Bundesligavorschau: Hertha BSC Berlin
3. August 2009 / christoph
Ein Artur = ein fortlaufender Traum?
Die "Alte Dame" aus der Hauptstadt fühlte sich vor wenigen Monaten wie in einer irrealen Welt. Aus dem einstigen Mittelfeldclub, dessen Potential spätestens in der zweiten UEFA – Cup – Runde ausgeschöpft schien, wurde der Tabellenführer der Fussball Bundesliga. Bis zu 4 Punkte Vorsprung genoss die Hertha auf die nächsten Verfolger. Auch wenn in den letzten Spielen noch viele Gelegenheiten verspielt werden sollten, die Berliner haben ein nahezu unwiederholbares Jahr gespielt.
Nicht wiederholbar, weil auch viel Glück zu den Siegen gehörte. Klar, Erfolg hat stets nur der Tüchtige, doch warum gewinnt man solch dreckige Spiele wie gegen Köln (86.Minute) oder Hoffenheim (Demba Ba musste zuvor selbst das 1:0 erzielen). Richtig, einen solchen Lauf startet man nur, wenn man oben steht, doch genau dies ist 2009/2010 nicht zu erwarten.
Stark geschwächt geht Hertha in die neue Spielzeit. Mit Simunic wurde ein wichtiger und erfahrener Verteidiger an Hoffenheim für 7 Millionen abgegeben. Auch Pantelic und Voronin sind Verluste, die nahezu nicht ersetzbar sind. Ob Wichniarek an Voronins Vorsaison anknüpfen kann muss bezweifelt werden. Zwar ist der Ex – Bielefelder einer der besten Stürmer in der Liga, doch war bei seinem ehemaligen Verein auch alles auf King Artur zugeschnitten. Raffael soll den 32 – jährigen entlasten. Das Mittelfeld erstrahlt im Glanze des vergangenen Jahres, doch Prunkstück des Vereines war es noch nie. Zu oft stellten sich die Berliner in die eigene Hälfte, warteten auf Konter. Besonders gegen schwache Gegner, bei denen die Spielgestaltung in der Hand der Alten Dame liegt, folgten bestenfalls Zittersiege. In der Verteidigung bekommt Nationalspieler Friedrich eine noch größere Aufmerksamkeit. Zusammen mit von Bergen stellt der kopfballstarke Innenverteidiger das Zentrum der Abwehr. Stein und Pisczek sind auf den Außen gesetzt.
Fazit
Die Saison 2008/2009 zu wiederholen klingt nahezu utopisch. Die Hertha wird in der Tabelle weit nach unten durchgereicht werden. Mehr als ein Platz im Mittelfeld ist nicht realistisch.
Langzeitwetten
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