Haas siegt in Halle
Ein hoch konzentrierter Tommy Haas sicherte sich seinen 12ten ATP-Titel gegen Novak Djokovic nach 2:12 Stunden mit 6:3 6:7 6:1. In den ersten beiden Sätzen war der Lokalmatador vor allem bei seinem Service dominierend, ein Break reichte ihm für den ersten Durchgang. Im zweiten brachten beide Spieler ihren Aufschlag bis zum 6:6 durch, dort brachten 2 Doppelfehler des Deutschen die Entscheidung zu Gunsten von Djokovic. Im dritten Durchgang hatte die amtierende No.4 der Welt dann keine Chance, Haas savete dabei 4 Breakmöglichkeiten und nützte seinerseits seine beiden aus und gewann in allen Belangen verdient.
Die Durststrecke von Haas hat somit sein Ende gefunden. Für den 31-jährigen war dass der erste Turniersieg seit über 2 Jahren und der erste überhaupt auf dem Rasen-Belag. Den letzten Triumph feierte Haas 2007 in Memphis. Der 41. der ATP-Ranglisten hält nun bei 12-ATP Titeln. Haas zu seinem Erfolg: "Es ist unglaublich, ich kann es selbst noch gar nicht richtig fassen. Wenn man überlegt, was ich in den letzten eineinhalb Jahren wieder für Höhen und Tiefen erlebt habe. Das war ein Traumwochenende für mich".
Britischer Fluch geht zu Ende
Andy Murray gewann im traditionellen Vorbereitungsturnier von Queens Club in London gegen James Blake nach nur 70 Minuten mit 7:5 6:4. Die Partie war allerdings lange Zeit ausgeglichen in dem auch der US-Boy seine Chancen vorfand. Zwar gelang Murray das Break zum 2:1, doch Blake schaffte das postwendende Rebreak. Erst beim Stand von 5:5 gelang der No3. der Welt das erneute Break und serviert sicher aus. Im zweiten Durchgang durchbrach der Schotte mit einem starken Return im siebten Game das Service von Blake und war somit auf der Siegerstraße.
Der Fluch vom Turnier im Queens Club wurde nach 71 Jahren beendet, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte kein Brite mehr auf diesem Terrain gewonnen. Murray zeigte sich von Beginn an sichtlich nervös, zog aber vor allem durch den Rückhalt der Zuschauer sein Spiel auf. Der Schotte gilt nun auf dem "heiligen Rasen" von Wimbledon als Mitfavorit, außerdem zählt Murray als der größte Wiedersacher von Nadal und Federer. Murray zeigte sich aber dennoch bescheiden: "Von einem Sieg in Wimbledon bin ich noch weit entfernt, aber ich habe Selbstvertrauen getankt. Wenn ich weiter so gutes Tennis zeige wie in dieser Woche, habe ich eine Chance. Man darf aber nicht vergessen, dass zwei der besten Spieler aller Zeiten ebenfalls am Start sind".





