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Sportwetten News
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17. Mai 2010 / joe
Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Michael Ballack, wird nicht an den Fußballfestspielen im Sommer in Südafrika teilnehmen können. Einer Pressemitteilung des DFB ist zu entnehmen, dass Ballack eine schwerwiegende Sprungelenksverletztung aus dem FA-Cup Finale des FC Chelsea London gegen den FC Portsmouth davongetragen hat.
Die Meldung verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Ballack fällt aus! Der als unfairer Spieler bekannte Kevin Prince Boateng (ehemals bei Hertha BSC Berlin und Borussia Dortmund) foulte den Kapitän der Nationalmannschaft beim FC Cup Finale allen Anscheins nach mit Vorsatz. Zuvor hatte es – wie auch in zurückliegenden Bundesligaduellen – einige harte Zweikämpfe zwischen Boateng und Ballack gegeben. Scheinbar aus Frust – wie den Videos zu entnehmen ist – foulte Boateng den Deutschen Kapitän schließlich absichtlich.
Brisant daran ist, dass Boateng, dessen Bruder für die deutsche Nationalmannschaft spielt, von Bundestrainer Joachim Löw schon in der Vergangenheit nicht in die engere Wahl der deutschen Auswahl nomminiert wurde. Der Mittelfeldspielr mit ghanaischem Migrationshintergrund ließ sich in Folge dessen vom ghanaischen Fußballverband abwerben und wird aller Voraussicht nach in der Gruppenphase gegen die – nun durch ihn dezimierte – deutsche Mannschaft spielen.
"Fußball-Fans vergessen nie!" Dieses ungeschriebene Gesetz gilt sowohl im Negativen als auch im Positiven und wird auch für Kevin-Prince Boateng gelten. Es darf als sicher betrachtet werden, dass der Ghanaer in jedem deutschen Stadion ausgepfiffen wird und von jeder Fangruppe verschmäht werden wird.
Perspektivisch bedeutet das für die Deutsche Nationalmannschaft Zweierlei: 1.) Es gibt keinen Kapitän, keinen Leitwolf mehr. 2.) Es herrscht eine starke Unterbesetztung im defensiven Mittelfeld.
Für beides gibt es nur eine Lösung: Thorsten Frings!
Kategorie: Fussball-News
2. April 2010 / joe
Am Samstag, den 3. April 2010, findet in England der nächste Knaller der Premier League statt: Manchester United empfängt den FC Chelsea London. Am 33. Spieltag der höchsten englischen Spielklasse fährt der Club von Michael Ballack als Tabellenzweiter mit einem Punkt Rückstand zum Tabellenführer aus Manchester. Dahinter lauert auf Platz drei Arsenal London. Die von Arsene Wenger trainierte Mannschaft hat zwar schon vier Punkte Rückstand auf Manchester United aber das augenscheinlich leichteste Restprogramm. Schon an diesem Spieltag könnte sich einiges verlagern, wenn ManU und Chelsea beispeilsweise Unentschieden spielen und Arsenal London gleichzeitig zu Hause gegen die Wolverhampten Wanderers gewinnt.
Das Spiel findet bereits am Samstagmittag statt. Der frühe Anstoßtermin für das Spitzenspiel des Spieltags liegt unter anderem an der somit längstmöglichen Erholungszeit für Manchester United bis zum Champions League Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Bayern München am Mittwoch. Anstoß des Spiels Manchester United gegen den FC Chelsea London ist am Samstag um 13:45 Uhr.
Manchester United:
Die Niederlage im Hinspiel in der Allianz Arena schmerzt. Besonders schmerzen wird sie bei Trainer Sir Alex Ferguson. Denn Ferguson war es der zwar nicht alles auf eine Karte gesetzt hatte, aber doch ein erhebliches Risiko gegangen war, um die KO-Runde schon im Hinspiel in München für sich zu entscheiden – ähnlich wie es im Achtelfinale gegen Milan schon geglückt war, als man das Hinspiel gewann (3:2). Ferguson wechselte beim Stande von 1:0 für Manchester United offensiv, als er in der 70. Minute mit Valencia für Nani ähnliche Spielertypen wechselte, aber mit Berbatov für Park deutlich offensiver wurde. Der Schuß ging schon sechs Minuten später nach hinten Los (76., Ribery 1:1). Am Ende waren es 8:2 Ecken für München, knapp 60% Ballbesitz für die Bayern und fast doppelt so viele Torschüsse für den deutschen Rekordmeister. Letztendlich verlor ManU in München (1:2) und Ferguson muss sich den Schuh anziehen den taktischen Teil des Spiels verloren zu haben.
Ähnlich wie die Bayern muss sich auch Manchester United am Wochenende auf ein nationale Spitzenspiel vorbereiten. In der Premier League kommt es – wie in der Bundesliga – zum Duell des Tabellenersten gegen den Tabellenzweiten. Doch auf nationaler Ebene läuft es für die Mannschaft von Alex Ferguson aktuell sehr gut. Nicht nur, dass man die enteilten Blues wieder eingeholt hat, sondern viel mehr das eigene Spiel, welches in den letzten Wochen fast ausschließlich von Erfolg gekrönnt war, beeindruckt. So haben dei Red Devils nur eines der letzten zehn Ligaspiele verloren – acht Mal ging die Mannschaft um Kapitän Gary Neville als Sieger vom Platz. Die letzten fünf Spiele entschied Manchester United in der Premier League für sich: 23.02. gegen West Ham United (3:0), 06.03 in Wolverhamton (1:0), 14.03 gegen Fulham (3:0), 21.03 gegen Liverpool (2:1), 27.03 in Bolton (4:0). Mit Chelsea London, Manchester City und den Tottenham Hotspur warten in den nächsten Wochen schwierigere Kaliber.
Zu Hause gewann Manchester United 14 der 16 Heimspiele und ließ dabei lediglich neun Gegentore zu – Ligabestwert. Die letzten acht Heimspiele wurden allesamt gewonnen. Manchester United gewann während dieser Serie immer – mit Ausnahme des letzten Heimspiels gegen Liverpool – mit mindestens drei Toren Unterschied. Die Heimstärke der Red Devils ist nicht zu verachten, allerdings gibt es einen großen Faktor, der zweifelsohne nicht unter den Tisch gekehrt werden darf: Die Verletztung von Wayne Rooney.
Personell ist genau diese Verletztung der Finger in der Wunde der Anhänger von Manchester United. Bei der Auswärtsniederlage in München knickte der Topstürmer kurz vor Schluß um und ist seitdem nur noch mit fixiertem Fußgelenk und Krücken zu sehen gewesen. Er wird mit Sicherheit gegen Chelsea London fehlen und wahrscheinlich auch im Rückspiel gegen die Bayern. In der medizinischen Abteilung arbeitet man auf den 17. April hin – der Tag des Manchester-Derbys gegen Man City.
Schon zu Beginn der Saison musste die Mannschaft von Alex Ferguson den Abgang ihres besten Torschützen (Cristiano Ronaldo) verkraften. In Folge dessen sprang Rooney in die Bresche und ließ Ronaldo vergessen. Doch nun fällt auch Rooney aus und es erscheint fraglich, wer seinen Platz einnehmen wird.
FC Chelsea London:
Obwohl der FC Chelsea London in Mailand gegen Inter im Hinspiel des Achtelfinals der Champions League überzeugt und den Gegner dominiert hatte, verlor man (1:2). Doch mit einem Auswärtstor im Rücken sollte das Weiterkommen im Rückspiel an der heimischen Stamfrd Bridge kein Problem darstellen. Weit gefehlt, die Blues taten sich gegen sicher stehende Italiener schwer und musste schließlich mit ansehen, wie Samuel Etoo einen Konter zum Führungstor und damit zum Weiterkommen für Inter Mailand nutzte.
In der Champions League nicht mehr mitzuspielen bedeutet für Chelsea London nun die komplette Aufmerksamkeit auf die Premier League lenken zu können – zu müssen. Nach dem Ausscheiden nahmen die Blues ihre schlechte Stimmung zunächst mit in die Premier League mit und spielten Unentschieden bei den Blackburn Rovers (1:1). Doch ab diesem Remis konnte man bei den Spielern von Trainer Carlo Ancelotti ein Umdenken erkennen. Mit einem "Jetzt erst recht" Gefühl gewannen die Blues die folgendne Spiele auf beeindruckende Art und Weise. Auswärts beim Tabellenletzten aus Portsmouth wurde gewonnen (5:0) und zu Hause wurde Aston Villa geschmeidig wieder auf den Heimweg geschickt (7:1). Beim Kantersieg gegen Villa erzielte Frank Lampard vier Tore – zwei davon per Elfmeter. In beiden Spielen hatte Chelsea zur Halbzeit leidiglich einen minimalen Vorsprung von einem Tor, konnte dann jedoch in der zweiten Hälfte nachlegen.
Frank Lampard traf in den letzten fünf Premier League Spielen sieben Mal und hat bereits 17 Treffer auf dem Konto (to score @ 3,75 unibet). Didier Drogba war in seinen letzten fünf Liga-Einsätzen ebenfalls sieben Mal erfolgreich und hat schon 24 Tore in dieser Saison in der Premier League erzielt (to score @ 2,40 bet365). Der dritte im Bunde der Torschützen der Blues ist Florent Malouda. Der Franzose traf in seinen letzten fünf Ligaspielen fünf Mal. Insgesamt stehen für Malouda elf Treffer zu Buche (to score @ 4,25 unibet).
Head to Head:
Schon die Statistiken der Duelle dieser beiden Mannschaften weisen die Qualität der Teams nach. Allein in den letzten drei Jahren haben Manchester United und der FC Chelsea London in diversen Wettbewerben zehn Mal gegeneinander gespielt. In diesen zehn Duellen gelangen beiden Mannschaften vier Siege – zwei Mal wurde kein Sieger gefunden. Allerdings sei erwähnt, dass vier Mal der Sieger nach den regulären 90 Minuten gefunden werden musste: In Ausscheidungswettbewerben oder Finalspielen musste ein Mal die Verlängerung und drei Mal sogar das Elfmeterschießen als Entscheidungsfinder herhalten. Bereinigt man die Statistik also auf 90 Minuten Spielzeit, so haben sich Manchester United und Chelsea London insgesamt in sechs der letzten zehn Begegunungen die "Punkte" geteilt. Sicherlich spielten auch taktische Maßnahmen eine Rolle, doch das Gleichgewicht der Mannschaftsstärken sollte erwiesen sein.
Fazit:
In England gibt es nach diesem Spieltag noch fünf weitere Spieltage. Es werden also noch insgesamt 18 Punkte verteilt – genug um an der Spitze das Blatt zu wenden. Doch dieses Spiel kann die Vorentschiedung bringen. Sollte Manchester United das Heimspiel für sich entscheiden können, würden die Red Devils bereits vier Punkte vor den Blues und den Gunners in der Tabelle stehen. Zwar hat Manchester das namhafteste Restprogramm, jedoch wäre ein Vorsprung von mehr als einem Spiel so kurz vor Ende der Saison ein enormer Push für die Red Devils. Der Ausfall von Wayne Rooney erschwert diese Mission um ein Vielfaches. Chelsea kommt mit Wunden aus der Champions League und kann die Saison nur noch mit dem Gewinn der Premier League retten. Dementsprechend druckvoll müssen die Blues beim ersten "Matchball-Spiel" der Saison auftreten.
Quoten:
Manchester United: 2,70 @ betsafe
Unentschieden: 3,25 @ unibet
FC Chelsea London: 2,96 @ betfair
Kategorie: Fussball-Wetten
2. März 2010 / joe
Am Mittwoch, den 3. März 2010, findet das erste Länderspiel der Fußball Nationalmannschaft im neuen Jahr statt. In München trifft die DFB-Auswahl auf Argentinien. Das Spiel eröffnet die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Südafrika. Die meisten Vorbereitungsspiele werden gegen Mannschaften, die nicht qualifiziert sind ausgetragen. Normalerweise testen die Nationen gerne gegen Länder, die ähnlich wie ihre Gruppengegner spielen. Ein Test gegen Argentinien kann allerdings nur unter positiven Gesichtspunkten bewertet werden, da die starken Südamerikaner die Deutsche Nationalmannschaft ordentlich auf den Prüfstand stellen werden.
Das Spiel steigt in München. Anpfiff ist um 20:45 Uhr.
Deutschland:
Die Auswahl von Joachim Löw trifft sich bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Vor einigen Woche hatte der Bundestrainer bereits zu einem Leistungstest eingeladen. Dort wurden vor allem physische Werte genommen und analysiert, denn in den letzten Jahren ist der Fußball zunehmend analytischer geworden. Es wird wissenschaftlicher mit den Spielern umgegangen und nicht mehr nur nach Augenmaß und subjektivem Eindruck ausgewählt. Fakten spielen immer mehr eine Rolle.
Ungeachtet dessen hat Andreas Köpke, Torwarttrainer der Nationalmannschaft, am Montag – es war der 1. März – bekannt gemacht, dass René Adler die Nummer 1 im deutschen Tor ist. Er habe "momentan die Nase vorn". Zwar hatte Joachim Löw im Vorhinein betont, dass der Torwart, der gegen Argentinien beginnen würde, auch seine Nummer 1 für die Weltmeisterschaft sei, doch bleibt ein Hintertürchen offen. "Momentan die Nase vorn", lässt ohne Frage eine Option offen. Es lässt die Möglichkeit offen doch noch zu wechseln. Objktiv muss man sagen, dass sich mindestens Manuel Neuer und René Adler nichts nehmen. Es ist absolut tagesformabhängig wer von den beiden, der bessere ist. Es gibt keine falsche Entscheindung in diesem Punkt.
Anders ist das bei den Feldspielern. Dort gibt es noch unzählige Möglichkeiten, sowohl taktischer als auch personeller Natur. Das Spiel gegen Argentinien ist das letzte Länderspiel vor dem Termin, an dem die Nominierungen für die Weltmeisterschaft bekannt gegeben werden müssen.
Es ist also gar nicht so abwägig zu vermuten, dass Löw in diesem Spiel personell einiges probieren wird und eventuell sogar von den Etablierten auf einigen Positionen absehen wird. Im Sturm stellt sich die Frage, wer neben Klose, Podolski und Gomez mitreisen wird. Cacau, Kießling und auch noch Helmes sind die Kandidaten. Letzterer kann verletztungsbedingt noch nicht mitwirken und eine Teilnahme an der WM ist vor allem aufgrund des Kreuzbandrisses zu Saisonbeginn äußerst fraglich und risikoreich.
In der Abwehr wird Löw mit Mertesacker und Tasci in der Innenverteidigung spielen lassen. Alternativ stehen Friedrich und Westermann bereit. Der Schalker ist verletztungsbedingt nicht im Aufgebot gegen Argentinien.
Boateng, Lahm, Friedrich und auch der junge Träsch sind die Kandidaten für die Außenverteidigung. Selbst Schäfer hat diese Rolle – mit begrenztem Erfolg - schon gespielt. Lahm ist gesetzt. Boateng häufig zu jugendlich naiv und Friedrich in Topform – hätte er nicht gegen Hoffenheim diesen kleinen Aussetzer gehabt. Auf der Außenverteidigerposition könnte gegen Argentinien expirimentiert werden.
Zwei der vier Spieler im Mittelfeld sind gesetzt. Sowohl Kapitän Michael Ballack als auch der formstarke Bastian Schweinsteiger werden im Hinblick auf die WM in der Startelf stehen. Gerade weil Schweinsteiger durch seine Umschullung auf die Sechs noch flexibler geworden ist. So ist es möglich ohne Spielerwechsel von einer Raute mit Özil vorne, Trochowski und Schweinsteiger auf den Außenbahnen und Ballack auf der Sechs, in eine Doppelsechs mit Schweinsteiger und Ballack zu wechseln. Defensiver kann auch Özil als hängender Stürmer agieren. Dann könnte man mit Hitzelsberger oder Khedira zusätzlich das MIttelfeld stärken. Podolski ist auf allen offensiven Positionen eine Alternative. Auch Kroos und Müller dürfen Chancen eingeräumt werden. Kroos wird wahrscheinlich getestet, da er vermutlich aber Özil sehr ähnlich ist, sind seine Chancen gering.
Argentinien:
Mehr schlecht als recht haben sich die Argentinier beinahe auf dem letzten Drücker für die Weltmeisterschaft in Südafrika qualifiziert. Besonders überzeugen konnten sie dabei nicht. Angst machen sie auch niemandem mehr. Allerdings sind und bleiben es Argentinier. Eine Mannschaft mit überragenden Einzelspielern, meist unfairen Verteidigern, vielen Emoitionen und wenig mannschaftlicher Geschlossenheit. Wenns läuft, dann läufts, wenn nicht, dann nicht.
Veron, di Maria, Aguero und Higuain und allen voran Lionel Messi sind die Namen, die gemeint sind, wenn es um Argentiniens grandiose Einzelspieler geht. Mit Lionel Messi haben die Südamerikaner wahrscheinlich den besten Fußballspieler der Welt in ihren Reihen. Pervers daran ist, dass sie es scheinbar nicht zu schätzen wissen. Im Volk sammelte sich während der schlecht laufenden Qualifikationsrunde der Zorn gegen den Superstar vom FC Barcelona. Genau das störrte die Leute: "vom FC Barcelona". Nachdem Messi bei der Nationalmannschaft einige Male durschnittlich agierte und kurz darauf mit Barcelona weltklasse aufspielte, vermuteten die Menschen in Argentinien einen Boykott. Sogar die Meinung, Messi sei kein richtiger Argentinier, da er nur gut spielen würde, wenn es genug Geld dafür gäbe, machte die Runde. Lionel Messi probierte alles, doch scheinbar ist Fußball ein Mannschaftssport und scheinbar kommt es demnach auch auf die Mannschaftskameraden an. Auf die Spieler, die im Mittelfeld die Pässe spielen, die Messi in Position bringen.
In hervorragender Verfassung befindet sich hingegen Gonzalo Higuain. In alles andere als konkurrenzlosen Sturmspitze von Real Madrid hat sich der Argentinier festgespielt. Am Wochenende schnürte er bereits sein fünftes Doppelpack in dieser Saison. Vor allem durch Effektivität glänzt der Stürmer von Real Madrid.
Außerdem in bestechnder Form ist Angel di Maria von Benfica Lissabon. Der 22-Jährige führte seine Mannschaft am Wochenende beim 4:0 Auswärtssieg in der Portugisischen Liga mit drei Toren im Alleingang zum Dreier. Di Maria spielt im offensiven Mittelfeld – meist etwas linkslastig.
Diego Milito (Inter Mailand) und Carlos Tevez (Manchester City) sind weitere Offensiv-Optionen von Diego Maradonna. An Qualität fehlt es seiner Mannschaft. Und in Form befinden diese sich auch. Aguero (Tor gegen Valencia), Milito (Tor gegen Udinese), Tevez (zwei Tore gegen Chelsea London), Messi (Tor für Barcelona) und Di Maria (3 Tore für Benfica) trafen am Wochenende.
Inwiefern Maradona viel testen und probieren wird, bleibt abzuwarten. Die Nationalmannschaft Argentiniens erweckte in der Qualifikation nicht den Eindruck von einem Denker gelenkt zu werden und noch weniger von einem Denker mit Plan. Maradonna testete bereits während der Qualifikation so viel, wie kaum ein anderes Land. Ein Sieg gegen Deutschland wird ihm wichtiger sein als Erkenntnisse.
Head to Head:
Das letzte Spiel wird allen Deutschen gut in Erinnerung sein: Der Viertelfinalsieg im Elfmeterschießen gegen Argentinien bedeutete bei der WM 2006 den schönsten Moment der Nationalmannschaft im eigenen Land. Nach dem Spiel kam es allerdings zu Provokationen und Handgreiflichkeiten seitens der Argentinier, die zur Folge hatten, dass die Italiener dafür sorgten, Mittelfeldstabilisator Thorsten Frings für das Halbfinale zu sperren.
Nach regulärer Spielzeit endeten die letzten drei Begegungen Remis (1:1, 2:2, 2:2).
Fazit:
Ein Freundschaftsspiel. Der letzte Test vor der Bekanntgabe des Aufgebots. Sicherlich ein Grund zu expirimentieren. Die Führung Maradonas darf als einzige Expiriment bezeichnet werden. Nur sehr schwierig ist zu beutreilen, wie sich das Spiel über 90 Minuten entwickeln wird. Es ist damit zu rechnen, dass gerade in der zweiten Halbzeit häufig gewechselt wird und der Spielfluss daher gestört wird. Ernst zu nehmen ist es allerdings. Das hat Florenz gezeigt.
Quoten:
Deutschland: 2,30 @ unibet
Unentschieden: 3,25 @ bet365
Argentinien: 3,25 @ betsson
Kategorie: Fussball-Wetten
8. November 2009 / joe
Sie wollen ein Spitzenspiel? Es gäbe da eins. Sie wollen ein Duell der besten Torhüter? Wie wäre es mit Petr Cech gegen Edwin van der Sar? Sie wollen die besten Abwehrreihen der Premier League im direkten Duell? Wir hätten John Terry & Co (8 Gegentore in elf Spielen) gegen Nemanja Vidic & Co (11 Gegentore in elf Spielen)! Sie mögen Spielkontrolle und öffnende Diagonalbälle? Wir bieten MIchael Ballack und MIchael Essien im Aufeinandertreffen mit Darren Fletcher und Michael Carrick. Sie möchten den tödlichen Pass sehen, der eine komplette Defensive binnen Sekunden aushebelt? Versuchen Sie es mal mit Frank Lampard und Deco im Vergleich mit Ryan Giggs und Paul Scholes. Sie möchten den Ball im Netz einschlagen hören? Wir empfehlen das Duell zwischen den Sturmreihen Didier Drogba, Salomon Kalou, Nicolas Anelka gegen Michael Owen, Dimitar Berbatov und Wayne Rooney.
Sie wollen Brisanz? Wie wärs mit dem Tabellennersten gegen den Tabellenzweiten? Sie wollen Dramatik? Wie wärs mit einem ausrutschen beim Elfmeterschießen im Champions League Finale?
Die Empfehlung des Hauses für all Ihre Wünsche: FC Chelsea London – Manchester United. Sonntag, 7. November. 17:00 Uhr. Mitten im Herzen des Fußballs.
FC Chelsea London:
Es gilt den Mythos der Stamford Bridge aufrecht zu erhalten. Seit 2002 haben die Londoner gegen Manchester United keine Heimniederlage einstecken müssen. Angesichts der zahlreichen Aufeinandertreffen in sämtlichen Wettbewerben ist dies umso beachtlicher. Außerdem gehen die Mannen von Trainer Carlo Ancelotti mit breiter Brust in das Duell mit ManU. Unter der Woche wurde vorzeitig der Einzug ins Achtelfinale der Uefa Champions League klar gemacht. Zwar musste man sich gegen das kriselnde Atletico Madrid mit einem Unentschieden zufrieden geben, allerdings stand das Weiterkommen vollkommen im Vordergrund.
Außerhalb des Platzes gibt es auch positive Neuigkeiten für den Klub. Die zuständigen Gerichte haben Chelsea London von der Strafe des Ausschlußes vom Transfermarkt im nächsten Winter und Sommer entbunden.
Besonders in der Premier League gibt es für den Eigentümer Roman Abramovitsch momentan wenig zu meckern. Chelsea gewinnt nicht nur wie in den Jahren zuvor, sondern erledigt Pflichtaufgaben mit der Klasse einer Spitzenmannschaft. Mit Ausnahme des Unentschiedens in Madrid wurden die letzten fünf Spiele alle zu Null gestaltet. Die vier Siege vor dem Madrid-Spiel sind allesamt Kantersiege gewesen. Bei den Torfestivals im Hinspiel gegen Atletico (4:0), gegen die Blackburn Rovers (5:0) und zwei Mal gegen die Bolton Wanderas (4:0, 4:0) wurde immer mit mindestens vier Toren Differenz gewonnen (!). Ein weiterer Vorteil der Londoner ist, dass Trainer Ancelotti regelmässig seinen Topstars eine Pause gönnt. So haben im Liga Cup John Terry und Frank Lampard nicht gespielt. Auch Ballack, Essien und Drogba müssen nie die volle Belastung gehen. Ancelotti kann auf eine austrainierte Startelf zurückgreifen.
Manchester United:
Eigentlich ist es eine Sensation, dass das Team von Alex Ferguson so weit oben mitspielt in der englischen Premier League. Allerdings hat damit so gut wie jeder gerechnet, da es sich eben um das Team von Alex Ferguson handelt, der sein Jahrzehnten bei Manchester United für Erfolg sorgt und diesen scheinbar nicht nur an einem Weltstar bindet. Auch haben Neueinkäufe wie Valencia und Michael Owen deutlich besser eingeschlagen als das zu vermuten war.
Ob das Champions League Spiel unter der Woche nun gut oder schlecht verlaufen ist für die Red Devils, ist schwierig einzuschätzen. Denn das Selbstvertrauen und das Wissen, dass man auch einen zwei Tore Rückstand in der Champions League noch zu einem Unentschieden biegen kann, wiegt meistens schwerer als das Bewusstsein gegen ZSKA Moskau zu Hause nur Remis gespielt zu haben.
Nach elf Spielen ohne Niederlage (10 Siege) beendete der kriselnde FC Liverpool vor zwei Wochen die Serie der Red Devils (0:2). Doch schon zwei Tage später wurde gegen Barnsley im Ligapokal gewonnen und danach in der Premier League gegen Blackburn. Gegen Moskau wäre es beinahe peinlich geworden. Von einer sattelfesten Abwehr konnte nicht die Rede sein. Vielleicht hatten die Red Devils ein wenig Losglück und wären in einer anspruchsvolleren Gruppe deutlich mehr unter Druck.
Doch für entscheidene Spiele gibt es bei Manchester eine Konstante auf dem Platz und eine auf der Bank: Der Trainer packt irgendeine Überraschung aus und Darren Flechter macht ein Tor. Der gar nicht so torgefährliche Schotte ist extrem häufig an den entscheidenen Situationen in Spitzenspielen beteiligt.
Head to Head:
Für die Traditionalisten unter den Fußballfans wird es wahrscheinlich kaum ein schöneres Head to Head geben als das von Chelsea London und Manchester United. 136 Spiele, 393 Tore. 57 Siege für Manchester United, 40 Siege für Chelsea London, 39 Unentschieden. Historisch spricht das Head to head für ManU, auch weil sie das wichtigste Spiel – das CL-Finale – gewonnen haben. Allerdings hat Manchester seit 2002 an der Stamford Bridge nicht gewonnen.
Fazit:
Chelsea scheint in diesem Jahr noch abgebrühter zu spielen als in den vergangenen Spielzeiten. Ein Heimsieg im Spitzenspiel würde ein absolut autoritärer Fingerzeig in Richtung der anderen Spitzenteams sein. Außerdem wäre Chelsea eine Weile an der Tabellenspitze geankert. Chelsea ist in topform und hat mit Didier Drogba momentan einen Stürmer in der Form seines Lebens. Für Manchester spricht, dass die Red Devils in Spitzenspielen meist mehrere Gänge hochschalten können. Aber an der Stamford Bridge sind die Mächte des Alex Ferguson begrenzt – oder sie ruhen…
Quoten:
Chelsea London: 2,00 @ betsafe
Unentschieden: 3,35 @ betsson
Manchester United: 4,20 @ bet365
Kategorie: Fussball-Wetten
8. Oktober 2009 / joe
Am Samstag, den 10. Oktober, kommt es um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit zum ersten Endspiel für die Deutsche Nationalmannschaft in Moskau gegen Russland. Die Gruppe 4 der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ist die einzige Gruppe Europas, in der aus den Top 6 der Weltrangliste zwei Mannschaften vertreten sind. Mit Deutschland (aktuell geteilter Platz 4) und Russland (aktuell Platz 6) können nur England (aktuell Platz 7) und Kroatien (aktuell Platz 9) als Gruppenduo mithalten. Sowohl Spanien, als auch Holland Italien und Frankreich haben ihre Gruppe "für sich". Schon allein aus statistischer Sicht ist dieses Spiel also ein absolutes Highlight im europäischen Fußball. Wie europäisch die Teilnahme Russlands an den europäischen Fußball-Wettbewerben ist, darf angesichts der Lage des Landes breit diskutiert werden. Allerdings ist Russland keinesfalls das einzige Beispiel für den – in dieser Hinsicht – politischen Einfluß im Fußball.
An diesem Wochenende zählt der Sport und die Leistung auf dem Platz. Für faire Bedingungen wird der Schweizer Top-Schiedsrichter Massimo Bussaca sorgen. Kürzlich machte er mit der Stinkefinger-Äffare auf sich aufmerksam und zeigte, dass auch Schiedsrichter keinesfalls unfehlbar sind. Solche Aussetzer sollten seine besondere Fähigkeit der Neutralität aber nicht in Frage stellen.
Russland:
Man übertreibt nicht, wenn man die momentane russische Mannschaft als Goldene Generation nach dem Fall der Sowjetunion beschreibt. Der russische Clubfußball hat in den letzten Jahren beachtlich aufgeholt und sich zumindest im Uefa Cup schon einen Namen gemacht. Auch wenn die Vereine in der Champions League spätestens nach der Gruppenphase Kanonenfutter für die große Europas sind, so sind es die Einzelspieler, die herausstechen. Namen wie Andre Arshavin, Igor Akinfeev oder Yuriy Zhirkov können ohne Probleme zu den besten hundert Spielern auf dem alten Kontinent gezählt werden. Zusammen mit einigen anderen genießen sie das Ansehen ganz Europas. Das Angriffsspiel ist ohne Frage die absolute Stärke der Russen. Sogar beide Außenverteidgier der Viererkette wissen in der Offensive mehr zu überzeugen als in der Defensive. Schwachpunkt der Kremel-Elf ist in jedem Fall die Innenverteidigung. Gerne werden Sergey Ignashevich und Vasily Berezutskiy als beinhartes Innenverteidigerduo dargestellt, allerdings sind sie schlichtweg nicht auf der Höhe ihrer Mitspieler. Sie ragen heraus, weil sie qualitativ mit der namhaften Offensive und einem der stärksten Torhüter der Welt nicht mithalten können. Beide sind keinesfalls schlecht, aber gegenüber ihren Mitspielern müssen Abstriche gemacht werden. Ignashevic ist zusätzlich noch der langsamere von beiden.
Die erwähnte Stärke der Russen hat viele Vasetten. Da ist der dribbelstarke Arsenal-Stürmer Andre Arshavin, der eine ähnliche Spielweise wie Frank Ribery mit ein bisschen mehr Torgefahr kombiniert. Außerdem findet man mit Pogrebnyak, Pavlyuchenko, Kerzhakov und Torbinskiy in der Offensive nahe zu unzählige Alternativen. Des Weiteren sollte die Kopfballstärke des russischen Teams, insbesondere bei Standardsituationen, wenn die beiden Innenverteidiger sich nach vorne begeben, gefürchtet sein.
Deutschland:
Wie schon vorab analysiert befinden sich einige konstante Kräfte im deutschen Team momentan nicht unbedingt in Hochform. Sicherlich ist ein Spiel mit dem Adler auf dem Trikot immer etwas anderes, allerdings sollte die persönliche Verfassung des Einzelnen nicht außer Acht gelassen werden. Dass es auch anders geht, haben in der Vergangenheit Mario Gomez in die eine und Lukas Podolski in die andere Richtung gezeigt. Letztendlich kann sich die deutsche Elf auf einen hervorragend aufgelegten Torhüter verlassen für den das Spiel in Russland noch richtungsweisender sein wird, als für alle anderen Akteure auf dem Feld. Sollte Rene Adler eine starke Leistung anbieten, wird sich in Deutschland keiner mehr für Manuel Neuer oder Robert Enke stark machen. Wird in so einem Spiel vom Leverkusener Schlußmann gepatzt, dauert es vermutlich nicht besonders lange und er ist seine Rolle wieder los. Die große (historische) Stärke Deutscher Nationalmannschaften ist ohne Frage die punktuelle Konzentration, die volle Hingabe der Mannschaft als Einheit in den wichtigsten Momenten. Gerade Torhüter werden unter diesem Gesichtspunkt beurteilt – und Manuel Neuer hat jüngst im Sommer bei der U-21 EM gezeigt, dass er das drauf hat.
In der Abwehr wird Lieblingsschüler Serda Tasci fehlen. Ob ihn der krisengebeutelte Berliner Arne Friedrich, der bei der Asien Reise in der Innenverteidigung überzeugte, oder Heiko Westermann, der im Verein eine andere Rolle spielt, ersetzten ist unklar. Am wahrscheinlichsten gilt, dass Arne Friedrich als Außenverteidiger aufgeboten wird und Heiko Westermann mit Per Mertesacker die Innenverteidigung bildet, da Jogi Löw sicherlich auf Erfahrung setzt und in einem Entscheidungsspiel nicht zu experimentieren bereit ist.
Die Personalien im Mittelfeld hängen vor allem von der Systemfrage ab. Sollte sich der Bundestrainer für ein defensives 4-5-1 entscheiden haben Rolfes und Ballack im zentralen Mittelfeld, Schweinsteiger und Trochowski auf den Außenbahnen und Özil hinter der Spitze die besten Chancen. Eventuelle lässt Löw auch Podolski an stelle von Trochowski agieren, um ein wenig mehr Offensivgeist aufzustellen. Wenn sich das Trainergespann aber mutig zum eingespielten 4-4-2 – wie es in den Juniorenbereichen vorgegeben ist – bekennt, wird Podolski im Mittelfeld nicht zu finden sein und auch Özil wahrscheinlich keinen Platz in der Startelf inne haben. Zu beiden Systemen serviert der Bundestrainer wahlweise Miroslav Klose oder Mario Gomez im Sturm.
Fazit:
Von diesen Spielen lebt der Fußball. Es geht das erste Mal um Alles oder Nichts. Beide Mannschaften erwartet die direkte Qualifikation oder der bittere Gang in die Relegationsphase, in der das Risiko Auszuscheiden immer im Hinterkopf ruht. Deutschland hat immerhin noch nie gegen das (neue) Russland verloren (drei Siege und ein Remis) – und Getafe-Glücksbringer Massimo Bussaca ist auch dabei.
Quoten:
Russland: 2,50 @ bwin
Unentschieden: 3,35 @ unibet
Deutschland: 3,00 @ betfair
Kategorie: Fussball-Wetten
7. Oktober 2009 / joe
Das entscheidene Spiel kommt immer näher. In keiner Qualifikationsgruppe haben es zwei Spitzenmannschaften geschafft, nahezu makellos bis zum Höhepunkt zu kommen. Das Duell in Moskau zwischen Deutschland und Russland bedeutet alles in dieser Gruppe. Der Verlierer wird sich wohl mit Platz Zwei zufrieden geben müssen. Sicherlich verfügen beide Nationalmannschaften über ausreichend Klasse, um gegen alle anderen Tabellenzweiten - mit Ausnahme von Frankreich – in die Favoritenrolle zu schlüpfen, jedoch will niemand dieses Risiko eingehen. Schnell ist man durch eine frühe Rote Karte oder Ähnliches gehandicapt und vergeigt dann in ein paar Minuten die Arbeit eines ganzen Jahres. Es genügt ein schlechter Tag, ein Aussetzer der Hintermannschaft oder eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters. Die wahre Chance sich diesem Glücksspiel nicht stellen zu müssen hat die deutsche Nationalmannschaft am Samstag, den 10. Oktober in Moskau.
Eine deutsche Nationalmannschaft ist in der Regel in solchen Spielen topfit und in Topform. Inwiefern das momentan auf unsere Hoffnungsträger zutrifft, erscheint fraglich:
Rene Adler:
Es ist zu erwarten, dass der Leverkusener wieder im Tor steht. Der Torwart des Tabellenführers der Bundesliga hat an den letzten drei Spieltagen kein Gegentor bekommen und hielt schon insgesamt fünf Mal seinen Kasten sauber. Fünf Gegentreffer in acht Spielen sind eine beachtliche Statistik.
Philipp Lahm:
Der gesetzte Münchener ist in Abwesenheit von van Bommel Kapitän der Bayern und erfüllt seinen Job hervorragend. Auch im letzten Spiel gegen Köln war der kleine Außenverteidiger der beste Münchener und strotzte dem bayrischen Schlendrian. Seine Konstanz ist in der Weltspitze selten zu finden.
Per Mertesacker:
In der Innenverteidigung eine weitere feste Größe in der deutschen Abwehr. Die Abwehrreihe von Werder Bremen hat sich enorm verbessert gegenüber der des letzten Jahres. In den letzten fünf Spielen musste man nur zwei Gegentore hinnehmen. Beim Bremer Höhenflug fliegt auch Mertesacker mit.
Jerome Boateng:
Die Hamburger haben sich wieder gefunden und Boateng auch. Allerdings hat der HSV seine Unerfahrenheit in Wien teuer bezahlen müssen. Dass Löw das Risiko eingeht einen so jungen Spieler in Moskau debütieren zu lassen ist unwahrscheinlich.
Heiko Westermann:
Nach der Absage von Serdar Tasci ist ein Einsatz von Heiko Westermann sehr wahrscheinlich. Der Schalker übernimmt bei seinem Club viel Verantwortung und absolviert gute Spiele. Jedoch waren seine letzten Länderspiel-Auftritte unglücklich. Außerdem spricht gegen ihn, dass er im Verein meist nicht in der Innenverteidigung aufgeboten wird, sondern im Mittelfeld.
Marcel Schäfer:
Ähnlich verhält es sich mit dem Wolfsburger Marcel Schäfer. Auch Schäfer wird im Verein häufig im Mittelfeld aufgeboten. Seine Stärken liegen – das zeigten auch seine bisherigen Länderspiele – eindeutig in der Offensive. Der Defensiv-Zweikampf auf der Außenverteidigerposition, zum Beispiel gegen Arshavin, sollte aus deutscher Sicht vermieden werden.
Arne Friedrich:
Seine persönliche Form ist extrem schwierig einzuschätzen, da er im Verein momentan von sehr vielen Spielern im Formtief umgeben ist. Am Wochenende war er erfolgreich und konnte per Kopf das Führungstor für Berlin erzielen. Sein Verein ist Tabellenletzter, spielt zwar immer besser, aber erfolglos. Das Trainergeschick von Jogi Löw wird erkennen müssen wie hoch das Risiko eines Friedrich-Einsatzes ist.
Andreas Beck:
Vermutlich eine Alternative für die Außenverteidigerposition. Jedoch ist auch er noch sehr unerfahren. Momentan nicht unbedingt in Bestform. Beide Gegentore am Wochenende fielen über seine Abwehrseite. Beim zweiten Tor sah er äußerst schlecht aus.
Michael Ballack:
War angeschlagen, konnte aber am Wochenende wieder 90 Minuten durchspielen. Gehört zu den formstärksten deutschen Spielern. Ballack hat nicht nur einen hervorragenden Saisonstart mit Chelsea London hingelegt, sondern konnte auch persönlich überzeugen und seine Torgefahr einige Male unter Beweis stellen.
Thomas Hitzelsberger:
Er ist sicherlich einer der besten Stuttgarter momentan, allerdings bringt er aus seinem Verein eine handfeste Krise mit. Sein Fall ähnelt dem von Arne Friedrich. Hitzelsberger ist im defensiven Mittelfeld sowieso umstritten, da sowohl Rolfes als auch Frings aktuell deutlich besser spielen als er. Außerdem ist der Qualitätsunterschied zwischen Ballack, Özil – beide in Topform - und Hitzelsberger eklatant.
Mesut Özil:
Sein Debüt und seine entsprechend gute Form haben Jogi Löw neue taktische Möglichkeiten in die Hände gelegt. Es ist nun möglich mit einer Zehn bzw. einem hängenden Stürmer zu spielen. War zu Saisonbeginn sehr erfolgreich und konnte auch in der Nationalmannschaft überzeugen, obgleich das letzte Spiel gegen Aserbaidschan nicht unbedingt sein bestes war. Eine etwas defensivere Ausrichtung mit einem Mann mehr im Mittelfeld und nur einem vollwertigen Stürmer gilt als wahrscheinlich. Daher wird Özils gute Form zu tragen kommen.
Simon Rolfes:
Führt sein Team an die Tabellenspitze und ragt in einer guten Leverkusener Mannschaft immer wieder heraus. Markierte wichtige Treffer gegen Köln und Nürnberg. Zweifelsohne in Topform. Sein Spiel ähnelt immer mehr das des jungen Michael Ballack.
Bastian Schweinsteiger:
Wurde von Louis van Gaal bei den Bayern zuletzt taktisch etwas zurückgezogen, um mehr Ballkontakte zu haben. Würde in der Nationalmannschaft offensiver zum Zuge kommen. Schweinsteiger ist noch auf der Suche nach seiner Form, hat unter Löw allerdings noch Kredit.
Piotr Trochowski:
Wurde gegen Berlin nach einer Stunde nur eingewechselt. Hatte nicht mehr viel mit dem Spiel zu tun. Der Hamburger ist sicherlich nicht im Formtief, allerdings kann auch nicht von einem Hoch gesprochen werden. Leicht negative Tendenz.
Marko Marin:
Wird bei entsprechendem Spielverlauf sicherlich eingewechselt. Spielt bei Bremen an der Seite von Mesut Özil eine hervorragende Saison. Hatte zwar zu Beginn Schwierigkeiten, konnte dann aber in Bremen Fuß fassen. Die Vorarbeit zum Führungstor in Stuttgart zeigt seine Verfassung: Topform.
Mario Gomez:
Mit Mario Gomez beginnt die Abteilung "immer bemüht" in der deutschen Nationalmannschaft. Die Stürmer versprühen eher durch ihre Namen oder Ablösesummen Angst und Schrecken als durch ihre Form. Gomez wurde gegen Köln eingewechselt und kämpfte. Das war aber auch alles. Wirkt unsicher, hat aktuell viele technische Fehler im Spiel.
Miroslav Klose:
Ein weiterer Baustein im bayrischen Krisenkabinett. Ist stets bemüht und war durchaus ein belebendes Element in der müden münchener Offensive. Leider ist der Mittelstürmer, der bislang noch ohne Torerfolg in der neuen Spielzeit ist, momentan nur Durchschnitt. Hoffnungsschimmer: Klose erzielte drei Tore in den letzten drei Spielen mit dem Adler auf der Brust.
Lukas Podolski:
Seine Person könnte Opfer taktischer Umstellungen werden. In einem 4-5-1 System wird für den Kölner höchstwahrscheinlich kein Platz sein. Vielleicht greift Löw auf die Lösung der EM zurück. Dort spielte Podolski einen offensiven linken Mittelfeldmann. Seine Formkurve zeigt deutlich nach oben. War schwach gestartet, etnwickelte sich aber immer besser. Spielte gegen München gut.
Fazit:
Die erste Elf ist eine Zweiklassengesellschaft: Die Einen befinden sich vor dem Spitzenspiel in Moskau in Topform, die Anderen bringen einen handfeste Krise aus ihren Vereinen mit. Es liegt an Bundestrainer Joachim Löw die richtige Mischung zu finden – an Zutaten sollte es nicht fehlen.
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News
3. Oktober 2009 / joe
Am Sonntag, den 4. Oktober, empfängt der FC Chelsea London den FC Liverpool zum zweiten Duell unter den Big Four in der englischen Premier League. Der 8. Spieltag könnte die Tabelle auf der britischen Insel entgegen des gewohnten Bildes durcheinander bringen. Sollte Liverpool in London nichts holen, steht für Manchester City nichts mehr im Wege, um zusammen mit den Tottenham Hotspur die Big Four ordentlich unter Druck zu setzen. Manchester United spielt am Samstagabend zu Hause gegen Sunderland.
Chelsea London:
Egal wie die Saison für Chelsea London verläuft, werden den meisten, der schon etwas in die Jahre gekommenen, Profis der Blues Vertragsverlängerungen ins Haus flattern. Das ganze beruht auf einer Sanktion der UEFA gegen den Club von Ölmilliardär Roman Abramovitsch. Diese verbietet Chelsea in den nächsten beiden Transferperioden Spieler zu verpflichten. Chelsea hatte sich beim Kauf eines jungen Spielers nicht an die vertraglichen Verpflichtungen der UEFA gehalten.
Michael Ballack kann also mehr als beruhigt in die Saison gehen und doch spürt man die Motiviation der Londoner, deren Kader in dieser Saison wahrscheinlich das letzte Mal auf so hohem Niveau spielt, Titel gewinnen zu können.
Spiele gegen die Big Four zu gewinnen ist für dieses Vorhaben ein grundlegender Baustein. Ein Bestandteil, den es auf keinen Fall zu unterschätzen gilt.
Nachdem man mit neun Siegen in Folge eindrucksvoll in die Saison gestartet war, verlor Chelsea London am letzten Wochenende bei Wigan Athletic (1:3). Sicherlich kein Gegner bei dem ein Spitzenteam verlieren sollte. Wenn eine Mannschaft jedoch neun Spiele in Folge gewonnen hat, verzeiht das Fanherz solche Ausrutscher. Auf Zypern wurden unter der Woche drei Punkte für das Champions League Achtelfinale geholt (1:0 gegen APOEL Nikosia). Mit halber Kraft bereiteten sich die Londoner vorausschauend auf das Spitzenspiel gegen Liverpool am Sonntag vor.
Mit dem Heimspiel gegen die Reds, der Auswärtspartie in Aston Villa und dem folgenden Champions League Spiel gegen Atletico Madrid warten in den nächsten Wochen drei schwierige Spiele auf die Blues. Ein guter Start in so eine Zeit, sollte die Mannschaft in der richtigen Spur halten.
In der Premier League bestritt Chelsea in dieser Saison bereits drei Heimspiele. Alle wurden gewonnen (2:1 gegen Hull City, 3:0 gegen Burnley, 3:0 gegen Tottenham).
Liverpool:
Trainer Rafa Benitez befindet sich mit seiner Mannschaft momentan – Tottenham zog bereits vorbei – auf Platz 4 in der Tabelle. Wenn die Reds in London gewinnen sollten, wären sie gleich auf und maximal drei Punkte hiner Manchester United. Man würde sich im Titelrennen zurückmelden. Eine Niederlage in London würden sechs Punkte Abstand auf die Spitze bedeuten.
Sicherlich hat Liverpool nicht den Anspruch eine bombige Saison (Premier League Titel) hinlegen zu müssen und doch ist eine gewisse Anspannung immer vorhanden. Die Erwartungshaltung wird auch mit einem Pltz unter den Top 4 erfüllt, jedoch bedeutet ein frühes "Ausscheiden" in der Meisterschaft, dass sich der Druck in den Pokal-Wettbewerben erhöht.
Obgleich Liverpool vor der Saison mit Xabi Alonso seine Mittelfeld-Achse verkaufen musste und sie einige Zeit gebraucht haben diesen Rückschlag zu verkraften, stellt Liverpool ein extrem starkes Team. Insbesondere in der Offensive sind die Reds blendend besetzt. Allein Fernando Torres (to score @ 3,05) hat schon so manches Spiel im Alleingang entschieden.
Beim ersten Topspiel, welches sie auswärts bestreiten mussten, verlor Liverpool in Tottenham (1:2). Auch beim zweiten Mal als sie auswärts zu einer starken Mannschaften mussten, verloren sie (0:2). Dieses Spiel stand unter der Woche statt. In dieser Woche in Florenz. Das Bild, welches Liverpool an diesem Abend von sich gab, war erschreckend. Schwach zeigten sich die Reds besonders in der Offensive. So machte Florenz zwei Tore in der ersten Halbzeit und danach konnte Liverpool die Italiener nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis bringen.
Head to Head:
Die Stärke der beiden Mannschaften, welche sie in der Champions League und den nationalen Pokal-Wettbewerben stets weit kommen lässt und das Los sind dafür verantwortlich, dass Liverpool und Chelsea allein in den letzten drei Jahren zehn Mal aufeinander getroffen sind. In der Champions League setzte sich zwei Mal Chelsea (2007/2008 & 2008/2009) durch. Ein Mal gelang dies dem FC Liverpool (2006/2007). Im Liga Pokal setzten sich die Londoner durch. In der Premier League blieben die Blues in den letzten vier Spielen gegen Liverpool sieglos. In der letzten Saison gelang nicht mal ein Tor in der Liga. Zu Hause endete die Begegnung 0:1 zugunsten der Reds.
Fazit:
Auf der Insel steigt am 8. Spieltag ein heißes Spiel zwischen zwei der Big Four. Allerdings hat Liverpool noch ein wenig mit sich selbst zu kämpfen. Letztlich entscheiden in diesen Spielen Nuancen. Chelsea wird die Reds in Topform an der Stamford Bridge begrüßen. Für Liverpool gilt es die Spitze nicht aus den Augen zu verlieren. Chelsea kann sich einen Verfolger vom Leib schaffen.
Quoten:
Chelsea London: 2,15 @ expekt
Unentschieden: 3,30 @ bet365
Liverpool: 3,85 @ betfair
Kategorie: Fussball-Wetten
8. September 2009 / joe
Nach peinlichen Niederlagen gegen Norwegen und Dänemark in vergangenen Testspielen der Marke "Experiment" konnte man gegen Südafrika ein ansehnliches Spiel genießen. Sicherlich spielte die deutsche Nationalmannschaft nicht auf Weltklasse-Niveau, doch brachte das Spiel die von Kapitän Michael Ballack angekündigten Verbesserungen im Vergleich zur Pflichtaufgabe in Aserbaidschan.
Das Luxusproblem im Tor. Auf Anhieb – sicherlich auch nach gründlichen Recherchen – fällt wohl niemandem ein Land auf der Welt ein, welches über vier derartige Spitzentorhüter verfügt, von denen mindestens zwei zudem mit weitreichenden Perspektiven ausgestattet sind. Mit Abstichen in der Qualität sind am ehesten die Spanier zu nennen. Victor Valdés (27), Pepe Reina (27), Andrés Palop (35) und allen voran Iker Casillas (28) geben den Iberern hervorragende Auswahlmöglichkeiten. Allerdings sind diese Torhüter im Durchschnitt schon deutlich älter als die Deutschen.
Rene Adler haten gewaltigen Anteil an der "weißen Weste" der Nationalelf. Gleich drei Hochkaräter entschärfte der Torwart von Bayer Leverkusen. Es ist damit zu rechnen, dass er auch im Rückspiel gegen Aserbaidschan am Mittwoch wieder im Tor stehen wird, weil der eigentlich geplante Einsatz von Robert Enke aus gesundheitlichen Gründen unmöglich sein wird. Obgleich aus Gründen der Fairness Tim Wiese eine Chance über 90 Minuten mehr als verdient hätte.
Es erscheint als sinnvoll sich auch der Kontinuität wegen frühstmöglich für einen Torwart zu entscheiden. Um diese Position dauerhaft zu besetzen und die Diskussionen zu umkurven, wäre eine Entscheidung pro Neuer/Adler am naheliegensten. Auch wenn sich der Bundestrainer für Tim WIese entscheidet, wäre das Tor über mehrere Jahre besetzt. Bleibt zu hoffen, dass sowohl vor als auch nach der WM 2010 nicht vor jedem Spiel das löwsche Leistungsprinzip auf ein Neues die Lostrommel dreht.
Die Systemfrage in der Offensive. Zweifelsohne gehört Mesut Özil momentan zu den formstärksten Fußballern Deutschlands. Neben Michael Ballack, der mit Chelsea sowohl mannschaftlich als auch persönlich (schon zwei wichtige Tore) perfekt in die neue Spielzeit gestartet ist, hat der junge Bremer im Mittelfeld eine wichtige Position inne. Wenngleich Jogi Löw wahrscheinlich nicht sofort zu einer Veränderung im Mittelfeld bereit ist, so bleibt zumindest die Möglichkeit während eines Spiels das Personal entscheidend offensiver zu gestalten.
Mit einer Raute in der Ballack die Defensive Position einnimmt und Özil auf der "Zehn" spielt, wird das System der deutschen Nationalmannschaft deutlich angriffslustiger. Besonders einem Bremer Teamkollegen könnte das ein Dorn im Auge sein, da eine Nominierung von Thorsten Frings mit Mesut Özil in der Startelf in weite Ferne rückt. Die Viererkette wird Löw gewiss nicht aufgeben, den zweiten Stürmer aufzulösen gehört auch nicht zu seinem Wunschdenken. Vor allem nicht zu Beginn des Spiels.
Neben Per und um Per herum. Da Per Mertesacker in der Innenverteidigung gesetzt ist und für Philipp Lahm das ebenso auf der Außenverteidiger Position gilt, bleiben in der deutschen Abwehr noch zwei Posten zu vergeben. Für die Innenverteidigung hat Jogi Löw seinen Lieblingsschüler Serda Tasci vom VfB Stuttgart im Auge. Allerdings blieb dieser zu Saisonbeginn unter den Erwartungen und konnte besonders gegen Südafrika alles andere als überzeugen. Des Weiteren ist die Personalie Heiko Westermann im Gespräch. Der Schalker hat sich in den vergangenen Jahren konstant verbessert. Er spielt auf einem hohen Niveau, ist allerdings im defensiven Mittelfeld deutlich besser aufgehoben, da seine Torgefährlichkeit dort besser ins Spiel eingebracht werden kann. Der Königsblaue hat gegen Südafrika keine groben Fehler gemacht, stand jedoch in maginalen Situationen häufig weit weg von Ball und Gegenspieler.
Die beste Leistung brachte der Berliner Kapitän Arne Friedrich. Wie auch in den ersten Saisonspielen zeigte Friedrich eine starke Leistung gegen Südafrika. Besonders als sich die gegnerischen Stürmer fallen ließen um den Ball im Mittelfeld klatschen zu lassen oder einen Kopfball zu verlängern, war Friedrich äußerst präsent. Lediglich bei seiner unfreiwilligen Verlängerung aufs eigene Tor, die Rene Adlerkur vor der Pause zu einer Parade zwang, sah der Innenverteidiger nicht gut aus. Sollte es für ihn neben Per Mertesacker nicht reichen, bleibt ihm ein Ausweichen auf die Außernverteidiger Position. Diese Flexibilität dürfte Friedrich eine sichere Nominierung für die WM 2010 bringen. Denn in diesem Mannschaftsteil ist die Nationalelf noch nicht fündig geworden. Marcel Schäfer spielte bei Wolfsburg extrem stark, aber im Mittelfeld. In der Defensive agierte der Wolfsburger gegen Aserbaidschan und Südafrika glücklos.
Selbst wenn einem das Länderspiel gar nicht gefallen hat, konnte wenigstens das wiederholte Versagen der Portugiesen zur Kenntnis genommen werden. Doch Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall - in Moskau?
Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.
Kategorie: Fussball-News
4. September 2009 / joe
Am Samstag, den 5. September 2009, treffen sich die Nationalmannschaften von Südafrika und Deutschland zum Freundschaftsspiel in der renovierten Bay Arena in Leverkusen. Auf dem Platz ähneln sich die Mannschaften nicht im Enferntesten, außerhalb der Fußballstadien allerdings schon. Das ein oder andere Gespräch mit Franz Beckenbauer und dem Organisations Komitee der Fußball Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland sollten die Verantwortlichen des Südafrikanischen Fußballverbandes am Rande dieses Länderspiels nutzen, um die WM 2010 am Kap der guten Hoffnung auf einem genauso stabilen Fundament zu veranstalten, wie dies vor drei Jahren in Europa gelang. Immer noch streiten Experten über die Qualität der kommenden Fußballfestspiele in Südafirka, dass ohnehin als riskante Wahl bezeichnet wird.
Deutschland:
Eine neue Liste der Nominierungen und wieder hagelt es Kritik. Besonders mit der Auswahl im Sturm und im Tor ist die deutsche Öffentlichkeit nicht zufrieden. Insbesondere Presselandschaft und Vereinstrainer machten daraus auch keinen Hehl. Eigene Listen wurden erstellt, die Fehler des Bundestrainers - wohlgemerkt vor den beiden Länderspielen – analysiert und ihm mit harten Worten vorgehalten. Jogi Löw betonte unterdessen zum wiederholten Male, dass das "Leistungsprinzip" das Kriterium sei. Da dieses Leistungsprinzip logischerweise subjektiver Natur ist, gibt es in Deutschland wie so oft 80 Millionen Meinungen.
Alles beginnt im Tor. Mit Rene Adler, Manuel Neuer, Robert Enke und Tim Wiese kann Löw auf vier Top-Torhüter zurückgreifen. Ein Luxusproblem, dass sich beispielsweise Fabio Capello in England sehnlich wünscht. Rene Adler und Manuel Neuer haben beide das Zeug Torhüter der Weltspitze zu werden. Explizit zeigte dies der Schalker bei der U-21 EM in Schweden. Tim Wiese hält seit einiger Zeit konstant im Bremer Tor. Auch ihm ist es zu verdanken, dass im letzten Jahr das Uefa Cup Finale, sowie das DFB Pokal Finale erreicht wurde. Robert Enke scheint, aufgrund der Leistungen in der Nationalmannschaft, momentan ein Stück vor den anderen in der Gunst des Bundestrainers zu stehen.
In der Abwehr wird Löw wahrscheinlich auf Lieblingsschüler Serdar Tasci und Stammspieler Per Mertesacker zurückgreifen. Außerdem ist Lahm gesetzt. Der Wolfsburger Schäfer konnte gegen Azerbaidschan alles andere als überzeugen. Es ist wahrscheinlich, dass Stammverteidiger Arne Friedrich wieder seinen etablierten Platz einnehmen wird.
Aufgrund der wiederholten Nicht-Nominierung von Werder-Kapitän Thorsten Frings stellt sich das Mittelfeld vermutlich von selbst auf. Zu Beginn werden Ballack, Hitzelsberger, Trochowski und Schweinsteiger erwartet. Wenn Khedira, Rolfes oder Özil die Chance in der Startelf nicht bekommen, ist mit Einwechslungen zu rechnen.
Im Sturm werden vor jedem Länderspiel die Formkurven und Trefferquoten der Nationalstürmer analysiert. Verständlich, dass die Meinungen auseinander gingen, als Stefan Kießling – vier Tore in vier Spielen – weiterhin nur die Nummer fünf im deutschen Angriff zugeteilt wurde. Vor ihm befinden sich momentan Mario Gomez und Miroslav Klose, sowie Lukas Podolski und Cacau. Die Nominierung von Cacau verwirrte die Öffentlichkeit, da der Stuttgartet Stürmer einen blassen Saisonstart hinlegte, obgleich er mit seinem neuen Sturmpartner noch Abstimmung entwickeln muss. Vor der Weltmeisterschaft wird auch noch Patrick Helmes zum Kreis der Kandidaten dazu stoßen.
Südafrika:
Da die Südafrikaner keine Qualifikationsspiele absolvieren müssen, werden sie Freundschaftsspiele wie dieses extrem sachlich angehen, um den eigenen Leistungsstand zu testen und an der Eingespieltheit der Nationalmannschaft zu feilen. An der Südspitze Afrikas machte man beim Konföderations Cup auf sich aufmerksam, als es gelang die Gruppenphase zu überstehen (0:0 gegen den Irak, 2:0 gegen Neuseeland). Besonders im Spiel um Platz 3 spielte das Team von Trainer Joel Natalino Santana aus Brasilien gegen Spanien ansehnlichen Fußball (2:3 nach Verlängerung, bis zur 88. Minute geführt).
Politisch spaltet eine der populärsten Sportarten das Land. Fußball ist die Liebe der dunkelhäutigen Bevölkerung, während die weißen Einwohner Südafrikas sich mehr für Rugby interessieren. Da wundert es kaum, dass die Fans mit ohrenbetäubenden Tröten beim Könfederations Cup angeküdigt haben, warum man wahrlich von einem Heimvorteil für die an die ungewöhnliche Geräuschkulisse gewöhnte Nationalmannschaft Südafrikas sprechen kann.
Um die Mannschfat vom Kap der guten Hoffnung einschätzen zu können, bleibt zu erwähnen, dass vor dem Turnier im Sommer zu Hause gegen Sambia (1:0, 27.01), Chile (0:2, 11.02), Norwegen (2:1, 28.03), Portugal (0:2, 31.03) und Polen (1:0, 06.06) mit mäßigem Erfolg getestet wurde. Seit Ende des Turniers absolvierte die Nationalmannschaft lediglich ein Spiel gegen Serbien (1:3, 12.08). Bei ihrer kleinen Europa Tour spielen die Südafrikaner noch gegen Irland am 8. September.
Fazit:
In drei Vergleichen hat es zwei Siege (4:2, 2005 und 3:0, 1997) für Deutschland sowie ein Unentschieden (0:0 in Südafrika, 1995) gegeben. Ohne den Heimvorteil muss Südafrika als Durchschnittsmannschaft betrachtet werden, die außerhalb ihres Landes keine Heldentaten zu leisten im Stande ist. Allerdings gilt für die deutsche Nationalmannschaft spätestens nach den Freundschaftsspiel-Niederlagen gegen Dänemark (0:1, März 2007) und Norwegen (0:1, Februar 2009) Obacht. Zu häufig bemühen sich die Profis nur auf das eigene Wohl zu blicken. Dieses Spiel verlockt dazu, es zu unterschätzen.
Quoten:
Deutschland: 1,29 @ Boylesports
Unentschieden: 6,00 @ Eurobet
Südafrika: 11,00 @ Unibet
Kategorie: Fussball-Wetten
21. August 2009 / joe
Am Sonntag, den 23. August 2009, treffen sich der FC Fulham und der FC Chelsea zum Londoner Derby am 3. Spieltages der englischen Premier League. Der Nobelclub erreichten in der abgelaufenen Spielzeit 83 Punkte in 38 Spielen und belegten den dritten Platz, während die etwas bescheideneren Fulham-Fans sich über den siebten Platz mit 53 Punkten freuen durften. Chelsea vertritt die Premier League in der Champions League. Fulham erreichte über die Qualifikation die Europa League.
FC Fulham:
Wie so viele Clubs in der Premier League gehört auch der FC Fulham einem Investor. Entgegen der modernen Investoren-Schlachten in England gehört Scheich Mohammed Al-Fayed der Club aus dem Londoner Südwesten schon seit 1997 – damals noch in der zweiten Liga. Zu Beginn war es des Scheichs Ziel den ältesten professionelen Fußballverein in London (1879 gegründet) zum "Manchester United des Südens" zu machen. Obgleich dies nicht gelang, spielt Fulham seit Jahren in der Premier League und gehört dort zum oberen Drittel.
Der bekannteste Transfer in diesem Jahr ist Damian Duff. Der irische Nationalspieler ist Teil des Staresambles von Newcastle United, welches im letzten Jahr überraschend abstieg. Ein langjähriges deutsches Kapitel in Fulham ist in diesem Sommer zu Ende gegangen. Der Vertrag des 26-Jährigen ehemaligen Nationalspielers Moritz Volz, der unter anderem das 15.000 Tor seit Einführung der Premier League – gegen Chelsea – erzielte, ist nicht verlängert worden.
Am ersten Spieltag gewann Fulham in Portsmouth (1:0). Unter der Woche gelang es den Engländern mit einem Heimsieg gegen den russischen Vertreter FC Amkar Perm einen großen Schritt in RIchtung Gruppenphase der Europa League (3:1). Aufgrund dieses Spiels ist das Heimspiel gegen die Blackburn Rovers, welches für den 18. August angesetzt war, ausgefallen.
FC Chelsea London:
Die ersten beiden Spieltage waren für Chelsea-Coach Carlo Ancelotti mit Sicherheit keine ruhigen Erlebnisse. Einen sicheren Sieg von der ersten bis zur letzten Minute hätte Ancelotti als Trainer eines Titelanwärters sicherlich gerne gehabt. Doch es kam anders. Nachdem sowohl Hull City, als auch Sunderland gegen Chelsea in Führung gingen, trieb es dem Italiener die Schweißperlen auf die Stirn. Das Heimspiel gegen Hull City rettete Didier Drogba (to score @ 2,33) in allerletzter Minute mit seinem SIegtor in der Nachspielzeit (2:1). In Sunderland nahm Michael Ballack (to score @ 5,50) das Heft in die Hand und erzielte nach der Pause den Ausgleich, sodass Chelsea fortan leichtes Spiel hatte und als Sieger vom Platz ging (3:1). "Wer solche Spiele gewinnt hat das Zeug zu Großem", sagt der Volksmund. Das sagt er über Chelsea aber schon seit Jahren. International konnten die Blues noch nicht den ganz großen Coup landen. National befinden sie sich nach den Fehlstarts von Liverpool und Manchester United auf einem guten Weg. Da sollte das "kleine" Londoner Derby nur eine Zwischenstation sein.
Head to Head:
In den letzten fünf Begegnungen gelang es Fulham drei Mal den FC Chelsea zu ärgern. Gewinnen konnte der Underdog zwar nie, doch drei Unentschieden wurden erreicht. In der letzten Saison gewann Chelsea an der Stamford Bridge (3:1), spielte aber nur Remis am Craven Cottage (2:2). Berühmt ist das Aufeinandertreffen vom 30. Dezember 2006, als Moritz Volz das 15.000 Premier League Tor schoß (2:2). Die letzten fünf Heimspiele gegen Chelsea ändeten für Fulham ein Mal mit einem Remis (2008), drei Mal mit einer Niederlage (2004, 2006, 2008) und ein Mal mit einem Sieg (2006).
Fazit:
Fulham startet in diese Premier League Saison wieder mit Ambitionen das internationale Geschäft zu erreichen und besser als das durchschnittliche Mittelfeld abzuschließen. Punkte gegen Top-Teams wie den FC Chelsea tuen bei diesem Vorhaben sehr gut. Chelsea scheint jedoch momentan in starker Verfassung zu sein und selbst enge Spiele für sich entscheiden zu können.
Quoten:
Fulham: 7,12 @ Pinnacle
Unentschieden: 4,02 @ Pinnacle
Chelsea London: 1,62 @ Betsson
Kategorie: Fussball-Wetten
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