Mit großen Schritten rückt das Finale des 55. Eurovision Song Contest näher. Mit dem Sieg von Alexander Rybak bei Finale im vergangenen Jahr, sicherte der norwegische Beitrag dem Land zum dritten Male die Austragungsrechte des Grand Prix. Austragungsort der Veranstaltung wird die Telenor Arena in Oslo sein, an der 39 Länder teilnehmen werden.
Das Vereinigte Königreich gilt mit 23 Finalteilnahmen unter den drei vorderen Plätzen als die erfolgreichste Nation bei den Eurovision Song Contest Veranstaltungen. Mit sieben Siegen, und damit den meisten, rangiert Irland ganz oben in der ewigen Siegerliste. Geht es nach den Buchmachern dürften die beiden erfolgsverwöhnten Nationen bei dieser Veranstaltung wohl eher leer ausgehen. Sollte der irische Vertreter Niamh Kavanagh mit dem Song „It’s for You“ den achten Titel für Irland sichern gibt es derzeit bei betfair den 70 (!) fachen Einsatz. Noch unwahrscheinlicher erscheint ein weiterer Erfolg des Vereinigten Königreiches die mit dem Interpreten Josh Dubovie und dem Titel „That Sounds Good to Me“ an den Start gehen werden. Aktuell werden betfair Quoten um die 280 (!) gehandelt.
Besonders im Fokus stehen dieses Jahr die Teilnehmer aus Aserbaidschan und Deutschland. Aserbaidschan konnte beim vergangenen Grand Prix in Moskau mit dem Song „Always“ gesungen von dem Duo AySel & Arash, den dritten Platz und somit ihre beste Platzierung feiern. Der letzte deutsche Platz unter den Top 3 liegt bereits 11 Jahre zurück und datiert bereits aus dem Jahre 1999. Die deutsch-türkische Poppgruppe Sürpriz konnte mit dem Titel „Reise nach Jerusalem – Kudüs’e Seyahat“ den dritten Platz für Deutschland ersingen. Es sollte der letzte Lichtblick eines deutschen Teilnehmers beim Grand Prix werden. Was in den darauffolgenden Jahren folgte waren Plätze am hinteren Ende. Einzig und alleine Stefan Raab konnte im Jahre 2000 mit seinem Titel „Wadde hadde dudde da?“ und im Jahre 2004 mit seinem gecasteten Schützling Max Mutzke und dem Song „Can’t wait until tonight“ noch einmal den fünften bzw. achten Platz für Deutschland erreichen.
Vielleicht gerade deshalb kamen die Verantwortlichen der öffentlich-rechlichten Fernsehanstalten auf der Suche nach einem neuen Konzept auf Showentertainer Stefan Raab zu und gingen mit ihm eine Kooperation ein. In einer achtteiligen TV-Show wurde mit Hilfe einer Jury um Stefan Raab und dem deutschen Fernsehpublikum unter über 5.000 Bewerbern der deutsche Teilnehmer für den diesjährigen Grand Prix ermittelt. Bereits nach ihrem ersten Auftritt konnte die erst 18-jährige Lena Meyer-Landrut die Herzen der Fans erobern und sich schlussendlich gegen alle Kandidaten durchsetzen. Lena Meyer-Landrut wird am 29.05.2010, mit der Startnummer 22, Deutschland mit dem Titel „Satellite“, welcher von der Jury um Stefan Raab ausgesucht wurde in Oslo vertreten.
In Deutschland startet die Newcomerin mit ihren Auftritten bei Stefan Raab gleich mit einem Rekord in die Charts. Lena Meyer-Landrut belegte mit ihren drei Finalsongs auf Anhieb die Plätze 1, 3 und 4 der deutschen Single-Charts was bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Künstler gelungen war. Auch in den Nachbarländern wie Österreich oder der Schweiz gilt der Titel als der erfolgreichste deutsche Grand Prix Titel seit dem Siegersong „Ein bisschen Frieden“ von Nicole aus dem Jahre 1982.
Die Buchmacher und Wettbörsen sehen die beiden Teilnehmer ganz oben und gehen davon aus, dass sie den Titel unter sich ausmachen. Wer aber der Topfavorit ist, da Scheiden sich die Geister. Bwin favorisiert den deutschen Teilnehmer mit einer Quote von 3.50 für Deutschland zu 3.60 für Aserbaidschan. Bet365 sowie die Wettbörse betfair sehen leichte Vorteile für Aserbaidschan und bieten für Deutschland den 4 fachen bzw. den 4.3 fachen Einsatz an. Sollte keiner der beiden gehandelten Topfavoriten den Titel für sich entscheiden gibt es von bwin noch den verlockenden 1.80 fachen Einsatz.
Aktuelle Neuigkeiten sowie das gesamte Teilnehmerfeld gibt es auf der offiziellen Homepage.




