden nicht ganz hilflos. Dazu tendiert Struve, wie geschrieben, dazu, lieber im Stehen zu bleiben und den Kampf mit den Fäusten auszutragen, was zwar für viel Herz spricht, aber im auch einige Niederlagen eingebracht hat. Ich denke im Stand hat Johnson den Vorteil auf seiner Seite, bedenkt man dass Struve in jedem seiner Kämpfe Lücken in seiner Verteidigung aufgezeigt hatte und doch einige Schläge durchkamen. Gegen KO Power wie Johnson sie besitzt kann aber einmal schon zu viel sein, ein vorzeitiges Ende liegt also in der Luft-

Dazu konnte auch Struve fast alle seine Kämpfe (bis auf einen) vorzeitig beenden, und wurde bei seinen Niederlagen auch jedes mal vorzeitig gefinished.
Johnson ist wie beschrieben ebenfalls gut für vorzeitige Enden – Alle seine Siege waren vorzeitig, alle seine Niederlagen ebenfalls.

Zwei starke Striker mit Knockoutpower = vorzeitiges Ende des Kampfes

Mögliche Wetten:

Wird der Kampf die Distanz gehen – Nein
Sieg Johnson per KO

 

 

Vorkämpfe:

Während die Hauptkarte von den schweren Jungs dominiert wird, bietet die Undercard einige Kämpfe in den leichteren Gewichtsklassen. Auch hier sind einige nicht unbekannte Namen vertreten, und einige der Kämpfe versprechen interessant zu werden.

Diego Brandao vs. Darren Elkins

Diego Brandao hat bereits bei seinem Run durch die “Ultimate Fighter” Show gezeigt, dass er einen aggressiven Knock Out Stil pflegt, der andere Kämpfer wahrlich überrennen kann. Allerdings lässt er auch einige Löcher in der Defense, und so hat Brandao auch schon 4 eigene KO´s erlitten.

Im Prinzip ist er aber ein sehr vielseitiger Kämpfer, der seine Kämpfe überwiegend per KO, aber auch per Submission gewinnen konnte. Das Finale der Ultimate Fighter Show konnte er gegen Bermudez per Armbar gewinnen und im Stand Up ist er ein Biest.  Sein Gegner ist allerdings ebenfalls ein kompletter Fighter mit 4 Wins per Ko, 5 per Submission und 4 per Decision. Dazu hat Elkins einen guten Fight Record mit 13-2, hat seine Wurzeln in Vale Tudo und hat bereits 4 Kämpfe in der UFC berstritten, von denen er 3 gewinnen konnte. Dabei hat er gegen den Weltklasse Muay Thai Kämpfer Duane Ludwig im Lightweight bestehen. Dann der Drop in die Federgewichtsklasse, wo er zunächst gegen BJJ Spezialist Oliveira verlor, bevor er zwei Siege aneinanderreihen konnte.

Diegos überaggressiver Stil und die Tendenz einen Gameplan nicht befolgen zu wollen, die er in der Show gezeigt hat, machen für mich den Underdog hier sehr interessant – Elkins ist nicht zu unterschätzen, hat einen großen Reichweitenvorteil und Diego ist viel zu klarer Favorit bei den Buchmachern für diesen Kampf

Underdog @ WIN (Elkins)

 

Edson Barboza vs. Jamie Varner

Einer der Kämpfe, der bei den Buchmachern noch erstaunlich offen ist.

Edson Barboza ist noch ungeschlagen und hat dabei bereits 10 Kämpfe unter seinem Gürtel, dabei waren 4 in der UFC – unter anderem gegen Ross Pearson und Terry Etim. Sein Spinning Heel Kick Knockout gegen Etim war mehr als beeindrucken und dürfte seinen Weg auf sämtliche “Knock Out Compilations” auf Youtube finden.

Varner hat bereit 26 Kämpfe hinter sich (19-6-1) und dieses ist bereits sein zweiter Run der UFC. Sein erster Run endete als er zur WEC wechselte, die er, nachdem er sich zunächst erfolgreich etablieren konnte, nach 3 Niederlagen und einem Draw ebenfalls verlassen hat. Eine recht schwere Zeit in den letzten Jahren gehabt, auch wenn er seine letzten zwei Kämpfe gewinnen konnte.
Varner ist ein guter Ground fighter, 11 seiner Siege kamen per Submission, aber Barboza hat ein Purple Belt in BJJ und dürfte ihm auf dem Boden nicht schutlos ausgeliefert sein. Aber jeder Kampf beginnt stehend, und hier hat Barboza einen großen Vorteil.

Mögliche Wetten:

Sieg Barboza
Sieg Barboza per KO
Will the Fight go the Distance – NO

 

Jason “Mayhem” Miller vs. C.B. Dollaway

Nachdem Mayhem nach seiner Staffel als Coach der Ultimate Fighter Show gegen Michael Bisping veloren hat, ging ein Raunen durch die MMA Fanwelt. Man war überrascht wie schlecht Mayhem in diesem Kampf ausgesehen hat. Ich muss hier widersprechen – Mayhem sah nicht schlecht aus, Bisping sah verdammt gut aus! Michael Bisping bekommt irgendwie nie den Respekt, den er sich mit seinen Kämpfen verdient hat.

Miller hat nach dem Kampf jedoch zugegeben, dass er sich von der Show, der Größe der Veranstaltung und dem Druck, nun in der UFC zu kämpfen und der Welt etwas beweisen zu müssen, hat überwältigen lassen. Die Folge war der berüchtigte Adrenalin Dump und ein erschöpfter Miller in den späteren Runden.

Im Prinzip ist Miller ein ordentlicher Stand UP Kämpfer mit sehr guten BJJ, viel Erfahrung und eigentlich gutem Kardio. Der letzte Punkt ist nun mit einem kleinen Fragezeichen versehen, aber Miller hat zu viele Kämpfe hinter sich, um aus seinen Fehlern nicht zu lernen. Und mit seiner Bilanz von 23-8-1 hat er neben Bisping auch Kämpfer wie Jake Shields, Frank Trigg und Georges St. Pierre als Gegner gehabt.

C.B Dollaway ist Finalist der 2008er Ultimate Fighters Show und seit dem in der UFC vertreten. Ein bisschen Up and Down, konnte er sich gegen starke Gegner bisher nicht behaupten 11-4 overall, dabei  5-4 in der UFC. In der UFC hat sich Dollaway mehr auf Submissions für das Finish spezialisiert, wobei er aber auch 2 seiner 4 Niederlagen durch Submissions erlitten hat, die anderen zwei durch Knockout.

Miller hat einen Schwarzgurt in BJJ, was Dollaway, der ein ehemaliger Ringer ist, einige Probleme bringen sollte, sollte der Kampf auf den Boden gehen – wovon ich stark ausgehe.

Das Stand Up von Miller ist nicht überragend, sollte aber gegen Dollaway ausreichen, um das Stand Up zu überleben und den Kampf per Submission beenden zu können.

Mögliche Wetten:

Sieg Miller
Sieg Miller per Submission

 

Jacob Volkmann vs Paul Sass

Paul Sass kommt zwar aus Großbritannien, ist aber ansonsten ein sehr ungewöhnlicher Kämpfer für die Insel – 11 seiner 12 Siege kamen per Submission, eine eher ungewöhnliche Statistik für die Briten, die eigentlich für ihr Stand Up und ihre “Street Fight” Einstellung bekannt sind. Braun Gurt in BJJ und noch ungeschlagen, macht er hier seinen dritten Auftritt in der UFC, allerdings gegen einen starken Gegner.

Volkmann (14-2) hat bereits 7 Kämpfe in der UFC hinter sich. Nachdem er gleich gegen Paulo Thiago und Kampmann ran musste, und beide Kämpfe verlor, wechselte er in die Leichtgewichtsklasse und konnte sich nun eine Siegesserie von 5 Kämpfen erarbeiten – unter anderem gegen den Briten Paul Kelly sowie die Sumbission spezialisten Efrain Escudero und Ronys Torres.
Volkmann ist kein Finisher, hat er doch keinen der 5 Siege vorzeitig beendet, aber er weiss wie er sich aus gefährlichen Situationen befreien kann und seinen Gegner konstant unter Druck setzt – sowohl im Stand Up als auch auf dem Boden.

Paul Sass wirkt hier etwas einseitig und ich gehe davon aus, dass Volkmann das gefährliche Submission Game umgehen wird und eine weitere Entscheidung für sich erringt.

Sieg Volkmann

 

Facebook Vorkarte

Auch hier haben wir einige bekannte Namen – Dan Hardy,  Duane Ludwig, Kyle Kigsbury und Glover Teixeira, Mike Brown.
Dan Hary vs. Duane Ludwig

Dan “the Outlaw” Hardy hatte zuletzt keine gute Zeit. Nachdem er seinen Titelkampf gegen George St. Pierre verlor hagelte es weitere Niederlagen gegen Carlos Condit, Anthony Johnson und Chris Lytle. Normalerweise schmeisst die UFC einen Kämpfer nach 2-3 Niederlagen in Folge raus, Hardy hat allerdings die Tendenz, bis zum Letzten alles zu geben und ist damit einer der Publikumslieblinge geworden – so dass er diese letzte Chance bekommen hat. Nun 23-10-1 overall, hat sich Hardy seit August 2011 Zeit genommen um, nach seiner Aussage, längst überfällige Anpassungen in seiner Startegie, Technick und Mentalem Setting zu machen, was er nach dem Titelkampf sofort hätte machen sollen.

Hardy hat gutes Stand Up, gute Submission Defense und viel Herz. All das wird er gegen Duane “Bang” Ludwig brauchen. Dieser hält nicht nur den Rekord für den schnellsten Knockout in der UFC, sondern ist gleichzeitig noch ein ehemaliger professioneller Kickboxer (43-7-1) und Thai Boxing Champion.
Seine MMA Bilanz ist auf 21-12 gestiegen, nachdem er gegen  Josh Neer im letzten Kampf per Submission die Segel streichen musste. Ludwig sah im Stand Up allerdings so stark wie immer aus, und Neer, der normalerweise keine Probleme damit hat, mit seinem Gegner einen Schlag nach dem anderen auszutauschen, entschied sich den Kampf auf den Boden zu verlegen.
Auch wenn Ludwig einige Wins per Submission hat, sind diese doch meistens die Folge von Schlägen gewesen, die den Kampf zu Boden brachten. Es ist also davon auszugehen, dass sowohl Ludwig, als auch Hardy den Kampf im Stehen austragen werden.
Der Kampf wird spannend werden und für Fans von Stand Up Kämpfen sicherlich ein Fest. Nüchtern betrachtet hat Ludwig hier die besseren Chancen, auch wenn seine Stärken genau in den Stil von Hardy spielen. Ich würde mir wünschen das Hardy hier gewinnt, jedoch konnte Ludswig jedem seiner Gegner im Stand Up starke Probleme machen, und Hardy hat bisher wenig postives im Ringen oder auf dem Boden zu verzeichnen gehabt.

Sieg Duane Ludwig
Sieg Duane Ludwig per KO

 

Kyle Kingsbury vs. Glover Teixeira

Kingsbury ist  hier der Kämpfer mit mehr Erfahrung in der UFC. 11-3-1 overall und 4-2 in der UFC, konnte sich Kingsbury meist mit technisch gutem Stand Up und ordentlichem Wrestling durchsetzen. In seinem letzten Kampf gegen Stefan Bonnar wurde er jedoch auf dem Boden total dominiert, so dass eine weitere Schwäche in seinem Stil offenbart wurde.

Glover Teixeira hingegen hat mit seiner Bilanz von 17-2 kaum Schwächen gezeigt – die letzte Niederlage ist 2005 gewesen, und das war erst sein vierter professioneller Kampf. Seit dem hat er 15 Siege anneinandergereiht, von enen er die Mehrzahl per KO für sich entscheiden konnte. Nun macht er sein Debüt auf der großen Bühne, und mit Kingsbury ist ihm eine lösbare Aufgabe gestellt worden. Kingsbury ist hauptsächlich im Stand Up zu Hause und auf dem Boden bisher keine Gefahr gewesen. Dazu hat Teixeira sich schon gegen eine Vielzahl verschiedener Kämpfer durchsetzen können, sei es gegen Submission oder Knock Out Kämpfer. Auch wenn Neulinge in der UFC immer mit Vorsicht zu genießen sind, sehe ich hier eine machbare Aufgabe für Teixeira, auch wenn man Kingsbury nicht abschreiben darf.

Mögliche Wetten:

Sieg Glover Teixeira

 

Mike Brown vs. Daniel Pineda

Den Abend eröffnen werden Brown und Pineda. Die beiden trennen nicht nur 10 Jahre Altersunterschied, sondern auch die Qualität der Gegner, die sie bisher in ihrer Karriere bekämpft haben.
Mike Brown hat Kämpfe gegen Jose Aldo (derzeit Champion im Federgewicht der UFC), Urijah Faber, Leonard Garcia, Diego Nunes und Joe Lauzon in seiner Karriere. Seine Bilanz von 25-8 hat in den letzten Kämpfen etwas gelitten, als er gegen Diego Nunes und Rani Yahya verloren. Seinen letzten Kampf gegen BJJ Schwarzgurt und gefährlichen Striker Nam Phan konnte er jedoch wieder gewinnen und jetzt ist die Hoffnung da, dass er an die alte Form anknüpft, als er Garcia, Curran und  Urijah Faber (zwei Mal!) besiegen konnte, Unzweifelhaft, mit nun 36 Jahren nähert er sich dem Ende seiner aktiven Karriere, er war aber mal ein Weltklassekämpfer in seiner Gewichtsklasse.
Daniel Pineda bekommt mit Brown seinen bisher stärksten Gegner, und auch wenn er seine zwei UFC Kämpfe gegen Schilling und Semerzier per Submission gewinnen konnte, wird er gegen den sehr erfahrenen Brown Probleme bekommen. Denn auch wenn Pineda bei seiner Bilanz von 17- 7 selbst 11 Siege durch Submissions erringen konnte, verlor er doch selbst 6 Mal durch Submission.  Brown wurde nur 4 Mal per Submission besiegt, das letzte Mal 2005, und ich sehe ihn im Stand Up klar vorne. Ich denke der Veteran hat noch ein paar gute Kämpfe vor sich, und dieser ist einer davon

Sieg Mike Brown

 

22. Mai 2012 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Sport-Wetten

Vorkämpfe auf Facebook (ufc.tv)

Felipe Arantes vs. Antonio Caravalho (14.1.2012, 23:45 Uhr MEZ)

 

Vorkämpfe

Ricardo Funch vs. Mike Pyle (15.1.2012, 0.05 Uhr MEZ)

Yuri Alcantara vs. Michihiro Omogawa (15.1.2012, 0.30 Uhr MEZ)

Gabriel Gonzaga vs. Ednaldo Oliveira (15.1.2012, 0.20 Uhr MEZ)

Thiago Tavarez vs. Sam Stout (15.1.2012, 1.40 Uhr MEZ)

 

Hauptkämpfe:

Edson Barboza vs. Terry Etim (15.1.2012, 2.40 Uhr MEZ)

Erick Silva vs. Carlo Prater (14.1.2012, 3.10 Uhr MEZ)

Rousimar Palhares vs. Mike Massenzio (15.1.2012, 3.20 Uhr MEZ)

Vitor Belfort vs. Anthony Johnson (15.1.2012, 4.00 Uhr MEZ)

Jose Aldo vs Chad Mendes (15.1.2012, 5.00 Uhr MEZ)

 

Allgemein fällt zunächst auf, dass die UFC wieder Wert darauf legt, dass in Rio viele brasilianische Kämpfer vor heimischen Publikum kämpfen können.

Jeder der Kämpfe hat mindestens einen brasilianischen Kämpfer im Programm, im Falle von Gabriel Gonzaga vs. Ednaldo Oliveira und Erick Silva vs. Carlo Prater sind sogar beide Kämpfer Brasilianer.

Bedenkt man, dass die UFC nur recht selten außerhalb der USA gastiert – und dann ihre Veranstaltungen auf Japan, Großbritannien, Kanada und Brasilien verteilt, spielt der Heimvorteil eine große Rolle.

Die letzte Veranstaltung in Rio ist noch gar nicht so lange her (UFC 134), und da konnten viele der brasilianischen Kämpfer überzeugen und teils überraschende Siege erringen.

Auch diese Kampfkarte beinhaltet einige große Namen: Aldo, Belfort, Erick Silva, Gonzaga – es wird wieder spannend werden.
Es sind auch einige Kämpfe dabei, wo die Teilnehmer erst in der UFC debütieren oder noch keine großen Namen haben – nicht alle Kämpfe sind daher geeignet, um auch darauf zu wetten. Wir wollen im Folgenden daher nur näher auf die Kämpfe eingehen, auf die wir auch wetten können!

Vorkämpfe auf Facebook:

Felipe Arantes vs. Antonio Caravalho

In diesem Kampf debütieren beide in der UFC – und nur über Caravalho findet man ausreichend Infos, um ihn beurteilen zu können. Bisher eher in kleineren Veranstaltungen gekämpft, und da auch keinen überragenden Record zusammengestellt.
No Bet.

Ricardo Funch vs. Mike Pyle

An diesem Kampf wurde im Vorfeld ein bisschen geändert. Eigentlich sollte Mike Pyle gegen Thiago Alves kämpfen, der aber auf Grund einer Verletzung absagen musste.

Schaut man sich den Ersatz Ricardo Funch an, fällt auf, dass der Ersatzmann nicht annährend die Klasse von Alves besitzt.
8 Siege, 2 Niederlagen, wobei er beide Niederlagen in der UFC einstecken musste – im übrigen seine einzigen beiden Kämpfe in der UFC bisher. Danach noch einen Kampf in einer kleineren Veranstaltung bestritten (den er am 03.12.11 gewinnen konnte), um hier jetzt seine zweite Chance in der UFC zu bekommen.
Seinen ersten Kampf hatte er gegen Johnny Hendricks, den er gegen den starken Wrestler nach Runden per Decision verlor.
Danach ist er gegen Claude Patrick angetreten, der als schwächer als Hendricks einzustufen ist – und verlor per Aufgabegriff in der zweiten Runde. Danach wurde er zunächst aus der UFC entlassen, um dann hier als Ersatzmann wieder eine Chance zu bekommen

Zwar besitzt er einen Schwarzgurt in Brasilien Ju Jitsu, jedoch gewann er die meisten seiner Kämpfe per KO oder TKO.

Mike Pyle ist ein Veteran des Sports – 21-8-1 ist sein Record, wobei er seit 2009 in der UFC kämpft und da einen Record von 4-3 besitzt.

Er konnte Siege gegen Ricardo Almeida, John Hathaway, Jesse Lennox und Chris Wilson erringen. Seine Niederlagen kamen gegen Gegner wie Rory MacDonald, Jake Ellenberger und Brock Larson.
Ellenberger, Almeida, Hathaway sind die größten Namen, die er in der UFC bisher vor sich sich hatte – geht man den langen Kampfrecord durch, tauchen noch Namen wie Jake Shields, Quinton “Rampage” Jackson und John Fitch auf, zudem war er Welterweight Champion der WEC.

Kurzum, Mike Pyle ist ein sehr erfahrener Kämpfer, der 16 seiner 21 Siege durch Aufgabegriffe erringen konnte. Nicht umsonst trägt er also seinen Kampfnamen “Quicksand”.

Bei diesem Kampf sollte Pyle die Oberhand gewinnen können – sein Stand up sah die letzten Kämpfe solide aus und offensichtlich arbeitet er kontinuierlich daran, dieses zu verbessern.
Funch gehört mit 30 Jahren auch nicht mehr zu den jüngsten Kämpfern der UFC, so dass Pyle, der mittlerweise 35 Jahre alt ist, hier nicht allzu stark im Nachteil sein sollte. Auch wenn Funch zu Hause kämpft und sicher unbedingt in die UFC zurück will –

Mike Pyle (per Aufgabegriff) -  normaler Sieg Pyle, 1.20 bei William Hill

Yuri Alcantara vs. Michihiro Omogawa

Auch wenn Omogawa bereits 5 Kämpfe in der UFC bestritten hat, und sein Gegner noch keinen einzigen, ist Alcantara der klare Favorit den Kampf hier zu gewinnen. Omogawa konnte nur einen seiner 5 Kämpfe in der UFC gewinnen und sein overall Record ist mit 13-10 alles andere als berauschend.

Sein Grundstil basiert auf Judo und er ist meistens in der Lage, die Kämpfe zumindest zu überdauern – 8 seiner 10 Niederlagen kamen per Decision. Überfliegt man den Kampf Record, sieht man einige bekannte Namen auch außerhalb der UFC – Nam Phan, Riley und einige andere.

Erfahrung ist vorhanden, aber sein Gegner hat einen beeindruckenden 26-3 Record, auch wenn er fast ausschließlich in kleineren Veranstaltungen gekämpft hat. Seine letzten beiden (gewonnenen) Kämpfe waren aber in der WEC und zum Schluss in der UFC.
Bekannte Namen findet man hier weniger, aber mit Omogawa hat er eine lösbare Aufgabe vor sich, um in der UFC weiter Fuß zu fassen, und die Rahmenbedingungen könnten nicht besser sein – 12 Siege in Folge, dabei sind seine gesamten Siege sauber zwischen KO und Aufgabegriffe aufgeteilt – nur 3 Siege gingen dabei über die Distanz, und dieser Kampf findet vor heimischem Publikum statt, in der Stadt wo er lebt und trainiert. Keine langen Anfahrtswege, viel Support und gewohnte Umgebung, mit viel Selbstvertrauen auf Grund einer langen Siegesserie und ein Gegner, der in der UFC nur schlecht zurechtkommt.

Yuri Alcantara to win – 1.53 bei William Hill

Gabriel Gonzaga vs. Ednaldo Oliveira

Gonzaga ist definitiv der größere Name der beiden. Als Schwarzgurt in “Brasilian Jiu Jitsu” sollte man meinen, dass er durch seinen Bodenkampf berühmt wurde – doch der Tritt, der um die Welt ging, war wohl der Headkick Knock Out von Mirco CroCop.
Gonzaga war eine ganze Zeit in den oberen Ebenen der Schwergewichtsdivision, mit Gegnern wie Junior Dos Santos, Shane Carwin, Brendan Shaub, Fabircio Werdum, Mirco Cro Cop und Randy Coture. Er war allerdings auf Dauer nur mäßig erfolgreich, und nachdem er seinen Titelkampf gegen Randy Coture velor ging es etwas bergab – mit einem Kampfrecord von 7-5 wurde er zunächst aus der UFC entlassen, um dann nach einem Sieg in einer kleineren Veranstaltung seine nächste Chance hier zu bekommen. Overall hat Gonzaga einen Record von 13-6, wobei er eben viele große Namen bereits bekämpft hat.

Oliveira kommt mit einem perfekten 13-0-1 Record in die UFC, sollte hier aber eigentlich den Engländer Rob Broughton gegnüberstehen. Mit einem Schwarzgurt in BJJ steht er zwar Gonzaga um nichts nach, jedoch hat Broughton nicht annähernd die Erfahrung wie Gonzaga, und hat auch wesentlich schlechter in der UFC bisher gekämpft. Während Gonzaga seine 5 Niederlagen gegen Werdum, Carwin, Shaub, Coture und Dos Santos erlitten hat – alle aktuelle oder ehemalige UFC Champions oder zumindest Titelkämpfer.
Oliveira bekommt zu seinem Debüt also einen richtigen Brocken vorgesetzt und verliert auch noch seinen Heimbonus, denn beide Kämpfer sind Brasilianer.

Ich denke, dass die große Show Oliveira ein bisschen nervös machen wird, und  er hier gegen den wesentlich erfahreneren Gonzaga Probleme bekommen wird, so davon auszugehen ist, dass Gonzaga seinen Vertrag wieder verliert, sollte er hier verlieren, während Oliveira sicherlich noch zumindest eine weitere Chance bekommen wird.
Der Kampf selber wird sich sehr wahrscheinlich im Stand abspielen. Gonzaga ist bekannt dafür, lieber im Stand Schläge auszutauschen statt seinen Schwarzgurt in BJJ auf dem Boden zu nutzen, und Oliveira hat 8 seiner 13 Kämpfe durch KO beendet.

Auch wenn der Tip hier Gonzaga (durch KO/TKO) lautet, kann es genauso gut Oliveira per KO oder TKO werden – eines jedoch gilt als fast sicher – der Kampf wird nicht über die Distanz gehen. Gonzaga für 1.80 bei William Hill

Thiago Tavarez vs. Sam Stout

In der letzten UFC Rio im August 2011 konnte Tavarez sich einen Knockout gegen Spencer Fisher sichern, und plant sicherlich das selbe mit Sam Stout.

Dieser dürfte es Tavarez sicherlich um einiges schwerer machen, konnte er doch in fast allen seinen letzten Kämpfen überzeugen. Die einzige Niederlage in den letzten 5 Kämpfen kam gegen Jeremy Stephens per Decision, und der Kampf war eigentlich relativ ausgeglichen. 2008 hatte Stout die letzten größeren Probleme mit gleich zwei Niederlagen, u.a, gegen Terry Etim, der auch heute wieder kämpft.

Tavarez letzten 5 Kämpfe sehen nicht ganz so überzeugend aus, dem Sieg gegen Fisher ging eine Niederlage gegen Shane Roller voraus, davor wieder ein Sieg, davor ein Draw. 3-1-1 aus den letzten 5 Kämpfen, wobei Stout mit 4-1 die stärkeren Gegner hatte.

Beide sind sehr erfahren, mit 27-6-1 für Stout und 16-4-1 für Tavarez. Beide kämpfen auch schon länger in der UFC, so dass Stout zwar die stärkeren Gegner in den letzten Kämpfen hatte, aber im Endeffekt beide schon größere Namen im Ring hatten.

 

Spezialwetten zur UC wie zum Beispiel Art des Sieges, etc …. bei Paddypower.

13. Januar 2012 / hans - Kategorie: Sport-Wetten

Sport-Wetten

Am 30.12.2011 ist es wieder soweit – die UFC betritt einmal mehr die MGM Grand Garden Arena in Las Vegas Nevada – mit einer vollgepackten Fightcard und vor allem einem Main Event, auf das viele Fight Fans rund um die Welt eine ganze Weile warten mussten.

Für alle, die sich nicht so im Kampfsport auskennen – die UFC, oder Ultimate Fighting Championchip, ist eine Organisation, die in den frühen Neunzigern damit begonnen hat, MMA Kämpfe zu veranstalten, in denen, anders als in vielen anderen Martial Arts Veranstaltungen, viele verschiedene Kampfstile inklusive dem Bodenkampf ohne massive Regularieren gegeneinander antraten.

Das Ganze hat sich über die Jahre dann zu der heutigen Austragungsgart entwickelt, in der zwei Kämpfer in einem achteckigen Käfig (dem Octagon) gegeneinander antreten. “Käfig” klingt dabei brutaler als es in Wirklichkeit ist – der ca 9.75 Meter durchmessende Käfig ist durch Maschendraht umspannt, hauptsächlich um bei ringerischen Auseinandersetzungen die Kämpfer davor zu schützen, einfach aus dem Käfig zu fallen.

Dabei wird entweder über 3 mal 5 Minuten, oder – in Haupt- oder Titelkämpfen – über 5 mal 5 Minuten gekämpft. Der Gewinner jeder Runde bekommt 10 Punkte, der Verlierer der Runde 9 oder weniger Punkte gutgeschrieben. Durch KO, TKO, Aufgabegriffe oder auch mal dem Stop durch den Doctor können die Kämpfe auch vorzeitig beendet werden.

Die Kämpfer treten in Gewichtsklassen gegeneinander an, die mit dem Fliegengewicht (57KG) beginnt und mit dem Schwergewicht (94-120KG) endet.

Das Regelwerk ist recht simpel gehalten, hauptsächlich werden Tritte in die Weichteile oder gegen den Kopf eines auf dem Boden befindlichen Gegners verboten, senkrechte Ellenbogenstöße auf den Kopf oder Schläge auf den Hinterkopf. Kopfstöße und andere sehr verletzungsträchtige Manöver sind ebenfalls ausgeschlossen.

Da jeder einzelne Kämpfer seinen eigenen Stil und seine eigenen Vorlieben im Kampf hat, sei es Ringen, Kickboxen, Muay Thai oder BJJ, sind die Matchups immer hochinteressant zu beobachten und versprechen mehr Dynamik als herkömmliche Martial Arts Veranstaltungen. Nicht zuletzt deswegen ist dies der am schnellsten wachsende Sport weltweit – und die UFC der führende Verband in dieser Sportart.

Soviel zu Vorgeschichte, wie immer bietet Wikipedia eine herrvoragende Übersicht über MMA und die UFC
Die Fightcard vom 30.12:

Lesnar vs Overeem   – Hauptkampf
Diaz vs Cerone      – Co Main Event
Fitch vs Hendricks
Matyushenko vs Gustaffson
Phan vs Hettes
Pearson vs Accunsao
Njokuani vs Castillo
Dong Hyun Kim vs Sean Pierson   f
Jacob Volkmann vs Efrain Escudero  f
Matthew Riddle vs Luis Ramos
Manny Gamburyan vs Diego Nunes   f

Alle Kämpfe mit “f” werden dabei auf Facebook übertragen (ufc.tv)

Wetttechnisch gibt es einige interessante Kämpfe hier, von anderen lässt man lieber die Finger.

Fangen wir mit den Vorkämpfen an:

Manny Gamburyan vs Diego Nunes

Manny Gamburyan

2007 stand Manvel “the Anvil” gegen Nate Diaz im Finale der Ultimate Fighter Show – und verlor durch eine Schulterverletzung, die nach eigenen Angaben immer wiederkehrt.
Nach der Show wurde im trotzdem ein Vertrag mit der UFC offeriert, in dem er zwei Kämpfe gewann, und wiederum zwei hintereinander verlor. Danach entschied er sich, zu WEC zu wechseln, da diese leichtere Gewichtsklassen als die UFC anbot,und kämpfte von da an im Federgewicht.
Hier konnte er 3 Wins in Folge einstreichen, und dabei Namen wie Leonard Garcia und Mike Brown (ehemaliger WEC Champion) besiegen.

Gegen den Federgewichtsweltmeister Jose Aldo verlor er daraufhin jedoch, und konnte sich den Titel nicht sichern. Die UFC und WEC vermolzen 2010, so dass der nächste Kampf von Mavel in der UFC stattfand – er verlor gegen Tyson Griffin.
Im September sollte er eigentlich gegen Diego Nunes kämpfen, verletze sich aber wieder an der Schulter und musste zurückziehen. Nunes zog später ebenfalls zurück, auch wegen einer Verletzung.

Schwarzgurt in Karate und Judo.

Diego Nunes ist mit seinem professional Record von 16-2 in seiner bisherigen Karriere sehr erfolgreich, und hat unter anderem auch einen Win über Mike Brown in seinem vorletzten Kampf zu verzeichnen. 5 aufeinanderfolgende Wins in der WEC, dann der einzige Loss in der WEC, und 1-1 in der UFC, ist er erfolgreicher als Manvel in der letzten Zeit – zumal der letzte Loss gegen Kenny Florian kam.

Nunes wird unter die Top 10 der Federgewichte gerechnet, derzeit von Sherdog.com auf Rang 7. Als Purple Belt in BJJ mag man annehmen, dass er viele Kämpfe im Boden per Aufgabegriffe gewann, die meisten kamen in letzter Zeit aber per Entscheidung der Ringrichter, gemixt mit Ko und Aufgabegriffen zu fast gleichen Teilen.

Leichter Größenvorteil für Nunes.

Mit dem besseren Win/Loss Verhältnis, besserer Performance in seinen letzten Kämpfen und der Anfälligkeit Manvels für Schulterverletzungen, sehe ich die Vorteile auch auf der Seite des Favoriten – Diego Nunes. Sollte ihn jedoch Manvel früh zu packen bekommen und sein Judo ausspielen können, könnte er Nunes ermüden und den Kampf gewinnen.

Trotzdem – Nunes gewinnt.

Matthew Riddle vs Luis Ramos

Riddle (5-3) gegen Ramos (19-7) – auch wenn die Zahlen klar für Ramos sprechen, hat dieser doch bisher nur lokal in seinem Heimatland Brasilien gekämpft, und auch wenn er nun 6 seiner Kämpfe in Folge gewonnen hat, und dies ihn hier einen Platz eingebracht hat – Riddle hat seine Karriere nach der Ultimate Fighter Show direkt in der UFC begonnen, und eine wesentlich stärkere Konkurenz gehabt und immerhin 5 davon besiegt.

Die Formkurve zeigt allerdings nach unten, und mit zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen Pierson und Benoist, dürfte das hier der Entscheidungskampf für den Verbleib in der UFC sein – bei 3 Niederlagen in Folge wird bei den meisten der Vertrag aufgelöst.

Beide Fighter haben BJJ Kenntnisse und dürften sich einen spannenden Kampf liefern – für den einen ist es die Eintrittskarte in die UFC, für den anderen der Kampf um das Verbleiben in selbiger.
Die Buchmacher sehen es fast ausgeglichen, und so sehe ich es auch – ich würde Riddle nehmen, da er mehr zu verlieren hat und bereits in der “großen Show” gekämpft hat – aber prinzipiell schwer darauf zu wetten.

Keine Wettempfehlung

Jacob Volkmann vs Efrain Escuder

Volkmann sollte eigentlich TJ Grant als Gegner haben, dieser musste jedoch verletzungsbedingt absagen.
Volkmann hat seinen Backround im Ringen, und schlägt am 30.12 mit 4 Siegen in Folge im Octagon auf – 13-2 lautet dabei sein Overall Record.

Seine beiden Niederlagen kamen gegen Martin Kampmann und Paulo Thiago – beides Kämpfer, die sich in den oberen Bereichen der Gewichtsklasse aufhalten.
Seine weiteren Gegner waren alle eher kleineres Kaliber, aber nichtsdestotrotz muss man auch hier erstmal 4 Kämpfe in Folge gewinnen. 4-2 in der UFC, und in den bisherigen Kämpfen hat er hervoragende Fähigkeiten auf dem Boden gezeigt – gerade Würgegriffe scheinen dem Mann zu liegen.

Escudero ist ein UFC Verteran, der 2008-2010 in der UFC gekämpft hatte, aber nachdem er einen Kampf gegen einen kurzfristig ersetzten Gegner verloren hat und es im Vorfeld auch nicht geschafft hatte, das Gewicht für die Gewichtsklasse zu erreichen, wurde Escudero aus seinem Vertrag entlassen und kämpfte in kleineren Organisationen.
Dort hat er es geschafft 5 Wins und eine Nierderlage aneinanderzureihen, was ihm dann den Platz hier gesichert hat – für den Verletzten TJ Grant.

Auch Escudero hat nicht zu verachtende Kenntnisse am Boden und viel Power im Stand – ein gefährliches Matchup für Volkmann.
Escudero hatte jedoch schon öfter Probleme mit Ringern, und Volkmann ist in seinen letzten Kämpfen, nachdem er die Gewichtsklasse runter zum Leichtgewicht gewechselt hat, einfach dominant gewesen.
Denke, der Kampf geht zu Boden in allen 3 Runden, und Volkmann dominiert von der Top Position.

Volkmann ist leichter Favorit bei den Buchmachern, ich tippe auf Volkmann, und dass per Decision.

Dong Hyun Kim vs Sean Pierson

Kim als Judo Spezialist und vor seinem Loss gegen Carlos Condit war er auf dem Weg zu einem Titelkampf. 14-1-1 in seiner professionellen MMA Karriere, 5-1 (1 no Contest) in seiner UFC Karriere.
Er hat Gegner wie Nate Diaz, Amir Sadollah und TJ Grant besiegt und hat bisher gezeigt, dass er sowohl im Stand, aber vor allem im Bodenkampf seine Gegner kontrollieren kann. Er ist keiner, der seine Gegner mit aller Macht zum aufgeben bringt, 4 seiner 5 Wins in der UFC kamen per Decision.

Pierson hat einen Record von 11 Siegen und 5 Niederlagen, hat dabei aber nur 2 Kämpfe bisher in der UFC bestritten – gegen Matt Riddle und gegen Jake Ellenberger. Gegen Riddle hat er den Fight gewonnen, gegen Ellenberger verloren. Auch wenn er vor der Niederlage 6 Siege in Folge einstreichen konnte, war die Konkurenz eher mäßig – Ellenberger war der erste Top Fighter, den Pierson bisher bekämpfen musste.
Kim spielt in einer ähnlichen Liga wie Ellenberger, wobei ich diesen im direkten Vergleich etwas stärker einschätze.
Piersons Stärke ist eigentlich sein Ringen, jedoch sehe ich Kims Judo hier klar im Vorteil – ich denke, Pierson schafft es nicht, das Grappling zu dominieren und Kim wird ihn so lange attackieren, bis Pierson keine Kraft mehr hat und Kim die Top Position bis zum Ende des Kampfes halten kann.

Klarer Sieg für Kim – per Decision

Njokuani vs Castillo

Noch ein Matchup, was, nachdem einer der Kämpfer auf Grund von Verletzungen zurückziehen musste, abgeändert wurde. Nun also Castillo gegen Njokuani, und ein klassisches “Grappler gegen Striker” Matchup.

Njokuani hier der klassische Striker – Muay Thai und Kickboxen, mit wenig Offensive auf dem Boden.
13-5 in seiner professionellen Karriere, davon 9 Kämpfe in der WEC/UFC, 5 Siege, 4 Niederlagen. 4 der 5 Siege kamen per Knock Out, die Niederlagen sind sauber aufgeteilt zwischen Knock out, Aufgabegriff und Entscheidung der Ringrichter.
Keiner der besiegten Gegner war einer der Top Kämpfer der Gewichtsklasse, aber auch nicht jeder der Kämpfer, gegen die er verloren hat, waren unbedingt die Besten – Henderson mal ausgenommen.

Castillo hat zumindest mehr Namen mit Profil in seinem Record – Cerone, Stevenson, Pettis, Volkmann – konnte davon aber nur Stevenson besiegen, der derzeit auch nicht mehr bei der UFC beschäftigt ist.

Immerhin hat er aber schon 11 Fights in der UFC/WEC hinter sich, und dabei 7 Wins und 4 Niederlagen produziert. Den letzten Kampf gegen Bailey gewonnen, davor eine Niederlage gegen Volkmann, der wiederrum 4 Siege vorrausgegangen sind.
Gemeinsame Gegner hatten die beide auch – Shane Roller, der allerdings beide besiegen konnte.

Nun könnte Njokuani im Stand Castillo mit harten Schlägen schon früh zu Boden schicken oder zumindest massiv anklingeln. Ich vermute aber, dass der Verteran Castillo sich seine Zeit nehmen wird um den Takedown vorzubereiten und den perfekten Zeitpunkt abwartet, um den Kampf zu Boden zu bringen.

Wenn der Kampf zu Boden geht, gewinnt Castillo fast sicher – und da nur wenige Kämpfer es schaffen, einen Kampf dauerhaft im Stehen zu halten:

Mit massivem Vorteil auf dem Boden tippe ich auf Castillo to Win, als Art des Sieges würde ich auf Submission setzen. (1.57 bei Bet365)

Pearson vs Assuncao

Ein weiteres Matchup mt Striker vs Grappler – Pearson der Striker, Accunsao der Grappler.

Hier entscheide ich mich jedoch zu Gunsten des Strikers – Assuncao ist zwar 13-4 in seiner professionellen Karriere, allerdings war sein erster Aufenthalt in der UFC recht kurz – nach 2 Niederlagen in 3 Kämpfen wurde er erstmal gestrichen und kämpfte sich in wesentlich kleineren, meist lokalen Events durch. 7-1 in diesen Kämpfen, bekam er eine zweite Chance in der UFC und gewann seinen Kampf gegen Eddi Yagin per Decision. Yagin hatte dabei jedoch auch seinen ersten Kampf in der UFC überhaupt, und kann meiner Meinung nach schwer als richtige Prüfung angesehen werden – die kommt vielmehr jetzt mit Pearson.

Pearson ist einer der Ultimate Fighter Winner, und hat seinem Win in 2009 einen Kampf Record von 4-2 – mit Niederlagen gegen Edson Barboza und Cole Miller. Der Kampf gegen Barboza hätte aber auch gut zu seinen Gunsten gewertet werden können, und zu der Liste seiner Siege gehören immerhin Siver, Riley und Spencer Fisher – keine kleinen Namen.

Es dürfte hier vor allem interessant werden, ob Pearson den Wechsel ins Federgewicht hier gut schafft, oder ob ihm der Cut, um das Gewicht zu erreichen, zu viel Cardio und Power kostet.Von beidem hat er eigentlich genug gehabt, hat er doch in seinen 4 letzten Kämpfen 2 mal die “Fight of the Night” Ehre erhalten.

Pearson ist auf jeden Fall eine große Aufgabe für Assuncao, der eben leichte Fragezeichen durch den Gewichtsklassenwechsel anhaften.

Trotzdem – Pearson via KO/TKO (1.30 bei Bet365)

Kommen wir zur Main Card:

Phan vs Hettes

Nam Phan hat nach seinem Auftritt in der Ultimate Fighter Show unglaublich starke Auftritte hingelegt – davon vor allem die zwei Kämpfe gegen Leonard Garcia.
Nachdem er den ersten Kampf per Decision verloren hatte, gab es viel Tumult um die Entscheidung. Der Kampf war eigentlich sehr ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für Nam Phan, so dass viele prominente MMA Websites den Kampf für die schlechteste Decision oder “Robbery of the Year” nominierten.

Der Rückkampf war noch epischer, als beide wieder 3 Runden lang nah beieinander blieben und sich gegenseitig mit Schlägen eindeckten – diesmal gewann Phan die Entscheidung . Beide Male gab es Fight of the Night für beide!
Zwischen den beiden Kämpfen verlor Phan gegen den früheren WEC Featherweightchampion Mike Brown per Entscheidung.
Phan ist sowohl am Boden versiert, als auch im Stand – er hat sogar 4 Kämpfe als professioneller Boxer bestritten – dazu hat er einen BJJ Schwarzgurt. Große Schwächen hat er bisher in keinem seiner Kämpfe offenbart.

Hettes ist 9-0 in seiner MMA Karriere, wobei nur der letzte Kampf in der UFC bestritten wurde – gegen Bruce Leeroy, ebenfalls ein Teilnehmer an der Ultimate Fighter Show.
Alle seine Wins kamen per Submission (Aufgabegriffe), so dass man sich hier wohl nur wenig Gedanken machen muss, was der Plan für diesen Kampf ist.

Phan hat allerdings wie erwähnt ebenfalls einen Schwarzgurt in BJJ und seine Defense gegen Takedowns und Submissions sah immer solide aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hettes im Stand Up hier Phan dominieren kann, und sehe daher Phan klar vorne.

Nam Phan Sieg, per Decision oder per TKO/KO (1.40 bei William Hill)

Matyushenko vs Gustaffson

Kampftechnisch hochinterssant, wettechnisch eher zum Finger verbrennen.

Kurzgefasst – Matyshenko ist ein Wrestler (Soviet National Winner) und mit 31 professionellen MMA Kämpfen ein Verteran des Sports.

Mittlerweile etwas alt geworden (40!) würde man eigentlich darauf tippen, dass es so langsam bergab geht – jedoch hat er im letzten Kampf den ebenfalls im Wrestling versierten Jason Brilz in nur 20 Sekunden per KO schlafen geschickt.
Er ist in diesem Matchup der bessere Wrestler und schlägt definitiv härter zu.

Gustaffson ist dafür besser im BJJ und etwas technischer in seinem Stand Up, hält die Distanz und greift technisch versiert aus selbiger an. Sein Kampf Record ist 12-1, aber mit nur wenig bekannten Namen auf der Siegerseite.
Mit 24 steht er aber noch am Anfang seiner Karriere, und hat nach seiner Niederlage gegen Phil Davis sicher mit selbigem (!) an seinem Wrestling gearbeitet.

Vielleicht merkt man schon, worauf das hinausläuft. Erfahrung gegen Jugend, Power gegen technische Überlegenheit.
Dieser Kampf kann wirklich in beide Richtungen ausschlagen, wobei ich Matyushenko durchaus die zweite Überraschung hintereinander zutraue.

Keine Wettempfehlung

Fitch vs Hendricks

Dieser Kampf wird sehr interessant. Wrestler gegen Wrestler, und dabei sind beide seit längerem in der Distanz für einen Titelshot.

Hendricks (11-1) mit dem einzigen Loss gegen einen anderen starken Wrestler – Rick Story, wobei Hendricks hier das Ringen dominiert hat, aber im Stand up Probleme bekam. Ansonsten hat Hendricks als zweimaliger nationaler Ringer Champion natürlich gute Off- und Defense im Wrestling, kombiniert mit kraftvollem Stand up, in dem er auf kurze Distanz immer wieder schnelle Kombinationen abfeuert.

Fitch (23-3-1) hat in den letzten 8 Jahren nur einen Kampf verloren – den Titelkampf gegen den amtierenden Champion George St Pierre. Er ist 13-1-1 in der UFC, wobei der Draw gegen den ehemaligen Leichtgewichtschampion BJ Penn kam – und dabei recht schmeichelhaft für Penn war, wie dieser in dem Interview nach dem Kampf zugab.
Fitch ist ein Grinder vor dem Herrn, er schleift seine Gegner im Kampf förmlich zu Grunde, indem er immer wieder einen Takedown ansetzt, auf dem Boden konstant die Top Position versucht zu halten und seine Gegner über die gesamte Zeit zum arbeiten zwingt. Bei allen bisherigen Fights sah seine Ausdauer hervorragend aus, und ich zweifle nicht daran, dass es auch heute hier keine Probleme geben sollte.
Auch hat Fitch so ziemlich jeden bekämpft, der in seiner Gewichtsklasse Rang und Namen hat – mit Ausnahme vielleicht von Condit und Ellenberger.
Hendricks Competition war nicht ganz so hochklassig, auch wenn natürlich 11 Wins und eine Niederlage alles andere als leicht sind.

Traditionell würde ich sagen, dass beide sich mit ihrem Wrestling mehr oder minder auscanceln und wir hier einen Stand Up Kampf sehen, der eher unspektakulär wird. Jedoch hat Fitch im Stand up die größere Reichweite, und Hendricks muss aktiv die Distanz verkleinern um an ihn ranzukommen. Fitch wiederum wird auch den starken Wrestler Hendricks versuchen auf den Boden oder zumindest in die Käfigwände zu bekommen, um ihn da auszulaugen.
Ich denke, dass Fitch das bessere Cardio hat und Johnny vielleicht Ende der zweiten Runde soweit hat, dass die Kraft abnimmt, um dann einen weiteren Win per Decision einzufahren.

John Fitch per Decision

Alternativer Underdog Pick – Johny Hendricks per KO, wenn er Fitch im Stand Up erwischen kann.

Will the Fight go the distance – yes

Diaz vs Cerrone  

Co Main Event, und was für eins.

Der jüngere der Diaz Brüder gegen den Cowboy Cerrone.

Diaz ist fantastisch im Bodenkampf, besonders wenn er auf dem Rücken in Guard Position liegt und war so mehrfach in der Lage, den eigentlichen Vorteil der Gegner zu negieren und sie zumindest mit Aufgabegriffen zu bedrohen, wenn nicht sogar zur Aufgabe zu bringen.
Das wiederum hat viele Gegner aus ihrem Konzept gebracht, da nach einem Takedown die Guard Position die häufigste Position ist, in der man sich wiederfindet. Dazu ist Diaz groß und hat eine lange Reichweite im Stand, die er in seinem letzten Kampf gegen den ehemaligen Pride Leichtgewichtschampion Takanori Gomi perfekt anzuwenden wusste.
Er hat Gomi auf Distanz halten können und immer wieder mit seinem Jab oder Double Jab aus dem Konzept gebracht, um dann immer wieder eine Gerade mit einzustreuen. Dadurch konnte er das gefährliche Stand Up von Gomi fast negieren, und hat so zurecht die Entscheidung gewonnen.

Seine Kampfkarriere ist aber etwas durchwachsen, mit 14-7, wobei sich 5 dieser Niederlagen in den letzten 2 Jahren in der UFC, also den letzten 9 Kämpfen angesammelt haben. Clay Guide, Dong Hyun Kim und Maynard sind allerdings auch mit die Creme de la Creme der Division. Problematisch ist nur, dass Nate bisher keinen dieser Top 5 Fighter schlagen konnte, seine Wins kamen zwar gegen Gomi, der aber generell mit dem Wechsel in die UFC zu kämpfen kat, gegen Marcus Davis, der mit 38 seine beste Zeit auch schon hinter sich hat und Rory Markham, der 1-2 in seiner kurzen UFC Karriere erreicht hat, und nach dem Kampf mit Diaz aus selbiger entlassen wurde.

Ich sehe den Kampf also vor allem als Prüfstein für Cerrone, in dem sich entscheiden wird, ob Cerrone in direkten Wettbewerb um einen Titelkampf eintreten wird.
Und die Chancen sehen nicht schlecht dafür aus.

Cerrone ist mit 17-3 (1) derzeit einer der Top Anwärter auf einen Titelkampf in der UFC, und war es schon in der WEC, bevor UFC und WEC verschmolzen. Derzeit eine Siegessiere von 6 Siegen hintereinander, hat er im letzten Kampf den deutschen Kickboxer Dennis Siver in der ersten Runde per Submission besiegt, nachdem er ihn im Stand zuvor böse angeklingelt und zu Boden geschickt hat.

Die BJJ Hoffnung Charles Oliveira und Vagnar Rocha hat er in den Kämpfen zuvor besiegt, einmal per KO, einmal per Decision.
Zwei seiner drei Niederlagen kamen gegen den extrem dynamischen Benson Henderson, was ihm im ersten Kampf sogar “Fight of the Year” einbrachte. Henderson ist auch derzeit einer der Top Fighter und dürfte in der UFC bald seinen Titelshot erhalten.
Das Rematch verlor Cerrone recht unrühmlich und schnell per Submission in Runde eins.
Auch wenn Cerrone recht gute Ringerkenntnisse hat, ist seine große stärke doch sein Stand up. So wundert es nicht, dass er in den letzten Kämpfen, gerade gegen BJJ Könner wie Oliveira, keine Takedowns versucht hatte.
Ich sehe aber genau hier auch ein Problem für Nate Diaz – Diaz ist kein Wrestler, und tendiert dazu, seine Gegner entweder aus dem Clinch oder per “Trip”/Wurf oder vom Käfig aus per Trip zu Boden zu bekommen. Die kraftvollen Takedowns eines Ringers fehlen ihm, was wiederum dafür spricht, dass der Kampf wahrscheinlich eher im Stand ausgetragen wird.

Hier hat Cerrone definitiv mehr Kraft und kämpft abweschlunsgreicher – mit mehr Low und Highkicks und schnelleren Schlagkombinationen.

Ich sehe Nate mit seinem Jab und seiner Geraden arbeiten, aber Cerrone mit Low Kicks und Uppercuts antworten. Die Lowkicks werden Diaz auf Dauer Probleme bereiten und verlangsamen, so dass Cerrone immer mehr dominieren kann.
Nate wird vielleicht versuchen, ihn in seine Guard zu Boden zu ziehen, aber da Cerrone als Muay Thai Kämpfer den Clinch dominieren sollte und bereits gezeigt hat, dass er den Boden auch schnell wieder verlassen kann, sehe ich hier kaum Erfolg für Nate.

Auch hat Nate hier ungewohnter Weise kaum einen Größenvorteil gegenüber Cerrone, und nur einen kleinen Reichweitenvorteil von 3 Inch. Die körperlichen Vorraussetzungen sind also sehr ähnlich, aber Cerrone hat mit Sicherheit mehr Power, wo Diaz bessere Kenntnisse im Bodenkampf hat.

Cerrone per KO oder Decision. Für Sieg Cerrone gibt es eine 1.36 bei Bet365

Main Event

Brock Lesnar gegen Alistair Overeem

The Reem kommt also endlich zur UFC. K1 Kickboxing Champion, Striekforce Heavyweight Champion, Dream Heavyweight Champion, 2010 und 2011 World MMA international Fighter of the Year.
Veteran des Sports, mit 47 Kämpfen, davon 35 Siege, 11 Niederlagen und 1 No Contest gegen Cro Cop.
Zählt man den No Contest nicht mit, kommt er auf dem Rücken einer 10 Siege langen Siegesserie hier ins Octagon, die immerhin seit 2007 anhält.
Seine Waffen sind klar definiert – explosive Kicks und Strikes im Stand up, mit mörderischen Kniestößen aus der Nähe. Seine Takedowndefense ist solide und er hat durchaus auch Aufgabegriffe im Repertoire – wobei hier der Gullotine Choke heraussticht. Gerade dieser Würgegriff ist immer wieder effektiv gegen Wrestler, die zu tief und zu rücksichtslos nach vorne stürmen – wie Brock es oft tut.

Seine Schwächen sind aber ebenfalls bekannt – von der Guard oder generell von der unteren Position hat er außer Defense nicht viel zu bieten, und sein Cardio, also seine Ausdauer, sah in den letzten Kämpfen nicht wirklich top aus.
Er arbeitet derzeit in Extreme Cotourse zweifellos an seinem Wrestling, hat sich im Vorfeld von seinem bisherigem Management getrennt und hat den kürzlichen Tot seiner Mutter zu verkraften – es ist daher durchaus fraglich, ob er zu 100% Topfit ist, oder nur zu 80% Top trainiert.

Lesnar kommt eigentlich aus dem Show Wrestling, der WWF in Amerika und der New Japan Pro League in Japan. Daher war es verständlich, dass er vor seinem Debüt in MMA und der UFC immer wieder darauf hinwies, dass nach dem Kampf alle wissen werden, dass er “for Real” und “legit” ist.
Und dem war auch so. Obwohl er seinen Kampf gegen den ehemaligen Schwergewichstweltmeister Frank Mir verlor, lag das vor allem daran, dass er noch unerfahren war und die von Mir angesetzte Submission zu spät erkannte – den Kampf bis daher hatte er allerdings erstaunlicherweise dominiert.
Lesnar ging dann weiter und gewann seine nächsten 4 Kämpfe, inklusive dem Rematch gegen Mir, um Heavyweight Champion der UFC zu werden. Er verlor den Titel dann in seinem letzten Kampf gegen Cain Verlasquez. Cain Velasquez wiederum verlor gegen Junior dos Santos, so dass der Kampf schon eine Weile her sein muss…

Und genau da liegt eines der Probleme. Brock litt nun zum zweiten Mal an Diverticulitis, einer Darmkrankheit, bei der er sich nun sogar einer Operation unterziehen musste. Natürlich leidet dabei das Training, sowohl davor als auch danach, und es dauert eine Weile, um wieder fit zu werden.

Ein weiterer Nachteil Brocks liegt in der Art, wie er kämpft. Er rennt teilweise nach vorne, in einer Art “Bullrush” um den Gegner zu überrumpeln und zu Boden zu werfen. Was teilsweise gut klappt, geht teilweise auch schlimm nach hinten los und dann kommt ein weiterer Nachteil ins Spiel – wird Brock getroffen, gerade im Gesicht, tendiert er dazu, sich mit den Händen vor dem Gesicht zu schützen und in Deckung zu gehen. Das wiederum öffnet oft neue Lücken für die Attacken der Gegner und macht alles nur noch schlimmer.

Seine Vorteile wiegen aber genauso schwer – als WWF Star, NFL Spieler und MMA Champion ist er unglaublich athletisch und schnell für einen so riesigen Kerl, seine Takedowns sind eine Macht und wenn er einmal die Top Position hat, ist es selbst für Bodenspezialisten wie Mir oder Ringer wie Carwin kaum möglich, dieses Riesen abzuschütteln.
Das liegt vor allem daran, dass Brock sich relativ flach auf den Gegner legt, ihn mit seinem Gewicht niederdrückt und nur relativ kurze Schläge anbringt – mit denen er aber z.B. Mir durchaus an den Rand des KOs und einem vorzeitigen Stop durch den Referee trieb.

Und hier kommen die WENNs, die den Kampf entscheiden werden.

WENN Brock Lesnar fit ist (sein Cardio) und WENN er den berüchtigten “Ring Rust” (längere Abwesenheit aus dem Käfig) ablegen kann, wird er Overeem wahrscheinlich zu Boden kriegen und da dominieren. Was spätestens ab Runde 2 zum Zusammenbruch Overeems führen wird und wahrscheinlich spät in Runde 2 bis Runde 3 zu einem Ende führen wird.

WENN The Reem fit ist und WENN the Reem sein Wrestling aufpolieren kann, wird er Brocks Takedowns zumindest anfänglich stoppen können und seine Schläge anbringen können, WENN Brock dann wieder schlecht reagiert, wird Overeem ihn finishen.

Was ist nun wahscheinlicher? Ich sehe the Reem hier vor allem mit dem Problem konfrontiert, dass er seine Kicks nur sehr bedacht einsetzen kann – jedesmal, wenn er seine Füße vom Boden hebt, geht er ein hohes Risiko ein auf seinem Rücken zu landen – wo dann schnell Game Over sein könnte. Also nur Strikes, wobei der Clinch gegen Lesnar immer sehr anstrengend ist, da dieser seine Gegner gerne in den Käfig drückt und dabei die Hände kontrolliert und nur mit Knien arbeitet.
The Reem hat aber wesentlich mehr Erfahrung, auch gegen Top Kämpfer, sah dabei aber auch nicht immer auf der Höhe aus, und reagiert auf Druck auch nicht immer ideal.

Beide sind fast gleich alt, beide wiegen fast 120 KG, beide sind über 190cm Groß (The Reem 196, Lesnar 191), dabei hat Lesnar 2 Inch mehr Reichweite.

Ich tendiere hier leicht zu Lesnar, einfach weil er mich schon mehrfach überrascht hat.

Der Kopf sagt Overeem per KO

Der Bauch sagt Lesnar per TKO/KO

Die sicherste Wette – Will the Fight go the Distance – NO

Eine 2.25 gibt es für Lesnar bei Bet365, für Overeem eine 1.67 bei William Hill

Kombi des Tages Nam Phan + Dong Hyun Kim + John Fitch

 

 

28. Dezember 2011 / hans - Kategorie: Sport-Wetten









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