Es gibt keinen Vierfachtriumph bei der diesjährigen Tournee. Sven Hannawald wird den Witterungsverhältnissen danken, dass sein Rekord auch weiterhin bestehen kann. Dennoch ist Thomas Morgenstern derzeit die überragende Nummer 1 in der Welt der Skispringer.
Beim souveränen Sieg in Innsbruck verdeutlichte der Österreicher seine beeindruckende Form und holte sich neben dem 20. Weltcupsieg einen großen Vorsprung in der Tourneewertung ab. Der härteste Verfolger Simon Ammann kam nur auf Rang 4 und musste gar dem wiedererstarkten Adam Malys und Hilde den Vortritt lassen.
Vor dem letzten Wettkampf in Bischofshofen gibt sich die Schweizer Hoffnung jedoch gewohnt kämpferisch. "27 Punkte sind ein großes, aber nicht unaufholbares Polster" gab Ammann zu bedenken und verwieß damit indirekt auf die Sorgen und Probleme des Spitzenreiters in Garmisch – Partenkirchen.
Einen super Satz legte Michael Uhrmann hin, welcher damit zurück an die Spitze der DSV Adler flog, während das Abschneiden der restlichen deutschen Akteure eher für Entsetzen sorgte.
Besonders Neumayer kam völlig unter die Räder. Diese Blamage hatte Martin Schmitt bereits am Vortag erlebt. Als letzter der Qualifikation schied der zuvor noch beste Athlet des DSV Teams bereits einen Tag vor dem großen Event aus.
Unterdessen feiert Österreich die Rückkehr des Heldens Gregor Schlierenzauer. Der Vorjahressieger meldete sich mit einem 18. Platz zurück in der Weltspitze und konnte sich nach dem Erfolg die Worte "Das war ein richtig geiler Flug!" nicht verkneifen. Eins scheint sicher: Morgenstern muss mit seinem Landsmann in den kommenden Wochen wieder härtere Konkurrenz hinnehmen.
Bis dahin steht am 6.1.2011 noch das Abschlussspringen in Bischofshofen an. Skispringen ist nicht nur ein schöner Sport, da er bereits an den Fernsehbildschirmen wundervoll aussieht, sondern auch, da die Wettbewerbe unberechenbar sind. Somit ist auch in 3 Tagen noch Spannung geboten, denn ein Fehler bei der Landung könnte den Traum des "Major Tom" ganz schnell zerstören.
Morgen ist ein Ruhetag für die Springer, bevor die Reise an den letzten Austragungsort beginnt.




