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1. Bundesliga


Auf dieser Stichwort-Seite finden Sie die Artikel zu 1. Bundesliga und Sportwetten im Allgemeinen.


Fussball-News

Zur neuen Saison melden wir uns pünktlich nach dem 1. Spieltag der 1. Bundesliga wieder zurück. Zwei Relegationsspiele, ein Champions League Finale, ein paar Länderspiele, einige Junioren-Wettbewerbe, die Copa America und eine gehypte Eventveranstaltung später, sind wir wieder da mit der Fußball Bundesliga!

"Das war es doch wert, solange gewartet zu haben", begann Guido seine ersten Worte nach Abpfiff des abschließenden Spiels zwischen Bayern München und Borussia Mönchengladbach, "der erste Spieltag hat wahrlich nicht mir reizen gegeizt."
Dem konnte ich nur zustimmen: Wer an einem Spieltag überaus hochklassigen Fußball in Dortmund präsentiert und danach reihenweise Favoriten auf die Nase fallen lässt, der hat sich für das Comeback nach der Sommerpause bewusst breit aufgestellt. Aus seinem kompletten Repertoire hat uns der Fußballgott am ersten Spieltag verzaubert. Zumindest aus einem neutralen Blickwinkeln.
Nationale Feiertage, sportlicher Natur, haben wir auch bitter nötig, denn international ist das Jahr praktisch schon beendet bevor es losgegangen ist.
"Da erkämfen wir uns in fünf Jahren harter Arbeit diesen sechsten internationalen Platz zurück und dann verlieren wir alles innerhalb einer Woche?", fragte mich Guido entsetzt. Ich musste ihm die erwartete Antwort geben: "Die Festung Europa haben wir sofort nach Erklimmen der Burg schon wieder fast verloren, aber es bleiben ja noch Hannover und Schalke".
"Hannover und Schalke?", Guido wurde etwas lauter, als wolle er durch pure Lautstärke Überzeugungarbeit leisten. "Hannover und Schalke?", wiederholte er. "Hannover traue ich aktuell noch etwas mehr zu als Schalke, aber Hannover hat mit dem FC Sevilla so ziemlich das dickste Los gezogen, was man hätte ziehen können."
"Und warum nicht Schalke?", fragte ich.
"Nun, die Schalker haben mich bisher nur gegen den FC Tenningen überzeugt.", antwortete Guido. Ich ging davon aus, dass jetzt noch die Niederlage in Stuttgart breit getreten würde, doch dazu kam es nicht. Nach einem kurzen Innehalten sagte ich: "Aber die Champions League kann in diesem Jahr der große Wurf für die Bundesliga werden."
"Dort sehe ich auch das größte Potential, aber wenn Leverkusen so spiel wie in Mainz und Bayern so wie gegen Gladbach, dann Gute Nacht", konstatiert Guido. "Entweder man verliert in Mainz, weil Mainz so gut ist, oder weil man selber nicht auf die Reihe bekommt. Wenn Mainz dann in der Woche vorher gegen den Siebten der rumänischen Liga ausscheidet, dann deutet sich eine klare Tendenz an."

Im Nachhinein weiß ich gar nicht, ob es schlimer ist in Mainz zu verlieren, nachdem die Mannschaft von Thomas Tuchel auf europäischer Bühne alle Viere von sich gestreckt hat, oder zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach. Der 1. Spieltag hat uns beglückt. Man braucht die besten Freunde bekanntlich gar nicht immer, aber, dass sie da sind, gibt einem eine enorme Ruhe.

Bei Guidos Guide geht es jeden Dienstag um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.

9. August 2011 / joe - Kategorie: Fussball-News

Bayern Gladbach 2011

Am Sonntag, den 7. August 2011, startet der Rekordmeister in die neue Bundesligasaison: FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach. Das letzte Spiel des ersten Spieltags hievt auch die Münchener Bayern und die Gladbacher Borussia in die Spielzeit 2011/2012 der 1. Bundesliga in Deutschland.
Der 1. Spieltag beinhaltet viele Partien, die keinen klaren Favoriten oder Überraschungspotential zu bieten scheinen. Zum Auftakt setzte sich einer der beiden Topfavoriten ohne Probleme durch. Deutlich und dominant gewann Borussia Dortmund am Freitagabend das erste Spiel der neuen Saison (3:1). Lediglich in den letzten zwanzig Minuten konnte man erkennen, dass die Hamburger auch präsent waren. Während 120 Sekunden hätte diese Präsenz aus Dortmunder Sicht ins Auge gehen können, da die Norddeutschen nach ihrem ersten Tor eine blendende Einschußmöglichkeit hatten, um die Partie auf den Kopf zu stellen. In jedem Fall hat dieses Spiel gezeigt: Fußball macht Spaß – endlich wieder!
Das Spiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach wird am Sonntag um 17:30 Uhr angepfiffen. Schiedsrichter der Begegnung wird Babak Rafati sein. Der Mann ist für seine individuelle Regelauslegung bekannt.

FC Bayern München:
Die wichtigste Botschaft vorneweg: Wahrscheinlich mit Robben, wahrscheinlich nicht mit Ribery. Arjen Robben wird dem FC Bayern München vermutlich von Beginn an zur Verfügung stehen. Der Holländer hat seine Verletztung gut auskurieren können. Bei Frank Ribery gibt es mehr Zweifel. Je nach Spielverlauf könnte der Franzose im zweiten Teil der Begegnung eingesetzt werden. Es wird jedoch vermutet, dass ihm noch etwas Zeit einräumt wird. Da mit Usami und Olic zwei weitere Spieler auf der Bank sitzen, die über die Außen für frischen Wind sorgen können, ist ein Einsatz nur im Notfall geplant. Im Pokal in Braunschweig wurden sowohl Robben als auch Ribery geschont.
Man weiß nicht so recht, was man von der Vorbereitung des FC Bayern München in dieser Saison halten soll. Die Ergebnisse sind durchwachsen, die Spielweise auch. Den Bayern muss zu Gute gehalten werden, dass sie gerade zum Ende der Vorbereitung gegen starke Mannschaften testeten, während andere nur gegen Mittelmaß spielten. Allerdings gelang es den Bayern lediglich eines der letzten fünf Testspiele zu gewinnen – gegen Carl Zeiss Jena aus der 3. Bundesliga (2:0). Danach folgten eine Niederlage gegen den Hamburger SV beim 60 Minuten LIGA total! Cup (1:2), beim selben Cup ein Unentschieden gegen Mainz 05 (2:2), später beim Audi-Cup ein Unentschieden gegen den AC Mailand (1:1) und eine Niederlage gegen den FC Barcelona (0:2). Mit Sicherheit wurde bei diesen Spielen viel rotiert, mit Sicherheit haben hier nicht immer die besten Elf auf dem Platz gestanden: Dies gilt jedoch in den meisten Fällen für beide Mannschaften.
Wenn Mats Hummels im Interview nach dem Auftaktsieg gegen den Hamburger SV (3:1) auf die Frage, woher seine Mannschaft die Sicherheit und Selbstverständlichkeit nehme, antwortet, dass diese Sicherheit aus der Defensivleistung käme und dass seine Mannschaft vor dem ersten Spieltag immerhin seit fünf Spielen ohne Gegentor war, dann zeigt das auch, warum dem FC Bayern eben diese Sicherheit und eben dieses Selbstverständnis noch nicht hundertprozentig hold ist.
In der ersten Runde des DFB Pokals überzeugte man in Braunschweig - keine Frage (3:0). Allerdings hatte man während der gesamten Vorbereitung und durchaus auch punktuell im Spiel in Braunschweig den Eindruck, dass es insbesondere in der Innenverteidigung noch nicht passt. Boateng ist noch nicht integriert und Badstuber lässt alte Form vermissen. Sein Auftreten auf dem Platz erinnert leider nicht mehr an vergangene Tage. Das letzte Wort ist auch in der Innverteidigung nicht gesprochen – weder formtechnisch noch personell. Trotz allem bleiben Zweifel.

Borussia Mönchengladbach:
Es ist wissenschaftlich bisher nicht erwiesen, wann es am günstigsten ist, gegen die Bayern spielen zu müssen, oder wann es am günstigsten ist, in München antreten zu müssen. Der erste Spieltag scheint aber eine gute Lösung darzustellen. Zwar ist das Risiko einer Auftaktniederlage groß, aber man hat erstmal Ruhe für eine Saison. Zu Hause kann man schließtlich immer etwas reißen. Außerdem ist der erste Spieltag prinzipiell immer für Überraschungen aller Art gut. Die Bayern sind noch nicht so eingespielt, stehen definitiv noch nicht selbstbewusst an der Spitze und sind indealerweise noch ein wenig müde von der Vorbereitung. Warum sollte Borussia Mönchengladbach nicht in München gewinnen?
Man darf es getrost als sportliches Wunder bezeichnen, dass die Mannschaft von Lucien Favre überhaupt am ersten Spieltag gegen den FC Bayern München und nicht gegen Erzgebirge Aue spielt. In der letzten Saison gelang es nach heldenhafter Rückrunde in der Relegation den VfL Bochum auszuschalten und den sicheren Abstieg zu verhindern.
Das sollte mittlerweile Schnee von gestern sein. Darauf kann man sich nicht mehr ausruhen. Die nächste Bundesligasaison wartet. Da sowohl Dante als auch Marco Reus gehalten werden konnten, blickt das Umfeld hoffnungsvoll auf die neue Spielzeit. Auf dem Transfermarkt bewegte man sich weitestgehend in der zweiten Bundesliga. Ob Neuzugänge wie Lukas Rupp und Mathias Zimmermann (beide aus Karlsruhe) kurzfristig weiterhelfen können, ist fraglich. Die Borussia will mit Lucien Favre eine langfristige Verbesserung erarbeiten. Etwas unter gegangen ist der Abgang von Fabian Bäcker zu Alemania Aachen. Der 20-Jährige Stümer wurde zum Unverständnis vieler ablösefrei an den Tivoli gegeneb. In der Regionalliga gelangen ihm in 19 Spielen elf Tore – auch bei den Profis hatte er in diversen Testspielen seine Qualitäten unter Beweis stellen können.
Im Juli testete Glafbach teilweise mit Erfolg gegen einige europäische und nationale Mannschaften: Auf Siege gegen Bremen-Bezwinger Heidenheim (3:1) und den FC Aberdeen aus Schottland (5:2), folgten eine Niederlage gegen Saarbrücken (0:1) und zwei Unentschieden gegen den FC Porto (0:0) und gegen Sunderland (0:0). Im DFB Pokal gewann man souverän in Regensburg (3:1).
Personell hat Lucien Favre alle Spieler, die er in Betracht zieht, im Kader.

Head to Head:
Wenn man nach dem letzten Auswärtssieg der Gladbacher in München sucht, dann muss man sich in Zeiten zurück versetzen, als Statistiken noch in Büchern niedergeschrieben wurden und Datenbanken noch Zukunftsmusik waren: Am 14. Oktober 1995 gewann die Elf von Niederrhein zuletzt beim FC Bayern München. Damals unter der Leitung von Stefan Effenberg – wohlgemerkt auf Gladbacher Seite (2:1). Es stehen in 43 Auswärtsspielen lediglich ein Sieg und neun Unentschieden bei 33 Niederlagen zu Buche.
Die Bilanz der Borussia in München ist zweifelsohne keine positive, allerdings kann man durchaus davon sprechen, dass sich die Gladbacher in der letzten Jahren erfolgreich gegen den Rekordmeister zur Wehr gesetzt haben. Aus immerhin fünf der letzten acht Bundesligabegegnungen gegen den FC Bayern München nahmen sie einen Punkt mit. Die letzten fünf Auswärtsspiele bei den Bayern brachten jedoch nur einen Punkt hervor.
In der letzten Saison gewann München knapp (1:0) in der Allianz Arena. Im Hinspiel im Borussia-Park trennte man sich Unentschieden (3:3).

Fazit:
Wenn die Bayern aus gesundheitlichen Gründen wieder ihre komplette Offensive auf den Platz schicken können, dann wird es für Borussia Mönchengladbach schwierig. Toni Jantschke und Filip Daems werden Arijen Robben und Thomas Müller vermutlich nur an ihren besten Tagen Paroli bieten können. Allerdings gelang es Gladbach in der Vergangenheit auffällig geschlossen gegen die Bayern zu verteidigen. Seit 2001 hat der Rekordmeister kein Auftaktspiel mehr verloren – bei der letzten Niederlage hieß der Gegner Borussia Mönchengladbach.
Borussia Mönchengladbach ist deutlicher Underdog gegen den FC Bayern München. Während der FC Bayern München klarer Favorit ist und zudem noch zu Hause spielt. Das Szenario erscheint wie gemacht für einen, der sein Handwerk kennt: Babak Rafati.

Quoten für Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach:
FC Bayern München: 1,22 @ unibet
Unentschieden: 6,50 @ bet365
Borussia Mönchengladbach: 13,00 @ totesport

 

Überblick über den 1. Spieltag der 1. Bundesliga 2011/2012:

05.08.2011 – 20:30, Dortmund – HSV (3:1) 
06.08.2011 – 15:30, Werder Bremen – Kaiserslautern    (2:0)
06.08.2011 – 15:30, Stuttgart – Schalke 04 (3:0)
06.08.2011 – 15:30, Hannover – Hoffenheim    (2:1)
06.08.2011 – 15:30, Köln – Wolfsburg  (0:3)
06.08.2011 – 15:30, Augsburg – Freiburg (2:2)
06.08.2011 – 18:30, Hertha BSC Berlin – Nürnberg (0:1)
07.08.2011 – 15:30, Mainz – Leverkusen (2:0)
07.08.2011 – 17:30, Bayern – Mönchengladbach (0:1)

Den aktuellen Tabellenstand, Spielplan, Ergebnisse, Torschützenkönig und mehr Statistiken finden Sie bei den Fußball Tabellen (einfach das Land  1. Bundesliga & das gewünschte Thema auswählen).

6. August 2011 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Dortmund HSV 2011

Am Freitag, den 5. August 2011, eröffnet Borussia Dortmund zu Hause gegen den Hamburger SV die Bundesliga-Saison 2011/2012. Viel wichtiger als das Eröffnen der neuen Saison ist aus emotionaler Sicht das Beenden der Sommerpause. Mit dem ersten Spieltag der neuen Saison endet eine lange Durststrecke durch die sich jeder Fußballfanatiker alle zwei Jahre kämpfen muss – immer dann, wenn ihm keine Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft dabei hilft.
Der Spielplan für die neue Saison steht seit einiger Zeit fest. Dass es Borussia Dortmund für das Auftaktspiel getrofffen hat, ist kein Zufall: Die erste Regel bei der Konstruktion eines neuen Spielplans ist die Vorgabe, den amtierenden Deutschen Meister beim Eröffnungsspiel zu berücksichtigen. Im bereits naezu ausverkauftem Westfalenstadion wird die Geburt der neuen Spielzeit von etwa 80000 Fans beobachtet werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich DFL und DFB bis zum nächsten Sommer so wenig wie möglich selbst inszenieren.
Der Saisonauftakt zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV erwartet am Freitag um 20:30 Uhr den Anpfiff. Der Schiedsrichter der Begegnung ist von offizieller Seite noch nicht bestätigt worden.

Borussia Dortmund:
"Dort anfangen, wo man aufgehört hat." ist das Motto bei jeder Mannschaft, der es in der Vergangenheit gelungen ist, Erfolge zu feiern – idealerweise Deutscher Meister geworden zu sein. Diese Prämisse trifft demnach in dieser Saison auf Borussia Dortmund zu. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp krönte die eigene Saisonleistung mit dem wohlverdienten Titel. Der junge Dortmunder Fußball setzte sich gegen alle anderen Modelle durch und konnte sogar von seiner eigenen Jugendlichkeit nicht aufgehalten werden.
Die Spieler sind in der neuen Saison mit Sicherheit um etliche Jahre reifer – zumindest fußballerisch – als sie es noch vor 12 Monaten waren. Das geringe Durschnittsalter dürfte in der kommenden Spielzeit von Vorteil sein, da der Hunger auf Erfolg bei einem jungen Spieler durch einen Titel tendentiell weniger gelindert wird als dies bei einem Veteranen der Fall ist. Ganz nebenbei hat die Mannschaft über das Kollektiv zu individuellen Erfolgen gefunden: Viele Dortmunder sind mittlerweile Nationalspieler und Trainer Jürgen Klopp ist aktuell der angesehenste Trainer Deutschlands. In der Ära nach Jogi Löw ist Klopp der wohl heißeste Kandidat auf dessen Nachfolge.
Das Anknüpfen an vergangene Tage fällt oft nicht leicht. Keinesfalls wird Borussia Dortmund einfach so weiter machen können wie bisher. Die Situation ist vergleichbar mit der des "verflixten zweiten Jahres" bei Aufsteigern. Dortmund wird sich nun Gegner mit einer anderen Einstellung gegenüber sein. Plötzlich reicht dem Gegner der Punkt – die Chancen auf einen Dortmunder Sieg sinken mit solchen Einstellungen.
Wie auf der Wettbasis schon mehrfach erwähnt, hat sich Borussia Dortmund bewusst gegen einen millionenschweren Ersatz für Nuri Sahin entschieden. Der Türke wechselte im Sommer zu Real Madrid und hinterlässt ein großes Loch im Dortmunder Mittelfeld. Man hat darauf gebaut den Kader in der Breite besser aufzustellen, auch im Hinblick auf die mehrfach Belastung aus Champions League, Bundesliga, DFB Pokal und Länderspielen.
In der Vorbereitung hat sich Borussia Dortmund durchweg solide präsentiert. Zwischenzeitlich kam das alte Laster – die Verschwendung von Torchancen - zum Vorschein, aber alles in allem kann man von einer ordentlichen Zeit der Saisonvorbereitung sprechen. Die Niederlage im Super Cup gegen Schalke 04 im Elfmeterschießen beispielsweise, kam nur zu Stande, weil man im Vorhinein allzu sorglos mit den eigenen Chancen umging. Im Pokal hatte man am letzten Wochenende keine Probleme mit dem SV Sandhausen aus der 3. Bundesliga (3:0).

Hamburger SV:
In Hamburg findet man eine andere Situation als in Dortmund. Nahezu gegenteilig sind die Entwicklungen in den vergangenen Monaten. Während Dortmund versucht hat den eigenen Erfolg möglichst nachhaltig zu konservieren, sah man sich in Hamburg dazu gezwungen so ziemlich alles umzukrämpeln, was man bisher praktiziert hatte.
In puncto Personalien sieht das so aus: Neuer Trainer, neuer Sportdirektor, neue Spieler. Auf der Trainerbank verpflichtete man bereits während der letzten Saison Michael Oenning, der zuvor in Nürnberg aktiv war. Zunächst galt Oenning nur als Interimslösung, konnte sich dann aber mit Verein und sportlicher Leitung einigen. Der Däne Frank Arnesen hat die sportlichen Geschicke auf administrativer Ebene weitesgehend übernommen. Der Kader wurde grunderneuert: zehn namhafte Abgänge verzeichnet die Transferpolitik der Hamburger im Sommer 2011. David Rozenhalt, Ruud van Nistelrooy, Alex Silva, Colin Benjamin, Tunay Torun, Frank Rost, Maxim Chupo-Moting, Pitor Trochowski, Ze Roberto, Joris Mathijsen und Jonathan Pitroipa durften den Verein verlassen. Durch die Verpflichtung von Arnesen, der zuvor in England beim FC Chelsea London arbeitete, gelang es Hamburg einige interessante Talente von der Insel an den Verein zu binden. Insgesamt vier Spieler aus der Reserve von Chelsea lotste der neue Sportdirektor an die Alster.
In Hamburger Kreisen erhofft man sich endlich den Durchbruch von Marcus Berg zu erleben, der vor zwei Jahren nach Hamburg kam, sich zunächst nicht durchsetzen konnte, dann nach Eindhoven ausgeliehen wurde und nun in Hamburg seinen zweiten Anlauf unternimmt. Der junge Stürmer sollte gereift sein und hat mit Sicherheit das Potential in der Bundesliga zweistellig zu treffen.
Gemessen an den Resultaten gelang dem Hamburger SV eine ordentliche Vorbereitung. Man schlug unter anderem die Bayern beim LIGA total! Cup und qualifizierte sich nach anfänglichen Mühen letztlich sicher für die zweite Runde des DFB Pokals. Beim letzten Test zu Hause gegen den FC Valencia (1:2) wirkten die Spieler allerdings teilweise nicht auf dem Hööhepunkt ihrer Kräfte. Dies quittierten einige Fans mit Pfiffen - schon bevor die Saison begonnen hat. Über die seichten Unruhen im Umfeld zeigte sich Trainer Michael Oenning mindestens unerfreut.
Der Hamburger Umbruch ist keine Aktion, die innerhalb von acht Wochen Vorbereitung klappt. Solche Prozessen brauchen Zeit. Sicherlich ist es unschön von einer Übergangssaison zu sprechen, jedoch deutet vieles daraufhin, dass es genau so eine werden wird. In welche Richtung der Weg führen wird, ist jetzt noch nicht abzusehen. Wenn sich die Mannschaft schnell findet und es früh Erfolgerlebnisse gibt, dann kann der Hamburger Weg auch sportlicher Natur positiv verlaufen.

Head to Head:
Interessanterweise trafen sich beide Mannschaften in der Vorbereitung vor einigen Wochen beim LIGA total! Cup in Mainz. Dort spielten sie im Finale gegeneinander – wohlgemerkt nur 60 Minuten. Damals gewann Dortmund in einem engen Spiel (2:0).
Die Resultate der vergangenen Spielzeiten sind mit Vorsicht zu genießen, da der Hamburger Umbruch zu starken personellen Veränderungen geführt hat. Hamburg hat nur eins der letzten fünf Aufeinandertreffen gewinnen können. In der letzten Saison verlor man in Dortmund (0:2) und spielte zu Hause Unentschieden (1:1), in einem Spiel, in dem Dortmund erst kurz vor Schluß den Ausgleichstreffer erzielte.
Blickt man etwas weiter weg, erkennt man einen weiteren statistischen Vorteil für die Heimmannschaft: Dortmund gelang es in vier der letzten fünf Heimspielen gegen den HSV das Spiel ohne Gegentor zu beenden.

Fazit:
In Hamburg steht noch alles auf einem sehr wackligen Podest. Wieviel Stabilität Michael Oenning und Frank Arnesen diesem Podest verleihen können, wird eine zentrale Frage der Hamburger Saison werden. In Dortmund ist man deutlich stabiler aufgestellt, obleich es eine günstige Fügung zu sein scheint, zu Beginn gegen einen Gegner zu spielen, der sich vor allem mental in einer schwierigeren Situation befindet als man selbst. Dortmund findet hier eine gute Möglichkeit positiv in die Saison zu starten. Allerdings hängt für die Hamburger die Messlatte für ein Erfolgserlebnis beim Meister auch deutlich niedriger als in den letzten Spielzeiten. Ein Unentschieden dürfte je nach Spielverlauf eher als norddeutscher Erfolg gewertet werden.

Quoten für Borussia Dortmund gegen den Hamburger SV:
Borussia Dortmund: 1,62 @ totesport
Unentschieden: 4,00 @ bwin
Hamburger SV: 5,50 @ unibet

 

Überblick über den 1.Spieltag der 1. Bundesliga 2011/2012:

05.08.2011 – 20:30, Dortmund – HSV 3:1
06.08.2011 – 15:30, Werder Bremen – Kaiserslautern    2:0
06.08.2011 – 15:30, Stuttgart – Schalke 04   3:0
06.08.2011 – 15:30, Hannover – Hoffenheim    2:1
06.08.2011 – 15:30, Köln – Wolfsburg 0:3
06.08.2011 – 15:30, Augsburg – Freiburg  2:2
06.08.2011 – 18:30, Hertha Berlin – Nürnberg 0:1
07.08.2011 – 15:30, Mainz – Leverkusen 2:0
07.08.2011 – 17:30, Bayern – Mönchengladbach 0:1

Den aktuellen Tabellenstand, Spielplan, Ergebnisse, Torschützenkönig und mehr Statistiken finden Sie bei den Fußball Tabellen (einfach das Land  1. Bundesliga & das gewünschte Thema auswählen).

4. August 2011 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Fussball-News

Auf dem Platz hatten in den letzten Tagen vor allem Schalke 04 und der MSV Duisburg die Hauptrollen inne. In der kommenden Woche werden Borussia Mönchengladbach und der VfL Bochum auf nationaler Ebene, sowie der FC Barcelona und Manchester United auf internationaler Ebene im Vordergrund stehen.
Zwischen DFB-Pokal, Champions League und Relegationsspielen beherrschen zwei Themen das Geschehen außerhalb des Platzes: Der Kampf um Manuel Neuer und eine folgenschwere Aschewolke.

Doch in meinem Gespräch mit Guido musste ich feststellen, dass diese Themen nicht ganz meine Erwartungen erfüllt haben. Die Aschewolke ist vermutlich viel zu spekulativ, denn weder Guido noch ich oder irgendwer kann vorhersagen, ob es letztlich zu Einschränkungen kommen wird. Alles Aussagen behandeln bisher nur Wahrscheinlichkeiten. Prekär ist immerhin schon, dass der FC Barcelona schon mehrere Tage vorher anreisen wird – geplant ist Dienstagabend – um eventuellen Problemen mit der Anreise entgegenzuwirken.
Die Diskussionen um Manuel Neuer sind diesbezüglich deutlich konkreter, allerdings gleichzeitig auch mit einer aggressiven Emotionalität verbunden, die bei einem Vereinswechsel vermieden werden sollte. "Wenn Schalke auf der einen Seite die eigenen Tradition für viele Millionen mit Gazprom auf dem Trikot verkauft, dann ist das vollkommen legitim und Teil des modernen Fußballs, aber wenn Manuel Neuer nach Jahren in der Kurve und im Tor des Vereins einen weiteren Karriereschritt geht, dann ist es ein Traditionsbruch", brach es wütend aus Guido heraus. "Ich kann diese Heuchelei nicht mehr hören: Der Mann ist mehr Schalker als es die meisten, die sich hier ein Urteil erlauben, jemals sein werden. Zumal es auf der Hand liegt, dass es um sportliche Veränderung geht und weder um materielle noch um ideologische Veränderung." Guido pausierte kurz und sagte in einem deutlich ruhigerem Ton: "Neuer trägt Schalke im Herzen, aber viele Schalker versuchen alles, um Schalke aus seinem Herzen zu vertreiben."

Im Grunde genommen kann man die Berichterstattung in den deutschen Medien als ordentlich bezeichnen. Für jeden sollte auf den verschiedenen Internetseiten und bei Berichterstattungen eine Meinung dabei sein. Oft gibt es nach betrachten der Wiederholung auch kaum Zweifel. Allerdings ist die Beschreibung des Siegtreffers von Igor de Camargo von Borussia Mönchengladbach beim 1:0 Sieg im Relegationshinspiel gegen den VfL Bochum etwas aus dem Ruder gelaufen.
Zugegeben, das Tor ist kein normales. Viele verschiedene Spieler von beiden Mannschaften am Ball, dann auch noch in den letzten Sekunden, eigentlich in der Nachspielzeit der Nachspielzeit. Alles etwas verwirrend, aber mit einer langsamen Wiederholung müsste es gehen oder?

Es lohnt sich vorm Weiterlesen, das Tor nochmal gesehen zu haben.

Nun ja, beginnen wir einmal mit dem größten deutschen Sportblatt, dem Kicker. In seiner Beschreibung des Siegtreffers verzichtet der Kicker zwar auf wesentliche Teile der Entstehung – der Querpass von Arango bleibt beispielsweise unerwähnt – jedoch ist das Geschriebene wenigstens korrekt. Interpretationssache ist allerdings die Aussage, der Ball wäre "in den rechten Winkel" gegangen. Wenn dieser Ball im Winkel eingeschlagen haben soll, dann ist es im Fußball wohl unmöglich nicht den Winkel zu trefen. Zwar schießt De Camargo von links seitlich in Richtung hoch rechts, doch der Ball tritt doch sehr mittig über die Torlinie. Würde sich das Sportstudio das obere Loch in der Torwand nach Definition des Kickers positionieren, so würde es vermutlich nur noch drei Treffer in diesem Bereich geben.
Die Berichterstattungen im Live-Ticker auf den jeweiligen Seiten der beiden Vereine, betrachten das entscheidene Tor sehr emotional. Obwohl beide augenscheinlich das Tor aus verschiedenen Perspektiven betrachten, sind sich Borussia Mönchengladbach ("Unfassbar!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!") und der VfL Bochum ("Unfassbar.") in der Beschreibung einig und doch verschieden.
Weniger emotional betrachten Sport1 und RevierSport die Begegnung. Da beide Berichte sich im Wortlaut nahezu gleichen, ist nicht davon auszugehen, dass überhaupt jemand das Tor, welches auf beiden Seiten nicht beschrieben wird, gesehen hat.
Spox beschreibt das Tor in der eigenen Berichterstattung nahezu perfekt. Besonders das Unvermögen von Hanke, die Murmel aus drei Metern über die Linie zu bringen, kommt deutlich raus. Im Torschuss von De Camargo den Einsatz der "Hacke" zu erkennen, ist anatomisch vermutlich richtig, fußballerisch jedoch grenzwertig. Liest man nur den Artikel, vermutet man einen Treffer mit dem Rücken zum Gehäuse.
Bei Spiegel Online liest man die interessanteste Version der Geschichte. Der Spiegel hat die Parade von Luthe im Programm, erkennt jedoch danach noch zwei weitere Ballkontakte des Bochumer Keepers, die im Live-Bild definitiv nicht zu beobachten sind. Demnach soll Luthe einen Schuss von Arango nicht festgehalten haben. Weder der Torschuss von Arango, noch eine eventuelle Ballberührung von Luthe sind zu erkennen. Dieser – nicht vorhandene -  Schuss soll Ursache für einen Abpraller gewesen sein, den De Camargo dann einnetzte. Ein Abpraller war allenfalls der Ball, der zu Arango nach außen springt und mit viel Wohlwollen die Verrenkung von Hanke, aber das hat der Spiegel wohl anders gesehen.
Wie immer schießt die Bild-Zeitung auch in diesem Thema den Vogel ab. Das Boulevardblatt veröffentlichte auf der Internetseite nämlich einen Artikel, der sich mit dem torlosen (!) Relegationshinspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfL Bochum beschäftigte. Erst nach einigen Minuten wurde auf Bild.de die Berichterstattung geändert und das Siegtor doch noch in die Analyse eingebaut.

Wir resümieren: Während sich in den Live-Tickern beider Vereine höchste Gefühle abspielten, haben sich die Redakteure des Kicker auf einem emotionalen Klimax als Gladbach-Fans geoutet. Bei Sport1 und RevierSport hielt man es nicht für nötig das Spiel selber zu gucken. Bei Spox hat man immerhin das Spiel gesehen, obgleich man den Leser etwas verwirrt hat. In der Redaktion des Spiegels lief das Spiel maximal im Splitscreen neben einem besonders spanneden Film. Bei Bild.de hatte die Redaktion längst ausgestempelt und befand sich auf dem Heimweg als De Camargo doch noch traf.

Bei Guidos Guide geht es jeden Dienstag um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.

24. Mai 2011 / joe - Kategorie: Fussball-News

Fussball-News

Der 34. Spieltag ist gespielt, alles ist entschieden. Gegen Ende der Saison bewegt sich der gemeine Fußballfan immer in einem Hin und Her zwischen den Freuden Titelentscheidungen und Finalspielen und der Trauer um das Ende der Saison. Vielleicht trifft es in den meisten Fällen eher die Angst vor der fußballfreien Zeit. Die Sommerpause hat wahrhaftig wenig zu bieten aus fußballerischer Sicht, wenn man sich in einem Jahr befindet, in dem weder eine Weltmeisterschaft noch eine Europameisterschaft das Sommerloch füllt.

Obwohl das Meiste schon entschieden war und sich auch die umkämpfteren Positionen erwartungsgemäß hinsichtlich der Favoriten entschieden haben, hat der letzte Spieltag in gewohnter Art und Weise einige Skandälchen mitgebracht. "Weder Leverkusen noch Wolfsburg haben am letzten Spieltag die Nerven verloren, das hat dem Spieltag gegen Ende etwas die Spannung genommen. Zwischendurch – gerade als Wolfsburg abgestiegen war – war es jedoch mehr als spannend. Neun Spiele in der Konferenz sind einfach ein Genuss", resümierte Guido die Geschehnisse am letzten Spieltag.
Die Bundesligasaison wäre im Grunde genommen vorbei – mal abgesehen von den Kommerzrelegationsspielen, die in diesem Jahr mit Bochum und Mönchengladbach sogar ein würdiges Duell mit sich bringen. "Aber unser Sportsfreund Diego hat es geschafft, dass über die Liga noch ein wenig länger gesprochen wird", sagte ich zu Guido.
"Ja, man müsste sich fast schon bedanken. Wie kommt er auf die Idee vor dem letzten Spieltag abzuhauen? Aus einer Mannschaftssitzung? Weil man nicht in der Startelf steht?", begann Guido und fuhr fort, "so richtig konnte ich mir das anfangs gar nicht vorstellen. Es geht um das wichtigste Spiel in der Saison, man hat Existenzängste im Hinterkopf und haut einfach ab!" Guido war sichtlich ratlos und seiner Stimme entnahm ich einen ähnlichen Gesichtsausdruck, wie ihn Felix Magath gehabt haben muss, als er sah, wie sein Spielmacher – in diesem Fall sein Ass im Ärmel für die 2. Halbzeit – aus dem Mannschaftshotel ging.
"Ratlos, trifft es glaube ich ganz gut. Ich weiß nicht, ob man in diesem Moment in den Spieler reinhören kann. Das ist aus einer rationalen Ebene bei Fußballern schwierig. Das bringt der Sport und seine Anforderungen an mentale Finessen so mit sich", antwortete ich.

Zu Eintracht Frankfurt gibt es an dieser Stelle wenig zu sagen. Sieben Tore in der Rückrunde sagen mehr als jedes Interview und neunzig Minuten Frankfurter Fußball sagen mehr als jede Statistik. "Mit so einer Rückrunde hat man es nicht verdient – egal wie gut die Hinrunde war. Ich muss symbolisch immer an die zwei Punkte denken, die Frankfurt in Person von Theofanis Gekas zu Hause liegen gelassen hat, als der Stürmer einen Querpass aus kürzester Entfernung nicht über die Linie drücken konnte. Es wäre das 2:0 kurz vor Schluss gegen Bayern gewesen. Zwei Punkte mehr, die jetzt fehlen", kommentierte Guido den Frankfurter Abstieg.

"Unterm Strich überwiegt die Freude über die nächsten Entscheidungen: Gladbach und Bochum werden sich in der Relegation nichts schenken. Duisburg und Schalke ebenso wenig im DFB Pokal Finale. Europa League und Champions League suchen neue Thronfolger. Und wer nicht genug bekommt, der sollte sich die Primera Divisíon am Wochenende anschauen. Sechs Mannschaften können noch absteigen - und jede hat es selber in der Hand.", resümierte Guido.

Der Fußball hat uns also noch nicht verlassen. Er zuckt noch.

Bei Guidos Guide geht es jeden Dienstag um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.

17. Mai 2011 / joe - Kategorie: Fussball-News

Bundesliga-Wetten

Am Samstag, den 14. Mai 2011, verabschiedet sich die Bundesliga von der Saison 20010/2011. Der letzte Spieltag birgt Potential, um besonders im unteren Teil der Tabelle für Veränderungen zu sorgen. Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg streiten sich um einen Platz in der ersten Liga, einen Platz in der zweiten Liga und einen Relegationsplatz dazwischen.
Ansonsten hat die Bundesliga die meisten Akten schon vor dem letzten Spieltag geschlossen: Borussia Dortmund bekommt die Meisterschale, Hannover 96 und Mainz 05 werden die Bundesliga in der Europa League vertreten und der FC St. Pauli muss den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Bayer Leverkusen und der FC Bayern München streiten um die direkte Qualifikation für die UEFA Champions League. Durch einen schwachen Auftritt zu Hause gegen den Hamburger SV (1:1) hat man es tatsächlich noch geschafft Spannung in den Kampf um die Vizemeisterschaft zu bringen. Der FC Bayern München kann es bei eigenem Sieg und einer Niederlage der Rheinländer in Freiburg noch schaffen sich direkt für die Champions League zu qualifizieren.
Um Wettbewerbsverzerrungen so gut wie möglich zu verhindern, werden am Wochenende alle Mannschaften zur selben Zeit spielen. Der letzte Spieltag der Saison wird um 15:30 Uhr angepfiffen. Dementsprechend gibt es eine Konferenz mit neun Spielen, sowie keine Sonntags- oder Freitagsspiele.

34. Spieltag: Abstiegskampf
Drei Mannschaften schlagen sich, um einen Nichtabstiegsplatz. Nachdem der FC St. Pauli sicher in der zweiten Liga spielen wird und sich alle anderen Mannschaften mit starken Ergebnissen aus den letzten Wochen retten konnten, gilt es für den VfL Wolgsburg, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt ein positives Ende an die lange Saison zu hängen. Köln (zwei Siege aus den letzten drei Spielen), Bremen (zwei Siege aus den letzten drei Spielen), Stuttgart (drei Siege aus den letzten drei Spielen) und Kaiserslautern (drei Siege aus den letzten drei Spielen) haben es vorgemacht. Die vier abstiegsbedrohten Mannschaften haben sogar den FC Schalke 04 (40 Punkte) überholt.
Am letzten Spieltag müssen alle drei abstiegsbedrohten Mannschaften auswärts ran. Wolfsburg (35 Punkte, -7 Torverhältnis) führt die Gruppe mit einem virtuellen Punkt aus dem besseren Torverhältnis vor Borussia Mönchengladbach an. Die Gladbacher (35 Punkte, -17 Torverhältnis) müssen sich virtuell einen Punkt abrechnen, da sie sowohl gegen Frankfurt, als auch gegen Wolfsburg verlieren würden, wenn es auf das Torverhältnis ankäme. Frankfurt steht auf den direkten Abstiegsplatz (34 Punkte, -16 Torverhältnis).

Eintracht Frankfurt:
Die Hessen haben zweifelsohne die schlechtesten Karten. Allerdings aus einem gewissen Blickwinkel die beste mentale Situation im Hinblick auf das Spiel: Sie müssen punkten, um irgendwas erreichen zu können. Um realistisch etwas erreichen zu können, am letzten Spieltag muss man sogar gewinnen. Die Mission ist klar.
Der Gegner dafür ist allerdings alles andere als ideal. Zwar geht es für Borussia Dortmund um nichts mehr, jedoch wird man sich vor eigenem Publikum als Deutscher Meister mit Sicherheit nicht hängen lassen. Aus Frankfurter Sicht ist zu befürchten, dass Dortmund ernst machen wird. Vielleicht macht das Ergebnis aus der Hinrunde Mut: In Frankfurt gewann man am letzten Spieltag vor Weihnachten (1:0) gegen Borussia Dortmund – durch ein Tor von Gekas. Die damals erst zweite Niederlage für die Dortmunder bedeutete den siebten Tabellenplatz (!) für Eintracht Frankfurt nach der Hinrunde. Zum Vergleich: Borussia Mönchengladbach stand zu diesem Zeitpunkt 16 Punkte hinter Frankfurt.
Die letzten Wochen haben gezeigt, dass es auch anders geht. Seit dem 23. März trainiert Christoph Daum in Frankfurt – seit dem 23. März wurde nicht mehr gewonnen. Zwar gelangen drei Unentschieden in den ersten vier Spielen, doch die Niederlagen in Mainz (0:3) und gegen Köln (0:2) besiegelten die Talfahrt der Hessen. In Mainz und gegen Köln fehlte es auch an der richtigen Einstellung, zwar ging es gegen Köln leicht bergauf, allerdings konnte man Bundesligatauglichkeit nicht nachweisen.
Das Lazarett ist immer noch gefüllt, jedoch sind keine neuen Verletzten dazu gekommen. Daum hat weiterhin den selben Kader zur Verfügung. Ihm muss ein motivatorisches und sportliches Wunder gelingen, um die Eintracht in der Liga zu halten.

Borussia Mönchengladbach:
Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre hat es psychologisch im Allgemeinen am einfachsten: Sie kommt von unten. Dadurch, dass Borussia Mönchengladbach eigentlich schon seit Ende der Hinrunde in der Öffentlichkeit Zweitligist ist, haben die Spieler einen freien Kopf. Im Gegensatz zu letzter Saison hatte Favre dieses Jahr das Glück den Sprung vom letzten Tabellenplatz zu schaffen und nicht nur in Schlagdistanz zu bleiben, sondern auch die nötigen Punkte zu holen.
Die letzten Wochen zeigen eindrucksvoll, warum Borussia Mönchengladbach Ansprüche hegt, in der ersten Liga zu bleiben. Gegen Köln (5:1), gegen Dortmund (1:0), in Hannover (1:0) und gegen Freiburg (2:0) ging man als Sieger vom Platz. Plötzlich hatte man das nötige Glück, was beispielsweise in Mainz (0:1) noch gefehlt hatte.
Borussia Mönchengladbach steht aktuell auf dem Relegationsplatz - was schon ein Erfolg für die Mannschaft wäre. Die Situation hat sich mental insofern verändert, als das man jetzt nicht mehr nur blind gewinnen muss. Man kann jetzt wieder etwas verlieren.
Gegner ist der Hamburger SV. Die Hamburger zeigten vor zwei Wochen gegen Freiburg, dass sie mit dieser Bundesligasaison bereits abgeschlossen haben. Am letzten Wochenende in Leverkusen spielten sie auf einmal wieder mit und hätten eigentlich gewinnen müssen (1:1). In der Hinrunde gewann Hamburg in Gladbach (2:1).
Personell kann Lucien Favre wieder auf De Camargo im Sturm zurückgreifen -  van Nistelrooy steht für Hamburg wieder zur Verfügung. Ansonsten muss Favre sich darum kümmern, seine Mannschaft, die jetzt wieder etwas zu verlieren hat, vom Nervenflattern fern zu halten.

VfL Wolfsburg:
Die Niedersachsen haben die beste Ausgangsposition. Vermutlich haben sie auch den besten Gegner am letzten Spieltag. In Hoffenheim zu spielen, gehört sicherlich zu den beliebtesten Aufgaben, wenn man schon ein Auswärtsspiel am letzten Spieltag spielen muss. Für die Hoffenheimer ist die Saison, ähnlich wie für Hamburg, lange vorbei. Im Gegensatz zu Hamburg wird der Effekt, den Fans am letzten Spieltag nochmal etwas bieten zu wollen, wahrscheinlich eine schwächere Wirkung haben als in der Hansestadt.
Man hat in den letzten Wochen gemerkt, dass Wolfsburg – etwa wie Hertha BSC Berlin in der letzten Spielzeit – es nicht immer schafft, einen gute Verbindung zum Thema "Abstiegskampf" zu entwickeln. Kratzen, beißen, kämpfen steht nicht auf der Stirn der eher spielerisch veranlagten Mannschaft von Trainer Felix Magath. Zwischenzeitlich konnte man auch den Eindruck bekommen, die Mannschaft sei nicht auf der Höhe, um die physischen Bestandteile des Spiels von Felix Magath bringen zu können.
Fakt ist, dass man zwar mit Siegen gegen Köln (4:1) und in Bremen (1:0) den Absturz in der Tabelle auffangen konnte, aber am letzten Spieltag immer noch mit Abstiegsnöten zu kämpfen hat. Zu Hause gegen Kaiserslautern hätte man alles klar machen können, jedoch verpassten es die Wölfe, in Führung liegend, die Punkte mitzunehmen (1:2).
Jetzt trennen einen nur noch die erzielten Tore vom Relegationsplatz. In Wolfsburg kann am meisten kaputt gehen. Wolfsburg muss sich bewusst sein, dass es alles in eigenen Händen hält. Mit einem Sieg in Hoffenheim ist die Saison vorbei und der Kopf wieder frei.
Wie eine große deutsche Sportzeitung berichtet, wird Patrick Helmes den Wölfen in Hoffenheim fehlen.

Fazit:
Drei Mannschaften, die lediglich durch einen Punkt voneinander getrennt sind, kämpfen um zwei Plätze. Der VfL Wolfsburg hat die beste Ausgangsposition aber die schlechtesten Nerven. Mönchengladbach guckt am besten nur auf das eigenen Spiel, denn die Sitaution um die Gladbacher herum ist viel zu kompliziert. Frankfurt muss in Dortmund mindestens einen Punkt, vermutlich eher einen Sieg holen. Eine Frankfurter Rettung wäre ein Wunder, genauso wie alles außer der Abstieg für Gladbach ein Wunder ist. Besonders positiv kann der Spieltag für Wolfsburg nicht verlaufen.

Quoten für Dortmund gegen Frankfurt:
Borussia Dortmund: 1,67 @ totesport
Unentschieden: 4,50 @ williamhill
Eintracht Frankfurt: 5,60 @ unibet

Quoten für Hamburg gegen Mönchengladbach:
Hamburger SV: 2,88 @ bet365
Unentschieden: 3,60 @ victorchandler
Borussia Mönchengladbach: 2,50 @ williamhill

Quoten für Hoffenheim gegen Wolfsburg:
1899 Hoffenheim: 3,61 @ allyoubet
Unentschieden: 3,75 @ victorchandler
VfL Wolfsburg: 2,10 @ williamhill

13. Mai 2011 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Fussball-News

Der vorletzte Spieltag der Bundesliga. Nummer 33 hat uns mal wieder in nostalgische Gedanken verfallen lassen: Neun Spiele um 15:30 Uhr. Neun Mal Bundesliga zur selben Zeit. Minimaler Kommerz und maximales Erlebnis in der Konferenz. 30 Tore in 90 Minuten. So macht Fußball Spaß. Zweifelsohne ein Tag an dem sich der moderne Fußball weit hinten in der Schlange anstellen musste.

Nicht nur organisatorisch und in puncto Vermarktung, sondern auch sportlich. Sinnbildlich dafür steht der VfL Wolfsburg. Trotz größter Investitionen steht man bis zum letzten Spieltag mitten im Abstiegskampf - vielleicht sogar darüber hinaus. Mit der vollständigen Vernachlässigung traditioneller Werte des Fußballs und einer reinen Kommerzialisierung unter den Fächern von VW ist man in Wolfsburg Deutscher Meister geworden. Dass dieses Modell so erfolgreich war, scheint Grund dafür zu sein, dass aktuell viele Anhänger des Lederballs mit Genugtuung auf die Tabelle schauen. Selbst in Kölner Kreisen kann man sich kaum entscheiden, ob man lieber Borussia Mönchengladbach oder die Wolfsburger in der zweiten Liga sehen würde.
Allerdings muss man die Lage realistisch betrachten. Wolfsburg hat alles selbst in der Hand und geht mit zwei virtuellen Punkten Vorsprung vor Eintracht Frankfurt und einem virtuellen Punkt Vorsprung vor Borussia Mönchengladbach in die letzte Runde. Am letzten Spieltag in Hoffenheim sollte ein Sieg mehr als möglich sein, zumal die Hausherren keinen Wert mehr aus ihrer Anstrengung ziehen können: Für Hoffenheim ist das Spiel unwichtig.
"Man könnte auch sagen, es geht nur noch um Prämien. Das allerdings würde eher für die Motivation der Söldner von Sinsheim sprechen.", kommentierte Guido das letzte Spiel der Wölfe in Hoffenheim. "Gladbach geht es zwar ähnlich in Hamburg, aber Frankfurt spielt in Dortmund. Dementsprechend geht es im Grunde nur noch um den Relegationsplatz zwischen Gladbach und Wolfsburg", fügte Guido hinzu.
"Mir sind die Gladbacher nicht sonderlich wichtig, aber wenn Wolfsburg absteigen würde, wäre das ein Traum. Allein, wenn ich daran zurück denke wie Diego vor der Saison seine Verbundenheit mit dem Verein damit ausdrücken wollte, indem er eine Loge im Stadion für seine Familie kaufte, kommt es mir hoch. Da wird die Anhängerschaft doch mit Füßen getreten und mit allem anderen belächelt.", antwortete ich.

Die negativen Seiten dieser Anhängerschaft und der Tradition dieser Anhängerschaft zeigten sich woanders. Während der Samstag eigentlich ein Tag für den Fan war, so zeigte sich in Frankfurt das andere Gesicht der Anhängerschaft. "Die Gewaltausbrüche nach der Heimniederlage gegen den 1. FC Köln kann man nicht rechtfertigen, nicht mit Emotionen und nicht mit Traditionen. Ich meine gar nicht mal das Stürmen des Platzes – das wäre mit Ausnahme von Hoffenheim und Wolfsburg in dieser Situation in jedem anderen Stadion der Liga auch passiert. Die Aggressionen gegen das Sicherheitspersonal gerade zu Beginn der Ausschreitungen haben nichts mit den Werten zu tun, die Fußballfans gegenüber der Kommerzialisierung und dem modernen Fußball verteidigen möchten", sagte Guido.
"Nachdem man in der Hinserie noch auf Platz sieben vom Europapokal geträumt hatte, so abzustürzen ist schon hart. Die Emotionen kann ich verstehen, nicht die Gewalt, aber auf den Platz zu rennen, war vielleicht gar nicht so schlecht, um der Mannschaft zu zeigen, was eigentlich los ist. In Dortmund wartet immerhin das Unmögliche", sagte ich.

An einem Feiertag des guten alten Fußballs, hat sich dieser ins eigene Fleisch geschnitten und somit medialen Pauschalisierungen die Türen geöffnet. Das kann selbst ein Wolfsburger Abstieg nicht kitten.

Bei Guidos Guide geht es jeden Dienstag um den letzten Bundesliga-Spieltag, den internationalen Fußball, sowie um aktuelle Stammtischthemen, die sich mit dem Lederball beschäftigen. Und natürlich Guidos Meinung.

10. Mai 2011 / joe - Kategorie: Fussball-News

Bundesliga-Wetten

Am Samstag, den 7. Mai 2011, treffen in Hessen Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln aufeinander. Das Spiel gehört zum Abstiegskampf der Endphase der Saison. An diesem Wochenende schreiben wir schon den 33. Spieltag und es sind immer noch sieben Mannschaften in den Abstiegsstrudel involviert.
Wenn man die Situation am vorletzten Spieltag realistisch betrachtet, dann muss man am unteren Ende allerdings den FC St. Pauli schon gewissermaßen verabschieden. Mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz scheint die 2. Liga eingeplant zu sein. Auch am oberen Rand der Abstiegsgefahr kann man realistisch den VfB Stuttgart von allen Sorgen befreien: Mit 39 Punkten wird man in dieser Saison auf der sicheren Seite stehen. Köln und Bremen haben mit 38 Punkten mehr Sorgen.
Im Allgemeinen interessiert neben dem Abstiegskampf nur noch die Platzierung von Bayern München. Der Rekordmeister steht zwar vor Hannover, doch in der Vergangenheit hat man schon gezeigt, wie man Vorsprünge wieder verspielt.
Schiedsrichter der Begegnung zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Köln ist Dr. Felix Brych aus München. Das Spiel wird – wie jedes Spiel an den letzten beiden Spieltagen – am Samstag um 15:30 Uhr angepfiffen. Wie zu guten alten Zeiten.

Eintracht Frankfurt:
Obwohl man eine grandiose Hinrunde spielte und zur Halbzeit der Saison eigentlich schon fest mit dem Verbleib in der Liga rechnen durfte, steht Eintracht Frankfurt am vorletzten Spieltag auf dem ungeliebten Relegationsplatz. Ob dieser Platz am Ende der Saison für die Eintracht nicht doch positiver ist als gedacht, wird sich noch herausstellen. Eintracht-Trainer Christoph Daum sprach ganz offen von der "letzten Chance" seiner Mannschaft. Diese Analyse ist mehr als treffend.
Eintracht Frankfurt spielt am letzten Spieltag in Dortmund. Die Dortmunder haben schon angekündigt sich beim 1. FC Köln für die Schützenhilfe im Meisterschaftskampf bedanken zu wollen, indem sie gegen Frankfurt gewinnen. Frankfurt kann demnach auf ein Nachlassen des Meisters am letzten Spieltag nicht hoffen.
Man kann die Saison also nur noch mit Punkten gegen den 1. FC Köln retten. Mit einem Heimsieg könnte man nicht nur die Gladbacher auf Distanz halten, sondern würde eventuell auch den VfL Wolfsburg gefährden können.
Seit dem 19. März hat die Eintracht nicht mehr gewinnen können – damals zu Hause gegen St. Pauli (2:1). Dieser 27. Spieltag ist auch das letzte Mal gewesen, an dem Frankfurt mehr als ein Tor in einem Spiel geschossen hat. Drei Unentschieden und zwei Niederlagen: Insgesamt sechs Punkte vom 27. bis zum 32. Spieltag.
Am letzten Wochenende ging man sang- und klanglos in Mainz unter (0:3). In einem Spiel, welches man eigentlich überlebensrettend kämpferisch gestalten sollte, zeigte die Mannschaft von Eintracht Frankfurt auch als sie noch mit elf Mann auf dem Platz stand viel zu wenig. Man ergab sich dem Gegner praktisch schon als es noch torlos unentschieden stand.
Besonders mental wird die Eintracht anders auftreten müssen. Christoph Daum wird sie auf einen Heimsieg einschwören: wieviel davon übrig ist wird sich weisen. Sobald der Schiedsrichter angepfiffen hat, wird entschieden, ob sich Eintracht Frankfurt wenigstens in die Relegation retten kann.

1. FC Köln:
Anfang April hat man dem 1. FC Köln schon zum Klassenerhalt gratuliert. Die Domstädter hatten gerade zu Hause gegen Nürnberg gewonnen (1:0) und fühlten sich mit damals 35 Punkten auf der sicheren Seite. Es waren ja noch sechs Spiele zu absolvieren. Mit einem Sieg aus diesen sechs Spielen wäre man durch, kalkulierte man damals.
Jetzt sieht die Situation anders aus. Ausnahmsweise haben die Boulevardblätter, die den 1. FC Köln trotz bester Aussichten immer wieder reißerisch in den Abstiegskampf schrieben, recht gehabt: Der 1. FC Köln befindet sich noch im Abstiegskampf - oder bessere gesagt "wieder".
Zwar gewann man am letzten Wochenende gegen Bayer Leverkusen (2:0), aber die 38 Punkte, die man jetzt auf den Konto hat, könnten am Ende immer noch den bitteren Relegationsplatz als Beigeschmack mitbringen. Wahrscheinlich ist das nicht, aber möglich. Schon vor zwei Wochen hatte man in Wolfsburg ein Spiel mit dem man den Klassenerhalt hätte klar machen können. Diese Chance vergab man damals eindrucksvoll (1:4).
Um die Form der Kölner darzustellen und mit der von Eintracht Frankfurt vergleichen zu können, betrachten wir einmal den selben Zeitraum, den wir auch oben bei der Eintracht betrachtet haben: seit dem 27. Spieltag haben die Kölner auch lediglich sechs Punkte geholt (Heimsieg gegen Nürnberg und Heimsieg gegen Leverkusen). Vier Mal hat man in dieser Zeit verloren - aber immer ein Tor geschossen. Das Torverhältnis von 6:12 ist allerdings in sechs Spielen nicht gerade wünschenswert.
Köln wird in Frankfurt die gleichen weichen Knie mitbringen wie in den letzten Auswärtsspielen. Außerdem sollte man nicht vergessen, dass der Sieg gegen Bayer Leverkusen alles andere als verdient war. Mit einem Unentschieden kann der FC den Klassenerhalt sichern. Diese Motivation wird das klassische Kölner Defensivspiel auf des Gegners Platz fördern.

Fazit:
Frankfurt und Köln treffen sich auf Augenhöhe: Auf einer sehr niedrigen Augenhöhe. Wenn auch nur eine der beiden Mannschaften einen durchschnittlichen Tag erwischt, dann wird sie die andere vermutlich überrollen. Die stark unterdurchschnittliche Verfassung beider Mannschaften wird noch durch das Abstiegsgespenst verschlechtert. Frankfurt hat den Heimvorteil - Köln den Sieg im Rücken. Das ist alles. Es kann alles passieren. Spannend wird es allemal, ob es fußballerisch sehenswert wird, bleibt zu bezweifeln.

Wett-Quoten Frankfurt vs. Köln:
Eintracht Frankfurt: 2,10 @ youwin
Unentschieden: 3,60 @ victorchandler
1. FC Köln: 3,80 @ victorchandler

6. Mai 2011 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Bundesliga-Wetten

Am Samstag, den 30. April 2011, treffen Schalke 04 und der FC Bayern München in der Allianz Arena aufeinander. Das vermeinliche Topspiel des 32. Spieltags findet in der bayrischen Landeshauptstadt statt. Am 32. Spieltag gibt es zwei Freitagsspiele, wohingegen kein Spiel am Sonntag statt finden wird.
Mittlerweile sind sogar Anti-Bayern-Fans für die Münchener, da in Deutschland der ein oder andere befürchtet, dass es mit den gerade erkämpften Vorteilen in der Fünf-Jahres-Wertung der UEFA schnell vorbei sein kann, wenn Hannover 96 die Bundesliga in der Champions League vertritt. Auch die Aussagen Mirko Slomkas bezüglich eines langfristigen Aufenthaltes seiner Mannschaft im oberen Drittel der Liga in den nächsten Jahren verwirrt, hat Hannover mit einem sehr ähnlichen Kader ein Jahr zuvor doch noch gegen den Abstieg gespielt. Der neutrale Bundesligafan ordnet das Ganze sicherlich etwas konservativer ein, ohne dabei die großartige Saison von Hannover 96 zu schmälern.
Schiedsrichter der Partie zwischen Bayern München und Schalke 04 ist Peter Gagelmann aus Bremen. Der Anstoß des Spiels wird um 18:30 Uhr erfolgen.

FC Bayern München:
Die Situation der Bayern in dieser Saison hat nichts mit üblichen Situationen der Bayern zu tun: Die Kontraste sind außergewöhnlich. Es ist soweit gekommen, dass die Anhänger des Rekordmeisters sich bei einer Niederlage des aktuellen Tabellenführers auswärts beim Tabellenletzten – Dortmund verlor in Mönchengladbach (0:1) – nicht darüber freuen, dass der Tabellenführer verloren hat, sondern darüber, dass der Tabellenletzte am nächsten Spieltag immer noch Ambitionen hat in Hannover zu gewinnen (!).
Das eigene Interesse besteht nur noch im Vergleich mit Hannover 96. Das ist die Mission: Die Saison vor Hannover 96 beenden. Dies ist in den vergangenen 20 Jahren vermutlich gefühlte 20 Mal geschehen, doch diesmal ist es überlebenswichtig. Fast wie andere um den Klassenerhalt bangen, bangt der Rekordmeister um die Königsklasse. Um den Königsklassenerhalt.
Jeder kennt das: Vor einer großen Investition überlegt man genau und vergleicht Preise. Wenn man dann eine Entscheidung gefällt hat, ist es umso bitterer, wenn sich der Preis dieser Entscheidung zu Ungunsten verändert hat. Das psychische Wohlbefinden der Führungsebene des FC Bayern München dürfte sich in dieser Woche nicht verbessert haben: Das Objekt der Begierde, Manuel Neuer, ist gegen Manchester United deutlich teurer geworden. Unter 20 Millionen wird man nicht wegkommen, nachdem Neuer im Spiel gegen Manchester United acht bis zehn 100%-Torchancen vereitelte.
Für die Bayern ist es wohl das Schlimmste, es nicht mehr in der eigenen Hand zu haben. Thomas Müller sagte nach dem Unentschieden in Frankfurt am letzten Wochenende: "Abhängigkeit ist kein gutes Gefühl." Die Angst ist durchaus real, denn Hannover spielt nur noch gegen Borussia Mönchengladbach, in Stuttgart und gegen Nürnberg. Ein schwieriges Restprogramm ist das nicht.
Im Grunde müssen sich die Bayern aber auf sich selbst konzentrieren, denn wer in Frankfurt beim Tabellenfünfzehnten nicht gewinnt, der muss die eigenen Ansprüche hinterfragen.
In den letzten beiden Heimspielen war man siegreich: Gegen Borussia Mönchengladbach tat man sich schwer (1:0), gegen Bayer Leverkusen überraschte man mit erfrischendem Offensivgeist (5:1). Auswärts hagelte es in Nürnberg (1:1) und in Frankfurt (1:1) Punktverluste. Wenn man ehrlich ist, muss man sich eingestehen, dass man in Frankfurt hätte verlieren müssen. Allein Gekas verhinderte einen Sieg seiner Mannschaft.
Personell fehlt Luis Gustavo. Der Ex-Hoffenheimer ist gelbgesperrt. Badstuber und van Buyten werden aller Voraussicht nach die Innenverteidigung bilden.

FC Schalke 04:
Ähnlich wie in München geht es Manuel Neuer auch auf Schalke: Die einen lieben ihn, die anderen stoßen ihn ab. Für ihn persönlich steht sehr viel auf dem Spiel. Wirklich klassifizieren kann man das allerdins nicht. Fakt ist, wenn Schalke gewinnen sollte, winkt Neuer in München die Europa League, die er aber auch auf Schalke spielen könnte, wenn die Knappen im Finale des DFB-Pokals den MSV Duisburg aus dem Weg räumen. Sollte Schalke in München verlieren, dann sollte es, wenn irgendwie möglich, nicht durch einen Torwartfehler begründet sein, da ansonsten die Diskussionen und Spekulationen hochkochen würden und die Weltklasse-Leistung von Manuel Neuer gegen Manchester United überschatten würden.
Alles in allem ist es sowieso fraglich, ob Trainer Ralf Rangnick, auf seine Topelf zurückgreift angesichts des Champions League Halbfinals in der nächsten Woche. Außerdem könnte dem Coach das Spiel in München ziemlich egal sein, wenn da nicht dieser implizierte Stellenwert im Kampf um den Torwart wäre. Neuer hat bekanntlich noch Vertrag bis 2012, könnte also noch eine Saison bei Schalke spielen.
Den Rest der Mannschaft wird eher die Niederlage zu Hause gegen Manchester United kümmern. Unter der Woche verlor man im Champions League Halbfinalhinspiel (0:2). Allerdings verlor man zurecht. Der Sieg von ManU war verdient und auch in dieser Hohe in Ordnung. Tendentiell hätte es eher eine höhrere NIederlage setzen müssen. Schalke hatte zwischendurch die Möglichkeit (beispielsweise Volley durch Jurado) die Sensation perfekt zu machen und Manchester ähnlich aus dem Rhythmus zu bringen wie zuvor Inter Mailand. Die Engländer waren jedoch deutlich stärker und hätten gegen jeden anderen Torwart ein Schützenfest veranstaltet.
Sportlich ist diese Bundesligsaison für Schalke 04 lange abgeschlossen. Man hat 40 Punkte auf dem Konto, steht im Niemandsland der Tabelle und spielt noch gegen Mainz und in Köln. Wirklich wichtig ist nur das Champions League Halbfinale und das Finale des DFB-Pokals, in dem sich die Knappen doch noch für die Europa League qualifizieren können.

Fazit:
Die Bayern sind klarer Favorit. Nicht, weil sie in den letzten Spielen überzeugt hätten, nicht weil ihre Leistungskurve einen Favoritenstatus erklären würde, sondern, weil Schalke schlicht weg bessere Dinge zu tun hat. Die 90 Minuten in der Allianz Arena haben für Schalke nur einen Wert in der Diskussion um Manuel Neuer. Sportlich hat man die Prioritäten längst auf andere Wettbewerbe gelegt. Es ist zu vermuten, dass die Motivation der Münchener deutlich höher sein wird als jene der Schalker – auch wenn sich das im Fußball von einem Moment auf den anderen ändern kann.

Quoten:
FC Bayern München: 1,33 @ victorchandler
Unentschieden: 5,50 @ bet365
FC Schalke 04: 10,50 @ victorchandler

29. April 2011 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten

Bundesliga-Wetten

Am Samstag, den 23. April 2011, spielen im Borussia Park Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund gegeneinander. Ein denkbar ungleiches Duell: Dortmund führt die Tabelle von oben an - Mönchengladbach steht auf den letzten Tabellenplatz.
Der 31. Spieltag der 1. Bundesliga kann in Deutschland für die endgültige Endscheidung in der Meisterfrage führen und auch im Abstiegskampf die Vorzeichen in eine klare Richtung stellen.
Schiedsrichter der Partie am Niederrhein wird Wolfgang Stark sein. Anpfiff der Begegnung ist um 18:30 Uhr.

Borussia Mönchengladbach:
Nachdem Borussia Mönchengladbach in den letzten Wochen mehrfach die "letzte Chance" vergeben hatte, steht die Mannschaft von Lucien Favre an diesem Spieltag endgültig mit dem Rücken zur Wand. Der Abgrund Zweitklassigkeit naht. Denn wenn gegen Borussia Dortmund nicht gewonnen wird, ist auch die letzte Chance vertan. Die Heimniederlage gegen den 1. FC Kasierslautern war im Grunde die erste "letzte Chance" (0:1). Mitte März hatte man gegen die abstiegsbedrohten Roten Teufel die Chance ganz nahe an die rettenden Plätze ranzukommen. Mittlerweile steht man drei Punkte hinter dem VfL Wolfsburg und dem FC St. Pauli. Die vollständige Rettung wird nur noch über den Umweg Relegation möglich sein. Das Unentschieden zwischen den beiden Konkurrenten am letzten Spieltag ermöglicht es der Borussia noch einmal hoffen zu dürfen. Ein Heimsieg gegen Borussia Dortmund ist mit Sicherheit die einzige Möglichkeit angreifen zu können. In Hannover, gegen Freiburg und in Hamburg warten die letzten Aufgaben der Saison auf Borussia Mönchengladbach.
In den letzten Wochen hatte man in München bei den Bayern durchaus überzeugen können (0:1) und sich im Folgenden zu Hause gegen den 1. FC Köln dafür belohnt (5:1). Mit zwei Derbysiegen in dieser Saison und einem hochwertigen Torverhältnis (9:1) konnte man zumindest den eigenen Fans ein wenig Genugtuung bieten. Am letzten Spieltag musste man im Freitagsspiel einen sehr späten Gegentreffer verdauen. In Mainz verlor man in der Schlußphase duch ein Tor von Andre Schürle (0:1). Die Presse war sich danach einig, dass tapfere Gladbacher einen Punkt verdient gehabt hätten.
Im Spiel gegen den BVB wird es vollkommen egal sein, wer was verdient hat, für Mönchengladbach zählt mehr als je zuvor in dieser Saison nur der Sieg. Wenn es gelingt gegen Dortmund zu gewinnen und mit etwas Glück auf die Konkurrenz aufzuschließen, wird man in den letzten drei Spielen einen letzten Schub spüren können.
Personell ist der Ausfall von Maik Hanke (Gelb-Rote Karte in Mainz) im Sturmzentrum in Fankreisen nicht als Ausfall zu betrachten. Die Torgefahr am Niederrhein hat nicht viel mit Hanke zu tun – nun gibt es Chancen für Andere.

Borussia Dortmund:
Am 31. Spieltag kann Borussia Dortmund die Meisterschaft in trockene Tücher bringen. Besonders feucht sind diese sowieso nicht mehr, aber etwas Mühe braucht es noch, um die Schale ins Ruhrgebiet zu hieven. Das Szenario ist denkbar einfach: Borussia Dortmund hat momentan 69 Punkte. Bayer Leverkusen (leider nicht zeitgleich zu Hause gegen Hoffenheim) kann mit vier Siegen in dieser Saison noch maximal auf 73 Punkte kommen. Wenn Leverkusen zu Hause Unentschieden spielt veringert sich das Maximum der Werkself auf 71 Punkte. Sollte Dortmund (momentan 69 Punkte) gleichzeitig gewinnen, wäre die Schale Schwarz-Gelb. Dortmund muss gewinnen um vorzeitig Meister zu sein. Das gelingt aber nur, wenn Leverkusen nicht gewinnt. In allen anderen Konstellationen ist rein rechnerisch noch alles möglich.
Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp wird sich darüber im Klaren sein, dass der Gegner um das nackte Überleben kämpft. Demensprechend kampfbetont muss auch die Borussia aus Dortmund das Spiel angehen. Selbstverständlich ist das nicht: Dortmund verspielte schon vor zwei Jahren im Borussia-Park gegen Borussia Mönchengladbach die Möglichkeit international für Furore zu sorgen. Damals überholte der HSV in letzter Minute. In diesem entscheidenen Spiel spielte Dortmund viel zu zaghaft.
In diesem Jahr gibt es allerdings praktisch keine Drucksituation für den BVB. Die Zeit spielt für Dortmund und auch ein Unentschieden bringt die Dortmunder faktisch näher an den Titel heran.
Die letzten Spiele der Dortmunder boten immer einen hohen Unterhaltungswert. Zu Hause gegen Mainz musste man sich gegen einen ebenbürtigen Gegner spät mit dem Punkt zufrieden geben (1:1). Im Heimspiel gegen Hannover war man lange die schlechtere Mannschaft und drehte erst nach dem Gegentor auf (4:1). In Hamburg hatten die Hanseaten, trotz weniger Möglichkeiten, durchaus mehr vom Spiel, erst in der Schlußoffensive gelang Dortmund der Ausgleichstreffer (1:1). Gegen Freiburg spielte der BVB von vorneweg eine solide Partie und konnte sich früh auf der Führung ausruhen (3:0).
Personell wiegt der Ausfall von Mittelfeldmann Nuri Sahin schwer, obgleich man fast schon zynisch von einem guten Zeitpunkt für eine Verletztung sprechen könnte, da im Sommer kein Turnier ansteht und die Bundesliga für Dortmund auch schon sehr komfortabel aussieht. Da Kagawa noch nicht einsatzbereit ist, bleibt ein Loch im Mtittelfeld. Da Silva wird dieses vermutlich stopfen müssen.

Fazit:
Borussia Dortmund steht kurz vor dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Da Leverkusen vorher spielt, wird die Mannschaft schon wissen, ob sie alles klar machen kann oder ob es noch eine Woche aufgeschoben wird. Borussia Mönchengladbach wird auf ein Sicherheitsgefühl bei Dortmund hoffen und die letzte Chance in der Liga zu bleiben beim Schopf packen. Die Mannschaftsstärken werden vermutlich weniger Einfluß als die Psyche beider Mannschaften haben.

Wett-Quoten Mönchengladbach vs. Dortmund:
Borussia Mönchengladbach: 5,85 @ unibet
Unentschieden: 4,33 @ victorchandler
Borussia Dortmund: 1,62 @ victorchandler

21. April 2011 / joe - Kategorie: Bundesliga-Wetten









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