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DFB: Deutschland macht Hoffnung auf die WM

4. März 2010 / christoph

 

Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Genauso wenig habe ich mich in der Überschrift verschrieben. Viel mehr ist es ein wenig Ironie, welche aus mir spricht. Wie ich darauf komme? Blicken wir doch einmal 4 Jahre zurück. Deutschland bestritt sein erstes Länderspiel im WM Jahr 2006. Der Gegner damals hieß Italien. Nach 90 Minuten Scherbenschießen stand es 1:4 und die ganze deutsche Fussballseele zitterte mit Grauen auf dem heiß erwartete Fussball – WM im eigenen Lande hin. Was darauf geschah wissen die meisten.

Fussballmärchen, Grillpartys und Siege über Argentinien oder Portugal brachten am Ende einen 3.Rang. Dabei war das Halbfinalaus gegen den späteren Weltmeister in Minute 117. durch Grosso gar reichlich unglücklich.

Um wieder Bezug zum aktuellen Spielgeschehen herzustellen, bleibt mir zu sagen, dass wir nun wirklich nicht den Kopf in den Sand stecken müssen. Auch 2006 gab es den beschriebenen Fehlstart, der den deutschen Hoffnungen keinen Abbruch tat.

Doch ganz so positiv darf man dieses Spiel gegen Argentinien (0:1) vielleicht doch nicht reden. Unsere Nationalmannschaft schaffte noch nie so wenige Torschüsse im ersten Spielabschnitt. (seit Erstellung der Datenbank im Jahre 1992). Dies ist gewiss keine rühmliche Statistik und auch nicht zu 100% mit der starken Defensive der Südamerikaner zu erklären. Auch in der 2.Spielhälfte blieb das Niveau des Spieles auf Seiten der Heimmannschaft arm. Einzig Cacau setzte eingewechselt einige Hoffnungsschimmer.

Ich möchte Ihnen nicht verheimlichen, dass ich kein Fan von Bundestrainer Jogi Löw bin. Bei allem Respekt vor dessen Leistung muss man sich doch Fragen, warum Klose und Podolski gestern auf dem Platz stehen durften. Ich habe bereits im Vorbericht auf die Begegnung erwähnt, dass die 5 – Ersatzstürmer allesamt mehr Treffer als die beiden Stammspieler zusammen haben!

Auch Adler bereitet uns weiter Sorgen. Ernannt zur Nummer 1, muss sich der Leverkusener doch das erste Tor zu großer Prozentzahl auf seine Kappe schreiben lassen. Damit patzte der vermeintliche WM – Torwart binnen weniger Tage gleich zweimal. Bereits in Bremen war Adler ein fast schon peinlicher Fehler zum Gegentreffer unterlaufen.

Fakt ist, wir wissen nach diesem Spiel nahezu weniger als zuvor. Es dürfte im Kader noch viel Rotation geben, aber die Hoffnung bleibt, auch nach dieser Niederlage.

 




DFB: Streit im DFB Lager ausgeräumt?

3. März 2010 / christoph

 

Keine Sorgen liebe Leser, der vielleicht am meisten überteuerte Spieler der Bundesliga Albert Streit war nicht im Team der deutschen Fussball Nationalmannschaft. Doch sowohl zum Ex – Schalker, als auch zum DFB passt die Bezeichnung "Streit" in den letzten Wochen und Monaten sehr gut.

Was haben wir alle für Sorgen gehabt. Löw bekam seine Denkpause, Bierhoff machte Probleme. Noch viel länger zurück liegt der Krach mit Frings, der 2010 erstmals nach  langer Zeit nicht zu einem großen Turnier eingeladen wird. Doch ob überhaupt in diesem Thema das letzte Wort gesprochen ist? Dies galt schließlich auch schon für Kevin Kuranyi. Dieser aber ist momentan der konstanteste deutsche Stürmer und hätte eine Nominierung für Südafrika wohl verdient. Dies hätte 2006 auch kaum einer für möglich gehalten.

Doch allmählich kehrt Ruhe ein. Letzte Woche beschäftigte die Torwartfrage die Gemühter. Entgegen vieler Vermutungen kam es zur einheitlichen Meinung aller Führungskräfte, dass Rene Adler den ersten Machtkampf gewonnen hat und nun beste Chancen besitzt, auch im Juni im Kasten zu stehen.

Natürlich darf der Bayer Schlussmann damit auch heute Abend gegen Argentinien den Platz zwischen den Pfosten hüten. In der Münchner Allianzarena empfängt der Weltmeister von 54, 74 und 1990 das Team der vielleicht besten Fussballers aller Zeiten: Diego Maradona. Löw offerierte in einem Interview, dass er seinem Kontrahenten in keinster Weise nachsteht, selbst das Zigarre – Rauchen klappte schon ganz gut.

Doch welche Erkenntnisse wird uns dieses Spiel heute bringen? Klar ist, Wetten kann man hier eigentlich nur live drauf. Von einem erquältem 1:0 bis zum 3:3 scheint alles möglich, auch die 3 – Weg Quoten sind ohne jeden Value gestaltet. Ich kann Ihnen nur davon raten, nicht verfrüht große Wetten einzugehen.

Am spannesten wird die Sturmfrage werden. Laut aktuellen Informationen sind es doch wieder Podolski und Klose, welche die Startformation bilden werden. Dabei ist es schon fraglich, ob Löw nicht ein wenig zu lange am Altbewehrten fest hält. Fakt ist, dass beide heute wohl eine letzte Chance bekommen. Dahinter lauern mit Kuranyi, Cacau, Kießling, Hunt und Gomez gleich 5 Spieler, die allesamt mehr Treffer als die beiden Gesetzten zusammen geschossen haben, was die Bundesligasaison 2009/2010 anbetrifft.

Anstoß heute Abend ist 20:45 Uhr. Selbstverständlich wird das Spiel live im Free – TV übertragen.

 




Der Weg nach Südafrika: Deutschland – Argentinien

2. März 2010 / joe

Am Mittwoch, den 3. März 2010, findet das erste Länderspiel der Fußball Nationalmannschaft im neuen Jahr statt. In München trifft die DFB-Auswahl auf Argentinien. Das Spiel eröffnet die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Südafrika. Die meisten Vorbereitungsspiele werden gegen Mannschaften, die nicht qualifiziert sind ausgetragen. Normalerweise testen die Nationen gerne gegen Länder, die ähnlich wie ihre Gruppengegner spielen. Ein Test gegen Argentinien kann allerdings nur unter positiven Gesichtspunkten bewertet werden, da die starken Südamerikaner die Deutsche Nationalmannschaft ordentlich auf den Prüfstand stellen werden.
Das Spiel steigt in München. Anpfiff ist um 20:45 Uhr.

Deutschland:
Die Auswahl von Joachim Löw trifft sich bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr. Vor einigen Woche hatte der Bundestrainer bereits zu einem Leistungstest eingeladen. Dort wurden vor allem physische Werte genommen und analysiert, denn in den letzten Jahren ist der Fußball zunehmend analytischer geworden. Es wird wissenschaftlicher mit den Spielern umgegangen und nicht mehr nur nach Augenmaß und subjektivem Eindruck ausgewählt. Fakten spielen immer mehr eine Rolle.
Ungeachtet dessen hat Andreas Köpke, Torwarttrainer der Nationalmannschaft, am Montag – es war der 1. März – bekannt gemacht, dass René Adler die Nummer 1 im deutschen Tor ist. Er habe "momentan die Nase vorn". Zwar hatte Joachim Löw im Vorhinein betont, dass der Torwart, der gegen Argentinien beginnen würde, auch seine Nummer 1 für die Weltmeisterschaft sei, doch bleibt ein Hintertürchen offen. "Momentan die Nase vorn", lässt ohne Frage eine Option offen. Es lässt die Möglichkeit offen doch noch zu wechseln. Objktiv muss man sagen, dass sich mindestens Manuel Neuer und René Adler nichts nehmen. Es ist absolut tagesformabhängig wer von den beiden, der bessere ist. Es gibt keine falsche Entscheindung in diesem Punkt.
Anders ist das bei den Feldspielern. Dort gibt es noch unzählige Möglichkeiten, sowohl taktischer als auch personeller Natur. Das Spiel gegen Argentinien ist das letzte Länderspiel vor dem Termin, an dem die Nominierungen für die Weltmeisterschaft bekannt gegeben werden müssen.
Es ist also gar nicht so abwägig zu vermuten, dass Löw in diesem Spiel personell einiges probieren wird und eventuell sogar von den Etablierten auf einigen Positionen absehen wird. Im Sturm stellt sich die Frage, wer neben Klose, Podolski und Gomez mitreisen wird. Cacau, Kießling und auch noch Helmes sind die Kandidaten. Letzterer kann verletztungsbedingt noch nicht mitwirken und eine Teilnahme an der WM ist vor allem aufgrund des Kreuzbandrisses zu Saisonbeginn äußerst fraglich und risikoreich.
In der Abwehr wird Löw mit Mertesacker und Tasci in der Innenverteidigung spielen lassen. Alternativ stehen Friedrich und Westermann bereit. Der Schalker ist verletztungsbedingt nicht im Aufgebot gegen Argentinien.
Boateng, Lahm, Friedrich und auch der junge Träsch sind die Kandidaten für die Außenverteidigung. Selbst Schäfer hat diese Rolle – mit begrenztem Erfolg -  schon gespielt. Lahm ist gesetzt. Boateng häufig zu jugendlich naiv und Friedrich in Topform – hätte er nicht gegen Hoffenheim diesen kleinen Aussetzer gehabt. Auf der Außenverteidigerposition könnte gegen Argentinien expirimentiert werden.
Zwei der vier Spieler im Mittelfeld sind gesetzt. Sowohl Kapitän Michael Ballack als auch der formstarke Bastian Schweinsteiger werden im Hinblick auf die WM in der Startelf stehen. Gerade weil Schweinsteiger durch seine Umschullung auf die Sechs noch flexibler geworden ist. So ist es möglich ohne Spielerwechsel von einer Raute mit Özil vorne, Trochowski und Schweinsteiger auf den Außenbahnen und Ballack auf der Sechs, in eine Doppelsechs mit Schweinsteiger und Ballack zu wechseln. Defensiver kann auch Özil als hängender Stürmer agieren. Dann könnte man mit Hitzelsberger oder Khedira zusätzlich das MIttelfeld stärken. Podolski ist auf allen offensiven Positionen eine Alternative. Auch Kroos und Müller dürfen Chancen eingeräumt werden. Kroos wird wahrscheinlich getestet, da er vermutlich aber Özil sehr ähnlich ist, sind seine Chancen gering.

Argentinien:
Mehr schlecht als recht haben sich die Argentinier beinahe auf dem letzten Drücker für die Weltmeisterschaft in Südafrika qualifiziert. Besonders überzeugen konnten sie dabei nicht. Angst machen sie auch niemandem mehr. Allerdings sind und bleiben es Argentinier. Eine Mannschaft mit überragenden Einzelspielern, meist unfairen Verteidigern, vielen Emoitionen und wenig mannschaftlicher Geschlossenheit. Wenns läuft, dann läufts, wenn nicht, dann nicht.
Veron, di Maria, Aguero und Higuain und allen voran Lionel Messi sind die Namen, die gemeint sind, wenn es um Argentiniens grandiose Einzelspieler geht. Mit Lionel Messi haben die Südamerikaner wahrscheinlich den besten Fußballspieler der Welt in ihren Reihen. Pervers daran ist, dass sie es scheinbar nicht zu schätzen wissen. Im Volk sammelte sich während der schlecht laufenden Qualifikationsrunde der Zorn gegen den Superstar vom FC Barcelona. Genau das störrte die Leute: "vom FC Barcelona". Nachdem Messi bei der Nationalmannschaft einige Male durschnittlich agierte und kurz darauf mit Barcelona weltklasse aufspielte, vermuteten die Menschen in Argentinien einen Boykott. Sogar die Meinung, Messi sei kein richtiger Argentinier, da er nur gut spielen würde, wenn es genug Geld dafür gäbe, machte die Runde. Lionel Messi probierte alles, doch scheinbar ist Fußball ein Mannschaftssport und scheinbar kommt es demnach auch auf die Mannschaftskameraden an. Auf die Spieler, die im Mittelfeld die Pässe spielen, die Messi in Position bringen.
In hervorragender Verfassung befindet sich hingegen Gonzalo Higuain. In alles andere als konkurrenzlosen Sturmspitze von Real Madrid hat sich der Argentinier festgespielt. Am Wochenende schnürte er bereits sein fünftes Doppelpack in dieser Saison. Vor allem durch Effektivität glänzt der Stürmer von Real Madrid.
Außerdem in bestechnder Form ist Angel di Maria von Benfica Lissabon. Der 22-Jährige führte seine Mannschaft am Wochenende beim 4:0 Auswärtssieg in der Portugisischen Liga mit drei Toren im Alleingang zum Dreier. Di Maria spielt im offensiven Mittelfeld – meist etwas linkslastig.
Diego Milito (Inter Mailand) und Carlos Tevez (Manchester City) sind weitere Offensiv-Optionen von Diego Maradonna. An Qualität fehlt es seiner Mannschaft. Und in Form befinden diese sich auch. Aguero (Tor gegen Valencia), Milito (Tor gegen Udinese), Tevez (zwei Tore gegen Chelsea London), Messi (Tor für Barcelona) und Di Maria (3 Tore für Benfica) trafen am Wochenende.
Inwiefern Maradona viel testen und probieren wird, bleibt abzuwarten. Die Nationalmannschaft Argentiniens erweckte in der Qualifikation nicht den Eindruck von einem Denker gelenkt zu werden und noch weniger von einem Denker mit Plan. Maradonna testete bereits während der Qualifikation so viel, wie kaum ein anderes Land. Ein Sieg gegen Deutschland wird ihm wichtiger sein als Erkenntnisse.

Head to Head:
Das letzte Spiel wird allen Deutschen gut in Erinnerung sein: Der Viertelfinalsieg im Elfmeterschießen gegen Argentinien bedeutete bei der WM 2006 den schönsten Moment der Nationalmannschaft im eigenen Land. Nach dem Spiel kam es allerdings zu Provokationen und Handgreiflichkeiten seitens der Argentinier, die zur Folge hatten, dass die Italiener dafür sorgten, Mittelfeldstabilisator Thorsten Frings für das Halbfinale zu sperren.
Nach regulärer Spielzeit endeten die letzten drei Begegungen Remis (1:1, 2:2, 2:2).

Fazit:
Ein Freundschaftsspiel. Der letzte Test vor der Bekanntgabe des Aufgebots. Sicherlich ein Grund zu expirimentieren. Die Führung Maradonas darf als einzige Expiriment bezeichnet werden. Nur sehr schwierig ist zu beutreilen, wie sich das Spiel über 90 Minuten entwickeln wird. Es ist damit zu rechnen, dass gerade in der zweiten Halbzeit häufig gewechselt wird und der Spielfluss daher gestört wird. Ernst zu nehmen ist es allerdings. Das hat Florenz gezeigt.

Quoten:
Deutschland:
2,30 @ unibet
Unentschieden: 3,25 @ bet365
Argentinien: 3,25 @ betsson




(24) Bulissimo! Sicherheitsbedenken in Südafrika

12. Januar 2010 / joe

Die Fußballnationalmannschaft von Togo ist auf dem Weg nach Angola Ziel eines terroristischen Überfalls geworden. Wie verschiedene Pressequellen berichten wurde auf die togolesische Mannschaft, die im Bus auf dem Weg zum Africa-Cup nach Angola war, das Feuer eröffnet. Medienberichten zufolge wurde der Bus von togolesischen Sicherheitskräften begleitet, diese konnten den Schußwechsel allerdings nicht verhindern. Bei dem Anschlag kam der Busfahrer ums Leben. Außerdem starben der Co-Trainer und der Pressesprecher der togoleischen Naionalmannschaft. Der Torhüter wurde schwer verletzt und befand sich in Lebensgefahr. Mittlerweile geht es im in einem südafrikanischen Krankenhaus wohl besser. Des Weiteren gab es viele Verletzte, aufgrund der Auseinandersetzungen.
Die Frage ist nun, wie man das Ganze aufarbeitet. So makaber es auch klingen mag, müssen sich die togolesischen Verantwortlichen den Vorwurf gefallen lassen, warum sie mit dem Bus angereist sind. Hatte der Veranstalter doch im Vorhinein ausdrücklich verboten dies zu tun. Alle anderen Nationalteams reisten mit dem Flugzeug an. Doch im Nachhinein die Schuld hin und her zu schieben ist wenig zielführend. Es muss sich damit auseinander gesetzt werden, ob es aus sicherheitstechnischen Gründen vertretbar ist ein großes Turnier auf diesem Kontinent zu veranstalten. Der afrikanische Fußballverband bekannte sich umgehend zu Angola und der Austragung des Turniers, trotz des Anschlages. Wohl ein wenig nach dem Motto "uns schubst niemand so schnell um". Unmenschlich ist es, Togo für das "Nicht-Antreten" zu disqualifizieren und wahrscheinlich auch noch zu bestrafen. Gestraft ist diese Mannschaft, dieser Verband, dieses Land schon genug.
Die gleiche Problemstellung sollte man allerdings noch etwas weiter denken. Im Hinblick auf die WM im Sommer in Südafrika gilt es die Sicherheitslücken zu stopfen. Ist es überhaupt zu verantworten eine WM auf diesem Kontinent auszurichten? War es nicht vielmehr der Drang etwas Neues zu tun und die WM zum ersten Mal nach Afrika zu schicken? Zurückgerudert wird jetzt nicht mehr, jedoch ist es wohlmöglich schon zu spät, denn, wenn jemand einen terroristischen Akt inirgendeiner Form auf eine große Veranstaltung geplant hat, dann ist jetzt der Moment. Es wird niemals wieder so einfach werden, wie in Südafrika.

Die FIFA bietet mit der WM 2010 eine Plattform, allerdings nicht nur für Südafrika.

Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.




(19) Bulissimo! Der Weg zum Titel

8. Dezember 2009 / joe

Losglück ist sicherlich etwas anderes. Losglück nennt man die Gruppen von Italien (Slowakei, Neuseeland, Paraguay), Holland (Dänemark, Japan, Kamerun), England (Algerien, USA, Slowenien) und eventuell noch Argentinien (Nigeria, Griechenland, Südkorea). Europameister Spanien erwischte mit Honduras, der Schweiz und Chile sicherlich eine der einfachsten Gruppen, muss sich im Achtelfinale aber mit dem Zweiten aus der "Todesgruppe G" messen. Auch Frankreich kann mit einem Glücksgefühl aus der Auslosung gehen, da zwar keine einfache Gruppe für die Franzosen gezogen wurde, jedoch ist Frankreich (Südarfika, Uruguay, Mexico), dadurch, dass sie nicht gesetzt waren, weitaus schlimmerem Übel aus dem Weg gegangen. Die Portugiesen (Gruppe G) wissen davon zu berichten (Brasilien, Elfenbeinküste, Nordkorea).
Die deutsche Nationalmannschaft hingegen hat mit Serbien, Australien und Ghana jeweils eines der drei schwierigsten Lose jedes Topfes getroffen. Serbien beendete die Qualifikationsgruppe vor Frankreich und besticht vor allem durch kompakte Defensive. Ghana baut sein Spiel um Michael Essien von Chelsea London auf und Australien spielte erstmals – und auf eigenen Wunsch – die Asien-Qualifikation und schaffte auf Anhieb die direkte Qualifikation für Südafrika. Doch im Grunde genommen ist das kein Grund zum Meckern, denn die Gruppe ist machbar. Will man wirklich weit kommen in Südafrika 2010, dann muss man in der Lage sein, diese Gruppe als Tabellenerster abzuschließen. Im Achtelfinale würde man dann auf den Sieger aus USA gegen Slowenien treffen. Sollten die Engländer ihre Gruppe nicht durchbringen, kann man sowieso nichts daran machen. Bei einem gewonnenen Achtelfinale würde im Viertelfinale dann Argentinien warten, das zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich verlorenes Selbstbewusstsein wieder aufgetankt hat und mit Revanchegedanken in das Spiel hineingehen wird. Bei einem erneuten Viertelfinalsieg über Argentinien – wie bei der WM 2006 in Deutschland – könnte man das Turnier bereits als vollen Erfolg einstufen, denn im Halbfinale träffen wir auf eine der drei Mannschaften gegen die wir Glück brauchen um zu gewinnen. Glück, weil wir im Durchschnitt gegen alle Mannschaften – außer diese Drei – in mehr als 50% der Fälle gewinnen würden. Nur gegen Holland, Spanien und Brasilien liegt unsere Gewinnwahrscheinlichkeit unter 50%. Dementsprechend ist ein Aufeinandertreffen im Halbfinale vom Zeitpunkt her schon in Ordnung. Spanien hieße der Halbfinalgegner bei einem simulierten Turnierverlauf. Ein großer Brocken. Im Finale wartet dann Holland oder Brasilien.
Also ist das wichtigste Spiel ohne deutsche Beteiligung bei dieser WM 2010 in Südafrika auf jeden Fall das letzte Achtelfinale. Der Sieger Gruppe H (Spanien) gegen den Zweiten aus der Gruppe G (Elfenbeinküste, Portugal). Denn sollte es dem Zweiten der Gruppe G mit Cristiano Ronaldo oder Didier Drogba wirklich gelingen die Spanier auszuschalten, hätte Deutschland realistische Chancen auf das Finale. Italien würde dann wahrscheinlich im Halbfinale warten, und mit den Italienern haben wir ja bekanntlich noch eine Rechnung offen.

Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.




WM 2010: Die letzten europäischen Tickets nach Südafrika

17. November 2009 / joe

Wenige Tore, viel Taktik, kaum Leidenschaft: Die Hinspiele der europäischen Weltmeisterschafts-Qualifikation haben wie zu erwarten die komplette Entscheidungsgewalt an die Rückspiele abgegeben. Ausschließlich Favoritensiege vermieden jeglichen Überrschungsmoment. Spannend ist es allemal, denn immerhin kann jedes Nationalteam noch weiterkommen und das Ticket nach Südafrika lösen ohne dafür ein großes Wunder vollbringen zu müssen. Alle vier Begegnungen können durch das Erzielen eines einzigen Tores vollkommen auf den Kopf gestellt werden. Am Mittwoch, den 18. November, entscheidet sich alles. Es gibt keine zweite Chance oder ein weiteres Rettungssystem.

19:00 Uhr, Ukraine – Griechenland
Zu Beginn des Entscheidungstages kommt es zum bisher ausgeglichensten aller Duelle. Vor dem Hinspiel wurde diese Begegnung in der Medienlandschaft und auch bei der Wettbasis als ein Duell der Chancengleichheit deklariert. Folgerichtig ist das Hinspiel torlos geendet. Obgleich im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass die Chancen der Ukraine dabei um ein Vielfaches gestiegen seien, muss darauf Acht gegeben werden, dass die Griechen eines erreicht haben: Sie haben kein Gegentor im eigenen Stadion bekommen. Das kann bei einem Hin- und Rückspiel System dank der Auswärtstorregel Gold wert sein. Natürlich ist es richtig, dass das Unentschieden in Athen in erster Linie ein Erfolg der Ukrainer ist, dennoch ist es eine prikäre Situation. Nur zu schnell ist ein griechisches Tor gefallen und der Spieß ist gedreht. Für das Rückspiel gilt also Obacht. Die Griechen werden unter Otto Rehagel wieder ultrakonservativ spielen und auf den einen Konter setzen. Das ist gegen die Ukraine nicht unbedingt ein schlechtes Mittel, wenngleich die Ukrainer in dieser Qualifikationsrunde als heimstark bezeichnet werden müssen. Richtig ist, dass der entscheidene Sieg gegen England unter gütiger englischer Mithilfe entstand, da diese kein Intresse an einem Weiterkommen der Kroaten hatten. Aber richtig ist auch, dass die Ukraine in der Vergangenheit in den fünf Heimspielen lediglich ein Tor kassiert hat. König Otto ist gewarnt. Es ist damit zu rechnen, dass das Rückspiel genauso konservativ gestaltet wird, wie dies schon im Hinspiel geschehen ist.

Quoten:
Ukraine: 1,85 @ expekt
Unentschieden: 3,40 @ bet365
Griechenland: 5,46 @ betfair

20:45 Uhr, Bosnien Herzegowina – Portugal
Qualitativ als das hochwertigste aller Duelle gehandelt, ist Portugal gegen Bosnien Herzegowina im Hinspiel nichts schuldig geblieben. Starke Szenen und fußballerisches Niveau ließen das Spiel durchaus kurzweilig werden, obwohl es bisher lediglich den aus dem Volksmund bekannten "Einäugigen unter den Blinden" darstellt. Bosnien stand sich zumeist selbst im Weg, so hätten die Bosnier, die  am Ende drei Mal Aluminium trafen, ein Tor in Portugal erzielen müssen. Gegen Ende des Spiels köpfte Dzeko eine Flanke gegen die Latte. Der Abpraller landet bei zwei Bosniern. Der eine schießt aufs leere Tor doch der Ball wird vom anderen entscheidend gegen den Pfosten abgefälscht.
In der WM-Qualifikation haben die Portugiesen seit 1996 kein Auswärtsspiel mehr verloren. In den letzten Jahren wechseln sie zwischen Unentschieden und Siegen in regelmäßigen Abständen. Folgt man der portugiesischen Kontinuität würde das Ergebnis im Rückspiel ein Remis sein. Cristiano Ronaldo wird abermals nicht mit von der Partie sein. Im Hinspiel schafften die zahlreichen portugiesischen Topspieler es, diesen Ausffall zu kompensieren.
Für das Rückspiel darf man von einem bosnischen Sturmlauf ausgehen. Der Ein-Tor-Rückstand macht es den Bosniern unmöglich taktische Gefüge vor den Sinn des Spiels zu stellen. Ob sie nach einem eventuell erzeilten Tor taktisch Zurückschalten und einen kühlen Kopf bewahren oder die Leidenschaft mit ihnen durchbrennt, wird das Resultat dieser Begegnung entscheidend beeinflussen. Können die Bosnier die Stimmung im Heimspiel für sich nutzen oder blockiert der Druck, der auf ihnen lastet?

Quoten:
Bosnien herzegowina: 3,02 @ betfair
Unentschieden: 3,30 @ betsafe
Portugal: 2,50 @ bluesq

20:45 Uhr, Slowenien – Russland
Wie die anderen Hinspiel auch, verlief in Moskau alles wie erwartet. Der klare Favorit, Russland, ging in Führung und dominierte das Spiel nach Belieben. Man hatte zu jeder Zeit des Spiels den Eindruck, dass die Russen alles unter Kontrolle hatten und die Slowenen ihr Glück im Rückspiel suchen und mit möglichst wenig Gegentore nach Hause fahren wollten. Wie das Spiel auf der Tribüne vernommen wurde lesen Sie in dem etwas anderen Spielbericht. Als die Russen dann Kraft ihrer Überlegenheit das 2:0 nachlegten schien die Entscheidung über Weiterkommen und den Sommer 2010 in Europa verbringen gefallen zu sein. Dass die Slowenen noch das so wichtige Anschlußtor (und Auswärtstor) erzielten, war die einzige Überraschung des Tages. Hätten die Slowenen in dern Nachspielzeit alleine vor Akinfeev auch noch den Ausgleich erzielt, wäre der russische Supergau perfekt gewesen.
Natürlich bleiben die Slowenen im Rückspiel Slowenen und die Russen sind immer noch Russen, doch die Chancen des Underdogs stehen nicht schlecht. Das Hinspielergebnis wird moralisch zufrieden stellen – gerade aufgrund des späten Tores. Außerdem haben die Slowenen in der WM-Qualifikationsgruppe nur ein Gegentor in fünf Heimspielen hinnehmen mussen. Zudem wurde das letzte Heimspiel gegen Russland 2001 mit 2:1 gewonnen. Es riecht nach Sensation oder ist der Wunsch der Vater des Gedanken?

Quoten:
Slowenien: 3,20 @ expekt
Unentschieden: 3,30 @ bwin
Russland: 2,35 @ unibet

21:00 Uhr, Frankreich – Irland
Auch Frankreich wurde seiner Favoritenrolle im Hinspiel gerecht. Zwar ist das Resultat äußerst glücklich entstanden, jedoch zählt am Ende bekanntlich nur dieses: Das Resultat. Anelka schoß einen irischen Verteidiger unglücklich an, von dessen Hüfte der Ball an den Innenpfosten sprang. Doch auch für die Iren ist noch nicht aller Tage Abend, denn ein simples Tor im Rückspiel bedeutet schon, dass die Begegnung wieder vollkommen offen ist. Fußballerisch gesehen ist es auf jeden Fall möglich. Statistisch gesehen stehen die Zeichen nicht so gut für Irland. Die von Trapattoni geführte Nationalmannschaft konnte nur in einem der letzten fünf Gastspiele in Paris ein Tor erzielen und verlor vier der fünf Spiele. Lediglich ein Mal gelang ein Unentschieden. In dieser WM-Quali hat Frankreich nur gegen Rumänien Remis gespielt und die anderen vier Spiele gewonnen, außerdem gelangen Irland nur Auswärtssiege in Georgien und auf Zypern. Positiv formuliert handelt es sich um das Spiel mit dem größten Überraschungspotential, allerdings nicht aufgrund der Wahrscheinlichkeit, sonder aufgrund der größe der Überraschung.

Quoten:
Frankreich: 1,54 @ betsson
Unentschieden: 4,10 @ unibet
Irland: 7,27 @ betfair




Road to South Africa: Erster Streich geht an die Favoriten

15. November 2009 / christoph

Mit Spannung wurden die Hinspiele der Playoffpaarungen für die Fussball Weltmeisterschaft 2010 in Afrika erwartet. Gleich in 3 Partien mussten Anwärter auf den Gesamtsieg nachsitzen. Unerwartet erfolgreich gestalteten sich die Ergebnisse, doch wer die Spiele gesehen hat weiß, dass viel Glück dabei war.

Irland : Frankreich 0:1

Die Franzosen haben mit dem goldenem Auswärtstreffer den Grundstein für ein Weiterkommen geleget. Zwar war die Equipe Tricolore klar spielbestimmend und erarbeitete sich an die 60 % Ballbesitz, doch die erhofften Angriffsszenen fanden nicht statt. So musste ein abgefälschter Schuss die glückliche Entscheidung besorgen.

Russland : Slowenien 2:1

Am meisten überzeugen konnte gestern der russische Verband. Arshavin und Co. legten los wie die Feuerwehr, während die Slowenen nichts entgegenzusetzen hatten. Der glatte Vorsprung von 2:0 nach 80 Minuten hätte höher ausfallen müssen. So aber kam der Underdog mit der ersten Chance zum Anschlusstreffer und hatte gar Pech, dass in der Nachspielzeit nicht noch der Ausgleich gelang.

Griechenland : Ukraine 0:0

Es war das typische "Abwarten", welches oft in wichtigen Duellen über den Rafinessen des Fussballs thront. Keins der beiden Länder wollte den ersten Fehler machen, was den logischen Schluss eines 0:0 ergibt. Treffer gab es dennoch. Doch die Führung der Heimelf wurde aufgrund angeblicher Abseißsituation zurückgepfiffen.

Portugal : Bosnien 1:0

Die Portugiesen können sich, wenn es am Mittwoch wirklich reichen sollte, bei Bruno Alves bedanken. Der Verteidiger köpfte gegen Bosnien ebenso beherzt in das Netz, wie bereits zuvor in Minute 94 bei dem knappen 2:1 Erfolg in Albanien. Zwar bestimmten die Gastgeber lange Zeit die Partie, doch Unachtsamkeiten vor dem Pausenpfiff, sowie in den letzten 10 Minuten, hätten Tore für Bosnien bedeuten müssen. Gleich dreimal rettete die Latte für den geschlagenen Keeper. Da ist die letzte Messe noch nicht gelesen!

 




Road to Südafrika 2010, Playoffs: Portugal – Bosnien Herzegowina

12. November 2009 / joe

Am Samstag, den 14. November, finden die Hinspiele der Playoffs der europäischen Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika statt. Die acht besten Gruppenzweiten (nur Norwegen fiel durchs Sieb) spielen in Hin- und Rückspiel die letzten vier europäischen Startberechtigungen bei den Titelkämpfen im nächsten Jahr aus.
Der gute alte Fangedanke, der selbstverständlich die spannende Konferenz mit vielen verschiedenen Stimmungswandeln vorzieht, hat gegenüber des Kommerzgedanken leider mal wieder den Kürzeren gezogen. Deshalb werden alle vier Spiele nahezu nacheinander angepfiffen. Das verlängert zwar den Fußballabend kann aber auch für enorme Längen im Selbigen sorgen.
Um 17 Uhr nachmittags beginnt alles mit der Begegnung Russland gegen Slowenien. Die Slowenen befinden sich klar in der Außenseiterrolle, können aber mit einem guten Ergebnis im Rückspiel zu Hause für eine faustdicke Überraschung sorgen. Um 19 Uhr geht der Fußballsamstag weiter mit Otto Rehagels Griechen gegen die Ukraine. Von den vier ausgelosten Duellen ist Griechenland gegen die Ukraine sicherlich das Spiel, welches auf dem Papier am Ausgeglichesten erscheint. Um 21 Uhr folgt das Duell zwischen Irland und Frankreich. Die Irren müssen kräftig vorlegen, treffen aber auch auf enttäuschende Franzosen. Die Endscheidung findet allerdings in Paris statt. Am Interessantesten für den neutralen Fußballbegeisterten ist das letzte Match. Um 21:30 Uhr wird auf der iberischen Halbinsel Portugal gegen Bosnien Herzegowina angepfiffen. Die Iberer haben zwar einen deutlich größeren Namen und historisch viel mehr zu bieten, allerdins dürften die Bosnier in der momentanen Besetztung mindestens in der Lage sein Parolie bieten zu können.

Portugal:
Die bittere Pille direkt am Anfang: Cristiano Ronaldo wird nicht spielen. Keine einzige Minute. Zwar reist der Superstar von Real Madrid nach Portugal, um seine Nationalmannschaft zu unterstützen, doch mithelfen kann er nicht. Eine Verletzung am Sprunggelenk verhindert einen Einsatz des teuersten Spielers der Welt. Die Portugiesen haben im Vorfeld alles getan, damit Cristiano Ronaldo doch noch zum Einsatz kommen kann, wurden dafür aber nicht belohnt. Real Madrid hatte dem Ganzen von Beginn an einen Riegel vorgeschoben und als die medizinische Abteilung der Nationalmannschaft dann selbst ein Auge auf die Verletzung des wichtigsten Spielers der Portugiesen werfen durfte, war die Teilnahme am Playoff Spiel endgültig ausgeschlossen. Mehr schlecht als recht sind die Portugiesen ohnehin schon in die Playoff Phase gerutscht. Aufgrund des miserablen Starts, kann beinahe von einem Erfolg gesprochen werden
Mit einem glücklichen Unentschieden in Dänemark (1:1) und Siegen in Ungarn (1:0) und zu Hause gegen Ungarn (3:0) hatten die Portugiesen am letzten Spieltag daheim gegen Malta alles selbst in der Hand. Mit einem Kantersieg und Toren von Nani, Simao, Miguel und Edinho qualifizierten sich die Iberer auf dem letzten Drücker für die Playoffs (4:0). Wochen zuvor hatten mehrere glückliche Ergebnisse der andere Rivalen dafür gesorgt, dass Portugal überhaupt noch eine Chance hatte.
Doch obgleich die Portugiesen in der Medienlandschaft schlecht geschreiben werden und ihnen Abhängigkeit von Cristiano Ronaldo vorgeworfen wird, so sollte nicht vergessen werden, dass mit Pepe (Real Madrid), Bosingwa (Chelsea London), Deco (Chelsea London), Simao (Atletico Madrid), Nani (Manchester United), Liedson (Sporting Lissabon), Joao Mutinho (Sporting Lissabon) und Ricardo Carvalho (Chelsea London) Stammspieler aus Europas Elite-Clubs im weinroten Trikot der Iberer auflaufen.

Bosnien-Herzegowina:
Das Maximalziel in ihrer Gruppe haben die Bosnier schon erreicht. Besser als der zweite Platz konnte man mit den bärenstarken Spaniern in einer Gruppe nicht abschneiden. Die Ansprüche der Bosnier wurden am letzten Spieltag auch noch empfindlich zurechtgestutzt, als die Iberer bis zur 88. Minute bei ihrem Besuch in Bosnien mit 5:0 in Führung gegangen waren. Das Spiel endete 2:5. EIn Debakel aber im Fußballjagon bezeichnet man solche Niederlagen als "Dämpfer zur rechten Zeit" oder auch gerne als "Schuß vor den Bug". Genauso sollten auch die Bosnier ihre Niederlage interpretieren, um gestärkt in das Duell mit den Portugiesen zu gehen. Denn zuvor war es immerhin gelungen den Rivalen um Platz 2, die Türkei, auf Abstand zu halten. Der Halbfinalist der letzten Europameisterschaften (3:2 Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland) hatte sich auch um den Playoff Platz beworben, wurde von Bosnien aber daran gehindert. Obwohl die Türken den direkten Vergleich gewinnen konnten, leisteten sie sich zuviele Punktverluste gegen die "kleineren" Gruppengegner. Letztendlich war Bosnien schon recht früh als Zweiter der Gruppe sicher für Playoffs qualifiziert.
Das Land verfügt nicht über eine besonders große Fußballtradition, auch namentlich können die Spieler der bosnischen Auswahl den Portugiesen nicht das Wasser reichen. Allerdings kommt es darauf nicht an. Tore entscheiden die beiden Duelle und dafür haben die Bosnier eine perfekt funktionierende Maschinerie auf dem Rasen.
In ganz Europa und in der Türkei verdienen die Auswahlkicker ihr Geld. Olympique Lyon, ZSKA Moskau und der VfL Wolfsburg gehören zu den Arbeitgebern. Am bekanntesten sind – insbesondere aus deutschsprchiger Sicht – Dzeko und Misimovic, vom amtierenden deutschen Meister aus Wolfsburg, Salihovic und Ibisevic aus Hoffenheim und Samir Muratovic von Sturm Graz.

Fazit:
Man kann davon ausgehen, dass beide Seiten gegen jeden anderen Gegner lieber gespielt hätten. Denn vom Potential her gehören beide Mannschaften eindeutig zur Weltmeisterschaft nach Südafrika. Erfreulich für alle Qualifizierten, dass einer der beiden ausscheiden muss. Ein Spaziergang wird das für die Portugiesen in keinem Fall. Besonders der Ausfall von Ronaldo wiegt schwer. Auf der anderen Seite laufen mit Dzeko, Misimovic, Salihovic und Ibisevic Namen auf, die zwar in Europa nicht die Größten sind, aber in der Bundesliga mehr als bekannt. Und die bosnische Garde der Bundesliga befindet sich zweifelsohne in Top-Verfassung

Quoten:
Portugal: 1,50 @ bet365
Unentschieden: 4,20 @ expekt
Bosnien-Herzegowina: 7,84 @ betfair

 

Hinweis der Redaktion: das Spiel wird am Samstag 14.11. um 21:30 Uhr angepfiffen und das beste: Sie können es kostenlos live im Internet-TV anschauen und zwar auf bet365. Das einzige, was Sie brauchen ist ein Wettkonto bei bet365 – Sie brauchen nicht mal Geld drauf einzuzahlen – Bet365 Live Streaming ist gratis! 




WM 2010 – Die zuletzt gezitterten …

15. Oktober 2009 / paul

 

Erst um die Quali gebangt, jetzt dabei .. oder … so gut wie !

 

Portugal sichert sich die Teilnahme am WM Playoff, 4:0 gegen Malta und kicken die Schweden aus dem Bewerb, die gegen Albanien 4:1 zu Hause gewonnen haben. Nur 14 Minuten mussten die Portugiesen auf den ersten Treffer gegen Malta warten, Nani trifft nach Vorarbeit von Deco zum Führungstreffer. Simao erhöht in der 45. Minute zum 2:0, danach, war das Schicksal von Schweden besiegelt und das 3:0 von Veloso (53.) und Edinho (90.) waren nur noch Ergebniskosmetik.

Den Schweizern reichte ein 0:0 gegen Israel für das WM-Ticket und den Gruppensieg, die Griechen gewinnen 5:2 gegen Lettland und sichern sich auch damit ein Play-Off Ticket. Gekas gelangen vier Tore in dieser Partie (4., 47., 57., 91.), Samaras traff in der 73.Doch alles astrein lief es für die Griechen nicht, denn die Letten führten zwischenzeitlich sogar mit 2:1, Verpaskovskis traff zweimal, in der 12. Minute zur Führung und in der 40. zur 2:1 Führung, ehe Gekas ausgleichen konnte.

Die Slowakai qualifiziert sich zum ersten Mal für eine WM Endrunde, dank einem 1:0 Sieg in Polen sichern sie sich das WM Ticket am letzten Spieltag. In dieser Gruppe sichert sich Slowenien nach einem 3:0 Sieg auswärts gegen San Marino das Play-Off. Die Tschechen reüssieren gegen Nordirland zu Hause.

Im CONCACAF ging es etwas spannender zu. Costa Rica führte zunächst gegen die USA mit 2:0, jedoch mussten sie kurz vor Schluss ein Tor hinnehmen und müssen nun in die Play-Offs gegen Uruguay. Überraschend qualifiziert sich Honduras als 23. Nation für die WM2010, nach dem 1:0 Sieg gegen El Savador ziehen sie mit Costa Rica gleich, allerdings haben diese ein besseres Torverhältnis und sind seit 1982 erstmals wieder für eine WM Endrunde fix qualifiziert. Vielleicht kommt Honduras mit Spanien in eine Gruppe, vlt. erinnern sich manche noch an 1982, wo Honduras Spanien ein 1:1 abknöpfen konnte.

Argentinien gewinnt mit 1:0 gegen Uruguay, qualifizieren sich daher direkt für die Endrunde.  Weitere Ergebnisse der Südamerika-Gruppe: Brasilien spielt daheim 0:0 gegen Venezuela, Chile gewinnt gegen Ecuador mit 1:0 und Paraguay verliert 0:2 gegen Kolumbien.

Für Europa fix bei der WM sind also:

Dänemark: überraschender Gruppensieg in der A-Gruppe

Schweiz: Sieger Gruppe B vor Griechenland

Slowakei: Wie erwähnt, erstmals dabei mit ienem Gruppensieg vor Slowenien, Tschechien und Polen.

Deutschland: Zwar ein peinliches 1:1 gegen Finnland, dennoch dabei.

Spanien: keine Überraschung in Gruppe E, Spanien gewinnt diese Gruppe ungeschlagen.

England: Die Engländer gewinnen ihre Gruppe F vor Ukraine und vor den Kroaten, die dieses Jahr nur zusehen müssen.

Serbien: Gewinnt ohne Federlesen die Gruppe G, vor Frankreich und Österreich. Die Franzosen konnten gestern unrühmlich 3:1 gewinnen und revanchieren sich für die Niederlage im letzten Jahr.

Italien: Gruppe H geht an den Titelverteidiger, Irland ist zweiter in dieser Gruppe.

Niederlande: Ebenso wie die Spanier ungeschlagen und ohne große Überraschung gewinnen hier die Oranjes deren Gruppe. Norwegen als Gruppenzweiter konnten sich auf Grund des schlechten Torverhältnisses kein Play-Off Ticket ergattern.
 




WM Qualifikation – Antwort auf die letzten Fragen

13. Oktober 2009 / christoph

 

Ein Freundschaftsspiel für Deutschland gegen Finnland. Die Nationalelf darf sich freuen, dass dieser Satz Wahrheit ist. Vieles sah noch vor dem gestrigen Samstag ganz anders aus. Ein Remis gegen die Russische Mannschaft, das mehr als nur verdient gewesen wäre, hätte aus dem Friendly noch einen hart umkämpften Auftritt gemacht. Dann wär die Siegpflicht und der Druck auf unserer Auswahl wieder einmal sehr groß.

Doch genau der Druck, den Deutschland nur Samstag Abend fühlen musste, liegt noch auf den Schultern einiger Vertreter.

Am verrücktesten ist die Situation in Südamerika. Während Paraquay und Brasilien längst für die Weltmeisterschaft qualifiziert sind muss eine ganz große Nation bangen. Maradonas Argentinier kamen am selbem Tag mit zwei blauen Augen davon. Gegen Schlusslicht Peru gelang erst in der Nachspielzeit ein knapper 2:1 Erfolg. Nach der Schrecksekunde „Ausgleichstreffer“ in der 90.Minute folgte der nochmalige Konter zum Endstand. Damit schießen sich die Gauchos wieder zurück auf Rang 4, müssen aber bei Uruguay den direkten Kampf um die WM Tickets bestreiten. Im Falle eines negativen Ausgangs droht aber erneut der Verlust des gesicherten 4.Platzes.

In Europa sind die meisten Fahrkarten gebucht. Ungewöhnlich wenige Endspiele stehen an. Portugal empfängt Malta und muss noch die 3 Punkte mitnehmen. Bei allem Respekt für die Portugiesische Nationalmannschaft, aber eine Lay1,02 muss man spielen. Damit sollte ein guter Gewinn möglich sein, wenn Portugal nicht in den ersten 10 Minuten den Ball in das Netz trägt.

Viel spannender ist die Gruppe um Slowenien und die Slowakei. Die Slowenen konnten beim 2:0 Auswärtssieg den Gastgeber und Tabellenführer stürzen und besitzen demzufolge plötzlich alle Chancen auf den Topplatz. Ein Sieg gegen San Marino ist natürlich Pflicht, die Slowaken aber müssen in Polen eine deutlich schwerere Aufgabe lösen. Ein Auswärtssieg ist aber nötig um sicher bei der WM zu sein. Polen hingegen bestreitet ein einfaches Freundschaftsspiel. Es bleibt fraglich, ob die Veranstalter der nächsten Europameisterschaft mit vollem Einsatz zu werke gehen werden. Doch vielleicht gibt es ja auch wieder ein kleines Präsent von den Slowenen im Falle eines Punktgewinnes.

 




Italien – Zypern / Europa – WM-Qualifikation

13. Oktober 2009 / daniel

 

Testspiel Charakter in Parma 

Gruppe 8 aktueller Tabellenstand:
Weltmeister Italien steht mit 21 Punkten und 15:5 Tore Differenz auf Platz 1 und hat bereits das Ticket nach Südafrika gebucht. Zypern aktuelle auf Platz 4 mit 9 Punkten und 12:13 Tore Differenz.

Gilardino in letzter Minute:
Zugegeben es war kein schönes Spiel von Italien, doch am Ende wollte keiner mehr was davon wissen. Schließlich lag der Weltmeister in Dublin durch ein Gegentor von Sean St. Ledger drei Minuten vor dem Ende 1:2 zurück,  ehe kurz vor dem Schlusspfiff der ein gewechselte Alberto Gilardino zum Endstand traf und Italiens 17. WM-Teilnahme sicherte. Schon zuvor hatte Mauro Camoranesi (26.) die Führung der vom ehemaligen italienischen Nationaltrainer Giovanni Trapattoni betreuten Iren durch Glenn Whelan (8.) ausgleichen müssen.

Aus dieser Situation bekommen wir am Mittwoch in Parma unser Testspiel und da wird fleißig rotiert, wie Marcello Lippi bereits schon ankündigte. Torwart Buffon wird verletzt ausfallen und für ihn wird die Nummer 2 Marchetti im Tor stehen. Aber auch eine neu formierte Abwehr um Cannavaro will Lippi ausprobieren, so wird mit Santon, Cannavaro, Gamberini und Bocchetti der zweite Anzug der Azzuri getestet. Im Mittelfeld erhält Gattuso und  D’Agostino eine Chance sich zu beweisen. Hinter der einzigen Spitze die wohl Gilardino bildet werden drei schnelle offensive ausgerichtete Spieler wie Giuseppe Rossi, Pepe und Quagliarella eine Chance erhalten.

Das Team aus Zypern hat mit Stürmer Michalis Konstantinou aktuell 4 Tore einen brandgefährlichen Sturmtank in ihren Reihen. Der 1.87 Meter und 82 Kilo schwere Stürmer traf bereits beim 4:1 am 10. Oktober gegen Bulgarien. Interessant sind derzeit die Quotierungen für das über/unter 2,5 Tore, dort bietet aktuell Interwetten eine @ 1.70 für das über 2,5 Tore und betfair fürs unter 2,5 Tore eine @ 2.27. Aufgrund dessen das beide befreit aufspielen können und die Italiener ihren zweiten Anzug testen wollen, könnte die Tendenz Richtung über 2,5 Tore gehen. Interessant ist auch ein Blick auf die aktuelle Quotierung, den dort sind schon deutlich stark fallende Quoten auf Zypern zu beobachten. Somit ist die Quote auf die doppelte Chance X2 @ bet365 zur 3.75 mMn nach Value.
Noch ein schneller Blick auf das Head to Head, wo sich beide Teams insgesamt 7 mal begegnet sind, war das 1:1 am 12.03.1983 das beste Ergebnis für Zypern, ansonsten gab es 6 Niederlagen gegen Italien.

Headt 2 Head:

06/09/2008     WM Qualifikation,        UEFA Gruppe 8                 Zypern vs. Italien      1:2
21/12/1991     Europameisterschaft, Qualifikations Gruppe C     Italien vs. Zypern     2:0
22/12/1990     Europameisterschaft, Qualifikations Gruppe C     Zypern vs. Italien     0:4
22/12/1983     Europameisterschaft, Qualifikations Gruppe E     Italien vs. Zypern     3:1
12/02/1983     Europameisterschaft, Qualifikations Gruppe E     Zypern vs. Italien     1:1
01/11/1967     Europameisterschaft, Qualifikations Gruppe F     Italien vs. Zypern     5:0
22/03/1967     Europameisterschaft, Qualifikations Gruppe F     Zypern vs. Italien     0:2

Fazit:

Die aktuelle Einsatzvergabe bestätigt das kommende Spiel mit Testspiel Charakter, wo die Quote auf Zypern um mehrere Tickets je nach Buchmacher fällt. Beide Top Scorer Michalis Konstantinou und Alberto Gilardino sind derzeit in Top Form, während die Abwehr auf beiden Seiten durchaus anfällig für Gegentore ist. Was die Motivation angeht, so werden die Italiener eventuell einen Gang zurück nehmen, den die Liga und die internationalen Club Turniere haben da mehr Priorität, zumal ist man bereits für die WM in Südafrika qualifiziert. Für Zypern stehen die Vorzeichen also gar nicht schlecht, einmal Italien zu besiegen.

Quoten:

Italien                  1.32 @ betfair
Unentschieden    5.47 @ betfair
Zypern              12.00 @ bet365




(11) Bulissimo! Von Berlin über Hamburg nach Kapstadt

13. Oktober 2009 / joe

Gezittert bis zum Schluß und sogar den klaren Elfmeter von Arne Friedrich überlebt: Die deutsche Nationalmannschaft hat sich ohne größere Probleme das Ticket für die WM 2010 in Südafrika besorgt. Im Endeffekt war es um einiges einfacher als befürchtet. Vielleicht nicht einfacher aber zumindest stressärmer. Im Großen und Ganzen sind somit alle europäischen Großnationen – fußballerisch gesehen – an das Ziel des letzten Jahres gekommen. Mit Ausnahme der Franzosen, die aber als Gruppenzweiter wenig Probleme in der Relegation haben werden, da sie zu den gesetzten vier Nationen gehören werden.
Europa ist bei der kommenden WM also nicht nur mit der kompletten Armada vor Ort, sondern Europa stellt in Südafrika auch den Favoritenkreis im Alleingang auf. Allein die Brasilianer sind dem europäischen Großaufgebot gewachsen. Das mag keine große Neuigkeit sein, aber durch die Formkrise der Argentinier, die keine klassische Turniermannschaft sind und die breite Aufstellung der europäischen Traditionsnationen ist die kommenden Weltmeisterschaft eine besondere. Sowohl England als auch Spanien sind wie auch die Holländer und Deutschland ohne sich ein Haar zu krümmen durch die Qulifikation gerannt. Alle vier Nationen sollten – zusammen mit Brasilien - in jedem Fall zu den Topfavoriten zählen.
Im erweiterten Kreis sind auf jeden Fall die Schweizer und die Portugiesen zu finden, wenn die Qualifikation glückt. Auch Griechen, Argentinier und die Mannen von der Elfenbeinküste dürfen nicht außer Acht gelassen werden.

An diesem Wochenende ehrt uns die Bundesliga wieder mit einem kompletten Spieltag. Endlich kann der gemeine Wetter sich wieder auf Statistiken, die letzten fünf Spiele und Formtabellen verlassen und muss nicht in hunderten verschiedenen Ligen wühlen, um den kompletten Kader einer Nationalmannschaft überblicken zu können. Als hätte es die DFL so geplant spielt an diesem Wochenende nicht nur der Tabellenerste gegen den Tabellenzweiten, sonder auch der Tabellenletzten misst sich mit dem Vorletzten der Liga. Bei Hamburg gegen Leverkusen und Nürnberg gegen Berlin sprcht man gerne von richtungsweisenden Spielen. Spiele, bei denen es als wichtiger erscheint, dass der Gegner nicht punktet, als das man selber gewinnt. Da das eine aber zwingend mit dem anderen verbunden ist, macht sich bei diesem Thema niemand Sorgen. Der große Reiz an diesen Spielen sind für den Wetter wohl die Quoten. Meist sind diese vor dem Spiel recht ausgeglichen verteilt und es zeigt sich, welches private Analysetool, welches Vorhersage-System am besten die Realität trifft. Die meisten Value-Projekten scheitern bekanntermaßen an diesen Spielen, denn vorherzusagen, dass es wahrscheinlich ist, das Bayern gewinnt kann jeder. Aber die Münchener Punktverluste zu treffen ist bedeutend schwieriger. Selbiges gilt für die berühmten "richtungsweisenden Spiele".

Von Finnland spricht Niemand. Wenn das kein böses Erwachen gibt…

Die Fußball Kolumne Bulissimo! erscheint jeden Dienstag und befasst sich mit der Bundesliga, aktuellen Stammtischthemen des Fußballs und Kuriositäten rund um den Lederball.




WM 2010 – Gruppe 7: Rechnungen müssen beglichen werden

13. Oktober 2009 / paul

Frankreich – Österreich

 

Ein eigentlich schon unbedeutendes Spiel, Österreich hat sich Platz 3 gesichert, Frankreich ist mit Ach und Krach und mit etwas Hilfe von oben in den Play-Offs. Das Hinspiel ging mit 3:1 verloren, völlig überraschend, aber dennoch. Ein großer Erfolg für die Österreicher, aber auch ein Erfolg der ihnen zu Kopf gestiegen ist, danach folgte ein 1:1 gegen die Färäör Inseln und eine bittere 0:2 Niederlage gegen Litauen, der sie endgültig wieder auf dem Boden der Realität brachte. Rückwirkend bedauert Österreich die verlorenen Punkte, hätte Österreich mit der jetzigen Situation nur zwei Punkte mehr, würde es in diesem Spiel um einiges mehr gehen als eine lächerliche Rechnung für das blamable 3:1 in Wien vor ca. einem Jahr.

Österreich erstarkte über das vergangene Jahr, mit dem neuen Teamchef Dietmar Constantini geht es scheinbar wieder bergauf. Gegen Rumänien konnte man jeweils ein Unentschieden auswärts und einen Sieg daheim erringen, gegen Serbien setzte es auswärts eine knappe 0:1 Niederlage. Auswärts ist Österreich durchaus was zuzutrauen. Die Quote für ein X liegt bei mybet gegenwärtig bei 4,80 (mybet).

Frankreich könnte vermutlich bei dieser Partie ein paar neue Spieler testen, ob dies der Fall sein wird, wird sich spätestens Mittwoch herausstellen. Hinter Ribery steht vermutlich noch ein Fragezeichen, ansonsten müsste jeder Spieler im Kader Frankreichs einsatzbereit sein. Oktober ist hauptsächlich voll von Krebsen, insofern dürfte sich der Sieg für Raymond Domenechs Mannen durchaus drinnen sein.

Österreich kann wieder mit Bochum-Legionär Christian Fuchs auflaufen, der nach abgeleisteter Sperre (gegen Litauen) wieder spielen darf. Nachgerückt im Kader ist der erst 17jährige David Alaba, der gegenwärtig bei den Bayern Amateuren unter Vertrag steht. Eine recht überraschende Nominierung, der Teamchef von Österreich wollte laut seiner Aussage jedoch schneller sein als die Deutschen und die Nigerianer. MIt dieser Nominierung wäre der 17jährige an Österreich gebunden, obwohl er sich vermutlich auch ohne dieser Einberufung für Österreich entschieden hätte. Genausogut hätte David Alaba für die Philippinen auflaufen können, würde der Inselstaat von Südostasien öfter an Fußballwettbewerben teilnehmen. (David Alaba hat nigerianische und philippinische Wurzeln)

Auf dem Papier ist Frankreich haushoher Favorit, auch die Bookies geben für den Sieg der Franzosen gerade mal 1,30 (bet-at-home). Anspielen könnte man aber theoretisch auch ein HCX oder die Wettmöglichkeit bei bet-at-home "Wer führt zur Halbzeit?". HCX Quote liegt bei bet-at-home gegenwärtig auf 3,60, HC1 auf 1,70. Over (!) könnte man dieser Partie durchaus auch zutrauen, Roman Wallner, Marc Janko, Florent Malouda, Karim Benzema, Thierry Henry oder Nicolas Anelkan sind immer für Tore gut. Die Quote für ein Over liegt bei bet-at-home derzeit auf 1,80.

 

"Wer führt zur Halbzeit – Quoten"

Frankreich: 1,50
Remis: 2,70
Österreich: 8,00

 

Quoten für das Spiel:

Sieg Frankreich: 1,30 (bet-at-home)
Remis: 4,80 (mybet)
Sieg Österreich: 9,50 (mybet)
 




WM 2010 – Qualifikation Europa: YES! We can!

11. Oktober 2009 / paul

 

WM 2010 Qualifikation Europa: Wir kommen!

 


Deutschland:

Nach dem Sieg in Moskau qualifiziert sich der DFB für die WM Endrunde in Südafrika. Goldtorschütze Miroslav Klose trifft in der 34. Minute zum 1:0 gegen die Russen, in der 69. bekamm Boateng die Gelb-Rote Karte. Özil kam in der 72. Minute für Arne Friedrich, Lukas Podolski (für Trochowski) und Mario Gomez (für Klose) durften ebenfalls noch gegen die Russen ran.

Dänemark:

Die Schweden-Bomben eliminiert, löst auch Dänemark das Ticket zur WM Endrunde. Poulsen trifft in der 78. Minute für die Dänen, Schweden war nicht mehr fähig, auszugleichen. In dieser Gruppe wird es allerdings auch noch einmal spannend, denn Portugal gewinnt dank Toren von Simao (Doppeltorschütze) und Liedson gegen Ungarn mit 3:0. Portugal kann somit mit einem Sieg gegen Malta Platz 2 in ihrer Gruppe fixieren. Das Schicksal Portugals liegt also in den fähigen Händen von Deco & co, Aufstieg oder Untergang ist hier die Frage. Schweden liegt 1 Punkt hinter Portugal, diese müssen also hoffen, das Portugal gegen Malta ausrutscht, anderweitig verpasst Superstar Zlatan Ibrahimovic die WM.

Serbien:

Serbien fegt zu Hause die Rumänen mit 5:0 weg, uneinholbar für die Franzosen, die sich mit einem Sieg über die Färöer Inseln den zweiten Platz sichern konnten. Die Serben führen die Rumänen vor, Tore von Zigic, Pantelic, Kuzmanovic und ein Doppelpack von Jovanovic besiegelten den Untergang Rumäniens. Bei den Rumänen sieht Inter Mailand Legionär Christian Chivu die Rote Karte. Frankreich zerstückelt wie erwartet die Färinger, ein Doppelpack von Gignac zur Halbzeit und drei weitere Tore von Anelka, Gallas und Benzema fixierten schlussendlich Platz 2 in Gruppe 7. Österreich siegt (und führt zur Halbzeit ;) ) gegen Litauen mit 2:1, doch die Franzosen holen die Österreicher nie mehr ein. Die Tore für Österreich erzielen Marc Janko und Roman Wallner (Elfmeter).

 

Italien:

Italien remisiert gegen Irland, doch dieses Unentschieden reicht vollkommen aus, um sich das Tiket zu lösen und die Titelverteidigung anzustreben. Für Irland trafen Whelan (8.) und Ledger (87.), für Italien Camoranesi (26.) und Gilardino (Last Minute Tor, 90.).
Die Italienier unter Marcello Lippi gingen so gesehen zweimal in den Rückstand gegen die Iren (unter Trapattoni), jedoch konnten sie, wie eben erwähnt, mit einem Last-Minute Treffer das Ticket zur Endrunde lösen.

Spanien:

Die Spanier führen die Gruppe 5 überlegen an. Neun Spiele, neun Siege, der Aufstieg in die Endrunde ist bereits seit 2 Runden fixiert. Bosnien-Herzogowina fixiert mit einem Sieg über Estland Platz 2 in dieser Gruppe, die Türkei liegen auf Platz 3, abgeschlagen mit "nur" 12 Punkten.

 

England:

Rachegelüste? England verliert gegen die Ukraine mit 1:0 auswärts, lässt somit noch Kroatien um den Kampf um Platz 2 zittern. Kroatien kann aus eigener Kraft nicht mehr in die Play-Offs kommen, diese müssen hoffen, dass die Ukraine gegen Andorra ausrutscht.


Niederlande:

So wie bei den Spaniern steht schon seit einigen Runden fest, dass die Oranjes nach Südafrika fahren. 8 Spiele, 8 Siege, noch Fragen?

 




WM 2010: Gruppe 7 – Ja? Nein? Vielleicht?

9. Oktober 2009 / paul

 

- Frankreich und der Druck, der auf sie lastet -
 

 

WM 2010 Quali-Gruppe 7
1. Serbien 19 Punkte
2. Frankreich 15 Punkte
3. Österreich 11 Punkte
4. Litauen 9 Punkte


Folgende Partien sind noch zu spielen:

10.10. Serbien – Rumänien; Österreich – Litauen; Frankreich – Färöer Inseln
14.10. Litauen – Serbien; Frankreich – Österreich, Rumänien – Färöer Inseln

Spannend wird es in dieser Gruppe nur noch, wenn Österreich gegen Litauen einen vollen Erfolg einfährt und Frankreich gegen die Färinger 2 Punkte liegen lässt, denn rein rechnerisch würde sich das noch ausgehen, dass Österreich noch aufsteigen könnte. Dann würde es am 14.10. in Frankreich zu einem Entscheidungsspiel kommen. Der Sieg der Franzosen gegen die Färinger ist sozusagen Pflicht, allerdings muss man erwähnen, dass Litauen zuletzt gegen die Färöer Inseln verloren haben (1:2). Zu unterschätzen sind die Färinger nicht, sie werden in Frankreich mit größter Vermutung sehr defensiv auflaufen.


Sehen wir uns die Spiele am 10.10. an.

Österreich – Litauen, 10.10, 20:30 Uhr

Österreich hat hier drei Punkte zu holen, die sind durchaus realistisch. Seit der 0:2 Niederlage unter Teamchef Karel Brückner hat sich im Nationalteam einiges getan. Es kam ein neuer Teamchef, Dietmar Konstantini, der bis dato einige nette Erfolge (u.a. ein 2:1 Sieg gegen Rumänien) einfahren konnte und verstärkt auf junge Spieler setzt. Im Sturm der Österreicher sind derzeit Roman Wallner und Marc Janko gesetzt, letzteres musste zuletzt noch wegen einer Muskelverhärtung das Training streichen, jedoch gibt der Teamarzt Ernst Shopp an, dass sein Einsatz nicht gefährdet ist. Beide Stürmer sind gegenwärtig wieder in Top Form, Roman Wallner trifft in der Liga wie Marc Janko schon wieder nach Belieben, hinzu kommt, dass Janko auch im Europa Cup schon Tore geschossen hat.  Die Quote für einen Sieg der Österreicher liegt gegenwärtig nur auf 1,70, war allerdings vor einigen Tagen noch 1,85 bei bet-at-home. Theoretisch gesehen ist die Quote für ein Over ebenfals durchaus interessant, diese beträgt gegenwärtig (bet-at-home) 1,95. Auch eine Möglichkeit wäre es, die Wette "Wer führt zur Halbzeit?" (bet-at-home) anzuspielen, die Quote für eine Führung der Österreicher zur HZ beträgt 2,10 (!), bei Gleichstand 2,20 und eine Führung für Litauen liegt bei geschlagene 4,50. Österreich ist zwar kein Team mit namhaften Stars, aber Paul Scharner meinte ohnehin, dass dieser nicht wirklich nötig wäre. (siehe Schweden, Zlatan Ibrahimovic)

Die Quoten fürs Spiel:
Sieg Österreich: 1,70
Remis: 3,45
Sieg Litauen: 4,45

(Quoten bei bet-at-home)

 


Frankreich – Färöer Inseln, 10.10., 21:00 Uhr

Frankreich muss nur einen Sieg holen, diesen Sieg soll es auch ohne Franck Ribery geben. Ob Raymond Domenech das bereits vorhergesehen hat? Wie stehen die Horoskope der Spieler vor dem Spiel? Sieht er eventuell die 12,00er Quote für ein X (bet-at-home) die theoretisch gesehen sogar möglich ist. Ein Remis (!?) wäre fast schon eine Katastrophe für die "Grandé Nation", aber am ehesten ist hier noch der Sieg möglich. Ein hoher Sieg, mit mindestens 3 Tore, allerdings ist die Over-Quote bei mybet nicht gerade um einiges höher als die Sieg-Quote für Frankreich. 1,13 beträgt diese derzeit bei mybet. Anspielbar, wie auch beim Österreich-Spiel ist die Halbzeit-Wette. Ein X zur Halbzeit liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

Die Quoten für das Spiel:
Sieg Frankreich: 1,01 (bet-at-home)
Remis: 13,00 (mybet)
Sieg Färöer Inseln: 60,00 (mybet)

 


Serbien – Rumänien, 10.10, 21:00 Uhr

Für Rumänien geht es um nichts, für Serbien eigentlich auch nicht mehr, sollten die Serben gegen Rumänien einen vollen Erfolg einfahren, ist der Gruppensieg fixiert.  Die Rumänen waren eine Enttäuschung in dieser Gruppe, man hätte sich nicht wirklich vorstellen können, dass sie in dieser Gruppe so desaströs abschneiden. Jedenfalls sollte man einiges wieder gut machen, gegen Serbien könnten die Rumänen zeigen, was sie wirklich drauf haben.  Ein Sieg der Rumänen hat eine sehr hohe Quote, 6,20, sieht man eigentlich nicht allzu oft, anspielen oder nicht ist halt dann die Frage. Die Serben werden aber bei so gut wie jedem Bookie als haushoher Favorit angesehen.

Die Quoten fürs Spiel:
Sieg Serbien: 1,55 (mybet)
Remis: 3,75 (bet-at-home)
Sieg Rumänien: 6,20 (mybet)

Österreich hat es nicht mehr in der Hand, noch aus eigener Kraft aufzusteigen. Frankreich darf bloß nicht stolpern.
Die Frage ist eigentlich nur mehr, wer am Ende lacht. Denn wer zuletzt lacht… der lacht vermutlich am … ;)

 















































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