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Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu Federer und Sportwetten im Allgemeinen.
Die Gruppenphase der ATP World Tour Finals neigt sich dem Ende. Am Freitag steht der letzte Spieltag der Gruppe A auf dem Programm – die Vorschau ist hier zu finden. Und am Samstag werden dann die Halbfinalisten in der Gruppe B ermittelt. Nach zwei Siegen in den ersten zwei Spielen konnte der Schweizer Roger Federer bereits das Halbfinalticket lösen. Die Chance auf den begehrten zweiten Platz haben nur noch der Spanier David Ferrer und der Argentinier Juan Martin del Potro. Der Serbe Tipsarevic, der bisher völlig enttäuschte, ist mit zwei Niederlagen gegen Federer und Del Potro bereits aus dem Rennen um die Halbfinalplätze.
Im Tennis ist Rechnen im Normalfall nicht angesagt – da ist das Motto ganz einfach, Siegen oder Fliegen. Im Round Robin System sieht dies jedoch ein bisschen anders aus. Deshalb bietet die Wettbasis wieder den Überblick über die Ausgangssituation und die möglichen Szenarien. Wer qualifiziert sich wann? In der Gruppe B gibt es sieben mögliche Konstellationen.
Sieg Federer & Sieg Ferrer = 1. Federer, 2. Ferrer
Sieg Federer & Sieg Tipsarevic = 1. Federer, 2. Del Potro
Sieg Del Potro & Sieg Tipsarevic = 1. Del Potro, 2. Federer
Sieg Del Potro in 2 Sätzen & Sieg Ferrer in 2 Sätzen = 1. Del Potro, 2. Federer
Sieg Del Potro in 2 Sätzen & Sieg Ferrer in 3 Sätzen = 1. Del Potro, 2. Federer
Sieg Del Potro in 3 Sätzen & Sieg Ferrer in 2 Sätzen = 1. Federer, 2. Del Potro
Sieg Del Potro in 3 Sätzen & Sieg Ferrer in 3 Sätzen = 1. Federer, 2. Del Potro
Ferrer kommt nur ins Halbfinale wenn er seinen Pflichtsieg gegen Tipsarevic einfahren kann und der Schweizer Federer ihm Schützenhilfe bietet. Sollte Del Potro gewinnen, ist er auf jeden Fall im Halbfinale, obwohl er den direkten Vergleich gegen Ferrer gewonnen hat. Einfacher Grund – je nach Konstellation haben Federer, del Potro und Ferrer zwei Siege bzw. del Potro, Ferrer und Tipsarevic je einen Sieg. Dann kommt es auf die Sätze im direkten Vergleich drauf an – und da schneidet del Potro bei jedem Ergebnis besser ab als Ferrer.
Roger Federer – Juan Martin del Potro 
Head-to-Head: 13-3
Im letzten Gruppenspiel von Federer hat er die Chance auf die Revanche für das verlorene Finale von Basel vor zwei Wochen. Damals konnte sich der Argentinier Del Potro in drei Sätzen knapp durchsetzen. Er erwischte den besseren Start und hatte Federer lange Zeit am Rande der Niederlage. Doch Federer spielte einen starken Tiebreak im zweiten Satz und nahm den Schwung mit und war im Entscheidungssatz der klar stärkere Spieler, er nützte jedoch seine Chancen nicht und somit musste wiederum der Tiebreak entscheiden. Dieses Mal hatte del Potro das bessere Ende für sich und so konnte er im siebten Duell im Jahr 2012 den ersten Sieg gegen Federer feiern. Die ersten sechs Duelle gewann alle der Schweizer. Vor allem das Halbfinale bei den olympischen Spielen war ein tolles Spiel, welches erst mit 19-17 im dritten Satz entschieden wurde.
Federer verspürt in diesem Duell jedoch keinen Druck. Durch seine zwei Siege gegen Ferrer und Tipsarevic, jeweils in zwei Sätzen, ist er bereits fix für das Halbfinale qualifiziert. Je nachdem wie die zwei letzten Gruppenspiele ausgehen, wird er Erster oder Zweiter. Seine Motivation für dieses Einzel sind sicherlich die 200 ATP-Punkte die jeder Sieg gibt. Jedoch wird er befreit losspielen können. Gegen Ferrer hatte er vor allem im ersten Satz viel Glück. Der Spanier war der stärkere Returnspieler und erarbeite sich unzählige Breakchancen. Acht Breakbälle nützt er jedoch nur zu einem einzigen Break, Federer hingegen nützte zwei seiner drei Chancen und konnte so Satz eins für sich entscheiden. Ohne Aufschlagverlust ging es in den Tiebreak des zweiten Satzes. Dort reichte Federer ein Minibreak aus um den zweiten Sieg im zweiten Spiel zu fixieren.
Del Potro konnte im Abendspiel gegen den Serben Tipsarevic einen lockeren Sieg feiern. Nach 67 Minuten – also sogar eine Minute schneller als Federer – war der 6-0 und 6-4 Sieg fixiert. Del Potro startete stark und Tipsarevic spielte unterirdisch. Unzählige unerzwungene Fehler ermöglichten Del Potro einen hoch verdienten Sieg. Bei diesen Leistungen muss man sich schon fast fragen, wie konnte sich Tipsarevic für das Masters qualifizieren? Momentan ist er – wohl noch gehandicaped von seinen gesundheitlichen Problemen – weit von seiner Normalform entfernt. Del Potro hat durch den deutlichen Sieg nun alle Chancen den Aufstieg ins Halbfinale zu fixieren.
Die aktuellen Quoten
Roger Federer 1,40 @Interwetten
Juan Martin del Potro 3,25 @Bet365
David Ferrer vs. Janko Tipsarevic
Head-to-Head: 3-1
Die Favoritenrolle in diesem Spiel ist klar vergeben. Ferrer, der sich in blendender Verfassung befindet, trifft auf den Serben Tipsarevic, der momentan auf der Suche nach seiner Form ist. Ferrer konnte nach seinem Sieg gegen Del Potro auch gegen Federer lange Zeit mithalten. Im ersten Satz war er gewiss nicht der schlechtere Spieler, muss sich jedoch gefallen lassen, dass er zu wenig aus den sich bietenden Chancen gemacht hat. Dennoch eine starke Leistung und mit dieser Leistung sollte er auch Tipsarevic ohne Probleme besiegen können. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass Tipsarevic momentan kaum einen Ball trifft. Gegen del Potro im ersten Satz war er auf völlig verlorenem Posten und gab diesen mit 0-6 ab. Im zweiten Satz fing er sich langsam, musste dennoch früh das entscheidende Break hinnehmen. Durch die zwei Niederlagen ist er bereits fix ausgeschieden. Seine gesundheitlichen Probleme (in den letzten zwei Wochen jeweils aufgeben müssen) behindern ihn wohl noch immer – aber immerhin, die nette Antrittsprämie pro Spiel kann er noch abkassieren.
Zwischen David Ferrer und Janko Tipsarevic gab es bisher vier Spiele. Ferrer führt den direkten Vergleich mit 3-1. Drei dieser vier Duelle liegen jedoch schon eine lange Zeit zurück (2007 bzw. 2008). In diesem Jahr traf man im Viertelfinale der US Open aufeinander. Der Serbe lag bereits mit 2-1 Sätzen in Führung, musste sich schlussendlich aber dennoch knapp geschlagen geben. Der Tiebreak im fünften Satz brachte die Entscheidung pro Ferrer. Damals war Tipsarevic jedoch sicherlich ein bis zwei Klassen stärker einzustufen als er sich hier präsentiert.
Die aktuellen Quoten
David Ferrer 1,22@Interwetten
Janko Tipsarevic 5,20 @Tipico
Wer kommt ins Halbfinale? Prognose & Wettbasis Trend
Es hängt alles von Roger Federer ab – der Schweizer kann entscheiden, wen er mit ins Halbfinale nimmt. Sollte er seine Partie verlieren, ist del Potro auf jeden Fall der zweite Halbfinalist aus der Gruppe B. Der Argentinier hat sicherlich die Qualität um den Schweizer zu besiegen. Trotz des eindeutigen Head-to-Heads rechnet er sich Chancen aus. Immerhin konnte er vor knapp zwei Wochen in Basel das Spiel gewinnen und auch bei den olympischen Spielen war das Spiel lange auf Messer’s Schneide. Federer, der nicht umsonst als Perfektionist gilt, wird dieses Spiel aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Er will seinen Rhythmus beibehalten und die 200 Punkte in der Weltrangliste will er auch. Ferrer muss keine Angst haben, dass sich Federer für das Halbfinale schonen wird. Del Potro spielte gegen Ferrer nicht sein bestes Tennis, Tipsarevic machte es ihm relativ einfach. Seine derzeitige Verfassung ist schwer einzuschätzen. Ich traue ihm hier die Überraschung nicht zu – der Sieg sollte an Federer gehen.
Und im zweiten Gruppenspiel sehe ich eigentlich keine Chancen für den Serben. Tipsarevic enttäuschte bisher völlig – wieso sollte sich das nun ändern nachdem er bereits fix ausgeschieden ist? Zudem ist Ferrer sehr stark drauf und wird hier seine Pflicht erfüllen und Tipsarevic besiegen!
9. November 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Roger Federer (1) vs. Stanislaw Wawrinka (13) , 13.06.2012, ATP Halle, 2. Runde (Endergebnis 4:6 7:6 6:0, morgen wartet auf die Nr. 1 des Turniers Cilic aus Kroatien)
Head-to-Head: 13-1
Bereits in der Vorschau zum morgigen Spiel zwischen dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga und dem Zyprioten Baghdatis wurde das Thema rund um die Morddrohung an Roger Federer kurz betrachtet. Diesem Thema wollen wir hier auch nicht noch mehr Präsenz geben – Idioten gibt es überall, sei es im Fußball, im Tennis oder auch sonst wo. Manche wissen einfach nicht wie man sich zu benehmen hat. Die Polizei in Shanghai nahm die Drohungen ernst und schottete den Schweizer Weltranglistenführenden ab. Dieser gab in einem Interview bekannt, dass er es nicht versteht, dass daraus so „ein großes Ding“ gemacht wurde. Erst nach dem großen Medieninteresse an dieser Drohung ließ sich Federer verunsichern. Davon merkte man in seinem Zweitrunden-Spiel heute nichts und er konnte sich gegen den Qualifikanten Yen-Hsun Lu in zwei Sätzen durchsetzen. Bereits am Vormittag gewann sein Kumpel Wawrinka gegen den Usbeken Denis Istomin in drei Sätzen und somit kommt es im morgigen Achtelfinale zum Duell zweier Freunde. Vor vier Jahren bei den olympischen Spielen in Peking gewannen beide völlig überraschend die Goldmedaille im Doppel. In diesem Jahr in Wimbledon lief es nicht ganz so gut und man schied frühzeitig aus. Jedoch werden morgen sicherlich keine Geschenke verteilt und während der Partie ist der Freund nicht mehr der Freund sondern Gegner. Favorit ist natürlich der Weltranglistenführende Roger Federer.
Roger Federer (1)
Vor den US Open war Federer in absoluter Traumform. Nach dem verlorenen Olympia-Finale konnte er das Turnier in Cincinnati ohne Probleme für sich entscheiden. Im Finale deklassierte er Djokovic regelrecht und ließ ihm keine Chance. Bei den US Open startete er dann auch gut ins Turnier und in den ersten drei Runden gegen Young, Phau und Verdasco gab er keinen Satz ab. In seinem Achtelfinale wäre er auf den US-Amerikaner Mardy Fish getroffen, dieser musste jedoch vor Spielbeginn aufgrund gesundheitlicher Probleme seine Teilnahme absagen und somit stieg Federer kampflos ins Viertelfinale auf. Aufgrund des schlechten Wetter in Amerika mussten etliche Partien immer wieder verschoben werden und Federer hatte zwischen seinem Drittrundenspiel gegen Verdasco und seinem Viertelfinalspiel gegen den Tschechen Berdych vier Tage Pause. Vielleicht war dies ein Grund für die schlechte Leistung des Schweizers. Fakt ist, Berdych eliminierte die Nummer eins der Welt und war der bessere Spieler. Während Federer somit im Viertelfinale seine Segel streichen musste, gewann Djokovic das Turnier und verkürzte in der Weltrangliste somit den Rückstand. Momentan ist Federer knapp 800 Punkte vor dem Serben, doch in der „Jahresweltrangliste“ – hier zählen nur die Ergebnisse aus dem Kalenderjahr 2012 – ist Djokovic bereits auf Platz eins. Federer hat letztes Jahr im Finish eine starke Zeit und holte sich viele Punkte. Dies muss er in den nächsten Wochen bestätigen, ansonsten ist Djokovic wieder die neue Nummer eins.
Am heutigen Mittwoch merkte man Federer im Duell mit dem Qualifikanten Lu nichts an, dass er sich von der Morddrohung beirren ließ. Federer war der Nummer 62 der Welt in allen Belangen überlegen und konnte am Ende einen recht ungefährdeten 6-3 7-5 Sieg feiern. Lu schaffte lediglich zehn Returnpunkte und hatte im zweiten Satz seinen einzigen Breakball, diesen wehrte der Schweizer jedoch ab und beim Stande von 5-5 im zweiten Satz gelang ihm das entscheidende Break. Danach hatte er keine Probleme mehr mit dem Ausservieren. Und dennoch gibt es für Federer noch viel Luft nach oben. Lediglich 54 % erste Aufschläge sind eine schlechte Quote.
Der Weg in das Achtelfinale:
1. Runde: Freilos
2. Runde: Yen-Hsun Lu 6-3 7-5
Stanislaw Wawrinka (13)
Letzte Woche verlor Wawrinka in drei Sätzen gegen Murray und zeigte phasenweise gutes Tennis. An den Rand einer Niederlage brachte er den schottischen Olympia-Sieger jedoch nicht. In dieser Woche startete er in der ersten Runde mit einem knappen 7-6 7-6 Erfolg gegen den Spanier Albert Ramos-Vinolas. In beiden Sätzen gelang beiden Spielern je ein Break. Die Chancenauswertung von Wawrinka war jedoch mangelhaft, immerhin hatte er zehn Breakbälle. Alles in allem war der Sieg der gerechtfertigt, überzeugen konnte er doch bei Weitem nicht.
Ähnlich sah es am heutigen Mittwoch aus. Gegen Istomin, Nummer 44 der Welt, benötigte er drei Sätze um den Einzug ins Achtelfinale zu fixieren. Im ersten Satz hatte er noch keine Probleme mit dem Usbeken, lediglich vier Returnpunkte gelangen Istomin. Doch im zweiten Satz änderte sich dieses Bild. Istomin wurde bei eigenem Service stärker und erwies sich in den entscheidenden Momenten als stärkerer Spieler. Zwei Breakbälle – zwei Breaks, besser geht’s nicht. Da nützte da eine Break von Wawrinka auch nichts, der Schweizer musste Satz zwei abgeben und so ging es in den Entscheidungssatz. Und in diesem war Istomin der stärkere Spieler. Sein Aufschlag kam und er konnte bei den Returnspielern Wawrinka unter Druck setzen. Vor allem beim Stand von 4-4 im dritten Satz hatte er mehrere Breakbälle, welche er allesamt nicht nützen konnte. Der Schweizer rettete sich irgendwie über das Aufschlagsspiel und damit war das Momentan auf seiner Seite. Istomin verließen die Nerven und Wawrinka konnte das spielentscheidende Break zum Matchgewinn erreichen. Istomin’s Stärke im zweiten Satz, die gute Chancenverwertung, wurde im dritten Satz zu seinem Verhängnis. Fünf Breakbälle ließ er ungenutzt.
Der Weg in das Achtelfinale:
1. Runde: Albert Ramos-Vinols 7-6 7-6
2. Runde: Denis Istomin 6-4 4-6 6-4
Roger Federer vs. Stanislaw Wawrinka: Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 13-1
Bei einem Blick auf das Head-to-Head bleibt einem eigentlich nicht viel zu sagen. Roger Federer hat keine Probleme mit seinem Schweizer Freund Wawrinka. Die Duelle waren allesamt sehr einseitig. Außer dem einzigen Sieg von Wawrinka, 2009 beim Sand-Turnier in Monte Carlo, gewann „Stan“ lediglich einen Satz gegen seinen Landsmann. Die anderen zwölf Duelle gingen entweder mit 2-0 oder mit 3-0 Sätzen an Federer. Vor wenigen Wochen standen sich die beiden zum Letzten Mal gegenüber. Beim Turnier in Cincinnati gewann Federer im Halbfinale mit 7-6 und 6-3.
Roger Federer vs. Stanislaw Wawrinka: Prognose & Wettbasis Trend
Die Frage nach dem Sieger sollte sich hier eigentlich nicht stellen. Zu eindeutig ist der direkte Vergleich der zwei Freunde. Um Federer gefährlich zu werden, wird Wawrinka einen außergewöhnlichen Tag benötigen. Zwar war ein absoluter Abschuss in den bisherigen Duellen eher selten. Oftmals hielt Wawrinka gut mit, hatte in den entscheidenden Momenten jedoch nicht die mentale Stärke von Federer.
Zudem bewies Wawrinka in den ersten beiden Runden nicht gerade seine Topform und gerade der heutige Sieg gegen Istomin fällt doch unter die Rubrik „glücklicher Erfolg“. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch nicht viele Quoten heraus, bei Betfair hat sich der Markt jedoch schon gebildet. Federer bekommt eine 1,11 und Wawrinka eine 9,40. Ehrlich gesagt erscheint mir die 1,11 auf Federer fast ein bisschen zu hoch. Diese kann man getrost nehmen!
Roger Federer (1) 1,11 @Betfair
Stanislaw Wawrinka (13) 9,40 @Betfair
11. Oktober 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Tomas Berdych (6) vs. Andy Murray (3) , 08.09.2012, US Open, Halbfinale (Endergebnis 7:5, 2:6, 1:6, 6:7)
Head-to-Head: 4-2
Am morgigen Super Saturday – welcher in diesem Jahr zum letzten Mal in dieser Form vorhanden ist – werden die beiden Herren Halbfinal-Spiele über die Bühne gehen sowie das Damen-Finale. Mehr als 30 Jahre lang diktierten die amerikanischen Fernsehsender die Ansetzung beim größten Tennisturnier in den Vereinigten Staaten. Doch ab nächstem Jahr ist damit Schluss – kein Super Saturday mit zwei Herren Halbfinalspielen und dem Damen Endspiel um die TV-Quoten nochmals in die Höhe schnellen zu lassen. Es gilt als wahrscheinlich, dass ab dem Jahr 2013 das Herren Endspiel am Montag ausgetragen wird und nicht knappe 24 Stunden nach dem Halbfinalspiel. Fix ist – zwischen dem Semifinale und dem Finale ist im nächsten Jahr mindestens ein Ruhetag. Nun haben sich die Spieler endlich durchgesetzt und der amerikanische Tennisverband lässt sich nicht mehr von den TV-Anstalten herumdiktieren. Spieler wie Andy Murray und Novak Djokovic – beide haben noch Chancen auf den Titel in diesem Jahr – drohten zeitweise sogar mit Streikaktionen, wenn die schlechte Terminplanung zum Turnierende weiterhin Bestand hält. In diesem Jahr müssen sie jedoch nochmals in den sauren Apfel beißen und so geht am morgigen Samstag das Duell zwischen dem Überraschungsmann Tomas Berdych und dem Olympia Sieger Andy Murray über die Bühne. Beide konnten noch kein Grand-Slam Turnier für sich entscheiden – wer hält die Chance weiterhin am Leben und darf am Sonntag das Finale bestreiten?
Tomas Berdych
Der Tscheche Tomas Berdych sorgte für die größte Überraschung in den vier Viertelfinalspielen. Ihm gelang es den Schweizer Weltranglistenersten Roger Federer in vier Sätzen zu eliminieren. Der Schweizer Gentlemen, der bisher keine Probleme im Turnier hatte, wusste kein Mittel gegen den frech aufspielenden Tschechen. Berdych probierte von Beginn an die Ballwechsel zu dominieren und Federer gar nicht die Kontrolle überlassen. Sein Match-Play ging perfekt auf – Federer hatte Probleme in das Spiel zu finden. Federer muss immer mehr Risiko nehmen und so erklären sich auch die 41 unerzwungenen Fehler die er fabrizierte. Berdych kam gerade mal auf 20. Berdych verdiente sich diesen Sieg mit einer ausgezeichneten Leistung. Für Federer war es eine bittere Enttäuschung, zum ersten Mal seit 2003 kam er nicht unter die letzten Vier bei den US Open. Zudem war es die erste Niederlage von Federer in einer Night-Session bei den US Open. 21 Mal verließ er den Platz als Sieger, gegen Berdych nun zum ersten Mal als Verlierer.
Es war zwar erst der fünfte Sieg von Berdych gegen Federer, doch drei dieser fünf Siege trafen den Schweizer sehr hart. Die erste Niederlage bei den olympischen Spielen in Athen, die erste Niederlage auf Rasen nach einer halben Ewigkeit im Viertelfinale von Wimbledon 2010 und nun die erste Niederlage unter Flutlicht bei den US Open. Berdych mausert sich langsam aber sicher zu einem Angstgegner für den Schweizer. Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel verkündete Berdych, dass er über das ganze Match sich sicher war, dass er den Platz als Gewinner verlassen wird. Nun wartet im Halbfinale mit Murray ein Gegner, der ihm ebenfalls liegt. Mit einer ähnlichen Leistung wie im Viertelfinale ist ihm auch hier eine Überraschung durchaus zuzutrauen. Doch bei Berdych besteht immer die Gefahr, dass nach einer tollen Leistung auch mal ein Durchhänger kommt.
Der Weg in das Halbfinale
1. Runde: David Goffin 7-5 6-3 6-3
2. Runde: Jurgen Zopp 6-1 6-4 6-2
3. Runde: Sam Querrey 6-7 6-4 6-3 6-2
Achtelfinale: Nicolas Almagro 7-6 6-4 6-1
Viertelfinale: Roger Federer 7-6 6-4 3-6 6-3
Andy Murray
Nach dem Olympiasieg hatte man das Gefühl, dass der Schotte seinen ersten großen Titel ein bisschen zu ausgelassen gefeiert hat. Sowohl in Toronto als auch in Cincinnati setzte es frühe Niederlagen für den Schotten. Wobei er in Toronto zum Match gegen Raonic erst gar nicht angetreten ist. In Cincinnati musst er sich in zwei Sätzen dem Franzosen Chardy geschlagen geben. Aufgrund der mäßigen Resultate auf dem Hardplatz trauten ihm nur die wenigsten zu, dass er in diesem Turnier seinen ersten Grand-Slam Titel holen könnte. Doch aufgrund einer – durchaus – guten Auslosung hatte er genügend Zeit seine Form zu finden und steht nun im Halbfinale.
In der ersten Runde gegen den Wahl-Russen Bogomolov und in der zweiten Runde gegen den Kroaten Dodig hatte er gar keine Probleme und setzte sich jeweils in drei Sätzen locker durch. In der dritten Runde bestand er dann seinen ersten Härtest – und dieser hatte es in sich. Gegen den Spanier Feliciano Lopez setzte er sich in vier Sätzen durch. Murray entschied die Sätze jeweils im Tiebreak für sich. In den entscheidenden Momenten war er zur Stelle und machte die so genannten Big Points. Gegen Raonic überzeugte er dann auch noch in spielerischer Hinsicht. Der kanadische Shootingstar war hilflos überfordert. Im Viertelfinale gegen Cilic verlor er zwar den ersten Satz aber dennoch konnte Murray vor allem beim Return überzeugen. Insgesamt erarbeitete er sich 19 Breakbälle. Cilic war nach dem verlorenen Tiebreak im zweiten Satz auf verlorenem Posten und hatte nichts mehr entgegen zu setzen. Murray muss man zugestehen, dass er in dieser Saison einen großen Sprung nach vorne gemacht hat.
Der Weg in das Halbfinale
1. Runde: Alex Bogomolov Jr. 6-2 6-4 6-1
2. Runde: Ivan Dodig 6-2 6-1 6-3
3. Runde: Feliciano Lopez 7-6 7-6 4-6 7-6
Achtelfinale: Milos Raonic 6-4 6-4 6-2
Viertelfinale: Marin Cilic 3-6 7-6 6-2 6-0
Tomas Berdych (6) vs. Andy Murray (3): Die bisherigen Duelle
Head-to-Head: 4-2
Obwohl Murray seit Jahren zur absoluten Elite gehört und vor Berdych klassiert ist, ist Berdych derjenige der im direkten Vergleich die Nase vorn hat. Von den bisherigen sechs Duellen gewann er vier Mal. In diesem Jahr standen sie sich bereits zwei Mal gegenüber. In Dubai, auf Hardplatz, gewann Murray in zwei Sätzen und in Monte Carlo, auf Sandplatz, gewann Berdych in drei Sätzen. Berdych hat auf Hardplatz ebenfalls die Nase vorne. Drei Mal stand man sich auf diesem Belag gegenüber und Berdych verlor nur die Partie in Dubai in diesem Jahr.
Tomas Berdych (6) vs. Andy Murray (3): Prognose & Wettbasis Trend
Die Vorbereitung war bei beiden nicht sonderlich gut aber dennoch überzeugten sie im bisherigen Turnierverlauf. Am morgigen Super Saturday geht Olympiasieger Murray nun als Favorit in die Begegnung. Die 1,45 Quote von Interwetten würde ich jedoch nicht angreifen. Berdych ist eine Wundertüte und wenn er an die Leistung aus dem Viertelfinale gegen Federer anknüpfen kann, dann wird auch Murray immense Probleme bekommen. Der erste Aufschlag kam gegen Federer bereits gut und er konnte 14 Asse servieren. Murray wird in diesem Spiel nicht so viele Breakbälle haben wie noch gegen den Kroaten Cilic. Berdych kann man durchaus small probieren, wenn man einen höheren Stake setzen möchte, sollte man jedoch den Start der Partie sich live anschauen, damit man einschätzen kann, wie Berdych drauf ist.
Momentan gibt es zirka eine 1,30 für das Satz-Handicap Berdych +2,5. Diese Wette ist mir als erstes ins Auge gestochen. Murray musste bereits gegen Feliciano Lopez und auch gegen Cilic einen Satz abgeben - das macht er gegen Berdych auch auf jeden Fall. Die 1,30 ist für mich eine absolute Topquote.
Tomas Berdych (6) 2,87 @Bet365
Andy Murray 1,45 @Interwetten
8. September 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Roger Federer (1) vs. Tomas Berdych (6) , 06.09.2012, US Open, Viertelfinale (Überraschungscoup von Berdych – der Tscheche schafft es die Nummer 1 der Welt durch einen 7:6, 6:4: 3:6 und 6:3 Sieg vorzeitig nach Hause zu schicken)
Head-to-Head: 11-4
Die US-Open biegen auf ihre Zielgerade ein. Am gestrigen Dienstag mussten einige Partien für mehrere Stunden unterbrochen werden. Die Spieler kehrten dann nochmals kurz auf den Platz zurück und danach musste wiederum abgebrochen werden. Somit werden Djokovic, Kohlschreiber & Co am heutigen Mittwoch nochmals auf den Platz müssen um ihre Achtelfinal-Partien zu absolvieren. Einen Schritt weiter sind da schon die amtierende Nummer eins der Welt, Roger Federer, und der Tscheche Tomas Berdych. Sie werden in der Night-Session heute ihr Viertelfinalspiel auf dem großen Arthur Ashe Stadion absolvieren. Federer befindet sich in grandioser Form und ist dementsprechend klarer Favorit in diesem Spiel. Jedoch hat Berdych in den jüngsten sechs Duellen drei Mal den Platz als Sieger verlassen können. Gelingt ihm wiederum die große Überraschung und kann er den Weltranglistenführenden rauswerfen?
Roger Federer
Die deutliche Niederlage im Finale der Olympischen Spiele war den Schweizer Gentlemen nicht aus der Bahn. Im Gegenteil sie beflügelte ihn sichtlich. Das Masters in Toronto lies er noch aus um beim Masters in Cincinnati wieder auf die Tour zurückzukehren. Die amtierende Nummer eins der Welt konnte das Turnier in eindrucksvoller Manier für sich entscheiden. Im kompletten Turnierverlauf gab er keinen Satz ab und sicherte sich somit den Titel. Vor allem das Finale war eine Demütigung für seinen ärgsten Herausforderer, Novak Djokovic. Den ersten Satz gewann Federer im Eiltempo mit 6-0. Im zweiten Satz gelang es dem Serben die Partie offener zu gestalten, doch er konnte sich im ganzen Match keinen einzigen Breakball bei Aufschlag Federer erarbeiten. Federer gelang in Satz zwei auch kein Break und so musste der Tiebreak für eine Entscheidung sorgen. Dort hatte der Schweizer mit 9-7 knapp die Nase vorn.
Mit viel Selbstvertrauen ausgestattet, startete er dann auch in die US Open. Donald Young in der ersten Runde, Björn Phau in der zweiten Runde und Fernando Verdasco in der dritten Runde stellten Federer vor keine Probleme. In keinem Satz gab er mehr als vier Games ab. Sein Achtelfinalspiel gegen den US-Amerikaner Mardy Fish fand gar nicht statt, da der US-Boy aufgrund gesundheitlicher Probleme absagen musste. Fish hatte vor kurzem aufgrund von Herzproblemen mehrere Wochen pausieren müssen – momentan weiß man noch keine genaueren Gründe für seine Absage, doch hoffentlich gab es nicht einen Rückfall und wir werden ihn bald wieder auf der Tour sehen.
Damit steht Federer in seinem 34ten Viertelfinale in Folge bei einem Grand-Slam Turnier. Eine unglaubliche Serie, die seine Konstanz nochmals eindrucksvoll belegt.
Der Weg in das Viertelfinale:
1. Runde: Donald Young 6-3 6-2 6-4
2. Runde: Björn Phau 6-2 6-3 6-2
3. Runde: Fernando Verdasco 6-3 6-4 6-4
Achtelfinale: Mardy Fish w.o
Tomas Berdych
Die Vorbereitung von Berdych, seines Zeichen Nummer sieben der Weltrangliste und aufgrund der verletzungsbedingten Absage von Nadal auf sechs gesetzt, war alles andere als viel versprechend. Seit den French Open befand sich Berdych in einem kleinen Tief. In Halle verlor er früh gegen den späteren Turniersieger Haas, in Wimbledon war gar in Runde eins Endstation gegen Gulbis. Beim olympischen Turnier musste er sich ebenfalls in Runde eins geschlagen geben, dieses Mal dem Belgier Darcis. Man wollte kaum glauben, dass Berdych derjenige war, der Federer 2010 im Viertelfinale von Wimbledon besiegt hat. Mit dem Umstieg auf Hardplatz wurde es nur bedingt besser. In Toronto gab es eine Drittrundenniederlage gegen Gasquet und in Cincinnati eine Niederlage in der dritten Runde gegen Raonic. Beim kleinen Turnier in Winston-Salem – eine Woche vor den US Open – kam er immerhin bis ins Finale und musste sich dort denkbar knapp dem Lokalmatadoren Isner geschlagen geben. Im Tiebreak des Entscheidungssatzes hatte Isner mit 11-9 das bessere Ende für sich.
Doch dieses Turnier brachte Berdych Selbstvertrauen. Endlich wieder einmal mehr als zwei Spiele in Folge gewonnen. Und so konnte er bisher fast ins Viertelfinale spazieren. Goffin und Zopp hatten in den ersten beiden Runden keine Chance gegen den Tschechen und waren auch weit von einem Satzgewinn entfernt. Mit Querrey in der dritten Runde wartete ein Spiele, der sich momentan gut in Form befindet. Er konnte den ersten Satz auch im Tiebreak gewinnen und konnte in Satz zwei sofort ein Break realisieren und auf 2-0 davonziehen. Berdych gelang aber sofort das Rebreak und in Folge dessen übernahm er immer mehr das Kommando. Daraufhin hatte er keine großen Probleme mehr und er setzte sich verdient in vier Sätzen durch. Im Achtelfinale gegen Almagro hatte Berdych dann relativ einfaches Spiel. Almagro agierte teilweise lustlos und nach knappem erstem Satz – den Berdych im Tiebreak gewann – gelang Almagro nicht mehr viel.
Der Weg in das Viertelfinale:
1. Runde: David Goffin 7-5 6-3 6-3
2. Runde: Jurgen Zopp 6-1 6-4 6-2
3. Runde: Sam Querrey 6-7 6-4 6-3 6-2
Achtelfinale: Nicolas Almagro 7-6 6-4 6-1
Roger Federer (1) vs. Tomas Berdych (6): Die bisherigen Duelle
Das erste Duell zwischen Federer und Berdych wird der Schweizer lange Zeit in Erinnerung behalten. Als Topfavorit startete er bei den Olympischen Spielen in Athen und dann musste er sich in der zweiten Runde einem – damals noch völlig unbekannten – jungen Tschechen geschlagen geben. Berdych setzte sich in drei Sätzen durch. Es sollte der letzte Sieg für eine lange Zeit bleiben. Die folgenden acht Duelle entschied der Schweizer für sich.
Von den jüngsten sechs Duellen – seit März 2010 – gewannen beide Spieler drei Mal. Berdych zwei Mal auf Hardcourt (in Cincinnati und Miami) sowie das oben angesprochene Viertelfinalspiel in Wimbledon 2010; Federer ebenfalls zwei Mal auf Harcourt (Toronto 2010 und Paris 2011) sowie das Finale auf blauem Sand in Madrid in diesem Jahr.
Roger Federer (1) vs. Tomas Berdych (6): Prognose & Wettbasis Trend
Aufgrund der gesundheitlichen Absage von Fish wird Federer ausgeruht in sein Viertelfinalspiel gehen können. Doch aufgrund der bisherigen Leistungen hatte er sowieso noch keinen großen Kräfteverschleiß. Federer spazierte in das Viertelfinale und konnte seine Favoritenstellung untermauern. Berdych hatte auch noch keine größeren Probleme aber hatte bereits gegen Querrey eine unangenehme Situation zu meistern. Nach Satz- und Breakrückstand konnte er jedoch eindrucksvoll in das Achtelfinale einziehen. Doch so leicht wie ein Almagro in diesem Achtelfinale wird es ihm Federer nicht machen. Der Schweizer ist haushoher Favorit und er wird auch nichts anbrennen lassen. Für einen deutlichen 3-0 Satzsieg gibt es bei Interwetten momentan eine 2,10. Aufgrund der starken Leistungen ist dies Federer durchaus zuzutrauen. Berdych hat zwar die Qualitäten um ihn zu ärgern, aber momentan ist Federer zu stark und sein Auftreten zu souverän. Der Schweizer wird sich hier deutlich durchsetzen und seinen Teil dazu beitragen, dass er sich im Halbfinale für die Olympia-Niederlage gegen Murray revanchieren kann.
Roger Federer (1) 1,20 @Ladbrokes
Tomas Berdych (6) 5,50 @Bet365
4. September 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
US Open 2012 – Wer holt sich den Titel bei den Herren?
Das letzte Grand-Slam Turnier dieser Saison hat bereits begonnen. Am Mittwoch startete die erste Runde in der Qualifikation. Bis die Topstars angreifen, dauert es noch ein wenig. In der Nacht von Sonntag auf Montag werden die ersten Bälle in der ersten Runde gespielt. Aufgrund der verletzungsbedingten Absage des spanischen Superstars Rafael Nadal verringert sich der Kreis der Titelanwärter auf drei Spieler. Oder gibt es seit Langem doch mal wieder eine Überraschung und wir sehen einen unerwarteten Sieger? Seit den French Open 2005 hieß der Sieger bei einem Grand-Slam Turnier immer Roger Federer, Novak Djokovic oder Rafael Nadal – mit einer Ausnahme. Vor drei Jahren konnte der Argentinier Juan Martin del Potro in einem tollen Finale Roger Federer niederringen und sensationell seinen ersten Grand-Slam Triumph feiern. Eine Riesenüberraschung, aber Federer hatte immense Probleme mit der geradlinigen Spielweise des „Gauchos“. Del Potro erzielte einen Winner nach dem anderen – Federer fand kein Mittel gegen die geradlinige Spielweise. Doch nach dem Triumph in Flushing Meadows ging es abwärts für Del Potro. Aufgrund einer Ellenbogenverletzung musste er lange Zeit pausieren – fast eineinhalb Jahre. Mittlerweile ist er wieder zurück in der Weltspitze und konnte sich beim olympischen Turnier immerhin die Bronze-Medaille holen. Er setzte sich gegen den Serben Djokovic im Spiel um Platz drei durch. Dennoch wäre alles andere als ein Sieg von Federer, Djokovic oder Murray eine Überraschung. Die Auslosung ist noch nicht über die Bühne gegangen – diese wird in der Nacht von Freitag auf Samstag vorgenommen. Dementsprechend können wir hier noch nicht Bezug auf die möglichen Konstellationen im weiteren Turnierverlauf nehmen.
Wobei auch der Sieg von Murray durchaus eine Überraschung wäre. In einem Grand-Slam Finale stand er schon des Öfteren, gewinnen konnte er bisher noch nie. Der Triumph im Finale der olympischen Spiele war der erste große Sieg in der Karriere des Schotten. Meine These erhalte ich dennoch aufrecht – Andy Murray gewinnt in seiner Karriere kein Grand-Slam Turnier! Doch gehen wir die Favoriten der Reihe nach durch.
Roger Federer
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 1 – Quote: 3,75
Sehr oft wurde er schon abgeschrieben. Nach Niederlagen gegen Rafael Nadal oder Novak Djokovic konnte man immer wieder lesen “Federer ist zu alt”, “Federer kann mit den Jungen nicht mehr mithalten”, “Federer’s Zeit ist vorbei” und so weiter. Doch in seinem zweiten Wohnzimmer “Wimbledon” konnte er es seinen Kritiker mal wieder beweisen. Zum siebten Mal gewann er das prestigeträchtige Turnier und ist seitdem wieder die Nummer eins der Weltrangliste. Dadurch konnte er auch einen weiteren Rekord verbuchen. Roger Federer ist der Spieler, der am längsten auf Platz eins der Weltrangliste ist, er hat sein großes Idol Pete Sampras damit abgelöst. Die 300 Wochen könnten bald fallen – mit einem Triumph in Flushing Meadows wäre dies wohl auch fix.
Nach dem Triumph in Wimbledon spielte Federer lediglich zwei Turniere. Zuerst die olympischen Spiele, ebenfalls auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Dort wollte er sich seinen nächsten Traum erfüllen – die Goldmedaille bei Olympia zu holen. Vor vier Jahren konnte er im Doppel mit seinem Freund Stanislaw Wawrinka sensationell die Goldmedaille holen, eine Einzelmedaille fehlte ihm jedoch noch. Im Halbfinale konnte er sich nach einem epischen Kampf gegen den Argentinier Del Potro mit 19-17 im dritten Satz durchsetzen und somit die erste Einzelmedaille fixieren. Mit Gold wurde es jedoch nichts – im Finale war Federer weit von seiner Normalform entfernt, die Müdigkeit nach dem schweren Halbfinale war ihm doch deutlich anzumerken. Andy Murray hatte keine Probleme und gewann die Partie locker in drei Sätzen.
Danach machte er zwei Wochen Pause und lies sogar das Masters-Turnier in Toronto aus. Erst letzte Woche in Cincinnati kehrte er auf die ATP-Tour zurück. Und wie. Alex Bogomolov Jr., Bernard Tomic, Mardy Fish, Stanislaw Wawrinka und Novak Djokovic standen auf seiner Abschussliste. Ohne Satzverlust entschied er das Turnier für sich und konnte somit auch den Vorsprung in der Weltrangliste ausbauen. Vor dem Turnier betrug dieser lediglich 75 Punkte – nach dem Finalsieg gegen seinen Kontrahenten Djokovic ist dieser Vorsprung auf 875 Punkte gewachsen. Vor allem die Art und Weise wie er Djokovic besiegte war erstaunlich. Satz eins ging nach wenigen Minuten mit 6-0 an den Schweizer. Den zweiten Durchgang konnte Djokovic ausgeglichener gestalten und musste keinen weiteren Aufschlagverlust mehr hinnehmen. Selbst gelang ihm auch kein Break (er hatte im gesamten Spiel keinen einzigen Breakball) und somit musste der Satz im Tiebreak entschieden werden, in dem Federer mit 9-7 die Oberhand behielt und das Turnier gewonnen hat.
Starke Vorbereitung, Selbstvertrauen gewonnen und den Vorsprung in der Weltrangliste ausgebaut – die US Open können kommen. Zu Beginn seiner Karriere war die US-Tournee oftmals keine Reise wert für den Schweizer. Es setzte viele Enttäuschungen und frühe Niederlagen. Doch von 2004 bis 2008 konnte Federer die US Open für sich entscheiden. 2009 verlor er – wie oben angesprochen – gegen Del Potro. Folgt nun sein sechster Triumph in New York? Die Chancen stehen gut, auch wenn Betfair Djokovic als größeren Favoriten sieht. Fast eine Vierer Quote würde ich jedoch auf jeden Fall anspielen.
Novak Djokovic
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 2 – Quote: 2,76
Ouch – so hatte sich Djokovic die Olympischen Spiele sicherlich nicht vorgestellt. Als großer Medaillenfavorit ist der Serbe gestartet und am Ende steht nur der undankbare vierte Platz zu Buche. Zuerst verlor er im Halbfinale gegen Andy Murray. Jeweils bei 6-5 versagten ihm die Nerven und er musste seinen Aufschlag abgeben. Auch wenn er davor in den Sätzen der spielbestimmende Spieler war, Break gelang ihm keines gegen den Schotten. Danach hätte es wenigstens Bronze werden sollen. Del Potro war nach seinem harten Kampf im Halbfinale sicherlich nicht bei vollen Kräften aber dennoch hatte er die besseren Reserven. In Satz eins gab es ein Deja-Vu für “Nole”. Wiederum gab er spät seinen Aufschlag zum ersten Mal ab und musste den dritten Satz en Suite mit 5-7 abgeben. In Satz zwei reichte Del Potro wiederum ein Break und er konnte sich die Bronzemedaille mit einem 7-5 und 6-4 Erfolg sichern. Für Nole war es ein Spiel der verpassten Chancen. Bei sechs Breakbällen gelang es ihm kein einziges Mal den Aufschlag des Argentiniers abzunehmen.
Und nun musste sich der Serbe zum ersten Mal mit Negativschlagzeilen herumschlagen. Auch ihm wurde abgesprochen, dass er seine Erfolge nicht mehr wiederholen kann. Die Saison 2011 war für den Serben auch eine Außergewöhnliche, diese zu wiederholen ist schier unmöglich. Direkt nach den olympischen Spielen trat er beim Masters in Toronto an. Und dort konnte er endlich wieder einen Turniererfolg feiern. In Abwesenheit von Federer und Nadal hatte er keine Probleme. Lediglich der deutsche Tommy Haas konnte ihm einen Satz abnehmen – doch gefährlich wurde auch er ihm nicht wirklich. Im Finale setzte er sich deutlich gegen den Franzosen Gasquet durch. Es war der erste Turniersieg seit Miami (KW 12 – Ende März). Beim darauf folgenden Masters in Cincinnati musst er sich – wie oben beschrieben – im Finale Federer klar geschlagen geben. Bis ins Finale hatte er keine Mühe und konnte sich im Halbfinale mit einem 6-3 und 6-2 Sieg gegen Del Potro deutlich für die Niederlage bei Olympia revanchieren.
Djokovic hat mittlerweile fünf Grand-Slam Titel gewonnen. Im letzten Jahr holte er sich nicht nur zum ersten Mal Wimbledon sondern triumphierte auch hier in Flushing Meadows. Der Titelverteidiger muss aufpassen, dass er nicht noch weiter an Boden verliert gegenüber Federer in der Weltrangliste. Laut Betfair ist er der Topfavorit auf den Titel. Djokovic bewies bei den zwei Masters, dass mit ihm zu rechnen ist. Bis auf die deutliche Niederlage gegen Federer überzeugte er und ließ seinen Gegnern keine Chancen. Alles andere als der Einzug ins Finale wäre doch eine große Überraschung.
Andy Murray
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 4 – Quote: 5,00
Zu viel gefeiert? Nach der Goldmedaille bei Olympia ist beim Schotten der Wurm drin. In Toronto konnte er sich in seinem ersten Spiel zwar noch glatt durchsetzen gegen den Italiener Cipolla zu seinem zweiten Spiel ist er dann aber gar nicht mehr angetreten. Wegen einer Knieverletzung wollte er nichts riskieren und entschied sich somit bereits vor Spielbeginn für die Aufgabe. Eine Woche später in Cincinnati war von den Beschwerden nichts mehr zu spüren und er griff wieder ins Turniergeschehen ein. Doch auch dieses Mal war es mehr ein Kurzauftritt. Erstes Spiel gewonnen – dieses Mal gegen Sam Querrey. Zweites Spiel verloren. Der Franzose Jeremy Chardy schaffte die Überraschung und eliminierte den Schotten zwei Mal mit 6-4.
Murray läuft auf dem Hardplatz seiner Form hinterher und lange hat er nicht mehr Zeit. Sollte es die Auslosung gut mit ihm meinen und er hat in den ersten zwei, drei Runden einfache Gegner, könnte er seine Sicherheit zurückgewinnen. Sollte jedoch bereits früh im Turnier ein formstarker Spieler auf den Schotten warten, könnte es immens eng werden. Er ist zwar – genauso wie die anderen drei Topstars – ein Spieler, der in den entscheidenden Turnieren seine Form immer wieder findet aber mit dem Finale wird er in diesem Jahr nichts zu tun haben. Viel mehr traue ich ihm nicht mal den Einzug ins Halbfinale zu – mehr wie das Viertelfinale wird es nicht. Aufgrund der verletzungsbedingten Absage seines Freundes Nadal, besteht sogar die Möglichkeit, dass Murray ihn überholt und somit auf den dritten Platz vorstößt.
Dennoch muss man zugestehen, dass Murray in diesem Jahr einen großen Sprung nach vorne gemacht hat. Er installierte Ivan Lendl als seinen neuen Coach und damit verbesserte er sich vor allem auch im mentalen Bereich. Murray wirft nicht mehr so schnell die Nerven weg und konnte mit dem Triumph bei Olympia sicherlich viel Druck von seinen Schultern nehmen. Auf einen Grand-Slam Titel wartet er dennoch weiterhin vergebens.
Juan Martin del Potro
Aktueller Platz in der Weltrangliste: 8 – Quote: 14,50
Der US Open Sieger hat die viert niedrigste Quote auf den Triumph. Sollte er seinen Triumph wiederholen, wäre dies wiederum eine große Überraschung, wie schon vor drei Jahren. Nach dem Gewinn der Bronzemedaille flog er direkt nach Toronto zum Masters. Dort musste er gegen Stepanek gleich im ersten Spiel eine Niederlage hinnehmen. Die Strapazen vom olympischen Tennisturnier und vom Flug nach Amerika waren ihm deutlich anzumerken. Del Potro wirkte müde und hatte große Probleme mit seinem Service. Vier Mal gab er seinen Aufschlag ab und auch das Percentage war katastrophal. Rund 50 % der ersten Aufschläge kamen, viel zu wenig. Eine Woche später in Cincinnati zeigte er sich mit der Halbfinalteilnahme stark verbessert. Vor allem die Siege gegen Haas, Troicki und Chardy können ihm Selbstvertrauen geben. Sind doch alle drei Spieler momentan stark in Form.
Seine große Stärke ist die schnellende Vorhand. Federer verzweifelte daran. Und wenn Del Potro die Vorhand gelingt, dann ist sie für kaum einen zu entschärfen. Die Vorhandschläge kommen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und gerade auf Hardplatz sind sie eine Waffe. Doch eine Wiederholung seines Triumphes würde ich fast ausschließen. Aufgrund der Absage von Nadal ist er für mich der drittstärkste Spieler im Feld, aber bei ihm wird es sehr auf die Auslosung darauf ankommen. Entweder im Viertelfinale oder im Halbfinale (je nachdem wann er auf Federer/Djokovic treffen wird) ist Schluss.
  Die deutschsprachigen Hoffnungen
Tommy Haas: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 22 – Quote: 400,00
Philipp Kohlschreiber: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 20 – Quote: 520,00
Jürgen Melzer: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 36 – Quote: 1000,00
Stanislaw Wawrinka: Aktueller Platz in der Weltrangliste: 19 – Quote: 320,00
Ein Blick auf die Quoten zeigt ganz schnell wie wahrscheinlich ein positives Abschneiden der deutschsprachigen Spieler sein wird. Beim letzten Grand-Slam Turnier in Wimbledon schwebten die deutschen Tennisherren endlich wieder mal auf einer Erfolgswelle. Doch der Rasenbelag ist seit Jahren der Belag, auf dem die Deutschen die besten Ergebnisse liefern. Bei den US Open wird es wohl wieder anders aussehen. Grund zur Hoffnung bietet nur Altstar Tommy Haas. Die aktuelle Nummer 22 der ATP-Weltrangliste konnte in den vergangenen Wochen mit starken Ergebnissen aufzeigen. In Washington verlor er erst im Finale gegen Dolgopolov, in Toronto war er der einzige Spieler der Djokovic einen Satz abnehmen konnte und in Cincinnati letzte Woche musste er sich gegen Del Potro zwar geschlagen geben, konnte in der Runde zuvor aber einen Sieg gegen Nalbandian feiern (zum zweiten Mal innert einer Woche). Haas ist sicherlich ein Kandidat für das Achtelfinale – danach wird’s aber schwer. Philipp Kohlschreiber ist zwar um zwei Plätze besser gereiht – auf Rang 20 aber ihm traue ich weniger zu. Bei den Turnieren in Toronto und Cincinnati konnte er nur einen Sieg feiern – gegen den italienischen Sandplatzspezialisten Fognini. Gegen die US-Boys Isner und Baker setzte es jeweils Niederlagen. Runde drei ist das Maximum für „Kohli“.
Der Österreicher Melzer ist auf dem Boden der Realität angelangt. War er vor nicht all zu langer Zeit für einige Wochen in den Top-Ten der Welt zu finden, klassiert er momentan auf Rang 36. Damit wird er auch nicht gesetzt sein für die US Open und somit könnte es bereits in der ersten Runde ein schwieriges Los für Melzer geben. Aber momentan braucht es wohl nicht einmal einen sehr starken Gegner für Melzer. Sowohl in Toronto als auch in Cincinnati verlor er in der ersten Runde gegen den US-Amerikaner Sam Querrey. Ein Spieler, der vom Aufschlag lebt und ansonsten limitiert ist in seiner Spielweise. Beim Turnier in Winston-Salem in dieser Woche musste er fünf Matchbälle abwehren bis er im Tiebreak des dritten Satzes gegen die Nummer 303 der Welt, Michael McClune, gewinnen konnte. Immerhin, er bewies Nervenstärke. In der Nacht auf heute war er dann chancenlos gegen Isner. Klare Zweisatzniederlage und er hatte keinen einzigen Breakball. Die US Open werden ein Kurzauftritt für Melzer im Einzel. Es kommt sicher auch auf die Auslosung drauf an, doch mehr als die zweite Runde traue ich ihm nicht zu. Dafür wird er im Doppel sicherlich wieder ein Wörtchen mitreden können.
Für die Schweizer Nummer zwei, Stanislaw Wawrinka, lief es in den letzten Wochen nicht immer positiv. Nach der Achtelfinal-Niederlage gegen Jo-Wilfried Tsonga bei den French Open setzte es drei weitere Niederlagen en suite. In Wimbledon verlor er in einem Fünf-Satz-Krimi gegen den Österreicher Melzer. Danach wechselte er wieder auf den Sandbelag und verlor beim Heimatturnier in Gstaat in der zweiten Runde (in der ersten Runde hatte er ein Freilos) gegen Paul-Henri Mathieu zwei Mal im Tiebreak und danach kehrte er zurück auf den Rasen. Bei den olympischen Spielen war sein Auftritt auch nur von kurzer Dauer. Er musste bereits in der ersten Runde gegen den späteren Olympiasieger Murray antreten und verlor glatt in zwei Sätzen. Beim Masters in Cincinnati ist er endlich auf die Erfolgsspur zurückgekehrt und erreicht überraschend das Halbfinale. Paul-Henri Mathieu, David Ferrer, Kei Nishikori und Milos Raonic standen auf seiner Abschlussliste. Eine starke Turnierwoche, die Hoffnung für die US Open geben wird. Wawrinka wird mit dem Sieg sicherlich nichts zu tun haben, jedoch traue ich ihm das Viertelfinale – je nach Auslosung – durchaus zu.
US Open – Sieger 2012
Alles deutet auf das Traumfinale zwischen Federer und Djokovic hin. In der Vorbereitung auf das Turnier konnten die anderen Athleten nicht wirklich überzeugen und es wäre doch eine sehr große Überraschung sollte einer der zwei Topstars frühzeitig straucheln. Federer ist trotz seinem fortgeschrittenen Alter (der einzige Top-20 Spieler, der den 30ten Geburtstag schon gefeiert hat) noch immer brandgefährlich. Im Finale von Cincinnati zeigte er seine ganze Klasse. Djokovic würde in einem möglichen Finale natürlich die Revanche wollen und seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Ich sehe ihn jedoch nicht als Favoriten und dementsprechend finde ich die Quote auf ihn nicht gerechtfertigt. Wie oben bereits angedeutet, finde ich die Quote auf Federer mehr als fair. Fast eine Vierer Quote ist in meinen Augen zu hoch. Diese ist auf jeden Fall spielbar. Federer wird nach Cincinnati seinen zweiten Turniersieg en suite feiern und den Vorsprung in der Weltrangliste noch weiter ausbauen.
27. August 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Roger Federer (1) vs. Andy Murray (3) , 05.08.2012, Olympische Spiele Herren, Finale (Andy Murray gewinnt GOLD für Großbritannien und schafft endlich den Sieg in Wimbledon! Mit dem 6:2 6:1 6:4-Erfolg nach nur 1:56 Stunden gelingt dem Schotten die perfekte Revanche für die Wimbledon Niederlage vor ein paar Wochen gegen Roger Federer, vielleicht sollten die Engländer überlegen die weisse Kleidungsvorschrift abzulegen und wie bei Olympia alle Farben zuzulassen – Murray dürfte das geholfen haben
Head-to-Head: 8-9
Großbritannien was willst du mehr? Der gestrige Freitag brachte die Tennis-Fans zum Entzücken. Zuerst lieferte sich der Schweizer Roger Federer einen epischen Kampf mit Juan Martin del Potro um den Einzug ins Finale des olympischen Tennisturniers. Weit über vier Stunden dauerte die Begegnung bis Federer endlich den zweiten Matchball zum 19-17 im dritten Satz verwerten konnte. Danach kämpfte der britische Lokalmatador am späten Abend gegen den Serben Novak Djokovic um den Einzug ins Finale und zwei Mal konnte er dem Serben beim Stand von 6-5 den Aufschlag abnehmen und somit konnte er die Neuauflage des Wimbledon-Finales perfekt machen. Morgen wird es somit eine Wiederholung des Endspiels von Wimbledon gehen. Nachdem im bisherigen Turnierverlauf auf lediglich zwei Gewinnsätze gespielt wurde, wird im Finale morgen der Sieger drei Sätze gewinnen müssen, bis er sich Olympiasieger 2012 nennen darf. Davor wird es noch das Spiel um die Bronzemedaille zwischen den zwei Unterlegenen geben.
Morgen wird es das 18te Aufeinandertreffen und noch führt Murray knapp mit 9-8. Das Spiel im Wimbledon-Finale vor wenigen Wochen war das erste Aufeinandertreffen auf Rasen, in diesem konnte sich Federer in vier Sätzen durchsetzen, nachdem es zu Beginn den Anschein hatte, dass Murray endlich seinen ersten Grand-Slam Titel holen könnte. Doch Federer wurde zunehmends stärker und nützte die wenigen Chancen eiskalt aus. Mittlerweile hat Federer die letzten drei Spiele gegen Murray gewonnen. Der letzte Sieg von Murray im Finale von Shanghai gegen Ende der letzten Saison. 2012 wird es das dritte Spiel zwischen Federer und Murray. Und obwohl Federer in Wimbledon eine Legende ist und unzählige Fans hat, morgen wird der Großteil der Fans sicherlich wieder hinter ihrem Briten Andy Murray stehen.
Roger Federer
Olympia und Roger Federer – zwei Dinge, die auf ewig miteinander verbunden bleiben. Zwar konnte er erst am gestrigen Tag seine erste Einzel-Medaille bei olympischen Spielen fixieren aber dennoch wird diese Bindung immer bestehen bleiben. Bei seiner ersten Olympiateilnahme vor zwölf Jahren lernte er seine jetzige Frau Mirka kennen. Sie war damals selbst noch aktive Tennisspielerin und auch für die Schweiz vertreten. Aufgrund mehrerer schweren Verletzungen musste sie ihre Karriere jedoch frühzeitig beenden und ist mittlerweile im Management von Roger tätig.
Zudem gab er schon immer zu, wie wichtig ihm auch der Triumph bei Olympia ist. Olympia 2012 war neben der Rückeroberung der Nummer eins Position eines seiner ganz großen Ziele. Die Nummer eins Position hat er seit Wimbledon wieder inne und ist damit der Spieler, der am längsten die Weltrangliste angeführt hat. Er konnte nun sein großes Idol und seinen Freund Pete Sampras überholen. Die Gold-Medaille bei Olympia fehlt ihm jedoch noch. 2004 und 2008 galt er ebenfalls als Favorit, musste sich jedoch immer früh geschlagen geben (gegen James Blake bzw. gegen Tomas Berdych). Nun scheint es an der Zeit – der Rasenkönig könnte seinen nächsten großen Traum erfüllen und sich die Goldmedaille umhängen.
Vieles wird jedoch davon abhängen wie fit Federer in das Endspiel morgen gehen wird. Das Spiel gegen Del Potro hat ihn einiges an Substanz gekostet. Ein 19-17 steckt man nicht so einfach weg. Die Müdigkeit darf in einem Finale der olympischen Spiele jedoch keine Ausrede sein. Dafür ist der Traum einfach zu groß. Und Federer – der vor vier Jahren sensationell mit Stan Wawrinka im Doppel die Goldmedaille holen konnte – will diesen Titel unbedingt. Und wo wäre es ihm mehr vergönnt als auf seinem geliebten Center Court von Wimbledon?
Im Halbfinale gegen Del Potro agierte Federer zeitweise ungewohnt fehleranfällig. Viele einfache Rückhandfehler machten ihm das Leben schwer. Im Tiebreak des zweiten Satzes vergab er dann zudem noch einen leichten Volley und somit stand sein großer Traum kurz vor dem Platzen. Doch in den entscheidenden Phasen konnte er nochmals zulegen und den Satz für sich entscheiden. Im entscheidenden dritten Satz gab es dann einige Auf und Abs für den Schweizer Gentlemen. Del Potro durfte vorlegen und hatte in den ersten Aufschlagspielen immer wieder seine Probleme. Federer konnte den ein oder anderen Breakball nicht nützen – bis dahin gelang es ihm im ganzen Match noch nicht Del Potro den Aufschlag abzunehmen – und dann musste er etliche Male gegen den Matchgewinn aufschlagen. Beim Stand von 9-9 gelang ihm dann endlich das Break und nun dachten alle Fans, dass die Partie gegessen ist. Der Argentinier, der in den vorherigen Aufschlagspielen kaum Returnpunkte erzielen konnte, spielte nochmals groß auf und bei Federer merkte man an, dass auch er ein Mensch ist, dem die Nerven ab und zu einen Strich durch die Rechnung machen. Er gab zu Null sein Aufschlagspiel ab und die Partie war wieder offen. Daraufhin gab es etliche Momente zwischen Bangen und Hoffen. Del Potro war zwei, drei Mal nur zwei Punkte vor dem Einzug ins Finale entfernt. In diesen Momenten konnte sich der Schweizer jedoch auf seinen Aufschlag verlassen. Bei 17-17 hatte er zum zweiten Mal 0-40 und dann gelang ihm endlich das zweite Break. Mit ein bisschen Mühe servierte er dann doch aus und nützte seinen zweiten Matchball – der Einzug ins Finale war perfekt. Und die erste Einzel-Medaille bei olympischen Spielen ebenso.
Der Weg in das Olympia Finale 2012:
1. Runde: Alejandro Falla 6-3 5-7 6-3
2. Runde: Julien Benneteau 6-2 6-2
Achtelfinale: Denis Istomin 7-5 6-3
Viertelfinale: John Isner 6-4 7-6
Halbfinale: Juan Martin del Potro 3-6 7-6 19-17
Andy Murray
Mit den vielen Fans im Rücken gelang dem Briten Murray am gestrigen Spätabend die Überraschung und er konnte den Serben Djokovic zwei Mal mit 7-5 besiegen. Murray, der als Außenseiter in die Partie ging, zeigte sich in seinem ersten Härtetest bei diesem Turnier von seiner besten Seite. Er spielte zeitweise groß auf und Djokovic hatte viel Mühe mit dem Schotten. Und in den entscheidenden Momenten konnte Murray nochmals eine Schaufel drauf legen. Gerade in Satz zwei war dies deutlich ersichtlich. Zu Beginn dieses Satzes war der Serbe bedeutend näher am Break dran und Murray musste einige brenzlige Situationen überstehen. Dies gelang ihm und er konnte seinen Aufschlag immer wieder halten. Beim Stand von 6-5 – als Djokovic gegen den Matchverlust servierte – riskierte Murray alles! Und es ging auf. Es stand rasch 0-40 und damit war wohl allen Beteiligten klar, dass Djokovic seinen Kopf nicht nochmals aus der Schlinge ziehen kann. Murray holte sich das Break, welches gleichbedeutend mit dem Einzug ins Finale war.
Und mit der Wiederauflage des Endspiels von Wimbledon geht auch ein Traum für die britischen Tennisfans in Erfüllung. Mit einem Grand-Slam Titel in Wimbledon (und auch allgemein) hat es bisher noch nicht geklappt. Doch mit der Goldmedaille beim olympischen Turnier wären sie auch zufrieden. Und durch seinen Zwei-Satz Erfolg konnte Murray einiges an Kräfte sparen. Federer hätte sich sicherlich auch gewünscht, dass der Sieger des zweiten Halbfinales über drei anstrengende Sätze gehen muss. Doch dieser Wunsch wurde ihm nicht erfüllt. Im bisherigen Turnierverlauf verlor Murray nur gegen den Zyprioten Baghdatis einen Satz – ansonsten konnte er sich immer in zwei durchsetzen. Konditionelle Vorteile sollten bei Murray liegen und je länger das Match dauert, desto eher könnte man diese auch wahr nehmen. Damit er endlich seinen ersten großen Triumph feiern kann, muss Murray endlich mal in einem großen Finale die Konstanz an den Tag legen und sich nicht immer wieder Auszeiten nehmen und den Gegner stärker machen.
Der Weg in das Olympia Finale 2012:
1. Runde: Stanislaw Wawrinka 6-3 6-3
2. Runde: Jarkko Nieminen 6-2 6-4
Achtelfinale: Marcos Baghdatis 4-6 6-1 6-4
Viertelfinale: Nicolas Almagro 6-4 6-1
Halbfinale: Novak Djokovic 7-5 7-5
Roger Federer (1) vs. Andy Murray (3): Prognose & Wettbasis Trend
Im Finale von Wimbledon haben wir von Wettbasis bereits den Triumph von Federer vorausgeahnt. Gestern im Halbfinale des olympischen Turniers haben wir uns leider getäuscht. Bei der Neuauflage des Endspiels erwarten wir hier jedoch wieder den gleichen Ausgang wie im Finale von Wimbledon. Für Federer sind es aller Voraussicht nach die letzten olympischen Spiele – wobei er bereits mehrere Male gesagt hat, dass er auch in Rio 2016 noch aufschlagen kann – und diese wird er krönen. Der Triumph bei Olympia und für die Schweiz hatte bei Federer schon immer eine große Bedeutung und trotz der Anstrengungen gegen del Potro wird sich Federer durchsetzen. Im Finale von Wimbledon hatte er nicht seinen besten Tag und dennoch musste Murray eingestehen, dass er völlig verdient verloren hat.
Natürlich wird auch morgen wieder Murray vom Publikum getragen und nach vorne gepeitscht. Dass Federer mit solch einer Situation jedoch bestens umgehen kann, zeigte er im Verlauf seiner Karriere bereits mehrmals. Er kann alles abschalten was rechts und links von ihm passiert und er fokussiert sich völlig auf das Endspiel. Und mit der Perfektion des Schweizers wird er morgen einen weiteren Eintrag in die Geschichtsbücher sicher haben - Olympiasieger 2012 ROGER FEDERER.
Roger Federer 1,65 @Sportingbet
Andy Murray 2,37 @Bet365
4. August 2012 / dominic - Kategorie:
Olympia 2012
Novak Djokovic (1) vs. Roger Federer (3) , 06.07.2012, Wimbledon, Viertelfinale (Endergebnis 3:6, 6:3, 4:6, 3:6)
Head-to-Head: 13-14
Wie schon bei den French Open stehen sich auch bei diesem Grand-Slam Turnier der Serbe Novak Djokovic und der Schweizer Roger Federer im Halbfinale gegenüber. Vor wenigen Wochen konnte sich der Serbe in drei Sätzen durchsetzen und damit den Einzug ins Finale fixieren. Doch auf Rasen werden die Karten neu gemischt. Und hier hat Federer sicherlich bessere Chancen den Serben zu besiegen als auf Sand. Es wird morgen das 28te Duell der beiden Superstars sein. Momentan hat Federer noch knapp die Nase vorn. Doch „Nole“ könnte die Bilanz mit einem Sieg ausgleichen. Es wird am morgigen Freitag das erste Duell auf Rasen sein. Für viele Tennisexperten ist dies – ähnlich wie bei den Damen – das vorweggenommene Finale. Auf Rasen sind Djokovic und Federer sicherlich die zwei stärksten Spieler. Egal wer hier gewinnt, er wird der Favorit im Endspiel gegen Murray/Tsonga sein. Und meiner Meinung nach wird der Sieger aus dieser Partie am Sonntag die Trophäe in die Höhe stemmen können! Doch wer wird es sein?
Novak Djokovic
Der Serbe Djokovic machte den Traum des Bayreuther Florian Mayer in drei Sätzen kaputt. Doch gerade in Satz eins war die Partie ausgeglichen. Florian Mayer gelang das erste Break im Spiel. Doch Djokovic konnte sofort kontern und holte sich das Rebreak. Beim Stand von 4-4 im ersten Satz hatte Mayer dann nochmals drei Breakchancen um das 5-4 zu schaffen. Danach hätte er zum Satzgewinn aufschlagen können – doch bei seinem zweiten Breakball spielte er einen Volley am Netz zu locker und vergab somit diese große Chance. Prompt wurde der Deutsche dafür bestraft und Djokovic konnte das Aufschlagsspiel halten und direkt danach selbst das entscheidende Break in Satz Nummer eins realisieren.
Davon zeigte sich Mayer in Satz zwei sichtlich geschockt. Der Bayreuther stand neben den Schuhen und ließ sich in dieser Phase des Spiels regelrecht vorführen. Djokovic hatte keine Probleme und holte sich Satz zwei im Eiltempo mit 6-1. Erst im dritten Satz wurde die Partie wieder offener. Mayer gelang es jedoch nicht mehr den Serben in Gefahr zu bringen. Im Endeffekt ein hoch verdienter Sieg für Djokovic. Mehr als 50 % seiner Punkte konnte der Serbe durch Winner schlagen (50 der 94 Punkte). Mayer dagegen gelangen gerade mal 14 Winner. Und mit seinem zweiten Ausfchlag hatte er massive Probleme. Dieser glich fast einem Einwurf und Djokovic konnte diesen zweiten Aufschlag immer wieder attackieren und setzte Mayer damit unter Druck.
Der Weg in das Halbfinale:
1. Runde: Juan Carlos Ferrero 6-3 6-3 6-1
2. Runde: Ryan Harrison 6-4 6-4 6-4
3. Runde: Radek Stepanek 4-6 6-2 6-2 6-2
Achtelfinale: Viktor Troicki 6-3 6-1 6-3
Viertelfinale: Florian Mayer 6-4 6-1 6-4
Roger Federer
Nach dem Sieg über Malisse hatten die Fans des Schweizers doch einige Sorgen. Und diese wurden auf der Pressekonferenz noch verstärkt. Federer gab an, dass er selbst große Angst um seinen Rücken gehabt hat, die Schmerzen mit Fortdauer jedoch geringer wurden. Offensichtlich hat ihm der Ruhetag sehr gut getan. In seinem Viertelfinale gegen den Russen Youzhny merkte man ihm gar nichts von einer möglichen Verletzung an. Federer spielte überragend und ließ Youzhny auch in Duell Nummer 14 nicht den Hauch einer Chance. Der Russe konnte einem schon fast Leid tun. Gerade mal fünf Games machte er im ganzen Spiel. Federer war dominant und hoch überlegen. Dies verdeutlicht auch ein Blick auf die Statistiken. Über den ersten Aufschlag machte er 88 % der Punkte. Lediglich mit dem zweiten Aufschlag hatte er seine Probleme als er nur 52 % der Punkte gemacht hat. Insgesamt konnte sich Youzhny somit zwei Breakbälle erarbeiten – beide jedoch nicht nützen. Für das kommende Halbfinale gegen Djokovic sollte er jedoch mehr erste Aufschläge ins Feld bringen. Gegen Youzhny waren die 62 % genug, doch gegen Djokovic wird dies nicht reichen.
Das Returnspiel des Schweizers war dafür exzellent. Insgesamt 20 Breakbälle erarbeitete sich der Schweizer. Youzhny war permanent unter Druck und hatte keine Verschnaufpausen. Im Endeffekt machte Federer 30 Punkte mehr als sein russischer Gegner und steht somit hoch verdient im Halbfinale.
Der Weg in das Halbfinale:
1. Runde: Albert Ramos-Vinolas 6-1 6-1 6-1
2. Runde: Fabio Fognini 6-1 6-3 6-2
3. Runde: Julien Benneteau 4-6 6-7 6-2 7-6 6-1
Achtelfinale: Xavier Malisse 7-6 6-1 4-6 6-3
Viertelfinale: Mikhail Youzhny 6-1 6-2 6-2
Novak Djokovic (1) vs. Roger Federer (3): Prognose & Wettbasis Trend
Die Tennisfans dürfen sich auf das vorweggenommene Finale freuen. Aufgrund der bisherigen Leistungen kann man durchaus von einem hochklassigen Spiel ausgehen. Bei Federer merkte man gestern nichts von einer möglichen Verletzung. Djokovic spielte auch sehr souverän gegen Mayer. Zwar hatte er im ersten Satz durchaus Probleme doch danach hatte er einfaches Spiel. Und die Qualität der Topstars besteht ja auch darin, sich in den entscheidenden Momenten zu steigern.
Die aktuelle Quotenvergabe kann ich jedoch nicht verstehen. Djokovic hat für das Halbfinale eine niedrigere Quote als im Halbfinale von Roland Garros. Wie geht das bitte? Rasen und Federer – eine innige Beziehung. Auf Sand hat Federer sicherlich weniger Chancen Djokovic zu schlagen (auch wenn Federer 2011 die Siegesserie von Nole auf Sand beendet hat). Dennoch Quoten von 3,00 und höher besitzen in meinen Augen großen Valuewert und sind auf jeden Fall ein Versuch wert. Als absoluten Toptipp empfinde ich zudem noch die 1,38 auf Federer +2,5 Sets. Wenn jemand ein Konto bei Pinnacle hat – diese Wette ist ein Muss.
Novak Djokovic 1,45 @Interwetten
Roger Federer 3,20 @Sportingbet
5. Juli 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Roger Federer (3) vs. Mikhail Youzhny (26) , 04.07.2012, Wimbledon, Viertelfinale (Endergebnis: 6:1, 6:2, 6:2)
Head-to-Head: 13-0
Nach dem verregneten “Magic Monday” hätten eigentlich alle vier Viertelfinalbegegnungen der Herren fixiert sein sollen. Doch der liebe Wettergott hatte kein Einsehen mit der Turnierleitung und somit fiel ein großer Teil des Wettkampftages ins Wasser. Einige Spiele konnten beendet werden, andere wurden erst gar nicht begonnen. Mit dem Duell zwischen dem sechsfachen Wimbledon Sieger Roger Federer und dem Russen Mikhail Youzhny konnte lediglich eines der vier Viertelfinalbegegnungen fixiert werden.
Federer könnte mit einem Sieg auf dem heiligen Rasen einen ganz großen Traum verwirklichen – er würde den Tennisthron erklimmen und dann auf jeden Fall mit Pete Sampras gleichziehen. Noch fehlt ihm eine Woche als Nummer eins. Doch auf dem Weg dahin, muss er sich zuerst gegen Youzhny durchsetzen. Es wird das 14te Duell der beiden sein. Und die bisherige Bilanz ist für den Russen niederschmetternd. 13 – 0 heißt die Bilanz. Vielmehr konnte Youzhny erst drei Sätze gegen den Schweizer gewinnen. Das letzte Duell der beiden ist erst vor kurzem über die Bühne gegangen. In Halle kam es im Halbfinale zum Duell und Federer setzte sich klar mit 6-1 und 6-4 durch. Bei einem Blick auf das Head-to-Head ist auffallend, dass sich die zwei oft auf dem Rasen gegenüberstehen. Vier Mal in Halle (2002;2003;2004;2012) und nun zum zweiten Mal in Wimbledon (letztes Jahr gab es ein 6-7 6-3 6-3 6-3 für Federer im Achtelfinale). Kann Youzhny endlich einen Sieg gegen Federer feiern?
Roger Federer
In den ersten zwei Runden spielte der Schweizer Gentlemen überragend. Sowohl Ramos-Vinolas als auch Fognini hatten nichts zu bestellen und man merkte Federer deutlich an, wie wohl er sich auf dem heiligen Rasen von Wimbledon fühlt. Doch in seinem Drittrundenmatch musste man lange Zeit Angst haben, dass er es Rafael Nadal gleich macht und sensationell ausscheidet. Gegen den Franzosen Benneteau lag er mit 2-0 Sätzen in Rückstand. Und dies durchaus verdient – vor allem Federer’s Rückhand war katastrophal. Entweder landete sie im Netz oder meilenweit im Aus. Erst in Satz drei konnte er sich dann steigern und holte sich diesen deutlich. Doch Satz vier war wieder eine enge Kiste und Benneteau war des Öfteren nur zwei Punkte vor der großen Sensation entfernt. „Fedex“ behielt jedoch die Nerven und gewann den Tiebreak knapp. Im entscheidenden fünften Satz verließen Benneteau dann die Kräfte und er mühte sich nur noch über den Court. Federer hatte leichtes Spiel und gewann diesen Satz deutlich.
Im Spiel gegen den Belgier Malisse gab es dann bereits nach 24 Minuten eine Schrecksekunde für den Schweizer. Er musste ein Medical Timeout nehmen und sich am Rücken behandeln lassen. Mittlerweile gab er zu, dass er große Angst gehabt hat, dass es etwas Schlimmeres ist. Doch glücklicherweise wurden die Schmerzen mit Fortdauer der Partie weniger. Den ersten Satz konnte sich Federer im Tiebreak mit 7-1 holen. Ein kurzzeitiger Knackpunkt für Malisse – in Satz zwei war er auf völlig verlorenem Posten und verlor diesen mit 6-1. Danach kämpfte er sich noch mal in das Spiel und konnte überraschenderweise Satz drei für sich entscheiden. Und auch im vierten Satz erwischte er den besseren Start und lag rasch mit einem Break in Führung. Doch Federer kam zurück und entschied die Partie für sich.
Nach dem Spiel bleibt nur die Frage, wie schlimm ist die Verletzung? Wie bereits erwähnt, gab er selbst Entwarnung auf der Pressekonferenz. Doch ob das wirklich stimmt, wird man erst im Spiel gegen Youzhny sehen. Federer wird auf alle Fälle froh sein, dass er am heutigen Dienstag spielfrei hat und sich somit auskurieren kann.
Der Weg in das Viertelfinale:
1. Runde: Albert Ramos-Vinolas 6-1 6-1 6-1
2. Runde: Fabio Fognini 6-1 6-3 6-2
3. Runde: Julien Benneteau 4-6 6-7 6-2 7-6 6-1
Achtelfinale: Xavier Malisse 7-6 6-1 4-6 6-3
Mikhail Youzhny
Den Russen Youzhny kann man sicherlich als Überraschungs-Viertelfinalist bezeichnen. Vom Draw her hätten hier viele mit dem Serben Tipsarevic gerechnet. Doch Youzhny konnte diesen in der dritten Runde völlig verdient aus dem Turnier nehmen. Nach dem Sieg gegen den US-Amerikaner Young in Runde eins und gegen den Spanier Cervantes in Runde zwei konnte er gegen „Tipsa“ überzeugen. Lediglich drei Breakbälle ließ er zu und davon konnte der Serbe nur einen nützen. Selbst hingegen erarbeitete er sich acht Breakbälle, wovon er in jedem Satz einen nützen konnte. Dies reichte zu einem Vier-Satz Sieg.
Youzhny ist ein Spieler mit enorm viel Talent, welcher jedoch oft Probleme bezüglich der Konstanz hat. Im Gegensatz zu den anderen Belägen, fühlt er sich auf Rasen sehr wohl. Dies untermauert auch die Tatsache, dass Federer und er die meisten Duelle – morgen wird es Duell Nummer sechs (von 14) – auf Rasen bestritten haben. Im vergangenen Jahr konnte er auch zuerst mit Almagro einen höher eingeschätzten Spieler (vom Ranking her, wobei auf Rasen sie sich auf Augenhöhe befinden) aus dem Turnier nehmen und danach musste er gegen Federer die Segel streichen.
Und die Anzeichen verdichten sich, dass es auch in diesem Jahr wieder so sein wird. Nach dem tollen Sieg gegen Tipsarevic tat er sich gegen den Usbeken Istomin überraschend schwer. Er konnte sich erst in fünf Sätzen durchsetzen, wobei er im entscheidenden Satz schon mit einem Break zurück lag. Er konnte Istomin jedoch postwendend den Aufschlag zu Null abnehmen und fand in das Spiel zurück. Dennoch war dieser Sieg eher glücklich. Hätte Istomin seine Chancen besser genützt, hätte er den Einzug ins Viertelfinale feiern können. Istomin holte sich 14 Breakbälle, konnte jedoch nur drei Breaks realisieren. Alles in allem machte der Usbeke fünf Punkte mehr als sein Kontrahent und musste den Platz dennoch als Verlierer verlassen. Vor allem die Anzahl an Winner war bei Istomin überzeugend (72 Istomin; 51 Youzhny). Youzhny zeigte in den entscheidenden Momenten seine Erfahrung und konnte somit die Partie gewinnen.
Der Weg in das Viertelfinale:
1. Runde: Donald Young 4-6 6-3 6-2 6-3
2. Runde: Inigo Cervantes 6-1 6-3 6-4
3. Runde: Janko Tipsarevic 6-3 6-4 3-6 6-3
Achtelfinale: Denis Istomin 6-3 5-7 6-4 6-7 7-5
Roger Federer (3) vs. Mikhail Youzhny (26): Prognose & Wettbasis Trend
Das Match-Up ist hier glasklar. Man muss lange suchen um einen Aspekt zu finden, der für den Russen spricht. In den bisherigen 13 Duellen konnte Youzhny noch keinen Sieg erreichen. Wieso also gerade auf dem Lieblingsbelag des Schweizers? Einziger Vorteil für Youzhny kann unter Umständen die Fitness von Federer sein. Niemand kann genaueres über seine Rückenschmerzen sagen, dementsprechend ist hier die große Unbekannte. Sollte der Rücken jedoch keine Probleme bereiten, kann es hier nur einen Sieger geben.
Youzhny musste zudem gegen Istomin hart kämpfen und einiges an Kraft liegen lassen. Vor allem muss er seinen Aufschlag stark verbessern um gegen den exzellenten Returnspieler Federer nicht permanent unter Druck zu geraten.
Die Quote auf Federer ist meines Erachtens relativ hoch – sicherlich aufgrund seiner Rückenprobleme. Sollte man jedoch einen Anbieter haben, der im Notfall bei einer Aufgabe storniert, ist diese auf jeden Fall einen Versuch wert. Von der 3-0 Satzwette würde ich jedoch die Finger lassen. Gut möglich, dass er Youzhny in drei nach Hause schickt, doch bereits gegen Benneteau und Malisse musste er zwei bzw. einen Satz abgeben. Federer wird sich durchsetzen und hoffentlich Kraft sparen für das – wahrscheinliche – Duell mit Djokovic im Halbfinale.
Roger Federer 1,14 @Unibet
Mikhail Youzhny 7,00 @Sportingbet
3. Juli 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Roger Federer (3) – Milos Raonic , ATP Masters Madrid, Zweite Runde
Bevor das Turnier überhaupt angefangen hat, wurde schon sehr viel diskutiert. Die Turnierleitung rund um Direktor Ion Tiriac entschied im Alleingang die bekannte rote Asche durch blauen Sand auszutauschen. Der Spanier ist der Meinung, dass dadurch der Tennissport interessanter wird, da die Fans den gelben Filzball dann auch besser erkennen als auf dem roten Untergrund. Die Konsistenz des blauen Belags ist angeblich vollkommen unterschiedlich und so ist es eine große Umstellung für die Spieler. Dieses Vorgehen hat viele kritische Stimmen zur Folge. Sogar der Spanier Nadal äußerte sich sehr negativ gegenüber diesem Vorgehen und auch sein Kumpel Roger Federer echauffierte sich über den blauen Belag – untypisch für den Schweizer Gentlemen. Für den Schweizer ist das Turnier in Madrid der Start in die Sandplatzsaison. Und die Losfee hat es nicht gut gemeint mit ihm. In Runde zwei trifft er auf den kanadischen Shootingstar Milos Raonic, welcher sich in der ersten Runde gegen Sandplatzspezialisten David Nalbandian durchsetzen konnte.
Roger Feder (3)
Für den Schweizer ist der Auftritt in Madrid das erste Sandplatzturnier in dieser Saison. Nach dem frühen Ausscheiden beim Masters in Miami – in Runde drei gegen Andy Roddick – machte der Schweizer eine längere Pause. Unter anderem ließ er das Masters in Monte Carlo aus um sich auf die wichtigen Wochen vorzubereiten. Diese kommenden Wochen sind reich an Höhepunkten. Die French Open stehen vor der Tür, gleich danach beginnt die – verlängerte – Rasensaison, welche mit dem traditionellen Grand-Slam Turnier ihren ersten Höhepunkt erreicht. Doch danach ist noch nicht Schluss – aufgrund der olympischen Spiele in London wird man sich nochmals zu einem Kräftemessen in Wimbledon treffen. In diesen Wochen könnte der Schweizer sich einige Träume erfüllen. Die Goldmedaille bei Olympia fehlt ihm noch – und es ist ein offenes Geheimnis, dass dies einer seiner größten Wünsche ist. Für den Rasenkönig stehen in Wimbledon die Chancen natürlich gut. Doch dies ist nicht der einzige Traum, den er noch hat. Die Nummer eins Position in der Weltrangliste zurückzuerobern gehört ebenfalls dazu. Und in den nächsten Monaten werden viele Punkte vergeben und dementsprechend kann er den Druck auf Nadal und Djokovic weiter ausbauen.
Nun zählt es für Federer den richtigen „Touch“ nach der Turnierpause wieder zu finden. Nach dem Freilos in der ersten Runde wartet mit Milos Raonic nun ein schwieriger Gegner. Das Aufschlagass wird es ihm nicht leicht machen. Jedoch nach dem frühen Ausscheiden in Miami und dem Nichtantreten in Monte Carlo braucht Federer hier ein gutes Ergebnis um den Rückstand zu verkleinern.
Milos Raonic
Der Kanadier hat einen super Aufschlag und dieser bringt ihm auch sehr viele freie Punkte. Der 21 jährige zog im Alter von drei Jahren von Montenegro nach Kanada. Im letzten Jahr gelang ihm endgültig der Durchbruch auf der ATP-Tour und mittlerweile ist er bereits auf Rang 23 der Weltrangliste zu finden.
Seine Sandplatzsaison fing mit einer Niederlage an. Beim Masters in Monte Carlo verlor er bereits bei seinem ersten Antreten gegen Albert Montanes in drei Sätzen. Dafür konnte er beim Turnier in Barcelona bis ins Halbfinale vorstürmern. Dabei gelangen ihm klare Zweisatzsiege gegen Alejandro Falla, Igor Andreev, Nicolas Almagro und die Nummer vier der Welt – Andy Murray. Vor allem der Sieg gegen Andy Murray sorgte für Aufsehen in der internationalen Tenniswelt. Dieser war völlig verdient und Murray fand kein Konzept gegen Kanadier. Erst im Halbfinale musste er sich zweimal knapp im Tiebreak dem Spanier David Ferrer geschlagen geben. Für viele Tennisexperten ist David Ferrer der zweitbeste Spieler auf der roten Asche.
Im Gegensatz zu Roger Federer musste Raonic bereits in Runde eins antreten und traf dort auf das verkannte Genie David Nalbandian. Vom Potential her ist der Gaucho ebenfalls ein absoluter Weltklassespieler, jedoch hat er oftmals Probleme mit der Motivation was das Training betrifft. Raonic konnte sich mit 6-4 und 6-4 durchsetzen. Zu Beginn des ersten Satzes gelang ihm gleich ein Break, welches er locker zum Satzgewinn transportierte. In Satz zwei gelang ihm das Break erst zum 5-4. Doch er hatte beim Aufschlag von Nalbandian immer wieder Chancen. Nach dem zweiten Break im Match servierte er locker zum Matchgewinn. Alles in allem konnte Raonic wieder durch seinen starken Aufschlag überzeugen. Nalbandian hatte nie wirklich die Chance ihm seinen Aufschlag abzunehmen.
Roger Federer (3) vs. Milos Raonic: Prognose & Wettbasis Trend
Wer Federer verfolgt, weiß, dass er sicherlich top vorbereitet ist für dieses Turnier. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihm die lange Matchpause etwas ausmacht. Für Federer ist es wichtig, dass er sich auch Auszeiten nimmt, denn sein Körper ist einfach nicht mehr der Jüngste. Dass die Rückkehr auf die Tour natürlich leichter ausfallen könnte, ist ihm wohl auch bewusst, dennoch denke ich, dass er Weiterkommen wird.
Die Quote auf Federer ist natürlich gering. Und Raonic befindet sich in guter Form. Dazu kommt noch, dass Federer bisher noch keine Matchpraxis auf dem blauen Sand hat. Deswegen traue ich dem Kanadier einen Satzgewinn durchaus zu. Somit würde ich allen Betfair Usern die Möglichkeit ans Herz legen, ihn zu Beginn zu nehmen und dann im Laufe des Spiels mit Gewinn herauszutraden – das sollte durchaus funktionieren.
Die aktuellen Wettquoten:
Roger Federer (3) 1,35 @Unibet
Milos Raonic 3,75@Bet365
8. Mai 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Schweiz vs. USA – Daviscup 2012 – 1. Runde in Frybourg (Endstand siehe unten)
Viel fehlt ihm in der Trophäensammlung nicht mehr – doch der DavisCup ist eines dieser Dinge. Roger Federer hat schon so gut wie alles erreicht und dennoch gibt es Erfolge, welche er bisher in seiner Karriere noch nicht feiern konnte. Den Sieg des Daviscups gehört zum Beispiel dazu. Ebenso eine Medaille bei den Olympischen Spielen. Ist vielleicht beides in diesem Jahr möglich?
Auf alle Fälle wird die Schweiz in Topbesetzung an den Start gehen können und mit Roger Federer und Stanislaw Wawrinka zwei absolute Topspieler aufbieten können. Komplettieren wird das Schweizer Team Chiudinelli und Lammer, welche im Einzel jedoch nicht zum Einsatz kommen werden.
Mit der USA wartet natürlich ein ganz harter Brocken auf die Schweiz. Mit Mardy Fish und Isner können auch sie zwei Topspieler aufbieten. Ein Aderlass für das amerikanische Team ist sicherlich die Verletzung von Bob Bryan, somit wird das etatmäßige Doppel Bryan/Bryan nicht zum Einsatz kommen. Neben Mike Bryan gibt es jedoch noch Ryan Harrison – welcher sich auf der Challenger Ebene bereits einen sehr guten Namen gemacht hat.
Dieses Wochenende kommt es zum vierten Aufeinandertreffen im Rahmen des Davis-Cups. Im Head-to-Head führt die USA momentan mit 2-1. Das letzte Duell datiert aus dem Jahr 2009 als die USA sich mit 4-1 durchsetzen konnte – damals war Roger Federer jedoch nicht dabei.
Das Schweizer Team:
Roger Federer – ATP Ranking 3
Stanislaw Wawrinka – ATP Ranking 28
Marco Chiudinelli – ATP Ranking 190
Michael Lammer – ATP Ranking 251
Nach der Halbfinalniederlage gegen Nadal bestritt Federer bisher kein Match. Davor zeigte er sich in blendender Verfassung in Melbourne, bis er gegen Nadal oftmals zu wenig Länge in seinen Schlägen hatte und diesem so zum Sieg verhalf. Gegen Fish und Isner sollte sich Federer auf alle Fälle durchsetzen und zwei Punkte für sein Heimatland holen.
Wawrinka spielte in Melbourne ebenfalls sehr stark und er ist von der Qualität her sicherlich nicht hinter einen Fish oder Isner einzureihen. Wawrinka zeigte immer konstant seine Leistungen und bei den großen Turnieren scheitert er seltenvor dem Achtel-/Viertelfinale. Meist ist gegen die große Namen dann aber Endstation. Im Gegensatz zu Federer spielt Wawrinka regelmässig im Daviscup und weiß um die Wichtigkeit dessen.
Chiudinelli und Lammer werden – wie bereits oben erwähnt – wohl nicht im Einzel zum Einsatz kommen, so lange es noch um etwas geht. Beide sind größtenteils auf der Challenger-Ebene aktiv und auch dort mehr „schlecht als recht“. Zwar können sie immer wieder einmal ein Ausrufezeichen setzen, aber konstant gute Leistungen sind nicht zu sehen.
Völlig offen ist meiner Meinung nach noch die Konstellation im Doppel. Wird man vielleicht sogar Federer im Doppel sehen? Diese Frage ist noch nicht zu beantworten. Es kommt sicherlich auch sehr stark darauf an, wie es nach dem ersten Tag aussehen wird. Sollte die Schweiz schon mit 2-0 in Führung liegen, werden Wawrinka und Federer sicherlich geschont um am Sonntag den entscheidenden Punkt zu holen. Alles in allem denke ich, egal wie die Konstellation im Schweizer Team sein wird, im Doppel wird es nichts zu holen geben.
Das Amerikanische Team
Mardy Fish – ATP Ranking 8
John Isner – ATP Ranking 17
Ryan Harrison – ATP Ranking 95
Mike Bryan – Doppel-Ranking 1
Bei den Australian Open war bereits in Runde zwei Schluß für Mardy Fish. Gegen den Kolumbianer Alejandro Falla setzte es eine überraschende 3-0 Satzniederlage. Beim Einladungsturnier in Kooyong davor spielte Fish stark und besiegte den kanadischen Aufsteiger Raonic glatt. Doch in Melbourne gelang ihm dann gar nichts mehr. Beim Daviscup-Duell gegen die Schweiz wird es sicherlich auch nicht einfach für ihn und sollte er keine Leistungssteigerung gegenüber Melbourne abliefern, wird er beide Partien verlieren. Gegen Federer müsste er schon einen außergewöhnlichen Tag haben um ihn zu gefährden.
Aufschlagskanone Isner ist ein gefährlicher Gegner. Durch seinen starken Aufschlag gibt er dem Gegner sehr wenige Breakchancen. Dennoch merkt man ihm in den Returnspielen häufig an, dass er technisch arg limitiert ist. Variantenreiches Spiel ist ein Fremdwort für den US-Boy. Seine Aufschläge haben jedoch schon etliche Spieler zur Verzweiflung gebracht.
Für Ryan Harrison wird es zu keinem Einsatz im Einzel reichen. Der US-Boy machte sich im letzten Jahr einen sehr guten Namen auf der Challenger Ebene als er einige Titel gewinnen konnte und auch beim Challenger-Master dabei war. Auf der ATP-Ebene konnte er noch nicht so richtig Fuß fassen. Durch die Verletzung von Bob Bryan ist er in das Daviscup Team gerückt und ich denke, dass er neben Mike Bryan im Doppel antreten wird. Doch dadurch ist das amerikanische Team sicherlich geschwächt. Die individuelle Klasse von Mike Bryan sollte dennoch reichen um das Doppel für Amerika zu entscheiden.
Prognose Schweiz vs. USA:
Federer ist ein Statistik-Freak. Er mag alles gewinnen. Nicht umsonst entschied er sich beim Daviscup in diesem Jahr an den Start zu gehen. Dementsprechend wird er auch hoch konzentriert ans Werk gehen und ich bin mir sicher, dass er beide Punkte holt. Wawrinka ist vom Potential her nicht unter einen Fish oder Isner zu stellen. Auch er wird mindestens einen Punkt machen und somit das Weiterkommen für die Schweiz sichern können.
Wie bereits oben erwähnt, glaube ich kaum, dass das Schweizer Doppel eine Chance haben wird gegen die Amerikaner. Dieser Punkt geht an die USA. Aber dennoch wird dies für einen Gesamtsieg zu wenig sein. Federer und Wawrinka entscheiden die Partie zu Gunsten der Eidgenossen.
Wettquoten zu dem Match Schweiz gegen USA:
Schweiz ->1,20 @Betsson
USA -> 4,20 @Betsson
Davis Cup Spiele Schweiz vs. USA in der Übersicht:
10.02.2012 Federer – Isner 6:4 3:6 6:7 2:6
10.02.2012 Wawrinka – Fish 2:6 6:4 6:4 1:6 7:9
11.02.2012 Federer&Wawrinka – Bryan&Fish 6:4 3:6 3:6 3:6
12.02.2012 Lammer – Harrison 6:7 6:7
12.02.2012 Chiudinelli – Isner 3:6 4:6
Weitere Informationen finden Sie unter Gesamtübersicht Davis Cup 2012 – Wer wird Davis Cup Sieger?
weitere wichtige Daviscup Vorberichte zur 1. Runde 2012 auf wettbasis.com:
Deutschland – Argentinien Endstand 1:4
Schweiz – USA Endstand 0:5
Österreich – Russland Endstand 3:2
11. Februar 2012 / dominic - Kategorie:
Davis Cup
(Fast) alles nach Plan. Wie zu erwarten marschieren die Top-Vier mit großen Schritten in Richtung Halbfinale und dann können sie den Titel wieder unter sich ausmachen. Was jedoch nicht nach Plan verläuft war das Achtelfinale zwischen dem Japaner Kei Nishikori und Jo-Wilfried Tsonga. Tsonga, der im Jahr 2012 noch kein Match verlor, spielte einen tollen ersten Satz und lies Nishikori nicht den Hauch einer Chance. Zu Beginn des zweiten Satzes gelang dem Japaner das Break zum 1-0 und dann musste das Spiel für kurze Zeit unterbrochen werden Nicht wegen Regen – sondern weil sich eine Luftblase aufgrund der Hitze im Platz gebildet hat. Dadurch kam der Franzose völlig aus dem Rhythmus und fand nicht mehr in sein Spiel für eine lange Zeit. Satz zwei und drei waren dann eine glasklare Angelegenheit für den japanischen Shooting-Star. In Satz vier fand Tsonga wieder besser ins Spiel und konnte den Satzausgleich bejubeln. Doch in Satz fünf sollte der kampfstarke Japaner das bessere Ende für sich haben und zieht somit als erster Japaner ins Viertelfinale der Australian Open ein.
Für den Deutschen Philipp Kohlschreiber war im Achtelfinale dann auch Schluss. Gegen den Argentinier Del Potro hatte er nichts zu bestellen und konnte nur sieben Games für sich entscheiden – eine ganz klare Niederlage. Somit ist auch das komplette Aufgebot des DTV bei den Australian Open ausgeschieden. Die Flagge der deutschsprachigen Spieler hält einmal mehr Roger Federer hoch.
Hier die Ergebnisse der Achtelfinalspiele:
Novak Djokovic – Lleyton Hewitt 6-1 6-3 4-6 6-3
David Ferrer – Richard Gasquet 6-4 6-4 6-1
Andy Murray – Mikhail Kukushkin 6-1 6-1 1-0 ret.
Kei Nishikori – Jo-Wilfried Tsonga 2-6 6-2 6-1 3-6 6-3
Juan Martin Del Potro – Philipp Kohlschreiber 6-4 6-2 6-1
Roger Federer – Bernard Tomic 6-4 6-2 6-2
Tomas Berdych – Nicolas Almagro 4-6 7-6 7-6 7-6
Rafael Nadal – Feliciano Lopez 6-4 6-4 6-2
Vorschau auf die Viertelfinalbegegnungen
Die Wett-Quoten für die Vorschau auf die nächste Runde entstammen von Bet365 – Stand: Montag 16.00 Uhr
1,11 Novak Djokovic (1) – David Ferrer (5) 7,50
Head to Head: 6-5
Djokovic musste den ersten Satzverlust gegen den australischen Lokalmatadoren Hewitt hinnehmen. 15 Asse, nur drei Doppelfehler, 55 Winner und acht Breaks lauten die imponierenden Zahlen gegen Hewitt. Doch auf der Gegenseite stehen immerhin vier Aufschlagverluste, dies war dann doch eher überraschend, da Hewitt nicht viele Waffen hat um „Nole“ in Gefahr zu bringen. Vor allem in Satz drei führte Djokovic rasch mit 3-0 und musste den Satz doch noch abgeben. Jedoch ist es gut möglich, dass die Hitze dem Serben mal wieder zu schaffen gemacht hat. Eine klare Angelegenheit hingegen war das Spiel von David Ferrer gegen den Franzosen Gasquet. Gasquet konnte in den bisherigen Runden stets überzeugen, gegen Ferrer gab es zu Beginn zwar einige hart umkämpfte Aufschlagspiele, aber wirklich gefährden konnte er ihn nie.
Das Head to Head zwischen der Nummer eins und der Nummer fünf der Welt ist relativ ausgeglichen. Im Viertelfinale treffen sie nun zum zwölften Mal aufeinander. Ferrer hat auf alle Fälle die Möglichkeit Djokovic in Bedrängnis zu bringen. In einem Best-of-Five Match traue ich ihm den Sieg jedoch nicht zu. Ferrer ist ein Kämpfer – ähnlich wie Nadal – aber in den entscheidenden Momenten wird die Spielintelligenz von Djokovic den Ausschlag geben. Mein Tipp – Nole kommt in Vier ins Halbfinale.
1,07 Andy Murray (4) – Kei Nishikori (24) 10,00
Head to Head: 1-0
Murray profitierte von der verletzungsbedingten Aufgabe des Kasachen Kukushkin. Aufgrund einer Hüftverletzung ging er schon gehandicaped ins Match und hatte dementsprechend auch nicht den Hauch einer Chance. In Satz drei sah Kukushkin keine Möglichkeit mehr weiterzuspielen und gab auf—mal wieder eine Aufgabe. Murray meinte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, dass es für ihn schwierig war, da es kaum lange Ballwechsel gegeben hat und er sich immer wieder selbst bewegen musste um nicht „steif“ zu werden. Doch Kräfte gespart hat er sich auf alle Fälle. Und genau dies ist der ganz große Vorteil gegenüber seinem Kontrathenen aus Japan. Nishikori stand bisher zwölf (!) Stunden auf dem Platz. Diesen Kräfteverschleiß wird er früher oder später auf jeden Fall spüren. Gegen Tsonga spielte er sich in einen Rausch – auch dank der Mithilfe des Franzosen – und konnte seinen größten Karrieretriumph feiern. Doch ob es für mehr reicht?
Im bisher einzigen Duell zwischen Murray und Nishikori hatte der Japaner keine Chance. Beim Masters-Turnier in Shanghai im letzten Jahr verlor er glatt in zwei Sätzen mit 6-3 und 6-0. Doch mit dem Selbstvertrauen ist ihm sicherlich mehr zuzutrauen. Nishikori kann sicherlich mithalten und wird auch sehr viele Bälle zurückbringen, doch ich glaube noch immer, dass er mit der Zeit einen enormen Kräfteverschleiß zu spüren bekommt und somit überfordert sein wird. Ich traue Nishikori maximal einen Satz zu – obwohl ich aufgrund der enormen Belastung fast zu einem 3-0 tendiere (und das obwohl Murray alles andere als ein Lieblingsspieler von mir ist). Murray setzt sich durch und sorgt für die Wiederauflage des Endspiels aus dem letzten Jahr.
3,75 Juan Martin Del Potro (11) – Roger Federer (3) 1,30
Head to Head: 2-7
Beide konnten mit einem glatten Erfolg ihren Einzug ins Viertelfinale feiern. Wie bereits oben erwähnt, lies der Argentinier dem letzten Deutschen keine Chance und gab nur sieben Games ab. Er erarbeitete sich 16 (!) Breakbälle und fabrizierte lediglich 14 unerzwungene Fehler. Ein Game mehr gab der Schweizer Federer ab. Gegen den Lokalmatadoren und Youngster Tomic konnte er einen glatten Sieg feiern. Durch sein druckvolles Spiel (45 Winner) konnte er Tomic immer wieder in Bedrängnis bringen. Tomic war gegen sein großes Idol sichtlich nervös und konnte ihn nie gefährden.
Das Head-To-Head zwischen den beiden spricht doch eine deutliche Sprache. Jedoch konnte Del Potro im US-Open Finale 2009 sowie im darauffolgenden Masters zwei Mal hintereinander besiegen. Dass mit del Potro wieder zu rechnen ist, bewies er im bisherigen Turnierverlauf. Von der Verletzung Federer’s (er gab in Doha ja w.o. in seinem Halbfinale gegen Tsonga) ist nichts zu spüren. Federer gegen Del Potro ist sicherlich ein absolutes Top-Spiel. Del Potro kann mit seinem geradlinigen und schnellen Spiel etliche Winner schlagen aber die Gefahr, dass es unerzwungene Fehler werden, wird auch immer vorhanden sein. Alles in allem gehe ich davon aus, dass die Fans hier ein hochklassiges Match zu sehen bekommen und sich Federer durchsetzen wird. Jedoch denke ich, dass es an der Zeit ist, dass er seinen ersten Satz abgibt – sprich, Federer in Vier.
4,60 Tomas Berdych (7) – Rafael Nadal (2) 1,22
Head to Head: 3-10
Gute Nerven hat der Mann – ungewöhnlich für den Tschechen Tomas Berdych, dass er seine Nerven so gut im Griff hat. Normalerweise immer ein Wackelkandidat, dass er in den entscheidenden Situationen zu einfache Fehler macht. Gegen Almagro konnte er die Sätze zwei bis vier jeweils im Tiebreak für sich entscheiden. Keine grandiose Leistung aber er war bei seinem Service sehr sicher. Nur das Returnspiel war nicht gerade berauschend. Nadal hatte gegen seinen spanischen Landsmann Feliciano Lopez keine Mühe und konnte sich locker in drei Sätzen durchsetzen. Lopez gelang das Kunststück in drei Sätzen mehr als 50 unerzwungene Fehler zu fabrizieren. Das einzige Manko an Nadal’s Leistung war die Chancenverwertung bei den Breakbällen. In der Pressekonferenz nach dem Spiel war er sichtlich froh, dass er sich jedoch in drei Sätzen durchsetzen konnte, da ihm die Hitze zugesetzt hat.
Das Head-to-Head zwischen Berdych und Nadal spricht eine noch deutlichere Sprache als jenes von Del Potro und Federer. Zudem datiert der letzte Sieg von Berdych gegen den Mallorquiner Nadal aus dem Jahr 2006. Seitdem konnte Nadal neun Spiele in Folge für sich entscheiden. Dementsprechend geht Nadal auch als ganz klarer Favorit in dieses Spiel. Bedenklich finde ich jedoch, dass er mit der Hitze in seinem Achtelfinal-Spiel solche Probleme hat. Wie wird es erst sein, wenn er ein enges Spiel über mehr als zwei Stunden absolvieren muss? Sollte Berdych ein guter Start gelingen und den ersten Satz für sich entscheiden, ist vielleicht eine Sensation drin. Jedoch muss ich ehrlich gestehen, dass ich nicht daran glaube und denke, dass sich Nadal durchsetzen wird und somit das Halbfinale der Top-Vier komplettieren wird.
Hier gehts zum Spielplan Australien Open 2012 der Herren!
Hier gehts zum Spielplan Australien Open 2012 der Damen!
Hier gibts die Vorschau zum Viertelfinale der Damen!
Hier gibts die Vorschau zum Achtelfinale der Herren!
Hier gibts die Vorschau zum Achtelfinale der Damen!
Hier gibts die Vorschau der 3. Runde!
Hier gibts die Vorschau der 2. Runde!
Hier gibts den Vorbericht der Herren!
Hier gibts den Vorbericht der Damen!
24. Januar 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Die zweite Runde bei den diesjährigen Australian Open ist nun auch zu Ende. Mittlerweile sind auch die Doppel-Bewerbe gestartet. In der zweiten Runde gab es sowohl bei den Damen als auch bei den Herren kaum Überraschungen. Die Top-Vier konnten sich alle problemlos durchsetzen. Nadal und Federer werden weiter unten sowieso nochmals separat behandelt. Titelverteidiger Djokovic fertigte auch den Kolumbier Santiago Giraldo ab und Andy Murray zeigte gegen den Franzosen Roger-Vasselin ein starkes Spiel und gewann in drei Sätzen. Aus australischer Sicht ist mit Bernard Tomic noch ein Mann im Hauptbewerb der Herren. Nach verlorenem erstem Satz konnte er sich gegen den US-Amerikaner Sam Querrey doch noch klar durchsetzen. Sein Landsmann, Matthew Ebden sah sich schon fast in Runde drei nach einer 2-0 Satzführung gegen den kleinen Japaner Nishikori. Doch ab Mitte des dritten Satzes wurde er stärker und spielte Ebden an die Wand und setzte sich in fünf Sätzen durch. Nochmals für positive Schlagzeilen sorgte der australische „Alt-Star“ Lleyton Hewitt. Nachdem er in der ersten Runde Cedric Marcel Stebe nieder rang, konnte er in Runde zwei von einer Aufgabe des US-Amerikaner Roddick profitieren. Nach dem dritten Satz – welchen Hewitt für sich entschied – musste Roddick bei einem 1-2 Satzrückstand w.o. geben und somit sind die australischen Herren noch mit Tomic und Hewitt vertreten. Die wohl größte Überraschung in Runde zwei waren das Weiterkommen von Alejandro Falla (später mehr) gegen Mardy Fish und Mikhail Kukushkin gegen den Serben Troicki.
Bei den Damen sind auch alle Topfavoritinnen in Runde drei zu sehen. Schwerer als gedacht war jedoch die Partie für die aktuelle Nummer zwei der Welt, Petra Kvitova. Gegen die Spanierin Suarez-Navarro musste sie über drei Sätze gehen bis sie den Sieg fixieren konnte. Wiederum eine starke Leistung zeigte Tennis-Model Sharapowa. Gegen die Australierin Hampton gab sie lediglich ein Game ab. Wenn sie diese Leistungen weiterhin zeigen kann, ist sie ein ganz heißes Eisen für den Titelgewinn. Ebenfalls kurzen Prozess machten Serena Williams und Victoria Azarenka in ihren Zweitrundenbegegnungen. Große Überraschungen waren hier Fehlanzeige – am ehesten noch der Sieg von Oprandi im Italienerinnen-Duell mit Schiavone.
Mittlerweile lichtet sich auch das Feld der deutschsprachigen Spieler/Innen und somit wird es in dieser Ausgabe zum letzten Mal eine Übersicht für die deutschsprachigen Spieler/Innen geben. Ab dem Achtelfinale werden dann die Damen und Herren der Schöpfung separat betrachtet und es wird für jede Begegnung eine kurze Vorschau geben.
Deutschland
Zweite Runde – Spiele mit deutscher Beteiligung (5/4)
Milos Raonic – Philipp Petzschner 6-4 5-7 6-2 7-5
Philipp Kohlschreiber – Pere Riba 6-0 4-0 ret.
Alexandr Dolgopolov – Tobias Kamke 4-6 6-1 6-1 3-6 8-6
Roger Federer – Andreas Beck w.o.
Rafael Nadal – Tommy Haas 6-4 6-3 6-4
Mona Barthel – Petra Cetkovska 7-5 6-3
Julia Görges – Eleni Daniilidou 6-2 2-0 ret.
Sabine Lisicki – Shahar Peer 6-1 6-2
Angelique Kerber – Stephanie Dubois 7-5 6-1
Wenn ein Blick auf die Ergebnisse der deutschen Spieler in der zweiten Runde der diesjährigen Australian Open geworfen wird, wird sich Rafael Nadal bestätigt fühlen. Der Turnierplan ist zu eng, viele Spieler plagen sich mit Verletzungen herum. Zweimal gab es eine Aufgabe, einmal wurde das Spiel gar nicht gestartet.
Aufgabe eins betraf Kohlschreiber-Gegner Pere Riba. Der spanische Sandplatzspezialist musste bei einem Stand von 6-0 4-0 aufgeben. Man merkte zu Beginn schon, dass er gehandicapt war und bei dem sehr deutlichen Spielstand zog er die Gesundheit vor. Somit steht Kohlschreiber ohne große Mühen in Runde drei. Aufgabe zwei betraf den deutschen Andreas Beck – er musste bereits vor Spiel beginn w.o. geben. Aufgrund einer Rückenverletzung erschien es ihm nicht möglich überhaupt anzutreten. Superstar Roger Federer war überrascht von der kurzfristigen Absage. Zwar wusste er, dass Beck bereits in Runde eins nur mit Schmerztabletten spielen konnte aber dass es so schlimm ist, war ihm nicht bewusst. Somit müssen wir uns von Andreas Beck verabschieden.
Ebenfalls „Time to say goodbye“ heißt es für Altstar Tommy Haas. Gegen die Nummer zwei der Welt, Rafael Nadal, verlor er erwartungsgemäß in drei Sätzen. Zwar konnte Haas dem Spanier zwei Mal das Service abnehmen, musste seines Zeichens seinen Aufschlag ganze sechs Mal abgeben. Vor allem die hohe Anzahl von unerzwungenen Fehlern (36 im Gegensatz zu 17 bei Nadal) brach Tommy Haas sprichwörtlich das Genick.
Ebenso verabschieden müssen wir uns leider von Tobias Kamke. Gegen die Nummer 13 der Setzliste konnte er die Partie mehr als nur offen halten und verlor denkbar unglücklich mit 8-6 im entscheidenden fünften Satz. Satz eins gewann der Deutsche noch um danach ein bisschen nachzulassen. Dolgopolov spielte stärker und entschied die Sätze zwei und drei klar für sich. Doch durch ein frühes Break in Satz vier war die Partie wieder völlig offen. Mit seinem neunten Break konnte Dolgopolov die Partie schließlich für sich entscheiden (Kamke nahm immerhin sechs Mal den Aufschlag des Ukrainers ab).
Nach dem „Spiel seines Lebens“ gab es für Petzschner gegen den Geheimtipp Raonic das Aus in Runde zwei. Vor allem die Chancenverwertung lies arg zu wünschen übrig. Gegen den starken Aufschläger Raonic konnte er sich immerhin elf Breakbälle erarbeiten, konnte jedoch nur zwei davon nützen. Raonic hingegen nahm dem Deutschen fünf Mal den Aufschlag ab. Alles in allem kann „Petzsche“ mit seinem Einzelauftritt zufrieden sein und nun gilt seine Konzentration auch dem Doppelbewerb, zusammen mit dem Österreicher Melzer. Runde eins haben beide schon souverän überstanden.
Bei den deutschen Tennisdamen gibt es erwartungsgemäß positive Nachrichten zu vermelden. Aufgabe Nummer drei betraf die Gegnerin von Julia Görges, Eleni Daniilidou. Sie musste im zweiten Satz aufgrund einer Verletzung w.o. geben und somit konnte sich auch Görges Kräfte sparen.
Mona Barthel konnte ihre Topform gegen die Nummer 32 der Setzliste prolongieren und gewann klar in zwei Sätzen. Die aktuelle Nummer 44 der Welt befindet sich somit weiterhin im Vormarsch.
Eine glasklare Angelegenheit war der Sieg von Sabine Lisicki. Vor dem Spiel gingen die Quoten von einem ausgeglichenen Spiel aus. Doch davon war nichts zu sehen. Lisicki stürmte in 53 Minuten in die zweite Runde und lies ihrer Gegnerin lediglich drei Games.
Ebenfalls eine Runde weiter kam Angelique Kerber, gegen die Kanadierin Dubois hatte sie auch keine Probleme und konnte sich locker in zwei Sätzen durchsetzen.
Dritte Runde – Spiele mit deutscher Beteiligung (1/4) (Die Wett-Quoten für die Vorschau auf die nächste Runde entstammen von Bet365 – Stand: Donnerstag 16 Uhr)
1,36 Philipp Kohlschreiber – Alejandro Falla 3,00
7,00 Mona Barthel – Victoria Azarenka 1,10
1,53 Julia Görges – Romina Oprandi 2,37
1,72 Sabine Lisicki – Svetlana Kuznetsowa 2,00
4,00 Angelique Kerber – Maria Sharapowa 1,22
Noch immer fünf deutsche Tennisathleten befinden sich in der dritten Runde der Australian Open. Nachdem in der letzten Runde die Herren zwei Mal gegen Topfavoriten gelost wurden sind dieses Mal die Damen an der Reihe. Für Überfliegerin Barthel und Kerber wird es enorm schwer das Achtelfinale zu erreichen. Barthel kommt zwar mit enorm viel Selbstvertrauen, aber einen Sieg gegen die aktuelle Nummer drei der Welt, Victoria Azarenka, traue ich ihr nicht zu. Vor allem zeigte sich Azarenka bisher auch in blendender Verfassung und gab kaum Games ab. Ebenfalls eilig hatte es bisher Maria Sharapowa – die nächste Gegnerin von Angelique Kerber. Auch hier sehe ich persönlich kaum Chancen auf ein Weiterkommen der Deutschen. Sharapowa gab bisher lediglich zwei Games ab. Ich denke bei beiden Spielen werden wir wohl einen 2-0 Satzsieg für die Favoritinnen sehen.
Bei den anderen drei Begegnungen sehe ich hingegen gute Chancen für die Tenniscracks. Kohlschreiber bekommt es nach seinem lockeren Zweitrundenspiel nun mit Alejandro Falla zu tun. Dieser sorgte für eine der wenigen Überraschungen in Runde zwei als er Mardy Fish, die Nummer acht des Turniers, aus dem Turnier befördert hat. Falla gegen Kohlschreiber sehe ich als ausgeglichenes Duell. Deshalb würde ich persönlich auch die 3er Quote auf Falla probieren. Wenn jemand wach sein sollte während dem Spiel wird es sicherlich interessante Tradingmöglichkeiten mit der 3er Quote geben. Görges und Lisicki sind in ihren Begegnungen jeweils Favorit. Göerges’ Quote gegen die Italianerin Oprandi finde ich als zu hoch angesetzt. Eine Quote von über 1,50 finde ich sehr interessant und auf alle Fälle spielbar. Oprandi’s Sieg gegen Schiavone war überraschend, aber Schiavone ist seit Längerem schon nicht mehr in Topform. Lisicki ist mit einer Quote von >1,70 knappe Favoritin gegen die Russin Kuznetsowa. Die Russin hatte heute schwer zu kämpfen gegen die Amerikanische No-Name Spielerin Stephens. Sollte Lisicki an die Leistung von heute morgen anknüpfen können, wird sie sich auch durchsetzen. Die 1,72 würde ich auf jeden Fall spielen.
Schweiz
Zweite Runde – Spiele mit schweizer Beteiligung (2/0)
Roger Federer – Andreas Beck w.o.
Stanislaw Wawrinka – Marcos Baghdatis 7-6 6-4 5-7 6-1
Füße hochlegen und Entspannen hieß das Motto für Roger Federer. Wie bereits oben erwähnt kam der Schweizer Topstar aufgrund der verletzungsbedingten Absage von Andreas Beck in die dritte Runde. Der zweite Schweizer Wawrinka kam in einem durchaus spektakulären und umkämpften Spiel gegen Baghdatis in vier Sätzen weiter. Nachdem im ersten Satz schon alles nach einer 1-0 Satzführung für Baghdatis aussah, konnte Wawrinka ihm nochmals den Aufschlag abnehmen als „Baggy“ auf den Satz aufschlug. Im Tiebreak behielt er die Oberhand und ging somit in Führung. Auch Satz zwei konnte er für sich entscheiden und als Baghdatis im dritten Satz verkürzen konnte, dachte man kurzzeitig, dass das Momentum nun schwenken würde. Doch der Schweizer war in Satz vier von Anfang an höchst konzentriert und konnte diesen klar für sich entscheiden. Wie in der Vorschau erwartet, war die Außenseiterrolle für Wawrinka nicht gerechtfertigt.
Dritte Runde – Spiele mit Schweizer Beteiligung (2/0)(Die Wett-Quoten für die Vorschau auf die nächste Runde entstammen von Bet365 – Stand: Donnerstag 16 Uhr)
1,03 Roger Federer – Ivo Karlovic 15,00
1,36 Stanislaw Wawrinka – Nicolas Almagro 3,00
Federer ist in seinem Drittrundenspiel gegen den Aufschlagriesen Karlovic natürlich haushoher Favorit. Karlovic konnte sich in vier Sätzen gegen den Gaucho Berlocq durchsetzen. Karlovic bewies in der Vergangenheit schon öfters, dass er gegen die Topstars mithalten kann. Jedoch nur, wenn sein erster Aufschlag auch kam. Federer ist ein ausgezeichneter Returnspieler und sollte ihm in einem Satz ein Break gelingen, sollte dies der Satzgewinn sein. Karlovic ist in seinem Tennis doch arg eingeschränkt und in einem Best-of-Five Match gebe ich ihm keine Chancen auf eine Überraschung. Ein Satz ist möglich, mehr nicht.
Wawrinka ist dieses Mal klarer Favorit gegen den spanischen Sandplatzspezialisten Almagro. Der Spanier konnte sich in fünf Sätzen gegen das bulgarische Talent Dimitrov durchsetzen. Satz fünf war eine ganz klare Angelegenheit als er Dimitrov ein 6-0 verpasste. Alles in allem finde ich die Quoten doch gerechtfertigt. Ein Weiterkommen von Wawrinka wird auf alle Fälle erwartet und ich denke auch, dass Almagro ihn nicht stürzen wird können. Mehr als einen Satz traue ich auch ihm nicht zu. Aufgrund dessen könnte eine Satz-Handicap interessant sein.
Wie bereits weiter oben erwähnt, wird ab dem Achtelfinale die Vorschau separat für Damen und Herren erscheinen. Bis dahin viel Spaß mit Tennis aus Down Under.
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19. Januar 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
Das Teilnehmerfeld der Australian Open hat sich bereits halbiert und zu aller Erst möchte ich mich entschuldigen für all diejenigen, die sich von meinem Tradevorschlag angetan gefühlt haben. Wickmayer gefiel mir letzte Woche sehr gut. Überraschend war dann das Debakel gegen Mona Barthel im Finale. Aber dennoch, ich war überzeugt, dass der Trade funktionieren kann. Doch bereits in Runde eins musste sie sich gegen die Russin Voskoboeva verabschieden.
Ansonsten war der zweite Turniertag ein Trauertag für die australischen Fans. Die Titelhoffnung und Nummer sechs der Welt, Samantha Stosur, musste sich glatt in zwei Sätzen der jungen Rumänin Cristea geschlagen geben. Dafür konnte Jelena Dokic recht deutlich die zweite Runde erreichen.
Das größte Highlight in der ersten Runde war sicherlich das Spiel zwischen der australischen Tennishoffnung Bernard Tomic und dem Spanier Verdasco. Tomic’s erklärtes Saisonziel ist ein Platz unter den Top Ten. Die Qualität hat er – aber dennoch musste er gegen den spanischen Frauenliebling Verdasco hart kämpfen. Nach 2-0 Satzrückstand sah es nach einem frühen Ausscheiden aus. Doch danach steigerte er sich gewaltig und konnte die Sätze drei bis fünf für sich entscheiden. Gespannt darf man sein wie viel Kraft ihn diese harte Partie gekostet hat.
Ansonsten gibt es keine all zu großen Überraschungen in der ersten Runde. Bei den Damen konnten Kvitova und Sharapowa mit starkem Spiel überzeugen. Bei den Herren schoss Titelverteidiger Djokovic den Italiener Lorenzi förmlich aus dem Stadion. Lediglich zwei Games machte der Italiener. Der Schotte Murray hatte im ersten Satz einige Probleme und gab diesen ab, setzte sich im Endeffekt doch klar durch. Rafael Nadal stürmte ebenfalls mit einem glatten Sieg in Runde zwei.
Viel spannender ist die Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Schweizer Gentlemen Roger Federer. Beide sind grundsätzlich gut befreundet und zollen ihrem Gegenüber den größten Respekt. Doch diese Beziehung litt in den letzten Wochen/Monaten aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen bei bestimmten Themen. Beide haben im Tenniszirkus viel zu sagen und eine führende Position inne. Nadal möchte den Turnierplan verkürzen und die Weltrangliste auf eine „Zwei-Jahres-Basis“ verändern, damit Verletzungen besser ausgeglichen werden. Traditionsliebhaber Federer ist dies ein Dorn im Auge und konterte, dass jeder selbst für seine Turnierplanung verantwortlich ist und das es keinen Sinn macht ein bestehendes, gut funktionierendes System zu ändern. Bereits vor dem Erstrundenspiel ist dafür für Zündstoff gesorgt. Genährt wurde dies nochmals durch Nadal als dieser auf einer Pressekonferenz verlauten lies, dass nicht jeder einen Topkörper hat wie Federer. Viele sind am Ende ihrer Karriere körperlich kaputt. Man darf gespannt sein wie diese Geschichte weitergeht und wann die nächsten Giftpfeile geschossen werden.
Aber nun werfen wir einen Blick auf unsere deutschsprachigen Freunde.
(Die Wett-Quoten für die Vorschau auf die nächste Runde entstammen von Bet365 – Stand Dienstag Nachmittag 16 Uhr)
Deutschland (10/5)
Philipp Petzschner – Lukas Rosol 6-0 6-0 6-2
Lleyton Hewitt – Cedric-Marcel Stebe 7-5 6-4 3-6 5-7
Ryan Sweeting – Matthias Bachinger 6-4 6-4 6-2
Philipp Kohlschreiber – Juan Monaco 7-5 4-6 6-3 6-7 6-0
Tobias Kamke – Victor Hanescu 6-2 6-1 6-2
Andreas Beck – Eric Prodon 6-4 6-2 4-6 7-5
Olivier Rochus – Björn Phau 6-1 6-4 6-0
Marcos Baghdatis – Benjamin Becker 6-1 7-6 6-2
Donald Young – Peter Gojowczyk 6-1 6-2 4-6 1-6 6-2
Tommy Haas – Denis Kudla 7-6 3-6 6-0 7-5
Mona Barthel – Anne Keothavong 6-0 ret.
Julia Görges – Polonoa Hercog 6-3 7-6
Sabine Lisicki – Stefanie Vögele 6-2 4-6 6-4
Angelique Kerber – Bojana Bobusic 6-1 6-3
Michaella Krajicek – Kristina Barrois 6-3 7-6
15 deutsche Teilnehmer betrug das Kontingent vor der ersten Runde bei den diesjährigen Australian Open. Die Herren der Schöpfung halbierten sich, bei den Damen schied nur Kristina Barrois aus, die anderen vier konnten den Sprung in die zweite Runde schaffen.
Bemerkenswert war auf alle Fälle die Leistung des Doppel-Spezialisten Philipp Petzschner. Nach 65 Minuten war der Sieg perfekt. Die Nummer 70 der Welt, Lukas Rosol, hatte nichts zu bestellen und lag zwischenzeitlich mit 14-0 Games in Rückstand. Petzschner gab auf der Pressekonferenz danach zu verstehen, dass dies wohl das Beste Spiel seines Lebens war. Chapeau! Ebenfalls zu überzeugen wusste Tobias Kamke, der mit dem Rumänen Hanescu ebenfalls kurzen Prozess gemacht hat. Mehr zu kämpfen hatte da schon die ehemalige deutsche Nummer 1, Philipp Kohlschreiber. Er konnte sich im Endeffekt in fünf Sätzen gegen Gaucho Monaco durchsetzen. Apropos deutsche Nummer Eins – Florian Mayer musste aufgrund einer Verletzung absagen und trat somit gar nicht an in der ersten Runde. Challenger-Final Sieger Stebe konnte gegen Hewitt sein Talent aufblitzen lassen aber am Ende war die Luft raus. Es sah schon alles nach einem fünften Satz aus bei einer 5-1 Satzführung in Satz vier. Dennoch musste er diesen Satz schließlich mit 7-5 noch abgeben. Die Niederlagen von Gojowczyk, Becker und Phau waren sicherlich zu erwarten. Enttäuschend hingegen ist die klare Niederlage von Bachinger gegen den Amerikaner Sweeting.
Mona Barthel ist in der Form ihres Lebens. Nach dem Turniersieg in Hobart konnte sie nun nach einem Satz bereits die zweite Runde erreichen. Die Britin Keothavong gab diesen mit 6-0 ab und musste danach verletzt aufgeben. Julia Görges und Angelique Kerber hatten ebenfalls keine Probleme in Runde 1. Mehr zu kämpfen hatte da Sabine Lisicki, sie konnte sich im Endeffekt aber auch verdient in drei Sätzen gegen die Eidgenossin Vögele durchsetzen. Wie bereits weiter oben erwähnt, musste nur Barrois die Segel streichen. Sie lag bereits 3-1 vorne im ersten Satz und machte dann kein Spiel mehr in diesem Satz. Satz zwei war hart umkämpft (Tiebreak 15-13) aber wiederum mit besserem Ende für Krajicek.
Zweite Runde – Spiele mit deutscher Beteiligung (5/4)
3,75 Philipp Petzschner – Milos Raonic 1,25
1,08 Philipp Kohlschreiber – Pere Riba 8,00
3,40 Tobias Kamke – Alexandr Dolgopolov 1,30
23,00 Andreas Beck – Roger Federer 1,01
17,00 Tommy Haas – Rafael Nadal 1,02
1,36 Mona Barthel – Petra Cetkovska 3,00
1,28 Julia Görges – Eleni Daniilidou 3,50
1,72 Sabine Lisicki – Shahar Peer 2,00
1,14 Angelique Kerber – Stephanie Dubois 5,50
Noch neun Teilnehmer sind vorhanden. Doch für vier der fünf Herren wird meines Erachtens hier Endstation sein. Beck und Haas haben das Vergnügen, dass sie gegen die Topstars Nadal und Federer spielen dürfen. Alles andere als eine klare Niederlage wäre schon eine positive Überraschung. Ebenfalls ein sehr schweres Los hat Petzschner. Zwar bewies er augenscheinlich, dass er in Topform ist, aber gegen Raonic wird es ganz schwer. Einer der Geheimfavoriten für viele. Der aufschlagstarke Kanadier wird sich hier auch durchsetzen. Ebenfalls wenig Chancen gebe ich Kamke. Ähnlich wie Petzschner konnte er in Runde eins überzeugen aber gegen den Ukrainer Dolgopolov wird er dennoch verlieren. Dieser zog nach 2-0 Satzrückstand nur schwer in Runde zwei ein aber mit Fortdauer der Partie spielte er immer stärker und kam besser in sein Spiel. Kamke hat nicht das Niveau von Dolgopolov. Einzig Philipp Kohlschreiber traue ich den Sprung in Runde drei zu. Pere Riba ist ein Sandplatzspezialist und fühlt sich auf alle anderen Belägen nicht gerade wohl. Hier glaube ich an einen klaren Sieg des Deutschen.
Zwar gehört Petra Cetkovska zu den gesetzten Spielerinnen aber dennoch ist sie klare Außenseiterin gegen die momentane Überfliegerin Mona Barthel. Aufgrund der gezeigten Leistungen wäre alles andere als ein Weiterkommen eine Überraschung. Vielleicht wächst hier die nächste deutsche Top-Ten Spielerin heran. Ebenso durchsetzen sollte sich Julia Görges gegen die Griechin Daniilidiou – ich gehe hier von einem Zwei-Satz Sieg aus. Lisicki hat mit Shahar Peer sicherlich das schwierigste Los der deutschen Damen gezogen. Die Israelin hat viel Potential, konnte dies aber in den letzten Monaten nicht oft abrufen. Ich sehe Lisicki hier auch vorne und gehe von einem Weiterkommen in Runde drei aus. Und mit Angeqlique Kerber hat auch die vierte deutsche Damen-Tennishoffnung durchaus gute Chancen auf ein Weiterkommen. Die Kanadierin Dubois ist sicherlich nicht so stark wie Kerber. Vier Damen in Runde drei – das wäre Balsam auf die Wunden. Vor nicht all zu langer Zeit war man froh wenn im deutschen Tennisteam überhaupt eine Dame Runde drei erreichen konnte. Und nun haben vier Damen durchaus gute Chancen – in Anbetracht dessen, dass mit Andrea Petkovic die deutsche Nummer eins fehlt, eine noch stärkere Leistung.
Österreich (2/1)
Ivo Karlovic – Jürgen Melzer 7-6 7-5 6-3
Olga Govortsova – Patricia Mayr-Achleitner 6-2 6-4
Serena Williams – Tamira Paszek 6-3 6-2
Die Australien Open 2012 waren ein kurzes Vergnügen für die österreichischen Tennisfans. Bereits in der ersten Runde hieß es Endstation für alle drei Teilnehmer. Jürgen Melzer, an 31 gesetzt, zeigte einmal mehr, dass seine tolle Saison 2010 nur ein Ausrutscher nach oben war. Kämpfen kann er einfach nicht, auch wenn er das Potential auf alle Fälle besitzt. Aufschlagriese Karlovic konnte ihm sogar fünf Mal das Service abnehmen, erschreckend, da Karlovic nicht gerade ein starker Returnspieler ist. Alles in allem prolongiert die Niederlage den schlechten Saisonstart von Jürgen Melzer – aber vielleicht läufts im Doppel mit Petzschner besser. Nach den Australian Open wird er auf alle Fälle aus den Top40 raus sein.
Bei den Damen war das Ausscheiden von Tamira Paszek und Patricia Mayr-Achleitner programmgemäß. Die Tirolerin Mayr-Achleitner verlor zum neunten Mal in Serie in der ersten Runde. Gegen die Russin hatte sie zu keiner Zeit eine reelle Chance auf das Weiterkommen. Eine zu erwartende Niederlage setzte es für Österreichs Nummer Eins, Tamira Paszek. Im ersten Satz konnte sie zu Beginn noch mithalten, aber hatte nie wirkliche Chancen die Topfavoritin unter Druck zu setzen. Zwar hatte sie zwei Breakbälle im ganzen Match, konnte aber keinen nützen. Damit hatte Serena leichtes Spiel und zog in der Night Session am heutigen Dienstag locker in Runde zwei ein.
Zweite Runde – Spiele mit österreichischer Beteiligung (0/0)
Keine Spieler/Innen mehr dabei!
Schweiz (2/1)
Roger Federer – Alexander Kudrayvtsev 7-5 6-2 6-2
Stanislaw Wawrinka – Benoit Paire 6-1 6-1 7-5
Sabine Lisicki – Stefanie Vögele 6-2 4-6 6-4
Keine wirklichen Probleme hatte der Gentlemen des Tennissports, Roger Federer, in seinem Erstrundenmatch gegen Kudrayvtsev. Im ersten Satz sah man noch ein relativ ausgeglichenes Spiel, doch mit Fortdauer der Partie steigerte sich der Schweizer kontinuierlich und erreichte im Endeffekt ganz locker die zweite Runde. Eine gute Auftaktpartie für die Nummer drei der Welt in der er auch einige Sachen ausprobieren konnte. Die Schweizer Nummer zwei hatte ebenso keine Probleme mit seinem Erstrundengegner. Der Franzose Benoit Paire war in den ersten zwei Sätzen komplett chancenlos. Im dritten Satz konnte er besser mithalten. Bei 5-3 servierte der Schweizer schon auf den Matchgewinn, Paire wehrte sich jedoch und kam auf 5-5 heran. Doch dann war der Bann gebrochen und Wawrinka in Runde zwei.
Die Schweizer Tennisdamen waren nur durch die Qualifikantin Vögele vertreten. Sie forderte Lisicki durchaus, aber verlor schlussendlich verdient in drei Sätzen. Damit ist der diesjährige Bewerb für die Schweizer Tennisdamen auch bereits beendet. Seit Martina Hingis gab es für die Tennisfans bei den Damen keinen Grund mehr zu jubeln. Mal schauen ob hier wieder mal jemand nachfolgen kann – die Deutschen machen’s vor, auch sie mussten lange warten.
Zweite Runde – Spiele mit schweizer Beteiligung (2/0)
1,01 Roger Federer – Andreas Beck 23,00
2,10 Stanislaw Wawrinka – Marcos Baghdatis 1,66
Wie bereits bei der Vorschau der deutschen Teilnehmer geschrieben, geht hier natürlich jeder von einem klaren Sieg des Branchen-Primus Roger Federer aus. Andreas Beck dürfte im Normalfall keine Waffen haben um König Roger unter Druck zu setzen. Zwar hat er eine gute Vorhand, welche sehr druckvoll ist, aber gegen das intelligente sowie variable Spiel des Schweizers wird er viele Eigenfehler produzieren. Hier sollte sich Roger Federer in drei Sätzen durchsetzen. Die Schweizer Nummer zwei hat da schon ein schwierigeres Los gezogen. Der Zypriote Baghdatis ist ein Fanliebling in Australien. Und er liebt Australien – dieses Terrain liegt ihm. Wawrinka überzeugte in der ersten Runde gegen Paire – Baghdatis gegen Becker. Quotentechnisch ist der Zypriote Favorit. Doch hier würde ich mich dazu entscheiden, mein Geld auf Außenseiter Wawrinka zu setzen. Ich sehe hier eine sehr ausgeglichene Partie auf uns zukommen und sehe bei dieser Partie auch viele Möglichkeiten auf Betfair zu traden – ich denke hier geht’s öfters hin und her.
Nach der zweiten Runde wird es dann hier den nächsten Überblick geben – hoffen wir das Beste für die verbliebenen deutschen und schweizerischen Teilnehmer/innen.
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17. Januar 2012 / dominic - Kategorie:
Tennis-Wetten
UPDATE: Djokovic ist US OPEN Sieger 2011 – er gewinnt das Finale mit 6:2 6:4 6:7 6:1.
Es sind nur noch wenige Stunden bis zum ersten Ballwechsel des Endspiels bei den US Open. Bereits nach den Viertelfinals stand fest, dass es wieder ein Traumfinale geben würde. Nach dem Klassiker zwischen Roger Federer und Djokovic im Halbfinale, freuen sich die aufgrund des Regens strapazierten Nerven der Zuschauer, auf ein echtes Highlight zum Turnierabschluss.
Rafael Nadal
Der ehemalige Weltranglistenerste hat ein großes Turnier gespielt. Spaniens Volksheld hat nur einen einzigen Satz im Turnierverlauf abgegeben und verdient den Sprung in das Endspiel geschafft. Rafael hatte die üblichen Probleme zu Turnierbeginn. Bei einer schweren Erstrundenpartie gegen Golubev musste Nadal zweimal sieben Spiele gewinnen, um den Satzerfolg perfekt machen zu können. Gegen Nicolas Mahut schonte der Favorit sowohl Nerven – als auch Beine. Nach zwei überlegen geführten Sätzen gab der Franzose verletzt auf. Die Klasse eines Nalbandian wärmte das Resultat aus der Auftaktpartie noch einmal auf. Sowohl im Tiebreak (7:6), als auch in einem verlängerten Satz (7:5), war Nadal erfolgreich und machte den nächsten 3:0 Erfolg perfekt.
Gilles Muller hatte gegen den Spanier nur im ersten Satz eine Chance, bevor Nadal das Heft des Handelns völlig in seinen Besitz brachte. Auch Aufschlagmonster Andy Roddick musste im Halbfinale neidvoll die Klasse des Rafael Nadal anerkennen. Andy Murray konnte zwar den ersten Satzgewinn erringen, verlor aber dennoch glatt mit 1:3.
Nadal hat besonders gegen Roddick und Murray unheimlich stark und mit einer sehr kleinen Fehlerquote gespielt. Es sieht danach aus, als hätte Rafa das Loch zu Djokovic bereits wieder geschlossen. Dabei hat der Weltranglistenzweite noch den großen Vorteil, das er in der zweiten Turnierwoche deutlich kürzer auf dem Platz stehen musste und daher vielleicht in einem entscheidenden fünften Durchgang der etwas fittere Spieler sein könnte.
Nadal – Der Weg in das Finale der US OPEN 2011
1.Runde: Nadal vs. Golubev 6:3, 7:6, 7:5
2.Runde: Nadal vs. Mahut 6:2, 6:2, ret.
3.Runde: Nadal vs. Nalbandian 7:6, 6:1, 7:5
Achtelfinale: Nadal vs. Muller 7:6, 6:1, 6:2
Viertelfinale: Nadal vs. Roddick 6:2, 6:1, 6:3
Halbfinale: Nadal vs. Murray 6:4, 6:2, 3:6, 6:2
Novak Djokovic
Für den Serben gehen dieses Jahr immer wieder neue Träume in Erfüllung. Djokovic konnte aus dem Schatten von Federer und Nadal heraus in der Rampenlicht der Tennisszene treten. Die ewige “Nummer 3″ der Welt steht plötzlich an der Spitze und hat eine beeindruckende Siegesserie geschaffen. Ist dieser Novak Djokovic überhaupt noch schlagbar? Sicher, das ist er! Roger Federer war mit einer 2 – Satz – Führung und vergebenen Matchbällen sehr nah dran und Nadal hat aus dem Turnier in Wimbledon sowieso noch eine Rechnung mit dem Serben offen.
Nilrand und Berlocq waren Sparringpartner für Djokvic und auch Nikolay Davydenko bereitete der Nummer 1 in der Setzliste keinerlei Sorgen. Dolgopolov konnte zumindest einen Satz mithalten. Tipsarevic war bis zum Ende des zweiten Durchgangs nah an der Überraschung gegen den klaren Favoriten. Nach dem gewonnenen Tiebreak zog der Djoker aber mit einem frühen Break zu Beginn des dritten Satzes schnell den Kampfzahn des Tipsarevic. Federer hatte im Halbfinale alle Chancen gegen Djokovic. Zwei Matchbälle konnte der sympathische Schweizer nicht verwandeln. Einen davon wehrte Djokovic mit einem Weltklasseschlag ab. Ob Nadal nun noch den einen Schritt weiter kommt und Djokovic in die Knie zwingt?
Djokovic – Der Weg in das Finale
1.Runde: Djokovic vs. Niland 6:0, 5;1, ret.
2.Runde: Djokovic vs. Berlocq 6:0, 6:0, 6:2
3.Runde: Djokovic vs. Davydenko 6:2, 6:4, 6:3
Achtelfinale: Djokovic vs. Dolgopolov 7:6, 6:4, 6:2
Viertelfinale: Djokovic vs. Tipsarevic 7:6, 6:7, 6:3, 3:0 ret.
Halbfinale: Djokovic vs. Federer 6:7, 4:6, 6:3, 6:2, 7:5
Head to head (H2H) – Bilanz Nadal – Djokovic
In der Bilanz beider Spieler im direkten Vergleich muss man entscheiden, welcher Wert wirklich ist. Nadal führt in der Statistik mit 16:12 und untermauert damit vermeintlich seine Ambitionen. Allerdings gingen alle fünf Duelle in diesem Jahr mit dem Serben verloren, sodass die Bilanz von 16:7 stark geschmolzen ist.
Fazit
Im Endspiel der US Open 2011 treffen zwei Ausnahmekönner der Tennisszene aufeinander, welche beide einen sehr guten Eindruck im Turnier gemacht haben. Nadal wird Djokovic viel abverlangen. Zu den derzeitigen Quoten sollte man wohl gar am ehesten einen Tipp auf den Spanier riskieren.
Wett-Quoten Nadal vs. Djokovic:
Rafael Nadal @ 2,40 Sportingbet
Novak Djokovic @ 1,63 Bwin
12. September 2011 / christoph - Kategorie:
Tennis-Wetten
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