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French Open Tag 5: Fedex mit Sorgen, Damen mit Glück


28. Mai 2009 / christoph

 

Die French Open wollen einfach nicht die ganz großen Sensationen bringen. Auch am 5.Turniertag hatten einige hoch gesetzte Spieler und Spielerinnen große Probleme,doch noch fällt die Eiche nicht,

Am meisten Sorgen hatte der an Nummer 2 gesetzte ewige Rivale von Rafael Nadal: Roger Federer. Fedex, der bereits in den vergangenen Jahren stets am Dauersieger scheiterte kam nur mit viel Mühe an Acsuso vorbei. Der vor dem Spiel für chancenlos gehaltene Kontrahent spielte wo das Duell seines Lebens. Gaben die Buchmacher vor dem Duell gar eine Quote von 4,50 darauf, dass Acasuso zumindest einen einzigen Satz gewinnt, so sollte kurzfristig eine 1,60 auf den Aufstieg Federers gezahlt werden. Bereits Durchgang 1 wurde erst im Tiebreak entschieden. Der vermeintliche schwächere Spieler des Satz gewann mit 8:6, sodass die Weichen doch für einen klaren Dreisatzsieg gestellt waren. Was aber im zweitem und drittem Satz folgen sollte glaubte kaum einer im Philippe Chatrier. Es schien einem Märchen gleichzukommen, wie Acasuso ein ums andere mal Federer zum Laufen brachte. Das Break, welches noch vor einer Stunde direkt vom Schweizer beantwortet wurde hielt bis zum 7:5 Triumph an. Noch verrückter sollten die kommenden Minuten werden. Federer, völlig von der Rolle, traf die Bälle in regelmäßigen Abständen am Rahmen und lag bereits 0:3, 1:4 und gar 1:5 hinten. Doch Federer kam zurück zu seinem Spiel. Der Aufschlagverlust zum 5:3 Acasusos war ein Zeichen, dass dieses Spiel direkt auf der Kippe war. Wie bereits in der gesamten Turnierwoche haben die klaren Favoriten die besseren Nerven. Federer holte sich ein weiteres Break und gewann den Satz 7:6 im zweitem Tiebreak des Tages klar mit 7:2. Die abschließenden Ballwechsel wurden zur Formsache, der Wiederstand des Argentiniers war endgültig gebrochen. Nach einem 6:2 im viertem Satz ließ sich die Nummer 2 der Welt feiern. Solche Siege erringen nur die großen des Tennissports, zu denen Roger sich zählen darf. Eine weitere Hürde hin zum Finale ist erklommen.

Auch Venus Williams sah lange Zeit nicht wie die Siegerin aus. Bereits gestern hatte die Finalisten von 2002 sich einen 6:7 Rückstand eingefangen. Nachdem der mittlere Satz klar an die Amerikanerin ging, musste Williams kurz vor Ende der Partie mächtig zittern. Beim 5:4 und Vorteil Safarova ergab sich die Chance für die Außenseiterin das Match zu beenden. Der vergebenen Chance wird Safarova noch lange nochtrauern. Venus holte sich das Spiel und kurz darauf auch mit 7:5 Satz 3. Reichlich weniger Probleme hatte Schwester Serena. Ein glatter 6:2, 6:0 Erfolg stand für sie zu Buche. Beide Geschwister stehen auch in der Doppelkonkurrent auf dem Spielplan, doch die Belastung scheint besonders Serena wenig zu stören. Ebenso sicher auch Jelena Jankovic, die zwar kurzfristig mit Break zurücklag, aber dennoch 6:1 und 6:2 gewann.

Für das Spiel des Tages aber waren andere Akteure verantwortlich. Jo Wilfried Tsonga aus dem Land der French Open empfing Monaco. Die meisten Buchmacher sahen Monaco als leichten Favoriten, konnte Tsonga doch zuvor in Paris nicht überzeugen. Doch während der knapp 4 Stunden Spielzeit lieferten sich beide einen weltklasse Kampf. Der Athlet Tsonga streute Stoppbälle ein, die kaum besser spielbar waren. Aufgrund des Regens vom Mittwoch war der Platz noch etwas langsamer, sodass kurze Bälle hinter die Netzkante ein bewährtes Rezept in vielen Spielen darstellte. Tsonga kam im einzigem klarem Satz 3 zur Vorentscheidung. Das frühe Break des Franzosen im Viertem konnte Monaco noch erwiedern, war aber im anschließendem Tiebreak unterlegen.

Grund zum jubeln hatte auch Tommy Haas. Zwar benötigte Deutschlands Hoffnungsträger Nerven wie Drahtseile, doch auch ein Fünfsatzkrimi kann ein positives Ende haben. Haas gewann die ersten zwei Sätze gegen Mayer, kam aber daraufhin von seiner Linie ab und musste in einen Entscheidungssatz. Das Break zum 5:3 konnte Tommy bestätigen und siegte mit 6:3.

Dagegn musste Andreas Beck die Segel streifen. Giquel schlug nach Schüttler den zweiten Deutschen aus dem Turnier, immerhin für einen Satzgewinn reichte es aber in der heutigen zweiten Runde.

Das auch die Männer klare Sieger feiern können bewiesen Monfils und Del Potro. Beide gesetzten Spieler gaben keinen Satz ab und kommen den Viertelfinals immer näher. Besonders Del Potro erlangt immer mehr die Stellung des Geheimfavoriten.

Viel Glück benötigte Dementieva um im Turnier zu bleiben. Sie profitierte bei Satzrückstand von der Aufgabe ihrer Gegnerin und kam kampflos zu einem weiterem Match am Samstag.

Morgen darf Titelverteidiger Nadal wieder mitmischen. Er trifft auf Altmeister Hewitt. Auch Djokovic wird seine Partie noch zuende bringen (2:0 Satzstand). Keine Pause bekommt Venus Williams. Die Amerikanerin bestreitet Spiel 3 auf Suzanne Lenglen. Ebenfalls fortgesetzt wird das March zwischen Kohlschreiber und Ferrero. Kohli muss nach verlorenem Tiebreak in Satz 5 glänzen.

Ein Highlight für alle Heimfans könnte das Spiel zwischen Nationalheld Ouanna und Gonzales werden.









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