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Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Jupp Heynckes und Sportwetten im Allgemeinen.
Am Sonntag, den 14. März treffen in der BayArena am Rhein zwei Spitzenmannschaften aus der 1. Bundesliga aufeinander. Beim Spitzenspiel des 26. Spieltags empfängt Bayer 04 Leverkusen den Hamburger SV. Die Werkself belegt momentan den dritten Tabellenplatz, der Hamburger SV rangiert direkt hinter Leverkusen auf dem vieten Platz. Doch wirklich im Nacken sind die Hanseaten den Leverkusenern nicht, denn sieben Punkte Differenz trennen die beiden Teams bereits. Der Hamburger SV meisterte unter der Woche seine Aufgabe in der Europa League und hat an diesem Wochenende Glück, das dieses Spiel für Sonntag angesetzt wurde. Die Wolfsburger, die im Gegensatz zum HSV sogar auswärts in Russland antreten mussten, waren im Vorfeld des Spieltags äußerst entrüstet über die Ansetzung der Begegnungen, da Wolfsburg bereits am Samstag in Mönchengladbach spielen muss.
Schiesdrichter des Duells zwischen Leverkusen und Hamburg ist Deniz Aytekin. Der Betriebswirt aus Bayern griff in seinen neun Bundesligaspielen in dieser Saison noch nicht einmal zu einem Platzverweis. In der 2. Bundesliga und in der 3. Liga schickte Aytekin in acht Spielen vier Spieler früher zum Duschen.
Anstoß des Spiels ist um 17:30 Uhr.
Bayer 04 Leverkusen:
Das Zittern beginnt im Fanblock der Werkself. Man kann im Stadion die Anspannung greifen. Jeder spührt es. Was dem neutralen Fußballfan vielleicht verborgen bleibt, sieht jemand, der die Bundesliga aufmerksam verfolgt, sofort: Leverkusen strauchelt.
Für das zuletzt sieglose Leverkusen ist dieses Spiel, obwohl es von außen wie ein gewöhnliches Spitzenspiel ausschauen mag, wahrscheinlich das wichtigste Spiel der ganzen Saison, denn genau jetzt ist Leverkusen an dem Punkt angelangt, auf den die ganze Fußball-Nation gewartet hat. Genau jetzt kann bei Leverkusen der Knax kommen und der Abwärtsstrudel würde beginnen. Eine enorm wichtige Begegnung für die Leverkusener, da besonders psychologisch viel auf den Spiel steht. Nachdem von einigen schon vermutet wurde, die Werkself sei unter Jupp Heynckes mental stabiler geworden, fürchtet das Fußball-Volk nun wieder das Abrutschen von Bayer – wie in der letzten Spielzeit.
Der sportliche Verfall kann anhand von Zahlen verdeutlicht werden. Alles begann Anfang Februar in Bochum. Leverkusen führte zur Pause und ließ sich vom damals noch stärker abstiegsbedrohten VfL Bochum die Butter vom Brot nehmen. Am Ende stand ein Unentschieden und der Verlust von zwei Punkten für Bayer Leverkusen zu Buche (1:1). Beim folgenden Heimsieg gegen Wolfsburg (2:1) hatte Bayer öfter das Glück auf seiner Seite, denn besonders in den Schlußminuten hatte Wolfsburg freistehend beste Einschußmöglichkeiten, die allesamt vergeben wurden. DIe Konter der Werkself wurden stark ausgespielt, doch absolut indiskutabel abgeschlossen. Auch das Unentschieden in Bremen (2:2) am nächsten Spieltag ist definitiv ein Unentschieden mit Nachgeschmack nach Niederlage. Wieder führte Leverkusen – in diesem Spiel sogar zwei Mal – und wieder konnte Bayer keine drei Punkte mit nach Hause nehmen. In der 90. Minute glich Per Mertesacker aus. Da Bayern München zu diesem Zeitpunkt auch strauchelte (1:1 in Nürnberg), behielt die Werkself die Tabellenführung. Zu Hause gegen Köln folgte eine weitere Enttäuschung (0:0) und in Nürnberg dann die erste Niederlage der Saison (2:3). Die stark abstiegsbedrohten Franken siegten verdient, nachdem Leverkusen erst sehr spät im Spiel seine Klasse zeigte.
Denn diese Klasse ist zweifelsohne vorhanden, doch der Kopf scheint zu blockieren. Trainer Jupp Heynckes ist sicherlich erfahren genug um seiner jungen Mannschaft wieder Stabilität und Sicherheit einzuflösen. Die letzte Saison sollte Warnung genug sein.
Personell wird Jupp Heynckes im defensiven Mittelfeld umstellen müssen, da Reinartz gelbgesperrt ist. Auch in der Offensive ist zu erwarten, dass Barnetta wieder von Beginn an Dampf machen soll. Wer für ihn seinen Platz räumen muss, ist unklar. Aller Voraussicht nach wird Kroos auf der Bank Platz nehmen.
Hamburger SV:
Nicht zu knapp wurde am dem Hamburger SV rumgehauen zu Beginn der Woche. Doch manchmal kann ein schnelllebiges Geschäft auch etwas für sich haben. Das spüren die Hanseaten aktuell besonders. Die Leistung am letzten Wochenende bei Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin war so unterirdisch, dass man eingentlich als Verlierer den Platz hätte verlassen müssen – und das gegen den Tabellenletzten. Als Marcell Jansen beteuerte, es könne nicht immer nur gute Spiele geben, schien das nur ein laues Lüftchen zu sein. Doch am Donnerstag gegen Anderlecht gelang es dem HSV die Kräfte zu bündeln und sich ein komfortables Ergebnis zu erspielen. Der Heimsieg in der Europa League (3:1) ebnet den Weg in die nächste Runde, obgleich das Rückspiel noch aussteht. Allerdings sollte eine solide Leistung in Anderlecht möglich sein, um die Belgier für dieses Jahr zu verabschieden, denn wer in Anderlecht mit zwei Toren Unterschied verliert, hat es definitiv nicht verdient in die nächste Runde vorzudringen.
Betrachtet man lediglich die Bundesligaspiele solle der HSV wieder etwas mehr Ordnung und Linie in seine Resultate bringen. Denn durch das durchschnittliche Auftreten der letzten Wochen ist der Vorsprung auf den sechsten Platz erheblich geschrumpft. Lediglich vier Punkte Abstand zu Werder Bremen sind vom einst deutlich größerem Abstand noch übrig geblieben.
Nur ein Tor konnte der HSV in den letzten drei Spielen erzielen. Außerdem entschieden die Hanseaten nur zwei der letzten sieben Bundesligaspiele für sich. In diesem Jahr gewann der HSV erst drei Bundesligaspiele und hat damit allein in der Rückrunde auf Schalke und Bayern acht Punkte verloren (drei auf Leverkusen).
Besonders die Unentschieden in Köln (3:3), als man bereits mit zwei Toren führte, und zu Hause gegen Frankfurt (0:0), spüren die Norddeutschen in der Tabelle. Mit einem Sieg gegen Leverkusen könnte man der Werkself nahe kommen und die Leverkusener mental auf die schiefe Bahn brinen. Außerdem spielen die Rivalen aus Dortmund (in Bochum) und Bremen (in Hoffenheim) auswärts. Mit einem Punktverlust der Konkurrenten ist durchaus zu rechnen.
Personell wird Ruud van Nistelrooy sehr wahrscheinlich sein Startelf-Debüt in der Bundesliga geben. In der Europa League hatte der Holländer bereits von Beginn an gespielt – und getroffen. Jerome Boateng müsste seine muskulären Probleme, die einen Einsatz unter der Woche unmöglich machten, überwunden haben und von Beginn an eine Außenbahn verteidigen.
Head to Head:
Im Hinspiel gab es in Hamburg ein tristes torloses Unentschieden. Seit April 2006 wartet Leverkusen auf einen Sieg gegen Hamburg in der Bundesliga. In sieben Spielen gewann Hamburg seitdem fünf Mal. Nur im Uefa Cup setzte sich Leverkusen in der Saison 2007/2008 durch. Nur eines der letzten zehn Spiele wurde durch mehr als ein Tor Unterschied entschieden.
Fazit:
Wie angesprochen ist das Spiel von enormer Relevanz im Jahrbuch der Leverkusener, allerdings steht mit dem Hamburger SV ein Gegner ins Haus, der nicht nur gerade einen Triumph in der Europa League feierte, sondern auch einen neuen Topstürmer integriert hat. Das Nervenkostüm der Werkself ist Hamburgs zwölfter Mann, doch Bayer hat es selbst in der Hand diesen früher zum Duschen zu schicken.
Quoten:
Bayer 04 Leverkusen: 2,10 @ unibet
Unentschieden: 3,60 @ betfair
Hamburger SV: 3,85 @ betfair
13. März 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Sonntag, den 21. Februar 2010, treffen sich im Bremer Weserstadion der SV Werder Bremen und Bayer Leverkusen zum Topspiel des 23. Spieltags der 1. Bundesliga. Anstoß ist um 17:30 Uhr. Da unter der Woche gleich vier Mannschaften auf der europäischen Bühne am Donnerstagabend spielen mussten, hat die DFL drei der vier Spiele auf den Sonntag gelegt. Für die Trainer, wie auch für die Spieler, sicherlich eine willkommene Geste. Der Hamburger SV allerdings, wird nicht besonders erfreut sein, da die Hanseaten das einzige Team sind, das am Donnerstagabend und am Samstagnachmittag spielen muss.
Mit Werder Bremen empfängt der Tabellensechste den Tabellenführer aus Leverkusen. Für beide geht es tabellarisch um viel. Sehr viel.
SV Werder Bremen:
Mit 34 Punkten rangiert Werder Bremen auf dem sechsten Tabellenplatz. Nur noch zwei Punkte trennen die Bremer, denen vor zwei Wochen noch jeder den Abrutsch ins graue Mittelfeld der Bundesliga prophezeit hatte, vom Europa League Platz. Durch die letzten beiden Niederlagen von Borussia Dortmund und den Bremer Siegen gegen Berlin (2:1) und in Hannover (5:1), haben die Norddeutschen die uneinholbaren acht Punkte Differenz auf magere zwei Punkte schrumpfen lassen. Mit 44 Toren stellt Bremen den drittbesten Sturm der Liga. Nur Bayern München und Bayer Leverkusen (beide 48) treffen häufiger. Defensiv sind die Bremer zu Beginn der Saison deutlich besser organisiert gewesen als das jetzt der Fall ist. Trotzdem stehen für die Norddeutschen nur 26 Gegentore zu Buche. Das ist der sechstbeste Wert der Bundesliga. Die beste Abwehr stellt Schalke 04 (15).
Auf europäischer Bühne gab es am Donnerstag einen kleinen Dämpfer. Sicherlich ist die Auswärtsniederlage bei Twente Enschede (0:1) kein Beinbruch und bedeutet auch keinenfalls das sichere Ausscheiden, doch konnten die Bremer in diesem Spiel nicht an die guten Leistungen aus den Vorwochen anknüpfen.
Im DFB Pokal gelang Werder mit einem Sieg gegen Hoffenheim (2:1) der Einzug ins Halbfinale. Alles in allem scheint es wieder aufwärts zu gehen bei der Truppe von Trainer Thomas Schaaf. Wie lange das so bleibt und ob das auch gegen Mannschaften eines höheren Niveaus zu halten ist, wird dieses Spiel gnadenlos aufzeigen. Denn Bayer Leverkusen ist mit Sicherheit eher Twente Enschede als Hertha BSC Berlin, Hannover 96 oder Hoffenheim.
Bayer Leverkusen:
Nach der Niederlage des FC Barcelona am letzten Wochenende bei Atletico Madrid (1:2), ist Bayer Leverkusen nun die einzige Mannschaft der europäischen Top-Ligen, die immer noch ungeschlagen ist. Nach 22 Spielen hat die Wekrself zwar schon neun Mal Unentschieden gespielt, allerdings auch schon beachtliche 13 Siege eingefahren. Punktgleich mit dem FC Bayern München führen die Leverkusener momentan die Tabelle an. Aktuell gelingt es der Mannschaft von Jupp Heynckes die Fehler der vergangenen Jahre zu vermeiden. In den letzten Spielzeiten präsentierte sich Bayer in der Hinrunde immer stark, knickte in der Rückrunde aber dann ein. Die allgemeine Meinung der Experten der schreibenden Zunft ist, dass Leverkusen zurückfällt sobald die Bayern einmal an ihnen vorbeigezogen sind. Das könnte an diesem Spieltag der Fall sein, da Bayern ein deutlich leichteres Auswärtsspiel (in Nürnberg) als Leverkusen hat.
Die Leverkusener mussten (dank ihres Einbruchs gegen Ende der letzten Saison) unter der Woche nicht in der Europa League ran. Aus den bisherigen fünf Spielen im neuen Jahr holte Bayer bei vier Siegen und einem Unentschieden 17 Punkte. Nach Siegen gegen Mainz (4:2), in Hoffenheim (3:0) und gegen Freiburg (3:1), spielte man Unentschieden in Bochum (1:1). Am letzten Spieltag gewann Bayer Leverkusen gegen Wolfsburg zu Hause (2:1). Allerdings hätte es Leverkusen in diesem Spiel beinahe erwischt, denn die Werkself musste, aufgrund der miserablen Chancenverwertung, arg zittern.
Von Vorteil wird sein, dass man gegen Bremen sicherlich wieder viele Chancen erspielen kann. Allerdings müssen diese dann genutzt werden, den Werder zeigt sich im Weserstadion meist torhungrig.
Head to Head:
Drei der letzten vier Spiele zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen im Weserstadion endeten mit mindestens drei Toren. Die sonst so offensivstarken Mannschaften spielten allerdings zuletzt eher defensiv gegeneinander. Sowohl im Pokal Finale des letzten Jahres (1:0 für Bremen), als auch im Hinspiel (0:0) sparten beide Teams mit Toren. Wettbewerbsübergreifend konnte Leverkusen nur eines der letzten zehn Aufeinandertreffen mit Werder Bremen für sich entscheiden - das letzte Spiel im Weserstadion.
Fazit:
Es gibt Spiele in der Bundesliga, an denen möchte man am liebsten Live teilnehmen. Spiele, bei denen sich ein Stadionbesuch lohnt. Eigentlich ist ein Spiel zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen ein fußballerisches Spektakel. Ob viele Tore fallen, steht auf einem anderen Papier, aber an Attraktivität sollte es der Begegnung nicht fehlen. Problematisch könnte es nur werden, wenn beide Trainer das erkannt haben und ihre Mannschaften dementsprechend bedacht und konservativ einstellen.
Quoten:
SV Werder Bremen: 2,25 @ bet365
Unentschieden: 3,30 @ betsafe
Bayer Leverkusen: 3,40 @ expekt
20. Februar 2010 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Sonntag, den 22. November, steigt, wenn Bayer Leverkusen um 15:30 Uhr beim FC Bayern München gastiert, in der Allianz Arena das Topspiel des 13. Spieltags der 1. Bundesliga. Die Terminierung ist mehr als unglücklich und mit dem ersten Spieltag, an dem das interessanteste Spiel um 15:30 Uhr am Sonntag angepfiffen wird, wird das Ausmaß der Spieltagsreform erst richtig deutlich. Denn normalerweise würden tausende Amateur Fußballer dieses brisante Duell zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München nicht mitbekommen, wenn an diesem Wochenenden nicht glücklicherweise lediglich einige Nachholspiele und wenige Pokalspiele ausgetragen würden. Der Ligaspielbetrieb hat in den meisten Ebenen und Unterverbänden Pause.
Schlußendlich werden sich genug Zuschauer finden, um die Arena zu füllen und dem Spiel die entsprechende Atmosphäre zu geben. Gespannt darf man auf eventuelle Fanaktionen der Münchener Gruppierungen bezüglich der Brisanz van Gaal – Heynckes sein. Außerdem werden am ersten Spieltag nach dem Tod von Robert Enke sicherlich überregionale Aktionen in den Stadien geplant sein. Diese sind dann schon am Samstag zu sehen.
FC Bayern München:
An diesem Spieltag werden die Münchener Bayern mit einer bitteren Wahrheit konfrontiert: Jupp Heynckes. Der Leverkusener Trainer hatte am Ende der letzten Saison bei den Münchenern "ausgeholfen" und den Karren zumindest ein wenig aus dem Dreck gezogen. In der Abschlusstabelle erreichten die Bayern einen respektabelen zweiten Platz und mit der Champions League Qualifikation war das Minimalziel doch noch erreicht worden. Heynckes hatte Blut geleckt und wurde dann in Leverkusen Cheftrainer. Von der Tabellenspitze grüßend kommt Heynckes nun nach München zurück. Er kommt in eine Allianz Arena, die sich nach einem Trainer wie ihm sehnt, die mitansehen muss wie Heynckes Erster ist und wie Hitzfeld zur WM fährt – nur mit Louis van Gaal läuft es nicht.
DIe Bayern befinden sich am Abgrund. Mit dem Rücken der Wand oder vielleicht auch nur noch mit einem Fuß auf der Klippe. Jede weitere Niederlage könnte zu einer Münchener Revolution führen. Luca Toni begann unter der Woche schon mit einem verbalen Kleinaufstand. Der Italiener ist unzufrieden, obgleich die Medien die Auseinandersetztung gekonnt hochkochten.
Fußballerisch sieht es für die Bayern kein Stück besser aus als vor den letzten blamablen Auftritten. Nur ein Tor gelang den Münchenern in ihren letzten drei Spielen. In fünf der letzten zehn Spiele blieben die Bayern ohne Torerfolg.
Personell steht hinter Luca Toni nach seiner Kritik ein Fragezeichen. Die Fitnessstände von Robben und Olic sind zu dem nicht klar. Besonders die Knieverletzung von Robben lässt es nur schwieirig einschätzen, ob der Holländer länger als eine halbe Stunde einsetzbar ist.
Bayer Leverkusen:
Der Tabellenführer aus Leverkusen spielt wie in den letzten Jahren auch eine starke Hinrunde. Ein wenig liegt die klare Führung – momentan drei Punkte vor Rang zwei – an den günstigen Resultaten den anderen, trotz der Leverkusener Remis-Serie, aber im Allgemeinen scheinen es die Leverkusener dieses Jahr ernster zu meinen als in den Jahren zuvor. Das Spiel wirkt unter Jupp Heynckes seriöser und reifer. Die Spielanlage ist etwas mehr aufs Resultat aus und etwas weniger auf die Attraktivität. Auch so sind die Spiele mit Leverkusener Beteiligung häufig das Hinschauen wert. Immerhin fielen in drei der letzten fünf Ligaspielen der Werkself vier Tore. Als einzige Mannschaft der Liga sind die Leverkusener noch unbesiegt. Mit sieben Siegen und fünf Unentschieden gelang Jupp Heynckes ein Traumstart in diese Spielzeit. Trotz schwieriger Auswärtsspiele in Hamburg und Schalke konnte die weiße Weste gewahrt werden.
Juppe Heynckes kann beim Spiel in der Allianz Arena auf die Sieger-Elf vom Frankfurt Spiel zurückgreifen und seine Nummer Eins, Rene Adler, wird wieder an Bord sein. Traditionell gewinnen die Leverkusener (gefühlt) seit Ulf Kirsten nicht mehr in oder gegen München. Im März diesen Jahres konnte man die Bayern aus dem DFB Pokal schmeißen. Aber in der Liga setzte es zwei Niederlagen (0:2 zu Hause und 0:3 in München).
Fazit:
Für manche Analysten sind Statistiken belanglos für andere sind sie Gold wert. Dieses Spiel stellt beide Modelle auf die Probe, denn statistisch gesehen hat Leverkusen gegen Bayern nichts zu melden. Allerdings gehört nicht viel dazu zu erkennen, dass die Werkself momentan deutlich gefestigter auftritt als die Bayern und als Mannschaft um einiges besser funktioniert. Sicherlich findet man auch dafür eine Statistik…
Quoten:
FC Bayern München: 1,90 @ unibet
Unentschieden: 3,60 @ betsafe
Bayer Leverkusen: 4,45 @ expekt
20. November 2009 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Wenn die Bundesliga nach einer Länderspielpause wieder anfängt, dann hat das immer etwas von einem Neubeginn. Mit mehr Vorfreude als sonst darf der 9. Spieltag der 1. Bundesliga erwartet werden: Es stehen zwei Topspiele an. Zwar handelt sich nur bei einem der beiden um ein fußballerisches Spitzenspiel, allerdings befinden sich dramaturgisch gesehen beide auf hohem Niveau.
Am Samstagabend um 18:30 empfängt der Hamburger SV den punktgleichen Tabellenführer aus Leverkusen. Beide Teams trennt lediglich ein Tor in der Differenz. Etwas früher, um 15:30, kommt es am anderen Ende der Tabelle zu einem Duell, von dem sich beide Mannschaften lieber fern gehalten hätten. Die Begegnung Nürnberg gegen Berlin läutet den Abstiegskampf ein. Ein weiteres Spiel von überdruschnittlicher Brisanz ist das kleine Ruhrderby zwischen Bochum und Dortmund im Westfalenstadion.
Hamburger SV:
Alte Fußballwahrheiten haben halt doch ihren wahren Kern. So simpel, stupide oder nichtssagend sie manchmal klingen möchten, sie beweisen doch immer wieder aufs Neue, dass sie den Sport mit dem Lederball am besten zu charakterisieren im Stande sind. Zuletzt zeigte dies der Hamburger SV als er sich in einer tiefen Krise befand. Was ist bekanntlich das beste Mittel gegen handfeste Krisen? Ein Heimspiel gegen Bayern München. Denn, wenn man in allen Wettbewerben versagt hat und gegen das moderate Rapid Wien untergeht (0:3), in Frankfurt nur einen Punkt holt (1:1), um in der selben Woche gegen den VfL Osnabrück aus dem DFB Pokal auszuscheiden (3:3 n. E), braucht es nun einmal ein Heimspiel gegen den Rekordmeister. Das "leichteste Spiel des Jahres" wird dann leichtfüßig gewonnen (1:0) und auch schwächelnden Größen (Ze Roberto) finden zu alter Stärke zurück. Dem Hamburger SV ist dies eindrucksvoll gelungen. Aus diesem Sieg konnte neues Selbstvertrauen geschöpft werden und nach Siegen gegen Tel Aviv (4:2, Europa League) und in Berlin (3:1) haben es sich die Hamburger wieder einreden können eine Spitzenmannschaft zu sein. Ob zu alter Stärke zurückgefunden wurde, sei einmal dahin gestellt, aber zumindest befindet man sich mit 20 Punkten aus acht Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze wieder. Interessant wird es, zu beobachten, ob Bruno Labbadia sein System angleicht, um gegen sein altes Team besser eingestellt zu sein. Sollte er beim bewährten 4-4-2 bleiben, ist zu erwarten, dass Ejero Elia wieder von Anfang an dabei ist.
Bayer Leverkusen:
Da sich Leverkusen die schwächsten Saisonleistungen bisher dosiert für den DFB Pokal aufgehoben hat, ist die Werkself in der Bundesliga von Beginn an vorne weg marschiert. Die einzigen Flecken auf der reinen Leverkusener Weste hat man sich in Babelsberg (1:0 in der 1. Runde des DFB Pokals) und in Kaiserslautern (1:2 in der 2. Runde des DFB Pokals) abgeholt. Einem unglücklichen Unentschieden zum Start in Mainz ließen die Leverkusener überzeugende Siege gegen Hoffenheim (1:0) und in Freiburg (5:0) folgen. Auch gegen Bochum spielte man nur auf ein Tor (2:1). Die Mannschaft von Jupp Heynckes lieferte im Folgenden eine Gala-Vorstellung beim Deutschen Meister in Wolfsburg ab (3:2). Zu Hause gegen Bremen spielte man Unentschieden (0:0). In Köln wurde im Stile einer Spitzenmannschaft gewonnen (1:0). Gleiches gilt für das Heimspiel gegen Nürnberg (4:0).
Bayer Leverkusen stellt mit Stefan Kießling den besten Torschützen der Bundesliga (sechs Treffer), mit Rene Adler den besten Torwart (fünf Gegentore in acht Spielen, wie auch Manuel Neuer von Schalke 04) und führt mit Hamburg zusammen die Formtabelle (letzten 6 Spiele) an. Leverkusen ist die beste Auswärtsmannschaft der Bundesliga (drei Siege, ein Remis mit 11:4 Toren).
Personell wird sich in der Levekusener Startelf kaum etwas ändern. Es ist zu erwarten, dass Kroos von Beginn an aufläuft. Wahrscheinlich muss Renato Augusto seinen Mittelfeldplatz räumen. Je nach Spielverlauf erscheint eine Einwechslung von Gekas als sehr wahrscheinlich, da dieser in den beiden Länderspielen für Griechenland fünf Tore erzielte.
Fazit:
Ein Spitzenspiel zwischen zwei Mannschaften, denen man es zwar zugetraut, aber nicht wirklich erwartet hätte, die Tabellenführung unter sich auszumachen. Obgleich die Leverkusener Spieler bessere Erfahrungen in der Länderspielpause hatten (Adler, Kießling, Gekas, Derdiyok, Barnetta) als die Hamburger (Trochowski, Petric, Berg), sind die Seiten mental sowie fußballerisch auf Augenhöhe. Leverkusen präsentierte sich bei ähnlichen Bedingungen in Wolfsburg stark, Hamburg konnte gegen München zu Hause bei ähnlichen Vorzeichen gewinnen. Inwiefern kennt Bruno Labbadia seine alten Mannen noch?
Quoten:
Hamburger SV: 2,30 @ unibet
Unentschieden: 3,40 @ bet365
Bayer Leverkusen: 3,50 @ betsson
15. Oktober 2009 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Am Sonntagabend um 17:30 Uhr treffen in der neu renovierten BayArena mit Bayer Leverkusen und Werder Bremen zwei Mannschaften mit hohen Zielen aufeinander. Werder Bremen will nach der verkorksten letzten Bundesliga Saison auch in der Liga wieder angreifen. Die Ansprüche Leverkusens ergeben sich vor allem aus dem fulminanten Saisonstart.
Die Politik der DFL eher unattraktive Spiele auf den ungeliebten verzerrten Sonntag zu legen, um massiven Fanprotesten langfristig aus dem Weg zu gehen, sieht sich europäischem Gegenwind ausgesetzt. Da die Spitzenteams der Liga in der Regel unter der Woche unterwegs sind, steht ihnen das Recht zu, so lange wie möglich regenerieren zu können. Daher werden vermeintliche Spitzenspiele häufiger Sonntagnachmittags gezeigt werden. Vermutlich genau dann, wenn Fußballdeutschland in den Kreisligen dieses Landes selber vor den Lederball tritt.
Dies ist an diesem Wochenende im Fall von Weder Bremen eingetreten.
Bayer Leverkusen:
Kurzfristiges Resultat des hervorragenden Saisonstarts war die Tabellenführung nach dem vierten Spieltag. Obgleich die Hamburger diesen Platz durch das bessere Torverhältnis am letzten Wochenende eroberten, liegt Leverkusen voll auf Kurs. Die despektierlich als "alte Schule" bezeichnete Spielweise von Trainer Jupp Heynckes, wird zwar hin und wieder vom Boulevard verspottet, trägt aber saftige Früchte.
Am ersten Spieltag befürchteten die meisten schon das ewige Leverkusener Bild: Toll gespielt und trotzdem nicht gewonnen. Leichtfertig, aber auch durch gütige "Mithilfe" des Schiedsrichter-Gespanns, verschenkten die Leverkusener zwei Punkte in Mainz (2:2; Derdiyok, Kießling,). Im ersten kleinen Spitzenspiel dominierte die Werkself den Gast aus Hoffenheim nach Belieben und wurde folgerichtig mit drei Punkten belohnt (1:0; Kießling). Noch war niemand wirklich auf die Stärke der Heynckes-Elf aufmerksam geworden. Dies änderte sich binnen 90 Minuten in Freiburg. Nach schwacher Anfangsphase nutze man die zweite Torchance zur Führung und überrollte den unerfahrenen Aufsteiger in der restlichen Spielzeit (5:0; Kießling, 2x Barnetta, 2x Derdiyok). Beim Arbeitssieg gegen den VfL Bochum überzeugte die Mannschaft mit Leidenschaft und Charakter, als es gelang einen Rückstand umzubiegen (2:1; Friedrich, Kießling). Die absolute Feuertaufe überstand Leverkusen beim Deutschen Meister. In Wolfsburg führte die Werkself begünstigt durch eine Rote Karte für Benalgio bereits nach einer Stunde mit drei Toren Vorsprung. Als durch Derdiyoks Gelb-Rote Karte wieder die gleiche Anzahl an Spielern auf beiden Seiten unterwegs war, wurden die Wolfsburger zunehmend besser und konnten bis auf 2:3 verkürzen (Tore für Leverkusen: 2x Rolfes, Kießling). Die drei Punkte gingen jedoch letztendlich an Leverkusen.
Personell überzeugen in einer starken Mannschaft vor allem Rene Adler, Simon Rolfes und Stefan Kießling. Diese deutsche Achse im Leverkusener Spiel knüpft nahtlos an die Leistungen aus der Hinrunde der letzten Saison an. In der Öffentlichkeit wurde mit Überraschung zur Kenntnis genommen, dass von diesen drei Leistunsträgern, einer in der Nationalmannschaft konsequent vernachlässigt wird: Stefan Kießling. Trotz einer Torquote von 100% nominierte Joachim Löw lieber Cacau vom VfB Stuttgart.
Gegen Bremen müssen die Leverkusener auf Kießlings Sturmpartner Eren Derdiyok (gelb-Rot in Wolfsburg) verzichten. Für ihn rückt aller Voraussicht nach Theofanis Gekas in die Startelf.
Der vielleicht größte Vorteil, den Leverkusen - unfreiwillig – in dieser Saison inne hat, ist, dass sie in Europa nicht vertreten sind und deshalb unter der Woche keine weiten Reisen nach Südwest-Portugal unternehmen müssen.
Werder Bremen:
Eben diese Reise musste die Bremer am Donnerstagabend in der UEFA Europa League hinnehmen, um zum portugiesichen Vertreter von der Insel Madeira zu gelangen. Immerhin gelang gegen Nacional Funchal ein 3:2 Auswärtssieg, der den Bremern in der Gruppenphase einen guten Start beschert hat. Obwohl die Portugiesen die zwei Tore Führung der Bremer auf unerklärlische Weise – zwei Standartsituationen führten zu den Torerfolgen – ausgleichen konnten, freuten sich die Werderaner am Ende über drei Punkte. Den Unterschied machte Claudio Pizarro, der wieder einmal auf europäischer Bühne seine Klasse unter Beweis stellte. Der bayrische unbedingte Siegeswille ist von Stefan Effenberg und Oliver Kahn auf den Peruaner abgefärbt. Gepaart mit südamerikanischem Spielwitz und fußballerischer Spielintelligenz wird Claudio Pizarro nach dem Weggang von Diego der Schlüssel zum Bremer Erfolg werden – wenn er das nicht schon ist.
In der Bundesliga haben sich die Bremer nach durchwachsenem Start wieder gefangen. Die Auftaktpleite gegen Frankfurt (2:3; Özil, Sanogo) offenbarte riesige Lücken in der Defensive. Das Unentschieden in München (1:1; Özil), der Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach (3:0; 2x Pizarro, Naldo) und der Auswärtserfolg in Berlin (2:3; Özil, Borowski, Naldo) ebneten den Weg in das obere Tabellendrittel. Einzig das torlose Unentschieden gegen Hannover enttäuschte die Bremer Anhänger. Neben Bayern München befinden sich die Norddeutschen auf Platz 6.
Ob Özil wieder einsetzbar ist erscheint fraglich, da er beim Europa League Auftakt nicht im Kader war. Anhaltende Knieprobleme verhinderten einen Einsatz des Mittelfeldorganisators.
Fazit:
Leverkusen hat seine Klasse schon zur Genüge unter Beweis gestellt und kann mit breiter Brust in das Duell mit Werder Bremen gehen. Die Mannschaft von der Weser allerdings hatte bereits zwei Durchhänger in dieser Saison und konnte Erfolge nur gegen schwache Gladbacher oder kriselnde Bayern/Berliner verbuchen. Auch gegen das mittelmässife Nacional Funchal taten sich die Werderaner schwerer als erhofft. Für die Bremer spricht vor allem der direkte Vergleich: Leverkusen konnte keines der letzten fünf Heimspiele gegen Bremen gewinnen.
Quoten:
Bayer Leverkusen: 2,35 @ expekt
Unentschieden: 3,60 @ eurobet
Werder Bremen: 3,20 @ eurobet
18. September 2009 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Kaum war die Saison zu Ende gespielt, da ging es auch schon Schlag auf Schlag. Dass Felix Magath auf die Wolfsburger Champions-League-Teilnahme verzichten würde, um sich fortan mit den königsblauen Knappen im nationalen Geschäft herumzuschlagen, war bereits vor dem Bundesliga-Kehraus bekannt geworden. Schnell machte auch die Nachricht, dass Armin Veh, einstmals Meister mit dem VfB Stuttgart, Magaths Nachfolge antreten würde, die Runde. Doch es sollte nicht der einzige Trainerwechsel bleiben.
Vollkommen überraschend – zumindest für das Gros der Fans – zog es den Hamburger Übungsleiter Martin Jol zurück in seine Heimat, wo er Rekordmeister Ajax Amsterdam zu alter Stärke zurück verhelfen soll. Dies war ihm auch bei den Hanseaten durchaus gelungen. Lediglich im Zieleinlauf ging den Nordlichtern ein wenig die Puste aus. In den Halbfinalspielen des UEFA- und DFB-Pokals bedeutete das Aufeinandertreffen mit dem Lokal- und Erzrivalen Werder Bremen jeweils die Endstation. Auch Meisterschaftsambitionen in der Bundesliga mussten schließlich ad acta gelegt werden. Durch Trochowskis Abseitstor zum 3:2-Sieg gegen Eintracht Frankfurt stand am Ende wenigstens Bundesliga-Platz fünf zu Buche, der zum Einzug in die neu formierte Euro League berechtigt. Der Abgang des sympathisch-knurrigen Niederländers Jol war das Resultat eines vereinsinternen Gerangels um höhere Kompetenzfüllen und eine mutigere Transferpolitik.
Ein Nachfolger für Jol war dann tatsächlich auch schnell gefunden. Bruno Labbadia wird den Job übernehmen. Der ehemalige Nationalstürmer hatte versucht, sich aus seinem laufenden Vertrag bei Bayer Leverkusen herauszuekeln. Doch weil die Bayer-Führungsetage um Wolfgang Holzhäuser und Rudi Völler zunächst standhaft blieb, sprang am Ende wenigstens eine kleine Aufwandsentschädigung um die eine Million Euro heraus – etwa der Betrag also, der den Hamburgern aus Amsterdam als Ablösesumme für Martin Jol überwiesen wurde.
Auch die Leverkusener fackelten nicht lange und zogen ihrerseits ein Trainerass aus dem Ärmel. Jupp Heynckes soll die Werkself in den kommenden zwei Spielzeiten in das internationale Geschäft führen. Zuletzt hatte der 64-Jährige das Münchener Klinsmann-Experiment noch zu einem einigermaßen guten Ende geführt und mit Platz zwei einen Champions-League-Platz erreicht. Eine ideale Qualifikation also für den ewigen Zweiten Bayer Leverkusen. Mit der diesjährigen DFB-Finalniederlage gegen Werder Bremen konnten die Leverkusener ihrer Vereinsbilanz einen weiteren Trostplatz hinzufügen. Vielleicht gelingt es den Pharmajungs ja unter Heynckes, das Image als „Bayer Vizekusen“ abzulegen.
Mit einem Trostplatz werden sich die Münchener Bayern in der kommenden Saison indes nicht mehr zufrieden geben. Übungsleiter Louis van Gaal ist dabei, die Mannschaft radikal umzustrukturieren. Einst hatte van Gaal den FC Barcelona mit zahlreichen Spielern aus seiner Heimat verstärkt und somit zu einem zweiten niederländischen Nationalteam umgeformt – hierbei allerdings unter anderem zwei Mal den spanischen Meistertitel geholt. Ob mit oder ohne Franck Ribéry – die Chancen der Münchener, am Ende ganz oben zu rangieren, dürften gut stehen.
Einer, der den FC Bayern verlässt, um sein Glück bei seinen Kölner Geißböcken zu suchen, ist Lukas Podolski. Dort wird er allerdings nicht mehr auf Christoph Daum treffen. Denn ihn zog es überraschend zurück zu Fenerbahce Istanbul. Damit konnte nun wahrlich niemand rechnen. Aber sind wir einmal ehrlich: In der Türkei bei sommerlichen Temperaturen wie ein Fußballgott verehrt zu werden und dabei jährlich geschätzte dreieinhalb Millionen Euro netto einzustreichen anstatt in der Domstadt um die goldene Ananas zu spielen – manch einer hätte sich wohl ähnlich entschieden.
Für Fenerbahces Lokalrivalen Galatasaray war bis zum Mai letzten Jahres noch Michael Skibbe verantwortlich. Er nimmt nun den umgekehrten Weg und wird neuer Trainer der Frankfurter Eintracht, deren Fans Friedhelm Funkel endgültig verjagt haben und mit ihrer Eintracht nun vermutlich wenig einträchtig mit neuem Trainerblut in alter Mittelmäßigkeit verharren werden.
Apropos Mittelmäßigkeit: Dass man für Fehlleistungen durchaus auch belohnt werden kann, bewies einmal mehr Michael Frontzeck. Hatte er einst bereits Alemannia Aachen nicht vor dem Erstliga-Abstieg bewahren können, musste er nun auch mit Arminia Bielefeld den Gang in das Fußball-Unterhaus antreten. Doch Halt: Frontzeck wurde am vorletzten Spieltag nach einer 0:6-Klatsche in Dortmund entlassen. Dumm da stand am Ende die Ein-Spiel-Interimslösung Jörg Berger. Nun darf Frontzeck den unter Hans Meyer gerade noch vor dem Abstieg geretteten Traditionsverein VfL Borussia Mönchengladbach zugrunde richten.
Viele Personalentscheidungen sind also bereits gefallen. Fragt sich eigentlich nur noch, wann der Ex-Schalker Mirko Slomka wieder auf der Bundesliga-Bühne auftauchen wird. Aber warten wir ab: Das Trainerkarussell dürfte sich noch lange nicht zu Ende gedreht haben.
8. Juni 2009 / Andree - Kategorie:
Fussball-News
Jupp Heynckes wird Bayer-Coach
Der 64-jährige wurde überraschend am Freitagabend nach mündlicher Absprache als neuer Trainer des Bayer Leverkusen präsentiert. Nach dem Heynckes bei München sich als Teilzeittrainer versuchte, entfachte dies nach seinem Angaben neuen Mut für weitere Aufgaben. Eine Sitzung der Gesellschafter kam zum Entschluss nach Zusage von Heynckes diesen bis 30. Juni 2011 unter Vertrag zu nehmen. Das Bayer-Aufsichtsgremium erteilte dabei dem bisherigen Coach Bruno Labbadia die Freigabe zum Ligakontrahenten HSV zu wechseln. Dieser soll Martin Jol ersetzten, welcher völlig überraschend den laufenden Kontrakt mit dem HSV auflöste und zu Ajax Amsterdam wechselte. Nach eingehender Beratung des Klub-Vorstandes von Bayer wurde nach Wunsch von Labbadia der Vertrag gekündigt um den Wechsel zu den Hanseaten perfekt zu machen. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser ging allerdings nach eingehenden Gesprächen von einem Verleib von Bruno aus dieser wollte allerdings nach erwägung aller Apsekte einen Neuanfang.
Der Weg für Heynckes ist nun frei, die kommenden Aufgaben bei Leverkusen soll in der kommenden Saison das erreichen eines Internationalen Startplatzes sein. Vor allem die Erfarhung spricht für den sehr autoritären Trainer der die junge Mannschaft langfristig auf die Erfolgspur führen soll. Ein ambitionierter Trainer Heynckes hat vor allem nach dem 4 wöchigen Auftritt beim "FC Hollywood" wieder neue Motivation für höhere Aufgaben gefunden. Dieser meinte zu seiner neuen Anlaufstelle:" Ich kenne die meisten Spieler gut und die Herausforderung, diese junge und sehr talentierte Mannschaft wieder ins internationale Geschäft zurückzuführen, reizt mich sehr. Ich sehe große Potzenzial". Spekuliert wird derzeit um eine vereinbarte Ablösesumme von 1,3 Millionen die an den HSV überwießen werden sollte.
6. Juni 2009 / lukas - Kategorie:
Sport-News
Die Bayern haben den Titel abgehackt. Jetzt wollen sie auch Mario Gomez nicht mehr kaufen, obwohl dieser perfekt in ihre "Rivalen-schwächende" Einkaufspolitik passt. Nur Herr Klinsmann hat ein wenig lamentiert. Selten war es so ruhig um die Bayern, wenn am letzten Spieltag noch der Meistertitel möglich war. Nicht nur geben die Bayern keinen Ton von sich, sogar der Rivale geht psychologisch in die Offensive und betonnt in Person von Jens Lehmann, dass die Bayern viel zu viel Schiedsrichter-Hilfe erhalten hätten. Gewohnt immer schon vorher sicherer Meister zu sein, haben es die Münchener nun nicht mehr in der Hand. Außerdem spielt Wolfsburg zu Hause (15 Siege, ein Unentschieden in der heimischen Arena) gegen verunsicherte Bremer, die, im Zuge des Pokalfinales nächste Woche, mit einer B-Elf antreten werden und gerade im Uefa-Cup Finale den Kürzeren gezogen haben. Sollten die Wölfe den Titel in den Händen halten zahlen die Buchmacher kaum etwas (Vfl Wolfsburg Meister @1,13), im Falle einer Münchener Auferstehung ist eine 10,00 Quote möglich. Das Stuttgarter Wunder wird mit 26,00 Quoten bestückt.
FC Bayern München:
Normalerweise ist ein Heimspiel des Rekordmeisters eine sichere Kiste. Mal sind die Gegner stärker, die Namen größer, aber nach 90 Minuten, und nicht selten in der Nachspielzeit, haben die Münchener das Spiel für sich gerade gerückt. Diese Saison ist das anders. Die Bayern stehen in der Heimtabelle - auch noch nach dem 34. Spieltag – auf Platz 5. Nicht wirklich meisterlich sind die drei Heimniederlagen (gegen Bremen 2:5, 20.09; gegen Köln 1:2, 21.02; gegen Schalke 04 0:1, 25.04) und zwei Unentschieden gegen Hamburg (2:2, 15.08) und Bochum (3:3, 04.10), bei denen jeweils zwei Tore Vorsprung nicht zum Sieg reichten (Bayern spielt nur Remis nach Halbzeitführung @19,00).
In der Tabelle müssen sich die Bayern hüten nicht den Super-Gau zu erleben. Sollten sie gegen den VfB Stuttgart verlieren und gleichzeitig die Berliner Hertha beim absteigsbedrohten Karlsruher SC gewinnen, wird die Saison auf einem bitteren vierten Platz enden.
Trainer Jupp Heynckes kann personel im Angriff wieder aus dem Vollen schöpfen. Zu erwarten ist, dass er mit Luca Toni (to score @2,00) und Lukas Podolski (to score @2,50) anfangen und im Laufe des Spiels den wieder genesenden Miroslav Klose (to score @2,50) einwechseln wird. Von enormer Relevanz ist die Tagesform von Martin Demichelis, der vermutlich mit Lucio die Innenverteidigung stellen wird. Der Argentinier wirkte zuletzt selten souverän. Mario Gomez wird ihm eine Topleistung abverlangen.
VfB Stuttgart:
Selbst wenn es am Ende nicht für die ganz große Nummer reicht. Wie sich die Schwaben an die Tabellenspitze gekickt haben und jetzt sicher im Uefa Cup stehen ist aller Ehren wert. Nach einer empfindliche 4:0 Niederlage in Bremen, Mitte März, hat man die Wende eingeleitet. In einem malerischen Endspurt gewannen die Stuttgarter acht der letzten neun Spiele. Lediglich in Bielefeld wurde gegen die Arminia ein – glückliches – 2:2 errungen. Zu Hause wurden mit Berlin (2:0, 21.03), Hamburg (1:0, 12.04) und Wolfsburg (09.05) direkte Konkurrenten besiegt.
Obgleich bei Mario Gomez die Muskeln nicht mehr ganz so viel Belastung aushalten, hat Trainer Markus Babbel bereits angekündigt, dass dieser am 34. Spieltag fit gespritzt wird. Das Sturmduo Mario Gomez (to score @3,00) und der baldige deutsche Nationalspieler Cacau (to score @3,75) werden besonders Martin Demichelis im Abwehrzentrum beschäftigen müssen. Über ihn oder einen eventuell auflaufenden Christian Lell kann die schwäbische Offensive zum Erfolg finden.
Sicherlich sind die Stuttgarter nicht auswärtsschwach. Allerdings haben sie gegen die "Großen der Liga" in dieser Saison nichts holen können. In Wolfsburg (1:4, 22.11), bei Hertha BSC Berlin (1:2, 18.10), in Dortmund (0:3, 27.09) sowie in der Hansestadt gegen Hamburg (0:2, 29.10) zeigten sich die Schwaben zahm und waren ein freundlicher Gast. Alle Spiele datieren aus der Hinrunde, realtivieren jedoch die Auswärtsleistungen der Schwaben.
Head to Head:
Unvergessen ist das 5:1 in Stuttgart im DFB Pokal mit dem die Bayern Anfang des Jahres sämtliche Zweifel, die auf eine schwache Rückrunde hindeuteten, verwischten. Schon zum Pausentee führten die Bayern mit 3:0. Wie man jetzt weiß, war das nur eine Momentaufnahme. Das Hinspiel konnte keine der beiden Mannschaften für sich entscheiden (2:2, 13.12). Der VfB erkämpfte sich vor heimischer Kulisse durch einen Doppelpack von Sami Khedira (44. und 90.) das Unentschieden. Massimo Oddo sah in der 85. die Rote Karte. Im November 2007 gewannen die Stuttgarter das letzte Mal gegen Bayern (3:1). Der jüngste Auswärtssieg liegt sogar noch länger zurück. In der Saison 1999/2000 gewannen die Schwaben mit 1:0. Krassimir Balakov verwandelte einen Elfmeter, Franz Wohlfahrt stand im Tor des VfB und Matthäus und Effenberg dirigierten die Münchener. Lange her.
Fazit:
Obwohl scheinbar keines der beiden Teams am Ende eine Schale in den Händen hält und damit zu einem Balkon pilgert, ist dieses Spiel objektiv das spannendste des letzten Spieltags. Es könnte die Schieflage im deutschen Fußball für lange Zeit – zugunsten aller anderen Vereine – festigen oder genauso dafür sorgen, dass der Rekordmeister leichtes Spiel hat eine schlagkräftige Mannschaft fürs nächste Jahr zu stellen (kaufen). Doch sollte sich der Bayern-Dusel dieses Jahr nicht mehr einstellen, könnte es für so manch einen das letzte Spiel für den Rekordmeister werden. Sicher ist, dass einer am Ende wieder lamentieren wird…
Quoten:
FC Bayern München: 1,75 @ unibet
Unentschieden: 4,40 @ digibet
VfB Stuttgart: 4,85 @ Pinnacle
21. Mai 2009 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Da sage noch mal einer Psychologie würde keine entscheidene Rolle beim Fußball spielen. Kaum hat der Wolfsburger Trainer Felix Magath – wohl um von der eigenen Personalie abzulenken – von den Titelambitionen seiner Mannschaft geredet kommt diese sang- und klanglos in Stuttgart mit 4:1 unter die Räder. Vor Allem im Defensiv-Verhalten wurden die Wolfsburger ihren Ambitionen nicht gerecht. Von der ersten Minute bis zur letzten konnte das Sturmduo Mario Gomez und Cacau machen was es wollte. Gestört wurde es kaum. Gomez nutzte dies in vorzüglicher Manier und markeierte seine Saisontreffer Nummer 20 ( 1.), 21 (20.), 22 (63.) und 23 (76.). Er zog gleich mit Wolfsburgers Grafite, der über die gesamte Länge des Spiels blass blieb. Obwohl das Ergebnis der Überlegenheit der Schwaben gerecht wurde, sollte bemerkt werden, dass die Wölfe nach der Halbzeit durchaus die Möglichkeit hatten den Spielverlauf entscheidend zu verändern, als Cristian Zarrcado in der 55. Minute beim Stande von 2:1 nach einem Abpraller von Jens Lehmann eigentlich zur Stelle war aber das Leder aus kürzester Distanz nicht im Tor unterbringen konnte und somit den Ausgleich verpasste.
Kaum hat der FC Bayern München hingegen offiziell das Saisonziel von "Meisterschaft" auf "Direkte Qualifikation für die Champions League" herabgestuft, läuft es bei den Münchenern wieder blendend. In Cottbus behielten sie, außer in der Schlußminute als Frank Ribery beim Elfmeter zum zweiten Mal hintereinander am Cottbuser Schlußmann Gerhard Tremmel scheiterte, nicht nur die Nerven sondern auch die Oberhand und fuhren mit 3 Punkten im Gepäck nach Bayern zurück. Beim 3:1 traff zunächst der für Ribery (Haltswirbelprobleme) in der Startelf stehende Sosa in der 23.Minute, dann netzte Martin Demichelis einen Podolski-Eckball ein (62.) und zu guter Letzt machte der starke Podolski selbst das entscheidende Tor (66.). Zwischenzeitlich hatte Iliev kurz vor der Pause (44.) zum unverdienten Ausgleich getroffen. Doch wenngleich mit Tremmel ein Cottbuser den Schlußpunkt setzte, überzeugten die Bayern, wo der VfL Wolfsburg zuvor gepatzt hatte.
Der VfL Wolfsburg führt die Tabelle mit 60 Punkte zwar weiterhin an, scheint aber, nach Niederlagen in Cottbus und Stuttgart, seine Auswärtsschwäche wieder gefunden zu haben. Dies könnte den Niedersachsen, die noch zum Derby nach Hannover müssen, teuer zu stehen kommen. Gewinner des gegenseitigen Punkte Klauens ist ohne Frage der FC Bayern München. Die Heynckes-Elf ist, mit ebenfalls 60 Punkten, nur noch 2 Tore im Torverhältnis von den Wölfen entfernt. Unter der Woche empfangen die Münchener in der Allianz Arena eine durchschnittliche Mannschaft aus Leverkusen, die an guten Tagen für Überraschungen sorgen kann (letzte Woche 2:1 auf Schalke), aber momentan mehr schlecht als recht dem Ende der Saison entgegen taumelt (am Freitag 2:2 gegen Bielefeld). Für Leverkusen ist das Pokal-Endspiel die einzige Priorität.
Der VfB Suttgart (58) hat mit dem Erfolg im "6-Punkte" Spiel gegen Wolfsburg gezeigt, dass er bei der Vergabe der Meisterschale ein gewaltiges Wörtchen mit zu reden hat. Im nächsten Spiel auf Schalke wird sich zeigen inwiefern die Schwaben das auch auswärts umsetzten können und ob es am Ende zu einem finalen Showdown am letzten Spieltag in der Allianz Arena gegen den Rekordmeister kommt.
Ohne viel Ramba-Zamba hält Hertha BSC Berlin (59) mit den großen der Liga Schritt. Beim sicheren 2:0 Erfolg der Berliner über den VfL Bochum traffen Pantelic und Raffael. Pantelic stellte nach langer Zeit seine Relevanz für das Spiel der Hauptstädter unter Beweis, musste aber mit Eisbeuteln auf dem Knie ausgweselt werden. Jede weitere Option im Angriff würde die Berlinern unberechenbarer machen und ihre Chance im Kampf um die internationale Plätze verbessern. Die Hertha spielt in der englischen Woche in Köln.
Bwin hat die Quoten für den Meistertitel bereits aktualisiert:
FC Bayern München @ 2,15
VfL Wolfsburg @ 3,75
Hertha BSC Berlin @ 5,00
VfB Stuttgart @ 8,00
Hamburger SV @ 18,00
9. Mai 2009 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
Ein Telefonat mit seiner Frau ist laut Medienberichten das Einzige, was Jupp Heynckes zwischen dem Angebot von Uli Honeß und seiner Bestätigung gemacht haben soll. Er beerbt Jürgen Klinsmann für die letzten 5 Spiele der Saison (gegen Gladbach, Leverkusen und Stuttgart, in Cottbus und Hoffenheim). Als Trainer der Bayern heißt seine erste Bewährungsprobe Borussia Mönchenglabach. Der Verein für den Heynckes in 308 Bundesligaspielen beeindruckende 218 Tore machte. Ungünstiger wäre nur ein Debüt auf dem Bökelberg gewesen. Doch das hat der Zahn der Zeit – manche sagen der Kommerz – verhindert.
Bayern München:
Mal wieder verloren, mal wieder Schwächen in der Abwehr offenbart, mal wieder steht die Mannschaft unter Druck. vieles erinnert an die prikäre Situation vor dem Frankfurt-Spiel (4:0, 11.04). Zuvor war man vom FC Barcelona tief gedemütigt worden, diesmal von Königsblau im eigenen Stadion. Spielerisch kann ein Trainer in so kurzer Zeit nichts umkrempeln, allerdings kann Heynckes mit taktischen Maßnahmen, persönlichem Spielerkontakt und viel Persönlichkeit kurzfristig Einfluß nehmen. Der Mannschaft Leben einhauchen.
Allgemein wird davon ausgegangen, dass der neue Trainer mit Toni (12 Tore, to score @2,05) und Podolski (4 Tore, to score @2,25) zwei Stürmer auflaufen lassen wird. Insbesondere die Funktion von Ze Roberto (4 Tore, to score @6,00) wird sich, aller Voraussicht nach, nach vorne verschieben. Da Ribery sich ein Mal mehr nicht unter Kontrolle hatte (Gelb-Rot gegen Schalke), wird der Brasilianer wohl in der Mittelfeldraute hinter den Spitzen agieren.
Die mit Spannung erwartet Torwart-Frage hat sich unter der Woche im Training scheinbar geklärt. Heynckes ließ Hans-Jörg Butt in den Trainingsspielen in der Stammelf das Tor hüten.
Borussia Mönchengladbach:
Zu Hause den HSV geputzt (4:1, 07.03). Auswärts das Derby gewonnen (4:2, 14.03). "Über kurz oder lang ist der Abstieg für die Gladbacher kein Thema mehr", war man sich einig. Mit einem Sieg in entscheidenen Duellen gegen Bochum (0:1, 20.03) oder in Kalsruhe (0:0, 11.04), in Frankfurt (1:4, 26.04) oder gegen Bielefeld (1:1, 26.04) hätte man sich einen großen Schritt vom Abgrund entfernen können. Stattdessen steht man näher als je zuvor in dieser Saison an der Klippe. Angesichts des Restprogramms (gegen Schalke und Dortmund, in Leverkusen und Cottbus) hat man praktisch schon das Gleichgewicht verloren. Gladbach wankt.
Personell könnte man so einen wie Heynckes hervorragend brauchen. Stürmisch ist das, was die Truppe von Hans Meyer jenseits der Mittellinie fabriziert, schon lange nicht mehr. Friend (7 Tore), Matmour (3 Tore, to score @4,00), Neuville (1 Tor, to score @4,50) und Coloutti (0 Tore, to score @4,50) sind gern gesehene Gäste jeder Abwehr.
Neben den bekannten Ausfällen Gohouri (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Friend (Fersenoperation) kommt zusätzlich die 5.Gelbe Karte von Baumjohann. Marko Marin (4 Tore, to score @5,50) wird im offensiven Mittelfeld auf sich allein gestellt sein. Aufgrund der zuletzt stark abfallenden Leistungskurve des Bald-Müncheners ist schwierig zu beurteilen, ob das Mönchengladbacher Spiel dadurch akut geschwächt ist.
Fazit:
Die Zeiten, in denen diese beiden Manschaften ganz oben in der Tabelle um die Meisterschaft mitkämpften, sind vorbei. Heutzutage ist es Energie Cottbus (2:0 Sieg gegen Wolfsburg) zu verdanken, dass überhaupt eines der beiden Teams noch Ambitionen auf die Schale haben darf. Die Bayern (54) stehen 3 Zähler hinter den Wolfsburgern (57) und müssen damit rechnen, dass diese ihr Heimspiel gegen momentan sehr schwache Hoffenheimer gewinnen. Trotzdem könnte es ein wichtiger Spieltag für die Bayern werden, da sich Hamburg (54) und Hertha (55) die Punkte gegenseitig nehmen werden.
Für Borussia Mönchengladbach (24) sollte das einzig ausschlaggebene der kleine Punkteabstand, auf den Relegationsplatz, zu Bielefeld (25) sowie, auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz, zu Cottbus (26) sein. Ein Auge werden die Niederrheiner auch auf die Begegnung Kalsruhe (22) gegen Cottbus werfen, in der sich ihre Lage dramatisch verschlechtern kann.
Alles in Allem glaubt keiner an die Gladbacher, keiner an ein Tor von Friend oder Bradley. Auf dem Papier scheint alles klar. Wie im Hinspiel (2:2). Sicher ist nur, dass Heynckes seine Frau anrufen wird. Gleich nach dem Spiel.
Quoten:
Bayern München: 1,30 @Unibet
Unentschieden: 6,26 @ Pinnacle
Borussia Mönchengladbach: 15,00 @Vierklee
1. Mai 2009 / joe - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
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