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Spitzenspiel am 9. Spieltag: Borussia Dortmund – TSG 1899 Hoffenheim


22. Oktober 2010 / joe
Bundesliga-Wetten

Am Sonntag, den 24. Oktober 2010, treffen im ehemaligen Westfalenstadio mit Borussia Dortmund und der TSG 1899 Hoffenheim zwei Spitzenteams der 1. Bundesliga aufeinander.
Der Sonntag des 9. Spieltags hat es in sich. Neben Borussia Dortmund und der TSG Hoffenheim, treffen wenig später auch noch Bayer Leverkusen und der FSV Mainz 05 aufeinander. Die ersten vier der Tabelle geben sich somit die Ehre. Außerdem spielt der VfB Stuttart gegen den FC St. Pauli. Die Analyse zum Spiel zwischen Leverkusen und Mainz lesen Sie hier. Das Topspiel des Spieltags steigt schon am Freitag, wenn der Hamburger SV die Bayern aus München empfängt. Eine Analyse zum Topspiel lesen Sie hier.
Die Begegnung zwischen Dortmund und Hoffenheim wird um 15:30 Uhr angepfiffen - ein Termin, der eigentlich für den Amateurfussball reserviert war. Schiedsrichter der Partie ist Wolfgang Stark aus Bayern.

Borussia Dortmund:
Endlich Spitzenreiter! Und als Spitzenreiter bekommt man sofort am nächsten Spieltag auch ein Spitzenspiel serviert. Obwohl ein Besuch der TSG aus Hoffenheim vermutlich – auch wenn diese gerade die Champions League gewonnen hätte – nie zu einem großen Fanandrang führen wird, gilt das Spiel gegen die Hopp-Elf als Topspiel. Denn wenn der Tabellenführer auf den Tabellenvierten trifft, dann hört sich das erstmal nach Spitzenfußball an. Betrachtet man die sieben Punkte Unterschied (!) zwischen beiden Teams, erkennt man schon eher ein leistungsmäßiges Gefälle. Frühstens in drei Spieltagen – einen Sieg gegen den BVB vorausgesetzt – könnte Hoffenheim die Westfalen überholen. Dieser Abstand zeigt, dass Borussia Dortmund bisher eine hervorragende Saison gespielt hat.
Mit sieben Siegen aus acht Spielen steht man vor dem 9. Spieltag an der Tabellenspitze. Trainer Jürgen Klopp ist tunlichst damti beschäftigt auf allen möglichen Arten und Weisen Begründungen dafür zu finden, dass er BVB keine Chance auf den Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat. MIt jedem Spiel fällt ihm das schwerer, denn mehr und mehr verdichten sich die Anzeichen, dass die Dortmund, im Gegensatz zu den Mainzer, sich eben doch länger ganz oben halten können. Eine kluge Balance zwischen Kampf und Spielkunst, zwischen Taktik und Attraktivität, zwischen Erfahrung und jungendlicher Dynamik scheint im Dortmunder Kader vorhanden zu sein.
Sogar die Bayern nehmen die Dortmunder als Konkurrenten ernst. Jeder, der den deutschen Rekordmeister kennt, weiß, dass sich Uli Honeß und Co äußerst gerne den wichtigsten Spieler der Konkurrenz rauspicken und ihn mit dem FC Bayern in Verbindung bringen. Die Ausgeglichenheit in der Mannschaft des Gegners versuchen die Bayern damit aus dem Ruder zu bringen. Meistens klappt das auch und auch dieses Mal hat es zumindest eine Diskussion über eventuelle Wechselabsichten von Nuri Sahin gegeben. Der Rekordmeister wählt diese Strategien mit Bedacht und nur selten. Alleine diese Ankündigungen zeigen, dass Jürgen Klopp mit seiner Truppe Meister werden kann.
Die Formkurve zeigt in der Bundesliga so steil nach oben wie es nur geht. Nachdem die Auftaktniederlage zu Hause gegen Leverkusen (0:2) verdaut war, haben sich die Westfalen fleißig ans Punkte-Sammeln gemacht. Mit Siegen in Stuttgart (3:1) und gegen Wolfsburg (2:0) wurde die Enttäuschung des 1. Spieltags schleunigst beseitigt. Es folgte der Derbysieg auf Schalke (3:1), der Kanterseig gegen Kaiserslautern (5:0) und ein Erfolg bei St. Pauli (3:1). Beim richtungsweisenden Spiel gegen den FC Bayern München entschied man sich für den Aufstieg in der Tabelle (2:0). In Köln (2:1) wurde dann kurz vor Schluß die Tabellenführung erobert.
Personell kann Trainer Jürgen Klopp nahezu aus dem Vollen schöpfen. Außenverteidiger Dede hat seine Verletzung auskuriert und könnte schon gegen Hoffenheim wieder mit von der Partie sein.

TSG 1899 Hoffenheim:
Die Hoffenheimer haben den allgemein eingeläuteten Umbruch in der Bundesliga erfolgreich für sich genutzt. Denn genau in dem Moment, in dem allen Mannschaften versuchen ihren wahren Platz in der Tabelle zu finden und sich teilweise schwer mit der Entscheidung, sind die Hoffenheimer zum Siegen zurückgekehrt.
Nach einem guten Start und der zwischenzeitlichen Tabellenführung baute die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick gegen vermeintlich kleinere Mannschaften stark ab. Vor dem letzten Wochenende hatte man nur zwei Punkte aus den letzten vier Spielen geholt. Wobei die Niederlagen gegen Bayern München (1:2) und in Mainz (2:4) "vertretbar" sind. DIe beiden Unentschieden bei Kaiserslautern und in Köln allerdings, sollten dem Anspruch der Hoffenheimer nicht genügen. In Kaiserslautern (2:2) ging man zunächst in Führung und rettete später noch einen Punkt. Von der Spielstärke her ein äußerst schmeichelhaftes Ergebnis, das beim offenen Schlagabtausch in der Schlußphase noch in beide Richtungen hätte kippen können. In Köln (1:1) ließ man wiederum gegen einen deutlich schwächeren Gegner Punkte liegen. Die aktuelle Tabellensituation der Kölner sollte  für die Hoffenheimer Grund genug sein sich zu hinterfragen.
Nachdem man zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach (3:2) tortz bester Gelegenheiten zur Pause einen Rüückstand hinnehmen musste, rehabilitierte man sich in der zweiten Halbzeit und nahm nicht nur drei Punkte mit, sondern machte gleichzeitig einen großen Satz in der Tabelle. Mit Platz Vier belegt man nun wieder einen akzeptablen Tabellenplatz. Gestützt vom neu generierten Selbstvertrauen sollte es Hoffenheim gelingen in den nächsten Wochen weiterhin im oberen Tabellendrittel mitzumischen – zumal Simunic nach Rotsperre wieder dabei sein darf. Mit Hannover und Freiburg sind die nächsten Gastmannschaften durchaus schlagbar.
Außerdem könnte es im Angriff zu einer Wachablösung kommen, da Ibisevic gegen Gladbach eines seiner schlechteren Spiele machte und mit Obasi eine neue Alternative bereit steht.

Head to Head:
Bei fünf Aufeinandertreffen in der Geschichte der beiden Vereine steht der BVB bisher besser da. Lediglich ein einziges Mal konnte Hoffenheim gegen Dortmund gewinnen bei zwei Siegen der Dortmunder und zwei Punkteteilungen. In der vergangenen Saison gewann Dortmund in der Hinrunde in Hoffenheim (2:1). In der Rückrunde spielte man Unentschieden (1:1).

Fazit:
Obwohl beide Mannschaften in der Tabelle recht nahe aneinander stehen, trennen den Erfolg der Teams bisher Welten. Die Dortmunder Sicherheit nach sieben Siegen dürfte weitaus größer sein vor heimischen Publikum, als der Samen des Hoffenheimer Selbstbewusstseins, der erst sein letzten Wochenende wieder gegoßen wird. Beim Duell des Tabellenführers gegen den Tabellenvierten sind die Vorzeichen klar. Blickt man nur auf das Spielerpotential der beiden Mannschaften, vermutet man weniger als sieben Punkte Differenz nach acht Spielen.

Quoten:
Broussia Dortmund: 1,80 @ unibet
Unentschieden: 3,60 @ bet365
TSG 1899 Hoffenheim: 4,60 @ betsson



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