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Road to Südafrika 2010, Playoffs: Portugal – Bosnien Herzegowina


12. November 2009 / joe

Am Samstag, den 14. November, finden die Hinspiele der Playoffs der europäischen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika statt. Die acht besten Gruppenzweiten (nur Norwegen fiel durchs Sieb) spielen in Hin- und Rückspiel die letzten vier europäischen Startberechtigungen bei den Titelkämpfen im nächsten Jahr aus.
Der gute alte Fangedanke, der selbstverständlich die spannende Konferenz mit vielen verschiedenen Stimmungswandeln vorzieht, hat gegenüber des Kommerzgedanken leider mal wieder den Kürzeren gezogen. Deshalb werden alle vier Spiele nahezu nacheinander angepfiffen. Das verlängert zwar den Fußballabend kann aber auch für enorme Längen im Selbigen sorgen.
Um 17 Uhr nachmittags beginnt alles mit der Begegnung Russland gegen Slowenien. Die Slowenen befinden sich klar in der Außenseiterrolle, können aber mit einem guten Ergebnis im Rückspiel zu Hause für eine faustdicke Überraschung sorgen. Um 19 Uhr geht der Fußballsamstag weiter mit Otto Rehagels Griechen gegen die Ukraine. Von den vier ausgelosten Duellen ist Griechenland gegen die Ukraine sicherlich das Spiel, welches auf dem Papier am Ausgeglichesten erscheint. Um 21 Uhr folgt das Duell zwischen Irland und Frankreich. Die Irren müssen kräftig vorlegen, treffen aber auch auf enttäuschende Franzosen. Die Endscheidung findet allerdings in Paris statt. Am Interessantesten für den neutralen Fußballbegeisterten ist das letzte Match. Um 21:30 Uhr wird auf der iberischen Halbinsel Portugal gegen Bosnien Herzegowina angepfiffen. Die Iberer haben zwar einen deutlich größeren Namen und historisch viel mehr zu bieten, allerdins dürften die Bosnier in der momentanen Besetztung mindestens in der Lage sein Parolie bieten zu können.

Portugal:
Die bittere Pille direkt am Anfang: Cristiano Ronaldo wird nicht spielen. Keine einzige Minute. Zwar reist der Superstar von Real Madrid nach Portugal, um seine Nationalmannschaft zu unterstützen, doch mithelfen kann er nicht. Eine Verletzung am Sprunggelenk verhindert einen Einsatz des teuersten Spielers der Welt. Die Portugiesen haben im Vorfeld alles getan, damit Cristiano Ronaldo doch noch zum Einsatz kommen kann, wurden dafür aber nicht belohnt. Real Madrid hatte dem Ganzen von Beginn an einen Riegel vorgeschoben und als die medizinische Abteilung der Nationalmannschaft dann selbst ein Auge auf die Verletzung des wichtigsten Spielers der Portugiesen werfen durfte, war die Teilnahme am Playoff Spiel endgültig ausgeschlossen. Mehr schlecht als recht sind die Portugiesen ohnehin schon in die Playoff Phase gerutscht. Aufgrund des miserablen Starts, kann beinahe von einem Erfolg gesprochen werden
Mit einem glücklichen Unentschieden in Dänemark (1:1) und Siegen in Ungarn (1:0) und zu Hause gegen Ungarn (3:0) hatten die Portugiesen am letzten Spieltag daheim gegen Malta alles selbst in der Hand. Mit einem Kantersieg und Toren von Nani, Simao, Miguel und Edinho qualifizierten sich die Iberer auf dem letzten Drücker für die Playoffs (4:0). Wochen zuvor hatten mehrere glückliche Ergebnisse der andere Rivalen dafür gesorgt, dass Portugal überhaupt noch eine Chance hatte.
Doch obgleich die Portugiesen in der Medienlandschaft schlecht geschreiben werden und ihnen Abhängigkeit von Cristiano Ronaldo vorgeworfen wird, so sollte nicht vergessen werden, dass mit Pepe (Real Madrid), Bosingwa (Chelsea London), Deco (Chelsea London), Simao (Atletico Madrid), Nani (Manchester United), Liedson (Sporting Lissabon), Joao Mutinho (Sporting Lissabon) und Ricardo Carvalho (Chelsea London) Stammspieler aus Europas Elite-Clubs im weinroten Trikot der Iberer auflaufen.

Bosnien-Herzegowina:
Das Maximalziel in ihrer Gruppe haben die Bosnier schon erreicht. Besser als der zweite Platz konnte man mit den bärenstarken Spaniern in einer Gruppe nicht abschneiden. Die Ansprüche der Bosnier wurden am letzten Spieltag auch noch empfindlich zurechtgestutzt, als die Iberer bis zur 88. Minute bei ihrem Besuch in Bosnien mit 5:0 in Führung gegangen waren. Das Spiel endete 2:5. EIn Debakel aber im Fußballjagon bezeichnet man solche Niederlagen als "Dämpfer zur rechten Zeit" oder auch gerne als "Schuß vor den Bug". Genauso sollten auch die Bosnier ihre Niederlage interpretieren, um gestärkt in das Duell mit den Portugiesen zu gehen. Denn zuvor war es immerhin gelungen den Rivalen um Platz 2, die Türkei, auf Abstand zu halten. Der Halbfinalist der letzten Europameisterschaften (3:2 Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland) hatte sich auch um den Playoff Platz beworben, wurde von Bosnien aber daran gehindert. Obwohl die Türken den direkten Vergleich gewinnen konnten, leisteten sie sich zuviele Punktverluste gegen die "kleineren" Gruppengegner. Letztendlich war Bosnien schon recht früh als Zweiter der Gruppe sicher für Playoffs qualifiziert.
Das Land verfügt nicht über eine besonders große Fußballtradition, auch namentlich können die Spieler der bosnischen Auswahl den Portugiesen nicht das Wasser reichen. Allerdings kommt es darauf nicht an. Tore entscheiden die beiden Duelle und dafür haben die Bosnier eine perfekt funktionierende Maschinerie auf dem Rasen.
In ganz Europa und in der Türkei verdienen die Auswahlkicker ihr Geld. Olympique Lyon, ZSKA Moskau und der VfL Wolfsburg gehören zu den Arbeitgebern. Am bekanntesten sind – insbesondere aus deutschsprchiger Sicht – Dzeko und Misimovic, vom amtierenden deutschen Meister aus Wolfsburg, Salihovic und Ibisevic aus Hoffenheim und Samir Muratovic von Sturm Graz.

Fazit:
Man kann davon ausgehen, dass beide Seiten gegen jeden anderen Gegner lieber gespielt hätten. Denn vom Potential her gehören beide Mannschaften eindeutig zur Weltmeisterschaft nach Südafrika. Erfreulich für alle Qualifizierten, dass einer der beiden ausscheiden muss. Ein Spaziergang wird das für die Portugiesen in keinem Fall. Besonders der Ausfall von Ronaldo wiegt schwer. Auf der anderen Seite laufen mit Dzeko, Misimovic, Salihovic und Ibisevic Namen auf, die zwar in Europa nicht die Größten sind, aber in der Bundesliga mehr als bekannt. Und die bosnische Garde der Bundesliga befindet sich zweifelsohne in Top-Verfassung

Quoten:
Portugal: 1,50 @ bet365
Unentschieden: 4,20 @ expekt
Bosnien-Herzegowina: 7,84 @ betfair

 

Hinweis der Redaktion: das Spiel wird am Samstag 14.11. um 21:30 Uhr angepfiffen und das beste: Sie können es kostenlos live im Internet-TV anschauen und zwar auf bet365. Das einzige, was Sie brauchen ist ein Wettkonto bei bet365 – Sie brauchen nicht mal Geld drauf einzuzahlen – Bet365 Live Streaming ist gratis! 









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