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Groß war das Gelächter nach dem 18. Spieltag in Fußball-Deutschland, als der Hoffenheim-Jäger Nr. 1 bei einem norddeutschen Altmeister mit 0:1 unterlag. Nach dem 19. Spieltag ist das Gelächter auch groß – dieses Mal aber bei den Bayern. Als einzige aus dem Spitzenquartett gewannen sie ihr Spiel am Wochenende – und prompt sind sie auf einen Punkt an Hoffenheim dran.
Der Aufsteiger spürt den Atem des Rekordmeisters in seinem Nacken. In dieser Situation erwarten Ralf Rangnick und Co. Bayer Leverkusen. Die Werkself brennt auf Wiedergutmachung nach dem 2:4 gegen den schwäbischen Meister und kann dabei vielleicht schon auf Toni Kroos zurückgreifen. Die Münchener Leihgabe dürfte dabei doppelt motiviert zu Werke gehen – wäre ein Leverkusener Erfolg doch gleichzeitig ein Gewinn für die Bayern.
TSG Hoffenheim – Bayer Leverkusen Tipp X
Wenn der Tabellendritte am Samstag den Zweiten erwartet, spielt die politische gegen die fußballerische Hauptstadt Deutschlands. Hertha BSC erwartet die Bayern; Dieter Hoeneß trifft den Bayern-Manager zum innerfamiliären Showdown. Nach dem 1:1 in Bielefeld und dem Ausfall von Arne Friedrich hängt der Berliner Himmel nicht mehr so voller Geigen wie nach 18 Spielen. Die Bayern dagegen haben gegen Borussia Dortmund gezeigt, dass sie wieder voll da sind und die Niederlage in Hamburg nur ein Ausrutscher war.
Hertha BSC – FC Bayern Tipp 2
Ein Ruhrpott-Duell steigt in Bochum – der VfL erwartet den königsblauen Nachbarn. Der bittet nach dem 1:0 gegen Werder um die Erlaubnis, das Niemandsland der Tabelle verlassen zu dürfen. Der VfL hingegen steht mal wieder mit dem Rücken zur Wand. Es darf das erwartet werden, was im Ruhrpott immer erwartet wird: ein Malocher-Spiel vom feinsten. Ob es einen Sieger gibt, wird man sehen.
VfL Bochum – Schalke 04 Tipp X
Der Hass der Hessen gilt allen Gegnern – und neben dem OFC speziell den Vereinen, die angeblich keine Tradition haben. Nun kann man sich über die Vergangenheit des VfL Wolfsburg und die Gründe für deren Bundesliga-Dasein zwar im Gedanken mit Tradition Gedanken machen – eine starke Truppe hat Geschäftsführer-Manager-Trainer Felix Magath aber in jedem Fall zusammen. Die Eintracht muss allerdings schauen, dass sie nicht in den Keller rutscht – sie muss also gegen Wolfsburg punkten.
Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg Tipp X
Die Formkurve von Hannover 96 kannte am Sonntag in Cottbus nur eine Richtung: nach unten. Erschreckend schwach war die niedersächsische Darbietung in der Lausitz. Mit dem schwäbischen Meister kommt nun ein Gegner an die Leine, der in der Bundesliga 2009 nur Siege kennt. Mit dem ehemaligen Ersatztorwart von Arsenal hat der VfB zwar eine echte Achillesferse – aber mit Mario Gomez halt auch einen Goalgetter, der wieder trifft.
Hannover 96 – VfB Stuttgart Tipp 2
Köln und Karlsruhe – zwei Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Köln ist mit Platz 11 aber ein sehr ordentlicher Aufsteiger. Dem KSC hingegen droht böses Ungemach. Auch wenn die Mannschaft den HSV vergangenes Wochenende nach einem 0:2 noch 3:2 geschlagen hat. Solche Siege geben oft den viel zitierten Auftrieb. Aber wenn am Rhein nichts nachkommt, nutzt auch der schönste Heimsieg im Wildpark nichts.
1. FC Köln – Karlsruher SC Tipp 1
Ohne Diego und ohne Pizarro nutzt auch der langhaarigste Tattoo-Träger der Liga nichts. Diese Erfahrung muss der angeblich so sympathische Grün-Verein von der Weser mit Kapitän Thorsten Frings in diesen Tagen machen. Platz 10 ist für den Champions-League-Teilnehmer des Herbstes eine Demütigung – aber diese hat sich die Mannschaft dank ihres undisziplinierten Auftretens selbst zuzuschreiben. Gegen Mönchengladbach könnte es eine teilweise Wiedergutmachung geben – je nachdem, wie die Mannschaft das späte 1:1 der Hoffenheimer verdaut hat.
Werder Bremen – Borussia Mönchengladbach Tipp 1
Zwei späte Gegentore haben Borussia Dortmund einen Punkt in München gekostet. Energie Cottbus dagegen gehört zu den Siegern des vergangenen Spieltages – Platz 15 würde ja am Ende den Klassenerhalt bedeuten. Allerdings ist der BVB ein anderes Kaliber als die 96er; und auswärts müssen die Lausitzer ja auch noch antreten. Alles andere als ein schwarz-gelber Heimsieg wäre eine riesige Überraschung.
Borussia Dortmund – Energie Cottbus Tipp 1
Der HSV und Arminia Bielefeld beschließen den 20. Spieltag. Die Arminen holten gegen die Hertha vergangenen Freitag einen verdienten Punkt, der HSV blamierte sich nach Kräften in Karlsruhe. In der heimischen Arena sind die Hanseaten allerdings eine Macht – und dieser Macht dürften auch die Ostwestfalen wenig entgegenzusetzen haben…
Hamburger SV – Arminia Bielefeld Tipp 1
Wochenend-Wetten (Quoten von Bwin):
Freitag, 13. Februar 2009
Bundesliga, Deutschland
20:30
TSG Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen
TSG Hoffenheim 2.20
X 3.30
Bayer Leverkusen 2.95
Tipp X
Samstag, 14. Februar 2009
15:30
1. FC Köln gegen Karlsruher SC
1. FC Köln 1.85
X 3.30
Karlsruher SC 3.90
Tipp 1
Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg
Eintracht Frankfurt 3.00
X 3.10
VfL Wolfsburg 2.25
Tipp X
Hannover 96 gegen VfB Stuttgart
Hannover 96 2.65
X 3.20
VfB Stuttgart 2.45
Tipp 2
Hertha BSC gegen FC Bayern
Hertha BSC 3.85
X 3.20
FC Bayern München 1.90
Tipp 2
VfL Bochum gegen Schalke 04
VfL Bochum 3.35
X 3.20
FC Schalke 04 2.05
Tipp X
Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach
Werder Bremen 1.30
X 4.60
Mönchengladbach 8.75
Tipp 1
Sonntag, 15. Februar 2009
17:00
Borussia Dortmund gegen Energie Cottbus
Borussia Dortmund 1.45
X 3.90
Energie Cottbus 6.50
Tipp 1
Hamburger SV gegen Arminia Bielefeld
Hamburger SV 1.40
X 3.95
Arminia Bielefeld 7.50
Tipp 1
(Letzte Woche 3:6)
10. Februar 2009 / hans - Kategorie:
Bundesliga-Wetten
In meinem letzten Beitrag habe ich es schon einmal angedeutet. Eine sehr effektive Methode konstant Gewinn zu erzielen, ist das Ausnutzen von Übertreibungen bei den Quoten, die entstehen, wenn die Marktteilnehmer nicht sicher wissen, wie die Situation zu bewerten ist.
Orientierungslosigkeit:
Nehmt Euch mal einen X-beliebigen Chart eines Betfair-Marktes vor. Bei den meisten werdet ihr nach einem Tor einen Anstieg oder Abfall der Quote finden, die eine Weile auf relativ gleichem Niveau nervös hin- und her- springt. Erst nach einer kurzen Zeit der Orientierungslosigkeit – wobei diese Orientierungslosigkeit durchaus ein paar Minuten dauern kann – nimmt die Quote wieder einen eindeutigen Trend auf, der – je nach Wette und Spielstand – gegen Unendlich oder gegen Null läuft.
Profitieren:
Doch wie kann man davon profitieren? Ganz einfach – man muss "schlauer" als die anderen Marktteilnehmer sein. Nur in der Phase nach einem Tor scheint die Mehrheit des Marktes nicht zu wissen welche Quote nun gekauft oder verkauft werden soll. Das hat einen ganz einfachen Grund. Die meisten Marktteilnehmer, wissen eigentlich permanent nicht, welche Quote angemessen ist. Sie orientieren sich einfach an dem was der Markt in dem Moment hergibt. Stehen die Backs auf 2,4 und die Lays auf 2.6 denken sie ganz pragmatisch, mit 2,5 liege ich nicht falsch. wenn jetzt das Back auf 2,5 steigt, ziehen sie die eigene Quote auf 2,6 hoch, in der Hoffnung immer ein wenig "besser" wie die anderen Marktteilnehmer zu kaufen. Die "Verkäufer" machen es nicht sonderlich anders. Sie ziehen auch ihre Lay-Angebote anhand des allgemeinen Trends nach. Gut zu beobachten ist das bei Spielen die sehr wenig Kapital auf sich ziehen. Nicht nur, dass die Angebote von Lay und Back Wetten hier oft weiter als einen Tick auseinander liegen, auch sind die üblichen "Value" Abgreifer die mit überproportional hohen Summen (oft 1.000 Euro Lay und nochmals 1.000 Euro Back) versuchen einen Spread-Gewinn zu erzielen, leicht zu erkennen. Sie verschwinden mangels Kapital im Markt nicht in der Masse – ganz im Gegenteil, oft sind sie in Randmärkten die einzigen, die für ein wenig Bewegung sorgen.
Ihr könnt das sogar mal ganz gut ausprobieren. Setzt einfach – wenn die Differenz am Markt zwischen Lay und Back gross genug ist – mit 5 Euro einen Tick unter das hohe Lay-Angebot eines Zockers. Schon wird der nachziehen und sich wieder einen Tick unter Euch setzen …. jetzt seid so frecht und zieht Euer 5 Euro Gebot drei Ticks nach oben … schon wird dieser "Profi" genau die angebotene Lücke (also einen Tick unter Euch) nutzen.
Welche Märkte?
Wie wird man "schlauer" als der Markt. Ihr habt ja gesehen, die meisten Marktteilnehmer orientieren sich am Umfeld. Hier bietet sich die Möglichkeit sich zu spezialisieren und für einen bestimmten Markt einen grossen Wissens- und Erfahrungsvorsprung anzueignen. Geeignet sind hier fast alle "Neben"-Märkte. Das sind im Großen und Ganzen alle Märkte außer den beiden Hauptmärkten "Wettquoten" und "Über/Unter 2,5 Tore!".
Recherche:
Doch bevor man als Experte in so einem Markt agieren kann, steht eine Menge Rechereche und Detailarbeit auf dem Plan. Sucht Euch einen Markt raus, der euch "Spass" macht, den ihr werdet eine ganze Menge Spiele inplay nur in diesem einen Markt zubringen müssen, ohne auch nur eine Wette zu setzen. Habt ihr Euch für einen Markt entschieden, schaut Euch in den nächsten Wochen ca. 25 Spiele unterschiedlichster Vereine und gegebenenfalls auch Länder an. Geht mit dem Markt mit. Schaut wie sich die Quoten entwickeln, macht Screen-shots und lernt so die Gegebenheiten, und vor allem die besonderen Eigenheiten "Eures" Marktes kennen.
Aufzeichnungen:
Daraus fertigt Euch ein Schema, das genau beschreibt, wo sich der faire Wert zu jedem möglichen Spielstand und zu jedem möglichen Zeitpunkt befinden soll. Anhand dieser Aufzeichnungen werdet ihr die Abweichungen erkennen!
Übrigens, diese Aufzeichnungen bzw. das daraus abgeleitete Schema ist sehr viel wert. Behaltet es daher für Euch. Ihr werdet sehr viel Arbeit und Schweiß da hinein investiert haben. Das ist Euer "Vorsprung" vor den anderen Marktteilnehmern – praktisch Euer Betriebsgeheimnis … behandelt es auch so (ich hoffe das ist jetzt ausreichend, um sämtlichen Anfragen vorzubeugen, ich solle doch mal meine Schemas hier veröffentlichen, oder jemanden zur Verfügung stellen …).
Value abschöpfen:
Achtet vor allem auf folgende Besonderheiten: Es gibt in jedem Markt Phasen in denen dieser überdruchschnittlich schnell ansteigt, bzw. absteigt. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass entweder am Anfang oder am Ende einer solchen überproportionalen Bewegung der Markt in die eine oder andere Richtung aus dem fairen Wert gelaufen ist. Wer hier Bescheid weiß, kann problemlos mit der entsprechenden Lay- oder Back-Wette Value abschöpfen.
Kurzzeit-Trading:
Die zweite Möglichkeit aus dem Wissen zu profitieren ist das Kurzzeit-Traden. Wenn nach einem Tor die Marktteilnehmer nicht genau wissen wo sie einsteigen sollen, ist man klar im Vorteil wenn man relativ exakt den reelen Wert kennt. Gleich nachdem Betfair den Markt wieder freigegeben hat, und die meisten noch grübeln, bzw. übertrieben hoch oder tief Angebote platzieren, eine leicht zu hohe Backwette und eine etwas zu niedrige Lay-Wette in den noch leeren Markt stellen. Dankbar werden die Unentschlossenen die Angebote aufnehmen und in ein paar Sekunden hat man eine schöne Sure-Bet gebastelt. Wichtig hier, die Angebote nur sehr knapp um den reelen Quotenwert herum eingeben. Ist man zu gierig, und dadurch bei den beiden Quoten zu extrem, gehen die eigenen Angebote im Angebot der "Orientierungslosen" unter und werden eventuell nicht angenommen.
Auswahl:
So nun habt, ihr zwei effektive Möglichkeiten kennen gelernt, durch Spezialisierung fast sicher provitieren zu können. Die härteste Aufgabe ist jedoch nicht das Trading, sondern die lange Vorbereitung mit der Recherche. Es gibt in jeden Markt eine Menge unterschiedliche Spielverläufe kennen zu lernen … hier liegt die grosse Herausforderung, vor allem weil das den meisten Wettfreunden zu viel Arbeit ist. Die Belohnung für diese Arbeit ist ein sicheres Handeln in dem betreffenden Markt und die Chance wirklich konstant Gewinn zu erzielen.
9. Februar 2009 / klaus - Kategorie:
Betfair
Jetzt kurz bevor die deutschen Ligen den Spielbetrieb wieder aufnehmen sind auch im deutschsprachigen Raum die Wettfreunde dabei sich die Strategien für die Rückrunde zurechtzulegen. Wenn man durch die verschiedenen Foren surft findet man inzwischen die verschiedensten Theorien und Vorhaben wie man die nächsten knapp 4 Monate erfolgreich gestalten möchte. Daher habe ich ein paar Überlegungen – vor allem für die Trader – aufgegriffen und werde sie hier für Euch genauer unter die Lupe nehmen:
Unentschieden-Wetten:
Besonders beliebt ist nach wie vor das Unentschieden. Doch möchte ich alle Freunde von Strategien die auf Unentschieden setzen warnen. Die letzten Jahren haben gezeigt, dass gerade die Unentschieden in der Rückrunde weniger werden. Das hat mehere Gründe. Während in der Hinrunde einige Teams noch auf Abwarten spielen, bzw. sich erst positionieren müssen, ist während die Rückrunde läuft, schnell geklärt wo der Weg hingeht. Den Mannschaften in der Spitze nützen eh nur noch Siege. Und auch Teams im Abstiegskampf können nicht mehr nur hinten drin stehen. Dazu kommt dann auch noch der beflügelnde Frühling, und bei schönem Wetter spielt es sich auch ganz anders als noch bei eisigen Temperaturen. Wenn dann für manche Teams die Saison eh schon gelaufen ist, bedeutet man kann nicht mehr Meister werden, nicht mehr absteigen etc. kommt dazu, dass viele Teams nun wenigstens ihren Zuschauern etwas zeigen wollen. Wie oft haben wir es schon erlebt, dass eine Mannschaft deren Abstieg bereits fest steht auf einmal ganz anders aufspielt und sogar noch ein paar Spiele gewinnt, und das gegen Gegner gegen denen man diesen Mannschaften bis dahin keine Chance eingeräumt hätte. Es wiederholt sich fast jedes Jahr. Die Unentschieden werden seltener, die Quoten der Buchmacher sind jedoch nach den Ergebnissen der Vorrunde kalkuliert. Sprich dieser Effekt ist seltenst eingepreist. Jeder der mit Unentschieden-Strategien agiert sollte das bedenken.
Lay the draw:
Wenn die Unentschieden weniger werden, die Quoten aber auf Grund der bisherigen Hinrundenspiele das noch nicht wiedergeben, gibt es eigentlich nur eine logische Konsequenz wie man davon direkt provitieren kann. Man wettet gegen das Unentschieden – also „Lay the draw“. Ich meine hier keinesfalls die Mutter aller Strategien, wie sie im Football Cash Generator oder in vielen anderen Publikationen gelehrt wird (Unentschieden Layen und nach Tor wieder Backen um ein Green up – also Gewinn bei allen Spielausgängen – zu bekommen), sondern mal ganz einfach gegen das Unentschieden im klassischen Sinne zu wetten also auch dabei zu bleiben. Übrigens, es keinesfalls garantiert, dass der FCG in Zeiten der wenigeren Unentschieden besser funktionert. Klar das erste Problem FCG, das 0-0 Ergebnisse passiert seltener, dafür kommen einem aber häufiger Außenseiterführungen in die Quere (siehe Teams – bei denen es um nichts mehr geht).
The Trend is your friend:
Traden im klassichen Sinne des Begriffs ist ja, einen Trend zu erkennen und auf diesem solange wie möglich mitzureiten, davon zu profitieren, um dann im richtigen Moment wieder auszusteigen. Klingt logisch und sogar sehr einfach. Beim Traden an der Börse sind es die unvorhergesehenen Crashs die den Trend abrupt zerstören, bei Fussballwetten die Tore. Da Tore deutlicher häufiger fallen als man an den Börsenmärkten Crash erleben darf, ist das Traden in Wettmärkten sogar noch deutlich zeitsensibler. Allerdings kann man durch solche „Wendepunkte“ der Spielsituation auch sehr gut profitieren. Generell ist das „Reiten auf einem Trend“ immer gut möglich wenn man ein Spiel auch live verfolgt, und so ein Gespühr hat was passieren wird. Das berühmte „Spiel lesen“.
Gegen den Trend schwimmen:
Ich habe diese Strategie bereits ausführlich hier vorgestellt. Geht ein Außenseiter in Führung und ist noch genug Zeit für den Favoriten das Spiel zu drehen, macht es sehr oft Sinn den Favoriten zu backen. Die Quote ist überdurchschnittlich hoch und sehr oft gelingt es dem Favoriten auch schlussendlich als Sieger vom Platz zu gehen. Ein guter Tipp ist auch (denken wir an das Wunder von Bern) eine 0-2 zurückliegende Mannschaft dann zu backen, wenn sie den Anschlusstreffer also das 1-2 erzielt hat. Sehr sehr oft kommt dann zumindestens der Ausgleich der einem schon erlaubt durch ein „Green up“ mit Profit aus dem Spiel zu gehen.
Übertreibungen ausnutzen:
Bei Toren – den kleinen Crashs der Fussballwette – werden die Karten neu gemischt. Man sieht es immer wieder an den nervös rauf und runter springenden Kursen bei Betfair nach einem Tor. Genau in dem Moment sind sich die Markteilnehmer uneinig wie die neue Situation quotentechnisch zu bewerten ist. Wem es hier gelingt eine hohe Quote mitzunehmen, der hat die Chance in kürzester Zeit, wenn sich die Quoten eingependelt haben, mit Gewinn aus dem Trade wieder auszusteigen. Es gibt Trader die sich darauf spezialisiert haben. Vielleicht werde ich bei Interesse diese Art zu traden in einem späteren Beitrag mal genauer erläutern.
Bis dahin wünsche ich allen Wettfreunden einen gelungenen Start in die Rückrunde – und egal für welche Methode Ihr Euch entscheidet viel Erfolg!
24. Januar 2009 / klaus - Kategorie:
Betfair
Habe mir kurz vor Weihnachten eine neue Strategie ausgedacht und damit über die Feiertage ordentliche Gewinne erwirtschaftet. Ich muss zugeben, dass sicher auch etwas Glück dabei war – es fehlt mir sozusagen der Langzeit Nachweis – ganz im Gegenteil, ich bin sogar sicher, dass im Sommer und gegen Ende der Saison wenn viele Teams "um nichts mehr!" spielen und auch schönes, warmes Wetter wieder mehr Tore bringen diese Strategie nicht mehr so gut funktionieren wird. Doch bis dahin fällt mir sicher wieder etwas Neues ein.
Ein kleine Warnung noch zu Anfang: Diese Strategie sieht auf den ersten Blick sehr simpel aus. Doch wärend man die erste Halbzeitwette noch relativ leicht und standartisiert setzen kann, braucht man für die zweite Wette schon etwas Erfahrung bzw. Fingerspitzengefühl. Wer sich also hier unsicher ist, oder glaubt etwas nicht 100 % zu verstehen, sollte bitte von Nachfragen bei mir oder der Redaktion absehen. Dann ist dies ein deutliches Signal, dass diese Vorgehensweise (noch) nicht das richtige für den geneigten Leser ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Methode enormes Potential hat, jedoch nur etwas für erfahrene Trader ist.
Vorabüberlegung:
Jedes 3. – 4. Spiel steht zur Halbzeitpause noch 0 – 0. Auf Betfair kann man auf dem Markt Halbzeitstand das 0 – 0 backen und somit mit Quoten im Bereich 2,5 bis 3,5 den Einsatz mehr als verdoppeln und verdreifachen. Als ich merkte, dass gerade in England in den letzten Wochen dieses Halbzeitergebnis häufig auftrat, machte ich mir Gedanken wie man das in bare Münze umwandeln kann. Klar, in einer solchen Situation kann man auf den fahrenden Zug aufspringen und doch blindes Tippen auf das Ergebnis Value und Gewinn erzielen, bevor der Markt oder die Bookies die Veränderung einpreisen.
Doch das geniale am Halbzeitergebnis ist, dass man immer noch die zweite Halbzeit zur Verfügung hat um ggf. Verlustminderung zu betreiben. Dieses Traden ist ein wenig diffizil, bringt aber den wahren Gewinn. Man muss sich im klaren sein, dass bei der Halbzeit Back 0 – 0 Wette trotz allem mehr als die Hälfte der Wetten verloren geht, und daher die Einsatzrückgewinnung oder zumindest die Verlustminimierung der Standart und auch der entscheidende Punkt ist, hier sehr guten Gewinn zu erzielen.
1. Wette
Kommen wir zur ersten Wette. Wir backen kurz vor Spielbeginn das 0 – 0 im Markt Halbzeitstand in einem Spiel das inplay geht. Ich nehme als Beispiel einmal Einsatz 10,– Euro. Geht die Wette auf – also steht es zur Halbzeit 0 – 0 – haben wir 20,– bis 30,– Euro gewonnen und gehen zum nächsten Spiel.
2. Wette
In 2 von 3 Spielen fällt in der ersten Halbzeit ein Tor. Wenn wir jetzt nichts machen werden wir langfristig, keinen oder nur wenig Gewinn mit dieser Strategie erzielen. Gelingt es uns aber in diesen Fällen zumindest einen Bruchteil der verlorenen Einsätze wieder zurück zu holen, haben wir mit der Strategie enorme Gewinne. Mir ist es fast in jedem Spiel gelungen, denn wenn früh ein 1 – 0 fällt bleibt es meist nicht bei diesem Ergebnis.
Die 2. Wette ist daher auf dem Markt "Endstand" zu plazieren. Wir wetten mit einer Lay-Wette gegen das aktuelle Ergebnis. Da die Quote eventuell sehr hoch ist, was bei eine Lay Wette hohes finanzielles Risiko bedeutet, kann es auch Sinn manchen zu warten bis die Quote sinkt. Ich habe mir als Faustregel eine Quote von 5 ausgerechnet. Wichtig ist es das Spiel selbst live zu verfolgen. Denn dann kann man abschätzen wie sich die Sache entwickelt. Eine schnelle Favoriten 1 – 0 Führung kann auch dazu führen, dass der Favorit zurückschaltet, da er einen ungefährlichen Gegner vor sich hat, der selbst auch nicht in Lage ist ein Tor zu schießen. Diese, der eine will nicht und der andere kann nicht, Situation kann dazu führen dass man mit einem 1 – 0 "verhungert" während der Favorit sich dabei vielleicht nicht mit Ruhm bekleckert aber doch effektiv agiert und seinen Sieg einfährt. Wie gesagt, wer ein wenig Gefühl für die Sache hat, wird in den meisten Fällen die richtige Entscheidung treffen und somit den Einsatz-Verlust in Grenzen halten.
Wichtig: Diese 2. Wette ist NUR dazu da, den Einsatz zu retten, bzw. zumindest den Verlust zu minimieren. Laßt Euch nicht in die Falle locken, hier (auch noch) mal ein wenig Gewinn zu erwirtschaften. Das habe ich anfangs auch versucht und mir – da das Risiko wegen der hohen Quoten doch sehr hoch ist – anfangs eine blutige Nase geholt. Wenn man einen 10,– Euro Einsatz in der ersten Wette verloren hat, reicht es absolut hier 7,– oder 8,– Euro wieder raus zu holen. Der richtige Gewinn wird mit der ersten Wette gemacht, und wenn mal so ein Halbzeit 0 – 0 kommt klingelt die Kasse und zwar gewaltig.
In diesem Sinne: Viel Erfolg!
8. Januar 2009 / klaus - Kategorie:
Betfair
Während – bis auf in England – langsam alle Ligen in die Winterpause gehen, die Wettmöglichkeiten immer weniger werden, und auch vielleicht Familie und andere Verpflichtungen einem vom aktiven Wetten abhalten, ist die Zeit gekommen einfach mal abzuschalten, und sich ein wenig über Generelles Gedanken zu machen.
Hier möchte ich mich mal mit einem Thema beschäftigen über das niemand so gerne nachdenkt oder gar spricht. Dennoch passiert es selbst den erfolgreichsten und professionellsten Wettteilnehmern, dass eine Trade einfach nicht gelingen will, man das Pech praktisch gepachtet hat, und man irgendwie in einer Pechsträhne steckt. Daher heute einfach einmal ein paar Gedanken und Tipps zum Thema:
Wie komme ich aus einer Pechsträhne wieder raus?
Wie schon geschrieben, JEDER hat hin und wieder so eine Pechsträhne. Doch das tröstet einem in dieser Situation reichlich wenig. Ich denke der Unterschied zwischen erfolgreichem Trader und weniger erfolgreichem Marktteilnehmer ist vor allem die Art und Weise wie die Person mit der Pechsträhne umgeht, wie analytisch und konsequent sie sie aufnimmt, und damit auch vermeidet in die Panikfallen zu tappen, und dann vor allem, wie sie wieder "auf die richtige Spur" findet.
Generell gibt es zwei Wege zu verfahren wenn man merkt, dass ein Trade in die falsche Richtung läuft … sprich man "aufs falsche Pferd gesetzt" hat:
1. Man akzeptiert den Verlust und verlässt den Markt
oder
2. Man versucht durch weitere Trades den Verlust zu minimieren oder sogar ganz auf "Null" zu kommen.
Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile. Daher möchte ich einfach einmal beide ein wenig mehr beleuchten:
Verlust akzeptieren und aussteigen:
Das ist in den meisten Fällen die beste Variante. Besonders dann wenn man noch nicht zu den "abgebrühtesten" Kollegen zählt. Es ist – so komische es klingen mag – auch die schwerere der beiden Varianten. Das liegt nicht nur am Verlust des Geldes – ganz im Gegenteil, der ist meist das kleinere Übel. Das wirklich Negative ist der angeknackse Stolz, das verletzte Ego, und das erschütterte Selbstvertrauen. Jetzt mit allem Abstand scheint man drüber zu stehen. Doch versetzt Euch gefühlsmäßig nochmals in die Momente Eurer schlimmsten Verluste … ich kenne keinen der hier nicht genau diese Erniedrigungen gespürt hat.
Der erst Impuls in einer Verlustsituation ist es auch zu versuchen, sich aus dem "Schlamasel" wieder raus zu traden. Doch genau hier liegt die Gefahr. Es sind deutlich riskantere Manöver nötig um aus dem Verlust herauszukommen, und sehr oft passiert es, dass man am Ende des Spiels mit noch grösserem Verlust dasteht.
Daher rate ich in den meisten Fällen in denen der Trade absolut nicht nach dem vorher überlegten Plan laufen will, einfach den Verlust hinzunehmen, den Markt zu verlassen, und mit zeitlichem und mentalen Abstand wieder in einer anderen Partie anzufangen.
Durch weitere Trades den Verlust minimieren oder ganz zu umgehen:
Das ist wie gesagt der erste Implus der einem anstachelt schnell die "Rettungsaktion" einzuleiten. Gerade hier hat man das Gefühl, durch eine schnelle gelungene Aktion wieder alles ins Lot zu bringen. Doch gerade die unüberlegten Handlungen – und schnelle Aktivität in so einer Stresssituation ist fast immer unüberlegt – birgt die Gefahr eines ungleich grösseren Verlustes, der dann nicht mehr kalkulierbar ist, sondern meist wirklich auch die Substanz (sprich die Wettbank) gefährdet.
Für wen ist das dann überhaupt die richtige Methode? Wer in sich die Ruhe spührt und auch sicher ist, die Situation analytisch und intuitiv korrekt abschätzen zu können, wer die mentale Stärke hat, deutliche höhere Risiken cool zu überstehen, für den kann das "Raustraden" der richtige Weg sein.
Einen weiteren negativen Nebeneffekt möchte ich jedoch nicht verschweigen. Ich habe bemerkt, dass gerade das Selbstvertrauen in eine gute Strategie oder die Fähigkeit sich aus negativen Situationen raustraden zu können dazu führt, bei der Auswahl der Spiele oder Wetten schlampiger vorzugehen.
Einfach ausgedrückt: Der Seiltänzer ohne Netz wird vorsichtiger agieren, als der Kollege mit Netz … denn der mit Netz weiß (oder glaubt zu wissen) "Es kann ja eh nichts passieren…".
Also, selbst wenn man in der Lage ist, eiskalt einen falsch vorhergesehenen Trade auszubügeln, sollte man seine Entscheidungen immer so treffen, als gäbe es diese "Rettung" nicht.
Rückblick und Analyse:
Egal für welchen Weg Ihr Euch entschieden habt. Wichtig ist es nach ein oder mehreren Tagen, wenn sie die Emotionen und die Anspannung gelegt haben, die Aufzeichnungen des ganzen Verlaufs nochmals anzusehen, und in Gedanken die Abläufe durchzuspielen.
Wirklich jede Stufe und jede Situation nochmals anzusehen, rückzublicken wie man reagiert hat, und was nüchtern betrachtet die beste Enscheidung gewesen wäre. Versucht nicht, die Sache schön zu reden, oder Euch zu rechtfertigen. Gerade in Wett-Foren wimmelt es nach unerwarteten Spielausgängen von solchen Kommentaren. "Gekaufte Spiele, unfähige Schiedsrichter, unmotivierte Mannschaften, Pech und Korruption" … jegliche Ausrede kann man hier lesen. Doch wenn man ehrlich ist, hätte man vorher herausfinden können, wie motiviert die beteiligten Mannschaften tatsächlich sind, wer pfeifen wird, und ob die Situation irgend eine Überraschung herausfordert. Selbst "geschobene" Spiele sind eventuell durch seltsame Quotenentwicklungen voher zumindest zu vermuten. Und im Zweifel gilt die alte Regel: Lieber Finger weg!
Der erfahrene Trader kennt auch die meisten Situationen. Er weiß daher was alles passieren kann. Wetten ist immer zu einem grossen Teil Mathematik. Sprich es ist nur eine Wahrscheinlichkeit die für ein Ereignis spricht. Entsprechend muss man auch seinen Einsatz kalkulieren. Wer vorher und hinterher seine Hausaufgaben macht, kennt das kalkulierbare Risiko und ist auch nicht am Boden zerstört, wenn der negative Fall eintritt.
Aufzeichnungen:
Hier sind die peniblen Aufzeichnungen elementar wichtig. Ich weiß es scheint einem die Spontanität zu rauben und fast wie ein Balast die Handlungsweise einzuschränken. Doch die genauen Aufzeichnungen der Gedanken, die einem dazu gebracht haben, ein Spiel oder eine Wette auszuwählen sind es, die einem lernen lassen. Ihr werdet erstaunt sein wenn ihr Eure Aufzeichnungen durchgeht, wie viele Dinge ihr übersehen habt als ihr die Wette oder den Trade eingegangen seit.
Führt eine genaue Checkliste, notiert Euch zumindest stichpunktartig die Gründe für Eure Entscheidungen. Macht immer wieder eine "Masterplan" Eurer Strategie. Ich habe praktisch jede Strategie die ich mir überlegt und ausprobiert habe – selbst die, die bei Vorabtests auf Papier bereits wieder ausgeschieden sind – in Schriftform festgehalten und in einem Ordner auf meinem Rechner aufgehoben.
Der Profi arbeitet mit Aufzeichnungen. Wer ohne Plan, Berechnungen und Aufzeichnungen vorgeht, der tradet nicht sondern der zockt ..
Am wichtigsten ist es ehrlich mit sich selbst zu bleiben. Sich einfach einzugstehen, dass man ein paar falsche Entscheidungen getroffen hat. Es mag eine schmerzvolle Erfahrung sein, wenn man viel Geld verloren hat. Doch es ist wichtig aus seinen Fehlern zu lernen und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Dann hat man keinen Verlust erlitten, sondern Lehrgeld gezahlt …
Ich wünsche allen Kollegen eine erholsame Winterpause und danach eine erfolgreiche Rückrunde!
25. Dezember 2008 / klaus - Kategorie:
Betfair
Sportwoche 22.-30.12.2008
| Datum |
Sport |
Verband |
Ort |
Event |
| 26.12. |
 |
FA |
England |
Premier League 19. Spieltag |
| 28.-30.12 |
 |
FA |
England |
Premier League 20. Spieltag |
22. Dezember 2008 / gabriel - Kategorie:
Wettprogramm
In meinem letzten Beitrag "Traden im Über 2,5 Tore Markt" habe ich Euch noch eine weitere Strategie fürs Traden versprochen. Hier ist sie: "Traden bei gleichwertigen Mannschaften". Diese Methode ist sehr effektiv. Wir traden hier wiederum inplay, allerdings auf dem klassichen Wettmarkt für Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg.
Vorbereitung:
Wie der Titel schon sagt, brauchen wir für diese Methode zwei in etwa gleichstarke Teams. Wir suchen uns also vorab Spiele raus, bei denen die Quoten für die Heim und die Auswärtsmannschaft relativ nah beieinander sind. Die Quote der Heimmannschaft sollte zwischen 2,30 und 2,80 liegen.
In-Play:
Entscheidund für uns aktiv zu werden sind die ersten 20 Minuten des Spiels. Wir brauchen hier das 1 – 0 für die Auswärtsmannschaft. Wichtig ist, dass die Auswärtsmannschaft in Führung geht. Die Quoten die vor Spielbeginn irgendwo zwischen 2.00 und 3.00 gelegen haben fallen dann auf ca. 1,50. Wenn das 0-1 gefallen ist warten wir noch ca. eine Minute, damit sich die Märkte beruhigen, bzw. eigependelt haben. Nun Layen wir die Auwärtsmannschaft, wissend daß viele andere Marktteilnehmer nun "auf den Zug aufspringen" und die in Führung liegende Auswärtsmannschaft backen. Daher ja auch die jetzt so niedrige Quote.
Ausgleichstreffer:
Ihr werdet merken, dass in den meisten Fällen die Heimmannschaft – die ja in etwa gleich stark ist – den Ausgleichstreffer erzielt. Je nachdem wie früh oder spät dieses Tor fällt, steigt die Quote für die Auswärtsmannschaft nun wieder deutlich an, mindestens auf die ursprüngliche Quote, wenn schon etwas Zeit verstrichen ist sogar deutlich höher.
Green-Up:
Nun ist die Zeit gekommen die Bücher wieder glatt zu stellen. Mit einer Backwette schaffen wir uns ein Green-up – sprich alle drei Spielausgänge erzielen den gleichen Gewinn – egal wie die Partie schlussendlich ausgeht.
Fazit:
Diese Methode benötigt etwas Geduld. Nicht in jeden Spiel geht die Auswärtsmannschaft in Führung. Daher sollte man sich vorab einfach einige Spiele raussuchen, die die benötigten Kriterien erfüllen (gleichstarke Mannschaften). Wenn dann bei einem dieser Spiele die Auwärtsführung fällt sind wir dabei – in deutlich mehr als die Hälfte der Fälle kommt dann auch der Ausgleichstreffer und wir haben sicheren Gewinn.
Viel Erfolg!
21. Dezember 2008 / klaus - Kategorie:
Betfair
15. Dezember 2008 / gabriel - Kategorie:
Wettprogramm
Traden auf Wettbörsen wie Betfair gehört zu den schwierigsten Methoden im Wettbereich. Warum das so ist? Ist es beim normalen Wetten schon schwer genug richtig abzuschätzen ob eine Wette richtig sein wird, und dann auch noch zu bewerten, ob die angebotenen Quote "Value" ist, sprich das Preis/Leistungsverhältnis des Angebot stimmt, muss beim Traden "in play" während das Spiel läuft auch noch der Zeitfaktor miteingerechnet werden.
Zeitfaktor:
Dieser Zeitfaktor hat gleich zwei wichtige Auswirkungen. Das offensichtliche ist einfach die Quotenveränderung. Je länger ein Spiel dauert, desto weniger Zeit bleibt für Tore, sprich Veränderung des bestehenden Spielstandes. Daher sinkt die Quote für die momentane Situation, und die Quoten für alle anderen Spielausgänge steigt. Zu allem Übel verändern sich diese Quoten nicht linear. Nein, es gibt Phasen in denen die Veränderungen sehr langsam vor sich gehen, und andere in denen sie fast sprunghaft reagieren. Am besten kann man sich mit diesen Bewegungen vertraut machen, in dem man einfach einmal ein paar Spiele nicht nur am TV sondern auch am Wettmarkt verfolgt. Idealerweise nimmt man ein 0 – 0 Spiel (ich weiß, das weiß man vorher natürlich nicht welches Spiel 0 – 0 ausgeht – doch ein paar torarme Begegnungen reichen auch um diese Veränderungen zu studieren) und verfolgt einfach mal den Markt in dem man agieren möchte.
Doch sind die – in gewissem Rahmen kalkulierbaren – Veränderungen nicht die einzigen Bewegungen die es einzukalkulieren und zu bewerten gilt. Nein, ein "inplay"-Handel auf Betfair ist wie ein heißer Tag an den Aktienbörsen. Wie wir alle wissen reagiert hier Gier und Angst. Sprich psycholgische Faktoren beeinflussen den Markt darüber hinaus sehr extrem. Das bringt mich gleich zum nächsten wichtigen Punkt:
Der ideale Trader:
Ich bin der Meinung, dass das "In-Play-Traden" nur für sehr wenige Wettfreunde der wirklich richtige Ort ist um "Geld zu verdienen". Und ich bin ganz ehrlich – ich bin mir nicht einmal so sicher, ob ich auch wirklich zu diesen Menschen gehöre …
Es gibt ein paar ganz wichtige Voraussetzungen, die man mitbringen sollte, um langfristig erfolgreich traden zu können.
Besonnenheit:
Da gerade Panikreaktionen grosse Verluste bringen, ist es das die wohl wichtigste Eigenschaft die man mitbringen muß. Nur wer sich absolut sicher ist, dass er nicht zu Panik-, Frust- oder Verzweiflungs-Wetten neigt ist hier richtig aufgehoben. Kennst Du das Gefühl? Es ist Sonntag Abend, das Wochenende ist schlecht gelaufen, Du steckst im Minus, obwohl doch so viele Spiele so gelaufen sind wie Du es Dir gedacht hast. Leider hast Du aber auch ein paar Mal daneben gelegen, sodass Du dieses Wochenende, trotz so vieler guter Möglichkeiten, die Du auch vollkommen richtig bewertet hast leicht im Minus steckst. Doch wie es der Sonntag so will (ich liebe ihn), steigt am Abend noch in Spanien oder Portugal das Spiel des Spitzenreiters gegen eine Mannschaft aus dem Mittelfeld. Schön, dass der Gegner von Barcelona oder Bernfica nicht ganz unten steht, daher ist die Quote auch noch akzeptabel. So, jetzt muss man nur noch den dreifachen Einsatz der üblichen Stakes vom Wochenende auf Heimsieg setzen, und schon steht man wieder im Plus. Hast Du den Mut und die Nerven jetzt am Sonntag Abend – nach all dem Stress – diesen dreifachen Betrag auf diese eine Wette zu setzen? Wirklich? Hält es Deine Psyche aus? Sei ganz ehrlich mit Dir – würdest Du das Geld jetzt setzten? Wenn JA – dann lass bitte die Finger die nächste Zeit (oder am besten für immer) vom In-Play Wetten. Den genauso fühlt es sich in der 80. Minute an, wenn sämtliche Trades in den Keller fallen und man hofft mit einer flotten "Rettungsaktion" nocht ins Plus zu kommen …
Mathematische Fähigkeiten:
Hat man beim normalen Wetten praktisch unendlich Zeit zur Verfügung alle Aspekte einer Wette in Ruhe durch zurechenen (man muss nur Samstag Morgen früh genug aufstehen), kommt beim In-play-Traden dazu, dass man in kürzester Zeit sich ständig verändernde Quoten mathematisch bewerten, die Einsätze berechnen, und beim Traden sogar die Ausgänge und Konsequenzen voraus kalkulieren muss. Das kombiniert mit der Gier – und ganz besonders der Angst – wenn man merkt, dass einem die Quoten "davon laufen" und jede Sekunden noch ein Tor fallen kann, das die Chance jetzt Gewinn zu machen wieder zu nichte machen kann – ist der Grunde weshalb der erfolgreiche Trader in kürzester Zeit in der Lage sein sollte, schnell und dabei vor allem richtig zu rechnen. Ein kleiner Rechenfehler hier kann sehr viel Geld kosten. Und man kann nicht wie vor dem Event -zig mal nachrechnen ob auch alles passt.
Fähigkeit ein Spiel zu lesen:
Die dritte Fähigkeit, die man mitbringen sollte fürs In-Play-Traden ist ganz einfach ein grosser Fussballsachverstand, bzw. viel Erfahrung. Wer seit Jahren Fussball live sieht – und das optimalerweise – nicht aus einer "Fanbrille", also nicht mit vier, fünf Bier im Schädel, singend in einer Ost-, Süd-, Nord-, West- oder was auch immer Kurve, der könnte ein Gespür entwickelt haben, wie Spiele verlaufen werden. Schau Dir ein besten eine Begnung aus einem Land – oder eine Liga – an, bei dem Dir beide Mannschaften nichts sagen, Du überhaupt keinen Bezug zu den Vereinen, den beteiligen Städten etc. hast. Und dann versuche Dich einfach auf das Spiel an sich zu konzentrieren. Siehst Du wenn das Spiel los geht, in den ersten 15 Minuten, in welche Richtung es sich entwickeln könnte? Welche Mannschaft scheint die Oberhand zu bekommen, werden viele oder wenig Tore fallen? Liegst Du hier meist richtig, dann kannst Du "ein Spiel lesen!". Genau die Fähigkeit hilft sehr beim In-Play Traden erfolgreich zu sein.
Traden im "Über 2,5 Tore" Markt:
So genug der Philosphie. Hier ist eine praktische Strategie wie man in einem meiner Lieblingsmärkte, dem "Über 2,5 Tore"-Markt erfolgreich traden kann:
Als erstes brauchen wir ein Spiel, bei dem die Heimmannschaft der Favorit ist. Wir gehen also auf den klassichen Heim/Unentschieden/Auswärts – Markt (bei Betfair – Wettquoten – genannt) und sehen nach ob die Heimmannschaft mit Quoten von 1.35 bis 1,90 gehandelt wird. Haben wir so eine Begegnung schalten wir auf den "Mehr/Weniger als 2,5 Tore"-Markt und lassen das Spiel beginnen.
Ist nach ca. 10 – 15 Minuten kein Tor gefallen, beginnen viele Kollegen die auf "Über 2,5" gesetzt haben nervös zu werden. Einige verfallen (für uns glücklicherweise) sogar in Panik und verkaufen die Wette wieder. Das lässt die Quote für das "Über" unverhältnismäßig steigen – sind wir mal ehrlich. Gut 10 Minuten gespielt, viele VIPs haben da noch nicht einmal auf Ihren Logen Platz genommen und schieben sich im "Business Bereich" noch Häppchen rein, die Mannschaften beschnuppern sich noch – doch die ersten Trader werden schon nervös – verrückte Welt, oder? Die Quote jedenfalls die bei knapp unter 2 vor Spielbeginn stand ist jetzt auf 2,4 bis 2,6 geklettert. Da wir wissen, dass statistisch im Mittelwert ca. in der 35 Minute das erste Tor fällt, brauchen wir nicht nervös zu sein. Die Quote ist jetzt auf jeden Fall im "Value".
Also: 1. Wette BACK-Wette auf ÜBER 2,5 Tore (Quote ca. 2,5)
Alles was wir jetzt brauchen ist ein Tor. Da es sich hier um ein Favoritenspiel handelt, fällt es dann auch meist ca. im zweiten oder dritten Drittel der ersten Halbzeit. Die besagten Wettfreunde werden schon wieder nervös. Die "Über" fällt jetzt auf 1.5 bis 1.9 …. toll, das ist unsere Chance. Wir stellen die "Bücher gerade" – Layen also zu einem Betrag der uns für beide Spielausgänge einen gleich grossen Gewinn sichert und suchen das nächste Spiel.
Also: 2. Wette LAY-Wette auf ÜBER 2,5 Tore (Quote ca. 1,7)
Sicher es läuft nicht immer so, sonst wäre das Traden ja eine "Lizenz zum Gelddrucken" … doch dies ist einer meiner LIeblingstrades. Eine weitere Methode wende ich auch noch gerne an … dazu ein anderes Mal.
Viele Erfolg,
Klaus
13. Dezember 2008 / klaus - Kategorie:
Betfair
8. Dezember 2008 / gabriel - Kategorie:
Wettprogramm
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