Auch am viertem Turniertag in Paris ging es heiß her. Nachdem alle Erstrundenpartie beendet waren durften sich heute erste Sieger duellieren.
So kamen die Topanwärter auf den Gesamtsieg weiterhin zu klarsten Siegen. Besonders bei den Damen unterstricht Dinara Safina ihre Favoritenstellung, Nach nun gespielten 4 Sätzen hat die Russin noch in keinem mehr als ein Spiel abgegeben. Nach dem 6:0, 6:0 sweep vor zwei Tagen musste nun Diatchenko dran glauben. Auf dem Court Suzanne Lenglen schaffte die Außenseiterin ganze 2 Spielgewinne. Ebenfalls souverän präsentierte sich Ana Ivanovic. Die Titelverteidigerin hatte noch am Sonntag einen Satz abgegeben. Diesmal brachte einzig das Rebreak im zweitem Satz zum 2:2 kurzfristig Spannung. Ivanovic siegt mit 6:1 und 6:2.
Auch bei den Herren blieb Titelverteidiger Rafael Nadal ohne Satzverlust. Beim 6:1, 6:4 und 6:2 zeigte sich den Dauersieger der French Open im Vergleich zum Auftaktspiel deutlich verbessert. Die Form für einen weiteren Triumph im Philippe Chatrier scheint gefunden. Auf einen bärenstark kämpfenden Potito Starace traf Mitfavorit Andy Murray. Der Schotte musste über 4 Sätze gehen und kam zu keinem einzigem souveränem Satzgewinn. Doch in typischer Manier war Murray stets dann am stärksten wenn die Big Points gespielt wurden.
Die deutschen Hoffnungen sinken in Paris alljährlich mit den ersten Turniertagen auf ein Minimum. So musste bei den Frauen mit Anna Lena Grönefeld bereits die letzte Deutsche passen. Dulko besiegte die Sensationssiegern vom Montag in einem abwechslungsreichem Match mit 7:6, 0:6, 6:2. Auch auf der ATP Tour klagt Deutschland über Verluste. Mit Kiefer und Petzschner sind 2 der 4 verbliebenen Kandidaten in Runde 2 gescheitert. Verdasco machte mit Philipp Petschner kurzen Prozess und festigt seine Position im erweitertem Kreis der Kandidaten auf ein Halbfinale. Nicolas Kiefer lieferte gegen den an 14 gesetzten Ferrer ein starkes Match, zwang den Spanier über die volle Distanz, wurde aber für den Kampf nicht belohnt und schlich nach einem 2:6 im Entscheidungsdurchgang doch enttäuscht aus der Anlage in Court 7.
Für die Spiele des Tages waren andere Namen zuständig. Das mit Spannung erwartete Duell bei den Damen zwischen Nadia Petrova und Maria Sharapova hielt die Versprechungen. Nachdem beide Spielerinnen einen Satz gewonnen hatten und dabei teils starkes Tennis ablieferten, sollte der Finalsatz zu einem echtem Krimi werden. Für beide Spielerinnen war der Sieg besonders wichtig, liegt doch aufgrund der leichten Setzliste nun ein Viertelfinalspiel direkt in der Luft. Maria Sharapova fehlte in den langen Ballwechseln noch die Konstanz, versuchte die Punkte schnell zu beenden. Petrova dagegen leistete sich sehr wenige vermeidbare Fehler, konzentrierte sich auf längere Ballwechsel und ließ sich auch durch zahlreiche Asse Sharapovas nicht entmudigen. Im Schlussabschnitt sah die leicht niedriger quotierte an 11 gesetzte Russin mehrfach wie die sichere Siegerin aus.0:1 und 2:4 lag Maria bereits hinten. Beim Stand von 2:4 und 15:40 wurden die zwei Breakchancen Petrovas zu kleinem Matchbällen, die sie nicht nutzen konnte. Im anschließendem Krimi schlugen beide Frauen für WTA Verhältnis stark auf, sodass 5 Spiele in Folge von der Aufschlägerin dominiert wurden. Die ehemalige Australian Open Siegerin musste dabei noch ein wenig mehr zittern, wehrte den einzigen Breakball aber per Ass ab. Spiel 14 im drittem Satz wurde zum Schicksspiel. Nach schnellem 0:30 Rückstand flatterten die Nerven Petrovas, deren krachende Vorhand erst im Aus den Boden küsste, womit ein spannendes Match, welches 2 Siegerinnen verdient gehabt hätte 6:2, 1:6 und 8:6 endete.
Wer denkt, dass ein dramatischeres Match kaum möglich sei, hätte ab 20 Uhr wieder den Fernseher anschalten sollen. Auf dem Centercourt lief Ouanna gegen Marat Safin. Während Dinara Safina ganze 12 Spiele selbst gewinnen musste, sollte Safin trotz 32 eigener Spiele am Ende ohne Erfolg dastehen. Der 0:2 Satzrückstand, eingefangen in zwei Tiebreaks, konnte von Marat Safin noch mit 6:3 und 6:4 gewendet werden. Mit einem Break Vorsprung hielten die meisten Zuschauer das Spiel für entschieden, doch die Kämpferqualitäten eines Ouannas sollten noch genau im rechtem Moment kommen. Beim Spielstand von 4:4 war die Partie wieder völlig ausgeglichen, beide Spieler dominierten mit hammerharten Aufschlägen. 3 Matchbälle konte Ouanna nicht nutzen doch im Kopf blieb der Franzose unglaublich stark, brachte trotz der negativen Motivation stets seinen eigenen Aufschlag durch. Das warten sollte ein Ende haben, welches Ouanna triumphierend genoss. 7:6, 7:6, 4:6,3:6,10:8 endet das Match für den ungesetzten französichen Helden.
Nicht die Begegnung vollständig beenden konnte Venus Williams. Die Schwester von Serena zeigte wie schon im Erstrundenmatch große Schwierigkeiten und wird morgen versuchen müssem den 0:1 Satzrückstand noch in einen Sieg umzuwenden. Auch die Schwester und Jankovic müssen morgen wieder auf den Platz. Roger und Djokovic wierden nach dem heutigem Sieg von Nadal nachziehenm auch Monfils, vorhin noch begeister Zuschauer der Ouanna – Partie, erhält seinen zweiten Auftritt.
Aus deutscher Sicht werden die Augen besonders auf Court 6 und 7 gerichtet sein. Thommy Haas darf gegen Leonardo Mayer ran, Andreas Beck bekommt es mit Schüttler Bezwinger Giquel zu tun.




