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El Clásico: Real Madrid – FC Barcelona


10. April 2010 / joe
Fussball-Wetten

Am Samstag, den 10. April 2010, steigt das eine Spiel, auf das die ganze Fußballwelt rund um den Erdball ein halbes Jahr gewartet hat: El Clásico. "Der Klassiker" zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona ist in diesem Jahr mehr als nur ein Duell zweier Erzrivalen. In diesem Jahr hat diese Spiel mehr Macht als dies normalerweise der Fall ist. In diesem Jahr treffen im Clásico nicht nur Real Madrid und der FC Barcelona aufeinander, sondern die punktgleichen Mannschaften auf Tabellenplatz Eins und Tabellenplatz Zwei.
Das Topspiel in der Primera Division lockt in jedem Jahr Menschenmassen auf dem ganzen Globus vor die Bildschirme. Allein die Vermarktung dieser beiden Teams wird durch das Clásico enrom gepusht. Der kommerzielle Effekt steht beinahe im Vordergrund: So forderte Real-Präsident Florentino in der Hinrunde, dass wichtige Spiele von Real Madrid zu besonderen Zeiten angesetzt werden sollten, damit der asiatische Markt zu angenehmeren Zeiten Fußball gucken könne. Obgleich der Kommerz in diesem Spiel wahrhaftig groß geschrieben wird, geht es in diesem Jahr vor allem sportlich um eine Menge. Mit einem Sieg könnte sich eine der beiden Mannschaften auf drei Punkte von der anderen absetzten und hätte im Fernduell für die letzten sieben Spieltage die Nase vorn. Allein der psychologische Wert des Spiels ist von unglaublicher Bedeutung.
Schiedsrichter des wichtigsten Spiels der Saison in der Primera División ist Mejuto Gonzales. Anpfiff ist am Samstagabend um 22:00 Uhr.

Real Madrid:
Im Grunde genommen muss Real Madrid das Clásico gewinnen. Warum? Die Geschichte beginnt im Sommer 2008. Real Madrid war gerade  (in der Saison 2007/2008) spanischer Meister gewonnen und das ganze Team um Trainer Bernd Schuster schwebte auf Wolke Sieben – auch sein Präsident. Präsident war damals Ramon Calderon. Der später wegen Wahlbetrug angeklagte Präsident reichte in der Euphorie der Unbesiegbarkeit die Bewerbung für das Santiago Bernabeu als Austragungsort für das Finale der UEFA Champions League 2009/2010 ein. Madrid und damit das Santiago Bernabeu wurde schließlich ausgewählt und so kommt es, dass in diesem Jahr das Finale der UEFA Champions League in Madrid stattfindet. Eigentlich hatten die Madrilenen den Gewinn der "Zehnten" (es wäre der zehnte Champions League Triumph für Real) im heimischen Stadion geplant. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne der Wirt gemacht: Real Madrid schied im Achtelfinale der UEFA Champions League diesen Jahres gegen Olympique Lyon aus. Was damals als großer Coup geplant war, ist mittlerweile auf dem besten Weg nach hinten los zu gehen. Denn momentan ist der FC Barcelona der größte Favorit auf den Gewinn der Champions League. Das ganze Unternehmen könnte sich von einem Triumphzug in "Königlich Weiß" zu einem Triumphzug in "Azulgrana" entwickeln. Sollte der FC Barcelona in Madrid die Champions League gewinnen, wird Real Madrid mindestens die Primera Division gewonnen haben müssen, um das Unheil so klein wie möglich zu halten: Ein Sieg im Clásico ist also Pflicht!
Sportlich läuft es für Real Madrid aktuell prächtig. Zwar sind die andauernden Siege und Erfolge des Erzrivalen in der Champions League Salz in der Suppe der Madrilenen, doch Real selbst spielt in den letzten Wochen – nur noch auf nationaler Ebene – sehr erfolgreich. Die letzten zwölf Spiele in der Primera División hat Real Madrid allesamt gewonnen. Die Formtabelle, welche den Tabellenstand mit ausschließlich den letzten zehn Spieltage wiedergibt, führt Real mit fünf Punkten vor Barcelona. In den letzten zehn Spielen  schoß man 36 Tore und kassierte lediglich elf. In den letzten Wochen gewann man in Valladolid (4:1), gegen Gijon (3:1), in Getafe (4:2), gegen Atletico (3:2) und in Santander (2:0).
Real Madrid ist die einzige Mannschaft der Primera División, die alle ihre Heimspiele gewonnen hat. Bei den 15 Siegen sahen die Zuschauer im Stantiago Bernabeu bei lediglich 13 Gegentreffern 50 Tore der eigenen Mannschaft.
Personell ist der namhafteste Ausfall auf Seiten Real Madrids – neben dem langzeitverletzten Pepe – der Brasilianer Kaka. Der offensive Mittelfeldspieler ist im Dress von Real Madrid noch nicht derart in Form gekommen wie beispielsweise Cristiano Ronaldo. Der Ausfall im Clásico wiegt sicherlich auf dem ersten Blick schwer, sollte aber vom starken Madrilenischen Mittelfeld, insbesondere durch die Rückkehr von Xabi Alonso, kompensiert werden können.

FC Barcelona:
Eine Woche vor dem Clásico verpasste Pep Guardiola seinem gesamten Kader bezüglich des Spiels gegen Real Madrid einen Maulkorb. Der einzige, der etwas zum Spiel gegen den Erzrivalen in der Öffentlichkeit sagt, ist der Trainer selbst. Zweifelsohne ein cleverer Schachzug von Pep Guaridola, da er genau wissen wird, dass in seiner Mannschaft der ein oder andere, wenn er ein wenig durch die Presse provoziert würde, die bescheidenen Spur des Trainers verlassen würde und prepotente Vorhersagen machen würde. Besonders Dani Alves fiel es sichtlich schwer, im Interview nach dem Sieg gegen Arsenal London nicht anzukündigen, dass man Real Madrid weghauen würde. Doch er behielt seine Gedanken für sich.
Unter der Woche war es Barcelona gelungen gegen den FC Arsenal London im Viertelfinalrückspiel der UEFA Champions League das Halbfinalticket zu lösen (4:1). Nachdem man eigentlich schon im Hinspiel alles hätte klar machen müssen, einen zwei Tore Vorsprung aber noch verschenkte, geriet man zunächst durch einen Konter der Engländer in Rückstand. In der zweiten Halbzeit drehte Barcelona dann in Form des Argentiniers Lionel Messi auf. Mit vier Toren schoß er die Katalenen im Alleingang ins Halbfinale. Dort wartet nun die derzeit beste Mannschaft Italiens: Inter Mailand. Auf das Auftreten Jose Murinhos im Camp Nou darf man gespannt sein.
Vor all diesen europäischen Großereignissen steht allerdings noch ein nationales Spektakel mit mehr als internationaler Medienpräsenz: El Clásico.
Der FC Barcelona reist als beste Auswärtsmannschaft der Primera Divison zum Topspiel des 30. Spieltags nach Madrid. In 15 Auswärtsspielen verlor Barca nur ein einziges Mal, holte vier Unentschieden und gewann die restlichen elf Spiele. In diesen 15 Spielen erzielte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola 32 Tore und kassierte lediglich zehn Treffer.
Doch überragend läuft es für Barcelona in den letzten Wochen nur international. Denn in der Liga musste man zeitweise stark ergebnisorientierten Fußball begutachten. Sicher, Barcelona hat die letzten fünf Spiele in der Primera División mit 14:3 Toren gewonnen, doch die Überlegenheit, die man von den Stars aus Katalunien gewohnt ist, hat gefehlt. Dementsprechend unsicher verliefen unter anderem die Spiele gegen Osasuna (2:0) und in Mallorca (1:0), wo man 60 beziehungsweise 70 Minuten auf einen Treffer der Katalanen warten musste.
Der größte Ausfall für das Clásico auf Seiten Barcelonas heißt Zlatan Ibrahimovic. Mit dem Ausfall des Schweden, der sich beim Aufwärmen gegen Arsenal London verletzte, verliert Barca im Sturm Kopfballstärke und körperliche Präsenz. Insbesondere um Innenverteidiger zu binden, wäre ein Einsatz des Mittelstürmers wertvoll gewesen. Außerdem fällt Außenverteidiger Eric Abidal – wie erwartet – aus.

Head to Head:
Was soll man sagen? In diesem Duell steckt immer Spannung bis in die Haarspitzen. Es ist bereits 15 Spiele her, dass es ein torloses Unentschieden zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona gegeben hat. Die letzten drei Duelle – so auch das Hinspiel (1:0) – entschied Barcelona für sich. Obwohl in den letzten zehn Begegnungen durchschnittlich 3.6 Tore gefallen sind, halten sich Over (2,5 Tore) und Under (2,5 Tore) die Waage. Jeweils fünf Mal ging die Partie mit zwei oder weniger Toren zu Ende.

Fazit:
Der ganze Erdball sitzt vor den Fernsehern und keiner weiß, was passieren wird. Es ist schwierig in dieser Saison einen Favoriten im Duell zwischen den beiden Erzrivalen zu bestimmen, denn beiden Mannschaften haben herrausragende Stärken in ihren Reihen. Auf der einen Seite steht eine mächtige Heimbilanz mit zwei Topstürmern in unfassbarer Verfassung. Auf der anderen Seite steht eine Mannschaft die nicht nur Linoel Messi ist, aber durch seine Präsenz enorme Angriffslust versprüht. Torgefahr ist auf beiden Seiten bis zum Tellerrand vorhanden. Nach dem Champions League Sieg gegen Arsenal London wird sie die Favoritenrollte etwas in Richtung der Katalenen verschoben haben. Außerdem hat der FC Barcelona in 30 Spieltagen der Primera Divison erst ein einziges Mal verloren!
Übrigens in Madrid.

Quoten:
Real Madrid: 2,60 @ betsafe
Unentschieden: 3,60 @ bwin
FC Barcelona: 2,70 @ bet365

 

Man kann das Spiel Real Madrid gegen Barcelona mit Messi, Cristiano Ronaldo & Co. übrigens kostenlos im Live Stream sehen – unter anderem bei Bwin, Interwetten und Expekt!



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