Olympia Wetten: Skispringen
14. Februar 2010 / gabriel
Olympische Winterspiele 2010 in Vancouver (Kanada) von 12.2-1.3.2010
Skispringen:
Daten & Fakten:
In guter Erinnerung wird stets Matti Nykänen bleiben, der sympathische Finne ist bei den Olympischen Winterspielen von 1984-1988 bisher der erfolgreichste Springer. Mit 4 Goldmedaillen und einem zweiten Platz, hat der vor einem Jahrzehnt noch erfolgreichste Springer die meisten Siege bei einer Olympiade eingefahren.
Landsmann Janne Ahnonen, der bis dato zum Nachfolger von Nykänen avancierte, holte bei seinen 5. Olympischen Winterspielen "nur" 2 Medaillen. In Park City und Pragelato stand der Ausnahmekönner mit seinem Team auf dem zweiten Podest Platz. Im Einzel erreichte der ernste Athlet in Nagano sowieso Salt Lake mit Platz 4 seine besten Ergebnisse.
Unter den aktiven Springern sind Thomas Morgenstern und Simon Ammann mit jeweils 2x Gold die erfolgreichsten Springer der "Neuzeit". Vor allem "Simi" konnte mit seinen beiden Siegen auf der Normal & Großschanze 2002 in Salt Lake die ganze Konkurrenz überraschen. Doch nach dem Höhenflug des quirligen Schweizers kam nach nur 4 Jahren sein Tiefpunkt, als dieser 38igster bzw. 15ter wurde.
Lars Bystol der 2006 völlig gegen allen Erwartungen Gold auf der Normalschanze und Bronze auf der Großschanze holte, wird nach privaten Problemen nicht in Vancouver antreten, da dieser bereits nicht mehr für den norwegischen Verein tätig ist.
In die Geschichtsbücher gingen auch, die in Turin 2006 stattfindenden Doppelsieger, die Österreicher Thomas Morgenstern und Andreas Kofler ein. Nur 0,1 Zähler trennten damals Kofler von der Goldmedaille, dieses holte Kofler allerdings später im Team-Bewerb mit seinen Kollegen, Andreas Widhölzl, Thomas Morgenstern und Martin Koch nach.
The New Generation:
Gerade im österreichischen Team unter der Leitung von Alexander Pointer ist der Wechsel bereits 2006 vollzogen worden. Mit Thomas Morgenstern, Gregor Schlierenzauer, Andreas Kofler, Martin Koch, Stefan Thurnbichler und Lukas Müller wurde eine ganze Palette an jungen Springern soweit gefördert und dirigiert, das diese den Weltcup regelrecht dominieren. In Sachen Jugend-Arbeit ist der ÖSV weltweit die Nummer 1, das sieht man auch vor allem an den Erfolgen in den Junioren Bewerben. Die Springer sind zusammen gewachsen und bilden das beste Team aller Zeiten, und gilt bis dato als nur schwer schlagbar in den Teambewerben. Die Qualität der jungen Springer ist sehr hoch und man sieht vor allem an Schlierenzauer und Thomas Morgenstern was noch alles möglich ist. Alle Ziele wurden erreicht, neben WM-Titel, Olympia-Gold, Vierschanzentournee, Gesamtweltcup-Sieg und Nationenwertung sind die gesteckten Ziele für Vancouver sehr hoch. Andere Nationen haben in dieser Hinsicht noch viel auf zu arbeiten, ein Lichtblick ist in ferner Zukunft mit Sicherheit Pascal Bodmer. Der 19 jährige Shootingstar im DSV konnte gleich zu Beginn der Saison in Kuusamo Platz 2 erlangen und wird noch vor Urgestein Michael Uhrmann als 12.ter im Gesamtweltcup geführt.
Die "alten" Hasen:
Die Veteranen im Feld sind Noraki Kasai, Janne Ahonen und Adam Malysz. Während Kasai und Ahonen bereits zum 6ten mal an Olympischen Winterspielen teilnehmen, ist es für den Polem Malysz die dritte Teilnahme. Malysz holte in Salt Lake Silber & Bronze. Der Japaner Kasai der die Blütezeit seiner Karriere längst hinter sich hat und wohl seine letzte Saison springt, konnte 1994 im Team Silber erobern. Ahonen gewann in seiner bisherigen Karriere bereits 36 Weltcupsiege, Malysz 38 und Kasai 15. Beeindruckend ist trotz der verhaltenen Leistungen bei den Spielen die Leistung während des Weltcups. Ahonen konnte bereits 5x die Vierschanzentournee gewinnen und ist derzeit alleiniger Rekordhalter in dieser Statistik. Nach seiner Pause widmet sich Ahonen wieder seiner Lieblingsbeschäftigung um nach seinem Comeback guter Dinge in Vancouver seine Qualitäten aus zu spielen. Im Weltcup läuft es sehr beständig. Nach den verständlichen Anfangsschwierigkeiten erreichte Ahonen von den letzten 9 Bewerben, 8 mal die Top 10 und liegt nach 16 Springen in der Gesamtwertung an sechster Stelle. Bemerkenswert ist wie Ahonen nach längerer Abstinenz sein Gefühl gefunden hat und bei der Vierschanzentournee großartiger Zweiter wurde. Malysz der in dieser Saison zwar nie das Podium erreichte, konnte sich hinsichtlich Vancouver deutlich steigern. In den letzten 4 Bewerben wurde der Pole 7ter, 8ter, 5ter, 4ter und dies bestätigt derzeit den Aufwärtstrend.
Head 2 Head Schlierenzauer vs Ammann:
Die Dominatoren des Vorjahres sind auch in diesem Winter die "Unzähmbaren". Die Weltelite bestimmen die beiden derzeit nach Belieben. Unglaubliche Leistungen beider Springer vor allem die Konstanz ist erschreckend gut. Der Abstand zum Rest der Welt ist bemerkenswert. Ein wahrer Quantensprung liegt zwischen den beiden und den anderen Topleuten (die hauptsächliche aus dem ÖSV-Lager kommen). Simon Ammann profitierte von Schlierenzauers Absage nach Japan zu reisen und der Schweizer holte sich auf der kleinen-Asien Tour insgesamt 180 Punkte und übernahm damit das Gelbe Trikot. Schlierenzauer bewieß seine derzeitige Überform nach seiner Abwesenheit und sicherte sich beide Bewerbe in Zakopane (POL). Überragend waren vor allem die Abstände zu Simon Ammann, der jeweils 2ter wurde.
Olympische Spiele Ammann: 2x Gold in Salt Lake 2002, 1998, 35ter und 39ter bzw. 6ter im Teambewerb. 2006, 38ter und 15ter bzw. 7ter im Teamspringen.
Olympische Spiele Schlierenzauer: Vancouver erstes Antreten.
Weltcupsiege gesamt:
Schlierenzauer: 31
Ammann: 12
Auffallend vor allem auch in dieser Saison, von bisher 16 Bewerben, holten die beiden insgesamt 11 Siege (Schlierenzauer 7, Ammann 4). Die Dominanz der beiden nahm vor allem von Woche zu Woche zu und in Vancouver kommt es daher zum großen Showdown der beiden. Auch während den Vierschanzentourneen in den letzten Jahren avancierte diese Rivalität allerdings zum Nachteil. Beide konnte bisher die begehrte Trophäe noch nie gewinnen. Derzeit springen beide in anderen Dimensionen gegenüber dem Rest der Welt. Schlierenzauer bewies allerdings, wie schon in der vorherigen Saison, die bessere Konstanz und es gilt ihn in Vancouver zu schlagen, sein schärfster Kontrahent ist allerdings Simon Ammann. Die Konkurrenz kommt allerdings auch aus dem eigenen Lager, mit Thomas Morgestern, Andreas Kofler und Wolfgang Loitzl rangieren hinter den beiden gleich drei ÖSV-Adler.
In Lauerposition:
Robert Kranjec der nach der Vierschanzentournee so richtig auf Touren gekommen ist, konnte auf dem Kulm die Vorherrschaft von "Schlieri" unterbrechen und siegte im ersten Skiflugbewerb und wurde am Tag darauf hinter Schlierenzauer Zweiter. Gerade wenn es um fliegen geht ist Kranjec sicherlich auf der Großschanze ein Geheimtipp wert. 2002 erreichte Kranjec auf der Großschanze als 11ter sein bestes Resultat, sicherlich ist der Slowene nur auf der Großschanze gefährlich. Für die Normalschanze dürfte das Potenzial zu diesem Zeitpunkt noch nicht reichen. Der Tscheche Antonin Hajek feierte in dieser Saison sein Comeback und wurde prompt beim Skifliegen auf dem Kulm 4ter, das wohl schönste Comeback-Resultat für jeden Skisprungfan. Hajek musste nach einem Autounfall einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen und kam dabei fast ums Leben, nach der Pause 2009 ist Hajek sicherlich im erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten zu zählen.
Andreas Kofler der vollkommen unerwartet die Vierschanzentournee gewann (trotz nur eines Sieges), strotz nach dem historischen Ereignis vor Selbstvertrauen und er weiß, dass er bei Großereingissen stets für Gefahr sorgen kann, auch für die beiden Dominatoren. Kofler besitzt im Gesamtweltcup die beste Statistik, bei seinen 14 Antreten (Japan ausgelassen) erreichte der Vierschanzentournee-Triumphator von 13 Springen stets die Top 10, Ausnahme war dabei der 13te Platz im ersten Bewerb von Zakopane. Derzeit ist Kofler im Gesamtweltcup 4ter.
Mit Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern dürfte nach seinen jüngsten beiden Siegen in Bischofshofen und Sapporo auch wieder zu rechnen sein. Die Formkurve nach den beiden dritten Plätzen in Zakopane zeigt nach Oben und "Morgi" will seinen Titel in Vancouver verteidigen. Rechnen kann man auch mit dem "Leitwolf" des ÖSV Wolfgang Loitzl. Der Stylist im Weltcup sorgt für beständige Leistungen, alleine von den letzten 8 Weltcupspringen erreichte Loitzl stets die Top 8. Die derzeit einzige norwegische Hoffnung im Einzel ist Björn Einar Romören. Zu Beginn der Saison sicherte sich der ehemalige Flugweltmeister in Kuusamo seinen 8ten Weltcupsieg. Auch in Engelberg mit den Rängen 5ter, 6ter und 2ter konnte Romören das Gelbe Trikot noch überstreifen. Doch danach folgte, wie leider zu erwarten war, ein Einbruch. Insgeheim zählt Romören nicht zu den direkten Medaillenkandidaten, aber mit guten Bedingungen kann es auch bei ihm weit gehen.
Nationen-Kampf:
Alles andere als eine Goldmedaille für Österreich in Team-Bewerb wäre mehr als eine Überraschung und kaum vorstellbar, dass dies ein anderes Team erreichen kann. Warum? Österreich hat insgesamt mehr Punkte einfahren können, als die folgenden drei Nationen zusammen. Erstaunlich ist vor allem das Deutschland und die Schweiz Rang 2-3 einnehmen, noch vor den Norwegern und Finnland (4 und 5ter). Das Team von Finnland ist mit Janne Ahonen, Matti Hautamäki, Harri Olli, Kalle Keituri und Janne Happonen zwar qualitativ stark besetzt, doch die Form stimmt derzeit nur bei Ahonen. Die Norweger reisen mit Björn Einar Romoeren, Anders Jacobsen, Johan Remen Evensen, Tom Hilde und Anders Bardal an. Der vierfache Skiflugweltmeister Roar Ljoekelsoey schaffte in seiner letzten Saison vor Karriereende die Qualifikation für die Spiele nicht. Der noch schärfste Kontrahent dürfte daher Finnland sein. Allerdings kann man sich bei der Entscheidung um Silber und Bronze auf einen spannenden Bewerb freuen.
Austragungsort:
Whistler Olympic Park in Whistler
Programm / Kalender:
13.02 Einzelspringen / Normalschanze : 18:45 > Qualifikation 12.02 19:00 (MEZ)
20.02 Einzelspringen / Großschanze : 20:30 > Qualifiakation 19:02 19:00 (MEZ)
22.02 Teamspringen: 19:00
Olympia Quoten Vancouver – Skispringen Normalschanze (von Sportingbet):
Sieger Quoten
Gregor Schlierenzauer 2.55
Simon Ammann 2.60
Adam Malysz 5.50
Thomas Morgenstern 9.50
Wolfgang Loitzl 13.00
Andreas Kofler 19.00
Janne Ahonen 21.00
Anders Jacobsen 26.00
Harri Olli 26.00
Robert Kranjec 26.00
Bjoern Einar Romoeren 51.00
Dmitri Vassiliev 51.00
Michael Uhrmann 51.00
Andreas Kuettel 67.00
Antonin Hajek 67.00
Daiki Ito 67.00
Johan Remen Evensen 67.00
Martin Koch 67.00
Noriaki Kasai 67.00
Pascal Bodmer 67.00
–
Olympia Quoten Vancouver – Skispringen Großschanze (von Sportingbet):
Sieger Quoten
Gregor Schlierenzauer 2.55
Simon Ammann 2.60
Adam Malysz 5.50
Thomas Morgenstern 11.00
Wolfgang Loitzl 13.00
Andreas Kofler 17.00
Janne Ahonen 21.00
Anders Jacobsen 23.00
Robert Kranjec 23.00
Harri Olli 26.00
Bjoern Einar Romoeren 41.00
Martin Koch 41.00
Michael Uhrmann 41.00
Andreas Kuettel 51.00
Dmitri Vassiliev 51.00
Johan Remen Evensen 51.00
Antonin Hajek 67.00
Daiki Ito 67.00
Noriaki Kasai 67.00
—
Olympia Quoten Vancouver – Skispringen Teamspringen (von Sportingbet):
Sieger Quoten
Österreich 1.10
Norwegen 8.50
Finnland 10.00
Deutschland 34.00
Japan 41.00
Polen 51.00
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Olympia Wetten Vorberichte:
Wetten auf die olympischen Spiele – Skispringen
Wetten auf die Olympischen Spiele – Biathlon
Wetten auf die Olympischen Spiele – Ski Alpin
Wetten auf die Olympischen Spiele – Eishockey
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