Die Überraschung in den Ostfinals rückt immer näher. Die Magic gewannen auch das zweite Heimspiel in der "Best of 7" Serie mit 116:114 nach Verlängerung. Auch wenn sich das Spiel deutlich knapper gestaltete als noch vor zwei Tagen konnten wieder zahlreiche Parallelen gezogen werden.
LeBron James überragte einmal mehr als Topscorer. Mit 44 Punkten, 12 Boards und 7 Assists verfehlte er nur knapp ein "Triple Douple", konnte aber erneut weder mit seiner Wurfauswahl noch der Trefferquote zufrieden sein.
Erneute fällt es schwer bei dem Siegerteam einzelne Spieler herauszunehmen. Howard steigerte seine Trefferquote deutlich, war mit 27 Zählern bester Werfer, knapp gefolgt von Alston, dessen Aufstieg zu einem der ganz großen Pointguards immer weiter fortschreitet. Lewis, Turkoglu und Pietrus runden eine prima Teamleistung ab.
LeBron James zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht und erklärte sein Team endgültig zum Außenseiter in der Serie. So ist auch die Anfangsquote von 6,5 über eine 3,50 nach Spiel 2 bis hin zur Miniquote von 1,50 nach dem heutigem viertem Spiel gefallen.
Wer die 1,50 für zu hoch hält sollte gewarnt sein. Zwei der drei verbleibenden Spiele finden in der Heimat von King James statt, wo die Cavs doch noch deutlicher Favorit sind. Auch Spiel 6 in Orlando würde kaum zu einem Selbstläufer werden. Die Quoten sind von den Buchmachern völlig richtig gewählt. Eher interessant könnte eine @6,00 auf Orlando in zwei Tagen werden, denn dominiert hat Cleveland auch die Heimspiele nicht. Fraglich ob sich die Wettanbieter noch einmal soweit aus dem Fenster lehnen.
Sehr interessant ist auch die Sicht der Los Angeles Lakers, die heute Nacht zu Spiel 5 gegen die Denver Nuggets antreten müssen. Es ist durchaus zu vermuten, dass Kobe Bryant und Co. Cleveland lieber als Gegner hätten, als die Magic. Die Kalifornier haben mit Kobe den Spieler, der in der Lage ist einen LeBron zumindest ein wenig aus dem Spiel zu nehmen.
Gasol käm bewegungstechnisch zu einem Vorteil gegen Ilgauskas und der Rest des Teams würde die Cavaliers auch vor allem in der Erfahrung übertreffen. Doch zuerst müssen sich die Lakers selbst für die Finals qualifizieren, was auch kein Selbstläufer wird.






