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Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Louis van Gaal und Sportwetten im Allgemeinen.
Am Samstag, den 19.03.2011, spielt der SC Freiburg im heimischen Breisgau gegen den FC Bayern München . Mit dem SC Freiburg und dem FC Bayern München kommt es am Samstagnachmittag zum Duell des Tabellensiebten mit dem Tabellenvierten .
Vor dem 27. Spieltag der Fußball-Bundesliga gab es in Deutschland ordentlich Gesprächsstoff. Insbesondere das Trainerkarusell hat sich unter der Woche mit einem starken Schwung in ungeahnte Richtungen gedreht. Man hat den Eindruck die Vereine hätte ein wenig Nostalgie überkommen: Ralf Rangnick ist bald wieder Trainer des FC Schalke 04, Felix Magath ist ab sofort wieder Alleinherrscher in Wolfsburg und Jupp Heynckes ist vielleicht bald wieder bei Uli Honeß und den Bayern.
Wenig Beständigkeit zeigt die Liga aktuell auf den Trainerbänken. Leider zeigten die deutschen Mannschaften unter der Woche auch auf dem Feld Nachlässigkeiten. So ist es nun amtlich, dass nur der FC Schalke 04 für die Bundesliga ins Rennen geht. Die Königsblauen treffen im Viertelfinale auf Inter Mailand - immerhin mit Heimrecht im Rückspiel.
Das Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern München wird geleitet von Peter Gagelmann. Der Bremer hat auch schon das Hinspiel zwischen Freiburg und München gepfiffen (4:2 für Bayern). Damals beschwerte man sich über die fehlende Klarheit in der Linie des Schiedsrichters. Anpfiff des Spiels ist um 15:30 Uhr.
SC Freiburg:
Der internationale Traum, mit dem Einige im Breisgau sicherlich die ein oder andere Nacht verbracht haben, ist ausgeträumt. Die jüngste Negativserie hat den SC Freiburg von den internationalen Plätze gerissen. Der Fall in der Liga ist für die Mannschaft von Trainer Robin Dutt allerdings mehr als weich, denn die Saison des Sportclubs ist ein Erfolg. Deutlich früher als erwartet gelang es den Klassenerhalt zu sichern. Mit einer hervorragenden Hinrunde (neun Siege und insgesamt 28 Punkte) ebnete man den Weg für eine ruhige Saison. Man zeigte auch genügend Konstanz, um diese Leistung in der Rückrunde zu bestätigen. Die Rückrunde der Bresigauer ist sicherlich keine Augenweide, aber sie reicht für die vorderen Plätze in der Tabelle aus. Eintracht Frankfurt stand in der Winterpause nur zwei Punkte hinter Freiburg und steckt jetzt mitten im Abstiegskampf.
Wie bereits angesprochen durchlebt der SC Freiburg sportlich momentan eine Talfahrt. Die ersten vier Spieltage in der Rückrunde gestaltete man ungeschlagen (2:2 bei St. Pauli, 1:1 gegen Nürnberg, 1:0 in Stuttgart und 0:0 gegen Eintracht Frankfurt). Seit Mitte Februar ist der Wurm drin. Man holte nur drei Punkte aus den letzten fünf Spielen – verlor vier Mal. Freiburg schoß nur vier Tore und blieb zwei Mal ohne eigenen Treffer. In den letzten drei Spielen konnte man aus dem Spiel heraus gar nicht mehr treffen. Alles begann mit einer Niederlage auf Schalke (0:1), dann gewann man gegen Wolfsburg (2:1), zeigte sich aber in der Folgewoche ohne Selbstvertrauen und völlig indisponiert in Köln (0:1). Zu Hause gegen Bremen baute man einen verunsicherten Gegner mit eigenen Fehlern wieder auf (1:3) und am letzten Wochenende in Kaiserslautern verlor man in der Schlußminute mit unerklärlicher Defensivleistung (1:2).
Personell fehlt im Breisgau im Grunde nur die Nummer 1 im Tor. Doch ob Pouplin auch nach seiner Sprunggelenksoperation wieder in das Freiburger Tor zurückkehren wird, ist ungewiss. Vertreter Baumann bringt konstant gute Leistungen. Interessanter ist die Frage, ob sich die Personalie des Trainers in diesen Wochen mit dem Trainerkarusell dreht oder ob sich der Fußballlehrer für den Sportclub Freiburg entscheidet.
FC Bayern München:
Auch bei den Bayer geht es in Sachen Trainerpersonalie hoch her in diesen Tagen. Louis van Gaal ist bereits abgesägt, bleibt aber noch bis zu Saisonende. Wer der neue Trainer wird, ist noch offen. Jupp Heynckes scheint eine gute Rolle zu spielen und nachdem mit Rangnick, Magath und Löw drei Namen, die bei den Bayern gehandelt wurden, andere Verträge unterschrieben haben, verdichten sich die Annahmen, dass der ausgewiesene Honeß-Freund bei den Bayern übernehmen wird. Wer auch immer der neue Trainer sein wird, er ist gut beraten, wenn er in der Sommerpause in die Defensive investiert – und zwar nicht zu knapp.
Denn was unter der Woche gegen Inter Mailand zu sehen war, kann man weder den Bayern-Fans noch den Anhängern des deutschen Fußballs zumuten. Nicht noch ein Mal. Bayern verspielte auf unerklärliche Art und Weise einen virtuellen zwei Tore Vorsprung gegen Inter Mailand. Das ganze in einem Spiel, das man mehr als im Griff hatte, in dem der Gegner nichts mehr gemacht hatte und man selbst dachte, man könne dementsprechend in der Leerlauf schalten. Gelaufen wurde nicht mehr, vornehmlich gegangen. Als nur noch eine halbe Stunde zu spielen war und man weiter eine Großchance nach der anderen fast schon arrogant verstolperte, gelang Mailand dann das erste und in der 89. Minute das zweite Tor, welches für die Bayern das Aus bedeutete. Das Halbfinale wäre ohne Frage drin gewesen und somit die Möglichkeit eine schwache Saison wenigstens noch international aufzupeppen.
Jetzt muss Trainer Louis van Gaal seine Mannen neu organisieren und vor allem neu orientieren. Gegen Freiburg beginnt die Jagd auf die Champions League Plätze. Eine Jagd, die für alle Spieler, die in der nächsten Saison weiterhin in der bayrischen Landeshauptstadt kicken wollen, überlebenswichtig ist.
Personell ist Bayern München voll besetzt und man darf gespannt sein, welche Abwehrformation Louis van Gaal auf das Spielfeld schickt. Die Leistung von Breno am Dienstagabend sollte nicht mal mehr für die abstiegsbedrohte zweite Mannschaft des Rekordmeisters reichen. Eine Kombination aus Tymoshchuk, der als Unbeteiligter wohl als Gewinner aus dem Abwehrchaos gegen Inter Mailand hervorgeht, van Buyten und Badstuber - Letzterer momentan ohne Form – wird es wohl werden. Vielleicht zieht van Gaal auch Luiz Gustavo zurück und lässt Toni Kroos neben Schweinsteiger im Mittelfeld agieren.
Fazit:
Die Bayern haben gegen Inter versagt: In der Defensive, aber mindestens genauso in der Offensive. Eigentlich sollten sie an der Ehre gepackt sein und in Freiburg eine Wiedergutmachungs-Tour starten. Doch von den Bayern aus dieser Saison ist das vermutlich nicht zu erwarten. Es ist ungewiss, ob die Spieler verstanden haben, dass es jetzt ans Eingemachte geht. Für den SC Freiburg sieht die Lage wesentlich entspannter aus. Im Breisgau ist man sehr zufrieden mit der Mannschaft und steckt mitten in der Planung für die neue Saison. Das Heimspiel gegen den Rekordmeister ist ein weiterer Höhepunkt einer gelungenen Saison.
Quoten Freiburg vs. Bayern München:
SC Freiburg: 6,50 @ bet365
Unentschieden: 4,40 @ victorchandler
FC Bayern München: 1,58 @ mybet
19. März 2011 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Dienstag, den 15. März 2011, empfängt der FC Bayern München in der heimischen Allianz Arena den italienischen Meister Inter Mailand. Der Titelverteidiger aus Mailand ist zu Gast, um sich für das Viertelfinale der Champions League zu qualifizieren. Im Achtelfinalrückspiel in München geht es um alles. Das Hinspiel endete mit einem Auswärtssieg für die Bayern (1:0).
Das Los hat in der Champions League dafür gesorgt, dass die Zuschauer schon im Achtelfinale absolute Tospiele zu sehen bekommen. Mit Arsenal London, dem FC Barcelona, dem FC Bayern München und Inter Mailand sind vier Titelkandidaten schon sehr früh im Wettbewerb aufeinander getroffen. Gut ist das vor allem für die restlichen Mannschaften und für die beiden, die es schaffen bei diesen hochklassigen Duellen weiter zu kommen. Folglich wird der Wettbewerb im Viertelfinale nun ordentlich ausgedünnt sein. Mit Schalke 04, das sich gegen den FC Valencia durchsetzten konnte, und den Tottenham Hotspur, die sich gegen den AC Milan qualifizierten, und Shachtjor Donezk, das im Achtelfinale den AS Rom ausschaltete, stehen bereits drei Mannschaften unter den letzten Acht der Königsklasse, die niemand auf der Rechnung hatte. Alle drei Mannschaften dürften für die Elite Europas ein gutes Los für den Kampf um einen Halbfinalplatz sein.
Das Spiel zwischen dem FC Bayern München und Inter Mailand wird um 20:45 Uhr angepfiffen. Schiedsrichter und hoffentlich auch Unparteiischer der Begegnung ist Pedro Proenca aus Portugal.
Hinspiel:
Das Hinspiel in Mailand gehört zu den besten Spielen, die der europäische Fußball in dieser Spielzeit erleben durfte. Es ging auf und ab. Beide Mannschaften legten ein unheimliches Tempo an den Tag und sorgten dafür, dass der Unterhaltungswert des Spiels enorm hoch war. Eine wahre Werbung für den Sport, obgleich das Ergebnis von einer Partie mit wenig Strafraumszenen zeugt. Denn in Wahrheit verfügten beide Mannschaften über hervorragende Einschussmöglichkeiten. Das Unvermögen der Stürmer, etwas Pech mit dem Torgehäuse und nicht zuletzt das gute Eingreifen der Torhüter verhinderten ein Schützenfest. Am Ende gewann die Bayern ein Spiel, das beide Mannschaften, aufgrund der eigenen Chancen, hätten gewinnen müssen, durch ein Tor von Mario Gomez, der einen Torwartfehler von Julio Caesar nach einem aufsetzenden Schuß von Arjen Robben nutzte. Das Spiel endete 1:0.
FC Bayern München:
Die Bayern müssen zu Hause das Hinspielergebnis verteidigen. Sie gehen mit einem klaren Vorteil in das Rückspiel. Die Initiative liegt bei Inter Mailand. Das Ergebnis ist zwar sehr positiv, jedoch darf sich nicht darauf ausgeruht werden. Das psychologische Problem des Vorteils vor Spielbeginn haben schon die Schalker erlebt. Man geht als Mannschaft nicht unter totaler Spannung in das Spiel, weil man sich im Vorteil glaubt und bevor man die eigene – lasche – Einstellung korregieren kann, ist der Vorteil weg und vielleicht sogar zu einem Nachteil geworden. Genau das darf den Bayern nicht passieren. Inter muss von vornerein kontrolliert unter Druck gesetzt werden.
Sportlich ist die Situation des FC Bayern München etwas zerfahren. Man kann nicht wirklich beurteilen, wo die Mannschaft steht. Wahrscheinlich kann das keiner – auch nicht intern. Zu groß sind die Leistungsunterschiede von Spiel zu Spiel in den letzten Wochen Nachdem man in Mailand das absolute Stimmungshoch erlebt hat, musste man in den nationalen Wettbewerben einen Tiefschalg nach dem anderen hinnehmen.
Zunächst verlor man in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund ein Spiel, das man eigentlich als Start für die Aufholjagd tituliert hatte (1:3). Man wollte den Dortmundern noch mal richtig die Hölle heiß machen und die Deutsche Meisterschaft spannend halten. Dies ging allerdings mehr als nur nach hinten los, bedenkt man die Folgeresultate.
Mit Schalke 04, dem MSV Duisburg und dem FC Energie Cottbus zusammen im Halbfinale des DFB Pokals zu stehen, bedeutet für den Rekordpokalsieger aus München im Grunde nichts anderes als ein weitere Titel auf dem Briefkopf. Zusätzlich hatte man im Halbfinale auch noch ein Heimspiel zugelost bekommen – es konnte nichts schiefgehen. Obwohl man genug Zeit hatte, um das frühe Schalker Tor auszugleichen und doch noch in das Pokalfinale einzuziehen, gelang dem Rekordmeister nicht viel. Jetzt stehen die Schalker im Pokalfinale (1:0 Sieg in München).
Im Spiel um die Champions League Plätze musste man sich dann auch noch Hannover 96 geschlagen geben (1:3). Der Trainer wurde daraufhin zum Saisonende von seinen Aufgaben befreit. Ein unverständlich Schritt, da er weder konsequent noch logisch ist. Entweder man hat Vertrauen in einen Trainer oder man hat kein Vertrauen. Fakt ist, dass Trainer Louis van Gaal der Mannschaft keine Hilfestellung geben konnte, um die massiven taktischen Probleme hinsichtlich der spielerischen Hilflosigkeit in der Offensive zu lösen. Auch in der defensiven Formation scheint er Fehler gemacht zu haben.
Am Wochenende gegen einen zerfallenden HSV zeigte man, wazu man in der Lage ist, wenn der Gegner einen lässt. Mehr als ein psychologischer Push zum besten Zeitpunkt ist der Sieg über den Hamburger SV aber nicht (6:0). Inter Mailand wird sich nicht so gehen lassen. Vermutlich wird es gegen einen tiefstehenden Gegner wieder zu einer gewissen Hilflosigkeit kommen, allerdings nur, wenn der Gegner im Vorteil ist. Und bis zum ersten Mailänder Tor sind die Bayern mit Sicherheit vorne.
Inter Mailand:
Nach der überragenden Spielzeit im letzten Jahr muss Inter Mailand in dieser Saison etwas turbolentere Phasen durchmachen. Der spansiche Trainer Rafa Benitez, der zu Beginn der Saison im Amt war, wurde mittlerweile abgelöst. Leonardo löste Benitez noch in der Hinrunde ab, kurz nach dem dieser den Weltpokal nach Mailand holte und die hervorragende Vorsaison (seines Vorgängers Jose Mourinho) komplettierte.
Mittlerweile hat sich Inter gefangen. In der Champions League Gruppenphase konnte man sich trotz weniger starken Resulateten (0:3 in Bremen) für das Achtelfinale qualifizieren und in der italienischen Serie A ist man im Titelrennen noch dabei. Aktuell trennen Inter Mailand (Platz 2) und den AC Milan (Tabellenführer) fünf Punkte. Inter hatte am Wochenende die Chance die Lücke deutlich schrumpfen zu lassen, das Milan zu Hause gegen den Tabellenletzten aus Bari nur Unentschieden spielte (1:1). Doch beim Vorletzten Brescia Calcio (6 Siege in 29 Spielen) musste man am Ende mit einem Punkt zufrieden sein (1:1). Brescia gelang in der Schlußphase der Begegnung der Ausgleich. Kurz vor Ende der Partie bekam der Tabellenvorletzte einen Elfmeter zugesprochen, den Julio Caesar allerdings parieren konnte. Damit musste Inter einen Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft hinnehmen.
Es war der erste Rückschlag nach dem Hinspiel gegen den FC Bayern München. Im Gegensatz zu den Bayern, die in acht Tagen drei Pflichspiele abgeben mussten, gewann Inter die Spiele nach dem Achtelfinale. Bei Sampdoria Genua - in der Champions League Qualifikation an Werder Bremen gescheitert, aber in der Liga momentan in schwacher Form (vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen) . gewann man (2:0). Danach wurde zu Hause gegen FC Genua ebenfalls gewonnen (5:2).
Personell ist die Situation von Inter Mailand etwas undurchsichtig. Klar ist, das Diego Militio, Walter Samuel und David Suazo gegen die Bayern aufgrund von Verletzungen nicht spielen werden. Das Trio ist in Italien geblieben. Mit nach München gereist sind hingegen Lucio, Thiago Motta, Cristian Chivu und Esteban Cambiasso. Alle vier wurden offiziell als nicht vollständig bei Kräften gemeldet. Besonders Lucio wurde mit einer Oberschenkelzerrung als fraglich eingestuft. Zwar wurde der Verteidiger gegen Brescia ausgewechselt und die anderen drei haben gar nicht gespielt, doch sollte Leonardo wirklich wollen, dass einer dieser vier spielen soll, so wird die medizinische Abteilung Mittel finden – so viel sollte sicher sein.
Laut aktuellen Informationen ist Diego Milito nach langer Verletztungspause doch mit nach München gereist und wird wohl auf der Bank Platz nehmen – zumindest am Abschlußtraining hat er teilgenommen.
Fazit:
Nach dem Champions League Finale in der letzten Saison ist das Duell zwischen dem FC Bayern München und Inter Mailand besonders brisant. Wenn sich die Bayern durchsetzen können sie sich in gewissem Maße wirklich für die Finalniederlage rächen. Die Bayern sind in der besseren Position. Ob sie in der besseren Verfassung sind, kann zu diesem Zeitpunkt niemand mit Sicherheit sagen. Dieses Duell kann immernoch in beide Richtungen ausschlagen. Es sind genügend offensive Spieler auf dem Feld, die das Spiel mit einer Aktion für die eigene Mannschaft entscheiden können.
Quoten für Bayern München vs. Inter Mailand:
FC Bayern München: 1,91 @ bet365
Unentschieden: 3,85 @ unibet
Inter Mailand: 4,20 @ unibet
Wer kommt weiter – Bayern oder Inter?
FC Bayern München: 1,24 @ 10bet
Inter Mailand: 4,33 @ 888sport
14. März 2011 / joe - Kategorie:
Champions League
Am Samstag, den 12.03.2011, trifft in der bayrischen Landeshauptstadt der FC Bayern München auf den Hamburger SV. Das Spiel gehört zur Samstagnachmittagskonferrenz des 26. Spieltags der 1. Bundesliga in Deutschland. Tabellarisch gesehen handelt es sich um ein Duell, welches durchaus als Sechs-Punkte-Spiel hinsichtlich der Europa League Plätze gesehen werden kann.
Beide Mannschaften standen zuletzt ausschließlich negativer Natur im Kreuzfeuer der Medien. Sowohl in Hamburg als auch in München hat man sich dafür entschieden die jeweiligen Trainer nach der Spielzeit auszuwechseln und mit frischem Blut in die neue Saison zu starten. Im Umfeld beider Vereine hat man arge Probleme mit der Orientierung, denn augenscheinlich sind kurzfristige Mindestvorgaben noch nicht erreicht und der langfristige Horizont scheint auch noch nicht wirklich rosig auszusehen.
Das Spiel zwischen dem FC Bayern München und dem Hamburger SV pfeift Michael Weiner. Der Schiedsrichter aus Niedersachsen wird das Spiel um 15:30 Uhr anpfeiffen.
FC Bayern München:
Jetzt hat man den Salat! Diese sportliche Misere muss man auch beim FC Bayern München erst einmal ordentlich verdauen. Einfach so auf Normalität umzuschalten, wird auch in München, wo sich die Fußballwelt schonmal anders dreht, nicht funktionieren. In den "Wochen der Wahrheit" wie man sie selbst tituliert hat, geht es Schlag auf Schlag. Zwischen heroischem Auswärtssieg in der Champions League, deprimierender Niederlage in der Liga, Ausscheiden aus dem DFB Pokal, Blamage in der Bundesliga und halbem Trainerrauswurf, bleibt keine Zeit sich auszuruhen – obwohl man es sicher nötig hätte. Mit dem Hamburger SV steht am Wochenende der nächste Brocken vor der Tür. Denn mit den Hamburgern kämpft man nun um das internationale Geschäft - und will man bei der Vergabe der Champions League Plätze noch ein Wörtchen mitreden, dann kommt man um einen Sieg gegen die Hamburger sowieso nicht herum. Außerdem hat man im Hinterkopf, dass es schon Mitte nächster Woche gegen Inter Mailand geht, das im Gegensatz zu den Bayern seit dem Hinspiel nur noch gewonnen hat. Und dann hat man noch weiter hinten im Hinterkopf, dass der große Holländer vor einem, eigentlich nur noch eine Übergangslösung ist und von den Vereinsbossen schon mehr oder weniger abgesägt wurde.
Wie Eingangs bereits erwähnt, es gibt bei den Bayern mehrere Konflikte zwischen kurzfristigen und langfristgen Zielen. So schwer das auch fallen mag, man wird sich zu 100% am Samstag auf den HSV konzentrieren müssen. Schon im Hinspiel (siehe auch Head to Head) hat man sich mit den Hanseaten keinesfalls leicht getan (0:0). In der Schlußphase waren es sogar die Hamburger, die über die größte Chance des Spiels verfügten.
Es ist allgemein bekannt, dass es sportlich bei den Bayern aktuell nicht gut aussieht. Nach dem starken Auftritt im Champions League Achtelfinalhinspiel in Mailand (1:0), wurde man in der heimischen Allianz Arena von Borussia Dortmund auf den (nationalen) Boden der Tatsachen zurückgeholt (1:3). Im DFB Pokal zeigte sich eine ungewohnte taktische und spielerische Hilflosigkeit gegen eine Schalker Mannschaft, die mit vollkommen irdischen und bekannten Mitteln das eigene Tor verteidigte (0:1). Wenig später musste man in Hannover die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Ein kollektives Versagen auf allen Ebenen – auch im Tor – führte zu einer mehr als blamablen Pleite, die für den FC Bayern nicht nur einen tiefen Kratzer in das eigene Image bedeutete, sondern auch das Saisonziel Vizemeisterschaft in weite Ferne rücken ließ (1:3).
Personell muss Trainer Louis van Gaal verletzungsbedingt bekanntlich nur auf Ivica Olic verzichten. Breno gesellt sich mit der Roten Karte in Hannover zu dem Kroaten auf die Liste der Ausfälle.
Hamburger SV:
Keine Frage, eigentlich ist der HSV ein geiler Klub. So ähnlich drückte es auch Armin Veh aus, als er bekannt gab, dass er dem Vorstand mitgeteilt hatte, dass er seine Option auf die Auflösung des Vertrages zum Ende der Saison ziehen werde. Wahrscheinlich würde die Fußballnation - mit Ausnahme ein paar Norddeutscher Fußballfreunde, in deren Feindbild der HSV auftaucht – geschlossen zustimmen und bestätigen, dass der HSV eine Bereicherung für die Bundesliga ist. Doch was läuft gerade falsch in Hamburg?
Ohne genauere interen Informationen kann man lediglich feststellen, dass sich der Verein vor einem Trümerhaufen befindet – dem eigenen Trümerhaufen. Glücklicherweise steht man sportlich gesichert im oberen Teil der Tabelle und wird mit dem Abstieg und damit verbundenen Existensnöten nichts zu tun haben. Das tröstet jedoch nicht wirklich, wenn man die Situation der Hamburger betrachtet. Momentan rangiert man auf Platz Sieben mit fünf Punkten Rückstand auf den FC Bayern, der den letzten internationalen Platz belegt (5.). Die Ziele des HSV sind zweifelsohne im Bereich der Europa League wiederzufinden. Allerdings fehlt es dazu an allen Ecken und Enden.
Momentan hat man zwar ab der neuen Saison einen neuen Sportdirektor, aber noch keinen neuen Trainer und einen Vorstandsvorsitzenden auch nicht. Im Grunde genommen sagen regelmäßig irgendwelche vorgeschlagenden Namen offiziell ab. Es scheint als hätte man die Namen noch nicht einmal diskutiert, da landen sie schon in der Presse.
Die gesamte Situation schlägt sich mit Sicherheit nicht positiv auf die sportliche Situation nieder. Sportlich läuft es für den Hamburger SV sehr mittelmäßig. Insgesamt konnten zwei der letzten fünf Spiele gewonnen werden, zwei Mal verlor man und ein Mal teilte man sich die Punkte. In Wolfsburg konnte man im Februar gewinnen (1:0). Danach folgte die Heimniederlage im Derby gegen St. Paulit (0:1). Im nächsten Derby gegen Werder Bremen versuchte man das Versäumte nachzuholen (4:0). Aus Kaiserslautern reiste man mit einem Punkt ab, der zu wenig ist, um einen Anspruch auf internationale Plätze aufrecht zu erhalten (1:1). Zuletzt verlor man zu Hause gegen Mainz (2:4).
Personell kan Trainer Armin Veh weitestgehend aus dem Vollen schöpfen. Mit Castelen und Drobny fallen lediglich zwei Spieler aus, die schon in den Vorwochen nicht zum Einsatz kamen.
Head to Head:
Das Duell zwischen Bayern und Hamburg ist ein Klassiker der Bundesliga: Der Rekordmeister gegen die Unabsteigbaren. Überraschenderweise dominiert der HSV den jüngsten direkten Vergleich. Betrachtet man die letzten zehn Begegnungen (zwischen März 2006 und heute), dann erkennt man fünf Siege der Hamburger und lediglich zwei Siege der Bayern. Der FC Bayern München konnte nur eins der letzten fünf Spiele gegen Hamburg gewinnen – das Heimspiel in der letzten Saison (1:0). Im Hinspiel gab es in dieser Spielzeit ein Unentschieden (0:0). Die Duelle zwischen den beiden Mannschaften sind auffallend torarm: In den letzten vier Pflichspielen gab es nur drei Tore.
Fazit:
Beide Mannschaften haben sporliche Probleme und beide Vereine haben noch viele weitere, vor allem personelle, Probleme. Auf dem Feld kann man mit einem Sieg den Abwärtstrend stoppen und sich wieder der fußballerischen Ziele der Spielzeit widmen. Für die Hamburger wäre eine Niederlage fast schon das Aus im Kampf um die Plätze für Europa. Für die Bayern käme eine Heimniederage einem Desaster nahe, auch weil im Hinterkopf Inter Mailand wartet.
Quoten:
FC Bayern München: 1,57 @ totesport
Unentschieden: 4,60 @ betfair
Hamburger SV: 6,50 @ unibet
10. März 2011 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Samstag, den 19. Februar 2011, spielen in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz der FSV Mainz 05 und der FC Bayern München gegeneinander. Die Begegnung bildet das Samstagabendspiel des 23. Spieltags und stellt tabellarisch das beste Duell des Wochenendes. Der Tabellenfünfte aus Mainz empfängt den Tabellendritten aus München.
Blickt man auf dieses Duell fragt man sich, ob es überraschender kommt, dass die Bayern nur Dritter sind oder dass Mainz auf einem Platz steht, der zum Start in einem internationalen Wettbewerb berechtigt. Beides erscheint unwahr, jedoch ist es am Beeindruckensten, dass München und Mainz vor diesem 23. Spieltag nur zwei Punkte trennen und Mainz 05 somit mit einem Sieg zu Hause gegen den Rekordmeister an diesem vorbei ziehen kann. In dieser Saison ist jedes Ereignis möglich, hat man den Eindruck.
Das Spiel zwischen Mainz 05 und dem FC Bayern München findet am Samstagabend statt und wird um 18:30 Uhr von Schiedsrichter Knut Kircher angepfiffen. An der Seitenlinie assistiert ihm übrigens Michael Kempter - bekannt aus dem Verfahren gegen einen ehemals hochrangigen DFB-Funktionär.
FSV Mainz 05:
Drei Punkte vor Freiburg, vier Punkte vor Hamburg und fünf Punkte vor Hoffenheim: Vor Karneval hat der FSV Mainz 05 die Konkurrenz um die internationalen Plätze im Griff. Angesichts des direkten Duells mit dem Tabellendritten, der den Nimbus der Unbesiegbarkeit auch psychologischer Natur endgültig abgelegt haben dürfte, ist sogar ein Sprung in der Tabelle Richtung Champions League möglich. Inwiefern das für das Allgemeinwohl der Bundesliga von Vorteil wäre, wird hier diskutiert.
Unabhängig vom Allgemeinwohl können die Mainzer sich mit einem Erfolg gegen die Bayern wahrlich festsetzen. Ohne im Fokus der Öffentlichkeit zu sein hat sich Mainz in den internationalen Plätzen festgebissen und scheint aus der Saison mehr Früchte tragen zu können als vermutet.
Sportlich konnte man diese Ziele im Jahr 2011 allerdings noch nicht bestätigen. Die Rückrunde ist für die Mainzer etwas unrund angelaufen. Ohne eindeutige Tendenz, ohne mannschaftliche Entwicklung, aber auch ohne Drama. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel began das Jahr mit zwei torlosen Spielen, die man beide abgeben musste (0:1 in Stuttgart, 0:1 gegen Wolfsburg). In beiden Spielen zeigte sich Mainz indisponiert vor dem gegnerischen Tor. Eine Tor-Krise wurde ausgerufen und mit dem Sieg im Derby bei Kaiserslautern (1:0) schon wieder beendet. Jedoch sind die Mainzer Probleme vor dem Tor des Gegners geblieben, auch wenn man gegen Bremen traf (1:1) wie auch in Köln (2:4). Gegen Bremen hätte man längst den Sack zumachen müssen, stattdessen kassierte man einen späten Ausgleich durch Pizzarro. In Köln zeigte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel verwirrt, konnte den Kampfgeist der Domstädter nicht erwidern und unterlang letztlich verdient.
Das Spiel gegen die Bayern sollte in Mainz für (fast schon nostalgische) Erinnerungen aus der Hinrunde sorgen. Der Sieg (2:1) in der Allianz Arena – die einzige Heimniederlage der Bayern bisher in dieser Saison – war Teil des fenomenalen Mainzer Starts in die Spielzeit 2010/2011.
FC Bayern München:
Am letzten Spieltag hat der Rekordmeister nicht nur für sich, sodnern auch für seinen Trainer Louis van Gaal ein enorm wichtiges Spiel gewonnen. Der Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim (4:0) legt sachte den Zeigefinger auf die Münder der Kritiker und gibt den Bayern Rückenwind für die wichtigen Spiele gegen den Tabellennachbarn aus Mainz und das Achtelfinalhinspiel in der Champions League bei Inter Mailand. In der Bundesliga wird Bayern diesen Rückenwind bitter nötig habe, zu schlecht waren die Ergebnisse in den letzten Wochen. Gerade als man zur großen Aufholjagd blasen wollte, musste man sich mit lediglich einem Punkt beim abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg (1:1) zufrieden geben. Später verlor man in Köln (2:3) nach einer kompfortabelen Führung – 2:0 zur Halbzeit.
Doch die Stimmung in der bayrischen Landeshauptstadt ist wieder besser geworden. Das kommt nicht nur von dem positiven Resultat gegen Hoffenheim, sondern auch auch personelle Gründe. Man hat endlich wieder einen Großteil der Mannschaft an Bord, die letztes Jahr die Meisterschale gewann und in das Finale der Champions League vorrückte. Als wichtigste Spieler dieser Erfolge gelten die Außenstürmer. Zwar handelt es sich um Mittelfeldspieler, was besonders aus internen Kreisen in der Defensivarbeit immer wieder betont wird, jedoch zeichnen sich Ribery und Robben durch ihre offensiven Ideen aus. Die Kreativität und Unberechenbarkeit der Münchenern ist in diesem "alten" System aus dem letzten Jahr ungebrochen - das musste schon Hoffenheim spüren.
Es bleibt aus Münchener Sicht nur zu hoffen, dass beide so lange wie möglich gesund bleiben und die Resultate sich mit 90 Minuten "Robbery" verbessern.
An und für sich sollte der FSV Mainz 05 ein Gegner sein, der den Bayern zumindest in der eigenen Offensive liegt, denn die Rheinländer spielen ihrerseits mit offensiv ausgerichteten Außenspielern, die in den meisten Fällen nicht stur auf das Ausschalten des Gegenspielers bedacht sind, sondern selber ein Spiel aufziehen wollen. Das sollte den Bayern entgegen kommen.
Head to Head:
Das Hinspiel in der Allianz Arena hat so schnell niemand vergessen. Damals Allagui/Holtby und Szazlai/Schürrle die Mainzer zum Sieg in der Allianz Arena (2:1). Mainz gelang es in der Folge den Startrekord im deutschen Profifußball einzustellen. In den Büchern der Statisitk sind lediglich zehn Spiele zwischen Mainz und Bayern vermerkt. Interessant ist, dass Bayern zwar sieben dieser zehn Spiele gewann und Mainz nur zwei Mal die Oberhand behalten konnte, jedoch beide Mainzer Siege von den letzten drei Aufeinanderntreffen datieren.
Fazit:
Keine der beiden Mannschaften ist von Grund auf defensiv ausgerichtet. Es sollte fußballerisch einiges für das Auge dabei sein – auch wenn beide Mannschaften im Jahr 2011 schon strauchelten. Bayern versucht sich mit "neuem" Personal unbesiegbar zu reden und darf deshalb auf keinen Fall in Mainz Federn lassen. Mainz muss es gelingen wieder eine Serie zu starten, um weiterhin in internationalen Gewässern schwimmen zu können. Warten wir ab, was beide Trainer am Samstagabend für das Volk vorbereitet haben.
Quoten:
FSV Mainz 05: 5,45 @ betsafe
Unentschieden: 4,00 @ bet365
FC Bayern München: 1,70 @ totesport
17. Februar 2011 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Mittwoch, den 26. Januar 2011, spielen im Viertelfinale des DFB Pokals Alemannia Aachen und der FC Bayern München gegeneinander. Das Losglück schenkte der Alemania das Heimspiel in Aachen. Der Rekordmeister, der in Deutschland auch am häufigsten den DFB Pokal gewinnen konnte, muss die Reise zum (neuen) Tivoli in den äußersten Westen der Republik antreten. Vor Wochen hätte man noch Sorgen, aufgrund der Wetterlage gehabt, die zum Beispiel eine ordentliche Vorbereitung auf die Rückrunde in den meisten Teilen Deutschlands unmöglich gemacht hat. Jetzt sind diese Sorgen andere Natur und einseitiger. Für die Tage vor dem Spiel und am Spieltag selbst sind Regenfälle angekündigt, welche das Geläuf dementsprechend aussehen lassen würden. Es könnte der Alemania durchaus entgegen kommen, wenn der Platz ein Kämpferherz fördert und Techniker behindert.
Im Viertelfinale spielen tags zuvor Schalke und Nürnberg im Ruhrgebiet gegeneinander. Am Mittwoch treffen Energie Cottbus und Hoffenheim, sowie im vierten Viertelfinale Duisburg und Kaiserslautern aufeinander. Man muss kein Experte zu sein, um zu sehen, dass der DFB Pokal so schwach besetzt ist, wie selten zu vor. Sicherlich ist es absurd so etwas zu behaupten, da die "stärkeren" Mannschaften von denen, die jetzt im Viertelfinale stehen besiegt wurden, dennoch hat man den Eindruck, dem FC Bayern würde es all zu leicht gemacht. Neben den Bayern (DFB Pokal Sieg: 2,10 @ unibet) stehen mit Hoffenheim, Schalke und Nürnberg gerade einmal drei Rivalen aus der 1. Bundesliga auf der Liste. Nur Hoffenheim – und das mager auf Platz Acht – kann überhaupt vorweisen in der oberen Hälfte der Tabelle zu stehen. Die Bayern scheinen sich nur noch selbst schlagen zu können. Vielleicht fangen sie in Aachen damit an?
Das Viertelfinale zwischen Alemania Aachen und dem FC Bayern München wird um 20:30 Uhr von Schiedsrichter Michael Weiner angepfiffen.
Alemannia Aachen:
Wenn ein Fußballfan ein hübsches Sümmchen bezahlt, um ein Spiel live im Stadion zu verfolgen, dann möchte er unterhalten werden. Im heimischen Stadion sind bisher nur zwei Mal in dieser Saison weniger als drei Tore gefallen. Genau diesen Unterhaltungscharakter zeigte die Alemania auch am Wochenende als es gegen den Karlsruher SC ging. In einem nicht immer hochklassigen, aber in jedem Fall attraktiven Spiel gewann Aachen (4:2) und katapultierte sich in der Tabelle. Wohin katapultierte sich die Alemannia? Genau, ins Mittelmaß der 2. Bundesliga. Die Ergebnisse der Alemannia erwecken den Eindruck, dass sie sich eben in diesem Mittelmaß extrem wohl fühlt. Was auch passiert am Ende landet man im grauen Mittelmaß.
Nach sehr schwachem Saisonstart, kämpfte man sich aus dem unteren Teil der Tabelle und gerade als man auf dem Weg nach oben war und angreifen konnte brach man im November wieder ein. Mittlerweile hat man sich mit einem starken Dezember (7 Punkte aus drei Spielen) wieder gefangen. Im neuen Jahr verlor man zum Auftakt bei Union Berlin (1:2). Wie angesprochen konnte man den zweiten Spieltag der Rückrunde gegen Karlsruhe positiv gestalten und befindet sich momentan auf dem zehnten Tabellenplatz. Fern von Gut (sieben Punkte zum Aufstiegsplatz) und Böse (zehn Punkte vor einem Abstiegsplatz).
Personell kann Alemania Aachen Trainer Peter Hyballa beim Pokalschlager auf dei gleiche Mannschaft vertrauen, mit der er schon gegen Karlsruhe gewann.
FC Bayern München:
So unwichtig es klingen mag im Pokal bei Alemania Aachen anzutreten: Dieses Spiel ist faktisch eines der drei Wichtigsten der Saison. Zusammen mit dem Halbfinale und dem Finale. Denn die Bayern werden an Titeln gemessen. Die Meisterschaft ist wohl abgeschrieben und die Champions League ist eher unwahrscheinlich mit Verletztungen von Ribery und Olic, sowie einer Mannschaft, die sich – beispielsweise mit einem Abgang von van Bommel zum AC Mailand – während der Rückrunde im Umbruch befindet. Der DFB Pokal ist demnach der einfachste Weg eine Saison rein zu waschen und wenn man sich – wie oben angesprochen – die Gegner anschaut, dann ist der Worst-Case doch mehr als ertragbar. Man spielt nur gegen Mannschaften, die entweder Zweitligisten sind oder in eine schwache Saison spielen: Machbar!
Die Verantwortlichen beim FC Bayern München haben diesen Komplex verstanden und von Anfang an klar gemacht, dass es eine große Blamage wäre, in Aachen zu verlieren. Ein Ausscheiden kommt für den Rekordpokalsieger nicht in Frage. Außerdem gibt es noch die ien oder andere offene Rechnung – siehe Head to Head.
Das Wetter könnte den Bayern zu schaffen machen, jedoch ist der Qualitätsüberschuß auf Seiten der Münchener enorm. Zu enorm, als dass ein Wetterumschwung diesen ausgleichen könnte. Personell sieht es für Louis van Gaal ganz gut aus. Zwar schwirren diverse Gerüchte um seinen Kapitän - wie der Wechsel nach Italien – jedoch sollte das Gerüst gegen Aachen stehen. in der Verteidigung kann van Gaal wieder auf die Jugend setzen, wobei sich Luiz Gustavo steigern sollte. Er zeigte am Wochenende, dass er vermutlich doch eher im Mittelfeld zu finden sein sollte. Weiter vorne findet man dann die alten Bekannten: Tymoschchuk und van Bommerl auf der Sechs, Schweinsteiger, Robben und Müller auf einer Linie davor, Gomez in der Sturmspitze.
Head to Head:
Neben zwei Aufeinandertreffen in der Bundesliga haben sich beide im letzten Jahrzehnt zwei Mal im DFB Pokal getroffen. Auf dem Aachener Tivoli gingen die Bayern zwei Mal baden. Im Viertelfinale 2004 schied Bayern gegen Aachen aus (1:2). Die Geschichte wiederholte sich zwei Jahre später als der Rekordpokalsieger schon in der dritten Runde die Segel streichen musste (2:4). In der letzten Erstligasaison von Alemania Aachen (2006/2007) gewann Aachen auch das Heimspiel auf dem Tivoli (1:0), verlor aber in München (1:2). Aachen hat somit drei der letzten vier Spiele gegen die Bayern gewonnen.
Fazit:
Sportlich gesehen, sollte das Spiel in Aachen überhaupt kein Problem für die Mannschaft von Louis van Gaal darstellen. Allerdings zeigt die Geschichte, dass es schon häufiger geklappt hat die Bayern aufs Glatteis zu führen – oder in den Matsch. Aachen hat es – wenn das zu vergleichen ist – auch schon verstanden sich bei der Berliner Hertha bedingungslos hinten rein zu stellen. Kämpferisch kann Aachen alles in die Waagschale werfen, ob das reicht entscheidet nur einer: Der FC Bayern München.
Quoten:
Alemannia Aachen: 9,57 @ betfair
Unentschieden: 5,46 @ betfair
FC Bayern München: 1,35 @ unibet
Wer kommt weiter?
Alemannia Aachen: 5,30 @ bwin
FC Bayern München: 1,12 @ bwin
25. Januar 2011 / joe - Kategorie:
Fussball-Wetten
Am Samstag, den 15. Januar 2011, treffen in Niedersachsen der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München aufeinander. Das Spiel gehört zum 18. Spieltag. Bereits am Vortag eröffnen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund die Rückrunde der Saison 2010/2011. Einen ausführlichen Vorbericht zum Spitzenspiel finden Sie hier.
Die Winterpause ist zu Ende und jede Mannschaft konnte sich intensiv auf die Rückrunde vorbereiten. Auf den ersten Spieltag wird nicht nur von Seiten der Fans hingefiebert, auch die Mannschaften sind heiß darauf, endlich wieder gegen das Leder treten zu dürfen. Wetttechnisch ist der erste Spieltag nach der Winterpause immer etwas problematisch, da sich viele Mannschaften neu formiert haben und die Form, sowie die neue Mannschaftsstärke meist schwierig zu beurteilen ist. Wie gut sind neue Spieler integriert? Wie gut interagieren neue Sturmpartner? Ist eine Mannschaft noch müde von der schleifenden Vorbereitung? Ein paar Minuten mehr in die Vorbereitung einer Wette zu legen, kann sich – insbesondere am ersten Spieltag nach der Rückrunde – auszahlen.
Das Spiel zwischen Wolfsburg und Bayern wird von Schiedsrichter Manuel Gräfe geleitet. Der Berlin wird das Spiel pünktlich um 15:30 Uhr anpfeiffen.
VfL Wolfsburg:
Für die Wolfsburger ist die Rückrunde und damit vor allem das erste Spiel der Rückrunde ein kompletter Neuanfang. Personell hat sich die ein oder andere Position verändert und auch mental sollten sich die Niedersachsen hinterfragt haben. Zur Verwunderung vieler Meinungsmacher hat es Trainer Steve McClaren geschafft, bis zum 18. Spieltag auf der Trainerbank Platz nehmen zu dürfen. Die Mannschaft ist zweifelsohne deutlich besser besetzt, als es der Tabellenplatz vermuten lässt. Allein mit Spielmacher Diego muss es gleingen sich einstellig zu platzieren – man erinnere sich, dass Diego vor nicht allzu langer Zeit noch als der beste Spieler der Bundesliga gehandelt wurde. Mit Edin Dzeko hat Wolfsburg seinen besten Stürmer verloren. Zehn Tore konnte Dzeko in der Hinrunde für den VfL erzielen – der komplette Rest der Mannschaft kam insgesamt auf 14. In der Offensive muss es unbedint funktionieren die Tore von Dzeko zu ersetzen. Am anderen Ende des Spielfeldes wird Arne Friedrich in die Innenverteidigung zurückkehren. Der Ex-Berliner soll die Defensive der Wölfe neu ordnen. Vor allem muss es die Mannschaft schaffen einen erspielten Vorsprung gelassen über die Zeit zu verwalten. Dieses "Verwalten" hat in der Hinrunde überhaupt nicht funktioniert. Häufig führten die Wölfe bereits mit – teilweise zwei Toren Unterschied – und gaben sicher geglaubte Punkte aus der Hand. Platz 13 und nur 19 Punkte sind das Ergebnis.
Die letzten sechs Spiele in der Bundesliga gestaltete der VfL unentschieden - im DFB-Pokal schied man kurz vor Weihnachten zu Hause gegen Zweitligist Energie Cottbus aus (1:3).
Die Vorbereitung zeigte keinen besonders hohen Leistungsstand: In einem Vorbereitungsspiel gegen Borussia Mönchengladbach beendete man die Partie wie gewohnt mit einem Unentschieden – und ohne Tore.
FC Bayern München:
"Vollgas!", lautet die Divise beim Rekordmeister. In der Rückrunde muss man sich steigern, um das bestmögliche aus der Saison rauszuholen. Die Bayern – um Präsident Uli Honeß – werden noch einige psychologische Tricks auspacken, allerdings müssen auch die Resultate für sich sprechen. Gegen den VfL Wolfsburg muss daher ein Sieg her. Der psychologische Wert des ersten Spieltags nach der Winterpause ist für die Bayern enorm hoch. Dadurch, dass die beiden größten Konkurrenten direkt gegeneinander spielen, kann der Rekordmeister seine Ausgangsposition binnen 90 Minuten stark verbessern und sich zurückmelden im Rennen um die Champions League Plätze. Sicherlich ist Bayern abhängig von den Ergebnissen der Borussia aus Dortmund, allerdings ist es immer ein Unterschied, ob die Mannschaft von Jürgen Klopp mit Druck von hinten oder ohne Druck aufspielen kann. Das wissen auch die Bayern.
Personell hat sich Bayern in der Winterpause auf mehreren Positionen verändert. Die Startelf des Rekordmeisters verändert sich aller Voraussicht nach mindestens auf vier Positionen im Gegensatz zu dem gewohnten Bild aus der Hinrunde. Mit Frank Ribery und Arjien Robben finden sich die Bayern mit völlig neuen Außenbahnen zu Beginn der Rückrunde wieder. Für Arjien Robben wird es gegen Wolfsburg sogar das Saisondebut werden. Einen anderen Wechsel gibt es im Tor: Thomas Kraft ist die neue Nummer 1 im Tor des Rekordmeisters. Trainer Louis van Gaal entschied sich vor dem Spiel gegen Wolfsburg für einen Wechsel im Tor. Hans-Jörg Butt wird nun abgelöst von Thomas Kraft. Das junge Torwarttalent der Bayern genießt einen enormen Vertrauensvorschuß seines Trainers. In der Öffentlichkeit gab es viele Irritationen hinsichtlich der Beförderung von Kraft durch Louis van Gaal, doch die Geschichte gibt van Gaal und seiner Beurteilungsgabe Recht. Schon bei Ajax Amsterdam (Edwin van der Saar) und beim FC Barcelona (Victor Valdez) beförderte der eigenwillige Holländer junge Torhüter und schenkte ihnen sein Vertrauen. Warum soll das im Fall von Thomas Kraft nicht auch funktionieren?
Der einzige transferbedingte Wechsel in der Startelf der Bayern heißt Luiz Gustavo. Der Brasilianer wurde im Winter aus Hoffenheim für etwa 17 Millionen Euro gekauft. Dort spielte er meistens im defensiven Mittelfeld. In den Plänen von Louis van Gaal scheint er jedoch eher als Linksverteidiger auftauchen. Der Defensivspieler ist für seine raue Gangart bekannt: In zwei Jahren Bundesliga in Hoffenheim flog er bereits vier Mal vom Platz und musste 15 Gelbe Karten hinnehmen.
Das letzte Vorbereitungsspiel im Traingslager in Katar wurde gegen einen lokalen Erstligisten deutlich gewonnen (4:0). Durch die Rückkehr von Robben in Verbindung mit Ribery steigt die Stimmung in München spürbar. Mit guten Ergebnisse zum Start, wird man Dortmund unter Druck setzen können.
Fazit:
Die Offensive der Wölfe wird sich finden müssen. Wenn es gelingt Diego zum Mittelpunkt zu machen, dann kann auch ein namenloser Sturm ohne Probleme einschlagen. Das Risiko vorne nur ein laues Lüftchen gegen die Bayern zu haben, ist akut. Die Bayern müssen sich mit den Wettkampfbedingungen wieder anfreunden: Vier Profis sind "neu" und müssen eingearbeitet werden. Dies sollte kein Problem darstellen, vor allem nicht gegen desorientierte Wolfsburger. Die Tendenzen liegen deutlich auf einem Auswärtssieg, zumal Bayern – mit Ausnahme von Olic und Kroos – mit der kompletten Artillerie anrückt.
Quoten:
VfL Wolfsburg: 5,95 @ betfair
Unentschieden: 3,80 @ betsafe
FC Bayern München: 1,73 @ totesport
14. Januar 2011 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Freitag, den 22. Oktober 2010, eröffnet der Hamburger SV gegen den FC Bayern München im hohen Norden der Republik den 9. Spieltag der Fußball-Bundesliga. Die 1. Liga beginnt den Spieltag mit dem absoluten Topspiel des Wochenendes.
So langsam aber sicher scheint sich die Liga zumindest ein wenig in alte Raster zurück zu begeben. Die großen Namen in der höchsten deutschen Spielklasse nähern sich wieder der Spitze und die kleineren Überraschungen der Saison beginnen abzubauen und sich in mittleren Tabellenregionen wiederzufinden. In wiefern das auch für Mainz gilt, das immernoch mit komfortablen Vorsprung noch einige Zeit in den oberen Regionen zu finden sein wird, wird auch dieses Wochenende andeuten. Die einzigen Mannschaften, die bei diesem "Findungstrend" rein gar nicht mit zu machen scheinen, sind die Schalker und die Stuttgarter. Beide straucheln nach dem Unentschieden gegeneinander am letzten Spieltag weiterhin am Ende der Tabelle rum. Parallelen zur Vorsaison - als mit Hertha BSC Berlin eine vermeintliche Spitzenmannschaft absteigen musste – werden, insbesondere mit dem VfB Stuttgart, schon fleißig gezogen. Der 9. Spieltag wird uns weitere Erkentnisse draüber geben, wohin die Reise geht.
Die Analyse zum Spitzenspiel zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FSV Mainz 05 lesen Sie hier. Außerdem empfängt am Sonntag der Tabellenführer aus Dortmund die Mannschaft der TSG aus Hoffenheim. Die Analyse zum zweiten Spitzenspiel des 9. Spieltags finden Sie hier.
Das Spiel zwischen Hamburg und Bayern wird am Freitagabend um 20:30 Uhr angepfiffen. Schiedsrichter der Begegnung ist Manuel Gräfe aus Berlin.
Hamburger SV:
Die Hamburger sind ein hervorragendes Beispiel für den – in der Einleitung angesprochenen – Findungsprozess der Bundesliga. Die Hamburger hatte man vor der Saison in den oberen Regionen der Tabelle erwartet. Allerdings konnten die Norddeutschen den guten Start in die neue Spielzeit nicht wie erhofft konsequent weiterführen, sondern stürtzen nach dem zweiten Spieltag ab. Den Auftaktsiegen gegen Schalke 04 (2:1) und in Frankfurt (3:1), folgten zwei schlechte Vorstellungen der Hamburger: Gegen Nürnberg kam man zu Hause in einem müden Spiel nicht über eine Punkteteilung hinaus (1:1) und auch beim Stadtrivalen FC St. Pauli musste man sich mit einem schwachen Spiel und einem Punkt zufreiden geben (1:1).
Ungeschlagen nach vier Spieltagen war prinzipiell erstmal nicht schlecht, doch die kommenden Partien sollten das schwache Auftreten der Hamburger gegen Nürnberg und bei St. Pauli bestätigen und den Abwärtskreisel weiter anschieben. Die direkt folgenden Spiele gegen Wolfsburg und in Bremen wurden beide verloren. Nach einer Woche mit drei Spielen und nur einem Punkt, stand man nach dem guten Start im Niemandsland der Tabelle. Eine Tabelle, die noch nicht besonders aussagekräftig war, aber schon Tendenzen aufzeigte.
Da die Mannschaft von Trainer Armin Veh aber ihrem 2-Spiele Rythmus gerecht bleib, gewann sie die nächsten beiden Spiele gegen Kaisierslautern und in Mainz. Am letzten Spieltag fügte man als erste Mannschaft den Mainzern – bis dahin Tabellenführer – eine Niederlage zu. Und das auch noch am Mainzer Bruchweg bei einem Spiel, dass die Hamburger eigentlich schon viel fürher für sich entscheiden müssen. Dies taten sie dann erst kurz vor Schluß durch den sehr agilen Guerrero (89.) nach überragendem Assist von Ze Roberto (1:0).
Die Chancenverwertung in dieser Begegnung war unterirdisch, teilweise fehlte auch das nötige Glück. In den letzten MInuten gelang es den Hamburgern noch, den Frust eines Unentschiedens zu vermeiden. Das 1:0 in Mainz war das erste Spiel der Saison, welches die Hamburger ohne Gegentreffer gestalten konnten – sogar im Pokal beim Oberligisten TSV Greif schluckte man einen Gegentreffer.
Ein Fakt, der besonders Torwart Frank Rost zu Gute kommt. Der Oldie war in Hamburger Kreisen zunehmend in die Kritik geraten und da mit Drobny von Hertha BSC Berlin ein hervorragender Keeper geholt wurde, ließ Veh in der vergangenen Woche den Konkurrenzkampf durchschimmern.
Ein weiterer psychologischer Pluspunkt des Aufschwungs beim Hamburger SV ereignete sich zu Beginn der Woche: Mladen Petric meldete sich zurück im Mannschaftstraining. Damit verfügt Trainer Armin Veh nun über eine weitere Alternative im Sturm.
FC Bayern München:
Der FC Bayern München ist unter der Woche in der Champions League nur knapp einer Blamage entgangen. Zwar hatten die Münchener die Begegnung über weite Strecken problemlos im Griif, doch gegen Ende wurde es in einem schwachen Spiel noch mal spannend. Obwohl der rumanische Meister Cluj bei allen drei Bayern Toren kräftig mit half, konnten die Münchener das Spiel nicht frühzeitig entscheiden. Es sei betonnt, dass das Niveau der Bayern deutlich über dem ihres Rivalen war. Allerdings hätte ein Konter in der Nachspielzeit beinahe zu einem peinlichen Remis geführt. Mit dem Sieg (3:2) haben die Bayern jetzt bereits zur Halbzeit der Gruppenphase sechs Punkte Vorsprung. Bei nur noch neún zu vergebenen Zählern, sollte der Gruppensieg nur Formsache sein.
Formsache ist momentan in der Bundesliga gar nichts. Jeder Zähler muss in der heimischen Liga erkämpft werden. So vermisste der Bayern-Fan auch am letzten Spieltag in der Allainz Arena die Dominanz der Hausherren gegen Hannover (3:0). Die Niedersachsen spielten gut mit und waren bis zum 0:2 durchaus in der Lage einen Punkt mitzunehmen – wenn nicht mehr. Doch auch unglückliche Schiedsrichterentscheidungen vermieden den Punkt für Hannover und halfen Bayern zum Heimsieg. Die beiden jüngsten Siege sollten der gebeutelten bayrischen B-Elf genug Selbstbewusstsein geben, um in der Liga wieder nach oben zu marschieren. Mit Hamburg und Bremen warten zwei harte Prüfsteine. Den letzten Prüfstein in Dortmund verpasste man um Längen.
Personell ist die Mannschaft von Louis van Gaal immer noch mehr als angeschlagen. Mir Ribery, Robben, Klose und van Bommel fallen vier wichtige Spieler weiterhin aus. Mario Gomez traf gegen Hannover dreifach und wurde auch gegen Cluj erfolgreich angeschossen. Er wird mit Sicherheit auch gegen Hamburg in der Startformation stehen.
Positive Signale gibt es von Schweinsteiger, dessen Einsatz in der Champions League problemlos verlief. Auch die Ex-Hamburger Daniel van Buyten und Ivica Olic könnten gegen ihren Ex-Verein wieder zum Einsatz kommen. Entscheidungen werden bei beiden kurzfristig fallen.
Head to Head:
Die Gegenüberstellung dieser beiden Mannschaften stellt sich als äußerst gradlinig und direkt dar: Die letzten vier Spiele endeten immer mit nur einem Tor. Drei Mal gewann Hamburg, das letzte Spiel (Februar 2010) gewann Bayern. Die letzten beiden Spiele in Hamburg entschied jeweils Mladen Petric (to score 2,80 @ sportingbet) mit dem einzigen Tor des Spiels für den Gastgeber.
Betrachtet man die letzten zehn Spiele, wird der Vorteil der Hamburger deutlicher: Fünf Siege für Hamburg, drei Unentschieden und nur zwei Erfolge der Bayern. In den letzten zehn Begegnungen fielen durchschnittlich 2.1 Tore pro Spiel.
Fazit:
Wo geht die Reise hin? Dieses Spiel steht sinnbildlich für die Phase der Saison. Beide Mannschaften können mit einem Sieg ihren Weg aufwärts in der Tabelle bestätigen und den Trand der letzten Wochen nicht nur fortsetzten, sondern auch ein klares Signal an die Konkurrenz senden. Bei einer Niederlagen legt man sich selbst Steine in den Weg. Steine, die der Beginn eines tristen Weihnachtsfestes sein könnten.
Quoten:
Hamburger SV: 2,80 @ betsafe
Unentschieden: 3,30 @ bet365
FC Bayern München: 2,50 @ betsafe
20. Oktober 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Sonntag, den 3. Oktober 2010, findet am Tag der Deutschen Einheit ein besonderes Spiel statt: Borussia Dortmund empfängt den FC Bayern München. Das Topspiel des 7. Spieltags bildet den feierlichen Abschluss des Wochenendes.
In diesem brisanten Spiel wird es sich zeigen, ob das Spiel auch der Abschluss der Münchener Bemühungen einer guten Hinrunde sein kann. Denn wenn die Bayern in Dortmund verlieren sollten, drohen ihnen bis zu 13 Punkte Abstand auf den Tabellenführer. Borussia Dortmund geht mit einer guten Ausgangsposition in das Gipfeltreffen der Emotionen. Die Bayern nicht.
Es ist alles angerichtet für eine emotionale Hauptspeise.
Anstoß der Begegnung ist um 17:30 Uhr.
Die Analyse von Bayer Leverkusen gegen Werder Bremen.
Borussia Dortmund:
Unter der Woche gelang es der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp leider nicht den perfekten Saisonstart in der Bundesliga auch auf die Europa League zu übertragen: Man verlor zu Hause gegen den FC Sevilla (0:1). Obgleich man nicht gerade mit Glück gesegnet war an diesem Abend, und der Schiedsrichter eine zweifelhafte Gelb-Rote Karte gegen Borussia Dortmund zückte, muss man sich ankreiden lassen, dass man nach dem Sieg in der Ukraine die perfekte Ausgangsposition durch die Heimniederlage verbaut hat. Man beginnt nun wieder von vorne, hat aber schon eine dicke Chance liegen lassen.
Ein wenig Sorgen dürfte den BVB-Anhängern die ähnliche Ausgangslage am Wochenende machen. Denn auch am 6. Spieltag der Bundesliga kommt ein Mannschaft in das Westfalenstadion zu Besuch, die den Auftakt in diesem Wettbewerb ordentlich vermasselt hat. Der FC Sevilla hatte am 1. Spieltag zu Hause verloren. Der FC Bayern München hat erst acht Punkte aus den ersten sechs Spieltagen holen können. Beide Mannschaften sind vor dem Duell mit dem BVB angeschlagen – Sevilla hatte sogar den Trainer getauscht.
Dem FC Sevilla hat Dortmund unfreiwillig auf die Beine geholfen. Gegen den Rekordmeister aus München ist das sicherlich nicht der Plan der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp. Er muss es schaffen, seine jungen Wilden vollkommen auf das Spiel zu fokusieren und die negativen Erfahrungen aus der vergangenen Woche zu verdrängen.
Es ist gar nicht mal so sehr damit zu rechnen, dass die Dortmunder Mannschaft ängstlich auf das Spielfeld gehen wird oder zu Beginn vor dem FC Bayern München einknickt. Viel mehr muss man aus Dortmunder Sicht befürchten, dass es einen Bruch im Spiel gibt, wenn es gegen die Jungspunde läuft. Nicht selten hat die Mannschaft um Kapitän Sebastian Kehl, der nach einem Sehnenanriss voraussichtlich immer noch nicht im Kader stehen wird, in Spielen, die sie eignetlich gut begonnen hatte, das große Flattern bekommen.
Als reine Kopfsache kann man diese größte "Schwäche" der Dortmunder Generation ansehen. Fußballerisch funktioniert das System von Jürgen Klopp momentan blendend. Auch die körperliche Fitness scheint zu stimmen, obgleich unter der Woche eine Halbzeit lang mit einem Mann weniger Powerplay gespielt wurde.
Der Schlüssel zum Sieg gegen die Bayern liegt nicht nur in einem guten Beginn, sondern viel mehr in einer konsequenten Fortführung der Spielweise - unabhähängig von der Emotionalität und vom Ergebnis.
FC Bayern München:
Die Bayern haben häufig genug bewiesen, dass sie aus den widrigsten Situationen gestärkt hervorgehen können. Auch in dieser Saison scheinen sie es wieder darauf anlegen zu wollen. Denn in der Bundesliga läuft im Moment nichts zusammen. Zwar hat die ohnehin dünne Personaldecke durch die Ausfälle von Robben und Ribery, sowie Alaba und Contento, kurzfristig noch weitere Risse erlitten, doch müssen die Bayern in einer der schwierigsten Phasen der Saison zu einem der schwierigsten Auswärtsspiele des Jahres reisen: Nach Dortmund.
Im ehemaligen Westfalenstadion brennt bekanntlich immer der Baum über mindestens 90 Minuten, wenn die Bayern zu Gast sind. Da sie diesmal angeschlagen ins Ruhrgebiet reisen, werden zudem die Zuschauer Blut geleckt haben. Denn das traditionsreiche Duell der beiden dominanten Mannschaften der 90er Jahre birgt für beide viele Emotionen.
Unter der Woche ist es den Bayern erfolgreich gelungen gegen den FC Basel ihre Ambitionen auf den Gruppensieg in der Champions League zu unterstreichen. Trotz frühem Rückstand konnten die Bayern noch alle drei Punkte aus der Schweiz entführen und weisen nun nach den Siegen gegen Rom (2:0) und in Basel (2:1) sechs Punkte vor.
Die Bayern haben in dieser Saison bisher noch keinen "ruhigen" Sieg gehabt. Noch kein Spiel wurde von den Bayern locker dominiert, von Beginn an kontrolliert und später dann gewonnen. Frühe Endscheidungen sind in dieser Saison eine komplette Fehlanzeige. Viel mehr ist man es inzwischen gewohnt, dass die Bayern straucheln.
Dass trotzdem vier Siege dabei raussprangen liegt wohl am Bayern-Dusel. Ob bei der Präsenz dieses Effektes das positive Signal für die Moral oder die negative Tendenz im spielerischen Bereich und in der Torgefahr überwiegt, bleibt zu klären.
Fakt ist, dass gegen Rom (78.) und Basel (89.) in der Champions League auf dem letzten Drücker gewonnen wurde und dies in der Bundesliga in Hoffenheim (90.) und gegen Wolfsburg (90.) genauso verlief. Selbst der Pokalerfolg gegen den Oberligisten Germania Windeck (4:0) erschien mehr holprig als souverän.
Trainer Louis van Gaal wird es egal sein, wenn sich diese Serie in Dortmund fortsetzt, denn auf Grund der Tabellensituation ist es im Grunde genommen kein Erfolg aus Dortmund mit einem Unentschieden im Gepäck nach Hause zu fahren.
Fazit:
Das Topduell der beiden Giganten aus den 90er Jahren ist das Topspiel des 7. Spieltags. Zwar sind die Rollen im Vorhinein der Partie vertauscht und doch erwartet uns ein Spiel voller Spannung. Die Bayern sind verpflichtet zu gewinnen. Weitere Punktverluste und einen wachsenden Abstand zur Spitzengruppe kann sich der Rekordmeister nicht erlauben. Sogar die Buchmacher haben bei diesem Spiel den FC Bayern München als feinen Underdog quotiert. Ein Spiel, in dem mit Sicherheit sehr viel Value zu finden ist.
Quoten:
Borussia Dortmund: 2,60 @ betsson
Unentschieden: 3,45 @ betsafe
FC Bayern München: 2,70 @ betsafe
1. Oktober 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Freitag, den 27. August 2010, eröffnen der 1. FC Kaiserslautern und der FC Bayern München den zweiten Spieltag der neuen Bundesligasaison. Besonders in so einer frühen Phase der Saison geht das Spiel als Klassiker. Die ersten Gedanken, die einem in den Sinn kommen, wenn man über diese Begegnung nachdenkt, beziehen sich vermutlich alle auf die Saison 97/98. Wie auch heute waren die Pfälzer damals aus der zweiten Liga aufgestiegen und mussten in der frühen Phase der Saison – damals am ersten Spieltag – gegen die Bayern spielen. Zusätzliche Brisanz hatte das Spiel, weil Otto Rehhagel mit Kaiserslautern aufgestiegen war, nachdem er bei den Bayern rausgeworfen worden war. In einem wirklich historischen Spiel gewann Kaiserslautern auswärts bei den Bayern mit 1:0. Das Bild des Otto Rehhagel wie er jubelnd durch das Olympiastadion läuft und den Auftaktsieg feiert als hätte er soeben die Deutsche Meisterschaft gewonnen ist wohl jedem im Gedächtnis geblieben. In dieser Saison schaffte es Otto Rehhagel mit Kaiserslautern sofort nach dem Aufstieg die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. Am vorletzten Spieltag waren die Pfälzer durch ein 4:0 über den VfL Wolfsburg schon nicht mehr einzuholen.
Kaiserslautern wird in dieser Saison mit Sicherheit nicht Deutscher Meister, auch hat Marco Kurz noch nie beim Rekordmeister gearbeitet und doch schwingt in diesem Spiel etwas mehr Brisanz als sonst mit. Eine Sensation wäre es zumindest, sollten die Pfälzer gegen den FC Bayern München gewinnen.
Anstoß der Begegnung ist um 20:30 Uhr.
1. FC Kaiserslautern:
Besser hätte es für die Mannschaft von Trainer Marco Kurz nicht laufen können. Wenn man beim Saisonauftakt auswärts gegen einen direkten Konkurrenten gewinnt, dann kann das getrost als optimal bezeichnet werden. Der Auswärtssieg beim 1. FC Köln (3:1) hat die Pfälzer zudem aus einer misslichen Lage befreit. Denn wenn man mit leeren Händen aus Köln zurückgekommen wäre, und am zweiten Spieltag eine Niederlage gegen den amtierenden Deutschen Meister aus München einkalkuliert hätte, dann hätte man am dritten Spieltag in Mainz schon enorm unter Druck gestanden, um einen Fehlstart zu vermeiden. Doch nun ist es besser gelaufen für die Pfälzer. Die drei Punkte aus Köln geben der Mannschaft die Bestätigung in der Liga angekommen zu sein und mithalten zu können. Wahrscheinlich ist der psychologische Effekt deutlich wertvoller als die drei Zähler auf dem Punktekonto.
Doch Marco Kurz wird wissen, dass der Auswärtssieg in Köln zwar enorm positiv ist, doch das insbesondere spielerisch diese Leistung nicht das Gelbe vom Ei sein kann. Denn wer das Spiel zwischen Kaiserslautern und Köln am ersten Spieltag über 90 min verfolgt hat, der weiß, dass der Volksmund es wahrscheinlich mit "Not gegen Elend" tituliert hätte. Auch wird es einem nicht jeder Gegner schon nach 82 Sekunden durch einen Platzverweis so leicht machen wie die Domstädter. Außerdem sollten weitere eklatante Torwartfehler im Saisonverlauf tunlichst vermieden werden. Ein perfekter Start also – mit Schattenseiten.
Da der ganz große Druck zunächst weg ist, können die Pfälzer gegen den Rekordmeister vor heimischer Kulisse recht befreit aufspielen. Das Publikum wird eigentlich nur Einsatz und Kampf fordern. Die typischen Tugenden des Abstiegskampfes. Vor ausverkauften Haus wird Marco Kurz eine extrem motivierte Mannschaft auf den Platz schicken können.
FC Bayern München:
Wenn man nach der ersten Halbzeit zwischen Bayern und Wolfsburg den Fernseher verlassen hatte, um zur zweiten Halbzeit etwas zu spät zurück kam, traute man seinen Augen kaum: Wolfsburg hatte ausgeglichen! Im ersten Durchgang hatten die Bayern noch überhaupt keine Probleme mit dem schwachen Wolfsburger Offensiv-Spiel, doch mit der Hereinnahme von Misimovic gelang es den Niedersachsen mit mehr Gefahr vor das Münchner Tor zu kommen. Nach einer Unsicherheit von Butt erzielte der Wolfsburger Stürmerstar Edin Dzeko nach der folgenden Ecke – getreten von Misimovic – den Ausgleich. Zwar durchaus verdient aber dann doch mit einer gehörigen Portion Glück rettete Bastian Schweinsteiger in der nach Spielzeit den Saisonauftakt der Mannschaft von Louis van Gaal (2:1).
Mit diesem Auftaktsieg stehen die Bayern kurioserweise jetzt schon besser da als am dritten Spieltag der letzten Saison. Im ersten Jahr von Louis van Gaal erlebte man mit einem Unentschieden in Hoffenheim und gegen Bremen, sowie einer Niederlage in Mainz alles andere als einen guten Auftakt. Es brauchte bis zum vierten Spieltag bis die Bayern ihren ersten Sieg landeten – 3:0 gegen Wolfsburg. In dieser Spielzeit scheint es also deutlich besser zu laufen für den Rekordmeister: das kann man schon nach dem ersten Spieltag sagen. Mit einem Sieg in Kaiserslautern kann man sich von Beginn an in der Spitzengruppe etablieren. Eine ruhige und unkomplizierte Bundesligasaison wird für den Deutschen Meister von enormer Relevanz sein, denn nicht nur im Pokal sondern viel mehr in der Champions League werden die Münchner gefordert sein. Durch den Ausfall von Leistungsträgern wie Arijen Robben und (kurzfristig auch) Ivica Olic wird das Tanzen auf drei verschiedenen Hochzeiten den Kader stark belasten. Man kann es sich also nicht erlauben schlechthin die Saison zu starten.
Personell hat Trainer Louis van Gaal mit Martin Demichelis ein neues Problem. Der Argentinier zeigt sich nach seiner Degradierung zum dritten Innenverteidiger jugendlich bockig und versucht eine Trennung zu provozieren. Beim Saisonauftakt stand der Argentinien nicht im Kader. Vermutlich wird sich das gegen Kaiserslautern nicht ändern. Auch in der Offensive bleiben Louis van Gaal aufgrund von oben genannten Ausfällen nicht viele Möglichkeiten. Allein in der Spitze ist er mit Miroslav Klose und Mario Gomez momentan gut besetzt.
Trotz kleineren negativen Impulsen, die die Favoritenrolle der Bayern gegen Kaiserslautern etwas mindern, darf es für den Rekordmeister nur ein Resultat geben: Einen Auswärtssieg!
Head to Head:
Wer sagt, dass die letzten Vergleiche der beiden Mannschaften nicht besonders aussagekräftig sind, hat nicht ganz unrecht. Es ist durchaus richtig, dass die meisten Begegnungen schon lange zurückliegen. Und doch bleibt zu bemerken das Kaiserslautern in diesem Jahrtausend noch nie gegen die Bayern gewonnen hat. So endeten neun der letzten 10 Aufeinandertreffen mit einem Sieg der Süddeutschen. Der letzte Punktgewinnen der Pfälzer datiert aus dem Jahre 2002.
Fazit:
Auch wenn sich Geschichte manchmal wiederholt, ist ein Sieg der Pfälzer über die Bayern momentan sehr unwahrscheinlich. Es stimmt, dass die Bayern nicht mit der Erfolgs-Elf aus dem letzten Jahr antreten. Es stimmt, dass die Bayern am ersten Spieltag nicht überzeugen konnten und nur mit viel Glück gewannen. Allerdings bleiben die Bayern die Bayern sind in diesem Spiel der haushohe Favorit. Selbst ein Unentschieden wäre eine Überraschung. Denn auf dem Weg zu einer weiteren deutschen Meisterschaft darf man sich nun mal nicht von einem Aufsteiger bremsen lassen. Da kann die Geschichte so verlaufen sein wie sie will!
Quoten:
1. FC Kaiserslautern: 6,75 @ expekt
Unentschieden: 4,25 @ betsafe
FC Bayern München: 1,50 @ betsson
26. August 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Freitag, den 20. August 2010, kommt es endlich zum heißersehnten Saisonstart der 1. Bundesliga in Deutschland. Mit dem Ex-Meister VfL Wolfsburg und dem amtierenden Champion FC Bayern München treffen zwei vermeintliche Spitzenmannschaften am 1. Spieltag aufeinander. In der Allianz Arena wird am Freitagabend offiziell die Saison 2010/2011 eröffnet.
Eine Saison, die aus Sicht der meisten Trainer in einem grauen Licht steht – zumindest zu Beginn. Denn die Verantwortlichen der Klubs sind alles andere als zufrieden mit der schleppend verlaufenden Vorbereitung ihrer Teams. Durch die Weltmeisterschaft in Südafrika und das folgende unglücklich angsetzte Länderspiel haben viele Vereine ihren Unmut öffentlich kundgetan. Allen voran Louis van Gaal: Der Bayern-Coach hatte mehrfach in der Presse der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass er mit der Vorbereitung seiner Mannschaft alles andere als zufrieden sei. Höhepunkt der Diskussion war das Auflaufen von Bayern München bei einem Vorbereitungsturnier mit einer halben Amateurmannschaft.
Schiedsrichter der Begegnung zwischen dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg ist Throsten Kienhöfer aus Herne. Obgleich die Statistik in anderen Wettbewerben anders aussieht, ist es bemerkenswert, dass Kienhöfer bei 20 Einsätzen im Fußball-Oberhaus in der letzten Saison nicht einen einzigen Spieler vorzeitig zum Duschen schickte.
Anstoß des ersten Spiels der neuen Saison ist um 20:30 Uhr.
FC Bayern München:
Die Bayern starten in die neue Saison wie gewohnt: Als Favorit. Es ist lange her, dass die Favoritenposition des Rekordmeisters nicht nur so daher erzählt wurde und man es sich nur leicht machte, indem man den Schwarzen Peter des Favoriten zu den Bayern schob, sondern die Bayern auch wahrhaftig als unumstrittende Nummer 1 aufgenommen werden. So gibt es bei vielen Wettanbietern wieder die Wettmöglichkeit "Deutscher Meister – ohne Bayern München".
Vor allem liegt das an der grandiiosen Vorsaison der Süddeutschen. Der Sieg in der Meisterschaft, die überragende Vorstellung im Pokal und der Einzug ins Finale der Champions League haben in den nationalen Wettbewerben unheimlichen Eindruck hinterlassen – zu Recht. Zweifelsohne verfügen die Bayern in dieser Spielzeit wieder über den besten Kader der Bundesliga, doch die anfänglichen Verletztungen und besonders die WM im Rücken der Spieler könnten zu Beginn Probleme bergen. So hat Bayern mit Holländern und Deutschen (Müller, Schweinsteiger, van Bommel, Arjen Robben, Philip Lahm) die halbe Startelf bis zum Ende der Weltmeisterschaft im Einsatz gehabt. Die schwere Verletztung von Robben, der wahrscheinlich erst gegen Ende der Hinrunde eingreifen können wird, und die kleineren muskulären Probleme von den beiden Mittelfeld-Strategen, sind die kleinen Mitbringsel, die die Bayern in die neue Saison tragen – und kompensieren müssen.
Ein Einsatz von Olic ist zu Saisonbeginn auch noch nicht geplant. Dementsprechend wird es für die Bayern nicht mit der Erfolgself aus dem letzten Jahr an den Start gehen, obgleich die Münchener weiterhin hervorragend besetzt sind: Vor Butt werden Badstuber, Lahm, Contento und van Buyten agieren. Das Mittelfeld bilden van Bommel, Schweinsteiger, Müller, Kroos und Ribery. Die letzten drei sind für die Offensiv-Aktionen zuständig und müssen Klose im Sturmzentrum in Szene setzen.
VfL Wolfsburg:
Die Ziele des VfL Wolfsburg dürften zwar nicht ganz so hoch wie die des Rekorsmeisters gesteckt sein, doch allzu konservativ darf es die VW-Elf auch nicht angehen lassen. Denn in diesem Jahr hat man wieder kräftig investiert, um sich fußballerisch wieder ganz oben festzusetzen. Mit WM-Star Arne Friedrich konnte man einen hervorragenden Abwehrspieler von Hauptstadt-Absteiger Hertha BSC Berlin verpflichten. Außerdem verpflichtete man Cicero (auch von Hertha BSC Berlin) für das Mittelfeld und Simon Kjaer von US Palermo für die Abwehr. Der danischen Nationalverteidiger wird die Defensive der Niedersachsen unterstützen. In die Zukunft investierte man mit Stürmer Ben Khalifa. Für den 18 jährigen bezhalte der VfL Wolfsburg 1,8 Millionen Euro an die Grashopper Zürich.
Das Ziel der Wolfsburger in dieser Saison sollte ein Position in dem ersten Drittel der Bundesliga sein. Zwar scheint die Verpflichtung von Diego von Juventus Turin geplatzt zu sein, doch auf der anderen Seite konnte man Torschützenkönig Dzeko halten. Sollte Dzeko wieder mit über 20 Toren – letzte Saison 22 – dabei sein, wird sich der Marktwert noch steigern.
Personell kann der neue Trainer Steve McClaren nahezu aus dem vollen schöpfen. Kurzfristig könnte Torwart Benalgio ausfallen, da seine Frau ein Kind erwartet. Die Neuzugänge Friedrich und Kjaer werden in der Innenverteidgung erwartet. Im Mittelfeld könnte es zu einer Überraschung kommen, da Misimovic im Pokal eine schwache Vorstellung abgab, könnte Cicero ihn von Beginn an ersetzen. Abzuwarten bleibt außerdem, ob McClaren mit einem 4-5-1 und Dzeko als einziger Spitze spielen lässt oder in München sogar mit zwei Stürmern angreifen lässt. Beim Gastspiel in München ist eine defensivere Variante zu vermuten.
Fazit:
Aus den schwachen Vorstellungen im Pokal von Wolfsburg und Bayern kann man nicht viel mitnehmen. Jetzt geht der Ernst der Dinge los. Die Bundesliga beginnt, alles ist auf Null gestellt und die Punktejagd ist eröffnet. Zu Beginn einer Saison sollte man mit Prognosen vorsichtig sein. An beiden Mannschaften haften noch viele Fragezeichen, die sich wahrscheinlich erst nach den ersten drei Spieltagen beseitigen lassen werden. In-Play Vorteile einer Mannschaft zu erkennen erscheint als wahrscheinlich, wenn man bedenkt, dass ein Value vor dem Spiel am ersten Spieltag wirklich kompliziert heraus zu filtern sein wird.
Fußballerisch sind die Bayern eingespielter, ob es aber von der Fitness gegen Wolfsburg reicht, ist ebenso fraglich, wie die Eingespieltheit der Wolfsburger Hintermannschaft.
Quoten:
FC Bayern München: 1,63 @ betsson
Unentschieden: 4,00 @ bet365
VfL Wolfsburg: 5,80 @ bwin
20. August 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
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