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Achtelfinale der Champions League: FC Barcelona – VfB Stuttgart


15. März 2010 / joe

Am Mittwoch, den 17. März 2010, treffen in Katalunien der FC Barcelona und der VfB Stuttgart im Achtelfinale der Uefa Champions League aufeinander. Das Spiel ist Teil der Rückspiel-Serie der Königsklasse. Im Hinspiel erarbeitete der VfB Stuttgart in Deutschland ein Ergebnis, welches es den Schwaben ermöglicht mit gewissen Optionen nach Spanien zu fahren. Nicht, dass in Stuttgart die Verantwortlichen einbilden würden weiter kommen zu können, aber im Hinterkopf kann unter gewissen Umständen eine kleine Chance durchaus als realistisch betracht werden. In jedem Fall muss ein Tor her. Das ist die höchste Hürde für den VfB Stuttgart.
Ob das Ergebnis von Olympique Lyon in der letzten Woche gegen Real Madrid von Vorteil für die Deutschen ist, darf als fraglich empfunden werden. Denn die Franzosen zeigten, wie man einen Favoriten zum Stürzen bringt. Allerdings hatten die Franzosen das Hinspiel gewonnen. Das wäre dem VfB zwar auch beinahe gelungen, doch letztendlich ist "nur" ein Unentschieden (1:1) im Hinspiel herausgesprungen. Grund genug dafür, dem VfB etwas mehr Glück im Rückspiel zuzusprechen.
Auf der anderen Seite ist Barcelona nun gewarnt, dass – wie es dem Erzrivalen passiert ist – ein Favorit auch zu Hause gegen einen Underdog stolpern kann.
Schiedsrichter der Begegung ist der Luxemburger Alain Hamer. Anstoß des Spiels ist um 20:45 Uhr.

FC Barcelona:
Hört man auf die Worte von Pep Guardiola, Lionel Messi oder Rafa Marquez erkennt man, dass sich der FC Barcelona durchaus darüber bewusst ist, den VfB Stuttgart ernst zu nehmen. Obgleich der deutsche Underdog als das leichteste Los im Achtelfinale der Champions League galt, ist spätestens nach dem Hinspiel klar, dass auch gegen die Schwaben ein Sieg nur erarbeitet werden kann.
Im letzten Jahr schlug der FC Barcelona im Viertelfinale der Champions League den FC Bayern München im Camp Nou überzeugend (4:0). Auch in diesem Jahr befürchten die Experten, dass der VfB unter die Räder kommen wird. Das Spielfeld im heimischen Gottlieb-Daimler Stadion gehört zu den größten der Bundesliga, insofern ist der VfB Stuttgart es gewöhnt viel Raum zu stellen zu müssen. Das Camp Nou ist noch ein Stückchen größer als das Stuttgarter Stadion. Das katalanische Spiel ist genau auf die Größe des eigenen Spielfelds ausgerichtet. Das hat in Barcelona schon der ein oder andere Gegner zu spüren bekommen.
Sportlich hat der FC Barcelona dies zuletzt am Wochenende gegen den FC Valencia gezeigt. Im Spitzenspiel der Primera División siegten die Katalanen zu Hause deutlich (3:0). Doch der Schein trügt. So hätte Valencia in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen. Der Tabellendritte der spanischen Primera División verteidigte gut, schob sich sehr schnell hinter raus und verlagerte das Spiel so in die Hälfte der Katalanen. Diese hatten damit lange Probleme. Valencia ging Dank Victor Valdes, Gerard Pique und dem eigenen Unvermögen nicht in Führung. Lionel Messi vergab für Barcelona vor der Pause zwei Einschussmöglichkeiten, traf dann aber im zweiten Durchgang. Nach zwei starken Pässen von Henry und einem Solo demonstrierte der Argentinier eindrucksvoll, warum er und kein anderer momentan den Goldenen Ball besitzt und verdient. Mit seinen drei Toren schoß er den FC Valencia nahezu im Alleingang ab.
Ähnlich wie es Valencia in der ersten Halbzeit gelang, so konnte auch Malaga vor zwei Wochen im Camp Nou beweisen, dass es durchaus möglich ist, etwas mitzunehmen. Nach stolzer Defensivarbeit gelang es den Andalusiern in der 81. Minuten auszugleichen. Lediglich Lionel Messi rettete die Katalanen vor dem Fall (2:1). Zwischendurch spielte Barca Remis in Almeria (2:2).
Personell wird Trainer Pep Guardiola im Gegensatz zum Spiel gegen Valencia wieder auf der Bank Platz nehmen und auf seinen Kapitän Carlos Puyol zurückgreifen können. Außerdem ist ein Einsatz von Zlatan Ibrahimovic geplant. Der Schwede ist ausgeruht, da er am Wochenende gegen Valencia gesperrt war.

VfB Stuttgart:
Betrachtet man den VfB Stuttgart, wird man nicht müde zu betonen, dass das Phänomen "Trainerwechsel" im Schwabenland perfekt funktioniert hat. Die Mannschaft ist aufgewacht – man könnte sogar sagen vom Tiefschlaf erwacht – und spielt nun wieder den erfrischenden Fußball vergangener Tage. Das zeigt sich nicht nur auf dem Platz, sondern vor allem in der Tabelle: Gehörten die Schwaben in der Hintunde der Bundesliga noch zu den Abstiegskandidaten und wackelten an jedem Wochenende, so treten sie nun stabil auf und haben die Abstiegsränge weit hinter sich gelassen. Aktuell ist sogar ein Angriff auf die internationalen Plätze möglich. Doch sollte es bei den planmässigen fünf internationalen Plätzen in dieser Saison bleiben, sieht es für den VfB Stuttgart nach diesem Wochenende wieder nicht so gut aus. Die Ambitionen - so geheim sie auch gehalten bzw unterdrückt werden – der Schwaben haben am Wochenende einen Dämpfer erhalten. Denn nicht nur die Auswärtsniederlage in Gelsenkirchen (1:2), sondern auch der Sieg der Dortmunder wirkt sich äußerst negativ auf die süddeutschen Pläne aus.
In dieser Woche ist allerdings zunächst die Kür an der Reihe – denn nur als Kür kann die Champions League für die Schwaben gelten. Trainer Christian Gross betonte schon vor dem Hinspiel, dass seine Mannschaft ohne jeglichen Druck frei aufspielen könne. Das tat sie auch. Nach dem Führungstor durch Cacau hätte dem VfB sogar ein Hand-Elfmeter zugesprochen werden müssen, doch das Glück war an diesem Tag nicht auf der Seite der Stuttgarter. Die Rot-Weißen werden nun hoffen, dieses Glück im Camp Nou zu erfahren.
Sportlich hat der VfB eine positive Serie hinter sich. Sechs der letzten zehn Spiele wurden gewonnen – zwei Mal spielte man Unentschieden. Lediglich in Schalke und gegen Hamburg zog man in diesem Jahr den Kürzeren.

Head to Head:
In der Saison 2007/2008 standen sich der VfB Stuttgart und der FC Barcelona in der Gruppenphase gegenüber. In Stuttgart gewann Barcelona nach einer torlosen ersten Halbzeit mit 2:0. Da der VfB als Gruppenletzter und der FC Barcelona sicher als Gruppensieger fest standen, spielten im Rückspiel zwei B-Mannschaften gegeneinander. Die Schwaben gingen zwar früh in Führung und hielten ein Unentschieden bis zur Pause, verloren aber wiederum (1:3).

Fazit:
Der FC Barcelona tritt zwar als Titelverteidiger der Champions League an, ist aktuell aber weit von der Form des letzten Jahres entfernt. Zwar gelingt es mit Hilfe von Messi die richtigen Resultate mitzunehmen, doch sollte sowohl Stuttgartern, als auch Katalanen bewusst sein, dass es momentan möglich ist gegen den FC Barcelona zu bestehen. Der Seriesieger der letzten Spielzeit überzeugt nur durch Einzelaktionen, welche die Schwaben als Team unterbinden müssen. Wenn dann eine gute Aktion von Cacau zum Erfolg führt ist für die Mannschaft von Trainer Christian Gross alles drin. Ein Tor muss her und vielleicht noch eine Kerze.

Quoten:
FC Barcelona:
1,27 @ betsson
Unentschieden: 6,25 @ unibet
VfB Stuttgart: 14,77 @ betfair









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