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Bwin und PartyGaming fusionieren zum weltweit größten Online-Gaming-Unternehmen


30. Juli 2010 / danny

 

Bereits länger haben es die Spatzen von den Dächern gepfiffen und nun ist es offiziell – Bwin und PartyGaming fusionieren zum weltgrößten Online-Gaming-Unternehmen mit einem gesamten Wert von geschätzten 3,3 Milliarden Dollar. Zusammen bringen es die beiden Unternehmen auf einen Netto-Gaming-Ertrag von rund 700 Millionen Euro. Beide Vorstände beziffern die jährlichen Synergien mit rund 55 Millionen Euro (42 Millionen Euro aus Kosteneinsparungen und rund 13 Millionen Euro aus Cross-Selling-Umsätzen). Die Fusion der beiden Giganten wurde an der Börse mit großer Begeisterung aufgenommen. Beide Aktien legten mächtig zu. Durch den Zusammenschluss beider Unternehmen entsteht das mit Abstand größte börsennotierte Online-Gaming-Unternehmen der Welt. Bwin hält 51,6 Prozent und PartyGaming 48,4 Prozent an der neuen Gesellschaft. Der Sitz der neuen Gesellschaft, noch ohne Namen und nach Europäischen Recht, wird auf Gibraltar sein. Das neue Unternehmen wird an der Londoner Börse notiert sein. Die bwin-Aktie wird nach Abschluss der Transaktion von der Wiener-Börse verschwinden. Beide Marken bleiben auch nach dem Zusammenschluss erhalten. Nach der Fusion sei man laut bwin-Chef Nobert Teufelberger die unangefochtene Nummer Eins in den Bereichen Sportwetten, Poker, Casino, Spiele und Technologie und Teufelsberger setzt vor den Journalisten noch einen drauf: "Wir sind jetzt dreimal so groß wie der nächste Konkurrent." PartyGaming-Chef Jim Ryan und bwin-Chef Nobert Teufelberger werden die neue Gesellschaft gleichberechtigt führen. Bwin Co-Chef Manfred Bodner (Mitgründer von bwin) wechselt in den Aufsichtsrat des neuen Unternehmens und widmet sich der Markenintegration sowie strategische Verkaufs-Themen.

Mit der Fusion  positioniert sich das neue Unternehmen für die Marktöffnung in der USA und Europa. Laut des italienischen Analysten Gianmarco Bonacina kann man diese Fusion als offensiven sowie defensiven Schritt bewerten. Zitat Bonacina: "In Europa verlieren Bwin und PartyGaming Marktanteile an Pokerstars und Full Tilt, daher gewährt ihnen der Zusammenschluss Schutz. Auf die USA bezogen ist der Schritt offensiv. Man will den Markt attackieren und ist im Verbund in einer besseren Ausgangslage.“ Ausschlaggebend für den Marktverlust im Pokergeschäft bei PartyGaming, war der Ausschluss aller amerikanischer Spieler beim Tochterunternehmen PartyPoker. Von diesem Rückschlag hat sich das Unternehmen bis heute nicht mehr erholt und musste Marktanteile an Full Tilt Poker sowie Pokerstars einbüßen. Nach der Mega-Fusion sieht dies natürlich alles anders aus. Die Schachfiguren werden neu positioniert. Speziell im Marketingbereich kann man nun gegenüber der Konkurrenz wesentlich bessere Konditionen aushandeln und ist den Konkurrenten einen Schritt voraus. Besonders bei Online-Casinos ist das Marketing eine der größten Kostenstellen.

Von der Megafusion profitieren sicherlich auch die Kunden von Bwin, Gamebookers und Partybets. In punkto Werbeangebote, Wettbonus, Gratiswetten und Promotion-Angebote können die Kunden einiges erwarten. Man darf also gespannt sein. Im ersten Quartal 2011 soll die Fusion beider Unternehmen abgeschlossen sein.









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