Fussball WM Teamporträt Portugal – Teil 2
7. Juni 2010 / christoph


Es ist Zeit einen Blick auf die 24 Männer aus Portugal zu werfen, die an die erfolgreiche WM in Deutschland anknüpfen wollen.
Trainer
Carlos Queiroz ist ein noch recht unbeschriebenes Blatt im Trainergeschäft des Weltfussballs. Der größte Erfolg war die Qualifikation mit Südafrika für die WM 2002, die er aber nicht mehr als Trainer antreten konnte. Queiroz ist eher ein verlängerter Arm der Trainer, arbeitete unter anderem bei Real Madrid und Manchester United. Sollte der Erfolg bei der WM ausbleiben ist der Portugiese gewiss kein Trainer der Nationalelf mehr.
Torwart
Die größte Schwäche des Teams steht zwischen den Pfosten. Eduardo hat sich im Kampf mit Beto vom FC Porto und Daniel Fernandes durchgesetzt, ist aber nicht mehr als ein Durchschnittskeeper und somit eigentlich zu wenig, für die gehobenen Ansprüche im Vorstand. Ricardo war jahrelang ein Topmann, der jedoch in der Versenkung verschwunden ist.
Abwehr
Innen "hui", außen "pfui", lautete die kurze aber prägnante Analyse zu den Abwehrreihen der Portugiesen. Die Innenverteidigung zeugt von absolutem Weltklasseformat. Ricardo Carvalho ist in Chelsea gesetzt und hat die Saison mit dem Douple abgeschlossen, Bruno Alves spielte sich mit seinen Treffern in der Qualifikation in die Herzen der Fans. Beider Spieler sind ungemein torgefährlich mit dem Kopf und somit bei Eckbällen eine zusätzliche Waffe. Duda, Paulo Ferreira und Miguel sind auf den Außenpositionen Alternativen.
Mittelfeld
Das Mittelfeld ist sehr stark vertreten. Es gibt mehrere mögliche taktische Ausrichtungen. Für gewöhnlich beginnt die Elf mit einer doppelten defensiven Absicherung. Die Wahrscheinlichkeit darauf ist noch einmal angestiegen, da Pepe nun doch mit zur WM fahren kann. An seiner Seite wird Meireles absichern. Der Mann vom FC Porto strahlt jedoch auch Torgefahr aus, traf gegen Kamerun beim 3:1 Erfolg gleich zweimal ins Netz. Deco ist die Schaltzentrale im offensivem Mittefeld, auf den Außen lauern die technisch beschlagenen und antrittsschnellen Cristiano Ronaldo und Nani.
Angriff
Die Sturmspitze kann sehr variabel vergeben werden. Almeida hat Chancen zu spielen, Simao ist in absoluter Topform und erfolgreicher Europa League Gewinner. Liedson wurde in der Qualifikation Torschützenkönig und Nani und Ronaldo sehen sich sowieso als zweite und dritte Sturmspitze. Im Falle eines Rückstandes kann gar bis auf ein 3-4-3 umgestellt werden.
Taktik
In Portugal spielte man jahrelang den typischen "Werder – Fussball" Die Defensive wurde doch stark vernachlässigt. Unter Queiroz ist die Spielweise verhaltener geworden. Dennoch wird man mit jedem Gegner mitspielen. Auch gegen Brasilien darf sich der Außenseiter nicht hinten reindrücken lassen. Wenn man dem Gegner das Mittelfeld überlässt, sieht es schwarz aus.
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