Sportwetten in Deutschland: ODDSET hatte die schlechtesten WM-Quoten
25. August 2010 / danny
Der seit 2008 bestehende Staatsvertrag besagt, dass Glücksspiele nur von Lottogesellschaften der Bundesländer angeboten werden dürfen, davon ausgenommen sind jedoch, Pferderennen, Casinos und Spielautomaten. Dieses Glücksspielmonopol ist eines der wenigen Monopole, die es in der Europäischen Union leider immer noch gibt. Der Glücksspielstaatsvertrag gilt für vier Jahre und wenn nicht 13 Bundesländer die Verlängerung beschließen, dann würde dieser Glücksspielstaatsvertrag am 31. Dezember 2011 keine Gültigkeit mehr haben. Doch es ist ein schwieriger Weg, bis dahin.
Diesem Kampf stellt sich „right2bet“ – mit einer gesamteuropäischen Kampagne, indem sie sich für die Wahlfreiheit aller EU-Bürger einsetzen. Auf Grund des Staatsvertrags sind die Bürger (=Konsumenten) in Deutschland, auf staatliche Wettanbieter angewiesen und haben somit keine Wahl. In Deutschland sind die Sportwetten-Angebote, auf Toto und ODDSET beschränkt.
Nach der Fußball Weltmeisterschaft 2010 hat „right2bet“ das Sportwetten-Angebot von mehreren nationalen Monopolanbietern verglichen, darunter auch das Wettangebot von ODDSET. Die Ergebnisse dieser Studie haben ergeben, dass die Wett-Kunden in Deutschland, die erbärmlichsten Wettangebote in ganz Europa erhalten haben. Wie bei anderen Monopolanbietern, so hat auch ODDSET den Wett-Kunden in Deutschland angeboten, auf die Nationalmannschaft zu tippen, wobei es für diesen patriotischen Tipp um 62% schlechtere Wettquoten gab, als bei einem privaten Wettanbieter, den der Wett-Kunde selbst hätte wählen können.
Bei diesen mehr als mangelhaften Wettangeboten brauchen sich die staatlichen Monopolveranstalter nicht wundern, wenn die Wett-Kunden ins Ausland abziehen. In den Medien wurde bereits mehrmals von Studien berichtet, die belegen, dass dem deutschen Fiskus dadurch Milliarden entgehen. Da scheint plötzlich die enorme Staatsverschuldung keine Rolle mehr zu spielen. Zusätzlich fehlen den Sportverbänden so bis zu 400 Millionen Euro Sponsoring-Einnahmen im Jahr, auch in den Medienunternehmen sind die Werbeeinnahmen aus dem Glücksspiel-Bereich großflächig weggebrochen.
Die Stimmen der Kritiker werden daher nicht nur aus den politischen Reihen immer lauter. Nachdem Franz Beckenbauer – laut zahlreichen Medien-Berichten, dass Sportwetten-Monopol scharf kritisierte, hat sich nun auch DFB-Präsident Theo Zwanziger äußerst kritisch dazu geäußert: „Eine Finanzierungsmöglichkeit von drei Milliarden Euro wird durch Verbote in einer perversen Art und Weise herunter gerechnet auf rund 200.000 Euro. Das kann ich wirklich nicht begreifen. Dabei würde es Sportwetten ohne Fußball überhaupt nicht geben“, so Zwanziger bei der Ligavollversammlung in Berlin. Auch der Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) Reinhard Rauball, forderte nach einem Bericht vom Sport-Magazin „kicker“, die Politik in Bezug auf das Sportwetten-Monopol zu Gesprächen auf, um eine ausgewogene Lösung zu finden.
In Schleswig-Holstein will die FDP und CDU das Monopol aufheben. Wie der Spiegel erst kürzlich berichtete, will die schwarz-gelbe Landesregierung in Schleswig-Holstein aus dem Glücksspielvertrag aussteigen, was den Staatsvertrag zum kippen bringen könnte.
Dem Staat geht es um die Eingrenzung der Spielsuchtgefahr, doch Pferdewetten sind von privaten Anbietern erlaubt, was bezüglich der Vermeidung von Glücksspielsucht, nicht sehr glaubwürdig erscheint. Denn allein die Spielsuchtgefahr als tragendes Argument vorzubringen, ist schon fast lächerlich, da es genügend Spielhallen, Pferderennbahnen und andere Wettmöglichkeiten gibt, die wohl ebenfalls in Bezug auf die Glücksspielsucht überdacht werden müssten. Ebenso besteht beim Alkohol-Konsum eine enorme Suchtgefahr und dennoch steigen die Zahlen wegen Alkoholmissbrauchs weiter an, ganz besonders bei den Jugendlichen unter 18 Jahren.
Die Spieleinsätze für Wetten auf Fußball, Eishockey und viele andere Sportarten werden zu 95 Prozent über das Internet, bei privaten Wettanbietern abgeschlossen. Das bringt dem Staat überhaupt nichts, denn Toto und ODDSET verdient kein Geld mehr, der private Wettanbieter wie zum Beispiel Bwin, zahlt keine Abgaben und so fließen die Einnahmen ins Ausland. Entscheidend ist jedoch, was die Landesregierungen wollen, entweder sie wollen das, die Gelder und Wett-Kunden weiterhin ins Ausland abziehen oder es findet endlich eine Liberalisierung statt.
Right2bet ruft daher alle EU-Bürger dazu auf, sich für die Wahlfreiheit der Kunden und für das freie Recht auf Wetten einzusetzen, um den Landesregierungen mehr Druck bei der Entscheidungsfindung in Bezug auf den Staatsvertrag machen zu können. Im Internet können die Sportwetten-Fans dazu ganz einfach ihre Stimme bei right2bet abgeben und unterstützen damit den Kampf gegen das Wett-Monopol.
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Schlagwörter: Oddset, Recht auf freies Wetten, Right2bet Kampagne, Sportwetten in Deutschland, Wettmonopol Deutschland





