Australian Open – Fedex ein Jahr nach der Trauer am Ziel aller Wünsche
1. Februar 2010 / christoph
Roger Federer hat es wieder einmal geschafft. Mit dem Sieg über Andy Murray im Endspiel der Australian Open sicherte sich der Grand Slam Rekordsieger eine weitere Trophäe für die Vitrine.
Noch vor einem Jahr liefen dicke Tränen über das Gesicht des Schweizers. Fedex hatte gegen Rafael Nadal in einem harten Kampf knapp verloren, obwohl dieser ein Marathonmatch gegen Fernando Verdasco in den Knochen hatte. Nadal sollte bereits in Paris wenige Monate später die Quittung für die Frechheit des Sieges erhalten
Federer dominierte das Endspiel und ließ dem Schotten Andy Murray keine Chance. Nach 2 souverän gewonnenen Sätzen, bereitete der abschließende 3.Durchgang zumindest richtig gutes Tennis beider Spieler, verbunden mit einem an Spannung nicht überbietbaren Tiebreak. Dieser wird bekanntlich bis 7 Punkte gespielt, wobei aber einer der Akteure 2 Zähler Vorsprung braucht. Doch selbst bei 11:11 war noch keine Entscheidung absehbar. Der Rekordchamp aber zeigte anschließend warum er so oft gewinnen konnte. Die Nerven waren auf Seiten des Schweizers, der den Satz und damit die auch den Championship Point für sich entschied.
Damit endet das erste Grand Slam Turnier des Jahres. Ich muss zugeben, die Australian Open sind für mich das schönste der 4 Topturniere, komme aber nicht darüber hinweg ,auch feststellen zu müssen, dass die Tennisfans wenig Spektakel geboten bekamen. Es war wie verhext in Melbourne. Andy Roddick musste sich gegen Cilic einer Behandlung unterziehen, Del Potro wirkte schon gegen Mayer saft und kraftlos und konnte verletzt nicht an die Erfolgsserie der US Open anknüpfen. Auch Djokovic war von Schmerzen geplagt, als es gegen Tsonga das Ausscheiden gab. Schlussendlich kam Murray, der sich im Endspiel immer wieder an das Bein griff.
Es ist schade, dass die vielen Verletzungen dem Turnier in gewisser Ansicht den Stempel aufdrückten. Die WTA Konkurrenz hingegen hatte viele spannende Momente zu bieten. Das Endspiel zwischen Serena und Comebackerin Justine Henin war deutlich hochklassiger, als die Abfertigung, die Dinara Safina vor einem Jahr erhalten hatte. Einzig der Draw war aufgrund der schwachen Platzierung von Henin und Clijsters in der Weltrangliste etwas gewöhnungsbedürftig. Die frühen Niederlagen von Jankovic, Clijsters und Ivanovic haben wenige gern gesehen.
Nun bleibt die Frage nach dem Fortlauf der weiteren Saison? Eines scheint sicher, Rafael Nadal ist schlagbar. Selbst in seinem Wohnzimmer in Paris hat er nicht mehr die alleinige Macht. Wir dürfen uns auf den 23.Mai freuen, wenn die Filzkugel wieder bei einem ganz großem Turnier über das Netz fliegt, dann auf der Asche von Roland Garros.
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Schlagwörter: 2010, AO, Australian Open, Federer, Fedex, Murray





