Australien Open – Rückblick auf die deutschsprachigen Spieler Teil 3
23. Januar 2010 / dominic
Roger Federer – der letzte Mohikaner!
Einmal mehr ist König Roger der einzig verbliebene deutschsprachige Spieler bei einem Tennis Turnier. Gleich vorweggenommen, bei den diesjährigen Australien Open konnte lediglich der Schweizer das Viertelfinale erreichen. Doch nüchtern betrachtet ist dies keine große Überraschung da die Auslosung schon in Runde drei sehr schwierige Lose für die deutschsprachigen Spieler gebracht hat. Doch alles der Reihe nach.
Deutschland
Vorgestern war kein guter Tag auf dem Rod Laver für die deutschen Spieler. Nacheinander verabschiedeten sich Florian Mayer, Philipp Kohlschreiber und Angelique Kerber erwartungsgemäß. Florian Mayer spielte wohl das Spiel seines Lebens und konnte den zweiten Satz gegen den Gaucho Del Potro gar mit 6-0 für sich entscheiden. Auch in den Sätzen drei und vier hatte er durchaus Chancen den US-Open Sieger zu knacken. Doch in den wichtigen Situationen fehlte dann doch die nötige Konstanz. Doch allen Respekt zu dieser sehr starken Leistung. Ihm folgte dann Kohlschreiber gegen Rafa Nadal. Viele sahen einen glasklaren Sieg für Nadal als sicher an. Doch weit gefehlt. Die ersten zwei Sätze gingen zwar an Rafael Nadal doch schon in diesen Sätzen spielte Kohli sehr gutes Tennis und hätte wohl gegen sehr viele Gegner das bessre Ende für sich gehabt. Doch auf der anderen Seite stand eben kein geringerer als Rafael Nadal. In Satz drei konnte Kohli dann früh ein Break realisieren und transportierte dieses durch und nahm Nadal sogar nochmals den Aufschlag ab. Der vierte Satz war wieder sehr ausgeglichen und es gab viele Breakbälle auf beiden Seiten. Mitte des vierten Satzes gab es auch eine verbluffende Statistik. Zu diesem Zeitpunkt erzielte Kohli 119 Punkte und sein Gegenüber Nadal lediglich 118. Den vierten Satz konnte dann doch noch die spanische Nummer eins für sich entscheiden. Das letzte Spiel war dann das der deutschen Qualifikantin Angelique Kerber gegen Svetlana Kuznetsova. Im ersten Satz spielte Kuznetsova grauenvolles Tennis und beschenkte Kerber mit dem Satzgewinn. Kerber machte kaum einen Punkt selbst und profitierte immer wieder von den vielen unerzwungenen Fehler von Kuznetsova. In Satz zwei gelang Kuznetsova früh das Break und man dachte nun, dass das Spiel in die andere Richtung kippen wird. Weit gefehlt – direktes Rebreak zu 0. Gegen Satzende hin sah es immer mehr nach der ganz großen Sensation aus - doch leider blieb diese aus. Den zweiten Satz konnte Kuznetsova noch glücklich für sich entscheiden und den Dritten dann verdient gewinnen. Kerber profitierte zwar oft von den Fehlern Kuznetsova’s jedoch spielte sie in Satz zwei und drei dann auch sehr gut für ihre Verhältnisse.
In der heutigen Nightsession gewann dann der 24-jährige Franzose Jo-Wilfried Tsonga mit 3-1 in den Sätzen gegen Tommy Haas. Schlussendlich war die bessere Athletik und der starke Aufschlag der Unterschied. In kritischen Situationen konnte Tsonga sich immer wieder auf den Aufschlag verlassen und machte dadurch sehr viele freie Punkte. Bitter jedoch – im vierten Satz führte Haas bereits mit 5-4 und servierte auf den Satzausgleich. Doch Tsonga gelang das Break zum 5-5, brachte dann seinen Aufschlag sicher durch und konnte nochmals Tommy Haas den Aufschlag abnehmen und feierte den Einzug ins Achtelfinale.
Svetlana Kuznetsova - Angelique Kerber 36 75 64
Jo-Wilfried Tsonga - Tommy Haas 64 63 16 75
Juan Martin del Potro - Florian Mayer 63 06 64 75
Rafael Nadal - Philipp Kohlschreiber 64 62 26 75
Österreich
Für Stefan Koubek sollte es das Wichtigste Spiel seit langem werden. Leider nur sollte. Schon vor dem Spielbeginn plagte sich der letzte verbliebene Österreicher mit Fieber herum aber er wollte unbedingt antreten in seinem Drittrundenspiel gegen Verdasco. Nachdem der erste Satz relativ rasch mit 6-1 verloren ging, gab der Österreich dann w.o. und damit war das Abenteuer Australien Open auch für ihn beendet.
Fernando Verdasco - Stefan Koubek 61 w.o.
Schweiz
Wie schon im ersten Teil beschrieben, ist Roger Federer der einzige verbliebene. Gegen den Spanier Albert Montanes stellte sich auch niemals die Frage nach dem Sieger. Roger Federer hatte kaum Probleme mit Montanes. Im gesamten Spiel verbuchte der Spanier keinen einzigen Breakball. Federer servierte sehr stark und konnte deshalb in den Returnsgames vermehrt Risiko eingehen. Jedoch sagte er im Interview danach selbst, dass er mit der Qualität der Returns nicht ganz zufrieden war. Doch er blickt optimistisch auf die nächste Runde. In dieser geht es dann gegen den australischen Lokalmatadoren Lleyton Hewitt. Dieser gewann durch eine Aufgabe des Zyprioten Baghdatis mit 6-0 und 4-2.
Für den zweiten Schweizer – Stan Wawrinka - war nach Runde 3 auch Schluss. Im ersten Satz konnte er sich gegen Cilic noch durchsetzen, doch Cilic war nicht mehr wieder zu erkennen nach seinem Spiel gegen den Youngster Tomic. Starke Winner und ein starkes Service waren der ausschlaggebende Punkt für den Vier-Satz-Sieg von Cilic. Im zweiten Satz hatte Wawrinka zudem noch mit einer Fußverletzung zu kämpfen und diese war sicherlich ein Handicap – jedoch war der Sieg von Cilic verdient.
Roger Federer - Albert Montanes 63 64 64
Marin Cilic - Stanislaw Wawrinka 46 64 63 63
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Schlagwörter: Achtelfinale, Australien Open, Federer, Haas, Hewitt, Kerber, Kohlschreiber, Koubek, Mayer, tennis, Wawrinka





