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Felix Magath


Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Felix Magath und Sportwetten im Allgemeinen.


Sebastian Polter (Wolfsburg)

“Endlich können wir wieder diskutieren. Endlich kann ich wieder meinem Ärger Luft machen. Und endlich kann ich dir wieder widersprechen.” Ein zufriedenes Grinsen breitete sich auf Guidos Gesicht aus.

Nahezu ein halbes Jahr konnte ich mit Guido nur über Kurznachrichten diverser sozialer Netzwerke kommunizieren: Weltreise. In seinem Fall wohl eher ein Humpeln und Hinken von Job zu Job und Projekt zu Projekt. Gewissermaßen ein ultra-moderner Zeitarbeiter. Zeitarbeit in ihrer individuellsten Form. Sicherlich aber mit vertrauenswürdiger Bezahlung, aber mit komplizierten Steuerjahresausgleich.

Guido hat vermutlich die meisten Länder bereist, in denen Felix Magath schon eigekauft hat. “Ich habe dabei allerdings mehr mitgenommen als Felix Magath”, tönte Guido als wir uns an diesem Wochenende nach langer Zeit wieder sahen. “Und deutlich mehr mitgehen lassen”, antwortete ich und musste Guido in der Folge doch Recht geben. Es war weniger ich, der Guido Recht gab, sondern viel mehr der 20 jährige Sebastian Polter. Der junge Stürmer vom VfL Wolfsburg sorgte mit seinem Siegtreffer in der 78. Spielminute gegen den 1. FC Köln für einen gelungenen Rückrundenstart in der VW-Stadt. “Da kauft der Magath mit den VW-Millionen in der großen weiten Welt ein und ein Eigengewächs von um die Ecke macht die Bude”, zeigte sich Guido erfreut.

In der Tat hatte Felix Magath neue Portuguisen, Schweizer, Brasilianer und Tschechen in der Startelf verpackt, doch für Jubelarien bewarb sich keiner der Genannten. Letztlich war der Sieg nicht erst seit vier Wochen, sondern bereits seit vier Jahren im Verein und kommt nicht aus Sao Paolo oder Guimaraes, sondern aus Wilhelmshaven. Gekostet hat er auch nicht über vier Millionen Euro, sondern ist ablösefrei aus Braunschweig gekommen. “Vielleicht erkennt Magath ja irgendwann seinen eigenen Wahnsinn. Verstärkungen sind ja vollkommen in Ordnung, aber muss es immer direkt für viel Geld aus aller Welt sein? Die Masse ist ja erschreckend.”, sagte Guido.

Am Ende zeigte sich Magath sehr zufrieden und betonte, die Bundesliga sei die stärkste Liga der Welt, weshalb es schwierig sei, sich einzugewöhnen. “Die stärkste Liga der Welt?“, fragte Guido, “die stärkste Liga der Welt? Nur weil die Premier League mal ein wenig in der Königsklasse strauchelt – dafür aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die Europa League gewinnt – müssen wir nun nicht übermütig werden. Unser Deutscher Meister hat den Winter schließlich auf europäischer Ebene nicht überlebt.”

“Auch wenn sie nicht die Beste ist, so ist sie zumindest die Ausgeglichenste.”, warf ich ein. In England erstreckt sich über die Liga hinweg wahrscheinlich am meisten Qualiät, allerdings hat der Tabellendritte der Premier League schon acht Punkte Rückstand auf den Tabellenführer – der Tabellenvierte liegt sogar 13 Punkte hinter der Spitze. In Frankreich fehlt die Qualität und in Italien kann man den Ergebnissen nicht trauen. In Spanien hat Real Madrid an der Spitze fünf Punkte Vorsprung auf den FC Barcelona. 14 Punkte sind es auf den Dritten und 18 auf den Tabellenvierten. Das alles, während in Deutschland drei Mannschaften punktgleich die Tabellen anführen und der Vierte einen einsamen Zähler dahinter weilt.

Guido widersprach mir nicht.

Bei Guidos Guide geht es jeden Dienstag um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.

24. Januar 2012 / joe - Kategorie: Fussball-News

Wolfsburg vs. Bayern Jupp Heynckes Plakat 13.08.2011.jpg

Am Samstag, den 13. August 2011, empfängt der VfL Wolfsburg den FC Bayern München. Die Niedersachsen feiern gegen den Rekordmeister am 2. Spieltag ihr Heimdebüt in der neuen Bundesliga-Saison 2011/2012.
Größer könnten die Unterschiede nach einem Spieltag kaum sein: Der VfL Wolfsburg führt nach dem Auswärtssieg beim 1. FC Köln (3:0) die Tabelle an, während die Bayern am 1. Spieltag nicht mal in der Lage waren, das Tor zu treffen. Nach der Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) findet man sich in der Tabelle mit der Doppel-Null im unteren Teil.
Medial ist das Spiel besonders interessant, weil mit Felix Magath ein Trainer bei den Wolfsburgern auf der Bank sitzt, der nicht nur seine zweite Amtszeit in Wolfsburg quasi beginnt, sondern auch vorher mit den Bayern schon sehr erfolgreich in Deutschland das nationale Geschehen dominiert hat. Von dieser Dominanz sind die Bayern aktuell weit entfernt.
Das Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Bayern München wird am Samstag um 15:30 Uhr angepfiffen.

Vfl Wolfsburg:
Felix Magath hat bekanntermaßen seit einigen Monaten wieder das Zepter in der Hand bei den Wölfen. In der letzten Saison rettete er den VfL vor dem Abstieg – eine wacklige Mission, wie sich herausstellte. Man war sich demnach nicht so sicher, wie die Wolfsburger auftreten werden. Auch weil man vermutete, dass mit Diego eine wichtige Stütze im Offensivspiel wegbricht. Außerdem ist in Wolfsburg, trotz der Federführerschaft von Felix Magath, noch keine Transfermasse angeschwemmt worden.
Beim Pokal-Aus gegen RB Leipzig – immerhin ein Regionalligist - fühlte man sich in eben dieser Skepsis bestätigt (2:3). Früh wurde man in Leipzig geschockt. Schon nach etwas mehr als einer Viertelstunde lag Wolfsburg mit zwei Toren hinten. Doch der Bundesligist rehabilitierte sich und glich noch in der Anfangshalbenstunde aus. Wider erwarten waren es dann die Leipziger, die kurz vor der Pause in Führung gingen, und diesen Vorsprung über die Zeit retten konnten.
Als Zeichen des Neuanfangs nominierte Alleinherrscher Magath in der Folge Neuzugang Christian Träsch zum Kapitän. Träsch ist einer von insgesamt fünf gestandenen Bundesligaprofis, die der Autoclub in der Sommerpause verpflichtete. Der Transfer von Srdjan Lakic, der gegen Leipzig zu den besseren gehörte und dafür beim Saisonauftakt in Köln mit 90 Minuten Bank belohnt wurde, stand bereits vor Magaths Zeit fest. Ansonsten kaufte Wolfsburg um die Ecke in Frankfurt ein: Patrick Ochs und Marco Russ greifen ab dieser Saison in Wolfsburg an. Die Überraschung verpflichtete Magath mit Hasan Salihamidzic von Juventus Turin.
Nach der Blamage im nationale Pokal und den Querelen in der Kapitänsfrage hatte man Wolfsburg nicht wirklich einen erfolgreiche Start zugetraut, wäre da nicht der 1. FC Köln gewesen. Die Rheinländer schienen noch mehr Unruhe in der Mannschaft und im Umfeld zu haben als die Niedersachsen. Am 1. Spieltag gewann Wolfsburg überzeugend in Köln (3:0). Dieser Sieg ist hinsichtlich des Heimspiels gegen den FC Bayern München besonders wichtig. Eine Auftaktniederlage und ausbleibender Erfolg gegen Bayern hätte schon kurzfristig den Druck stark erhöht – vor allem mit dem Pokalaus im Rücken. Mit diesem Sieg in Köln haben sich die Niedersachsen in ruhigeres Fahrwasser gestrampelt.

FC Bayern München:
Ruhiges Fahrwasser ist vermutlich genau das Gegenteil von dem, wo der Rekordmeister aus München aktuell durch muss. Wenn die letzte Saison nicht richtig gut gelaufen ist und man ohnehin verunsichert ist, dann sorgt eine Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach am 1. Spieltag (0:1) für Falten auf der Stirn eines jeden, der sich damit beschäftigt hat. Hierzu sei betont, dass die Borussia praktisch die gleiche Mannschaft in die neue Spielzeit geschickt hat, die sich in der letzten Saison nur über die Relegation hat retten können. Ausreden gibt es keine. Bis auf Ribery - und selbst für ihn hat es für 35 Minuten gereicht – hatte Trainer Jupp Heynckes den kompletten Kader zur Verfügung.
Kann man den wirklich als FC Bayern verunsichert in ein erstes Saisonspiel gegen eine offensichtlich maximal mittelstarke Bundesligamannschaft gehen? Die Antwort hat die Mannschaft auf erschreckende Weise selbst auf dem Platz gegeben. Mit Sicherheit ist der FC Bayern München nicht verunsichert gewesen, wie es ein Abstiegskandidat ist, der seit drei Monaten keinen Dreier mehr gelandet hat. "Verunsicherung" beschreibt einen solchen Zustand bei den Bayern vielleicht auch nicht treffend genug. "Fehlende Sicherheit" kommt den wahren Gegebenheiten näher. Es fehlt diese Leichtigkeit, die die Bayern sonst aus macht. Man sollte – auch beim FC Bayern nicht – nach einer Niederlage alles schlecht reden. Genauso wenig wie ein Sieg nicht zur unbegrenzten Euphorie führen soll. Die mittelmäßige Vorbereitung, die schwache Vorsaison, die andauerndenn Unsicherheiten in der Verteidigung: Alle diese Punkte nehmen den Münchenern diesen mentalen Vorteil, den sie durch die gelebte Siegermentalität normalerweise an den Tag legen.
Man ist schon früh in der Saison gestolpert. Gegen Wolfsburg ist ein Auswärtssieg folglich Pflicht. Mit einem Punkt aus zwei Spielen würden direkte Konkurrenten um die vorderen Plätze bereits auf fünf Punkte Differenz erhöhen können. Ein Rückstand, dem man lange hinterher rennen könnte. Doch solche Negativ-Szenarien sind Zukunftsmusik. Null Punkte sehen schlimmer aus als sie sind.
Die Niederlage kam zum richtigen Zeitpunkt und hat in den Bayern möglicherweise den entscheidenen Tick geweckt, der in den letzten Monaten verschludert wurde. Jupp Heynckes hatte jetzt einige Tage Zeit, um mit der Mannschaft zu arbeiten. Er hat viele Baustellen und muss mit den Spielern in vielen Dimensionen Verbesserungen erarbeiten. Gut möglich, dass sich Heynckes einer defensiven Grundhaltung in Wolfsburg anvertraut.
Personell hat Jupp Heynckes weiterhin seinen Kader beisammen.

Fazit:
Es gilt hier zu beurteilen, ob es den Bayern gelingen wird, das Ruder rum zu reißen. Hat die Niederlage am 1. Spieltag für neue Vitalität gesorgt oder ist der Rekordmeister geschockt und geht auch in Wolfsburg baden? Wer hier die Verfassung und insbesondere die Reaktion der Bayern beurteilen kann, für den gibt es attraktive Quoten. In diesem Spiel ist jedoch erhöhte Vorsicht geboten, denn die Niedersachen sind ein unangenehmer Gegner. Felix Magath kennt die Spielweise der Bayern und wird seine Mannschaft optimal einstellen können, sodass die Qualitätsunterschiede weniger stark zur Geltung kommen. Es sollte nicht vergessen werden, dass der FC Bayern hier immernoch die bessere Mannschaft stellt, vermutlich auch die bessere Spielanlage. Das ganze Drumherum ist in diesem Spiel eine Variable, die nicht nur schwierig zu beurteilen ist, sondern auch noch starken Einfluss auf das Spielgeschehen haben wird.

Wett-Quoten Wolfsburg vs. Bayern München:
VfL Wolfsburg: 4,00 @ bet365
Unentschieden: 3,50 @ betclic
FC Bayern München: 1,91 @ williamhill

 

Überblick über den 2.Spieltag der 1.Bundesliga 2011/2012:

13.08.2011 15:30, Schalke 04 – Köln        
13.08.2011 15:30, Hamburger SV – Hertha Berlin
13.08.2011 15:30, Nürnberg – Hannover 96
13.08.2011 15:30, Freiburg – Mainz
13.08.2011 15:30, Hoffenheim – BVB Dortmund    
13.08.2011 15:30, Wolfsburg – Bayern München
13.08.2011 18:30, Gladbach – Stuttgart
14.08.2011 15:30, Kaiserslautern – Augsburg
14.08.2011 17:30, Leverkusen – Werder Bremen

Den aktuellen Tabellenstand, Spielplan, Ergebnisse, Torschützenkönig und mehr Statistiken finden Sie bei den Fußball Tabellen (einfach das Land  1.Bundesliga & das gewünschte Thema auswählen).

Jede Woche im Wettbasis-Newsbereich finden Sie die amüsante Bundesliga-Vorschau (hier geht’s zum 2.Spieltag)

11. August 2011 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Selbst an einem Donnerstagabend kann man sich hinsichtlich der Fußball Bundesliga in Deutschland nicht zurücklehnen. Kurz vor Ende des Spiels zwischen Leverkusen und Villarreal wurde im Internet über mehrere Medien simultan bekannt, dass das Trainerkarusell der höchsten deutschen Spielklasse sich nicht nur weiter dreht, sondern diesmal an einer ganz besonderen Stelle angehalten hat.

Felix Magath wechselt ab sofort zum VfL Wolfsburg!

Der Fußball-Alleinherrscher Felix Magath hatte erst unter der Woche seinen Vertrag bei Schalke 04 aufgelöst. Viele wunderten sich, ob die Gerüchte stimmen würden, dass Magath gekündigt hatte und somit auf seine Abfindung bei den Königsblauen verzichten würde, obwohl diese ihn alles andere als freundlich vor die Tür gesetzt hatten. Mit Sicherheit glühte zu diesem Zeitpunkt schon den Draht nach Wolfsburg. Für den VfL Wolfsburg ist die Entscheidung eine hervorragende Nachricht, denn die Wölfe befinden sich in akuter Abstiegsnot und hatten unter Pierre Littbarski ein ums andere Mal Hilflosigkeit im Team verbreitet.

Felix Magath hat in Wolfsburg übrigens wieder die Alleinherrschaft übernommen – auch der Vertrag mit Sportdirektor Dieter Honeß wurde laut Medienangaben aufgelöst.

Der Wolfsburger Abstieg wird momentan bei youwin @ 3,75 gehandelt – vor der Rückrunde gab es noch eine 30,00.

17. März 2011 / joe - Kategorie: Fussball-News

Am Samstag, den 13. November 2010, kommt es in Niedersachsen zu einem besonderen Duell am 12. Spieltag: Das Duell der Erwartungen zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04.
Zumindest könnte man dieses Spiel so taufen, da sich beide Mannschaften derzeit viel mit Erwartungen und Erwartungshaltungen rumschlagen müssen. Sowohl vereinsintern als auch in der Fanszene bzw. der Öffentlichkeit wird die Performance von Wolfsburg und Schalke im ersten Drittel der Saison mehr als nur hinterfragt. DIese Begegnung wird auf beiden Seiten eine Signalwirkung haben: Aufwärtstrend in Richtung der Erwartungen oder tieferer Abstieg in die Selbstkritik.
Das Spiel gehört zu den Samstagnachmittag-Spielen der 1. Bundesliga und wird dementsprechend um 15:30 Uhr angepfiffen.

VfL Wolfsburg:
Nur ein wenig Selbstkritik wird Wölfe-Trainer Steve McClaren vermutlich nicht reichen: Er braucht Fakten – am besten in Form von Punkten. In den deutschen Medien wurde unter der Woche vermehrt drauf hingewiesen, dass sich der Mutterkonzern Volkswagen scheinbar nicht mit der allenfalls mittelmässigen Performance des Werksteams identifiziert. Unzufriedenheit seitens der Geldgeber ist in jedem Unternehmen schlecht, beim Fußball kann man damit meistens noch leben. Beim VfL Wolfsburg jedoch ist die Situation angespannt. VW möchte sein gutes Image auch im Sport reflektiert sehen und tut alles was möglich ist. Der Einkauf von Diego und die Vertragsverlängerungen von Dzeko und anderen Leistungsträgern waren finanziell deutlich mehr als sich eine mittelklassige Mannschaft normalerweise erlauben kann. Die Mittelklassigkeit in der Tabelle passt also in keinester Weise zu den Investitionen. In der Wirtschaft würe VW solche Posten vermutlich recht schnell aus der Unternehmenskultur streichen. Um seinen Job muss in Wolfsburg aber maximal der Trainer fürchten.
Man hat den Eindruck, dass die sportliche Misere bei den Spielern noch nicht richtig angekommen ist. Mit bereits sechs Niederlagen hat man schon jetzt – nach dem 11. Spieltag - häufiger verloren als in der gesamten Hinrunde der letzten Saison. Aktuell belegt man in der Bundesliga den 12. Rang. Das bedeutet man steht sogar hinter Werder Bremen – denen bisher eine mehr als verunglückte Saison attestiert wird. Nur noch vier Punkte trennen die Niedersachsen von einem Relegationsplatz. Nach diesem Wochenende können die Wolfsburg in Schlagdistanz von nur einem Spiel zu diesem Relegationsplatz sinken – momentan wird dieser von Schalke 04 belegt.
In den letzten Wochen gab es für die Anhönger der Mannschaft von Steve McClaren keine klaren Trends. Eine Achterbahn der Gefühle dürchlief den Verein. Die letzten fünf Spiele beginnen mit dem peinlichen 2:3 zu Hause gegen Leverkusen, als die Wölfe 20 Minuten vor Schluß noch mit 2:0 geführt hatten. Die Auswärtsniederlage bei Nürnberg war die konsequente Fortführung dieser Einstellung. Im Pokal erholte man sich etwas gegen den Amateurverein Victoria Hamburg (3:1). Zu Hause gegen Stuttgart blieb man dann zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor (2:0). Doch schnellstmöglich stoppten die Niedersachsen ihren Aufwärtstrend bei Eintracht Frankfurt (1:3).

FC Schalke 04:
Etwas Selbstkritik von seinen Spielern wird Imperator Felix Magath auch deutlich zu wenig sein. Noch problematischer als in Wolfsburg erscheint die Situation der Schalker: Die Spieler scheinen seit Wochen begriffen zu haben, worum es geht, doch so recht umsetzen können sie ihren Eifer nicht.
Dass Felix Magath bei Schalke nur zum Alleinunterhalter geworden ist, weil die Mannschaft sportlich äußerst selten auf sich aufmerksam macht, durchkreutzt vermutlich alle Pläne der Knappen. Obgleich in den letzten 90 MInuten ein kleiner Aufwärtstrend zu erkennen ist, darf man das 3:0 gegen den FC St. Pauli getrost als Pflichtsieg abstempeln. Man kann sich bekanntlich jede Spielweise schön reden, deshalb wird an dieser Stelle besonderes Augenmerk auf die letzten fünf Spiele von Schalke 04 gelegt. Zwar gelang – abgesehen vom ersten Heimsieg der Bundesligasaison gegen den FC St. Pauli – nur gegen den unterklassigen FSV Frankfurt ei Sieg (1:0), allerdings musste man in den letzten fünf Spielen nur ein Mal den Ball aus dem eigenen Netz fischen. Dass gleichzeitig nur in zwei der letzten fünf Spielen selbst ein Tor erzielt wurde und dass es insgesamt nur vier Tore in den letzten fünf Spielen geworden sind, bleibt an dieser Stelle ohne weiteren Kommentar – ganz im Sinne von Felix Magath.
Fakt ist, dass die Schalker mit neun Punkten aus elf Spielen weit unter ihren Erwartungen zurück geblieben sind. Somit stellen sich für die Attraktivität des Schalkers mehrere spielerische kurzfristige Probleme. Es könnte bei ausbleibender Besserung durchaus bald zu einem Umsturz der Stimmung in der Fanszene kommen. Eher mittelfristig angesiedelt sind die Schalker Probleme im Bezug auf den internationalen Wettbewerb, der zwar nicht unmöglich aber zurzeit noch unwahrscheinlich erscheint. Auf die finanziellen Erfolge aus den internationalen Kassen ist der schwer angeschlagende Verein angewiesen. Das dritte und langfristigste Problem des FC Schalke 04 ergibt sich aus einer Prognose zur Position des Vereins: Wenn es Schalke nicht gelingen sollte in das internaionale Geschäft vorzudringen – also mindestens elf Plätze aufzuholen – dann wird es aus finanziellen sowie sportlichen Gründen nahezu unmöglich sein, Spieler wie Manuel Neuer oder Klaas-Jan Huntelaar zu halten. Ein Teufelskreis.

Fazit:
Für beide Mannschaften ist dieses Spiel so etwas wie ein Blick in den Spiegel. Ein Blick auf sich selbst sollte die Brisanz der eigenen Situation verdeutlichen und erklären, dass es nur um drei Punkte gehen kann. Ein Blick in das Gesicht des Gegners sollte die eigene Sitatuation verständlicher machen, schließlich hat der Gegenüber nahezu die selben Probleme. Man kann nur hoffen, dass beide dieses Problem positiv angehen und der Liga mal wieder eine positive Schlagzeile schenken.

Quoten:
VfL Wolfsburg: 2,30 @ bwin
Unentschieden: 3,50 @ bet365
FC Schalke 04: 3,15 @ unibet

12. November 2010 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Am Freitagabend, den 5. November 2010, eröffnen Schalke und St. Pauli den 11. Spieltag der 1. Bundesliga in Deutschland. Unverständlicherweise spielt der FC Schalke 04 schon am Freitag, obwohl die Knappen unter der Woche schon in der Champions League in Israel spielen mussten.
Objektiv gesehen ist es äußerst fraglich, ob die Partie zwischen Schalke und St. Pauli am Freitagabend wirklich eine Alternative in der Abendplanung sein sollte. Die letzte Spiele von beiden Mannschaften wurde nicht besonders erfolgreich bestritten.
Das Spiel wird am Freitagabend um 20:30 Uhr angepfiffen.

FC Schalke 04:
So oder so ähnlich kann sich Alleinunterhalter Felix Magath diese Saison beim besten Willen nicht vorgestellt haben. Das erste Drittel der Spielzeit ist gespielt und es ist an der Zeit das erste Zwischenzeugnis zu schreiben. In den meisten Schulen würde es angesichts der Schalker Leistung "Blaue Briefe" regnen. Die Saison droht ein absoluter Reinfall zu werden. Gerade das Beispiel von Hertha BSC Berlin in der letzten Saison sollte noch in den Köpfen präsent sein. Die einzige Überraschung ist bisher, dass das Umfeld verhältnismäßig ruhig geblieben ist. Felix Magath hält alle Stricke in der Hand, doch die Schalker Kutsche hat noch Probleme mit den neuen Pferden. Die haben zwar tolle Namen, funktionieren aber nicht als Ganzes.
Nach einem Drittel hat man in der Bundesliga nur gegen den moderat augestellten SC Freiburg gewinnen können. Ohne Heimsieg und mit nur sechs Punkten, die aus Unentschieden gegen Mänchengladbach, Frankfurt und Stuttgart resultieren, steht Schalke am Tabellenende. Man konnte gegen keine einzige Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte punkten bisher.
Gegen St. Pauli muss dringend der erste Heimsieg in der Bundesliga her, denn in den kommenden Wochen warten Gegner auf die Knappen, die es in sich haben. Der VfL Wolfsburg, Werder Bremen und Olympique Lyon können Schalke ausknocken.
Frischer Wind ist auf Schalke eher nicht zu erwarten, da sie es sich finaziell gar nicht erlauben können den Trainer zu entlassen. Außerdem kommen weitere finanzielle Hürden auf den Verein zu. So muss Schalke in der kommenden Saison – sollte es keinen Triumph im DFB-Pokal geben – auf einkalkulierte Einnahmen aus dem internationalen Geschäft verzichten. Ob Stars wie Huntelaar, Raul und Jurado dann gehalten werden können, erscheint fraglich.
Da sich die Probleme häufen gilt es auf Schalke eins nach dem anderen aufzuräumen. Das nächste kommt aus Hamburg und heißt St. Pauli.

FC St. Pauli:
Ohne die Ansprüche von Schalke 04 aber mit deutlich mehr Punkten auf dem Konto liest sich das erste Drittel des Hamburger Vereins deutlich besser als das des Gegners. Mit 13 Punkten steht St. Pauli zwar im unteren Drittel der Tabelle, kann aber sechs Punkte vor einem Relegationsrang verzeichnen. Blickt man auf den Kader von Trainer Holger Stanislawski muss man den Hut ziehen. Namentlich erscheint das Spielerkontingent bei St. Pauli das schwächste der Liga zu sein, jedoch hamoniert es.
Viele hatten St. Pauli vor der Saison keine Chancen auf den Klassenerhalt zugerechnet. Doch die Hamburger haben bewiesen, dass sie in dieser Liga etwa wert sind.
So wurden Freiburg, Mönchengladbach, Hannover und Nürnberg bereits geschlagen. Die Auftritte der letzten Wochen dürfen als unglücklich eingestuft werden. In Stuttgart (0:2) hatte man lange die Chance einen Punkt zu entführen und zu Hause gegen Frankfurt verlor man unverdient (1:3). Nach fünf Minuten ging man bereits in Führung. Das Ergebnis beim Heimspiel gegen Frankfurt trügt, denn der Elfmeter, den Gekas zum Ausgleich verwandelt, hätte sogar Teamkollege Ochs laut eigener Aussage nicht gepfiffen. Als sich Gerald Asamoah dann kurz nach der Pause selbst aus dem Spiel nahm (Gelb-Rot), wurde das Spiel zunehmend schwieirger für St. Pauli. Doch bis kurz vor Schluß hatte die Mannschaft von Trainer Holger Stanislawski Chancen auf den Ausgleich. Erst in der Nachspielzeit entschied Caio das Spiel.
Auf Schalke wird man die Begegnung sicherlich gewohnt Defensiv angehen und den Schalker erstmal den Spaß am Spiel nehmen – bei Standardsituationen beispielsweise oder nach Kontern wird es St. Pauli probieren. Es ist zu vermuten, dass St. Pauli das Spiel wie ein klassisches Auswärtsspiel tiefstehend aus der eigenen Hälfte erst einmal beobachtet.

Head to Head:
Auch wenn St. Pauli seit drei Spielen kein Tor mehr gegen Schalke geschossen hat, sind die Statistiken zwischen beiden Mannschaften nicht aussagekräftig. Das letzte Spiel liegt immerhin acht Jahre zurück.

Fazit:
Die Bundesliga überrascht immer wieder – gerade in dieser Saison. Am Freitagabend werden die Fans des Lederballs eine Überraschung brauchen, denn alles andere als ein Gurkenkick wäre eine Überraschung. Die Erwartungen sind nicht besonders hoch, vielleicht ist das der erste Schritt hin zu einem Flutlicht-Kracher. Aussagekräftig oder nicht: 1996 gab es mal ein 4:4

Quoten:
FC Schalke 04: 1,63 @ betsafe
Unentschieden: 3,80 @ bwin
FC St. Pauli: 5,85 @ expekt

3. November 2010 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Am Sonntag, den 19. September 2010, findet in der Arena Auf Schalke das polarisierenste Derby in Deutschland statt. Der FC Schalke 04 empfängt am vierten Spieltag den Erzrivalen aus direkter Nachbarschaft: Borussia Dortmund.
Das Derby zwischen Schalke und Dortmund gehört zweifelsfrei zu den größten seiner Zunft. In Europa lediglich ein Spiel Spanien, als Griechenland, als in Schottland vermutlich noch zwei weitere Spiele auf der Insel mithalten.
Im Grunde genommen ist es vollkommen egal, zu welchem Zeitpunkt in der Saison das Spiel steigt, der die Brisanz begründet sich in erster Linie aus der Rivalität der beiden Mannschaften und Fanlager.
Schiedsrichter der Begegnung ist Manuel Gräfe aus Berlin. Der Hauptstädter schickte in der letzten Saison in 18 Bundesligaeinsätzen acht Spieler vorzeitig zum Duschen – dabei zückte er viermal direkt Rot. Anstoß des Spiels zwischen Schalke und Dortmund ist um 17:30 Uhr.

Schalke 04:
Viel schlechter hätte es nicht kommen können. Wahrscheinlich ist das, was der FC Schalke 04 und seine Anhänger im Moment durchleben, der absolute Worst Case. Man startete schlecht in die Bundesligasaison, kaufte dann panisch teure Spieler ein, musste dann mit ansehen wie diese Spieler noch keine Bindung zur Mannschafts Spiel gefunden haben, weinte anschließend den verkauften Abwehrspielern hinterher und hatte zudem beim Champions League Auftakt erst kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.
Doch der Reihe nach. Der katastrophale Saisonstart, den Felix Magath immer noch schönredet, wird im Allgemeinen damit begründet, dass sich die neue Mannschaft noch nicht gefunden habe. Beim Auftakt spielt in Hamburg kann man eine Niederlage aus sportlichen Gesichtspunkten sicherlich "verstehen" (1:2). Doch die Heimniederlage gegen Hannover 96 – ein Hannover 96, das vor der Saison nach dem Pokal aus als erster Absteiger gehandelt wurde – war alles andere als eingeplant. Die hilflose Art und Weise mit der sich die Knappen der Niederlage hingeben mussten, war wohl das größte Übel an der zweiten Saisonniederlage (1:2). Im folgenden Spiel in Hoffenheim konnte Schalke 04 – zumindest in der ersten Halbzeit – fußballerisch einige positive Akzente setzen. Letztendlich wurde die Abschlussschwäche bestraft und Königsblau fuhr mit leeren Händen nach Hause (0:2). Nur der VfB Stuttgart hat aufgrund des Torverhältnisses noch einen schlechteren Start als Schalke 04 in dieser Bundesligasaison hingelegt. Mit null Punkten steht Schalke 04 nun kurz vor dem Derby auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Außerdem musste am Mittwoch auch noch ein unglücklicher Start in die Champions League Saison verzeichnet werden. Die Auswärtsniederlage in Lyon ist zwar zu verkraften, doch, wenn man sich anschaut, wie sie zu Stande gekommen ist, kommt man abermals ins Grübeln. Als eigentlich bessere Mannschaft gab Schalke durch einen individuellen Defensivfehler von Christoph Moritz das Heft aus der Hand. Als der Schiedsrichter dann auch noch vollkommen überzogen Rot gegen Benedikt Höwedes zog waren die positiven Momente des Mittwochabends gezählt (0:1).
Den größten Vorteil, den Schalke 04 Moment auf seiner Seite hat, ist, dass man mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund sämtliche negativen Erlebnisse der letzten Wochen vergessen machen kann. Denn für die Fälle gibt es nichts wichtigeres als einem Sieg gegen den Erzrivalen. Somit hat Königsblau nun die einmalige Chance in 90 min einen reinen Tisch zu machen. Trainer Felix Magath wird das genauso wissen, wie seine Spieler auch.

Borussia Dortmund:
Eigentlich hatte man den Saisonstart im eigenen Stadion gegen Bayer Leverkusen ordentlich in den Sand gesetzt (0:2). Allerdings gelang es sich mit Siegen in Stuttgart (1:3) und am letzten Wochenende gegen den VfL Wolfsburg zu rehabilitieren (2:0).Dass es in dieser jungen Mannschaft mit rechten Dingen zugeht und die Stimmung in der Kabine stimmt, hat man zuletzt hervorragend am Donnerstagabend beobachten können. Denn beim 4:3 Auswärtssieg in der Ukraine gegen Kapaty Lwiw gerade man ein Spiel, welches man eigentlich schon sicher in der Tasche hatte und dann doch auf der Verliererstraße gelandet war. Erst mit der letzten Abfahrt gelang es Borussia Dortmund doch noch die Straßenseite zu wechseln und die drei Punkte mit zurück nach Deutschland zu nehmen. Obwohl sich Sebastian Kehl beim Aufwärmen verletzte, fand die Dortmunder Mannschaft schnell zu einer gesunden Ordnung im Mittelfeld und in der Abwehr. Zwar musste Roman Weidenfeller nach 2 min einer Eins gegen Eins Situation meistern, doch danach hatte der deutsche Europa League Teilnehmer alles im Griff. Mit gut gestaffelte Pressing kann man schon in der gegnerischen Hälfte zu wichtigen Ballgewinnen, und ging folgerichtig noch in der ersten Halbzeit deutlich in Führung. Kurz vorm Pausentee begann man allerdings sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Binnen 34 min gelang es den Ukrainern das Spiel komplett zu drehen. Erst in der 88. Minute und dann noch einmal in der Nachspielzeit schlug Borussia zurück (4:3).
Mit dieser Aufholjagd geht man mit breiter Brust in das Derby gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen. Zwar ist Sebastian Kehl vermutlich wieder pünktlich zum wichtigsten Spiel der Saison verletzt, jedoch sollte es dem jungen Mittelfeld um Bender und Sahin gelingen, die Schalker Kreativen zu stören. Fraglich ist allerdings, ob sich so eine junge Mannschaft nicht von der großen Kulisse in Gelsenkirchen beeindrucken lässt: Es wäre nicht das erste Mal.
Mit Owomoyela und Weidenfeller stehen nun mehr nur noch zwei erfahrene Spieler im Trikot von Borussia Dortmund auf dem Platz. Trainer Jürgen Klopp wird gut daran tun, seine junge Mannschaft auf die Stimmung und die Emotionen der der Begegnung gegen den Erzrivalen aus Gelsenkirchen vorzubereiten.
Zieht man allein spielerische und fußballerische Gesichtspunkte in Betracht, so ist Borussia Dortmund dem FC Schalke 04 momentan auch in einem Auswärtsspiel deutlich überlegen. Diese Vorteile auf dem Feld durchzusetzen, wird die wichtigste Aufgabe von Borussia Dortmund in diesem Spiel sein. Und der Schlüssel zum Sieg.

Head to Head:
Der letzte Sieg von Borussia Dortmund über Schalke 04 liegt bereits sieben Spiele rund drei Jahre zurück. Der letzte Auswärtssieg von Borussia Dortmund über Schalke 04 liegt bereits sechs Gastspiele und fünf Jahre zurück. Von der letzten 10 Begegnungen dieser beiden Mannschaften konnte Schalke 04 sechs gewinnenBorussia Dortmund lediglich ein einziges. In der letzten Saison gab es für Schalke 04 zwei Siege zu verzeichnen.

Fazit:
Es gibt sehr viele Faktoren, die in die Bewertung dieses Spiels einfließen. Auf der einen Seite ist Schalke 04 im Moment spielerisch und mental am Boden. Es tritt der Sechste gegen den Siebzehnten an. Borussia Dortmund hat unter der Woche in der Europa League noch einmal Selbstvertrauen getankt und kommt mit breiter Brust nach Schalke. Auf der anderen Seite ist es von psychologischer Bedeutung, dass die Mannschaft von Felix Magath mit einem einzigen Sieg, mit einem einzigen Kraftakt das Erfolgserlebnis gegen Borussia Dortmund erzwingen kann, und somit die komplette Misere der letzten Wochen auslöschen kann.

Quoten:
FC Schalke 04:
2, 30 @ unibet
Unentschieden: 3,30 @ unibet
Borussia Dortmund: 3,20 @ bet365

17. September 2010 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Hier geht’s zur ersten Ausgabe.
Hier geht’s zur zweiten Ausgabe.

Guidos Guide ist die neue Fußball-Kolumne der Wettbasis. Jeden Dienstag geht es um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.

Der Fußball ist so leicht nicht totzukriegen. In Zeiten, in denen viele Musiker ihre Tournee absagen oder einzelner Konzerte in kleinere Hallen verlegen, hat der Fußball scheinbar weniger Probleme damit die Massen zu mobilisieren. Die Faszination ist ungebremst und die Spielstätten sind gut besucht. Der Fußball trotzt dem allgemeinen Trend.
Generell hat man in Deutschland den Eindruck, dass das System – wenn man die organisierte deutsche Gesellschaft einmal so werden darf – durch konservatives und kritisches Denken so gut wie immer in recht ruhigem Fahrwasser schwimmt. So gelingt es Deutschland internationale Krisen zu überwinden und sich selbst immer wieder gut aufzustellen. In guten Zeiten herrscht Skepsis, in schlechten Zeiten Optimismus und Tatendrang.
Diese Vorsätze findet man auch in der Bundesliga immer häufiger. Momentan ist gerade der FC Schalke 04 auf diese Thesen angewiesen. Denn Felix Magath versprüht aktuell – mehr oder weniger ohne Grund – positive Signale. Obwohl die Knappen katastrophal in die Saison gestartet sind und sich dies keinesfalls durch eine kleine Pechsträhne erklären lässt, ist der General-Verantwortliche guter Dinge.
Als ich am Montagabend mit Guido über das Thema "Königsblau" diskutierte, kam genau dieser Punkt zur Sprache. "Der Magath wird den Laden mit seinem Dickkopf noch vor die Wand fahren!", war Guidos Sicht der Dinge. "Man sollte ihn nicht schon nach drei Spieltagen kreuzigen, in Wolfsburg hat das Ganze schließlich auch funktioniert, obwohl man in der Hinrunde noch nicht wirklich glänzte." Ich stockte kurz, und begann mich zu fragen, warum ich gerade Felix Magath verteidigte, wenn ich doch sonst der erste Kritiker seines einnehmenden Führungsstils sei. "Ja, jetzt muss ich mir wieder die ganze Leier von "die haben viele neue Leute" über "die sind noch nicht eingespielt" bis "das dauert mit der Integration" anhören. Der Huntelaar und der Raul haben doch auch schon bei Madrid zusammen gestürmt.", tönte Guido. "Ich sage dir einst mein Freund solange jemand wie Hans Sarpai Stammspieler ist, nur weil er mit seiner Mittelklasse Nationalmannschaft gegen andere Mittelklasse Nationalmannschaften bei der Weltmeisterschaft gut aussah, wird das nichts. Nicht auf Schalke, nicht mit Felix Magath, nirgendwo."
Und im Grunde musste ich ihm Recht geben. Gerade der Abwehr sieht die Zukunft für die königsblauen nicht sonderlich gut aus. In der Offensive wird es vermutlich bald besser laufen, doch in der Defensive - in der letzten Saison noch das Prunkstück der Mannschaft – werden die treuen Schalker Fans noch ordentlich ins Schwitzen kommen.
"Ob ich von dieser panischen Transferpolitik etwas halten soll, weiß ich auch noch nicht." Guido war nie ein Freund von millionenschweren Einkäufen gewesen – zu häufig hatten sie enttäuscht. "Das ist so wie bei Real Madrid, dort versuchen sie auch jedes Jahr aufs neue das Spektakel zu kaufen. Wann verstehen die Leute endlich, dass das Spektakel vor allem mit Herzblut zusammenhängt und weniger mit Übersteigern?" In diesem Punkt musste ich Guido wieder Recht geben. Er fuhr fort: "Mit all den Millionen durften sich die Madrilenen am Wochenende ein maues 1:0 gegen Osasuna ansehen. Wären sie mal in der Lausitz gewesen: Dort hatte es nicht nur Herzblut, sondern auch noch 10 Tore."
Nach diesem Thema verlor sich unser Gespräch, aber als ich später im Bett lag musste ich noch einmal an Guidos Vergleich denken: "Ob die Zuschauer im Santiago Bernabeu in Madrid nicht lieber ein 5:5 gesehen hätten?"

14. September 2010 / joe - Kategorie: Fussball-News

Hier geht’s zur ersten Ausgabe.

Guidos Guide ist die neue Fußball-Kolumne der Wettbasis. Jeden Dienstag geht es um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.

Grundsätzlich ist der allgemeine Fußballfan – wahrscheinlich sogar der allgemeine Mensch – dazu veranlagt, wenn ihm der Ausgang eines Wettkampfes, eines Fußballspiels oder sonst eines Vergleiches eigentlich egal ist, zu dem Underdog oder dem vermeintlich Benachteiligten zu halten.
Das sind zwar meistens nur unterbewusste Sympathiebekundungen und doch muss ich sagen, dass die ersten beiden Spieltage diesbezüglich aus meiner Sicht ganz angenehm verlaufen sind. Die meisten werden die zahlreichen Favoritenstürze vermutlich ärgern, doch letztlich macht genau das die Bundesliga zu einer besondere Liga. EIne Liga, in der es einen gesunden Konkurrenzkampf gibt und eben nicht von vorne rein klar ist, dass maximal zwei Mannschaften Meister werden können. Langsam – und in der Länderspielpause sollte man darüber nachdenken – müssen wir uns die vermeintlichen Favoirten genauer anschauen. Denn es drängt sich eine Frage auf: Wie viele Favoriten dürfen verlieren, damit sie Favoriten bleiben?
Als ich mir diese Fragestellung durch den Kopf gehen ließ, klingelte mein Handy. Natürlich, Sonntagabend, es konnte nur einer sein: Guido.
"Es geht aufwärts mein Freund, es geht aufwärts", begann Guido das Gespräch in lauter Euphorie.
"Immer mit der Ruhe", antwortete ich, "du warst doch nie in einem Tief, oder sehe ich das falsch?"
"Nie in einem Tief?", ich hörte, wie Guido seufzend zur Seite schaute, wahrscheinlich mit der freien Hand seinen Nacken rieb und schließlich gelöst und leicht lächelnd sagte: "Es war keins von diesen tiefen Tiefs, diesen Lebenstiefs, sondern eher ein temporäres Tief."
"Ein temporäres Tief?"
"Ja, wenn du lange geradeaus fährst – und das ist nunmal mein Job – dann denkst du nach, und wenn du in der Tipprunde mit den Kollegen zu den Letzten gehörst, dann gibts es da nicht viel zu denken…"
"Sondern?", unterbrach ich ihn.
"Analyse. Analyse ist das Stichwort. Die Favoriten haben sich noch nicht gefangen. Ich hatte eine Woche Zeit, um zu analysieren."
"Interessant, meine Tipps kommen eher aus dem Bauch heraus. Was ist den bei dir herausgekommen?" Auf diese Frage hatte Guido das Gespräch zugespitzt.
"Spieltagssieg!", tönnte es laut aus meinem Handy. "Ich dachte erst, der Mist würde genauso anfangen, wie letzte Woche, als die Bayern verloren hatten, aber ich hatte auf Bremen mit zwei Toren Unterschied, auf Hamburg und die Ergebnisse von Hoffenheim und Freiburg habe ich genau getroffen. Dazu kommen noch die Dortmunder."
"Klingt wirklich nicht schlecht", sagte ich und dachte mir, dass seine Kollegen entweder sehr wenige waren oder mit wenig Kentnissen ausgestattet waren, denn 5 von 9 war nicht die Quote, die ich mir von einem Spieltagssieger erwartet hatte.

Nachdem wir den Spieltag ergebnistechnisch endlich hinter uns gelassen hatten, kam ein anderes Thema in Guido hoch. Wir sprachen ursprünglich über die deutsche Wirtschaft, weil bei Guidos Arbeitgeber die Löhne nicht sonderlich hoch seien und der Aufschwung scheinbar noch nicht angekommen war.
"Der Fußball mag zwar seine eigenen Gesetze haben, aber in manchen Dingen kann man Parallelen ziehen. Guck dir die Schalker an. Der Magath hatte nur ein Ziel – und nachdem er es erreicht hatte, hat er es in jeder Pressekonferenz breit getreten: Den durchschnittlichen Lohn der Spieler zu senken. Und was ist passiert? Es fehlt an Qualität. Natürlich kassieren die alle genug, doch was ich sagen will ist, dass wer die Kosten minimiert auch mit Qualitäteinbußen zu rechnen hat. Ob das nun Hans Sarpai für Rafinha oder Escudero für Westermann ist, am Ende ist es dasselbe wie beim Unternehmen vor deiner Haustür: Billig in China eingekauft, und die Finger verbannt."
"Da schwingst du aber die Pauschalisierungs-Keule!", bremste ich Guidos Elan.
"Du weißt schon, wie ich das meine. Hab halt den Eindruck, dass die Leute blind Dinge durchboxen, ohne die Kosequenzen zu beachten." antwortete Guido besonnen.
"Im Grunde genommen ja. Aber so wirklich weiß ich noch nicht was du meinst.", musste ich zugeben.

Wir wechselten noch ein Mal das Thema, bevor sich das Gespräch im Smalltalk verlief. Als wir fertig waren und aufgelegt hatten, lehnte ich mich zurück und dachte noch ein wenig über meine Frage mit den Favoriten nach. Währendessen blätterte ich in der Fernsehzeitung und laß Folgendes: "Aktuelles Sportstudio, 23 Uhr" Ein Blick aufs Datum, zeigte mir, dass ich die neue Zeitung in der Hand hatte, und dass es sich um das Programm vom 11. September drehte.

Ich fand kein "Wetten, dass?", keinen Boxkampf oder sonst eine Rechfertigung.

"So spät?!", dachte ich.

Jetzt war mir klar, was Guido gemeint hatte.

31. August 2010 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Mitte letzter Woche gelang dem FC Schalke 04 um Trainerfuchs Felix Magath mit der Verpflichtung des 33-jährigen Stürmerstars Raúl von Real Madrid der wohl größte Transfercoupe in der Vereinsgeschichte. In den sechzehn erfolgreichen Jahren bei den „Königlichen“ aus Madrid erzielte Raúl in 550 Spielen insgesamt 228 Tore. Diese imposante Statistik dürfte sich in den Augen der Schalker-Fans in den kommenden zwei Jahren noch ein wenig verbessern. Doch wie viele Tore wird Raúl wohl in der kommenden Saison 2010 / 2011 für den FC Schalke 04 erzielen? Diese Frage hat sich auch bwin gestellt und unter Fußball > Bundesliga > Special eine eigene Rubrik für den ehemaligen Nationalspieler erstellt.

Zur Auswahl bei bwin stehen folgende Wettmöglichkeiten:
10 oder weniger Tore – bwin Quote 2.90
11 – 13 Tore – bwin Quote 3.75
14 Tore oder mehr – bwin Quote 2.00
 
bwin tendiert anhand der Quote, sicherlich auch zur Schalker Freude, auf mindestens 14 Treffer des Spaniers. Das erste Zeichen konnte Raúl bereits im Liga Cup Finale gegen die B-Elf des FC Bayern München setzen, als er bei dem 3:1 Erfolg über die Münchner mit zwei Toren glänzte. Auch ist bekannt, dass gerade ausrangierte Real Stars wie beispielsweise die beiden Holländer Wesley Sneijder und Arjen Robben bei ihren neuen Teams so richtig aufgeblüht sind.
 
Wem das ganze zu langwierig ist, hat auch die Möglichkeit bei bwin zu prognostizieren wie viele Tore Raúl im ersten Saisonspiel oder gegen den Erzrivalen aus Dortmund für seinen neuen Arbeitgeber erzielt. Am ersten Spieltag, muß der FC Schalke 04 zum Topspiel zum Hamburger SV. Für keinen Treffer des Newcomers gibt es bei bwin den 1.55 fachen Einsatz. Für einen Treffer den 2.85 fachen Einsatz, bei zwei Toren den 10 fachen Einsatz und bei drei oder mehr Toren in seinem Bundesligadebüt gibt es den 26 fachen Einsatz.
 
Alles Wissenswerte rund um Raúl und dem FC Schalke 04, wann und wo der Superstar zum Einsatz kommt gibt es auf der offiziellen Vereinsseite.

3. August 2010 / stefan - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Am Samstag, den 1. Mai 2010, treffen in Gelsenkirchen in der Arena auf Schalke der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen beim Spitzenspiel des 33. Spieltags der Fußball-Bundesliga aufeinander. Natürlich ist – auch wenn es sich um zwei Topmannschaften handelt – ein wenig Glück dabei, die Begegnung des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten auf den vorletzten Spieltag zu legen, jedoch hat die Bundesliga an diesem Spieltag somit genug Spektakel auf dem Parkett. Ob der FC Schalke 04 und der SV Werder Bremen ihre Ausgangspositionen nutzen oder ob sie sich durch ein Unentschieden wahrscheinlich beide um die Chancen des letzten Spieltags bringen, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings besteht für beide die Chance das eigene Menu deutlich schmackhafter zu machen, während man zeitgleich dem Gegenüber gehörig die Suppe versalzen kann.
Dadurch, dass im unteren Tabellendrittel noch vier Mannschaften gegen die Abstiegsplätze kämpfen und im oberen Tabellendrittel noch zwei Teams die Meisterschaft und drei weitere den letzten Champions League Platz unter sich ausmachen, ist am 33. Spieltag jede Begenung mit einer gewissen Würze versehen. Aus Gründen der Chancengleichheit werden die letzten beiden Spieltage komplett an den jeweiligen Samstagen ausgetragen. Es stehen also neun Partien am Samstagnachmittag um 15:30 Uhr zeitgleich auf dem Plan. Ein wahres Fest für jeden Fan.

FC Schalke 04:
Mehr schlecht als recht gewannen die Königsblauen am vergangenen Wochenende beim Tabellenletzten aus Berlin (1:0). Obgleich die Berliner – wie immer wieder betont wird – deutlich besser spielen, als dies der Tabellenstand aussagt – und wohl bis zum Ende der Saison aussagen wird – muss sich der FC Schalke 04 den Schuh anziehen, gegen die Hauptstädter unterlegen gewesen zu sein. "Wer solche Spiele gewinnt, darf sich "Spitzenmannschaft" nennen", schalt es bei Auftritten dieser Art aus dem Volksmund. Jedoch müssen sich die Knappen wirklich fragen, ob so eine Leistung gegen Werder Bremen nicht zum Meisterschafts-KO führt. Denn die Berliner hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Der Einzige, der das zu verhindern wusste, und im Grunde genommen dadruch der beste Mann auf dem Platz war, heißt Manuel Neuer. Der Gleiche Manuel Neuer, der in der Nationalmannschaft aktuell ordentlich an die Tür des Stammtorhüters klopft. Diese Diskussion ist zwar mit Sicherheit romanfüllend und dementsprechend an dieser Stelle fehl am Platz, jedoch sei die kurz und knapp am Rande erwähnt: Manuel Neuer hat in Berlin die Schalker Meisterschaftsträume gewahrt.
Einfacher zu sehen war der Unterschied der beiden Mannschaften letztlich beim Schalker Tor, als Westermann aus ähnlicher Position und in ähnlicher Situation den Ball eben in die Maschen und nicht – wie vorher die Kicker der Heimmanschaft – gegen die Werbebanden jagte.
Die Königsblauen werden sich darüber im Klaren sein, dass gegen Werder Bremen eine enorme Leistungssteigerung her muss. Vor allem Trainer Felix Magath ist weise genug, dies erkannt zu haben. Ein angenehmer Nebeneffekt für das Spitzenspiel gegen Werder Bremen ist für die Knappen, dass das Spiel in Gelsenkirchen statt findet. Dort verlor man bisher nur zu Beginn der Saison gegen Freiburg (0:1) und Wolfsburg (1:2), sowie gegen die Bayern (1:2). Ansonsten gewann Schalke von 16 Heimspielen deren elf, spielte zwei Mal Unentschieden und musste eben diese drei angesprochenen Male sämtliche Punkte abgeben. Mit 35 Punkten belegt man im Liga-Vergleich auf Rang drei der Heimtabelle hinter Bayern und Leverkusen.
Drei der letzten fünf Spiele gewann Schalke 04. Nachdem in Hannover verloren wurde (2:4) und gegen Mönchengladbach gewonnen wurde (3:1), folgte der schwache Sieg in Berlin (1:0). Letztlich kann man aktuell keine wirkliche Form bei den Schalkern erkennen. Jedoch sollte das Ziel der Meisterschaft über irgendwelchen Formschwankungen stehen.

SV Werder Bremen:
Es scheint als liefe in dieser Saison alles so, wie in der letzten Saison, nur andersrum. Als man in der letzten Saison noch im Uefa-Cup und DFB Pokal Finale stand, war man in der Liga schon ins triste Mittelfeld abgerutscht. In dieser Saison steht Werder Bremen zwar wieder im DFB Pokal Finale, doch in dieser Saison scheiterte man unglücklich an dem FC Valencia im Achtelfinale der Europa League. Dementsprechend fokussierrte sich die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf wieder auf die Bundesliga und legte eine beeindruckende Serie hin, die sie aus dem tristen Mittelfeld wieder in die internationalen Plätze der Tabelle vorschob.
Dass Bremen in der nächsten Spieltzeit auf europäischer Ebene vertreten sein wird ist sicher, doch ob es in der Champions League oder in der Europa League geschieht ist noch unklar. Aktuell belegen die Bremer genau diesen angestrebten dritten Tabellenplatz. Allerdings ist man punktgleich mit Bayer Leverkusen, die mit Berlin und Mönchengladbach keine großen Gegner mehr vor der Brust haben. Lediglich zwei (einhalb) Tore Vorsprung weist die Tabelle zu Gunsten der Norddeutschen auf.
Prinzipiell steht Bremen also vor Leverkusen. Ob das nach den Spielen auf Schalke und gegen Hamburg am Ende der Saison immernoch so ist, darf bezweifelt werden. Dafür spricht jedoch die Serie der Bremer: Vier der letzten fünf Bundesligaspiele wurden gewonnen. Nach einem Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg (4:2), folgte eine Auswärtsniederlage in Dortmund (1:2). Siege gegen Freiburg (4:0), in Wolfsburg (4:2) und gegen Köln verschoben die Tabelle wieder zu Gunsten der Bremer. Doch gerade das letzte SPiel gegen den 1. FC Köln wirft – ähnlich wie es das Schalker Spiel gegen Berlin tut – Fragen auf. Denn die Bremer verspürten in den ersten 88. Minuten des Spiels wohl eine gewisse Impotenz hinsichtlich des Kölner Abwehrriegels. Dank eines Handspiels des Kölner Innenverteidigers Pedro Geromel im Strafraum gelang Throsten Frings durch den fälligen Elfmeter das erlösende Siegtor (89.). Über die gesamte Spielzeit gesehen war das sicherlich zu wenig, um auf Schalke bestehen zu können. Blickt man auf die letzten beiden noch ausstehenden Spieltage ist ein simples "bestehen" auf Schalke für die Bremer auch zu wenig. Es ist an der Zeit auf Schalke zu "gewinnen". Denn so und nur so wird man vermutlich die Leverkusener auf Distanz halten können.

Fazit:
Die – traditionell -  beste Abwehr der Liga (Schalke mit 29 Gegentoren) trifft auf den – traditionell – besten Angriff der Liga (Bremen mit 68 Treffern). Klingt nach einem qualitativ hochwertigen Spiel. Doch was die beiden Mannschaften am letzten Wochenende ihren Fans anboten, versprich exakt das Gegenteil. Weder die Schalker in Berlin noch die Bremer gegen Köln, konnten gegen mittelmäßige Gegner überzeugen. Eigentlich bleibt beiden faktisch nur, dass der Gegner aktuell ähnlich "rumgurkt". Der FC Schalke 04 und der SC Werder Bremen müssen beweisen, dass sie die Bundesliga würdig in der Champions League vertreten werden. Andernfalls bekommen sie zumindest heute schon mal die Quittung - im Voraus. Ein Service des Hauses oder des Gastes?

Quoten:
FC Schalke 04: 2,25 @ expekt
Unentschieden: 3,45 @ unibet
SV Werder Bremen: 3,60 @ betfair

29. April 2010 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten









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