NHL Play OFF – 1/2 Conference Finale komplett
29. April 2009 / lukas
Eastern Conference - Eine wahre Aufholjagd lieferten die Washington Capitals ab. Nachdem das Starensemble rund um Ovechkin bereits in der "Best of Seven" Serie mit 1:3 zurücklag, kämpften sich die "Caps" in der Serie mit zwei klaren Siegen im Madison Square Garden zurück. Im entscheidenden Game 7 kam es gestern Nacht zum großen Showdown um den Einzug ins Halbfinale der Eastern Conference. In Washington vor 18.277 Zuschauern war die Anspannung sehr groß und das Spiel über weite Strecken von Taktik geprägt. Antropov (6.) sorgte für die Führung der zu diesem Zeitpunkt aktiveren Rangers. Nach einem Powerplay der Capitals konnte kurz darauf Semin (16.) noch im ersten Drittel den Ausgleich erzielen. In einer wenig attraktiven Partie, dafür aber umso spannender, wurden im Mittelabschnitt keine Tore erzielt. Erst im Schlussabschnitt, 4:59 vor der Schlusssirene, sorgte abermals ein Russe, Federov, für die Entscheidung zugunsten der Capitals. In der NHL-Geschichte ist Washington erst das 21. Team (von 230), das in den Play Offs einen 1:3 Rückstand noch umgedreht hat. Am Samstag warten bereits Sidney Crosby, Malkin & Co im Heimspiel gegen die Pittsburgh Penguins. Für mehr Spannung sorgte das Entscheidungsspiel zwischen den New Jersey Devils und Carolina Hurricans. Im ausverkauften Prudentials Center in New Jersey waren die Hausherren lange Zeit die spielbestimmende Mannschaft vor 17.625 Fans. Nachdem die Devils nach dem Mitteldrittel mit 3:2 in den Schlussabschnitt gestartet sind, glaubte niemand mehr daran, dass das Spiel kippen könnte. Doch gerade in den letzten beiden Minuten stellten Jokinen (59.) und Staal (20.) die Partie völlig auf den Kopf. Carolina schaffte den Einzug in das Ost-Halbfinale durch einen Doppelschlag in letzter Sekunde. New Jersey Coach Brent Sutter war nach der Schlusssirene fassungslos: "Wir haben die Partie über 57 Minuten kontrolliert." Die Carolina Hurricans treffen im Halbfinale auf die in bestechender Form agierenden Boston Bruins.
Western Conference – Nach den klaren und erwarteten Siegen von Detroit und Vancouver gab es im Westen zwei Überraschungen. Im kalifornischen Derby zwischen den Anaheim Ducks und San Jose Sharks setzten sich die Ducks bereits nach dem 6. Game durch. Im Honda Center von Orange County verlief gerade in den Play Offs für die Sharks nichts zusammen, nachdem man in der regulären Season keine Wünsche offen liess. Zwar brachte Kapitän Michalek San Jose (11.) in Führung, doch Anaheim glich nur zwei Minuten später im ersten Abschnitt durch Perry aus. Im Mitteldrittel war Anaheim überlegen. Durch einen Doppelschlag binnen einer Minute stellte man auf 3:1 (Selanne 34., Beauchemin 35.). Im Schlussabschnitt sorgte Getzlaf mit einem Empty Net Goal für die endgültige Entscheidung. Anaheim darf sich nach einer durchwachsenen Saison auf das Halbfinale freuen. Das Halbfinale bietet mit dem Duell Detroit Red Wings vs Anaheim Ducks einen besonderen Leckerbissen. Dabei treffen die letzten beiden Sieger des Stanley Cups aufeinander. Für die andere Überraschung in dieser Nacht sorgten die Chicago Blackhawks. Nach dem die Serie 2:2 tied war, setzten sich die "Baby Gesichter" der NHL in den nächsten beiden Partien klar durch und fixierten nach langer Zeit in den Play Offs wieder einen Achtungserfolg über die Calgary Flames. Gute Chancen sieht man vor allem für das West Finale. Dort trifft Chicago auf die Vancouver Canucks.
Halbfinal Duelle:
Eastern Conference:
Washington Capitals vs Pittsburgh Penguins
Boston Bruins vs Carolina Hurricans
Western Conference:
Detroit Red Wings vs Anaheim Ducks
Chicago Blackhawks vs Vancouver Canucks
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